ver
wichtige
Sonderge
Form und Höh« wandte und eine gründliche
Umstellung aus diesem Gebiete forderte. Die E i n-
wichtige Steuerfragen, wobei er sich gegen die bäudesteuer in ihrer heutigen
Notkundgebung -es Handwerks.
Das Handwerk von Stadt und Kreis Gießen fordert Arbeit, Befreiung von schwerem Steuerdruck und Verständnis der Oeffentlichkeit für feine Wünsche.
Mit besonderem Interesse sieht man dem Ab- schnei'oen der 1930er im 3xlC00-m-2auf entgegen. In diesem Wettbewerb konnten die Dlauweißen bei den bisherigen drei Frankfurter Hallensport- festen jeweils den dritten Platz erringen. Man hofft zuversichtlich, daß die 1930er zum mindesten mit der Tradition nicht brechen werden.
Frauenturnen in der OT.
In Erweiterung der planmäßigen Ausbildungsgelegenheiten im Gauverband Hessen wurde vorn Gauwart für daS Frauenturnen, Rudolf Paul, am Sonntag zu Gießen ein dreitägiger Lehrgang eröffnet, zu dem 70 Vorturnerinnen und Abteilungsleiter auS 41 Turnvereinen antraten. In dem gaueigenen Lehrkörper stehen dem Gau- fachwart zur Seite die Abteilungsleiterinnen Frl. Luise Schwarz von der Turngemeinde Friedberg und Frl. Leni P l a a k vom Turnverein Marburg, die Abteilung-leiter Heinrich Schneider vom Turnverein Wetzlar und Ludwig I o st von der Tumgemeinde Friedberg: außerdem führt die Vertreterin des Mädchenturnens im Frauen- turnausschuß der Deutschen Turnerschaft, Frl. Friedel K a st e n, Frankfurt a. M., u. a. auch in das Gebiet chorischer Beweiungsgruppen ein, die auf dem diesjährigen Kreisfest zu Trier erstmalig in der Schausolge erscheinen. Durch die straff gegliederte und temperamentvolle Lehr- arbeit fliehen dem Vereinsturnen wertvolle An- regun en und meihodisch gelüu e te Llebungsbilder zu für die Ausgestaltung der Dewegungs- und Körperschule, für den Aufbau von Freiübungen und Handgerätegruppen (Keulen, Stäbe und Hanteln), für die Entwicklungsfolge von Geräteübungen und die vielseitige Verwendung des Valles in seinen verschiedenen Größen und Gewichten, endlich für die Steigerung der Freude im Singspiel, Eingtanz und Volkstanz. Gemeinsame Lieder und Leitworte großer Führer zu Anfang und zu Ende verbinden die Tagesarbeit mit der Pflege turnerischen Geisteslebens.
Handball im Gau Hessen (O T.)
Entscheidungsspiel um die Gau meist erschuft To. Kirchhain I — Mio. Gießen.
Am Sonntag findet bereits das Rückspi^ zwischen dem Rordgruppenmeister und dem Mtv. statt. Kirchhain, das den. zweiten Tabellenplatz einnimmt und zwei Derlustpunkte mehr hat wie der Mtv.. kann im Falle eines Sieges noch ein besonderes Entscheidungsspiel erzwingen. Der Rordgruppenmeister gibt als eine auf Punktkämpfe eingestellte Mannschaft durch seine Ausdauer und Härte einen stets gefährlichen Gegner ab. Der Mtv., der ohne Punktverlust di« Tabelle anführt, tritt zu dem entscheidenden Spiele mit der gleichen Mannschaft an, die sich in Kirchhain bewährte. Auf Grund des Spielverlaufs im Vorlpiä darf man auch diesmal mit einem ausgeglichenen Treffen rechnen. Doch sollte die beständige Form der Gießener Mannschaft ihr zumindestens den einen zur Meisterschaft ixod) notwendigen Punkt sichern. (Siehe heutige Anzeige.)
