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Wirischast

b)

35

Am Getreidemarkt entwickelte

nur

Banknoten.

Wäre dafür: wir geben das Telegramm auf und Roses Zimmer beim Tee, als der Kommerzlem

18 Fortsetzung

Nachdruck verboten.

iutter- und Industrie- s kaum veränderten

gehen dann gleich in die Großbeerenstraße, um uns den Deinen als Brautpaar zu präsentieren. Ich werde John sagen, daß er ein Auto bestellen soll. In einer halben Stunde muh es hier sein."

Und dann war sie fort. John kam und reinigte die Glasplatte des Teewagens, die von Wasser troff. Gr trug das unbenutzte Teegeschirr und die unberührte Platte mit den Sandwichs fort.

Während das alles lautlos vor sich ging, sah Hans-Achim, eine Zigarette nach der andern rauchend, in einem Sessel und dachte voll Be­klommenheit daran, dah er Rose nicht nur mit leeren Händen, sondern auch mit leerem Herzen gegenüberstand. Lind dah es doch eigentlich ein großes Llnrecht sei, unter diesen Berhältnissen eine Ehe zu schliehen.

rat voll Autorität zu Hans-Achim sagte:

Ich hab' beschlossen, dah du morgen aufs Standesamt gehst, um euer Aufgebot zu bestel­len. Lind zwar wird in sechs Wochen geheiratet." Wie einem zum Tode verurteilten Verbrecher, der noch bis zum letzten Augenblick auf Gnade gehofft und dem diese Hoffnung nun zusammen­brach, war Achim zumute. Er fühlte, wie alles Blut aus seinem Gesicht wich. Sekundenlang herrschte ein tiefes Schweigen zwischen den dreien, bis Rose es brach:

bis 29, bl 22 bis 25; Bullen a) 21 bis 30, b) 21 bis 26; Kühe a) 25 bis 21, b) 20 bis 24.

c) 15 bis 19; Färsen a) 20 bis 33, b) ?6 bis 29,

c) 22 bis 25; Kälber b) 35 bis 38, c) 30 bis 34,

d) 25 bis 29; Schafe al 28 bis 30. b) 24 bis 21,

c) fleischiges Schafvieh. 20 bis 23; Schweine

' * 40 bis 43. c) 40 bis 43. d) 39 bis 42, e) bis 40, g) 33 bis 38.

Auf der Fahrt von Baden-Baden nach Ber­lin hatte der Kommerzienrat Friedrich Schadow von der Verlobung seiner Tochter mit Hans- Achim Tönnies erzählt. Lind Friedrich Schadows Gedanken hatten sich von diesem Moment an nur um Helene gedreht. Wie würde sie Hans-Achims Llntreue ertragen? Diese Frage schuf ihm ein herzbeklemmendes Gefühl.

Lind nun sah Helene vor ihm und sprach so ruhig und sachlich über ihren Entschluh, zum Film zu gehen, und über die Pläne, die Doktor Hahn ihr unterbreitet hatte, als wären diese Dinge im Moment das Wichtigste, was es für sie gab. Es war erstaunlich, wie tapfer sie die grohe Enttäuschung ihres Lebens trug.

Man könnte leicht zu der Vermutung kommen", sagte Elli später zu ihm,dah Lene die Ent­täuschung, die Achim ihr bereitet hat, nicht schwer nimmt. Aber dagegen spricht vieles: So die Blässe ihres Gesichtes und die dunklen Schatten, die unter ihren Augen liegen. Sie sah heute früh so müde aus und ihre Augenlider waren gerötet, dah man annehmen muhte, sie habe die ganze Rächt schlaflos verbracht. Sie hat gewih viel geweint. Ein Glück ist, dah sie seht die Sache mit dem Film vorhat, die lenkt sie doch viel­leicht ab. Wir vermeiden es ängstlich, in ihrer Gegenwart Tönnies' Ramen zu erwähnen. Du muht das auch so halten."

Ja. selbstverständlich."

Eines Tages würde Helene fort sein. Der- ständlgerweise muhte Hans-Achim sich das klar- machen und sich damit abfinden. Klar machte er sich das, aber mit dem Abfinden hatte es seine Schwierigkeiten. Sonderbar es stieg zuweilen 5^ue schwache Hoffnung in ihm auf. dah sein Schicksal sich noch so wenden könnte, dah Helene und er doch zusammenkamen.

