Ausgabe 
21.12.1932 Frühausgabe
 
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SJixfport

Äestdeutschlonds Zußball-Derby.

In Westdeutschland erwartet man schon seit langer ^eit mlt Spannung ein Zusammentreffen der beiden spselstarcsten Mannschaften des Verbandes Fortuna Düsseldorf und Schalke 04. Das auch außerhalb Westdeutsch.ands interessierende Spiel kommt nun am zweiten Weihnachtsfeiertag im Düsseldorfer Rheinstadion zum Austrag.

Eishockey-Canadier imponieren in Berlin.

Das erste Gastspiel der Edmonton West Superiors im Berliner Sportpalast hinterließ einen aus­gezeichneten Eindruck. Die Kanadier spielten gegen eine Kombinierte Mannschaft des Berliner SC. und des scd. Rießersee, die als National-Team auftrat. Nachdem sich unsere Spieler im eisten Drittel noch gut hielten mit 2:1 wurden die Seiten gc- wcchi'clt wurden sie aber in den beiden letzten Dritteln von den Gästen aus Ucbersee glatt über­spielt und verloren 7:1 (2:1, 3:0, 2:0).

©pieivereimgung 1926 Leihgestern.

Leihgestern I Butzbach 1 2:3 (1:2).

Die erste Elf des BfN. Butzbach weilte zu Gast bei der ersten Mannschaft der Spieloereinigung Leihgestern. Ein Berbandsspiel! Die Butzbacher gewannen mit Glück. Der hartgefrorene Boden er- lchwerte das Spiel. Beide Stürmerreihen waren von Schußpech verfolgt. Der Ausgleich für Leih- geitern hing oftmals in der Luft. Die Gäste -waren in der Gesamtleistung etwas besser. Biele Zu­schauer hatten sich eingefunden.

Das Spiel setzte sofort in scharfem Tempo ein.

me- Torleute mußten öfter eingreifen. In der 15. Minute erfolgte ein rasanter Angriff der Gäste, der mit dem ersten Tor abgeschlossen werden konnte. Unentmutigt spielten die Leihgesterner weiter, konn­ten aber außer einigen Ecken zunächst keinen Er­folg buchen, da die Butzbacher Verteidigung sehr schlagsicher war. Butzbach sandte vielmehr aus kur­zer Entfernung unhaltbar zum zweitenmal ein. Ein nun folgender schöner Angriff der Platzbcsitzer wurde unfair unterbunden, der Strafstoß wurde glatt verwandelt. Halbzeit. Nach dem Wechsel klaute das Spiel etwas ab. Die Gäste wollten das Ergebnis zumindestens halten. Leihgestern drängte dagegen auf Ausgleich. Einer der Gästeverteidiger machte Hand, der Elfmeterbull vurde glatt verwan­delt. 2:2! Nun spielten beide Parteien auf Sieg. Butzbach war glücklicher. Ein scharfer Schuß des Mittelstürmers wurde vom Tormann in das eigene Tor gelenkt. Leihgestern ging zum Endspurt über. Der Mittelstürmer hatte einmal eine Chance vor sich, denn er hatte alle Mann überspielt, der Tor­mann war herausgelaufen, aber in letzter Sekunde verhinderte ein Gästespieler den Erfolg. Butzbach verließ als glücklicher Sieger den Platz.'

Die 2. Mannschaft des Sportvereins Leihgestern trat zum Berbandsspiel in Hochweisel an und traf auf einen überaus hart spielenden Gegner. Das Spiel endete Unentschieden 2:2 (1:1).

Sanddatt im Gau Hessen (O.T )

Hochelheim I Lützellinden I 7:5.

Die erste Mannschaft des To. Hochelheim hatte am Sonntag die gleiche des To. Lützellinden zu Gast. Das «piel brachte eine Ueberraschung. Die Mannschaft, die sich in der ^.-Klasse gut gehalten hatte, mußte eine Niederlage hinnehmen. Hochel­heim ging schon in der ersten Minute in Führung und erhöhte auf 2:0. Dann aber tarnen die Gäste auf und erzielten zunächst ein Tor durch einen Srraiwurf. Halbzeit: 4:3 für Hochelheim. Nach dem Wechsel verschärften die Platzbesitzer das Tempo, erhöhten auf 7:4, ließen dann aber sichtlich nach, |o daß die Gäste auf 7:5 verkürzen konnten. Hochel­heim zeigte gute Kombinationsarbeit: Lützellinden erzielte die Tore durch Strafwürfe, die sehr ge­schickt geworfen wurden.

