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Die Handlungsunkosten haben sich um 3184,86 Qltf. auf 17 796,58 Mk. vermindert. Der Geschäfts­bericht, die Bilanz und die Gewinnverteilung wurden einstimmig genehmigt. Dem Dorstand und dem Aufsichtsrat wurde einstimmig Entlastung er­teilt. Der Aussichtsrat setzt sich nach der Reu- Wahl aus folgenden Herren zusammen: Karl Funk, Kaufmann, Vorsitzender: Berthold Simon, Kaufmann, stellv. Vorsitzender: Phi­lipp Hartmann, Sägewerksbesiher: Wilhelm O b e r h e i m , Mühlenbesitzer: Wilhelm H a i n z , Studienassessor: Leopold Voehl, Kaufmann: Ernst V o n a 1 t, Gemeinderechncr.

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

* CB i c b e r, 20. März. Am Donnerstag gab die Gießener Aationalsozialistische Theatergruppe ein Gastspiel in unserem Orte. Zur Aufführung kam das SchauspielHorst Wissel". An dem zahlreich erschienenen Publikum rollte in vielen Bildern das Leben Horst Wissels vorüber: man erlebte in zwei Stunden den heldenhaften Kampf Wissels für die Idee Adolf Hitlers, bis zu dem tragischen Ende des jungen Lebens durch Mörderhand. Starker Beifall dankte am Schluß den Darstellern. Das Horst-Wissel-Lied beschloß die gut gelungene Veranstaltung.

Kreis Wetzlar.

> W i b m a r, 19. März. Die Winterveranstaltun­gen des Volksbildungs-Ausschusses fan­den ihren Abschluß mit einem Vortrag des Kreis­obstbauinspektors K i l p (Wetzlar), der an Hand zahl­reicher Lichtbilder überFrühjahrs- und Sommer­arbeiten an den Obstbäumen und Beerensträuchern" sprach. In der Aussprache wurde allgemein der Wunsch geäußert, die Obstzüchter enger zusammen- zuschlicßen, um sich gegenseitig zu fördern.

<> Riederkleen, 21. März. Ein Auto- Unfall ereignete sich am Samstagnachmittag auf der Provinziolstraße zwischen hier und Klein- Aechtenbach. Ein kleines Personenauto aus Fried­richsdorf bei Bad Homburg geriet in der Kurve an derBiehlhohl" ins Schleudern und über­schlug sich mehre reMale. Die beiden In­sassen wurden herausgeschleudert und erlitten Kopf- und innere Verlehunge n. Ein im Sanitätsdienst ausgebildeter hiesiger Einwohner leistete die erste Hilfe. Das Fahrzeug wurde schwer beschädigt.

Autounfattdesc^egelflieqersGroenhoff

Die Lenkerin getötet, Groenhoff selbst unverletzt.

WSR. Darmstadt, 21. März. Heute, kurz vor 19 Uhr, wollte der bekannte Segelflieger

Groenhoff von Griesheim bei Darmstadt nach Frankfurt a. M. fahren. Zwischen Arheiligen und Langen konnte die Autolenkerin die Kurve bei dem Forsthaus Veierseich nicht mehr aus­fahren und fuhr, trotzdem der Flieger durch so­fortiges Eingreifen in das Steuerrad den Wagen .abzusangen suchte, gegen einen Baum. Seine Begleiterin, die Schwester seines Kollegen Riedel, Fräulein Beate Riedel, flog mit dem Kopf gegen die Schuhscheibe des Autos und erlitt einen schweren Schädelbruch, an dessen Folgen sie nach ihrer Einlieferung in das Kran­kenhaus in Darmstadt v e r st a r b. Der Flieger selbst blieb unverletzt.

Tagung der hessischen Oberförster.