Vielleicht, dah Rose ihm eines Tages ge­stehen würde, dah ihr ihr Verlöbnis leid sei. Er ersehnte fast, dah dies geschehen möchte. Aber es geschah etwas anderes. Man sah zu dritt in

wenig Geschäft. Die Notierung blieb mit 185 Mark per Tonne unverändert. Für F> aerste herrschte bei ebenfall!

Preisen Zurückhaltung.

Hafer war in genügenden Mengen angeboten, doch wurde nur gute, unberegnete Ware verlangt, die aber sehr wenig vorhanden war. Bei stillem Geschäft blieb der Preis mit 150 bis 155 Mark per Tonne unverändert.

Von Geld und Liebe

Vornan von Grete von Saß.

Copyright by Martin Feuchtwanger, Hall«

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 2. Febr. Auftrieb: 1531 Rinder, darunter 396 Ochsen, 130 Dullen, 502 Kühe, 450 Färsen; 596 Kälber; 64 Schafe, 5239 Schweine. Es wurden bezahlt pro 100 Pfund Le­bendgewicht: Rinder. Ochsen: vollsleischige, aus­gemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 29 bis 32, ältere 25 bis 28, sonstige vollfleischige jüngere 20 bis 24; Dullen: jüngere vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 21 bis 30, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 21 bis 26; Kühe: jüngere, vollflei- schiae, höchsten Schlachtwerts 24 bis 26, sonstige vollsleischige oder ausgemästete 20 biö 23, fleischige 15 bis 19; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): voll­fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 30 bis 33, vollsleischige 26 bis 29, fleischige 22 bis 25. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 35 bis 38, mittlere Mast- und Saugkälber 30 bis 34, geringe Kälber 25 bis 29. Schweine. Fettschweine über 300 Pfund 40 bis 42, vollsleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 40 bis 43, von etwa 200 bis 240 Pfund 41 bis 44, von etwa 160 bis 200 Pfund 38 bis 42, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 50 bis 40, Sauen 30 bis 35 Mark. Marktverlauf: Rinder und Schweine schleppend, Lieberstand; Kälber ruhig; Schafe mittelmäßig, geräumt.

Run begriff Eva: Helene wollte Hans-Achim wcht im Wege sein. DaS war selbstlos! Aber ob Hans-Achim nun den Weg gehen würde, den Helene ihm freigab?

Am darauffolgenden Morgen erhielt Ottilie Tönnies mit der Post zwei Rechnungen, mit dringlicher Mahnung um schnelle Begleichung.

."Was macht man da?" fragte sie, mit rat­losem Blick von Eva auf Hans-Achim sehend, ..Fünftausendvierhundert Mark für Hausrepara- turen, ausgeführt in den letzten zwei Jahren, sollen nun gezahlt werden. Ich hatte keine Ah- nung, dah die noch ausstehen. Papa nahm es stets so genau mit dem Bezahlen der Hand- c ~ ich begreife nicht, warum er diese Sache so lange hat anstehen lassen?"

In Hans-Achim drängte es, zu sagen: Ich bin schuld und ich werde die Sache auch in Ordnung bringen! Aber er sprach seine Gedan- ken nicht aus, fragte die Mutter nur, ob sie er­laube, dah er sich jetzt verabschiede.

Die Mutter nickte, und bann bat sie:

Achim, gib mir doch bloh einen Rat, was ich tun kann. Das Geld muh doch aufgebracht wer­den. Aber woher nehmen? Kinder, ich fürchte wir werden unser Haus nicht halten können."

Doch doch, Mama. Ditte, sorg dich nicht, rch werde Rat schassen."

Und nun war auf einmal der Entschluh da, um den er so lange gerungen.

Qlm Rachmittag ging er in die Hitzigstrahe. Rose empfing ihn mit einem Lächeln, das zu sa­gen schien: Endlich bist du da!

