Ausgabe 
19.11.1932 Frühausgabe
 
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Samstag, 19. November 1932

182. Zahrgang

nr.273 KvühauSsave

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

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Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und kür den An­zeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in Biegen.

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Die Parteiführer beim Reichspräsidenten.

Die ersten Besprechungen. - Heute wird Hitler empfangen. - Strengstes Stillschweigen.

Berlin. 18. Roo. (TU.) Ueber die Empfänge beim Reichspräsidenten ist lediglich zu melden, daft die für Freitag vorgesehenen Unterredungen pro- grommätzig erfolgt sind, und zwar empfing der Reichspräsident in den Mittagsstunden den deutsch­nationalen Parteiführer Dr. hu gen berg, um 18 Uhr den Zentrumsführer Prälat k o a s und eine Stunde darauf den Führer der Deutschen Volks­partei, Dinge Id ey. Ueber das Ergebnis dieser Unterredungen sofern von Ergebnissen nach Lage der Dinge jetzt schon gesprochen werden könnte, wird von allen Seiten strengstes Still­schweigen bewahrt, um die Entwicklung nicht zu stören. Entscheidende Bedeutung wird dem Empfang des Führers der NSDAP., Adolf Hitler, zu- kommen, der für Samstagvormittag vorgesehen Ist. Hitler ist zusammen mit den Abg. Frick und Straftet in Begleitung von Oberstleutnant B r ü ck n e r und den Herren Dietrichundhans- s, a e n g l am Freitagnachmittag im Flugzeug in Berlin eingetragen. Reichstagspräsident Göring und Hauptmann a. D. Röhm wurden noch für Freitagabend erwartet. Eine Stellungnahme zur gegenwärtigen Lage wird von zuständiger national­sozialistischer Seite nachdrücklichst abgelehnt. Die Entscheidung liege allein bei Adolf Hitler. Gleich­falls für Samstag ist der Empfang des Staatsrats Schaeffer für die Bayerische Volkspartei beim Reichspräsidenten vorgesehen. Staatsrat Schaeffer, der allein nach Berlin kommt, benutzt den Nacht- schnellzug und wird Samstag früh in Berlin er­wartet.

lieber den amtlichen Bericht hinaus wird über die Parteiführerempfänge beim Reichspräsidenten an den zuständigen Stellen keinerlei Mitteilung ge­macht. wie aber bereits gesagt wurde, haben die Empfänge von heute und morgen nur den Zweck, daft der Reichspräsident sich über die Auffassungen der in Frage kommenden Parteien unterrichtet. Die Auffassung der D e u t s ch n a t i o n a l en ist be­kannt. Ebenso hat das Zentrum seine Ansicht bereits in den Aufzeichnungen zusammengesaftt, die Prälat Kaas dem Reichskanzler vor einigen lagen übergeben hat. Danach kommt es dem Zentrum in erster Linie darauf an, daft eine Regierung geschaf­fen wird, die die Gewähr dafür bietet, daft kei­nerlei verfassungsexperimente ge­macht werden. 3m Mittelpunkt der Auffassung der Deutschen Volkspartei stehl das wirt- schastsprograrnrn, dessen wesentliche Teile nach dieser Ansicht im Interesse einer baldigen Ge­sundung der deutschen wirtschaft ausrechlerhallen werden müssen. Ebenso ist bekannlgeworden, daft die Volkspartei graften wert daraus legt, daft die Reichsreform mit preuften weiter durch- gcführl wird. Man kann wohl vermuten, daft die Abgeordneten Kaas und Dingeldey auch den Reichs­präsidenten über diese Gedankengänge unterrichtet haben.

Mit einiger Spannung sieht man nun dem Empfang Hitlers entgegen. Die Rational­sozialisten haben offenbar die Absicht, ihre Taktik diesmal sehr viel elastischer anzulegen als am 13. August. Sowohl in ihren Kreisen wie in denen des Zentrums ist man sich klar darüber, daft alle Anstrengungen gemacht werden müssen, wenn die ihnen vom Reichspräsidenten gegebene Chance der Bildung einer nationalen Konzentration ausgenutzt werden soll. Ob das gelingt, ist im Augenblick aber noch nicht zu übersehen. Die7)213. schreibt u. a.:Auffassungen, die dem Reichspräsi­denten vorschreiben mochten, er müsse die Parteien fragen: wo ist eure starke Persönlichkeit? wo ist Euer Programm? wo ist eure Mehrheit? und bei nicht zureichender Beantwortung sofort die Ver­

handlungen als ergebnislos einfteUen, um unter Verzicht aus die angestrebte grofte Konzentration auf das alte Kabinett zurückzugreifen, dürsten nicht den wahren Intentionen des Reichspräsident en entsprechen. Für die ausschlaggebende Frage, ob eine Verständigung zwischen Hindenburg und Hitler möglich ist, wird es von grofter Bedeutung sein, daft die national­sozialistische Parteiführung offenbar entschlossen ist,

unter den Mißverständnissen der Ver­gangenheit einen Strich zu ziehen und den ehrlichen versuch einer Zusammenarbeit zu un­ternehmen. Im Vordergrund dürften nach dem, was aus nationalsozialistischen Kreisen verlautet, zwei Forderungen stehen: 1. Die Arbeitsbeschaf­fung, 2. die unbedingte Vernichtung des Kommunismus.