Arbeiter Turn- und Sportbund.

Wieseck I Gießen I 4:2.

Auf dem Platz Wiesecks standen sich beide Mann­schaften im Kreisklassespiel (in veränderten Aufstel­lungen) gegenüber. Zunächst gaben die Gäste den Ton an, sie konnten aber bei dem gutem Sch'.- trio der Platzbksitzer zu keinem Erfolge körn- me-n. Auf der Gegenseite war es die Hilflosigkeit der ©türmer, die alle sich bietenden Sachen unge- nützt ließen. Mit 0:0 ging es in die Pause. Nach dem seüenwechsel bot sich das gleiche Bild. Nach einer Viertelstunde kam Gießen zum Führungstor. Schon neigte sich das Spiel seinem Ende zu, da wurde eine gut Heroin gegebene Ecke vom Halblinken der Platzbesitzer eingeköpft, doch vom Verteidiger der Gaste h e rau sg eich lagen. Der gegebene Elfmeter brachte Wieseck den verdienten Ausgleich. Ange-

sport, legte Wieseck nun ein schönes Spiel vor und stellte in kurzer Zeit das Resultat auf 3:1. Durch einen Fehler des Hüters konnte Gießen ein Tor aufholen, jedoch fticllte Wieseck in den wenigen Minuten bis Schluß das Resultat auf 4:2.

Wieseck II Launsbach I 8:0.

Launsbach trat mit nur 10 Atann an und hatte gegen die weit überlegenen Platzbesitzer nur wenig zu bestellen, so daß Wieseck nach Belieben siegen konnte.

Lrbstadl I Naunheim I 3:3.

Naunheim war in Erbstadt zu Gast und hätte beinahe seinen Anhängern eine bittere Enttäuschung bereitet. Naunheim muß viel abwehren, kam aber auch zu keinem Erfolge. Erbstadt gelang es viel­mehr .gierst, die Führung zu erringen und bis Halbzeit zu halten. Nach der Pause war Naunheim 'm Angriff, stellte den Ausgleich her und übernahm seinerseits die Führung. Durch einen Elfmeter kommt Erbstadt billig zum 2:2. Sodann hollen die Platzbesitzer wieder ein Tor Vorsprung, bis Naun­heim kurz vor Schluß den voraussichtlich entschei­denden Punkt mit nach Hause nehmen konnte.

Heuchelheim trat in Nieder-Wöllstadt nicht an und ist somit dem Abstieg aus der Kreisklasse ver­fallen.

Lollar I Naunheim II 5:2.

In der Runde der Gruppenmoister der 1. Klasse um die Bezirksmeisterschaft standen sich beite Mannschaften in Lollar gegenüber. Naunheim lie­ferte den Platzbesitzern ein ebenbürtiges Spiel, ver­gaß aber, Torchancen auszunutzen. Wohl übernahm Naunheim die Führung, doch stellte Lollar bald den Ausgleich und das Halbzeitresultat 3:1 her. Nach der Pause drückte Naunheim wohl rnächXg, kam aber zu keinem Erfolg, während Lollar noch zwei Ueberraschungstore buchen konnte. Kurz vor Schluß verkürzte Naunheim auf 5:2.

Heuchelheim II Waldgirmes I 5:3.

In Heuchelheim lieferten sich beide Gruppen- m ei ft er der 2. Klasse ein flottes Spiel. Durch Elf­meter ging Heuchelheim in Front. Waldgirmes glich aber aus und erhöhte auf 1:2. Bis Halbzeit er­zielten beide Parteien noch je ein Tor. Nach Seiten­wechsel drängte Heuchelheim und erhöhte auf 5:3.

Fronhausen I wieseck III 4:3.

Bei überaus mäßigen Platzverhältnissen sah man ein ansprechendes Spiel. Die Gäste mit nur zehn Mann übernahmen vom Anstoß ab die Führung. Halbzeit 1:1. Nach Seitenwechsel gingen die Platz­besitzer in Führung und siegten dank ihrer reiferen Technik.

Grüningeu I Grünberg I 4:3.

Obwohl Grünberg auch in diesem Spiele technisch besser war, reichte es nur in der ersten Hälfte zu zwei Toren. 9Lach Seitenwechsel gingen die Grü- ninger mächtig aus sich heraus und erhielten vier Tore, denen Grünberg nur noch ein Tor entgegen­setzen konnte.

Klein-Linden I Großen-Linden I 1:4.

