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Die Leistungen der öffentlichen Fürsorge werden immer mehr abgebaut und die Sozialversicherun­gen ebenfalls. So wirkt sich der Jammer unse­rer Zeit am furchtbarsten bei denen aus, die ohnehin im tiefsten Schatten stehen. Hier muh geholfen werden!

Nachdem die Vereinssatzung duvchgesprochen und der Vorstand gewählt worden war, fand ein gemütliches Zusammensein bei Kaffee und Kuchen statt, worauf die blinden Teilnehmer mit ihren Begleitern die Heimreise antraten in dem Be­wußtsein, daß in gemeinsamem Leid ein neues Band wirklichen Verstehens und eifrigen Stre­bens geknüpft wurde, das nun nach und nach alle oberhessischen Blinden umschließen wird. An­meldungen sind an Blindenlehrer K r ö h l (Fried­berg) zu richten.

Die Bestrebungen des «Oberhessischen Winden- Vereins" seien der oberhessischen Bevölkerung aufs wärmste empfohlen, wenn demnächst der Kollekteur des Vereins erscheint, um die staat­lich genehmigte Hauskollekte einzusammeln.

Landkreis Gießen.

Großen-Buseck. 21. April. Am Sonn­tag hielt die Spar - und Leihkasse Gro- Hen-Buseck ihre 54. Generalversammlung ab. Oberrevisor Hartmann, Gießen, nahm als Vertreter des Verbands Hessischer landwirt­schaftlicher Genossenschaften Darmstadt teil. Di­rektor Gans und Vektor Inderthal berich­teten über die Tätigkeit von Vorstand und Aus­sichtsrat, während Rechner Roll die Iohres- rechnung im einzelnen und die Zinspolitik der Kck)se erläuterte. Die Kasse hat sich während der Geld- und Bankenkrise sehr flüssig gehalten und brauchte bis jetzt noch keinerlei Kredit­kündigungen vorzunehmen. Sie konnte alle Ver­pflichtungen in voller Höhe erfüllen. Dem Vor­stand und dem Aufsichtsrat wurde das volle Vertrauen ausgesprochen. Die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Rühl und Harbach wurden durch die neugewählten Herren Lehrer Jung und Tclegraphenbauhandwcrker B o n a - r i u s erseht. Die Kasse zählt 257 Mitglieder, die sich aus 59 Landwirten, 78 Handwerkern und Gewerbetreibenden, 120 Beamten und Arbeitern zusammensetzcn. Auch in diesem Jahre konnte eine Dividende verteilt werden, die von der Generalversammlung auf 6 Prozent festgesetzt wurde. Die Geschäftsguthabcn erhöhten sich im Jahre 1931 um rund 2100 Mk. auf 53 549 Mk., die Haftsumme beträgt 154 200 Mk. und der Rein­gewinn für 1931 belief sich auf 4102 Mk.

* Bellersheim, 21. April. Dieser Tage fand hier die Generalversammlung der S p a r - und Darlehenskasse statt. Aus dem Ge­schäftsbericht des Vorstandes ging hervor, daß der Geschäftsgang von der Geldkrisis im Jahr 1931 kaum berührt wurde. Die Kasse konnte ihre Einlagen sogar um 10 000 Mark erhöhen, die zur Abdeckung der Bankschulden verwandt wurden. Das Gesamtkapital beträgt 181 000 Mark. Der Geschäftsumsatz ist gegen das Vorjahr etwas zu- rückgegangen und beträgt rund 1,75 Millionen Mark, das eigene Kapital, Geschäftsguthaben der Mitglieder, Reservefonds und Betriebsrück­lage betragen rund 10 000 Mark, die Haftsumme 116 000 Mark, der Reingewinn 1194 Mark. Auf die Geschäftsanteile wurden 9 Proz. Dividende verteilt, der Rest des Reingewinnes wurde je zur Hälfte dem Reservefonds und der Betriebs­rücklage überwiesen. Die ausscheidenden Mitglie­der der Verwaltung, Gustav Göbel, Karl Schäfer und Ferdinand Bopp, wurden ein­stimmig wiedergcwählt. Die Kosse zählt 116 Mit­glieder. Der Präsident des Aufsicytsrates. Lud­wig Müller IV., dankte dem Vorstand für die vortreffliche Geschäftsführung.

