Buntes
Verbreitung und Namen der deutschen Zeitungen.
3n 2658 deutschen Orten erscheinen zur Zeit 4703 Tageszeitungen. Es ist eine irrige Annahme, daß Deutschland mit Zeitungen übersättigt ist, denn erst auf 13 270 Einwohner kommt eine Zeitung. Partcizeitungen gibt es gleichfalls weniger, als angenommen wird. Insgesamt sind 973 vorhanden, die sich nach der Gröhe der Anzahl wie folgt verteilen: Zentrum und BDP. 603, SPD. 135, RSDAP. 120, KPD. 49, DRDP. 32, DAP. 17, Wirtschafts- und Staatspartei je 10.
Llcber diese ausgesprochenen Parteizeitungen hinaus gibt es 1074 rechtsgerichtete und 193 linksgerichtete Zeitungen. Als parteilos bezeichnen sich 2029.
Die höchste Auflage einer deutschen Tageszeitung ist 550 000; die geringste wird mit 55 angegeben! Lieber 100 000 Auslage haben 23 Tageszeitungen, zwischen 50 000 und 100 000 sind es 33, und zwischen 20 000 und 50 000 sind 119 verzeichnet. In Berlin (ohne Bororte) erscheinen allein 76 Tageszeitungen.
Die Aamcn der deutschen Zeitungen haben sich im Laufe der Jahre mehr und mehr vereinheitlicht: „Anzeiger", „Tageblatt" (in Süddeutschland „Tagblatt"), „Zeitung" und „Aachrichten" mit dem Hinzufügen der Ortsnamen sind die in Deutschland am meisten vorhandenen Zeitungen. Gleichfalls weit verbreitet sind die Aamen: „Kurier", „Rundschau", „Echo", „Kreisblatt", „Stadtblatt" „Bote", „Post". „Tagespost", „Beobachter", „Erzähler" und „Sprecher".
Als in Oels (Schlesien) die erste Eisenbahn gebaut worden war. nannte der tüchtige Verleger seine Zeitung „Die Lokomotive an der Oder", denn durch die Lokomotive kamen naturgemäß die neuesten Rachrichten an. Als in Köpenick der regelmäßige Dampfschiffverkehr nach Berlin eingerichtet wurde, taufte H. Ienne 1866 seine Zeitung „Das Dampfboot". Beide Zeitungen bestehen heute noch, wie auch der 1785 in Löbau (Sa.) gegründete „Sächsische Postillon". Der „Gesellige", der 1826 in Graudenz gegründet wurde, verzog 1920 nach Schneidemühl. Wir sehen dann noch die „Henne" in Ilmenau, die am Fuße des Kicke!- Hahn täglich ein frisches Ci legt, die „Fortuna" in Glückstadt (1740), den gemütlichen „Waldler" in Regen im Bayerischen Wald; den „Stammgast" in Liebenstein; den „Sächsischen Erzähler" in Bischofswerda; den „Greif" und den „Kleinen Greis" in Greiffenberg (Schles.); die „Alte Liebe" in Cuxhaven, die nach dem alten Wahrzeichen der Stadt, der gleichnamigen, in die Llnterelbe hinausragenden Mole benannt ist; den „Patriot" in Lippstadt (1848); den „ Freimütigen" in Soest; den „Boten aus den sechs Aemtern" in Wunsiedel; das „Echo aus dem Siebengebirge" in
Allerlei.
Königswinter; die „Berg-Glocke" in Reichenstein (Schles.); den „Wörlitzer Winkel"; den „Wasserfall" in Furtwangen (Bad.); den „Deutschen" in Sondershausen (1813); den „Hinterpommer" in Köslin; den „Altmärker" in Stendal; den „Zoller" in Hechingen; den „Prignitzer" in Wittenberge; die „Glocke" in Oelde (Wests.); den „Schwarzwälder Boten" in Oberndorf (1835); den „Sauerländer" und die 1806 in Zerbst gegründete „Extrapost", die bis zum Jahre 1871 noch in ihrem Kopf den Spruch trug: Die Extrapost für Stadt und Land macht allerhand, was nützt, bekannt.