* * Frankfurt a. M., 19. März. Hier fand der 31. ordentliche Verbandstag des Hes­sischen Oberförster-Verbandes, der Berufsvertretung der Hessischen Forstverwal­tungsbeamten, statt. Der Vorsitzende, Forstmeister Rausch- Romrod, begrüßte die Verbandsmit­glieder, insbesondere den Landforstmeister Staats­rat Dr. b. c. Hesse, und entwarf als Einleitung ein anschauliches Bild über die Lage der deut­schen Forstwirtschaft. Er führte u. a. aus, wie der deutsche Wald früher eine sehr beacht­liche Einnahmequelle des Staates heute durch unwirtschaftliche Maßnahmen des Reiches und der Länder, wie ungenügenden Zollschuh des deutschen Holzes, der die enorme Einfuhr bil­ligen Auslandholzes ermöglichte, einerseits, und durch zu hohe Werbungskosten, Steuern, Sozial­lasten anderseits die Konkurrenzfähigkeit des deut­schen Holzes auf dem Markte immer katastro­phaler sinken ließ, so daß wir nahezu vor dem Ruin stehen. Lind doch sieht der Fachmann Wege, die wieder aufwärtsführen können, aufwärts- führen müssen: erhöhter Zollschuh, Holzpropa­ganda, Senkung der Gisenbahntarife, nicht zuletzt durch vernunftgemäße Verwaltungs- und Be­amtenpolitik.

3n Erledigung der Tagesordnung befaßte man sich nach einem Rückblick auf das abgelaufene Verbandsjahr durch den Vorsitzenden, in dem auch eine Spende von 270 Mark an die Hundeshagen- stiftung beim Forstinstitut der Landesuniversität Gießen, anläßlich dessen 100-Iahrfeier, erwähnt wurde, hauptsächlich mit der ungeheuren Rot der Staatsdienstanwärter. Auch sonstige für die Hessische Staatsforstwissenschaft und für die Forst­beamten besonders wichtige Fragen, wie Besol­dung, Ruhegehalt, Dor- und Fortbildung, Der- waltungsjagd, fanden eingehende Besprechung. Zu letzterem Punkte wurde der einstimmige Be­schluß gefaßt, bei den zuständigen Stellen zu be­antragen, daß auch in 'Hessen der Schrotschuh auf jegliches Schalenwild verboten wird.

um Tor und Ausgleich. Rach der Pause lieferten beide Mannschaften ein sehr temperamentvolles Spiel. Die Wihmarer, durch ihre gute Läuferreihe und insbesondere durch gute Zusammenarbeit im Dorteil, spielten zum Schlüsse etwas über­legen und erzielten in Abständen von kaum je einer Minute drei sichere Tore. Rodheim zeigte noch einen famosen Endspurt und holte zum Schluß noch zwei Tore auf.

Bauhofer Eilenriede-Meister.

Am Sonntag war dem Eilenriede-Rennen we­sentlich besseres Wetter beschieden, als am Sams­tag, die Bahn war trotzdem noch immer sehr glatt, so daß sich auch einige Stürze ereigneten; sämtliche Fahrer tarnen jedoch ohne Verletzungen davon. 40 000 Zuschauer waren Zeugen spannen­der Kämpfe. Im Meisterschaftslauf trium­phierte der in der Eilenriede schon so oft erfolg­reich gewesene Toni B a u h o f e r auf seiner 500-ecm-DKW.-Maschine mit einem Stunden- mittel von 89,3 Kilometer.

Schweden Eishockey - Europameister.

Erst im letzten Spiel fiel die Entscheidung in der Eishockey-Europameisterschaft, die in diesem Jahre in Berlin ausgetragen wurde. Schweden siegte über Deutschland mit 1:0 (0:0, 0:0, 1:0) und gewann damit die Meisterschaft vor Oester­reich, der Schweiz, Deutschland und der Tschecho­slowakei.

Eambridge schlägt wieder Oxford.

Der am Samstag zum 84. Male zum Aus trag gekommene traditionelle Achterwettkampf der ilni- versitäten Oxford und Cambridge, auf der dies­mal nur 6480 Meter langen Strecke auf der Themse bei London wurde, wie wir bereits kurz be­richteten, von Cambridge gewonnen, das damit nach dem Kriege zum neunten Male in ununter­brochener Reihenfolge den Sieg davontragen konnte. Die Zeit der Sieger betrug 19 Minuten 11 Sekunden. Don den bis jetzt ausgetragenen Rennen hat Cambridge 43 Siege errungen, wäh­rend Oxford 40mal erfolgreich war.

Wirtschaft

4

Spareinlagen betragen 300 631,78 Mk. und ver teilen sich auf 900 Kontei.. Der ausgeliehene Be>

lanzsumme sowie der Jal erstere von 579 000 Mk. terer von 4 119 000 Mk.