<> Hungen, 20. April. Hier fand unter dem Vorsitz von Dekan G u ß m a n n (Kirchberg) eine Arbeitstagung des ob e r h e s s i s ch e n Vereins für Basler Mission statt, zu der Skrtreter aus allen Dekanaten Oberhessens er­schienen waren. Pfarrer i. R. Groh (Gießen) er­öffnete die Tagung mit einer Andacht. Nach Erledi­gung geschäftlicher Angelegenheiten hielt Missions­inspektor Pfarrer Iehle aus Stuttgart einen inter­essanten Vortrag über den gegenwärtigen Stand der Mission auf der Goldküste (Afrika). Eine Aus­sprache schloß sich an.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 19. April. Die hiesige Orts­gruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland veranstaltete in Verbindung mit dem Volksbildungsverein einen außer­ordentlich interessanten Vortragsabend. Beide Vereine hatten den früheren Zeitungsverleger Wagner aus Posen, der seit einigen Jahren hier wohnt, als Redner gewonnen. In überaus fesselnder Weise verstand es der Vortragende, an Hand selbstgefertigter Karten seinen Hörern die frühere Gestaltung der deutschen Ostmark, dieser Kornkammer des Reichs in der Vorkriegs­

zeit, in anschaulichster Weise zu schildern. Er wies dann darauf hin, welch ungeheure Wunde der Diktatfrieden von Versailles dem deutschen Dolkskörper durch das Zerreißen unserer öst­lichen Landesteile geschlagen hat. Der Redner legte überzeugend dar, daß durch diese grausame Zerstückelung der Ostmark die Ernährungsmög­lichkeiten für das menschengefüllte Deutschland unterbunden und damit die Hauptschuld an der deutschen Wirtschaftskrise heraufbeschworen wurde. Mit einem flammenden Aufruf an das deutsche 63-Millionenvolk, unbeschadet aller inneren Strei­tigkeiten einmütig in der Forderung nach einer durchgreifenden Grenzänderung im Osten, vor allem nach einer Beseitigung des sinnlosen Preu­ßen-Deutschland zerschneidenden polnischen Korri­dors zusammenzustehen, schloß der Redner unter stürmischem Beifall der Anwesenden. Wie wir hören, beabsichtigt Herr Wagner seinen Vor­trag auch in anderen Städten des Westens zu halten.

Kreis Alsfeld.

-er. Homberg, 21. April. Auf Anregung der Freiwilligen Sanitätskolonne fand ein Vortrag überGas- und Rauchschuh" statt. Der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr be­grüßte die Zuhörer und wies auf die Rotwendig- feit der Aufklärung, nicht zuletzt der Vorkomm­nisse im Alltag wegen, hin. Herr Frankl, Offenbach, behandelte das Thema in sehr über­sichtlicher Weise. An Hand von Anschauungs­material. von Lichtbildern und Zeichnungen sprach er über die verschiedenen Arten der Gifte und Gase. In seinen weiteren Ausführungen zeigte er die Arten der Sauerstoffgeräte, die Aus­rüstung einer Abteilung der Offenbacher (Sani­

täter, u. a. auch die vollkommene Ausrüstung eines Tauchers. Zum Schluß befaßte er sich noch mit dem KapitelWiederbelebung". Der Vortrag fand aufmerksame Zuhörer.

ss Grebenau, 20. April. Mit Beginn des neuen Schuljahres wurde die Lehrerin Sri. Rau, die bisher unsere 3. Schulstelle verwaltete, nach Atzenhain versetzt. Die hiesige Stelle wurde der Lehrerin Frl. Rauch übertragen. In diesen Tagen wurde in unserer Gemeinde von zwei Unternehmern eine Rutria-Pelztierfarm gegründet. Als die Tiere, die dec Zucht dienen sollen, hier eintrafen, wurden sie ihres schönen Felles wegen viel bewundert.