Hitlers Ankunst in Berlin.

Hitler nach der Landung auf dem Flugplatz Tempelhof. - Im Vordergrund Dr. Goebbels.

Was sagen die Parteien?

Der Christlich-soziale Volksdienst zur Lage.

Berlin, ISOloD. (511.) Die Reichssührung des Christlich-Sozialen Volksbicnstcs Hot in einer Entschließung zur Politischen Loge Stellung ge­nommen, die auch dem Reichspräsiden­ten übersandt wurde. Der Bolksdienst hält danach an seiner grundsätzlichen Forderung einer starken S t a a t s f ü h r u n g fest und stellt sich geschlossen hinter den Reichsprä­sidenten von Hindenburg. Eine starke Staatsführung ist nach Auffassung des Volks- dienstes nur möglich, wenn sie im Vertrauen d e s B o l t e s verwurzelt ist. An den Par­teien und ihren Führern liege es, aus das unfruchtbare Ziel des überspitzten Parlamen­tarismus zu verzichten und dem Rufe des Reichs­präsidenten zu praktischer Aufbauarbeit zu fol­gen. Außenpolitisch muß der Kampf um die Freiheit und Rettung Deutschlands entschlossen und bis zum endgültigen Erfolge durchgeführt werden. Innerpolitisch ist die vordringlichste Aus- gäbe die Inangriffnahme eines Arbeitsbe- schofsungsprogromms, Da» durch Aus- I

wähl von volkswirtschaftlich fruchtbaren Arbeiten die Fehlleitung von Kapital venneidet, besten wesentlicher Teil eine großzügige bäuerliche und ländliche Siedlung in Verbindung mit dem Ausbau des Arbeitsdienstes sein muh und bas bIonbers die S t ä r k u ng d e s Mit­telstandes zum Ziele hat. 'Sic Beseitigung der sozial unerträglichen Härten der Rotver­ordnungen und der gerechte Ausgleich, besonders in bezug auf die hohen Gehälter, staatlich sub­ventionierter Betriebe, darf nicht länger hin- ausgeschoben werden. Die Kulturpolitik bars nicht in bloßen Verboten stecken bleiben, sie muß Roum fassen für die Entfaltung der religiösen, sittlichen und geistigen Aufbauarbeit in der deutschen Ju­gend. Der Volksdienst wird jede Regierung unter­stützen die in rücksichtsloser Entschlossenheit in diesem Geiste die Aufbauarbeit in Angriff nimmt. Der Slahlhelm an Hindenburg.

Aür die Erhaltung einer auloritäien Staatssühruni.

Berlin, 18. Rov. Die Reichspressestclle des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, jeilt mit: Die beiden Dundesführcr des Stahlhelm,

Der neue Anlauf.

Unser Gefühl hat nicht getrogen. Die Zwischen­schaltung des Kanzlers für die erste Fühlung­nahme zw. scheu Reichspräsident und Parteien mußte ein Versuch mit untauglichen Mitteln bleiben und vermochte die innerpol'.tische Klärung nur hmauszu'ch.eben Davon hat sich der Reichs­kanzler schon in seinen ersten Unterhaltungen überzeugen'sen. Dos Zentrum hat seinem alten Parteimitglied die Extratour vom Juni nicht verziehen. Prälat K a a s, mit dem der Kanzler nach seiner Berufung in einem scharf zu- ge'p hten Briefwechsel die Klinge freuten mußte. Hal für seine Partei eine geschickt formulierte Erklärung überreicht mit dem unmißverständlichen Wink, daß für das Zentrum der Weg zu einer nationalen Rot- und Arbeitsgemeinschaft, w:e sie der Reichspräsident wünscht, nur über die polit sche Leiche des Kanzlers geht. Da auch die R a t i o n a I s o z i a l i st e n sich zu mündstchen Verhandlungen mit dem Kanzler nicht bereit- gesunden h tten und d e Sozialdemokraten Verhandlungen überhaupt ablehnten. hat Herr v. Popen mit der rakchen Entschlußkraft des alten Kavalleristen, die sich auch der Staatsmann bewahrt hat. seine immer wiederholte Behaup­tung. daß er fejn Kleber sei und an seiner Perlon die große Ausgabe der nationalen Kon­zentration nicht scheitern werde, unter Beweis gestellt und dem Reichspräsidenten die De­mission seines Kabinetts angeboten, die dieser auch angenommen hat. Damit ist eine neue Loge entstanden, die für die Parteien, wenn es ihnen ernst ist mit ihrem Willen zur Mitarbeit, sehr viel günstiger aussieht. als bisher. Denn der Herr Reichspräsident hat vorerst davon abgesehen, c neu neuen Mann feines Vertrauens mit der Kabinettsbildung zu beauftragen und es ihm zu überlassen sich im Reichstag eine Mehr- he t zu suchen. Er ist vielmehr s e l b st mit der ganzen Autorität einer Persönlichkeit und seines Amtes in die Bre'che gesprungen und hat Den Parteien 'eine vermittelnde Hilfe angeboten, um gemeinsam mit ihnen die Frage zu klären, auf Grund welchen sachlichen Programms sich eine Zusammenfassung aller Dctanttoortungäbcreiten und ousbauwilligen Kräfte des Parlaments er- niöu(:d)en läßt.

