raussage.
zunächst die Schönwetter« > starke Erwärmung hat r Folge, so dah sich von irungen allmählich vor« gelangt auch kühlere m Seftlanbe, öle vor« terltörungen jur Folge «erläge wlrö aber ba- ächtigt.
inntatz'. Noch Mach »mmende totale ®twW««
Montag: Teils aushci- it Neigung zu Eewitter«
19. August: mitlaas 31
28 Srad; am A). August: num 31,5 Grad, Minimum ercturen in 10 an W >8,9 Grad: am 20. August. . Lonnenscheindauer H/«
.KÄ-d
h5,n die @[äut,:ft,n den °°r auf be a s ,!n »* ersten unmL'"''°>. neben id baL'olfitt ^HQenVy^” ’B die
-
iesopfe;
,mun9 in Ungarn. uteel#!"b'tut. ää erhöh?'" ber er'rank.
«Hemmung,gebiet ndschurei.
Müngen sind tosolge >eln dem Derhun« Mrnte der heimgesuchten vernichtet. $je "e^n unter Wasser 3„ "ch Hunderte von Flucht« ßeoenÄmittei verlangen, rerdierteln unter seiner Hungersnot nahe den in Zeltlagern unter« 'ankheiten haben beert.
rnsahrt n Allantikdampsm. rtes Line neu eingestellte, »chscr „Manhattan" ernreise nach Eu« Hasen eingetrossen. Er ksternschiss .Washington" gierdienst zwischen Äeu« ^hen.
i(: g.<3.: Ernst Blumschein.
mit M. künftig große Dor- hatte den Notar bezahlen -en M. sei" Sohn und der ' Niesenspekoloilon, mit der wenen ®W"j'L’USj ä rÄ* Seite M. junior war M lacheae. . Wert Nachdenken über den versunken. . ■ flge e Beweise bafj < M Erfahrungen dieses 0
^jesensch^nst
icht gevohnlL 5ur. tiften o°"ZAnD°de. ufun% Wer lang' ne ub" ^wichen und Menagerie
««Sß'm*’4 igen MaMn. . ^l''7l ten ous d.» in9enl°Ü öem^'J icntien. unter . trla|‘
ber au»
davon in J jf. da
le mit " Schlangen^ '«■ä'ÄsS
Aus der provinzialhaupistadt
— weibl.
teilt sich wie folgt:
26—39 Wochen Arbeitszeit 908 männl.
239 männl.
39—52 Wochen Arbeitszeit
473 männl. 209 weibl.
— Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: i — Wiesecker Lichtspiele, 20.30 Uhr, |
„Die Fledermaus".
\fadJedesSrunnen-oderleilungswasserßfhart!
Nehmen Sie zum Aufwaschen. Spülen und Reinigen Henkels 8
IIamItA Henkels IBasch-und Bleich-Soda
HvlU*V macht hartes Utasser weich
831 1236
928 290
44 weibl.
56 weibl.
in Wiesbaden. „Quo vadis?“.
2
38
2 267 sich
wie folgt
203 weibl.
93 weibl.
13 weibl.
81
122
61
29
3 7 14 21 Der auf:
o
3
425 männl.
1049 männl.
47 männl.
- 43,1 v. S). - 30,5 v. H. - 2,6 v. S). -- 16,2 o. S). - 7,6 o.H.
in Alu. und Kru. Arbeitsdienstwillige Notstandsarbciter Wohlfahrtserwerbslose Nichtunterstützte
Anwartscha.stszeit ■ Unter st ützung ver«
hatten 2537 Zuschlagsempfänger.
Die 3285 männl, und 293 weibl. HUE. in der Krisensürsorge gliedern sich wie folgt auf: männl, weibl.
ledig waren
verheiratet waren verwitwet bzw. geschieden
Die nachgewiesene !
zpr Erlangung der
Unterstützungszeit bis 13 Wochen hatten
„ über 13—26 „ „
„ über 26—39 „ „
„ über 39 „ „
zurückgelcgt.
Das Arbeitsamt Gießen im Juli 1932
Geringer Rückgang der Arbeitslosigkeit.