Gießener Leichtathleten beim Frankfurter Hallensportfest. Die Spieloereinigung entsendet 16 Teilnehmer. In Frankfurt a. M., in der Festhalle, toiri) am morgigen Samstagabend idie Elite der deutschen Leichtathletik vertreten sein. Hebet daS Meldeergebnis und über die Beteiligungen haben wir bereits berichtet. Erfreulich ist es, mitteilen zu können, daß auch in diesem Jahre die Gießener Leichtathleten bei dieser großen Hallenveranstaltung vertreten sein werden. Die Spielvereinigung 1900 entsendet in diesem Jahre 16 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Der VfB. verzichtet in diesem Jahre auf eine Beteiligung, und so ist die Spielvereinigung allein berufen, Gießen würdig zu vertreten. Die Hiesigen werden auch in diesem Jahre wieder einen sehr schweren Stand haben. Es erscheint nicht nur, wie immer, die beste süddeutsch« Klasse am Start, sondern auch maß- gebliche Vereine aus Rord- und Mitteldeutschland haben gemeldet. In den Einladungswett- bewerben ist die Extraklasse vertreten. Die Gießener nehmen nur an den offenen Wettbewerben teil. Die 1930er bestreiten die 5x60 Meter, die 3X1003 Meter und die 63 Meter für Leichtathleten. Tic Frauen treten zu der 5X6O-Meter-Pendel- staffel an und bestreiten außerdem den 60 Meter- Lauf.
Für die 5 X 60 Meter schickt die Splelvereini- gurg einige bewährte Kräfte ins Treffen. Geist, Sch icke danz, Bölcker, Fel sing und W. Müller vertreten den Verein. Die Mannschaft wird einen schweren Stand haben, denn nicht nur die Meisterstaffel der „Eintracht" Frankfurt (Eldra- eher Mahrlein, Metzner, Welscher) ist mit tm Rennen sondern auch die anderen Frankfurter ©roß- vereine werden starke Vertretungen entsenden. Dte Au-sichten auf Sieg sind gering. Für die Mannschaft würde es viel Ehre bedeuten, wenn sie sich auf einen 3 oder 4. Platz halten kann. Die 3 X 1000-Me- t e r - S t a s f e l wird voraussichtlich in der Aufstellung Wöhrenkämper, Bepperling und Peters gelaufen. Für diesen Wettbewerb entsendet die Svieloercinigung aber auch eine 2. Mannschaft, die in der Aufstellung Fung, Linscmann, © agow harten wird. Für den 6 0 - M e t e r - L a u s sind Müller und © e i st gemeldet, voraussichtlich wird auch F e l f i n g antreten Man hofft dabei, wenig, ftens Müller im Endlauf zu sehen. Die Aussichten dafür sind durchaus gegeben. Für Men Lauf werden zahlreiche Meldungen emgegangen fein, so daß sich schon in den Dorläusen spannend« Kämpfe entwickeln dürften.
Die Frauen werd-en m der 5x63 -Meter- Staffel voraussichtlich noch schwerer zu kämpfen haben, als ihre Vereinskameraden. Denn nicht nur die Eintracht liegt mit ihrer Meisterst affe! im Rennen, sondern auch die übrgen Frankfurter Vereine verfügen über vorzügliche Läuferinnen. Ferner sind die Leichtathletinnen vom I.-G. Spor:verein gefährliche Konkurrenten. Die Spielvereinigung entsendet für diele Disziplin die Damen Guth. Knab. P. Richtberg. RickelundHublitz. Der60-Meter-Laus wird von Frl. R i ck e l und Frl. Hublitz be- ftritten.
Die Aussprache.