Das soll und darf kein Zurück bcDeutcn zu dem unheilvollen Kuhhandel der Parteien in früheren Jahren, der sich Woche um Woche bin» zuschleppen pflegte und einem damaligen Reichs­kanzler aus ofiener Parlamentstribüne den Stoß- scuszer enllockte, irgendwie müßte nun doch schließ­lich in DeuisaNand regiert werden. Dahin Darf es nicht wieder io mm en unD HinDenburg hot ja auch schon deutlich zu erkennen gegeben, Daß er dem Zwischenzustand eines ge'chästssührenden Kabinetts in aller türzester Frist ein Ende machen möchte. Auch der Grundsatz soll nicht preisgegeben werden, Daß die Staatssührung herausbleibt aus dem Widerstreit der Interessen parlamen­tarischer Gruppen, die sich in früheren Jahren an die Rockschößc Der jeweiligen Regierung zu hängen p. legten und herauszuschlagen suchten, was ihrer Agitation förderlich schien. Aber Die Staatssührung soll wieder ihren Grund finden im Mutterböden i'c» Voltsbcwußtseins. Die Erkenntnis, daß keiner Der Drei Faktoren Der politischen Willensbildung in Deutschland. Reichs­oberhaupt. Regierung und ein arbeitsfähiges, sich seiner Verantwortung und der Grenzen der ihm gestellten Aufgabe bewußtes Parlament, entbehrt werden kann, wenn das ^taatsschiss richtig ausgewogen fein soll, um auch gefährlichen Stürmen trotzen zu können, diese Erkenntnis hat die Aera Popen erneut erhärtet.

Dos fühlte nicht zuletzt auch der Kanzler selbst sehr genau. Er hotte ja gerade Die von feinem Vorgänger Dr. Brüning trotz Hindenburgs Dran­gen immer wieder dilatorisch behandelte Aus­gabe übernommen. Die von Hitler ins Leben gerufene und im Streben nach Reinigung im Innern und Befreiung noch Außen gewaltig angewachsene nationalsozialistische Bewegung an Den Staat heranzuführen und in Die Verant­wortung einzubauen. Daß auch ihm nicht gelang, was unter Brüning niemals ernsthaft versuchi wurde, war das tragische Geschick des Kanzlers, der mit außergewöhnlicher Energie und unbe- kummerter Entschlußfreudigkeit mutig das heiße Eisen Der großen inneren Reformen an- gepackt hat. um das sich in früheren Jahren Verantwortungsscheu und parteitaktifche Rücksicht stets herumgedrückl hotten, der außenpoli­tisch, auf Den von Brüning vorbereiteten Fun­damenten weiterbouend, die Reparationsfrage li- guibiertc und wie wir aus dem Einlenken Der Engländer sehen, auch Deutschlands Standpunkt in Der Abrüstungsfrage mit Geschick vertrat, der schließlich durch sein von Ungeduldigen und llebelwollenden viel gescholtenesW i r t s ch a s t s- Programm Dem iDeenlofen Dreibenlassen ein Ende machte unD Damit mit einem verhängnis­vollen System aufzuräumen begann, das sich in der Erfindung neuer Steuern und dem Umbau aber nicht Abbau der staatlichen Lasten für Die ausgehöhlte und sich verblutende Wirtschaft er­schöpft hatte. Es ist überall nur zu Ansätzen gekommen, diese kann aber auch Der ehrliche und unvoreingenommene politische Gegner des Kanzlers nicht leugnen.