Sie trug ein ärmelloses, tief ausgeschnittenes Kleid aus schwarzem Cröpe de Ehlne, das durch weihen Aufputz erhellt war und ihr wundervoll zu Gesicht stand. Um ihren schlanken Hals lag eine Schnur von kleinen Perlen. Achims bewun­dernden Blick auffangend, gestand sie unter Er­röten:

"34 ahnte, dah Sie heute kommen würben, und hab' mich schön gemacht für Sie."

Haben Sie das notig?" erwiderte er galant. Ähre schwarzen Augen flammten zu Ihm auf. Haben Sie das wirklich schon bemerkt?" Wie sollte ich nicht! Ich bin doch nicht blind." Sie schob ihre Hand unter seinen Arm und führte ihn in ihr Zimmer, wo der zierlich gedeckte Teetisch stand. In der Mitte des Tisches stand eine Kristallschale mit Anemonen. Der Duft mischte sich mit dem Duft der Parfüms, der Rose bei jeder Bewegung umwehte.

Berlin schwächer.

Berlin, 22. Febr. (WTB. Funkspruch.) Die neue Woche begann in sehr ruhiger Haltung. Rein kursmähig war die Tendenz schwächer, zu nennenswerten Umsätzen kam es jedoch auf der ermäßigten Basis nicht. Die Kulisse nahm nur zögernd Abgaben vor, da sie bei Dlankoverkäufen in letzter Zeit immer mit Verlust gedeckt hatte. Man bemerkte nämlich aus Publikumskreisen im­mer neue Käufer, die das Material dem Markt entzogen. Heute ist allerdings die Beteiligung des Publikums vor den wichtigen Entscheidungen in der Politik und in der Wirtschaft, die in den nächsten Tagen bevorstehen, gering. Man will wohl erst die endgültigen Beschlüsse der Danken abwarten, bevor man sich zu neuen Disposi­tionen entschließt. Auch politisch besteht vor dem Reichstagsbeginn noch ziemliche Unsicher­heit, doch ist wohl im großen und ganzen da­mit zu rechnen, daß fick die Gegensätze in den Auffassungen zugunsten Der Regierung klären wer­den. Ausschlaggebend für die Tendenz war aber heute wohl die schwächere Haltung der Ausland­börsen, und vor allem die rückgängige Bewegung der deutschen Obligationen im Auslande im Zu­sammenhang mit einer Riedrigerbewertung der deutschen Marknoten als Folge der letzten Durch-' führungsbestimmungen zur Devisenverordnung.

Verhältnismäßig am besten waren auch heute die Valutawerte gehalten, aber auch Bankaktien zeigten recht widerstandsfähige Tendenz. Senat« bantanteile konnten sich weiter leicht erholen, aber auch die Aktien des Barmer Bankvereins ten­dierten fest. Rur Reichsbank neigten unter dem Eindruck der morgigen Dividendenentscheidung (heute bereits wieder mehr als 8 bis 10 Prö- zent) weiter zur Schwäche. Auch am Schiffahrts­markt hielt die Abgabeneigung an. Don sonstigen Spezialwerten waren Schultheis, Charlotten­burger Wasser relativ schwach veranlagt. Es ist aber zu bemerken, daß auf der niedrigeren Kursbasis (allgemein etwa 1 bis 2 Prozent unter Samstag) nur wenig umging. Don festver­zinslichen Werten, die weiter sehr ruhiges Ge­schäft hatten, blieben Schahanweisungen und Kom­munalobligationen gesucht. Bei letzteren argu­mentiert man immer wieder, daß der Llnterschied zu den Pfandbriefen doch noch anormal groß sei, zumal die Depositenbanken als Zwischen­schuldner mithaften, und außerdem die Llmschul- dungspläne eine Anregung geben. Auch Schuld­bücher waren heute wieder freundlicher, dagegen zeigten Industr'eobligationen rückgängige Ten­denz. Farben-Bonds verloren etwa 1 Prozent, Reichsbahnvorzüge waren fester gehalten. St. Anleihen lagen behauptet.

Frankfurter Getreidebörse.

