Ausgabe 
20.8.1932 Erstes Blatt
 
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raussage.

zunächst die Schönwetter« > starke Erwärmung hat r Folge, so dah sich von irungen allmählich vor« gelangt auch kühlere m Seftlanbe, öle vor« terltörungen jur Folge «erläge wlrö aber ba- ächtigt.

inntatz'. Noch Mach »mmende totale ®twW««

Montag: Teils aushci- it Neigung zu Eewitter«

19. August: mitlaas 31

28 Srad; am A). August: num 31,5 Grad, Minimum ercturen in 10 an W >8,9 Grad: am 20. August. . Lonnenscheindauer H/«

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Aus der provinzialhaupistadt

weibl.

teilt sich wie folgt:

2639 Wochen Arbeitszeit 908 männl.

239 männl.

3952 Wochen Arbeitszeit

473 männl. 209 weibl.

Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: i Wiesecker Lichtspiele, 20.30 Uhr, |

Die Fledermaus".

\fadJedesSrunnen-oderleilungswasserßfhart!

Nehmen Sie zum Aufwaschen. Spülen und Reinigen Henkels 8

IIamItA Henkels IBasch-und Bleich-Soda

HvlU*V macht hartes Utasser weich

831 1236

928 290

44 weibl.

56 weibl.

in Wiesbaden. Quo vadis?.

2

38

2 267 sich

wie folgt

203 weibl.

93 weibl.

13 weibl.

81

122

61

29

3 7 14 21 Der auf:

o

3

425 männl.

1049 männl.

47 männl.

- 43,1 v. S). - 30,5 v. H. - 2,6 v. S). -- 16,2 o. S). - 7,6 o.H.

in Alu. und Kru. Arbeitsdienstwillige Notstandsarbciter Wohlfahrtserwerbslose Nichtunterstützte

Anwartscha.stszeit Unter st ützung ver«

hatten 2537 Zuschlagsempfänger.

Die 3285 männl, und 293 weibl. HUE. in der Krisensürsorge gliedern sich wie folgt auf: männl, weibl.

ledig waren

verheiratet waren verwitwet bzw. geschieden

Die nachgewiesene !

zpr Erlangung der

Unterstützungszeit bis 13 Wochen hatten

über 1326

über 2639

über 39

zurückgelcgt.

Das Arbeitsamt Gießen im Juli 1932

Geringer Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Bei der Ortsklasscngliederung teilt sich die Hauptunterstützungsempfängerzahl in Alu. wie folgt auf:

Ortsklasse A (Gießen u Bad-Nauheim) 196 männL, 74 weibl. Ortsklasse B mit mehr als 10 000 Ein­wohner (Friedberg) 35 männl., 11 weibl.: in den übrigen Orten 1290 männl., 224 weibl.

An Wartezeit mußten die Hauptunter« stützungsempsänger zurücklegcn bevor sie Unter­stützung erhielten wie folgt:

Tageskalender für Samsta g: Gie« 6cner Hubertlub . 20.30 Uhr

Mitgliederversammlung. DHV., 20.30 Uhr, im ficim, Ehrung der Sieger vom Städtewettkampf

x V*CV d Gießen OofllxdP1 Plocksrr.12

VIV fJV* Tel. 3170 |W |^ GrößteAussrdlung |Reparahjren.komplel'te Anlagen

Tageskalender für Sonntag: Gie­ßener Turnerfchaft, DfB.-Waldfportplatz, (Bau- Dolksturnen, ab 9 Uhr. Verein Rudersport und Akadem. Ruderabteilung, Bootshaus, Sommerfeft. Omnibusbetrieb Hoos, Geselljchaftsfahrt zum Edersee, Abfahrt 7 Uhr: Ludwigsplatz. Kraft- poft-Gefellschaftsfahrt, Abfahrt 9 Uhr Hauptpost, in den Taunus. Staudengärtnerei Schwarz, Rosen-, Dahlien, und Stauden-Ausstellung, 9 bis 20 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstr., ab 14 Uhr, Quo vadis?. Wiesecker Lichtspiele, 20.30 Uhr, Die Fledermaus".