Bei der Ortsklasscngliederung teilt sich die Hauptunterstützungsempfängerzahl in Alu. wie folgt auf:
Ortsklasse A (Gießen u Bad-Nauheim) 196 männL, 74 weibl. Ortsklasse B mit mehr als 10 000 Einwohner (Friedberg) 35 männl., 11 weibl.: in den übrigen Orten 1290 männl., 224 weibl.
An Wartezeit mußten die Hauptunter« stützungsempsänger zurücklegcn bevor sie Unterstützung erhielten wie folgt:
— Tageskalender für Samsta g: Gie« 6cner Hubertlub . 20.30 Uhr
Mitgliederversammlung. — DHV., 20.30 Uhr, im ficim, Ehrung der Sieger vom Städtewettkampf
x V*CV d Gießen OofllxdP1 Plocksrr.12
VIV fJV* Tel. 3170 |W |^ • GrößteAussrdlung | ■’Reparahjren.komplel'te Anlagen
— Tageskalender für Sonntag: Gießener Turnerfchaft, DfB.-Waldfportplatz, (Bau- Dolksturnen, ab 9 Uhr. — Verein Rudersport und Akadem. Ruderabteilung, Bootshaus, Sommerfeft. — Omnibusbetrieb Hoos, Geselljchaftsfahrt zum Edersee, Abfahrt 7 Uhr: Ludwigsplatz. — Kraft- poft-Gefellschaftsfahrt, Abfahrt 9 Uhr Hauptpost, in den Taunus. — Staudengärtnerei Schwarz, Rosen-, Dahlien, und Stauden-Ausstellung, 9 bis 20 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstr., ab 14 Uhr, „Quo vadis?“. — Wiesecker Lichtspiele, 20.30 Uhr, „Die Fledermaus".
Gics;cner 2Sochenmarktpreisc.
'Gießen, 20. Aug. Es kosteten auf dem Heu. tigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Pf. das Pfund, Landbutter 120 bis 130, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, Käse (Stück) 5 bis 10, Wirsing 6 bis 8, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 10, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8, Spinat 20. Rö- mischkohl 8, Dohnen (grün und gelb) 15 bis 20, älnterkohlrabi 5 bis 6, Erbsen 20, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 10, Pilze 20 bis 25, Kartoffeln 3*/t (der Zentner 3 Mk.), Frühäpfel 15 bis 30, Dirnen 15 bis 30, Dörrobst 30 bis 35, Zwetschen 25 bis 30, Mirabellen 35 bis 40, Reineclauden 25, Pfirsiche 35 bis 60, Brombeeren 20 bis 25, Ho« nig 40 bis 45, Suppenhühner 60 bis 80. junge Hähne 80 bis 90; Tauben 50 bis 70 Pfennig das Stück, Eier 8 bis 9, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 8 bis 10, Salatgurken 10 bis 25, Einmachgurken 2 bis 3, Endivien 10 bis 12, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 10 bis 12; Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pfennig.
•• Verhaftung von Chinesen. Am Frei« tagmittag wurden sieben Chinesen wegen Vergehens gegen die Paßvorschriften von der Polizei sestgenom« men. Die Leute wurden heute vormittag dem Amtsgericht vorgeführt. Nach Feststellung des Sachverhalts wurden vier der Verhafteten nach Zahlung von Geldstrafen wieder auf freien Fuß gefetzt, die übrigen drei verblieben in Haft bis zur Beschaffung ordnungsmäßiger Pässe. Diese Leute wollen ihre Papiere angeblich nach Berlin geschickt haben.