F r a n k f u r t a. M., 22. Febr. Die Frankfurter Getreidebörse eröffnete zu Beginn der neuen Woche zunächst in fester Haltung, da das Angebot in Inlandbrotgetrelde sehr gering war und die Mühlen etwas Kauflust bekundeten. Später wurde es jedoch unter dem Eindruck schwacher Dvrmeldungen aus Berlin etwas schwä­cher, und die höheren Preise bröckelten wieder leicht ab. Bei Weizen ergaben sich Besserungen bis zu 5 Mk., während Roggen den letzten Preis­stand behaupten konnte. Qlm. Futtermittelmarkt war die Stimmung recht fest und die Preise für Kleie und Hafer höher. Braugerste blieb vernach- läffigt. Obwohl das Mehlgeschäft keine be­

mlt 4:1 Toren. Die Schüler gewannen in Klein- Linden mit 3: 0.

Fußball in Hessen-Hannover.

Trotzdem die Gruppenmeisterichaft in beiden Abteilungen bereits entschieden ist, brachten auch die Rachhutgefechte des Sonntags wieder span­nenden Sport mit teilweise recht überraschenden Ergebnissen. In der Rordgruppe steht an erster Stelle die Riederlage des Gruppen­meisters Göttingen 05 gegen Spielverein Kassel mit 2:6. Die zweite Lleberraschung leistete sich in der Rordgruppe Sport Kassel, der von ®t.- Allmerode mit 4:3 geschlagen wurde. Grone er­zielte gegen Spv. Göttingen 1:0, Einbeck unter- lag gegen Hermanla Kassel 1:2. Hinter dem mit 32:4 Punkten führenden Meister Göttingen 05 liegt Spielverein Kassel mit 26:12 Punkten an Zweiter Stelle, gefolgt von Hermania Kassel mit 22:10 Punkten.

3n der Südgruppe schlug Germania Mar­burg den DfD. Gießen mit 4:1, Germania Fulda bezwang Ockershausen mit 2:0. An zweiter Stelle liegt hier unter Borussia Fulda (30:6) Germania Marburg mit 24:12 Punkten, gefolgt von Hessen 09 Kassel mit 21:11.

Bon süddeutschen Fußballfeldern.

In den Meisterschaftsspielen gab es an diesem Sonntaa einmal mehr die beinahe obligat gewor­denen Ueberraschungen. In der Abteiung Südost gelang es dem BfB. Stuttgart, dem bisher unge­schlagenen 1. FC. Pforzheim mit einem 4:0(2:0)-Sieg die erste Niederlage beizubringen. Die SpVg. Fürth wird den Stuttgartern für diesen Liebesdienst Dank wissen. Da nämlich Fürth die Münchener Bayern mit 3:0 niederkanterte und der 1. FC. Nürnberg gegen München 1860 mit einem mageren l:l-Re- sultat nur einen Punkt retten konnte, liegen jetzt die Fürther mit einem Punkt Borsprung allein an der Spitze der Tabelle. Nach der Niederlage am vergangenen Sonntag konnte diesmal der Karls- ruber FB. einen 2:0-Erfolg gegen Rastatt buchen.

In der Abteilung N o r d w e st beanspruchte das Frankfurter Derbn zwischen Eintracht und Fußball- sportverein Frankfurt das größte Interesse. Bor 20 000 Zuschauern konnte Eintracht einen knappen, aber verdienten 1:0-Sieg herausholen. Neckarau sicherte sich mit einem 2^-Erfolg gegen Waldhof den weiteren Anschluß an die Spitze. In Pirmasens gab es nach einem mäßigen Spiel zwischen dem FK. Pirmasens und Wormatia Worms ein 2:2-Er- gebnis. Ebenfalls unentschieden, und zwar mit 1:1, endete das Treffen zwischen Mainz Q5 und FD. Saarbrücken.

Gießener Eisverein sübwestdeutscher Eisschießmeister.

Am Sonntag wurden auf der Drunhilbis-Eis- bahn auf dem Großen Feldberg die südwestdeut­schen Meisterschaften im Mannschafts- und Einzel- Eisschießen ausgetragen. Im Mannschaftswett­bewerb fiel der Meistertitel an den Gießener E i s v e r e i n. 2m Einzel-Eisschießen siegte W. Kabel (TED. Dronberg/Schönberg).

Kurze Sportnotizen.

S ü d d e u t s ch l a n d s junge Auswahl­elf kam in Budapest gegen Zentral-Llngarn mit 6:3 (1:1) Treffern zu einem glänzenden Fußball­sieg.