Schrcinermcister Lenz (Gießen) betonte, das Handwerk wolle sich nicht in Gegensatz zu anderen Berufsgruppen stellen, aber cs wolle in seiner Gesamtheit feine Notlage zur Sprache bringen und beachtet sehen. Leben gehe in dieser schweren 3eit Steuerzahlen und allen anderen Lasten vor. Der Redner wies dann aus den starken Steuerdruck und auf die dadurch verursachte schwere Bedrängnis für die Substanz des Handwerks hin. Er wünschte weitgehendes Entgegenkommen bei der Stundung bzw. bei der Niederschlagung von Steuern. Das gelte nicht nur für die staatlichen, sondern auch für die städtischen Steuern und Gebühren. Die gleiche For- derung fei hinsichtlich der sozialen Lasten zu erbeben, deren Höhe für das Handwerk wieder erträglich gemacht werden müffe. Das jetzige Ausmaß dieser Lasten drücke sehr schwer auf die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber, die diese Opfer nicht mehr tragen könnten. Weiter machte der Redner Wünsche zur Lehrlingsausbildung geltend, die angesichts der Stillegung oder des langsameren Betriebs in vielen Werkstätten umgestaltet werden müsse, schließlich beschäftigte er sich noch mit dem Submissionswesen, für das er einige der Notzeit angepaßte Reformen forderte.
Wagncrmcistcr Schmidt (Gießen) wies darauf hin, daß in Gießen schon viele Handwerksmeister Wohlfahrtsunterstühung in Anspruch nehmen müssen.
Schlossermeifter Schmidt (Lich) berichtete über die gleiche traurige Lage zahlreicher alter Licher Handwerksmeister, brachte dann Beschwerden über die Anforderungen der Berufsgenossenschaften vor und forderte Befreiung von den Beiträgen für Lehrlinge, solange die Betriebe wegen Arbeitsmangels geschlossen sind.
Unter der Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden d«S OrtSgewerbevereinS Gießen, Bäcker- obermeifter 2 o e 6 c r, sand gestern nachmittag im Gasthaus Hindenburg eine auS der Stadt und dem Kreise Gießen sehr stark besuchte Handwerksmeister-Versammlung statt. Die Tagung galt der Stellungnahme zu den schwierigen Wirtschaftsfragen des Handwerks.
Obermeister L o e b e r begrüßte die Versammlung im Damen des OrtSgewerbcvcrcinsvorstan- des, insbesondere hieß er als Gäste Regierung S- rat Dr. Braun vom Kreisamt Gießen, Regie- rungsral Frhrn. von SchenckzuSchweinS- b e r g als Vertreter deS Finanzamtes. Regierungsbaurat Kuhlmann vom Hess.Hochbauamt, S ad baurat ® r aoer t vom ® .eßenct Stadt- bauamt. Geschäftsführer Boeck vorn Verein der Einzelhändler, die Vertreter der Presse. Syndikus Dr. Lindemann von der Handwerkskammer Darmstadt und die Vorstände der Innungs-Fachverbände willkommen.
Syndikus Röhr-Gießen
von der hiesigen Handwerkskammer-Rebenstelle sprach alS erster Referent über wirtschaftspolitische TageSfragen. Sr stellte dabei die überau- schwierige Lage des Baugewerbes infolge der langandauernden erzwungenen UntäHg- feit in den Vordergrund und empfahl die besonders schweren Sorgen dieses Gewerbes allen Behörden zur ernsten Beachtung. Eindringlich betonte er,
das gesamte Handwerk erwarte dringend Arbeitsbeschaffung, damit es feinen fteuerlichen und sonstigen Verpflichtungen wieder nachkommen könne.