Prozent für das Jahr belassen.

Oie Arbeitsmarkttage in Hessen und Hessen-Nassau.

Roch keine wesentliche Besserung.

* Der Großhandelsindex. Die vom Statistischen Reichsamt für den 16. März berech­nete Grohhandelsindexziffer ist mit 100,1 gegen­über der Dorwoche nahezu unverändert. Die In­dexziffern der Hauptgruppcn lauten: Agrarstoffe 97,2 (Plus 0,2 v. H.), Kolonialwaren 88,9 (minus 1,9), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 90,5 (0,2 v. H.) und industrielle Fertigwaren 120,7 (minus 0,3 v. H ), Produktionsmittel 119,6 (mi­nus 0,2 v. H.), Konfumgüter 121,6 (minus 0,4 vH.).

WSR. Frankfurt a. M., 21. März, lieber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Rassau berichtet das Landesarbeits­amt Hessen in Frankfurt a. M.: Die Gesamtlage des Arbeitsmar'tes hat sich auch in der ersten Märzhälfte noch nicht wesentlich gebes­sert: die Zahl der Arbeitsuchenden ist nur um 785 0,2 Prozent auf 349 858 zurückgegangen. In den letzten vier Wochen hat die Arbeit- suchendenzahl insgesamt um rund 1100 abgenom­men, gegen 5300 im gleichen Zeitraum des Dor­jahres. Das Tempo, in dem die Arbeitslosigkeit in diesem Frühjahr zurückgeht, ist demnach er­heblich langsamer als im Dorjahr. Die einzelnen Berufsgruppen weisen im allgemeinen keine grö­ßeren Veränderungen auf. In den Gruppen Berg­bau, Spinnstoffgewerbe, häusliche Dienste, Lohn­arbeit wechselnder Art und in den Angestellten­berufen ist noch eine weitere leichte Zunahme, in Landwirtschaft, Industrie der Steine und Er­den, Metallindustrie, Bekleidungs- und Bau­gewerbe ist eine ebensolche Abnahme an Arbeit­suchenden zu verzeichnen. Die Zahl der Haupt- unterstühungsempfänger in der Arbeitslosen­versicherung ist im Laufe der Berichtszeit um 8119, von 99 907 auf 91 788, gesunken: die Zahl der Unterstühungsbezieher in der Krisenfürsorge hat sich um 1080, von 94 898 auf 95 978, erhöht.

Oer preußische Handelsminister für amtliche Kursfeststellung.

Berlin, 21. März. (WTB.) Der preußische Minister für Handel und Gewerbe hat den preu­ßischen Dörsenvorständen mitgeteilt, daß er keine Einwendungen dagegen erheben würde, wenn die Börsenvorstände nach Ablauf der ersten Aprilwoche an den Wertpapierbörsen die amtliche Kursfeststellung wieder aufnehmen. Von der Wiederaufnahme des Der- minhandels in Wertpapieren soll jedoch einstwei­len Abstand genommen werden. Eine variable Rotiz neben dem Einheitskurs soll für dazu ge­eignete Wertpapiere zugelassen werden. Zwangs­verkäufe an der Börse zur Verwirklichung von Pfandrechten an Wertpapieren sind nach tote vor nur mit Genehmigung zulässig. Eine Ausnahme gilt nur für neu aufgenommene Darlehen.

Normalzinssah unverändert 4°/0.

Berlin, 21. März. (WTB. Funkspruch.) Der Reichskommissar für das Bankgewerbe hat den Rormalzinssah gemäß § 1 des Abkom­mens über die Festsetzung von Höchstzinssätzen für hereingenommene Gelder vom 19. Januar 1932 bis auf weiteres unverändert mit

Organisations-, Buchungs- und rechnenden Schreibmaschinen in sich schließt. Don der Verbin­dung mit einem internationalen Konzern, der ein weitverzweigtes Retz von Riederlasfungen und Vertretungen besitzt, verspricht sich die Gesellschaft eine günstige Auswirkung besonders auf den Aus- landabsatz ihrer Erzeugnisse.