Die Platzbesitzer (mit Ersatz) mußten sich mächtig wehren und schon bei Halbzeit stand das Ergebnis 1:4. Nach Seitenwechsel wurde Klein-Linden eben­bürtig, konnte aber am Ergebnis nichts mehr ändern.

Tischtennis OZK. - OHB. 1:7.

Die Tischtennisgilde der ..Deutschen Sagend- kraft" Gießen hatte am Sonntag das Rückspiel ge­gen die TNgnnschaft des Deutschnationalen Hand-- lungsgehilfen-Derbandes Gießen auszutragen. Die Gäste gewannen überlegen mit 7:1. Nach­stehend die Ergebnisse (DHV. jeweils zuerst genannt):

Einzel : Reichel = Schick, 21:12, 21:10, 21:13; Götz = Pflicht, 21:19, 18:21, 21:19, 21:17; Bepp- ler = Schmittdiel, 21:17, 21:15, 22:20; Koch = Schäfer, 21:14, 21:7, 21:15; Hopfner = Kraus­kopf, 23:21, 23:21, 11:21, 22:24. 21:16; Faber = Rodriguez, 12:21, 11:21, 13:21.

Doppel: Reichel^A. Fischer Schick-Rodri- guez, 21:14, 21:13, 14:21, 18:21, 21:17; Götz-Koch Pflicht-Schmittdiel. 21:15, 19:21. 21:18, 21:17.

Gportabzeichenprüfnng auf her Eisbahn.

Heute, Mittwoch können auf der Eisbahn die Bedingungen der Gruppen 4 und 5 für das Sport» abgelegt werden. Bedingungen: Gruppe 4- 1500 Meter in 4 Minuten Gruppe 5: 10 000 Mete? in 30 Minuten.

Kurze Sporinotizen.

Länderspiel zwischen Italien und Deutschland am 1. Januar in Bologna wird auf die deutschen Rundfunksender übertragen. Als

Sprecher wurde Dr. Laven (Frankfurt a. M.) be­stimmt.

E i n DFB.-Auswahlkursus findet vom 26. März bis 1. April im Frankfurter Stadion statt. Zu diesem Kursus werden etwa 30 befähigte Nach­wuchsspieler aus allen Teilen des Reiches einge- laden.

Nur noch zweimal ist Deutschland in der Liste der zehn besten Schwimmerinnen der Welt vertreten, und zwar durch Lisa Rocke und G. Su- chardt im 200-Meter-Brustschwimmen an 4. und 10. Stelle.

*

Beendet wurde das Sechstage-Rennen in Mil­waukee. Es endete mit dem Siege der Mannschaft Peden-Rys. Stübccke-Croßley belegten mit einer Runde Rückstand den zweiten Platz.

*

Rehabilitiert wurde die zweifache ameri­kanische Olympiasiegerin Didrickson, da sie den Nach­weis führen konnte, daß die mit ihrem Namen und Bild unternommene Reklame einer amerikanischen Firma ohne ihr Einverständnis erfolgt war.

Meder ein schwerer Rarrbüberfall in Frankfurt.

Das Opfer schwer verletzt.

Frankfurt a. M., 20. Dez. (WSN.) Der 50 Jahre alte Kaufmann August Scheuerling, her eine Motorradfirma im Hause Zeil 10 vertritt, war am Dienstagabend kurz vor 8 Uhr noch in seinem Büro beschäftigt, als es an der zum Haus­flur führenden Tür klopfte. Auf die Frage, wer da sei, wurde ihm zur Antwort, daß der Draußen- stehende Sachen für eine Firma Schneider ab- holen wolle. Scheuerling öffnete aber die Tür nicht, er forderte vielmehr den Unbekannten auf, am anderen Tage wiederzukommen. Im gleichen Augenblick sch'.ug der Draußenstehende mit einem Hammer die eine Glasscheibe der Tür ein, öffnete durch die so entstandene Oeffnung die Tür von innen und drang auf den Vorplatz. Darauf ver­setzte er dem überraschten Scheuerling mehrere wuchtige Schläge mit einem Hammer über den Kopf. Zwischen beiden entspann sich ein kur - , zer Kampf. Der Täter wollte dem Ueberfallencn die Brieftasche aus dem Rock reißen,!

Zweite Versammlung der Inhaber Frankfurter Schatzanweisungen.

Stundung um zwei Iahre

bei lOprozentiger Abschlagszahlung.