Gics;cner 2Sochenmarktpreisc.

'Gießen, 20. Aug. Es kosteten auf dem Heu. tigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Pf. das Pfund, Landbutter 120 bis 130, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, Käse (Stück) 5 bis 10, Wirsing 6 bis 8, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 10, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8, Spinat 20.- mischkohl 8, Dohnen (grün und gelb) 15 bis 20, älnterkohlrabi 5 bis 6, Erbsen 20, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 10, Pilze 20 bis 25, Kartoffeln 3*/t (der Zentner 3 Mk.), Frühäpfel 15 bis 30, Dirnen 15 bis 30, Dörrobst 30 bis 35, Zwetschen 25 bis 30, Mirabellen 35 bis 40, Reineclauden 25, Pfirsiche 35 bis 60, Brombeeren 20 bis 25, Ho« nig 40 bis 45, Suppenhühner 60 bis 80. junge Hähne 80 bis 90; Tauben 50 bis 70 Pfennig das Stück, Eier 8 bis 9, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 8 bis 10, Salatgurken 10 bis 25, Einmachgurken 2 bis 3, Endivien 10 bis 12, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 10 bis 12; Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pfennig.

Verhaftung von Chinesen. Am Frei« tagmittag wurden sieben Chinesen wegen Vergehens gegen die Paßvorschriften von der Polizei sestgenom« men. Die Leute wurden heute vormittag dem Amts­gericht vorgeführt. Nach Feststellung des Sachver­halts wurden vier der Verhafteten nach Zahlung von Geldstrafen wieder auf freien Fuß gefetzt, die übrigen drei verblieben in Haft bis zur Beschaffung ordnungsmäßiger Pässe. Diese Leute wollen ihre Papiere angeblich nach Berlin geschickt haben.

* Wem gehört das Poigtländer Reise-Fernglas Nr. 3012? Der heutige Polizeibericht meldet, daß der derzeitige Besitzer das Fernglas vor etwa zwei bis drei Zähren im Bergwerkswald, wo es mit einem Mantel und einem Hut zufammenlag, entwendet haben will. Eigentumsberechtigte wollen ihre Ansprüche auf Zimmer 24 der hiesigen Kriminalpolizei geltend

Die Zahl der Arbeitsuchenden ist im Berichtszeit­raum um rund 1.8 v.H. gefallen. Das ge­ringe Zurückgehen der Arbcitsuaiendenzahl ist zum Teil auf eine unwesentliche Besserung des Arbeitsmarktcs, zum Teil auf die durch die Notverordnung eingeführte Hilfsbedürftig­keitsprüfung zurückzuführen. Die Landwirtschaft und die Industrie der Steine und Erden sowie das Me­tallgewerbe zeigten sich im Berichtszeitraum noch aufnahmefähig. Am Ende des Monats Juli standen dem oberhessischen Arbeitsmarkt 14 668 Ar­beitsuchende, gegenüber 14 953 des Vormonats und 9895 des Vorjahres zur Verfügung. Arbeitslosen­unterstützung erhielten 2065 Personen, gegenüber 2360 des Vormonats und 3694 des Vorjahres. Die Arbeitslosenziffer ist hier in bezug auf den Monat Juni um rund 12,5 v.H. gefallen. Krisenfürsorge wurde 4266 Personen, gegenüber 4628 des Vor­monats und 3315 des Vorjahres gewährt. Auch hier ist die Hauptunterstützungsempfängerzahl um rund 7,8 v. H. gefallen. Wohlfahrtsunterstützung erhielten 2383 Personen, gegenüber 2483 des Vormonats.

3m freiwilligen Arbeitsdienst waren 4475 Per­sonen beschäftigt, gegenüber 3603 Personen des Vormonats.