* Bayerische Motorenwerke Mün­ch e n. Die GV. genehmigte den bereits bekannten Abschluß, ebenso die Herabsetzung des Grundkapitals von 16 auf 15 Mill. RM. durch Einziehung von 1 Mill. NM. im Besitz der Gesellschaft befindlicher Aktien, sowie die damit zusammenhängenden bzw. auf Grund der einschlägigen Notverordnung not­wendigen Satzungsänderungen. Durch diese Trans­aktion verfüge, wie von der Verwaltung mitgeteilt wurde, die Gesellschaft bei 15 Mill. RM. AK. über 4 Mill. RM. offene Reserven.

Berlin flau.

Berlin, 22. März. (WTB. Funkspruch.) Rach- dem an der gestrigen Frankfurter Abendbörse bei den meisten Werten kleine Abschwächungen ein­getreten waren, lag die Eröffnung des heutigen Verkehrs ziemlich gut behauptet, teil­weise sogar etwas erholt. Man brachte diese Er­holung mit kleinen Käufen in Zusammenhang, die angeblich der festere Verlauf der gestrigen Reuhorker Börse und die Hoffnung auf einen baldigen amtlichen Verkehr ausgelöst hatte. Das Geschäft war aber wiederum sehr klein und be­schränkte sich auf die Montan- und Schiffahrts­werte und die sonstigen wenigen Standardpapiere. Rebenwerte lagen dagegen völlig vernachlässigt, die Umsätze in diesen Papieren waren gleich Rull. Politisch hat sich gegen gestern nichts geändert, dagegen lagen einige Momente aus der Wirt­schaft vor, die eher zur Zurückhaltung mahnen mußten. So wurden die Zahlungseinstel­lung der Junkerswerke und die Verluste bei Hirsch-Kupfer diskutiert. Ferner fanden die Schwierigkeiten bei den Kommunen, die durch den gestrigen Bericht der Arbeitsge­meinschaft der kommunalen Spihenverbände unter­strichen wurden, stärkere Beachtung. Weiterhin wurde die Kreuger-Krise noch nicht als bereinigt angesehen, zumal sich jetzt herausstellt, daß die kurzfristige Verschuldung groß ist. Hinzu kam noch die Geschäftsunlust vor den Feiertagen. Einige Märkte fielen daher auch heute schon zu Beginn durch ziemlich schwache Veran­lagung auf. So bestand für AEG. erneut An­gebot, auch Berliner Licht und Kraft waren schwächer. Ferner waren Commerzbank und Bar­mer Bankverein ausfallend gedrückt, und auch Svenska büßten abermals etwa 3 Mk. ein. Im Einklang hiermit gingen auch Chadeaktien im Verlaufe um 4 Mk. zurück. Ueberhaupt bröckel­ten die Kurse auf Grund der Geschäftsstille später allgemein ab. IG.-Farben und Farben-Bonds verloren bis zu 1,5 Prozent. Fest­verzinsliche Werte lagen sehr ruhig. Der freundliche Grundton konnte sich am Pfandbriefmarkt behaupten,Industrie- Obligationen neigten zur Schwäche. Kommunal­obligationen wurden auf gestriger Basis taxiert, Reichsschuldbuchforderungen und Deutsche An­leihen lagen ziemlich unverändert. Reichsbahn­vorzugsaktien verloren etwa 0,25 Prozent, da angeblich wieder ausländische Abgeber auftraten. Am Geldmarkt blieb die Situation unverän­dert. für Tagesgeld hörte man einen Sah von 6,5 Prozent und darüber.

Frankfurt unsicher und schwach.

5tanZfurt a. OK, 22. März. (WTB. Draht- Meldung.) Im vorbörslichen Freiverkehr und noch bei Beginn der offiziellen Börse zeigte die Ten­denz auf Grund des festen Schlusses der gestrigen Reuhorker Börse überwiegend Kursbefestigungen, die bei Spezialwerten 1 big 2 Proz. und für Re--