Frankfurt a. M., 19. Dez. (WSN.) Heute fand die zweite JBerfammlung der Inhaber Frankfurter Schatzanweisungen statt, in der der in der ersten Versammlung gewählte G.äubigeroertreter, Ministerialdirektor Bail, Be­richt über die Finanzlage der Stadt erstattete. Er kam zu dem Ergebnis, daß man sich in bezug auf die Zukunft Frankfurts keinem übertriebenen Pessi­mismus hinzugeben brauche. Er empfahl eine Stundung um zwei Jahre unter der Vor­aussetzung einer lOprozentigen Abschlags­zahlung dis 1. Februar 1933. Die in Angriff genommenen Maßnahmen zur Sanierung der städtischen Finanzen müßten mit dem größten Nachdruck gefördert und die gewonnene Zeitspanne zur Konsolidierung der kurzfristigen Schulden nutz­bar gemacht werden. Es sei nicht 'möglich gewesen, die Gewährung einer Stillhalteprämie zu er­reichen, dagegen fei die Stadt in der Frage der Inzahlungnahme entgegengekommen. Schatzanwei- sungen sollen zu pari für Kapitalforderungen in Zahlung genommen werden, sofern dies mindestens ein Vierteljahr vor Fälligkeit beantragt wird. Die Stadt sei ferner grundsätzlich bereit, Schatzanweisun­gen bei Grundstücksoerkäufen nach näherer Ver­einbarung in Zahlung 3U nehmen. Rechtsanwalt Hallier - Hamburg vom Gläubigerbeirat schloß sich den Vorschlägen des Gläubigervertreters an. Auch ötabttämmerer Dr. Lehmann empfahl die Annahme. Die Stadt werde alles tun, um den Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Der An­trag des Ministerialdirektors Bail wurde schließ­lich zum Beschluß erhoben. Der Stadt Frankfurt wird es nun darauf ankommen, die für die Teil­rückzahlung benötiaten Mittel innerhalb der bis zum 31. Januar 1933 laufenden Frist zu beschaffen. Wie wir hören, sollen die Verhandlungen über die­sen Punkt nicht ungünstig stehen.

Umlegung und Verwendung von Alt- und Sperrkonten. Zu der Verhand­lung von Anträgen über Alt- und Sperrguthaben von Ausländern außerhalb des deutschen Kredit­

fant) abgr nur einige Geschäftspapiere, die er sa­gte.ch fortwarf. Um die gleiche Zeit betrat ein im gleichen Haus wohnender Mieter den Hausflur, der den Vorgang bemerkte. Der Täter ließ nun von feinem Opfer ab und ergriff die Flucht. Der hinzu­gekommene Mieter bemühte sich zunächst um den erheb.ich verletzten Scheuerling, der dem He.Iiggeisi. Hcfpital zugeführt wurde, wo er sofort operiert werden mußte. Er hat vier bis fünf Schläge auf de n Kops erhalten, so daß die Schädel­decke durchschlagen wurde. Mit welcher Wucht die Schläge geführt wurden, geht daraus hervor, daß der Hammerstiel abbrach. Es gelang dem Täter nicht, fein Opfer zu berauben. Austal' lenderweise hat am Montag, also am Tage doi der Tat, gegen 18.30 Uhr, bei Scheuerung eine Person angerufen, die vorgab, für einen Kraftwagen Untere JJ_e z u h a hre n und noch nach GZchäftsschluß die Äache besprechen wolle Die Kriminalpolizei ist der Ansicht, daß der unbe­kannte Anrufer mit der Person des Täters ^-en- kisch ist. Der Täter wird wie folgt beschrieben: Mitte der 20er Jahre, 1,70 bis 1,75 Meter groß hat hellblondes Haar, trug einen dunklen Man­tel, eine lange Hose, die heller als der Mantel war, und eine Sportmütze.

Aus dem Ge-änquis ausgebrochen.

WSN. Butzbach, 20. Dez. Zwei Insassen der Zellenstrafanstalt machten am Samstag bei dem herrschenden dichten Nebel einen Fluchtver - s u ch. Während einer der Ausbrecher bald wieder aufgegriffen werden konnte, gelang es dem zweiten zu entkommen.

Trauung im Gefängnis.

WSN. Marburg, 20. Dez. Eine nicht alltäg­liche Trauung wurde gestern vormittag auf dem Marburger Standesamt vorgenommen Ein junger Mann aus Frankenberg, der sich im Marburger Gefängnis in Untersuchungshaft befindet, schloß mit einem jungen Mädchen aus Jesberg den Bund der Ehe.