Vermittelt wurden im Juli 554 Personen, gegen­über 484 des Vormonats. An Neuzugängen waren 2703 Arbeitsgesuche zu verzeichnen, gegenüber 2446 des Vormonats. 2408 Arbeitsgesuche erledigten sich ohne Mitwirkung des Arbeitsamtes, gegenüber 2310 des Vormonats. Zieht man die einzelnen Unterstützungsarten im Vergleich xur Gesamtzahl der Arbeitsuchenden, ergibt sich folgendes prozen­tuales Verhältnis:

Hauptunter ft ützungsempfänger

52 und mehr Arbeitszeit

Die 1521 männl, und 309 weibl. HUE. in der Alu.

ohne Wartezeit 20 männl.

Tage Wartezeit 84

226

757

434 Familienstand gliedert

aräber in Feindesland, ihre Ausstattung im Sinne deutschen Empfindens, fei die große Auf­gabe auch in unseren Tagen der Rot. Zwar unterhielten die Franzosen die Gräber, aber es bedürfe doch wesentlicher Rachhilfe durch die Uebernahme der Patenschaften für die Friedhöfe als dem geeigneten Weg zu ihrer Erhaltung. 3n vielen Bildern sah man im weiteren Verlauf des Vortrages die endlosen Gräberreihen, in der Gegenüberstellung auch die Gräber der Eng­länder. der Amerikaner und der Franzosen, so­wie die großen Gedenkstätten um Verdun. Die Schilderungen über die Eindrücke in Reims, in Laon, in vielen anderen Orten, in denen die Deutschen gekämpft und gelitten haben, ließen den Krieg von der tragischen Seite her zutiefst nacherleben und tiefen zugleich die Erinnerung an die Toten lebhaft wach. Die Zuhörer folgten mit gespannter Aufmerksamkeit.

' Italien im Film. Eine Reise des Deutschen nach Italien, sei es in Wirklichkeit, sei es im Geiste durch den Film, gilt weniger dem Italien der Gegenwart, als dem Italien der Bergangenheit- Weniger den Menschen der lebenden Epoche, als jenen der versunkenen. Jener toten Menschheit, die ihrer Größe in ihren Werken ein Denkmal setzte. Rie wird man diesen Werken der Architektur, den Bild­werken. den Schöpfungen der plastischen Kunst die Bewunderung versagen können. (Gleicher­maßen damit nicht gesagt sein will. daß in Deutschland, in unserem Baterland. nicht ähn­liches zu finden wäre!) Der Film brachte das Italien der Vergangenheit in großartigen künst­lerischen Bildern nahe und lieh tiefen Einblick gewinnen in jene Welt, die nur noch mythisch in untere Tage herüberleuchtet. Die überaus reizvolle Landschaft Rorditaliens, die herrlichen Seen (Gardasee. Comersee) mit den Dörfern, die sich einfügen wie Diamanten in das Gold, zogen vorüber. Rom erstand vor dem geistigen Auge. Die Engelsburg und der Palatin, die groß­artigen Palazzos und Tempel, die Triumphbogen und das Kolosseum, Forum Romanum und Forum Trajanum. die Via Appia, Roms Heer­straße des Altertums und die Gräberstätten

Inzwischen ist die Zahl der Hauptunterstützungs- empfänger in der Arbeitslosenversicherung, sowie in der Krisenfürsorge weiterhin gefallen und zwar zählten wir am 15. August d. I. = 1521 männliche und 309 weibliche Hauptunterstützungs­empfänger in der Arbeitslosenversicherung und 3285 männliche und 293 weibliche HUE in der Krisen­fürsorge. Es dürfte von Interesse sein, wie sich die Zahlen der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung aufglicdern. Teilt man die Zahl nach der zurückgelegten Unterstützung auf, so ergibt sich folgendes Bild:

Bis zu 6 Wochen zurückgelegte Unterstützungszeit 504 m., 72 w.; über 6 bis 13 Wochen zurückgelegte Unterstützungszeit 606 m., 94 w.; über 13 bis 20 Wochen zurückgelegte Unterstützungszeit 411 m., 143 w.

machen.