•* Wem gehört das Poigtländer Reise-Fernglas Nr. 3012? Der heutige Polizeibericht meldet, daß der derzeitige Besitzer das Fernglas vor etwa zwei bis drei Zähren im Bergwerkswald, wo es mit einem Mantel und einem Hut zufammenlag, entwendet haben will. Eigentumsberechtigte wollen ihre Ansprüche auf Zimmer 24 der hiesigen Kriminalpolizei geltend
Die Zahl der Arbeitsuchenden ist im Berichtszeitraum um rund 1.8 v.H. gefallen. Das geringe Zurückgehen der Arbcitsuaiendenzahl ist zum Teil auf eine unwesentliche Besserung des Arbeitsmarktcs, zum Teil auf die durch die Notverordnung eingeführte Hilfsbedürftigkeitsprüfung zurückzuführen. Die Landwirtschaft und die Industrie der Steine und Erden sowie das Metallgewerbe zeigten sich im Berichtszeitraum noch aufnahmefähig. Am Ende des Monats Juli standen dem oberhessischen Arbeitsmarkt 14 668 Arbeitsuchende, gegenüber 14 953 des Vormonats und 9895 des Vorjahres zur Verfügung. Arbeitslosenunterstützung erhielten 2065 Personen, gegenüber 2360 des Vormonats und 3694 des Vorjahres. Die Arbeitslosenziffer ist hier in bezug auf den Monat Juni um rund 12,5 v.H. gefallen. Krisenfürsorge wurde 4266 Personen, gegenüber 4628 des Vormonats und 3315 des Vorjahres gewährt. Auch hier ist die Hauptunterstützungsempfängerzahl um rund 7,8 v. H. gefallen. Wohlfahrtsunterstützung erhielten 2383 Personen, gegenüber 2483 des Vormonats.
3m freiwilligen Arbeitsdienst waren 4475 Personen beschäftigt, gegenüber 3603 Personen des Vormonats.
Vermittelt wurden im Juli 554 Personen, gegenüber 484 des Vormonats. An Neuzugängen waren 2703 Arbeitsgesuche zu verzeichnen, gegenüber 2446 des Vormonats. 2408 Arbeitsgesuche erledigten sich ohne Mitwirkung des Arbeitsamtes, gegenüber 2310 des Vormonats. Zieht man die einzelnen Unterstützungsarten im Vergleich xur Gesamtzahl der Arbeitsuchenden, ergibt sich folgendes prozentuales Verhältnis:
Hauptunter ft ützungsempfänger
52 und mehr Arbeitszeit
Die 1521 männl, und 309 weibl. HUE. in der Alu.
ohne Wartezeit 20 männl.
Tage Wartezeit 84 „
„ „ 226 „
„ „ 757 „
434 „ Familienstand gliedert
aräber in Feindesland, ihre Ausstattung im Sinne deutschen Empfindens, fei die große Aufgabe auch in unseren Tagen der Rot. Zwar unterhielten die Franzosen die Gräber, aber es bedürfe doch wesentlicher Rachhilfe durch die Uebernahme der Patenschaften für die Friedhöfe als dem geeigneten Weg zu ihrer Erhaltung. 3n vielen Bildern sah man im weiteren Verlauf des Vortrages die endlosen Gräberreihen, in der Gegenüberstellung auch die Gräber der Engländer. der Amerikaner und der Franzosen, sowie die großen Gedenkstätten um Verdun. Die Schilderungen über die Eindrücke in Reims, in Laon, in vielen anderen Orten, in denen die Deutschen gekämpft und gelitten haben, ließen den Krieg von der tragischen Seite her zutiefst nacherleben und tiefen zugleich die Erinnerung an die Toten lebhaft wach. Die Zuhörer folgten mit gespannter Aufmerksamkeit.
•' Italien im Film. Eine Reise des Deutschen nach Italien, sei es in Wirklichkeit, sei es im Geiste durch den Film, gilt weniger dem Italien der Gegenwart, als dem Italien der Bergangenheit- Weniger den Menschen der lebenden Epoche, als jenen der versunkenen. Jener toten Menschheit, die ihrer Größe in ihren Werken ein Denkmal setzte. Rie wird man diesen Werken der Architektur, den Bildwerken. den Schöpfungen der plastischen Kunst die Bewunderung versagen können. (Gleichermaßen damit nicht gesagt sein will. daß in Deutschland, in unserem Baterland. nicht ähnliches zu finden wäre!) Der Film brachte das Italien der Vergangenheit in großartigen künstlerischen Bildern nahe und lieh tiefen Einblick gewinnen in jene Welt, die nur noch mythisch in untere Tage herüberleuchtet. Die überaus reizvolle Landschaft Rorditaliens, die herrlichen Seen (Gardasee. Comersee) mit den Dörfern, die sich einfügen wie Diamanten in das Gold, zogen vorüber. Rom erstand vor dem geistigen Auge. Die Engelsburg und der Palatin, die großartigen Palazzos und Tempel, die Triumphbogen und das Kolosseum, Forum Romanum und Forum Trajanum. die Via Appia, Roms Heerstraße des Altertums und die Gräberstätten
Inzwischen ist die Zahl der Hauptunterstützungs- empfänger in der Arbeitslosenversicherung, sowie in der Krisenfürsorge weiterhin gefallen und zwar zählten wir am 15. August d. I. = 1521 männliche und 309 weibliche Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung und 3285 männliche und 293 weibliche HUE in der Krisenfürsorge. Es dürfte von Interesse sein, wie sich die Zahlen der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung aufglicdern. Teilt man die Zahl nach der zurückgelegten Unterstützung auf, so ergibt sich folgendes Bild:
Bis zu 6 Wochen zurückgelegte Unterstützungszeit 504 m., 72 w.; über 6 bis 13 Wochen zurückgelegte Unterstützungszeit 606 m., 94 w.; über 13 bis 20 Wochen zurückgelegte Unterstützungszeit 411 m., 143 w.