Der starke Beschäftigungsrückgang in allen Hand- werkSzweigen fei in den letzten Wochen deS vorigen Jahres noch verschärft worden durch die Preissenkungsaktion, deren Ankündi- gung sich im Weihnachtsgeschäft durch Zurückhaltung der Käufer stark bemerkbar gemacht habe. Die Vierte Rotverordnung wolle bessere WirtschaftSverhältnisse anbahnen. DaS Handwerk fei von jeher zu PreiSverbilligungen 6ereit gewesen, soweit dafür die Voraussetzungen gegeben seien: auch jetzt wieder werde daS Handwerk zum Abbau der Preise beitragen, es erwarte jedoch, daß ihm der Bezug von Rohstofsen und die sonstigen Wirtschaftsbedingungen ebenfalls verbilligt werden. Hierbei komme cs in hervorragendem Maße auch auf eine wirksame Senkung der öffentlichen Lasten an, denn die Steuern und Gebühren, namentlich auch die städtischen, seien beträchtliche Posten in der Betriebskostenberechnung deS Handwerks.
Die Regiebetriebe müßten ungesäumt ihre Tarife so ausreichend senken, daß eine fühlbare Minderung der Gestehungskosten eintrete.
Die Zinssenkung aus dem Kapitalmarkt werde vom Handwerk begrüßt, ihr müsse aber auch eine entsprechende ZinSsenkung am Geldmarkt folgen. Die Gemeinden hätten durch die ZinSsenkung ebenfalls Vorteile für ihre Haushalte. die eine Entlastung der Steuerzahler leichter machten. Der Redner streifte hieraus einige
Handwerkstollegen zu unterstützen. Er forderte alle Handwerksmeister zu gegenseitiger Unterstützung auf.
Syndikus Dr. Lindemann'Darmstadt, als zweiter Referent unterstrich zunächst die Forderung des Handwerks nach Schaffung von Arbeitsgelegenheit und betonte, wer heute noch über wirtschaftlich« Kraft verfüge, habe die Verpflichtung. seinen Anteil zur ArbeitSbeschassung beizutragen. Er nahm Dann zu den Aeußerungen verschiedener Diskussionsredner Stellung, sprach sich dabei für eine Revision der Bestimmungen über die Lehrlingsbeschäjngung aus, lehnte die staatliche Einmischung in die Lohnpolitik ab und forderte die KreiSämter auf, die Gemeinden zur Unterlassung von Schwarzarbeit anzuhalten. Den Appell an die Oessenllichkeit um 2krftänbniA für die Forderungen des Handwerks unterstützte er nachhaltig.
3m zweiten Teile seines ReseratS beschäftigte er sich mit Fragen der Steuerberatung, wobei er seinen Zuhörern wertvolle Winke und Auskünfte gab.
(frftärungen ber 33ef)örhent>erfrtfer.
Anschließend sprachen die Vertreter d?r Behörden in kurzen Worten zu der Versammlung. Regierungsrat Dr. B r a u n alS Vertreter deS KreiS- amteS Gießen brachte seine volle Zustimmung zu der Forderung nach Arbcitsbeschasfung zum Ausdruck und wieS vor allem auf die Stärkung deS Binnenmarktes hin. Er versicherte, daß das KreiSamt den Wünschen des Handwerks nach bester QH3gIid)*c.t immer gern entsprechen werde.
RegierungSbaurat Kuhlmann vom Hess. Hochbauamt sagte zu, die Wünsche deS Handwerks bei seiner vorgesetzten Behörde zur Kenntnis zu bringen, und verwie- im übrigen auf daS feil vielen Jahren gute und ungetrübte Verhältnis zwischen dem Hvchbauamt und dem Handwerk.
Reg.-Rat Frhr. Schenck zu SchweinS- b e r g als Vertreter des Finanzamts befunbete das volle Verständnis seiner Behörde für die Lasten und Sorgen des Handwerks, verwies auf die Aufaabe der FlnanzamtSbehörde, nicht nur den Erfordernissen des Steuerfiskus, sondern auch den Interessen der Steuerzahler gerecht zu werden, und veriicherte daß dem Handwerk immer volles Verständnis und bereitwillige Hilse deS Finanzamtes Gießen entgegengebracht werden würde.