Vielleicht ständen wir besser, wäre Popen nicht, ähnlich wie fein Vorgänger Dr. Brüning nach an- Derer Richtung, an dem Mißerfolg gescheitert, Den seine nicht minder ehrlichen und heißen Bemühun­gen hatten, für seine Politik in der breiten Moste des Volkes Derchändnis und Zustimmung zu finden, n Nur engste Verbundenheit mit dem Volke hätten die schweren materiellen Opfer Der Popenfche Not­

verordnung auch den großen, ohnehin sozial schwer ringenden Schichten der Bevölkerung erträglich er- schemen lassen. Aber hatte sich Brüning, dessen Rot- verordnungspolitik nicht minder schwere Verzichte in kaum noch absehbarer Folge gefordert hotte, auf Die beiden großen Arbeitnehmerparteien Des Zen­trums und der Sozialdemokratie stützen können, so operierte Popen im luftleeren Raum, nachdem das Zentrum ihm kühl die Schulter gezeigt und seine Hoffnung auf eine Zusammenarbeit mit den Na­tionalsozialisten sich zerfchlagen hatte. Was damals vielleicht aus dem Zwang der überkommenen Lage heraus an Gegensätzen aufgeriffen wurde, konnte in ber Folge nicht wieder ousgeräumt werden, die Kluft, Die der Kanzler hatte zuschütten wollen, er weiterte sich vielmehr von Tag zu Tag. Das ist ihm zum Verhängnis geworden. Brünings ent scheidender innenpolitischer Fehler ist es gewesen, daß er es nicht verstanden hat, zur rechten Zeit den idealistischen Schwung der nationalsozialistischen Be­wegung für den Staat auch in der Verantwortung nutzbar zu machen, das neben dem Staatskarren herloufende, im Vollgefühl feiner Kraft überschou- mende Pferd in die Deichsel zu fpannen, weil er I wohl fürchten mochte, es könne ihm durchgehen und

Deichsel und Wagen zerschlagen. Aber die von ihm nicht ernschaft angepackte Ausgabe ist nun, nach­

dem auch Popen an ihr scheiterte, nicht leichter geworden. Wie ernst und vordringlich sie ist, dosür ist der beste Beweis, daß der Reichspräsident selber sich nun mit seiner ganzen Autorität für ihre Lösung einsetzt.

Gregor Straßer, einer der besten Kopse des Nationalsozialismus, schrieb in diesen kritischen Togen:Welch eine unerhörte Symbolik und Kraft läge Darin, wenn der Reichspräsident, ber große Repräsentant einer alten preußisch beutschen Ge schichte, in seiner Person Die Brücke schlüge zu bem nationalsozialistischen Deutjchlanb" Der greife Marschall Hot in seiner ost unb auch m bitter­sten Stunben nicht vergeblich erprobten Treue we- sem Appell entsprochen. Sein Pflichtbewußtiem schiebt bie Einzigartigkeit bes Entschlusses beiseite und stellt sich in bie vorderste Front, allen denen die Hond zu reichen, die mit ihm bauen wollen am neuen Reich. An den Parteien ist es nun zu zeigen, ob sie fähig unb willens sink), gleich vorurteilslos und fachlich zu prüfen, auf welcher Grundlage ein Zusammenkommen und eine Zusammenarbeit mög­lich ist. Die Parteien werden nicht vor vollendete Tatsachen gestellt, wenn auch der Reichspräsident, wie es Recht und Pflicht dem Staatsoberhaupt ge­bieten, nicht gewillt ist, von gewissen, für richtig erkannten Grundsätzen der Staatsführung abzu-

weichen. Doch oberhalb dieser selbstverständlichen Ebene haben bie Parteien freie Hand, aber o u ch bie volle Verantwortung für die Zukunft, wenn Hindenburgs Ruf zur nationalen cammlung bei ihnen kein williges Ohr findet. Der Ernst der Stunde sordert vor allen entschlossene Zurückstellung aller taktischen Bedenken und egoistischen Ziele. Diesmal muß offen Farbe bekannt werben. Reichs­präsident imd Volk wollen nun endlich klar sehen, ob es den Parteien ernst ist mit ihrer Verpflichtung, am Wiederaufbau Deutschlands mitzuwirten und ob sie in der Lage sind, etwas Besseres an die Stelle dessen zu fegen, auf dessen Beseitigung sie seit Monaten hingearbeitet haben, sowohl das Zentrum wie ber Führer der nationalsozialistischen Bewegung und nicht zuletzt auch die Deutschnotio- nalen, die zusammen mit den kleineren Gruppen Der gemäßigten Rechten durch das Wahlergebnis des 6. November in bie erstrebte Schlüsselstellung ge­rückt finb, sehen sich vor bie entscheibende Frage ge­stellt, ob sie ehrlich unb rückhaltlos gegebenenfalls auch unter Opfern an politischem und persönlichem Prestige bereit finb, den Fuß auf die Brücke zu setzen, die ihnen der Reichspräsident baut. Schon die nächsten Tage verlangen großzügige Entschlüsse und eine klare Antwort.