** D i e Einweihung des erneuerten Dünsbergturmes findet am Sonntag, 2 8. August, nachmittags statt. Der Dünsberg« verein lädt in unserem heutigen Anzeigenteil alle Heimatfreunde zu der Feier ein. Unsere Mit­bürger sollten sich die Gelegenheit zu diesem Ausflug nicht entgehen lassen.

" Eine Rosen-. Dahlien - undStau- den-Ausstellung wird am morgigen Sonn­tag in der Staudengärtnerei Schwarz (ge­genüber derStadt Lich") gezeigt. Blumen- und Gartenfreunde sind herzlich eingeladen. Die Aus­stellung ist von 920 Uhr geöffnet. Rähöües ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

** Zuchtvieh -Versteigerung des Landwirtschaftskammer - Ausschus­ses. Die nächste Zuchtvieh-Versteigerung des Landteirtschaftskammer-Ausschusses Oberhessen findet gelegentlich des Hcrbstmarltes in Ridda am 5. September statt. Die Versteigerung beginnt um 9.30 Uhr. Zum Auftrieb kommen 18 Eber, zur Hälfte deutsches Edelschwein, bzw. veredeltes Landschwein, ferner 10 vorbesichtigte Fleckvieh­bullen, darunter 6 Leistungsbullen.

** An deutschen Kriegergräbern in Frankreich. Im Filmraum der Zeughaus- kaserne am Landgraf-Philipp-Platz sprach dieser Tage im Auftrag des Volksbundes für deutsche Kriegsgräberfürsorge Direktor G e r m a n-Darm- stadt vor vielen Angehörigen des hiesigen Bataillons über seine Eindrücke von einer Reise zu den deutschen Kriegergräbern in Frankreich. Die Reise hatte den Vortragenden über Metz nach Verdun, nach Reims, Laon und durch den Ardennenwald über Sedan wieder nach Deutsch­land geführt. Vor dem geistigen Auge erstand den Soldaten den Zuhvrern, ein Bild von den Kamp- fen um Verdun. In eindrucksvollen Worten wußte der Vortragende das Gigantische des Ringens um Verdun darzustellen, an Hand von Lichtbildern zeigte er die endlosen Gräberreihen, unter denen abertausende tapferster deutscher Sol­daten begraben liegen; er führte im Geiste und im Lichtbild in die wenigen noch erhaltenen Schützengräben und in die Trichterfelder, in de­nen sich die deutschen Krieger in tapferer Gegen- wehr bis zuletzt gehalten hatten. Der Redner sprach von den Forts Vaux und Douaumont und deren Erstürmung und vergaß nicht, bei all dem der Toten zu gedenken, Die auf dem größten Schlachtfeld aller Zeiten ihr Leben lassen muß­ten. Das Volk dürfe, so führte er u. a. aus, feine Toten nicht vergessen, wenn es würdig sein wolle, zu leben. Die Erhaltung der Kneger-

Gießen, den 20. August 1932.

Beruhigung.

Von Reinhold Braun.

Mit einem einst in Deutschland einflußreichen Manne faß ich im Gespräch beisammen, und unsere Gedanken spannen sich um das Geschick des Vater­landes. Für ihn war dasEnde Germaniens" ge­kommen. Er konnte keinen Glauben mehr an die Zukunft Deutschlands aufbringen. Ich erlebte einen, der rührend tätig war und nicht glauben konnte.

Und als ich dann einige Tage später Worte von ihm vernahm, die er vor Zeitgenossen sprach, Worte, rednerisch groß und mit dem Ziel, Beruhigung zu verbreiten, erlebte ich schmerzlich jene Kluft, die sich leider allzu oft zwischen dem Menschen und seinen Worten auftut.