3m Städtekarnpf Paris-Köln kam die französische Fußball-Dertretung am Sonn­tag in Paris zu einem glatten 3:0-(l:0-)Erfolg.

Beim Stuttgarter Hallensports«st wurde Körnig im Sprinterkampf zwar in zwei von drei Läufen jedesmal nur Zweiter hinter 3onath, im Gesamtergebnis holte er sich jedoch den Sieg. 3m 1000-Meter-Lauf siegte Paul- Stuttgart vor Sr. Peltzer-Stettin und Wichmann- Charlottenburg.

Papa, du hast Qlchim erschreckt. Sieh nur, er ist blaß geworden bis in die Lippen."

Hnfinn, warum sollt' ich darüber erschrecken?" sagte Hans-Qlchim, mit einem schwachen Versuch, sich zu wehren.

»Run, dann war es vielleicht die freudige Er­regung über Papas Entscheid, die dich über- wältigr hat?"

»Du kannst ruhig annehmen, baß eS die war." Sie lächelte hinterhältig.

Achim, wenn ich das meinen Freundinnen erzähle, platzen sie vor Reid."

Der Kommerzienrat ließ Hans-Achim nicht zu einer Entgegnung kommen.

..2llso was ist: bist du einverstanden mit meinem Vorschlag?"

Achim senkte zustimmend den Kopf. Rose sagte:

Es war nun allerdings fein Vorschlag, son­dern ein strikter Befehl. Aber wir werden ihn gern befolgen was, Achim?"

Sie streckte ihm über den Tisch ihre Hand hin, die er in flüchtigem Druck einen Moment hielt.

Sann mußt du mir nachher Deine Papiere geben, Rose."

Sollst du haben. Llnd du, Papa, mußt uns für morgen dein Auto zur Verfügung stellen. Ich begleite Achim nämlich aufs Standesamt. Lind wenn da die nötigen Formalitäten erledigt sind, fahren wir zu Braun Unter den Linden. Ich muß hören, wieweit die mit meiner Aussteuer sind. Lind danach hab' ich noch allerhand Be­sorgungen zu machen. Also den Wagen müssen wir haben."

Gewiß, ja. Ich kann ja eine Taxi nehmen. Liebrigens, was ich euch noch mitteilen muß: Schadow hat mir den Dienst aufgesagt."

Ranu, warum das?" Rose sah den Vater erstaunt an.

Er zuckte mit den Schultern.

Was weiß ichl

Run, einerlei, sagte Rose,mag er gehen. Du bekommst Ersatz für ihn."

Ola toeißt Du, so ganz einerlei ist mir das nicht. So einen verläßlichen Menschen wie ihn finde ich nicht sobald wieder. Lind erst recht nicht einen von so gutem Aussehen und mit so tadellosen Manieren."

(Fortsetzung folgt.)

sondere Belebung erfahren hatte, nahmen die - Mühlen recht beachtliche Preiserhö­hungen vor. Das Geschäft schrumpfte natur­gemäß wieder zusammen.

Es wurden notiert: Weizen 257,50 bis 255 Mk-, Roggen 227,50 bis 225, Sommergerste (für Drau- zwecke) 185, Hafer (inländischer) 152,50 bis 157,50 Mark pro Tonne. Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0, mit Austauschweizen) 38 bis 38,75 Mk., (Sondermahlung) 36,25 bis 37,10, (niederrheini­sches, mit Austauschweizen) 38 bis 38,60, (Sonder- mahlung) 36,25 bis 36,85, Roggenmehl 31,75 bis 32,50, Weizenkleie 9,10 bis 9,25, Roggenkleie 9,60 bis 9,75, Erbsen (je nach Qualität f. Speisezwecke) 26 bis 35, Linsen (je nach Qualität für Speise­zwecke) 24 bis 52, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 5, Weizen- und Doggenstroh (draht­gepreßt und gebündelt) 4 bis 4,25, Treber (ge­trocknet) 12 bis 12,25 Mk. pro Doppelzentner. Industriekartoffeln (hiesiger Gegend) 2,75 Mk. pro Zentner, bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Ml.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Das äußerst knappe Angebot und die erhöhten Auslandpreise ließen für Welzen etwas bessere Saufneigung aufkommen. Bei den erhöhten Sortie­rungen kam nur wenig Material heraus. Die Müh­len, besonders tiie rheinischen, nahmen die Ware glatt auf. Die Preisspanne zwischen den beiden Brotfrücyten hat sich sehr zugunsten des Weizens erweitert. Dieser zog im Verlaufe der Woche um 8,50 Mark an und stellte sich auf 250 bis 252,50 Mark per Tonne. Obwohl in Roggen Jnlandan- gebot fast kaum vorgelegen hat, hat sich nur eine geringe Preiserhöhung (plus 1,5 Mark) ergeben. Roggen mit 72 Kilogramm Hektolitergewicht no­tierte 225 Mark per Tonne.