Wir sehen noch das „Ländchen" in Dockwih (Sa.); den „Gemeindeboten" in Holzweißig und die „Goldene Aue und Finne" im Llnstruttal.
Wo man sich nicht küßt.
Können wir uns überhaupt vorstellen, daß es auch Menschen gibt, die nicht wissen, was ein Kuh ist? Lind doch gibt es Völker, die ihn nicht kennen und die, wenn sie unseren Kuß sehen würden, darin etwas höchst Llnpassendes erblicken müßten. Sie haben Grußformen, die wir wieder kaum verstehen können. Ein pqar Beispiele dieser Art führt eine englische Zeitschrift an. Die Eingeborenen mancher Südseeinseln begrüßen sich, indem sie Mund und Rase an die Wange des, andern legen, wie um lange und kräftig daran zu riechen. Wollte jemand zu ihnen sagen: „Küsse mich," so wäre ihnen das unverständlich, man mühte es für sie in: „Rieche mich" übersetzen. Ein mongolischer Vater küßt auch nicht seine Kinder, sondern beriecht ihr Haar. Wenn ein Südsee-Insulaner einen andern besonders ehren will, gießt er ein Gefäß mit Wasser über seinen Kopf. Gerade im Gegensatz zu uns setzt der Chinese, wenn er höflich sein will, den Hut auf den Kopf, und wer in Japan auf diese Sitte hält, zieht sich zur Begrüßung seine Schuhe aus. Will man in Persien jemand seine besondere Hochachtung ausdrücken, darf man sich ihm nur mit nackten Füßen nahen. Die Araber küssen sich gegenseitig die Füße oder Knie und bei einer hochgestellten Persönlichkeit küßte man den Saum ihres Kleides. Die Bewohner der Goldküste verbeugen sich zum Gruß tief, nehmen ihr Obergewand von der Schulter und falten es unter dem Arm. Bei einem Besuch unter den Eingeborenen von Brasilien bietet der Wirt dem Gast einen Sih an, und dann verhören sie beide etwa eine Minute in vollkommenem Stillschweigen. Erst dann blickt der Wirt erstaunt um sich und fragt mit lauter Stimme: „Bist Du da?" Will ein Dasuto seinen Häuptling anreden, so begrüßt er ihn mit dem Titel „wildes Tier", was uns wenig schmeichelhaft erscheinen dürfte, den Ohren des Häuptlings aber wie Musik klingt, denn es ist eine Ehre, die seinem Mut und seiner Kraft dargebracht wird.
SJ.-j’pori
Handball der Sp.-Vg. 1900.
Polizei Buhbach in Gießen.
Die Handballabteilung der Spieloereinigung 1900 will in der kommenden Saison einen regen Spielbetrieb entfalten. So empfängt sie kommenden Samstag die bestens bekannte Elf des Polizeisportvereins Butzbach und stellt sich am Sonntag dem To. Pohlgöns. Gegen die Butzbacher Polizisten, ein in Gießen stets gern gesehener Gegner, haben die 1900er wohl keine Gewinnchance. Sie müssen bemüht bleiben, so gut Widerstand zu leisten, wie es eben geht. Dadurch, daß in letzter Zeit ein gutes Zusammenarbeiten in der Mannschaft festzustellen war, sollte Gewähr für ein ehrenvolles Abschneidcn geboten sein. Auch in Pohlgöns werden die Spielvereinigungsleute ihr ganzes Können aufbieten müssen. Die Turner-Mannschaft ist als gefährlicher Gegner bekannt und konnte z. B. bei dem letzten Gießener Hallen-Handball-Turnier recht gut gefallen.
Europa-Rundflug 1932.
Der Streckenslug.