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

Bieber, 21. April. Am Dienstag fand hier ein Vortragsabend des Cdeka-Großhan- delsGleiberg statt. Verbandsfck.etär S e n d- l e r legte in etwa einstündigen Ausführungen dar, daß nur engster genossenschaftlicher Zusammen­schluß und gemeinsame Werbung die Leistungs­fähigkeit des Einzelhandels verbürge und ihn vor Verdrängung und Vernichtung durch die Konkurrenz des Kollektivgroßkapitals schütze. Die Cdeka-Bewegung, die von 'Berufsangehörigen freiwillig gebildete, geführte, beaufsichtigte und betriebene Selbsthilfeorganisation der Kolonial­waren-Einzelhändler, die in diesem Jahre auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblicken kann, fand hinsichtlich ihres Wirkens und ihrer Erfolge eine eingehende Würdigung. Eine angeregte Aus­sprache schloß sich dem Vortrag an.

Wirtschaft.

Rur geringe Entlastung des Arbeitsmarktes.

Berlin, 21. April. (WTB.) Die Zahl der Arbeitslosen ist im Zuge der jahreszeit­lichen Entwicklung in der ersten Aprilhälfte um etwa 100 000, seit Mitte März um rund 200 000 zurückgegangen.

Am 15. April waren bei den Arbeitsämtern rund 5 934 000 Arbeitslose gemeldet. Der Saisonbeginn brachte in den Außenberufen eine Verringerung der Zahl der Arbeitslosen um rund 138 000, während in den anderen, überwie­gend von der Konjunktur abhängigen Berufs­gruppen die Arbeitslosigkeit gestiegen ist.

Die Arbeitsaufnahme in den Saisonberufen hat sich für die Entlastung der Arbeitslosenversiche­rung stärker ausgewirkt, als für die Gestaltung des Arbeitsmarktes, so daß seit Anfang April die Zahl der Hauptunterstühungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung um rund 231 000 auf rund 1 347 000 am 15. April zurückgegangen ist. Auch in der Krisenfürsorge ist zum ersten Male seit etwa Jahresfrist ein Rückgang der Zahl der Hauptunterstühungsempfänger zu verzeichnen, und zwar um rund 23 000 auf rund 1 721 000.

Oiskontsenkung

der Bank von England.

London, 21. April. (WTB) Die Bank von England hat ihren Diskontsatz von 3% auf 3 Prozent ermäßigt.

* Steuerfreie Reichsbahn -Anleihe 19 31. Bis zum 18. April einschließlich wurden ins­gesamt 248,3 Millionen Mark auf die steuerfreie Reichsbahn-Anleihe gezeichnet. Davon sind bis zum gleichen Zeitpunkt 134,4 Millionen Mark eingezahlt worden, das sind 54,1 Prozent des Zeichnungsbe­trages.

* Gründung einer Junkers -- De- triebsgesellschaft. Wie WTB.-Handels- öienst von gut unterrichteter Seite erfährt, haben die Verhandlungen der zuständigen Stellen über die Lage bei den Iunkerswerken erneut die ein­mütige Bereitwilligkeit zu einer Fortführung der Werke ergeben. Cs ist beschlossen worden, durch die Gründung einer von Pros. Dr. Junkers unab­hängigen Detriebsgesellschast einen Ucbergangä- zustand zu schassen. Dieser Betriebsgesellschaft werden beschleunigt diejenigen Mittel zugeführt werden, die zur angemessenen Aufrechterhaltung der Betriebe, für Materialbeschaffung und für Lohn- und Gehaltszahlungen notwendig sind.