Am Mehlmarkt wurden die Forderungen so­wohl für Weizen-, als auch für Roggenmehl um rund 0,50 Mark per 100 Kilogramm erhöht. Der Absatz hat keine Belebung erfahren: der Derbrauch kaufte nur das Nötigste. Es notierten per 100 Kilo­gramm Weizenmehl [übt). Spez. 0 mit Austausch- weizen 37,25 bis 38,30, do. Sondermahlung 35,50 bis 36,55, Weizenmehl Niederrhein. Spez. 0 mit Austauschweizen 37,25 bis 38,05, do. Sondermah­lung 35,50 bis 36,30, Roggenmehl 60proz. Ausmah- luna 31,50 bis 32,50 Mark.

Am Kartoffel markt waren die Zufuhren infolge des Frostes merklich geringer, so daß die Preise wieder etwas anziehen konnten. Industrie­kartoffeln hiesiger Gegend per 50 Kilogramm bei Waggonbezug 2,75 Mark.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Arn Rinder mar ft war der Handel weiter ruhig, doch war der Absatz im Hinblick auf den erhöhten Zutrieb (1574 gegen 1520 Stück) immer­hin befriedigend. Das Interesse war für alle Gattungen ziemlich gleichmäßig.

Rachdem in der Vorwoche auf dem Kälber - markt Ansätze zu einer leichten Besserung zu verzeichnen waren, machte sich in der abgelau­fenen Woche wieder eine Verschlechterung be­merkbar. die vor allem auf den erheblich größeren Auftrieb, der gegen die letzte Woche mit 1741 Stück um 330 Stück stärker war, zurückzuführen war. Bei meist langsamem Geschäftsgang wurde nur zögernd geräumt. Die Preise gingen für alle Gattungen um 2 Mark zurück.

Am S ch a f m a r 11 brachte der verminderte Zutrieb wieder etwas Belebung ins Geschäft, und auch die Preise konnten sich wieder um 2 Mk. heben. Stärker war die Besserung für die Gat- tungfleischiges Schafvieh, die 4 Mark anziehen konnte. Rach regem Handel wurde die Beschickung mit 292 (471) Stück ausvepkauft.

Der Schweinemarkt verzeichnete zu Be­ginn der Woche wesentlich geringere Beschickung, so daß bei der besseren Rachfrage 2 bis 3 Mark höhere Preise bewilligt werden mußten. Am Rebenmarkt war die Rachfrage jedoch wieder sehr fleln, und selbst bei ermäßigten Preisen war der Handel nur schleppend. Per Saldo blieben die Rotierungen unverändert. Obwohl der Auf­trieb mit 5680 um rund 400 Stück geringer war, verblieb etwas Lleberstand.

Im einzelnen notierten per Zentner Lebend- gewicht in Mgrk: Ochsen al 30 bis 32, a2 26

Parmaveilchen die reine Treibhausluft, stellte Hans-Achim Im stillen fest, und sein Blick streifte die geschlossenen Fenster, Die nach Dem Park zu lagen.

Wollen Die, Daß ich Die Fenster öffnen lasse?" fragte Rose.

Wenn. Sie erlauben, besorge ich das selbst," Ditte."

Während er die Fenster öffnete, machte sich Rose an dem Teekessel zu schaffen, der elektrisch angeschlossen war.

..Ach", seufzte sie,ich komme damit nicht zu­recht. Ich muß doch John klingeln. Das ist mit verdrießlich. Johns Gegenwart ist mir nämlich gar nicht erwünscht.

..Was ist denn? Diellelcht kann ich helfen?"