A Nach Abschluß der technischen Prüfungen am Samstag siedeln die Teilnehmer nach dem Flughafen Tempelhof über, wo am Sonntagfrüh der Start zum eigentlichen Rundslug erfolgt. Die Reihenfolge des Startes wird ausgelost. In den drei' Großetappen können im Höchstfälle 220 Punkte erzielt werden. Das Punktergebnis der technischen Prüfungen und des Rundfluges ergibt dann die Startfolge für den abschließenden Ge° fchwindigkeitsflug, der am 28. August über 300
Kilometer in einem Dreieckskurs von Tempelhvf nach Frankfurt a. d. O. und zurück geflogen wird. Der Schnellste dieses Rennens ist also der Sieger im Curopa-Rundflug 1932.
Die einzelnen Etappen:
21. bis 22. August: Tempelhof — Warschau — Krakau — Prag — Brünn — Wien — Agram — Vicenza — Rimini — Rom (2497,4 Kilometer);
23. bis 24. August: Rom — Florenz — Bellinzona — Turin — Wendepunkt: AVenga — Cannes — Lyon — St. Gallen — Stuttgart — Bonn — Paris (2464 Kilometer);
25. August: Ruhetag in Paris;
26. bis 27. August: Paris — Deauville — Rotterdam — Dortmund — Hamburg — Kopenhaoen — Laholms Ducht — Göteborg — Laholms Bucht — Kopenhagen — Hamburg — Berlin-Staaken (2401,2 Kilometer).
Vorbereitungen für die Vrennsloffverbrauchs- prüfung.
Im Flughafen Staaken herrschte am Donnerstag eine ungewohnte Ruhe, da sich die Teilnehmer auf die Brennstoffoerbrauchsprüfung vorbereiten. Alle Brennstofftanks der Flugzeuge wurden entleert. Freitagfrüh wird dann unter Aufsicht von Vertretern des Sportausschusses jedem Teilnehmer eine bestimmte Menge Brennstoff zugeteilt, von dem nach der Rückkehr der Flugzeuge der Rest zurückgewogen und so der Verbrauch ermittelt wird.
Der Stand der deutschen Teilnehmer nach den bisherigen Wertungen ist folgender: Poß an 9. Stelle, Wirth an 11., Junck an 14., Cuno an 15., Morzik an 16., Pasewaldt an 17., Stein an 18.,
Lusser an 20., Seidemann an 22., v. Cramon an 23., Freiherr von Massenbach an 30., Papana-Ru- mänien, der unter deutscher Flagge fliegt, an 34., Marienfeld an 36., Raab an 41. Stelle, der letzten Stelle des Wettbewerbs.
Kurze Sportnotizen.
Australiens Tennisspieler waren eine Klasse besser als die Mannschaft des Berliner Tennis-Verbandes und schlugen die Reichs- Hauptstädter, ohne einen Punkt abzugeben, mit 7:0. Crawsord mußte etwas aus sich herausgehen, um Gustav Iaenecke mit 6:2, 4:6, 6:4 auszuschalten.
Primo Camera, der italienische Boxriese, muhte nach seiner Erfolgserie über mäßige Gegner
jetzt wieder eine Riederlage einstecken. In Rewark schlug der Amerikaner Stanley Poreda den über 60 Pfund schwereren Carnera glatt nach Punkten.
Deutsche Radsiege gab es wieder auf der Kopenhagener Ordrup-Bahn. Engel holte sich ein Ausscheidungsrennen gegen Richli und Ehmer siegte in einem Tandem-Rennen mit dem Dänen Knudsen als Partner über Falck-Hansen-Harder. Das Malfahren fiel wieder an den Belgier Scherens, der Falck-Hansen und Richli auf die Plätze verwies.
Rekordflieger Boardman, der im Juli 1931 von Long Island nach Stambul einen Weltrekord im Langstreckenflug aufstellte, ist in Springfield (Massachusetts) aus großer Höhe abgestürzt und schwer verletzt worden.
Wirtschaft.
Zinslast und Verschuldung.