Daten für Mittwoch, 21. Dezember.

1375: der italienische Dichter Giovanni Boccaccio in Certaldo bei Florenz gestorben; 1748: der Dichter Ludwig Hölly in Mariensee a. d. Leine ge­boren; 1804: der englische Staatsmann Benjcnmn Disraeü in London geboren.

abkommens hat der Reichswirtschaftsminister den Devisenbewirtschaftungsstellen einige ergänzende Anweisungen erteilt. Vor dem 16. Juli 1931 ent­standene Währungsguthaben dürfen von einem Kreditinstitut zum anderen nur noch dann umge- legt werden, wenn das Guthaben auf Reichsmark umgestellt wird. Ferner ist der Grundsatz, die Ver­wendung von Altguthaben zur Vegleichung von 25 Prozent des Rechnungsbetrages deutscher Wa­ren zu gestatten, auch auf Sperrguthaben aus­gedehnt worden, mit Ausnahme solcher Gutha­ben, die aus dem Verkauf von Wertpapieren ent­standen find. Gelegentliche Käufe von Privatper­sonen aus Alt- oder Sperrguthaben werden be­vorzugt genehmigt. Verwendung zu Anlage­zwecken wird nur genehmigt, wenn es sich um eine mindestens fünfjährige Anlage handelt.

* Reueinstellungen bei der I. - G. - Farbenindustrie. Die J.-G.-Farbenindu- strie Aktiengesellschaft hat in den letzten Mona­ten ihre Belegschaft in ihren eigenen Werken, einschließlich Leuna und den Dergwerksbetrieben, durch Reueinstellungen im Zusammenhang mit einem Arbeitsbeschaffungsprogramm, das über die von der Regierung durch die Steuergutscheine geschaffenen Möglichkeiten hinausgeht, schon um 4000 Personen vermehrt worden.

Sronffurfer Abendbörse.

Frankfurt a. M., 20. Dez. Die Abendbörse war zwar allgemein sehr ruhig, doch konnte die Stimmung eher als etwas bester bezeichnet wer den. Nach den niedrigen Mittagskursen nannte man wieder überwiegend leicht erhöhte Kurse, doch kamen Abschlüsse nur wenig zustande. IG.-Farben gelangten mit 92% unverändert zum Berliner Schluß zur Notiz und waren später auf 92% Pro­zent erhöht. Da von den meist ruhigen und unregel­mäßigen Auslandbörsen keine Anregung ausging, hielt auch im Verlauf die Geschöftsft llc an.

Der Renten markt war gleichfalls fast ge­schäftslos, die Altbesitzanleihe lag etwas schwacher. Von fremden Werten zogen Zolltürken leicht an. Neubesitzanleihe 6,35, Altbesitzanleihe 58%, 4proz. Zolltürken 4, Schutzgebietsanleihe 5,35, Reichsbank 133%, Gelsenkirchen 51%, Phönix 35%, Rhein stahl 73, Stahlverein 34%, Aku 48% bis 48%, AEG. 29%, Bekula 108%, Deutsche Linoleum 38, IG.- Farben 92% bis 92%.

Wirtschaft.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. ------------------------- a'g Hw"- d-n fr.p,eren onneführten Äffern g-b°n di- Höh- der zul-tzt b-Ichl°s,-n°n Dwid-Nd- an. - R-ich-b°n,di-k°nt 4 Lombard,in-fuk 5 n. fi.

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Frankfurt a.Al.

Berlin

Devisenmarkt Berlin -- Jronffurl a M

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19-Oezember

20. Dezember

Datum

19.1'/.

20.12.

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Datum

19.12.

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Datum

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bör e

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«mlliche Noiserung mein 1 Srie

Amtliche Jiohcruno

Geld | «rie

6% cfjem.7% Dl. Reiche mit. v. 1929 Voung^Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mb Auslos.-Rechten ..........

Desgl. ohne AuÄos.-Reckte......

6% ebem.8% Hess. Volksstaat 1929 lrückzablb 102%) ............

Lbcrhessen Provinz-Anleihe mb Ausloj.-Rechlen ............

Deutsche Komm. Sammelab I.An leihe SerieI mit Au-los.eiiechten 6% ehem. 8% Jranlj. Hnp.-Ban!

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ebem. 7% Franks. Hnp.-Banl

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 Wt% ebem. 4V2% Franks. Hyp.

Bank-Llau.-Bsandbriese ....

6%% ehem. Rheinische

Hhv.-Bank-Ltgu.-Goldvs-'. . .