Hier liegt der Kern der gesunden Beruhigungs- Tat: Wer beruhigen will, muß Glauben haben, das Wunder der quellenvollen, jafagenben Ruhe in sich selber. Ein stetes Werk muß er in seinem Innern treiben, wie Goethe es tat:Aus allem, was ich von den vier Enden der Welt höre, zieh' ich immer meine eigene Nutzanwendung. 9m stillen Kraft und Fähigkeit zu sammeln, zu halten und auszubreiten und aufs Glück zu warten, wo das möchte zu brau­chen fein."

Wer Ruhe geben will, muß zu den innerlich Zähen und Tiefwurzelndcn gehören. Sein Wesen muß um die wahren Gnadenorte wissen; nimmer darf er vom echten Herzbluten lassen. Vor allem aber muß er Jakob Böhmes, des Schusterphilosophen, Wort fidi ganz zu eigen machen und es leben:Wer Gott findet, der findet alles mit und in ihm."

9a, nur wer in der Ruhe Gottes ist, wird der Beharrende und Still-Starke bleiben in allen Nöten seines Lebens; er wird nicht klein werden, sondern Immer groß sein in seinem Glauben an den Sim des Göttlichen. Ruhe wird er bereiten, wo sein Fuß schreitet, und jeder der guten Willen hat, wird Kraft von ihm empfangen auch ohne Worte. Dieser Ruhevolle schenkt schon dadurch, daß erist". Er verkörpert die Wahrheit des Satzes:

Wer bei Gott weiß festzusteh'n Kann nicht aus den Fugen geh'n.

Solcherweise Beruhigung Schaffende tun bitter not in unseren Tagen, da so viel obenhin be­ruhigt, so wenig aus den letzten Gründen heraus- geholt wird. Zuviel Eintagsfliegenhastigkeit ist am Werke, zu viel Schlagwort. Treue und Kraft zur ewigen Linie fehlen, die grundhafte innere Wirk­lichkeit des aus der Höherwelt Lebendigen.

Und dann fehlt das Höchste häufig. Die Be­ruhigung durch die liebende Tat, durch dasDasein aus Liebe". Wer aber wahrhaft in der Liebe ist, ist auch wahrhaft in der Ruhe, weil echte Liebe die Gottesnähe ist. ,

Mehr Beruhigung heißt darum auch: Mehr Liebe!

Aus Liede stark sein, still und heiter, Glauben und Hoffnung in anderen entzünden durch sein gan­zes Wesen, ist das beste und segensreiche Werk, das einer in dieser unruhevollen Zeit tun kann.

Linser neuer Roman.

Nachdem wir in der gestrigen Nummer desGie­ßener Anzeigers" den mit großer Anteilnahme m unserem Leserkreise aufgenommenen RomanDas verdrehte Madel" von Anny von P a n h u y s zum Abschluß gebracht haben, beginnen wir heute mit der Veröffentlichung eines neuen großen Roman- Werkes, das zweifellos mit nicht geringerer Span­nung verfolgt werden wird. Wir bringen diesmal die jüngste Arbeit einer Autorin, die imGießener Anzeiger" noch nicht zu Worte gekommen ist, ine sich aber bereits seit Jahren durch ihre vortreff­lichen Leistungen auf dem Gebiete des Zeitungs­romans einen angesehenen Namen gemacht hat. auch in großen deutschen Blättern sind ihre Arbeiten mit bestem Erfolg abgedruckt worden. Der neue Roman heißt:

Renates Vermächtnis" von Hertha Fricke.

Es ist ein Roman, der zwei Frauenschicksale ganz eigener Art in einer ungemein fesselnden Handlung miteinander verbindet, eine ergreifende Schilderung aus dem Leben, in der Liede und Entsagung, Pflicht- crfäUung und Kampf gegen die dunklen Machte des Schicksals die bestimmenden Motive fintr

Die Autorin weiß Phantasie und Wirklichkeits- sinn, flüggen StU und natürliche Spannung in diesem ihren jüngsten Werk mit glücklicher Hand zu vereinigen. So entstand ein Roman, der aUgemcin gefallen wird, an dem insbesondere der weibliche Teil unserer Leserschaft feine Freude haben wird Wir sind gewiß, mit der heute beginnenden Ver­öffentlichung jedermann^ eine überaus genußreiche und unterhaltsame Lektüre zu bieten.