Das Institut für Konjunkturforschung befaßt sich in seinem neusten Wochenbericht mit der Bedeutung der Zinsen für die Bilanzen der Schuldner. Danach läßt sich die Zinslast der deutschen öffentlichen und privaten Wirtschaft für die Gegenwart (Mitte 1932, aufs Jahr gerechnet) auf 6,2 Milliarden Mark schätzen. Mit diesem Betrag wird eine Verschuldung von etwas über 90 Milliarden Mark verzinst, die sich aus etwa 60 Milliarden Mk. Langkrediten und etwa 30 Milliarden Mk. Kurzkrediten zusammenseht. (Zur Gesamtverschuldung ist noch der Münzumlauf zu zählen, der einen zinslosen Kredit an das Reich darstellt.) Von der gesamten Zinslast entfallen rund 1,2 Milliarden Mr., also fast ein Fünftel, auf die Verzinsung von Auslandskrediten, und zwar ungefähr je zur Hälfte auf kurz- und auf langfristige Kredite. Die Zinslast ist gegenwärtig zwar geringer, als in den letzten Jahren, die Zinssenkung blieb aber weit hinter der Geschäftsschrumpfung zurück, so daß die Llmsaheinheit gegenwärtig mit mehr Zinsen belastet ist, als in den letzten Jahren.
Die Zinslast aus den Auslandsschulden ist im Gegensatz zu den Zinsen für inländische Langkredite nahezu unverändert, da sie von der Zwangskonversion grundsätzlich verschont blieb. Bei mehr als der Hülste der Ausländsanleihen liegen die Rominalzinsen über 6 Prozent, bei fast 30 v. H. sogar über 7 Prozent. Der durchschnittliche Cffektivzins der seit der Währungsstabilisierung aufgenommenen Ausländsanleihen beträgt für den Anleiheschuldner (d. h. unter Berücksichtigung des Auszahlungskurses) 7,05 Proz. Aehnlich dürften die Verhältnisse bei den ausländischen Kurzkrediten sein. Die Kurzkredite sind an der gesamten Kreditverschuldung mit rund 33 v. H., an der Zinslast dagegen mit fast 44 v. H. beteiligt.
Die Errechnung eines Durchschnittszinssahes für die einzelnen Wirtschaftszweige ergibt (Stand Mitte 1932) folgendes Bild: Landwirtschaft 7,2 Proz., Hausbesitz 5,4 Proz., Oeffentliche Gebietskörperschaften 5,9 Proz., Oeffentliche Unternehmungen 6,6 Proz., Handel, Verkehr, Handwerk, Industrie usw. 8,0 Proz. In der letzten Gruppe sind verhältnismäßig wenig Langkredite ausgenommen worden. Das schwierigste Problem der Zinsbelastung ist die mangelnde Anpassungsfähigkeit der Zinslast an die übriaen Wirtschaftsvorgänge. Die Zinslast ist gegenüber 1931 zwar um 1,4 Milliarden Mark (= runü 18 Proz.) gesunken, es ist aber fraglich, ob sich dadurch die Gesamtbelastung durch die Zinsen, gemessen am Volkseinkommen, ermäßigt hat. Denn die volkswirtschaftliche Produktionsleistung wird, soweit sich das jetzt schon übersehen läßt, wahrscheinlich etwa im gleichen Verhältnis zurückgegangen fein.
* Die steuerfreie Reichsbahnanleihe 19 31. Das Ergebnis für die am 15. August 1932 geschlossene Zeichnung auf die steuerfreie Reichsbahnanleihe 1931 beläuft sich auf über 260 Millionen Reichsmark.
frankfurter Abendbörse gebessert.
Frankfurt a. M., 18. Aug. Im Anschluß an den freundlichen Mittagsschluh setzten sich an der Abendbörse weitere leichte Kurserhöhungen durch. Bei sehr ruhigem Geschäft lagen IG.-Farben, Cement Heidelberg und Phönix bis zu 0 5 Prozent höher, während AEG. und Rord- deutscher Lloyd behauptet blieben und auch an den übrigen Marktgebieten die Berliner Schlußkurse meist unverändert waren. Im Verlaufe zeigte sich erhöht Interesse für Harpener, die bis zu 2,5 Prozent anzogen, dagegen kamen Salzdetfurth um 2,75 Prozent niedriger zur Rotiz. Im allgemeinen vermochte sich die freundlichere Tendenz zu erhalten.