* Gesellschaft für elektrische Un» ternehmungen. Die Gesellschaft erzielte 1931 einen Gewinn von 10,68 (16,14) Millionen Mark. Anderseits beanspruchten Linkosten 3,15 (3,91), Steuern 1,42 (1,32), Obligationszinsen 1,66 (1.75) Mill. Mk., so daß zuzüglich 1,06 (1,05) Millionen Mark Vortrag nach 0,08 (0,46) Mill. Mark Abschreibungen auf Anlagen und nach wie­

der 1,2 Mill. Mk. Zuweisung an den Abschrei- bungs- und Erneuerungsfonds ein Reingewinn von 4,24 (8,56) Mill. Mk. verbleibt, aus dem 4 (9) Prozent Dividende auf 79,4 Millionen Mark Aktienkapital vorgeschlagen werden. 1,06 Mil­lionen Mark verbleiben zum Vortrag.

* Die Fahrradproduktion bei Opel. Die Adam Opel AG., Rüsselsheim, teilt mit, daß der Fahrradbau zur Zeit voll beschäftigt ist. Der Absatz von Fahrrädern im Monat März ist um rund 25 Prozent höher, als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Auftragseingang genügt, den Fahr­radbetrieb auf lange Sicht vollarbeiten zu lassen.

Frankfurt schwankend.

F r a n k f p r t o. M., 22. April. (WTB. Drahtmel­dung.) Die heutige Börse zeigte bei Beginn ein u n - sicheres Aussehen, nachdem noch an der Vor­börse auf die günstigen Momente wie der feste Schluß der Neuyorker Börse, die bessere Beurtei­lung der außenpolitischen Lage und der weitere Rück­gang der Arbeitslosenziffern recht feste Kurse ge­nannt worden waren. Zur ersten Kursfestsetzung kam jedoch wider Erwarten Material heraus, wobei wieder Gerüchte von Konzernschwierigkeitcn im Aus­lande und auch die Vorgänge bei Burbach-Kali ver­stimmten. Später setzte sich aber wieder eine b e - ruhigtere Auffassung durch, zumal das An­gebot nachließ. Gegenüber der gestrigen Abendbörse lagen IG. zunächst mäßig schwacher, bann aber auf Deckungen der Spekulation wieder 1,5 o. H. höher. Die Nebenwerte des Chemiemarktes lagen unver­ändert. Am Elektromarkt setzten Schuckert 1 v. H. höher ein und konnten im Verlause weitere 1,5 v. H. anziehen. Siemens und AEG. blieben etwa behaup- tct. Chadeaktien zogen erneut um 3 Mark an, wo­bei auch die jetzt bekanntgewordenen Bilanzziffern günstig aufgenommen wurden. Montanaktien ten­dierten unregelmäßig mit Neigung zur Schwäche, nur Gelsenkirchen gewannen wieder 1 v. H. Kunst­seidenaktien lagen 0,5 v. H. freundlicher. An den Nebenmärkten herrschte wieder Geschäftsstille, wie überhaupt die Umsatztätigkeit durch die Nähe des Wahltages gehemmt wurde.

Deutsche Anleihen lagen weiter etwas höher, wozu heute auch wieder einiges Interesse für Schutz­gebiete hinzukam. Von fremden Werten gingen Ru­mänen leicht zurück.

Im Verlaufe wurde es wieder unsicher, und unter leichten Schwankungen neigten die Kurse leicht zur Schwäche. Das Geschäft ging auf ein Minimum zurück.

Am Geldmarkt war der Tagesgeldsatz mit 4,5 v. H. unverändert und leicht.

Berlin ziemlich fest.

B e r li n . 22. April. (WTB. Funkspruch.) Für die Börseneröffnung war man heute vormittag wieder ziemlich f e ft g e ft i m m t, da die außenpolitische Situation zuversichtlicher beurteilt mürbe; angeblich soll nämlich in Genf bereits eine Einigung barüber erfolgt sein, daß man für bie Lausanner Kon - J f e r e n 3 den 16. Juni als Termin festsetzen wird.