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

ck. Heuchelheim, 21.März. Der Kredit­verein Heuchelheim hielt am Samstag­abend in der Turnhalle seine Generalversamm­lung ab. Aus dem Jahresbericht des Vorstandes ging hervor, daß das Institut trotz der ange­spannten Lage auf dem Geldmarkt gut über die schwere Zeit hinweggekommen ist. Die Bilanz schließt in Aktiva und Passiva mit 1 300 822,29 Mk. ab. Die Spareinlagen stehen mit 992 103,64 Mk., der Gewinn mit 8079,40 Mk. zu Buch. Von dem Reingewinn wurden je 2000 Mk. dem Reserve­fonds und der Detriebsrücklage überwiesen. Der nach Ausschüttung einer Dividende von 7 v. H. verbleibende Rest wird auf neue Rechnung vor­getragen. Die Zahl der Mitglieder am Ende des Jahres 1931 betrug 429. Der Gesamtumsatz belief sich auf 9 621 546,28 Mk. In den Vor­stand wurde als Direktor Hermann Römer neugewählt. Der seitherige Direktor Heinrich Rinn XVI. verbleibt als Kontrolleur im Vor­stand. In den Aufsichtsrat wurde Ludwig Kröck II. wiedergewählt. Reu wurden Albert Schmidt, Friedrich HofmannVIII. und Ru­dolf Gilbert als Aufsichtsratsmitglieder be­stimmt.

al. AUend orf (Lahn), 21. März. Am Frei­tag zwischen 18 und 19 Uhr entstand im Ge­meindewald ein W a l d b r a n d, der dank der tatkräftigen Hilfe des hiesigen Sportvereins und von herbei geeilten Klein-Lindener Einwohnern bald gelöscht werden konnte. Immerhin ist für die Gemeinde ein ziemlich hoher Schaden ent­standen, da die meisten jungen Kiefernbäumchen allem Anschein nach sehr unter dem Brande gelitten haben. Man schätzt die in Mitleiden­schaft gezogene Fläche auf einige Morgen. Die Ursache des Brandes ist noch nicht festgestellt.

F Saasen, 21. März. Wie in anderen Ge­meinden, so hat sich auch die hiesige Ge­meindevertretung entschlossen, im Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes Ar­beiten ausführen zu lassen. Vorgesehen ist der Ausbau einer direkten Verbindung Saasen Göbelnrod (eine Verlängerung der Kreisstrahe ab der Hauptstraße LindenstruthGrünberg Bollnbach). Man hofft, daß die Arbeiten bald genehmigt und begonnen werden können.

D Lich, 21. März. Der Rothsche Männer­chor veranstaltet am 17. April in der Turnhalle ein Bongert, das in der Hauptsache als Ehrung des am 22. März 1832 verstorbenen Dichters Goethe und des am 31. März 1732 geborenen Komponisten Haydn gedacht ist. In Mannerchören, Sologesang und Klaviervorträgen werden außer Goethe und Haydn auch noch Beethoven, Mozart, Silcher und Schubert zu Wort kommen.

Slic io Friedberg.

WSR. Friedberg, 21. März. Der Taunusklub Wetterau begeht am 2. und 3. April durch eine schlichte Festlichkeit die Feier seines 5 0jährigen Bestehens. Er gehört zu den ältesten deutschen Taunusvereinen und hat das Verdienst, durch seine Wegemarkierungen im nordöstlichen Taunus und in der Wetterau den Anschluß an die großen, in den Taunus und nach dem Vogelsberg führenden Wanderwege hergestellt zu haben.

Kreis Büdingen

].[ Usenborn, 21.März. In unserem Dorfe treiben zur Zeit einige Spitzbuben ihr Unwesen. Vor etwa 14 Tagen wurde zwei hiesigen Familien die zum Trocknen aufgehängte Wäsche völlig zerschnitten und in der vergangenen Rächt wurden dem Landwirt Jüngling und dem Schmied Theiß etwa 12 neue Hemden, Bett­wäsche, Handtücher, Kinderwäsche und Kinder­anzüge gestohlen. Die polizeilichen Ermitte­lungen smd im Gange.

Kreis Schotten.

± Klein-Eichen, 21. März. Unser Mit- burger Karl Zimmer feiert am 22. d. M. in großer geistiger Frische und körperlicher Rüstig- rett feinen 8 6. Geburtstag.