Renten blieben vernachlässigt. Deutsche Anleihen blieben gehalten, dagegen neigten Reichsschuldbuchsorderungen weiter zur Schwäche. Altbesitz 48,50, Reubesih 5,45, Harpener 62 bis 62,60, Salzdetfurth 173, Phönix 18,75, Cement Heidelberg 46,50, IG.-Farben 91,25, AEG. 34,40 bis 34,50, Zellstoff Waldhof 34, Rorddeutscher Lloyd 16,25 bis 16,50.
Schweres Brandunglück beim Dreschen
-er. Homberg, 18. Aug. In dem benachbarten Erbenhausen brach gestern mittag beim Dreschen in der Hosreite des Landwirtes Friedrich ein Feuer.aus, das einen großen Umfang annahm. Als Ursache sieht man das Heiß laufen eines Maschinenteiles der Strohpresse an, da hier zuerst die Flammen aufzüngelten. Die aus den umliegenden Dörfern erschienenen Wehren waren dem Brand gegenüber machtlos, der Stallung und Scheuer, die mit Kornstroh und Weizen angefüllt war, erfaßt hatte, und alles wurde in Schutt und Asche gelegt. Presse und Dreschwagen verbrannten mit. Das Vieh konnte rechtzeitig geborgen werden bis auf ein Schwein, das in den Flammen um kam. Menschen sind glücklicherweise nicht verletzt worden. Der durch den Brand verursachte Schaden ist natürlich für den betroffenen Landwirt als auch für die Dreschgenos- senschaft Erbenhausen beträchtlich.
Die Lahnschiffahri im Juli.
WSN. Diez, 18. Aug. Nach einer Mitteilung des Wasserbauamts Diez hat die Verfrachtung auf der kanalisierten Lahn sich im Juli ciwas erhöht. Sie betrug in beiden Richtungen 9680 Tonnen. Insgesamt wurden damit in den ersten sieben Monaten des lausenden Jahres etwa rund 50 000 Tonnen verfrachtet. Das bedeutet gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres ein Rückgang um fast 5 0 o. H. — Einen außerordentlich starken Aufschwung hat demgegenüber das Wasserwandecn auf der Lahn genommen. Nach den Feststellungen des Wasserbauamts Diez wurden im Juli allein 1380 Sportfahrzeuge geschleust. Wenn man berücksichtigt, daß zahlreiche Wasserwanderer wegen der nicht unerheblichen Schleusengebühren auf das Schleusen verzichten und ihre Fahrzeuge über Land um die Schleuse befördern, wird dieser Aufschwung erst recht klar. Die starke Zunahme des Wasserwanderns, die in diesen Zahlen ihren Ausdruck findet, erhellt gleichzeitig die Umschichtung, die sich im Erholungsverkehr vollzogen hat. Das Hotel- und Gastwirtsgewerbe wird davon weniger erbaut sein, da die meisten Wasserwanderer — das ist allerorts so — sich selbst verpflegen und in ihren Zelten wohnen.
Spmale Kinderlähmung im Oillkre's.
D illenburg, 18. Aug. (WSR.) Wie der Kreisarzt des Dillkreises mitleilt, sind im Dillkreis drei Fälle von spinaler Kinderlähmung festgestellt worden. Die K nder fanden Au na^m^ im Krankenhaus Dillenburg. Ein 12 ä'rreS Mädchen aus Riederschell) bei Dillenburg ist nach kurzem Kranksein gestorben. De be - den anderen Kinder befinden sich außer Lebensgefahr. — Im Krei eDe eniopi sind zwei Fälle von spinaler Kinderlähmung br- kanntgeworden. Die K'nder be in'.en sich au" er Lebensgefahr. Die Kre sürzte beider Kr ise hab n alle Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um eine Weiterverbreitung der Krankheit zu verhindern.