Ferner regten der feste Schluß der gestrigen Neu­yorker Börse und die im Zusammenhang mit der Londoner Diskontermäßigung wieder stärkeren Hoff­nungen auf eine Senkung des Reichsbankdiskonts an. Die Verlängerung von 90 v. H. der Summe des 125-Millionen-Dollar-Kredits zu einem Zinssatz von 6 v. H. wurde mit Befriedigung zur Kenntnis ge­nommen, ebenso nahm man die saisonmähiHe Ab­nahme der Arbeitslosigkeit in der ersten Apnlhälfte mit Genugtuung zur Kenntnis. Die Anfangsnotie­rungen lagen dann aber nicht durchweg auf dem höheren Niveau der Vormittagstaxen, da eine emp­findliche Abschwächung der Burbach-Aktien, die etwa 10 v. S). unter gestern umgingen, verstimmte und Glattstellungen der Spekulation auslöste. Man be­fürchtet bei diesem Konzern größere Verluste durch Uebernahme eigener Aktien, obwohl die Verwaltung diesbezügliche Gerüchte dementiert hat. Klarheit dürfte wohl erst die demnächst stattfindende Aufsichts­ratssitzung bringen. Bis zu 2 v. H. schwächer eröff­neten Kaliwerte, Braunkohle und Briketts und Rhei­nische Braunkohlen, während auf der anderen Seite Chadeaktien, Gesfürel, Elektrizitätswerke Schlesien, Schlesische 8-Gas, BMW. und Charlottenburger Wasser bis zu 2 o. H. gewannen. Das Geschäft war heute etwas lebhafter, da aus dem Reiche kleine Kaufaufträge Vorgelegen haben sollen, und auch die Banken anscheinend etrotis ankurbeln wollen. Im Verlaufe waren die Kurse bei mehrfachen Schwan­kungen im allgemeinen gut behauptet. Einige Papiere lagen sogar zeitweilig bis zu 1,5 v. H. fester, während kleine Verluste ' verhältnismäßig selten waren. Bürbach zogen etwas über ihren nied­rigsten Tageskurs an.

Deutsche Anleihen freundlich, Altbesitz 0,5 v. H. fester. Von Ausländern waren die 4-v. H.-Türken- anleihe auf die Einigung über die Zahlungen der türkischen Regierung haussierend. Auch 5-v. H.-Mexi- kaner lagen fester. Ungarn lagen teilweise etwas freundlicher, während Rumänen zur Schwäche neigten. Deutsche festverzinsliche Werte waren nach ruhiger Eröffnung etwas angeboten. Pfandbriefe gaben bis zu 1 v. H. nach, während Liquidationspfandbriefe weiter feste Veranlagung zeigten.

Am Geldmarkt hat sich nichts gegen gestern geändert. Tagesgeld stellte sich an der unteren Grenze auf 5,40 bis 5,25 v. H Monatsgeld blieb 2 v. H. nominell.

Echweincmarkt in Grünberg.

+ Grünberg, 21. April. Zum heutigen Schweinemarkt waren 744 Ferkel und 20 Läufer aufgetrieben. Es wurden folgende Preise er­zielt: Ferkel bis sechs Wochen alte 14 bis 16 Mark, sechs bis acht Wochen alte 17 bis 22 Mark, acht bis dreizehn Wochen alte 22 bis 28 Mark, Läufer bis zu 35 Mark. Tendenz gyt, es verblieb geringer Ueberftanb.

Schweinemarkt in Wetzlar.

# Wetzlar, 21. April. Der gestrige Schweine­markt war mit 811 Ferkeln und 10 Läufern be­schickt. Es wurden bezahlt: für fünf Wochen alte Ferkel 15 bis 16 Mark, für sechs bis acht Wochen alte 17 bis 22 Mark, für neun bis zehn Wochen alte 22 bis 24 Mark je Stück. Aeltere Ferkel und Läufer wurden wenig gehandelt. Es verblieb Ueberftanb. Der Hanbel war schleppenb.

Rundfunkprogramm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-LIrnschau".)

Samstag, 23. April.