V Gedern, 19. März. Dieser Tage fand die Generalversammlung der Gederner Bank AG. statt. Der Mingewinn für 1931 beträgt Ilk. gegen 572&28 Mk. im Vorjahre. Es werden 6 Prozent Dividende verteilt. Die Bi-

"Torpedo -Fahrräder - undSchreib- Maschinen- Weilwerke, AG., Frank­furt a. M. Die Torpedo - Fahrräder- und Schreibmaschinen - Weilwerke AG., F.anksurt/M.- Rödelheim ist in eine Arbeitsgemeinschaft mit der -aemington Rand Inc. eingetreten, die einen Aus-

trag erreichte eine Gesamhhöhe von 397 380,73 Mk. I

Hresumsatz gingen zurück, auf 505 000 Mk., letz-

auf 3 698 000 Mk. Die

bentoerte 0,5 bis 1 Proz. betrugen. Schon mit Beginn der zweiten Börsenstunde machte sich Unsicherheit bemerkbar und die Spekulation hielt sich wieder stark zurück, da auf einigen Markt­gebieten einiges Material herauskam, das nur auf ermäßigter Basis ausgenommen wurde. Ein Gerücht, wonach die Junkerswerke in Des­sau ihre Zahlungen eingestellt haben sol­len, blieb dabei nicht ohne Einfluß auf die merk­lich schwächer gewordene Stimmung. Das Geschäft wurde sehr klein, zumal die Kulisse in An­betracht der bevorstehenden Unterbrechung durch die Feiertage keine Unternehmungslust bclunbcte und sie eher weiteres Glattstellungsbedürfnis an den Tag legte. Ein zunächst nur wenig beachtetes eher verstimmendes Moment, die Finanz- schwierigkeiten der Gemeinden, trat später stark in Erscheinung. Gegen die gestrige schwache Abendbörse ergaben sich im Verlaufe nach dem bereits erwähnten festeren Beginn auf f a ft allen Marktgebieten Rückgänge von 1 bis 2 Prozent. Am Montan- und Schiffahrts- marft betrugen die Verluste bis zu 1 Proz., bei Clektrowerten bis zu 2 Proz. IG.°Farven ließen bei etwas größeren Umsätzen bis. zu 1,5 Proz. nach, während Scheideanstalt gefragt und etwa 0,5 Proz. höher lagen. Reichsbankanteile, die zu­nächst 2,5 Proz. gewannen, gingen- irw Verlaufe noch unter den Abendbörsenstand zurück. Com­merzbank fielen durch schwache Veranlagung auf, während die übrigen Bankaktien meist unverändert lagen. Recht matt lagen wieder Svenska, die etwa 5 Mark verloren. An den Rebenmärkten herrschte vollkommen Geschäftsstille. Am Anleihemarkt la­gen Altbesitz und Reichsschuldbuchforderungen zu­nächst weiter etwas fester, doch gingen auch hier die Kurse später wieder zurück. Goldpfandbriefe lagen nur wenig verändert. Von Liquidations­pfandbriesen blieben Rhein. Hyp.-Liqu. auf der ermäßigten Basis behauptet, während Frankfur­ter Werte etwas nachgaben. Farben-Bonds ver­loren etwa 0,75 Proz., dagegen Stahlverein-Obli­gationen 0,5 Proz. höher. Bei sehr stillem Ge­schäft neigte die Tendenz im späteren Verlauf wei­ter zur Schwäche. Besonders einige Elektrizitäts­aktien, wie Gesfürel, AEG. und Siemens ver­loren erneut 1 bis 1,5Proz. IG.-Farben bröckel­ten 0,5 Proz. ab. Am Geldmarkt zog Tagesgeld auf 6 Prozent an.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2R.

Banknoten.

21.März

22-MSrr

Amtliche Dotierung

Amtliche Notierung

Meld 1

Ariel,

Geld

Brie

velfingfoU .

7.033

7.047

7,033

7,047

Men. . .

49,95

50.05

49,95

50,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest . .

56.94

57,06

56,94

57,06

Sofia . . .

3.057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

169,73

170,12

169,68

170,02

Oslo....

82.32

82,48

82,12

82,28

Kopenhaga,.

84,72

84,88

84,62

84,78

Stockholm .

84,17

84,33

83,42

83,58

London. . .

15,37

15.41

15,35

15,39

Buenos Atter

1,073

1,077

1,073

1,077

Neuyork . .

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüffek. . .

58,76

58,88

58,69

58,81

Italien . . .

21.73

21,77

21,78

21,82

Paris . . .

16,55

16,59

16,53

16,57

Schweiz . .

81,22

81,38

81,20

81,36

Spanien . .

32,12

32,18

32,07

32,13

Danzig. . .