£ tcn für ftreita , 19 Anvust.
14 v. Ehr.: der römische Kaiser Augustus in Nola gestorben; — 1662: der französische Philosoph Blaise Pascal in Paris gestorben; — 1780: der Dichter Jean Pierre de Böranger in Paris geboren; — 1819: James Wall, der Verbesserer der Dampfmaschine in Heathfield gestorben; — 1917: der Führer der Altkatholiken, Johann Friedrich, in München gestorben.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe Der zuletzt beschlossenen Dividende an — Retchsbankdiskom 5 o H. Lombardzinsfuß 6 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend- bclrf-
Schluß« lurs
Schlußk. Miiiag- börse
Datum
17.8.
18.8.
17.8.
18.8.
6% Dcimche i)lcid)sanicitie d. 19h.
61,5
60
59,75
59,25
ti% ehcm.7%Dt. ReichSanl.v.1929
68,75
69
68,75
68'5
5%% Boung-Anleihe von 1930
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mb
61,5
61,5
61,65
63
Ausloj.-Rechtcn......
48,75
48,5
48,9
48,75
Desgl. ohne Auslos.-Rechte . .
6% ehem 8%.t>efi- VolkSstaat 1929
5,4
5,45
5.4
5,5
(rü<l’,al)lb. 102%)......
Dbethcifen Provinz-Anlethe mli
53
53
—
53
Austos.-Rechten......
Deutiche Komm. Sammelabl.
47,5
47,5
—
—
Anleihe Serie 1......
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl
46,5
45,9
46,75
46,4
Golvvie. 15 unkündbar bL- 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl
69,25
69,25
—
—
Golovie 16 unkündbar bis 1936
68,75
69,25
—
—
6%% ehem. 4 y2% Franks.Hyp.- Banl L'lqu Psandbrlese . . .
5Vt% ehem. 4 N% Rheinische
78
77,5
-
—
Huv-Bank-Liau-Goldpse. .
6% ehem 8% Pr. Landespsand»
78,25
77,75
—
—
briesanstai Psandbrtese R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand-
briesanstaii Pfandbriefe R. io
67,5
67,5
67,5
—
68
68
—
—
4% Oesterretchische Goldrenie .
10,5
10,5
10,4
_
4,20% Oesterretchische Sllberrente
1,25
1,25
4% Ungarische Goldrente ....
6,05
6,05
6,15
6,15
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
6,4
6,25
6,3
6,4
4’/io„ desgl. von 1913 ....
5,4
5,4
5% abgest. Goldmexikaner von 99
6,5
6,75
6,5
7
4% Türkische Hollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihr
3,3
3,3
3,35
Serie 1..........
4% desgi. Serie II......
3,45
3,4
3,3
3,3
3,35
-
3,35 5,05 9.65
4,4
6% Numan, ver inh. Mente v. 1903
4s4?LNuman.vereinh.Rentev.lgls
9,35
_
9,25
4,4
17.4
4% Rumänische veretnh. Rente
2%% Anatolier
4,3
17.65
4,35
Frankiurt a.M.
«Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend« böri •
Schlußkurs
Schlußk. Mi iag» btfric
Datum
17.K.
17-ti.
18.8.
pomdurg-Ameru» Paw.
t
16,25
16,13
16,5
16
Hamburg-Südam. Dampsschts,
0
Hansa Dampsschisj . .
1
_
—
22
_
Norddeutscher Lloyd ....
I
16,5
16,5
16,9
16,4
A.G. für Verkehrswesen Akt.
0
41
39
40,5
39,5
Berliner Handclsgescllschast .
4
88
89
88
89
Commerz, und Privat-Vank . Darmstädter und Rationalbanl
0
16
53,5
53.5
0
_
18,5
Deutsche Bank und
DiSconw-GeseUschast.
0
75
75
75
75
Dresdner Bank......
Reichsbank ......
0
1
126,25
18,5
127
61,75
126,75
61,75
126,65
A.E.G..........