Er trat zu ihr.

,.®3 kocht noch nicht, obgleich der Kontakt schon seit zehn Minuten eingeschaltet ist. Ich fürchte, das Elektrische funktioniert nicht."

Er legte Die Hand an den Kessel.

»Ds Ist nahe am Kochen nur noch ein paar Minuten Geduld."

Lind wie bann weiter?"

Die sah fragend zu ihm auf. Er lächelte.

Dann gießen wir den Tee auf."

Wit? Ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich das nicht verstehe."

Richt nötig. DaS mache ich schon.

Ach nein, das möchte ich nicht. Dann will ich doch lieber John klingeln."

Ser ist aanz überflüssig, gnädiges Fräulein. Ich bringe das hier ohne seine Hilfe fertig."

-Rein, das kann ich nicht zulassen."

Es gab ein kleines Geplänkel.

Seßt kocht es!" rief Achim und faßte nach der silbernen Teekanne.

Rose hinderte Ihn Daran, indem sie feine Hände festhielt.

»Ich erlaube nicht, baß Sie das tun.

Ihre kleinen zarten Finger umspannten die seinen, verkrampften sich förmlich in sie. Dabei kam sie ihm so nahe, daß er das Beben ihre« schmiegsamen Körpers spürte. Ihr Gesicht hatte sie zu ihm erhoben, jeder Blutstropfen war aus ihm gewichen, die großen schwarzen Augen flamm- ten und Im nächsten Augenblick war es geschehen.

Hans-Achim war sich nicht klar darüber: Hatte Rose ihn oder er sie zuerst geküßt? Lind war sie letzt seine Braut? Er war ganz verwirrt.

Sie lächelte zu ihm auf, ohne Befangenheit. Wie eine Siegerin, mit strahlenden Augen.

.-Wir müssen Papa sofort telegraphieren, daß wir uns * -'obt haben, 2lchim."

Also doch, Machte Hans-Achim, nahm ihre Hand, küßte sie : war Rose dankbar dafür, daß sie ihm Die Dache so leicht gemacht, Daß sie keine Liedesbeteuerungen von ihm verlangte.

Wollen wir gleich gehen?" fragte Rose.Ich

_______Berlin, 2O.gc6ruar ilmerllanifdie Olotea ....... Belgische Noten . ........ Dänische Noten ......... Englische Noten ........ französische Note«........ Holländische Noten ....... Italienische Noten........

Norwegische Noten........

Deulsch-Oesterreich, t 100 SchMina Rumänische Noten........

Schwedische Noten........

Schweizer Noten. ........ Spanische Noten. ........ Ungarilche Note« .......

20- Februar

22 Februar

Amtliche Notierung

(»Hb | Erie1

Amtliche Geld

Notierung Srie

Helsingsor« .

6.583

6.597

6,583

6,597

Wien

49.95

50,05

49,as

50,05

Prag

12.465

12,485

12,465 *

- 12.485

Budapest ,

56.94

57,06

56,94

57,06

Sofia . .

3.057

3,063

3,057

3,063

Holland

170,28

170,62

170,33

170,67

Oslo. . .

Kopenhagen.

78,82

78.98

78,82

78,98

79,87

80,03

79,87

80,03

Stockholm

80,97

81,13

80,92

81,08

London . . Buenos Aires

14,51

14,55

14,51

14.55

1,028

1,032

1,028

1,032

Neuyorl

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüssel.

58,67

58,79

58,68

58,80

Italien. . .

21,88

21,92

21,88

21,92

Dari- . . .

16.58

16,62

16,59

16,63

Schweiz . .

82,12

82,28

82,12

82,28

Svanien

32,87

32,93

32,77

32,83

Danzig . .

82.02

82,18

82,02 1.409

82,18

Japan . . .

1,409

1,411

1,411

Rio de Ja«..

0,250

0,252

0,250

0,252

Iuyollawien.

7.463

7,477

7.463

7,477

Lissabon

13,19

13,21

13,19

13,21

Geld

4,20

4,22

58,51

58,75

79,69

80,01

14,47

14,53

16,54

16,60

169,91

170,59

21,86

21,94

78,64

78,96

2,49

2,51

80,79

81,94

81,11

82.26

32,73

32,87