6% ehem. 8% Pr. Landeevsand bricfanriait, Pfandbriefe R. 19 6% ehern. 7% Pr. Landespfand briekanftalt, Pfandbriefe R. if

4% Oeverretchtsche «olbtente. 4,20% Lesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrenle.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 19iz .......

Golbmexitaner von 99 8°Ilanleihe oon 1911 4cL4ürfi|cf)f Bagbadbahn-Anleihe 4% desgl. Serie II ............

6% Rumän. verelnh. Rente t>. 1663 *Z2°Ä;HumänDerelnf-0,en>«-1813 4% Rumänische veretnh. {Rente 3%% Anatolier...........

98 76,25

59

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Hamdurg,2lmertka-Pakel .....,

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

Hansa Tcnnpfschifs...........0

Norddeutscher Lloyd .........0

21.(3. für Verkehrswesen Akt. .. 0 BerlinerHandelsgesellschaft.... 4 Commerz- und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Ttoconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank..............0

RetchSbank ................. j

Ll-E.G......................0

ölektr. Lieserung-geseüschaft ... 5 Lickt und Krasi ...... e

»Zelten & Guilleaume ........0

Gesellschaft für Elektrische Unter-

nehmungen............... 4

Rheinische Elektrizität ........5

Schuckert L Co....... 0

Siemens & HalSke........... 9

Lahmcver L Co..............10

Buderus ....................

Deutsche Erdöl ..............

Gelsenkirchener..............0

Harpener................... 0

Voesch EisenKöln-Neuessen.. 0

Ille Bergbau ............... 7

Ilse Bergbau Genüsse........7

Klocknerwerke ..............0

Mannesmann Röhrmi........0

Mansfelder Bergbau.........g

Lberschies. Sokü werte.........0

Pbönir Bergbau............. 0

Rheinische Braunkohlen.....10

Ähetnslahl ...................

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88 53.5

75 61,75 132.25

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17,9 43,9 88,5 53,5

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73

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85,5

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24 46.75

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86

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60,4

23.5

45,75

35.9

204

72,75

Bereinigte Stahlwerke..........

Olavi Minen ...............g

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........ 6

Kaliwerke Salzdetsurih....... $

Z G. Farben-Iudusirie.......7

Schetdcanstalt...............10

Goldschmidt .................

NütgerSwerke...............0

Metallgelcllschaft.............0

Philipp Hotzmann....... g

Zementwerk Heidelberg ......4

Tementwerk Karlstadt.........0

Wayß L ffrehtag ............0

Schultheis Patzenhoser........ 0

Aku (AllgemeineKunstseide) ... 0 Bemberg ..................n

Zellstoff Waldhos ............0

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas............... 7

Daimler Motoren........... 0

Deutsche Linoleum ..........0

Lrenstein & Koppel ....... 0

Leonhard Tietz.............. «

Lhade........................

Gritzner......................

Matnkrastwerke Höchst a.M. ÖZ 4 Süddeutscher Zucker ..........

37,75

111

116

94,25

150,5

27,75

43,75

33

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4,65

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60

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42

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29 | 55,75 1414 I

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38,5 153

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34,75 15,4 108^5

168

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99,75 48,25 58.25

44

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18

38.5

36.78

37

147

28

140,5

Heisingsorb.

Wien......

Prag......

Budapeki ... (Sofia.....

Holland ....

Oslo.......

Kopenhagen. Stockholm.. London .....

Buenos Aires Neun ort ....

Brüssel....

Italien.....

Paris.....

Schweiz ... Spanien.... Danzig.... Japan.....

Rio de Jan. Jugoslawien Lissabon...

_______Berlin

Amerikanische Belgische Note Dänische Note Englische Note Jranzösische N holländische N Italienische N Rorivegisckn- N Deutsch Oester Rumänilche 9? Schwedische N Schweizer Not Spanische Not Ungarische Not

6,110 51,95

12.465

3,057 169,18

71,73 72,13 75,87 13,93 -,858 4,209 58,22 21,54

16,425 80,95 34,35 81,72 0,889 0,269 5,584 12,76

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20-Dezember

Noten.......

n...........

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ölen.........

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reich, * IOO e oten.........

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6,1 52,

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3,06

169, 71 ,k 72, 76, 13,S 0,8k 4,2 58,2 21,5

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lanfno

cktiling

6 5

5

3

2

7

7

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4 8

5

I 1

8

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len.

1

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Geld

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Lrles

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