Bergmann........
. 0
34,4
34,5
34,65
34,4
. 0
—
—
-
Elekir. Lieferungsgesellschaft.
5
—
69
69,5
66,75
Licht und Kraft......
6
81
80
81
79,5
Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische
0
46
46
46,5
Unternehmungen ....
Rheinische Elektrizität . . .
4
66,4
66
66,65
66,13
618
74
74,13
Echuckerl S Co.......
C
71,5
71
71
71
Siemens L Halske.....
9
131
132,5
130,75
131,75
Lahmeyer & (So.......
10
96
95
96.5
95
Buderus.........
Deutsche Erdöl......
4
34,4
34
34,25
33,65
5
74,5
73,9
73,75
73,75
Gelsenkirchener......
8
35,5
36
35,75
35,5
Haruener.........
0
59
62,65
59
60,25
Hoejch Eisen........
6
30,25
30,25
Ilse Bergbau.......
Ilse Bergbau Genüsse . . .
10
_
-
—
—
94,75
95
iilüdiietiürrte.......
6
24,25
27
26,75
26,65
Mannesmann-Röhren . . .
6
41,75
44,25
43,9
43,5
ManSselder Bergbau ....
0
16
16,25
16,65
Obcrschlcs. Kokswerke . . .
8
_
35,25
35,75
Phönix Bergbau......
iy.
18,25
18,75
18,25
18,4
Rheinische Braunkohlen. . .
Rheinsiahl........
10 c
175
53,5
176
55
175,75
54,65
177,5
55
•Jrantiurt a. 211.
Lenin
Gchluß- kurs
Schlußk. Abend- böri-
Schluß- lurs
Schlußk. Miilag- börsc
Saturn
17.8.
18.8.
17.8.
18.8.
iHiebcd Montan......
7,.
—
—
—
—
Bereinigte Stahlwerke . . .
. C
14
14,75
14,5
14,65
Otavi Minen.......
c
14
14,5
14,5
14,13
Kaliwerke Aschersleben . . .
6
100,25
100,5
101
100.25
Kaliwerke Westeregeln . . .
6
104,75
106,5
106
106
Kaliwerke Salzdetfurth . .
9
173
173
172,25
175,75
3. G. Farben-Jnbustrie . . .
7
89,9
91,25
90
90,9
Scheideanstalr.......
10
139,5
138,25
—
—
Goldschmidt........
. O
23
24,13
22,75
23,5
RütgcrSwerke.......
. 0
37,5
37,5
37,5
37,4
Metallgesclllchaft......
. 0
32,5
32,9
32,5
32,75
Philipp Holz mann.....
. 0
48,5
47,5
49
47,25
äemenlwerk Heidelberg. . .
Ccmcntwerk Karlstadt. . . .
. 4
46,75
46,5
—
——
. 0
—
—
—
Wayß L Freytag .
. 0
4,5
5,5
—
—
Schultheis Patzenhoser . . .
0
—-
—
59,25
59
Aku (Allgemeine Kunstseide)
0
42,25
42,5
42,75
42,5
Bemberg........
0
40,5
40
39,5
39,75
Zellstoff Waldhos.....
0
35
34
35,5
35
Zellstoss Aschafsenburg . . .
0
21,5
22,25
21,5
22
Dessauer Gas.......
. 7
—
—
89
89,25
Daimler Motoren.....
. 0
15,5
17,4
16
16,75
Deutsche Linoleum ....
. 0
39,5
40,5
40,13
39,4
Orenstcin & Koppel .
. 0
—
—
30
29,75
Leonhard Lieg . .
. 6
40
44
44,5
44,75
Svenüka.....
0
—
—
—
—
Chade..........
12
172,5
173,75
172
174
Franksurker Maschinen . . .
Gritzner.....
. O
. 0
—
5
—
19
—
Mainkrastwerke Höchs, a. M .
. 4
53
-
Süddeutscher Zucker . .