machen.
** D i e Einweihung des erneuerten Dünsbergturmes findet am Sonntag, 2 8. August, nachmittags statt. Der Dünsberg« verein lädt in unserem heutigen Anzeigenteil alle Heimatfreunde zu der Feier ein. Unsere Mitbürger sollten sich die Gelegenheit zu diesem Ausflug nicht entgehen lassen.
" Eine Rosen-. Dahlien - undStau- den-Ausstellung wird am morgigen Sonntag in der Staudengärtnerei Schwarz (gegenüber der „Stadt Lich") gezeigt. Blumen- und Gartenfreunde sind herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist von 9—20 Uhr geöffnet. Rähöües ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
** Zuchtvieh -Versteigerung des Landwirtschaftskammer - Ausschusses. Die nächste Zuchtvieh-Versteigerung des Landteirtschaftskammer-Ausschusses Oberhessen findet gelegentlich des Hcrbstmarltes in Ridda am 5. September statt. Die Versteigerung beginnt um 9.30 Uhr. Zum Auftrieb kommen 18 Eber, zur Hälfte deutsches Edelschwein, bzw. veredeltes Landschwein, ferner 10 vorbesichtigte Fleckviehbullen, darunter 6 Leistungsbullen.
** An deutschen Kriegergräbern in Frankreich. Im Filmraum der Zeughaus- kaserne am Landgraf-Philipp-Platz sprach dieser Tage im Auftrag des Volksbundes für deutsche Kriegsgräberfürsorge Direktor G e r m a n-Darm- stadt vor vielen Angehörigen des hiesigen Bataillons über seine Eindrücke von einer Reise zu den deutschen Kriegergräbern in Frankreich. Die Reise hatte den Vortragenden über Metz nach Verdun, nach Reims, Laon und durch den Ardennenwald über Sedan wieder nach Deutschland geführt. Vor dem geistigen Auge erstand den Soldaten den Zuhvrern, ein Bild von den Kamp- fen um Verdun. In eindrucksvollen Worten wußte der Vortragende das Gigantische des Ringens um Verdun darzustellen, an Hand von Lichtbildern zeigte er die endlosen Gräberreihen, unter denen abertausende tapferster deutscher Soldaten begraben liegen; er führte im Geiste und im Lichtbild in die wenigen noch erhaltenen Schützengräben und in die Trichterfelder, in denen sich die deutschen Krieger in tapferer Gegen- wehr bis zuletzt gehalten hatten. Der Redner sprach von den Forts Vaux und Douaumont und deren Erstürmung und vergaß nicht, bei all dem der Toten zu gedenken, Die auf dem größten Schlachtfeld aller Zeiten ihr Leben lassen mußten. Das Volk dürfe, so führte er u. a. aus, feine Toten nicht vergessen, wenn es würdig sein wolle, zu leben. Die Erhaltung der Kneger-
Gießen, den 20. August 1932.
Beruhigung.
Von Reinhold Braun.
Mit einem einst in Deutschland einflußreichen Manne faß ich im Gespräch beisammen, und unsere Gedanken spannen sich um das Geschick des Vaterlandes. Für ihn war das „Ende Germaniens" gekommen. Er konnte keinen Glauben mehr an die Zukunft Deutschlands aufbringen. Ich erlebte einen, der rührend tätig war und nicht glauben konnte.