Bornotizcn.

an dieser Straße wurden tm Bilde lebendig» Pompejis tote Herrlichkeit und RcapclS bunte lebendige Pracht, das Inferno des Vesuvs, diese Dämonie der Raturgewalten, die schon Goethe zu begeisternden Worten hinrih. das alles konnte den tiefen Eindruck nicht verfehlen, den der Film auszulöien vermochte. Roch lernte der Besucher dcS Lichtspielhauses Bahnhofstraße Si­zilien und seine klassischen Stätten (Girgenti, Taormina, 'Syrakus. Mefsina) kennen, bis zum Schluß weniger häufig gesehene Bilder von Vene­dig den Reigen schlossen. Dankbar und angeregt verließ man das Hau-

" Sonderfahrten nach den Baye­rischen Alpen, Tirol und Salzkam­mergut. Das Lloyd-Reisebüro und das Hapag- Reisebüro veranstalten demnächst gemeinsam sech- billige Sonderfahrten in die Bayerischen Alpen, nach Tirol und in das Salzkammergut. Di« Fahrten, die in der Zeit vom 4. biS 11. Sep­tember stattfinden. führen in die schönsten Gebiet« der Bayerischen Alpen (Mittenwald, Traunstein. Kochel am See, Oberammergau, Tirol, Oehtal und in das Sahkammergutl. Es ist hervorzuheben, daß die Teilnehmerpreise, die je nach dem Reise­ziel 69 50 biS 92,50 Mark betragen, sämtlich« Kosten der Reise, einschließlich der ilnterfunft mit voller Verpflegung und 'Bedienung, sowie viele Ausflüge und Veranstaltungen einschließen. Sie sollen es denen, die sich noch keine Reis« haben gönnen können, ermöglichen, zu einem ungewöhnlich billigen Preis schöne^ Ferientage au verleben. Mittenwald ist der höchstgelegen« Luftkurort der Bayerischen Alpen, umrahmt von hochalpinen Gipfeln der Bayerischen und Tiroler Alpen. Wer fich mehr für Gebirge und Dee interessiert, dem bietet die Fahrt nach Prien am Chiemsee, oder Kochel am See unbedingt das. was er sucht. Die Fahrt nach Traunstein und dem Salzkammergut fchließt den Besuch des idyl­lischenWeißen Rößl am Wolfgangsee" ein. Für Freunde eines Aufenthalts in einem Tiroler | Hochgebirgsort ist die Fahrt inS Oehtal zu emp­fehlen, wo Aufenthalt in älmhaufen, 1036 Meter über dem Meeresspiegel, vorgesehen ist. Rähere»

I ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Hartes, also kalkhaltiges Wasser ist zum Wäschewaschen ungeeignet. Schon wenige Gramm Kalk in 100 Liier Wasser vernichten über >/« Pfund Seifel Das muß jede Hausfrau wissen! Geben Sie jedesmal vor Bereitung der Waschlauge einige Handvoll Henko Bleich-Soda in das Wasser. Dadurch wird es weich wie das schönste Regenwasser, und das Waschmittel wird voll ausgenutzt. - Auch zum Einweichen der lasche gibt es nichts Vorteilhafteres als die seit 50 Jahren bewahrte

Preußen.

Kreis Wetzlar.

> Wißmar, 19. Aug. Am frühen Abend er­trank heute beim Baden an der Eisenbahnbrück« der 24jähr. Sattlergeselle Willi P r i n z von hier. Er konnte erst nach einiger Zeit gesunden teerten, so daß die tatkräftig unternommenen Wiederbelebungsversuche leiderer- folglvs blieben. Der Tod des fleißigen jun­gen Mannes erweckt allgemeine Teilnahme; er sollte eine Warnung vor dem Baten an nicht besonders als Dateplah bezeichneten Stellen sein.

KALT