8
108
109
108,25
108.25
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
17.August
18-August
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
isrlü
Lrie
Geld
I Brie-
Helsingsor» .
6,284
6,296
6,285
6,296
Wien. . . .
51.95
52,05
51,95
52,05
Prag . . .
12,465
12,485
12,465
12,485
Budapest. .
—
—
—
Sofia . . .
3,057
3,063
3,057
3.063
Holland . .
169,78
170,12
169,78
170,12
Oslo....
73,23
73,37
73,23
73,37
Kopenhagen.
78,02
78,18
77,87
78,03
Stockholm
75,07
75,23
75,07
75,23
London. . .
Buenos Aires
14.61
14.65
14,62
14,66
0,878
0,882
0,878
0,882
Reuyork . .
4,209
4,217
4.209
4,217
Brüssel. . .
58,39
58,51
58,39
58,51
Italien. . .
21,56
21,60
21,58
21,62
Paris . . .
16,49
16,53
16,495
16,535
Schweiz . .
81,98
82,14
82,00
82,16
Spanien . .
33,87
33,93
33,87
33,93
Danzig. . .
81,97
82,13
81,97
82,13
Japan . . .
1,019
1,021
1,019
1,021
Rio de Jan..
0,324
0,326
0,324
0,326
Jugoslawien.
Lissabon . .
6,693
13,34
6,707
13,36
6,693
13,34
6,707
13,36
Banknoten.
Berlin, 18. August
Geld
»riet
Aincrikantschc Noten . . .
4,20
4,22
Belgische Noten.........
58,23
58,47
Dänische Noten.........
77,69
78,01
Englische Noten.........
14,58
14,64
Französische Noten........
16,455
16,515
Holländische Noten........
169,41
170,09
Italienische 'Noten.......
21,54
21,62
Norwegische Noten........
73,05
73,35
Deutsch-L esterreich, ä 1OO Schilling
Rumänische Noten........
2,49
9 m
Schwedische Noten........
74,90
75.20
Schweizer Noten.........
81,82
R2 14
Spanische Noten.........
33,73
33 87
Ungarische Noten........
5flnn 9 «OieDDufti
^hnGL-BtW$prt W11. »nW
qjH! 4 Seilagen
jtonffti
Renjwiff«
fchen Hilfsmitteln ab werden kann.
jung der Wirtschaft Rohstoffmärltcn für stieg der KonfU entscheidend. Auf d wird diese CntWiL guten Avhftoffpreis Mrieerzeugiusse t' einem Absinken der der Rohstoffländer tcnd diese Formet < nicht das Wesen de krise, denn zu bei haben noch ander getragen, die in >hi Äohstoffpreise nicht Wirkung gelten la Irrtümer Bruni ouseinandersehte, i unbegrenzte Aufstit sie es fertig brächt gesunkenen Rohstos weiter gedacht, so h daß das Absinken der absinkenden Ao Umschwung eintrete: auf den Aohstofsmä
Die Preise für a Frühjahr 1930 noc Vergleich zu dem T 1932 erreichten. D nun allgemein sestzr klar zu ersehen ist, 6teigerungi)e: ist, oder auf die . der Union, die j Zweck besorgt wurd Austrieb zu geben. Steigerung der Aohs Nachfrage fein kann, Sn, M auch die Ur verbrauch wieder sie ^*9 der Wirts nebenbei Darenausl d>e TvrMze aus nicht zu meinen st M die 3ol[nu' veschränlungei ''ch bisher an keiner Seigt hat. Präside wenigen Tagen wi nung gerichtet, i bauen, aber die °ar nicht daran gehen. Daß die 'i jgragen haben, di Ef SU verschärfen, 8 es bte beiden ' l'cö Die Union un ,e grobten Goldvor Amalen Ablauf de, Achtungen der Läni
4t» ,in
Äh?*«, Nfenöe EjA. ccfCl Innern.
Oen über °>itsen?^ZolI S 't
Slanö j r ^ucht to -'h un
h Aarkt^"aivg Sm 12« teai -e'aye w ^ano