7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.00 bis 10.45: Verklungene Wellen. Eine Hörfolge aus dem Dreißigjährigen Kriege von Franz Wallner. 12:00: Konzert auf Schallplatten. 13.00 (Kölnund München): Konzert: Wiener Tänze. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Handharmonika-Konzert der Handharmonika-Dereinigung Kettnacker. 17.00: Rachmittagskonzert des Philharmonischen Or­chesters Stuttgart. 18.20:Reurosen und Reuroti- ker", Gespräch zwischen Prof. Freiherrn von Weiz­säcker und Dr. Dolf Sternberger. 18.55: Tägliche Begegnungen. Autofahrer und Passant. 19.30: Heidenheim: Ein Heimatabend aus dem Drental. Manuskript von Fritz Schneider. 20.30: Don Köln: Bunter Abend. 22.45 bis 1.00: Berlin: Racht- musik.

Letzte Nachrichten.

Senkung der Branntweinsteuer.

Berlin, 22. April. (WTB. Funkspruch.) Durch eine int Reichsgesetzblatt von heute veröffentlichte Verordnung des Reichspräsidenten vom 20. April wird die Branntweinsteuer von 4 0 0 auf 2 5 0 R M. pro Hektoliter gesenkt und da­mit der Verkaufspreis der Monopolverwaltung von 6 auf 5 RM. pro Liter herabgesetzt. Die Verordnung tritt am vierten Tage nach ihrer Verkündigung in Kraft.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5,5 v.H., Lombardzinsfuß 6,5 v.H.

Frankfurt a. Dl.

Lerttn

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Schluß- kurs

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Schluß- kurs

1-Uhr« Kurs

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Datum

21.4.

22-4.

21.4.

22.4.

Datum

21.4.

22.4.

21.4.

22.4.

6% Deutlche Retchsanierhe v.ivL', 7% Deutsche Reichsanleiye v. 1929 5%% Doung.Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.«Wlös.«Schuld mit

Auslos.-Rechten.......

Desgl. ohne Auslos.-Rechte . . . 8% Hell. SBoUMtaat von 1929 lrückzahlb. 102%)......

57,5

62,5

50

39,4

2,9

32

37,5

71,5

71

75,75

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71

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cnSlüiEnSn 1 En En 1 1 S 1 1 | 1 1 1 1 I 1 1 1 toio 1 1 1

Hamburg-Amerita Palei ...<.- Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff . . . . 0 Norddeutscher Lioyd.....6

A.G. sür Verkehrswesen Akt. . . Berliner Handelsgesellschaft . 8 Cammer», und Privat-Bank . 7 Darmstädter und Nalionalbank 8 Deutsche Bant und

Disconto-Gesellichast... 6

Dresdner Bank...... 6

15J

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12,5

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16,4

151

36,9

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten......

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyv.-Bank Goldpse 15 unkündbar bis 1935 ....

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar vis 1936 Serie 16 .

<y2% Franks. Hyp.«Bank 8iqu.- Pfandbriefe.........

HyV-Bank-LIqu.

A.E.G.. ......7

Bergmann.........9

Elektr. Lieferungsgesellschaft. 10

Licht und Kraft . . 10

Felten & Guilleaume.... 6%

Gesellschali für Elektrische

Unternehmungen .... 9

Rheinische Elektrizität «... 9

Schuckert L Co. ...... 11

Siemens L Halske ..... 14

Lahmeyer & (Eo...... . 12

Buderus..........4

Deutsche Erdöl ....... b

Gelsenkirchener.......8

Harpener..........0

Voesch Eisen.........6

läse Bergbau...... 10

KlScknerwerke........6

Köln-Neuessen.......6 y2

Mannesmann-Röhren .... 6

Mansselder Bergbau.....0

Lberschles. Kokswerke .... 8

Phönix Bergbau......4y.

Rheinische Braunkohlen. . . Rhetnsiahl..........

8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Psandbriese R. 19......