Stadtbaurat G r a v e r t vom Stadtbauamt Dießen versicherte, daß die Stadt Gießen das Handwerk gerne fördern werde, soweit sie dazu finanziell in der Lag« sei. Soweit wie nur irgend möglich würden auch in dieser Aotzeit Austräge erteilt werden.
Wahl einer Kommission.
Arn Schlüsse der Versammlung wurde eine Kommission gewählt, der die Vertretung der Handwerkersor'.erungen bei den Behörden und an anderen geeigneten Stellen obliegen soll. In die Kommission wurden gewählt: Dickerobermeister Loeber (Gießen), Syndikus Röhr (Gießen), Schreinermeister Lenz (Gießen), Schlosserober- meister Kreiling (Dießen). Glascrmcister Marx (Gießen), Schlossermeister Schmidt (Lich), Zimmermeister Schell (Lo'lar) und Steinmetzmeister Schmiedeknecht (Londorf).
sichtlich der Beiträge und der Leistungen kritisch unter die Lupe, kritisierte Auswüchse im Tarifwesen, empfahl genauestes Rechnen bei den Submissionen, bat um Verständnis der Oessenllichkeit für die Rollage des Handwerks und rief die Handwerksmeister zu geschlossenem Zusammen- stchen und einigem Handeln bei der Vertretung ihrer Forderungen auf.
Maurermeister Schäfer (Lang-Göns) toanbte sich mit Entschiedenheit gegen die Schwarzarbeit, nicht nur von Arbeitslosen, sondern auch gegen solche auf Veranlassung von Gemeinden. Schrci- nerm elfter Lenz (Gießen) unterstrich diesen Standpunkt und rügte dabei, daß sogar Handwerksmeister Schwarzarbeit hätten auSführen las- fen, zum Schaden ihrer Handwerkskollegen. Syndikus Röhr (Gießen) beleuchtete die Schwierigkeiten einer gerechten Urtcilsbildung in der Frage der Schwanarbeit und betonte den ernsten Willen der geschlichen Handwerksvcrtretung, gegen Mißstände mit aller Kraft vorzugehen. Schloiscr- me ster A a ch t i g a l (G eßen) s r 'erte vor allem Arbeitsbeschaffung, Schlosserobermeister Kreiling (Gießen) sprach sich unter Hinweis auf die schlimm« Lag« im Dauhandwcrk in gleicher Weise aus und verlangte Weiler eine Reuregelung deS LehrlingswesenS in notleidenden Betrieben. Bäckermeister Deibel (Gießen) forderte gleichfalls Vorgehen gegen die Schwarzarbeit und beanstandete sodann, daß Handwerksmeister Mitglieder der Konsumvereine seien und in ortsfremden Geschäften Einkäufe machten, anstatt tßre
heilsbewerlung der Vermögenswerte begrüßte er, jedoch seien hier infolge der starken Wertminderung in neuester Zeil neue Maßnahmen erforderlich. Bei einer Betrachtung der Anpassung der Vermögenssteuer an die verminderten Vermögenswerte forderte der Redner angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse den Dcnichl auf die Erhebung des fünften DirrtcHahreSbeträges dieser Steuer.
Die Erhöhung der Umsatzsteuer bedeute für das Handwerk eine starke Enttäuschung, denn diese Steuererhöhung wirke sich als zusätzliche Einkommensteuer aus und verschärfte die Wirtschaftslage des Handwerks.