Und als ich dann einige Tage später Worte von ihm vernahm, die er vor Zeitgenossen sprach, Worte, rednerisch groß und mit dem Ziel, Beruhigung zu verbreiten, erlebte ich schmerzlich jene Kluft, die sich leider allzu oft zwischen dem Menschen und seinen Worten auftut.
Hier liegt der Kern der gesunden Beruhigungs- Tat: Wer beruhigen will, muß Glauben haben, das Wunder der quellenvollen, jafagenben Ruhe in sich selber. Ein stetes Werk muß er in seinem Innern treiben, wie Goethe es tat: „Aus allem, was ich von den vier Enden der Welt höre, zieh' ich immer meine eigene Nutzanwendung. 9m stillen Kraft und Fähigkeit zu sammeln, zu halten und auszubreiten und aufs Glück zu warten, wo das möchte zu brauchen fein."
Wer Ruhe geben will, muß zu den innerlich Zähen und Tiefwurzelndcn gehören. Sein Wesen muß um die wahren Gnadenorte wissen; nimmer darf er vom echten Herzbluten lassen. Vor allem aber muß er Jakob Böhmes, des Schusterphilosophen, Wort fidi ganz zu eigen machen und es leben: „Wer Gott findet, der findet alles mit und in ihm."
9a, nur wer in der Ruhe Gottes ist, wird der Beharrende und Still-Starke bleiben in allen Nöten seines Lebens; er wird nicht klein werden, sondern Immer groß sein in seinem Glauben an den Sim des Göttlichen. Ruhe wird er bereiten, wo sein Fuß schreitet, und jeder der guten Willen hat, wird Kraft von ihm empfangen auch ohne Worte. Dieser Ruhevolle schenkt schon dadurch, daß er „ist". Er verkörpert die Wahrheit des Satzes:
Wer bei Gott weiß festzusteh'n Kann nicht aus den Fugen geh'n.
Solcherweise Beruhigung Schaffende tun bitter not in unseren Tagen, da so viel obenhin beruhigt, so wenig aus den letzten Gründen heraus- geholt wird. Zuviel Eintagsfliegenhastigkeit ist am Werke, zu viel Schlagwort. Treue und Kraft zur ewigen Linie fehlen, die grundhafte innere Wirklichkeit des aus der Höherwelt Lebendigen.
Und dann fehlt das Höchste häufig. Die Beruhigung durch die liebende Tat, durch das „Dasein aus Liebe". Wer aber wahrhaft in der Liebe ist, ist auch wahrhaft in der Ruhe, weil echte Liebe die Gottesnähe ist. ,
Mehr Beruhigung heißt darum auch: Mehr Liebe!
Aus Liede stark sein, still und heiter, Glauben und Hoffnung in anderen entzünden durch sein ganzes Wesen, ist das beste und segensreiche Werk, das einer in dieser unruhevollen Zeit tun kann.
Linser neuer Roman.
Nachdem wir in der gestrigen Nummer des „Gießener Anzeigers" den mit großer Anteilnahme m unserem Leserkreise aufgenommenen Roman „Das verdrehte Madel" von Anny von P a n h u y s zum Abschluß gebracht haben, beginnen wir heute mit der Veröffentlichung eines neuen großen Roman- Werkes, das zweifellos mit nicht geringerer Spannung verfolgt werden wird. Wir bringen diesmal die jüngste Arbeit einer Autorin, die im „Gießener Anzeiger" noch nicht zu Worte gekommen ist, ine sich aber bereits seit Jahren durch ihre vortrefflichen Leistungen auf dem Gebiete des Zeitungsromans einen angesehenen Namen gemacht hat. auch in großen deutschen Blättern sind ihre Arbeiten mit bestem Erfolg abgedruckt worden. Der neue Roman heißt:
„Renates Vermächtnis" von Hertha Fricke.