81,97

82,13

81,97

82,13

Japan . . .

1,349

1,351

1,349

1,351

Rio de Ian..

0,249

0,281

0,249

0,251

Jugoslawien.

7.413

7,427

7,413

7,427

Liliadoo . .

13.99

14,01

13,99

14,01

Reichsbankdiskont 6 Proz. Lombardfah 7 pro}.

Berlin, 21. März

Geld

Brief

Amerikanische Noten .......

4,20

4,22

Belgilche Noten . ........

58,60

58,84

Dänifche Noten.........

84,53

84,87

Englifche Noten .......

15,33

15,39

.zränzöfifche Noten .......

16,51

16,57

Holländische Noten.......

169,41

170,09

Italienische Noten ........

22,11

22,19

Norwegifche Noten........

82,14

82,46

Deutsch-Oesterreich, i 100 SchUling

Rumänische Noten........

2,49

2,51

Schwedijche Noten........

83,98

84,32

Schweizer Noten. ........

81,04

81,36

Spanische Noten.........

31 99

32,11

Ungarische Note» ...

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 22. März. Es kosteten auf dein heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Pf., Landbutter 120, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, Wirsing 10 bis 25 (pro Zentner 15 bis 18 Mk.), Weißkraut 10 bis 12 (pro Zentner 6 bis 6,50 Mk.), Rotkraut 10 bis 15 (pro Zentner 8 bis 10 Mk.), Kartoffeln 4,5 (pro Zentner 3,80 bis 4 Mk.), gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30,

Feldsalat 100 bis 150, Tomaten 50 bis 60,

Zwiebeln 20 bis 22, Meerrettich 30 bis 60,

Schwarzwurzeln 25 bis 35, Dörrobst 25 bis 30, Aepfel 8 bis 15, Dirnen 10 bis 12, Rüsse 35 bis 40, Honig 40 bis 45, Suppenhühner 70 bis 80, junge Hähne 80 bis 90 Pfennig pro Pfund; Tauben 60 bis 70, Eier 8, Salat 25 bis 35, Blumenkohl 30 bis 70, Endivien 15 bis 30, Lauch 5 bis 10. Rettich 10 bis 15, Selleri 10 bis 40, Oberkohlrabi 8 bis 10, Käse 5 bis 10 Pf. pro Stück; Radieschen 15 bis 20 Pfennig pro Bund.

Srieffoffen der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schrlftleitung.)

A. B. C. 12. I. Die Zinssenkung in Kapitel III, § 1 der Vierten Notverordnung vom 8. Dezember 1931 gilt auch für Einzelpersonen. II. Die vorstehende Verordnung ist mit dem 1. Januar 1932 in Kraft getreten. Auf später errichtete Hypotheken- und Dar- lehnsverträge findet sie keine Anwendung. Diese unterliegen mithin hinsichtlich des Zinsfußes der freien Vereinbarung. Nach Artikel 6 der Verordnung vom 23. Dezember 1931 unterliegt der Zinsherab­setzung aber auch eine Forderung (Hypothek), die erst nach dem 31. Dezember 1931 entsteht, zu deren Be­gründung sich aber der Gläubiger vor dem 1. Januar 1932 verpflichtet hatte.

1877. 1. Bevor wir die zweite von Ihnen gestellte Frage beantworten können, bedürfen wir noch der Aufklärung, ob die Zinsen der Hypothek nach Ab­schnitt III, § 1 und 2 der Notverordnung herabgesetzt find. Ist das der Fall, so kann der Gläubiger nicht vor dem 31. Dezember 1933 kündigen. Eine bereits ausgesprochene Kündigung bleibt jedoch wirksam. Siehe Kapitel III, § 4 der Notverordnung vom 8. De­zember. 1931. Teilen Sie diese Sachlage Ihrem Gläubiger mit. 2. Wenden Sie sich wegen des Schutzes an die Geschäftsstelle des Amtsgerichts, die Ihnen wegen der Kosten und auch Ihrer sonstigen Fragen jede weitere Auskunft geben wird. 3. Wenden Sie sich persönlich oder mit ausreichender schriftlicher Begründung wegen des Steuernachlasses an das Finanzamt Gießen unter Vorlage schriftlicher Nachweise (Bescheinigung der Bürgermeistcrei und dgl.).