Von der Lockerung der Realfteuerfperre in den Gemeinden dürfe nur in den dringendsten Fällen und nur für das letzte Vierteljahr des Rechnungsjahres Gebrauch gemacht werden. Die 'Beruf ^Vertretungen des Handwerks würden auf die strenge Befolgung der hierzu erlaßenen Richtlinien achten. Ob die Vierte Notoerordung ihr Ziel erreiche, fei heule noch nicht abzufehen. Das Handwerk erwarte, daß es mit seinen berechtigten Forderungen bei den Behörden und in der Oeffentlichkeit die gebührende und gerechte Beachtung und Würdigung
Obermeister Loeber (Gießen) wandte sich zunächst gegen die starke steuerliche ileberlaßung deS HausbefiyeS und zog dabei einen Vergleich zwischen einem Hausbesitzer und einem Wcrt- papierbefiher mit einem Vermögen von je 20 000 Mark, bei dem der Hausbesitzer infolge der fteuerlichen Belastung erheblich fchlechter stehe alS der Wertpapierbesitzer Er hob weiter hervor, daß durch die allzu fchwere Steuerlaft schon manches Vermögen ausgczchrt worden fei, das ein Handwerksmeister sich für sein Alter früher zurüagclcgl hatte. Aus diesem Gebiet habe die Gesetzgebung am Handwerk vieles gutzumachen. Sodann betonte er, die Konkurrenz und die steuerlich« Bevorzugung der Warenhäuser und der Konsumvereine habe die Lage de» Handwerks weiter verschlechtert. Wenn die Warenhäuser und Konsumvereine in der gleichen Weise besteuert würden, wie die Handwerks- und Gewerbebetriebe. könnten jene den Kampf mit den letzteren njcht auf nehmen. Er tritifierte weiter die Verteuerung des MehlS durch hohe Zölle, die doch nur in da» ..Faß ohne Boden" kämen, nahm scharf gegen die ungerechte Sonder steuer vom bebauten Grundbesitz Stellung, deren Erhebung dem Hausbesitz alle Möglichleiten zur Vornahme von Reparaturen nehme: er langte die Beseit gung dieser Steuer, deren Betrag vom Hausbesty zu Reparaturarbeiten und damit zur Arbeitsbeschaffung verwandt werden müsse. Zum Schluß forderte er eine gerechte Steuerpolitik, nahm die Ortskrankenkassen hin-
Klubkampf im (schwimmen.
•kßcnrt SB. — Ifiarburgrr SD.
Am Sonntag wurde im Luisabad in Marburg der seit dem Vorjahr bereits ausstehend« Rückkampf zwischen dem MSV. und dem DSV ausgetragen. Der Klubkamps wurde auch dieSmal wieder al» reiner Stafselwettbewcrb durchgeführt, der von einzelnen Rahrnenkämpsen unterbrochen wurde.
Zum erstenmal konnte der Marburger Verein das Eraebnts günstig für sich gestalten, nachdem die früheren Klubkämpse vom GSV gewonnen worden waren, dzw. der letzte Wettbewerb unentschieden auäging. Die Marburger wiesen in allen Disziplinen eine bedeutende Form Verbesserung auf. Auch die Auswahl der Spvrtmann- schaft wies eine außerordentliche Verbreiterung auf. Da» vor zwei Jahren sertiggcstellle Hallenbad hat dem 2NSB. in jeder Hinsicht einen beachtenswerten Aufschwung gebracht
Die Gießener Mannschaft, die sich mit den für Hallenkämpfe sehr wesentlichen Wendeverhältnissen nicht vorteilhaft abfinden konnte, bot immerhin eine so starke Gegnerfchaft. daß saft alle Wettbewerbe einen spannenden und abwechse- lungSreichen Verlauf nahmen. Dem entspricht auch daS Gesamtergebnis, da» mit 21,5:17,5 Punkten für Marburg lautet.
Groenhoff fliegt in her Schweiz.
Der Frankfurter Segelflieger Groenhoss nahm am Dienstag an einer Flugveranstaltung in der Schweiz teil und absolvierte dort einen ..Schlepp- Segelflug". der ausgezeichnet gelang. Der Start in Zürich batte durch den weichen Boden einige Schwierigkeiten, vollzog sich aber nach dreimaligem Versuch reibungslos. 3n einer Höhe von 3700 Meter klinkte Groenhoss seine Maschine aus und landete nach prächtigem Gleitflug, bei dem er noch an Höhe gewann, nach 36 Minuten auf dem Davoser See. wo der Führer der Schleppmaschine, der Schweizer Fretz. 20 Minuten vorher gelandet war. Der ganze Flug Zürich— DavoS hatte knapp 2 Stunden gedauert. Die Doppellandung in DavoS vollzog sich vor zahlreichen Zuschauern reibungslos.