Es ist ein Roman, der zwei Frauenschicksale ganz eigener Art in einer ungemein fesselnden Handlung miteinander verbindet, eine ergreifende Schilderung aus dem Leben, in der Liede und Entsagung, Pflicht- crfäUung und Kampf gegen die dunklen Machte des Schicksals die bestimmenden Motive fintr
Die Autorin weiß Phantasie und Wirklichkeits- sinn, flüggen StU und natürliche Spannung in diesem ihren jüngsten Werk mit glücklicher Hand zu vereinigen. So entstand ein Roman, der aUgemcin gefallen wird, an dem insbesondere der weibliche Teil unserer Leserschaft feine Freude haben wird Wir sind gewiß, mit der heute beginnenden Veröffentlichung jedermann^ eine überaus genußreiche und unterhaltsame Lektüre zu bieten.
Bornotizcn.
an dieser Straße wurden tm Bilde lebendig» Pompejis tote Herrlichkeit und RcapclS bunte lebendige Pracht, das Inferno des Vesuvs, diese Dämonie der Raturgewalten, die schon Goethe zu begeisternden Worten hinrih. das alles konnte den tiefen Eindruck nicht verfehlen, den der Film auszulöien vermochte. Roch lernte der Besucher dcS Lichtspielhauses Bahnhofstraße Sizilien und seine klassischen Stätten (Girgenti, Taormina, 'Syrakus. Mefsina) kennen, bis zum Schluß weniger häufig gesehene Bilder von Venedig den Reigen schlossen. Dankbar und angeregt verließ man das Hau-
" Sonderfahrten nach den Bayerischen Alpen, Tirol und Salzkammergut. Das Lloyd-Reisebüro und das Hapag- Reisebüro veranstalten demnächst gemeinsam sech- billige Sonderfahrten in die Bayerischen Alpen, nach Tirol und in das Salzkammergut. Di« Fahrten, die in der Zeit vom 4. biS 11. September stattfinden. führen in die schönsten Gebiet« der Bayerischen Alpen (Mittenwald, Traunstein. Kochel am See, Oberammergau, Tirol, Oehtal und in das Sahkammergutl. Es ist hervorzuheben, daß die Teilnehmerpreise, die je nach dem Reiseziel 69 50 biS 92,50 Mark betragen, sämtlich« Kosten der Reise, einschließlich der ilnterfunft mit voller Verpflegung und 'Bedienung, sowie viele Ausflüge und Veranstaltungen einschließen. Sie sollen es denen, die sich noch keine Reis« haben gönnen können, ermöglichen, zu einem ungewöhnlich billigen Preis schöne^ Ferientage au verleben. Mittenwald ist der höchstgelegen« Luftkurort der Bayerischen Alpen, umrahmt von hochalpinen Gipfeln der Bayerischen und Tiroler Alpen. Wer fich mehr für Gebirge und Dee interessiert, dem bietet die Fahrt nach Prien am Chiemsee, oder Kochel am See unbedingt das. was er sucht. Die Fahrt nach Traunstein und dem Salzkammergut fchließt den Besuch des idyllischen „Weißen Rößl am Wolfgangsee" ein. Für Freunde eines Aufenthalts in einem Tiroler | Hochgebirgsort ist die Fahrt inS Oehtal zu empfehlen, wo Aufenthalt in älmhaufen, 1036 Meter über dem Meeresspiegel, vorgesehen ist. Rähere»
I ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
Hartes, also kalkhaltiges Wasser ist zum Wäschewaschen ungeeignet. Schon wenige Gramm Kalk in 100 Liier Wasser vernichten über >/« Pfund Seifel Das muß jede Hausfrau wissen! Geben Sie jedesmal vor Bereitung der Waschlauge einige Handvoll Henko Bleich-Soda in das Wasser. Dadurch wird es weich wie das schönste Regenwasser, und das Waschmittel wird voll ausgenutzt. - Auch zum Einweichen der lasche gibt es nichts Vorteilhafteres als die seit 50 Jahren bewahrte
Preußen.
Kreis Wetzlar.
> Wißmar, 19. Aug. Am frühen Abend ertrank heute beim Baden an der Eisenbahnbrück« der 24jähr. Sattlergeselle Willi P r i n z von hier. Er konnte erst nach einiger Zeit gesunden teerten, so daß die tatkräftig unternommenen Wiederbelebungsversuche leiderer- folglvs blieben. Der Tod des fleißigen jungen Mannes erweckt allgemeine Teilnahme; er sollte eine Warnung vor dem Baten an nicht besonders als Dateplah bezeichneten Stellen sein.
KALT