1% Pr. Landerpsandbriesansialt, Psandbriese R. 10

4% Oesterretchische Goldrente . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarilche Goldrente .... 4% Ungarische StaatSrente v. 1910 4'/-% desgl. von 1913 . . . .

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkisclie Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlelhe Serie I . .

4% desgl. Serie II.....

5% Rumän. verelnh. Rente v. 1908 4k%Rumün2ereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .

2 k% I. Anatolier.......

Frankfurt a. Dl.

Äerlin

Schuiß- kurs

1-Uhr« Kurs

Schluß« kurs

Ansang- Kurs

Datum

21.4.

22.4.

21.4.

22.4.

tKicbed Montan......7,2

Bereinigte Stahlwerke .... 4

15.25

14,5

Otavi Minen......16/,

10.65

Kaliwerke Aschersleben ... 10

87

-

85

Kaliwerke Westeregeln ... 10

99

98.5

96,25

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

151

149

I. G. Farben-Inbustrie... IS Verein. chem. Industrie Frank-

90,4

90,25

89.9

90,4

_

Scheldeanstalt.......10

124,9

_

Goldschmidt.........V

17,5

17,25

Rütgerswerke........5

27,75

28

27,75

28,5

Metällgelellschast.......6

28,25

28,25

Philipp Holzmann......b

33,5

34,5

34,5

Zementwerk Heivelberg.... 7

42,5

Zementwerk Karlstadt.....7

Waytz& Frevtag . . . . .0

Schulthets Patzenhofei ... 15

Aku (Allgemeine Kunstseide) 0

_

58,75

58,9

34

34.5

34,25

34,75

Bembelfl. . . ... 0

34

33,75

31,5

Zellstoff Waldhos.....12

28,5

29

Zellstoff Aschaffenburg ... 6

28

Dessauer Gai........9

78

78,75

Daimler Motoren......0

_

9,25

9,25

Deutsche Linoleum.....6

25,5

Lrenstein & Koppel.....0

_

22,4

22

Leonhard Tietz...... 8

-

54,65

54

Svenska ........15

10,75

Thade ........

198,5

200,25

198,5

202

Frankfurter Maschinen . . . . 0

Gritzner . . .....0

12^5

Mainkraftwerke Höchst a.M.. . 6

Süddeutscher Zucker 10

91,75

*

92

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

21. April

22. April

Amtliche Notierung

(Selb | Bricl

Amtliche

Geld

Notierung ! Brief

Hclsingsor» . Wien. . . . Prag . . . Budapest . . Sofia . . . Holland . . CSIo .... Kopenhagen. Etockltolm . London. . . Buenos Aires Reuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio be Jan.. Jugoslawien. Lissabon . .

7,343 51,45

12,465 62,94

3,057 170,68

77,22 86,81 78,07

15,86 1,043 4,209 58,97 21,62 16,60 81,77 33,07 82,67 1,399 0,279

7,423 14,44

7,357 51,55

12,485 63,06

3,063

171,02

77,38 86,99 78,23 15,90

1,047 4,217

59,09 21,66

16,64

81,93

33,13 82,83

1,401 0,281

7,437

14,46

7,303

51,70

12,465

62,94

3,057

170,58 77,72

86,26 77,67

15,74

1,038 4,209 58,95

21,63

16,595 81,92 33,07 82,67

1,389 0,279 7,423

14,39

7,317 51,80

12,485 63,06 3,063

170,92 77,88 86,44 77,83

15.78 1,042 4,217

59,07 21,67

16,635 82,08 33,13 82.83

1,391 0,281

7.437 14,41

Bantnofen

Äerlln, 21 April

Geld

25 rief

Amerikanische Noten.......

Belgische Noten.........

Dänische Noten.........

Englische Noir».........

Französische Noten........

Holländische Noten ........ Italienische Noten........

Norwegische Noten........

Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten........

Schwedische Noten........

Schweizer Noten.........

Spanische Noten...

Ungarische Noten .......

4,20 58,81 86,63 15,82

16,56 170,31

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