Kunst und Wissenschaft.
ver englische Schriftsteller Lytton Slrachey f.
Der auch in Deutschland bekanntgewordene englische Schriststeller GileS Lytton St rach eh ist am Donnerstag in seiner Vaterstadt London nach langer schwerer Krankheit im 52. Lebensjahr gestorben. Von seinen Büchern nennen wir die Biographie „Queen Victoria“ und die historisch- psychologische Studie „Elizabeth and Essex“, die nicht ohne Einfluß auf Bruckners Schauspiel »Elisabeth von England" geblieben ist.
Oit Wetterlage.
"Mitt
Jtenrrerstdfy
Äs®*/1 L v0f5 1(gL «Sil
O wolkenlos g »eiter. ® nero Bedeckt. - wolkig, ch »taten e Rege^ ♦ sckntt Alreupem e HtDtl K etWil'tr^Wlndillllc «Q-* XM leichte» Ost "»»ige» Südtuaweji q siürmude» NordWeil die »fent flitgtn mit dem wmdc. Pit oooe» SUlioaen tunenden li»
len gtoen d e Temperatur an. Oie umte verenden Orte mit gleicht» «u> nttrtimvciu umotrechntlt» LirtldrvCS
Wettervoraussage.
Die Standhaftigkeit des hohen Druckes und somit der seither herrschende Witterungscharakter kommt auch heute noch zum Ausdruck. Fast ganz Deutschland liegt im Bereich einer Dunst- und Nebelschicht. Nur das Temperalurbild beginnt sich allmählich zu verschieben. Wahrend im Osten der Frost noch im wesentlichen in seiner seitherigen Form austritt, setzt in unserem Gebiet und im Westen Milderung ein, was zum Teil im Wechsel der Luftzufuhr, d. h. im langsamen Vordringen milderer ozeanischer Lust, begründet ist. In Aachen lag die heutige Morgen- temperatur 4 Grad über Null. Wenn auch durch die Festigkeit des .hohen Druckes noch keine Umgestaltung der Wetterlage ersichtlich ist, so dürften doch die Temperaturen weitere Neigung zum langsamen Anstieg annehmen.
Aussichten für Samstag: Neblig und wolkig, nur leichter Nachtfrost und im ganzen milder.
Aussichten für Sonntag: Cangsfam weitere Milderung und meist wolkiges Wetter.
Lufttemperaturen. Am 21. Januar: mittags minus 1,0, abends minus 1,0; am 22. Januar: morgens minus 1,0 Grad Eelsius. Maximum minus 0,3, Minimum minus 1,9 Grad Celsius. — Erdtempera- turen: in 10 cm Tiefe. Am 21. Januar: abends 0,4; am 22. Januar: morgens 0,4 Grad Celsius.
Amtliche winterfportnachrichlen.
Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt, minus 1 Grad, 20 cm Schnee, teils bis 2 cm Neuschnee, verharscht, Sportmoglichkeit für Skt und Rodel gut ÄlpenGarmifch-Partenkirchen. Klar, minus 4 Grad, 3 cm Schnee, verharscht, Sportmöglichkeiten nur stellenweise.
überredend fdinerte SchmenbefeHigunf be Kopfschmerzen jeglicher Art, MigrSne, Neuralgien und rheumatischen Beschwerden durch das Ärztlich bestens empfohlene Citrovenille. UnschidbchfürMerzu Magen. 0 Pulver- od. 12 Oblaten-Packung RM. 1.10
CITROVANILLE


