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i Erziehungszieles haben -re Ausgaben. Der Mann besser, weil er erwerbend .z daher als Later zu, m
36107
394405
261168
Nachdruck verboten
Ohne Gewähr
17. August 1932
8. Ziehungstag
gezogen
173659
20 »«tolnnt jra 3000 TL 13744 168923 168181 232324 328010
380978
2872 38634 43185 45167
14168 17247 31470 49996 65521 67575 67601 69038
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67627 67695 68540 76218 79776 89640
6 »ttoinne »u 10000 TL 9817
13393 21416 32692 34909
ber
90609 91621 94945 97361 99522
(Beroinntabc verblieben:
je 500000, 100 Schlußprämien zu
2 erolnnt in 25000 TI. 252209
4 »ttrinnc >u 10000 TL 301928
129159 169084 185059 210554 249071 273218
294775 317979
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192827
259082
291701
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178 Tttoinn. ,u 500 TL 12278 19627 20598 33801 38618 38938 47135 47477 61403 52894 53100 56349 63707 73434 73325 74527 83015 84017 87169 90358
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161847
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394663
127243 167171
184309 196160 245912 260543 294636 315007
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173281
248120
286979
331192
353341
383324
119990 136913 160319 173065 186201
215173 225746 258318 284123 307617 348455 362816 394885
118309
148739
208356
270496
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129065 146449
161912 176448 204551
217718
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370830 399887
114490 139413 175222 169852 215090 254119 275366 307903 346295 378833 392282
172752
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389511
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111978
139309
199030
262984
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337947
365057
399763
40773
11944
216771
120782 141300 160685 175331
199136 216698 228126 259142
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349997 363975
398675
302489
86604
377371
151693
222381
261953
293271
336348
360429
12892
Sonntag: Noch Fort» Wetterlage.
heiß unb trocken.
Aussichten für bauer ber herrschenden
Dberbeffen.
Landkreis Gictzcn.
122978 146992
176150 193111
225865 258259
278917 311153
363435 383991
393732
Im
8 ®e»tnn« zu 5000 TL 387150
Gewinnauszug
5. Klasse 39. Preußisch-Süddeutsche (265. Prcuß.) Staats-Lotterie.
brochen seien unb im ganzen Lande Gewalt» toten verübten. Sie hätten verschiedene Geschäfts- leute durch Messerstiche verwundet und ent» führt. Außerdem hatten sie Einbruchbieb» st ä h l e in Privathäuser verübt, worauf sie mit gestohlenen Kraftwagen geflüchtet seien.
2 Prämien zu je 8000, 2 Ge
winne zu je 5 ) 000, 2 zu je 300000, 2 zu j^200000, 4 zu je 160000, 6 zu je 75000, 6 zu je 50030, 22 zu je 25000, 142 zu je 10000, 336 zu je 5000, 736 zu je 8000, 2124 zu je 2000, 4206 zu je 1000, 7058 zu je 500, 21082 zu je 400 M.
Sie 3rieWe als Werkzeug eines Erpressers.
Kompliziertes Trick eines Briestaubenzüchters. — Oie Kriminalpolizei Gießen entlarvt bett Täter.
8n der heutigen DormlNaaszlebung wurden Gewinne über 400 M.
12 <?etr ine »n 5000 TT. 209588 367178 385453
20 »etolnne tu 3000 TL 169873 178290 179328 397966
52 ®etolnnt in 2000 TT.
37360 64936 72940 89564 105186 111127 119854 123808 179027 188364 217857 224419 290415 291665 292335 296808 308472 312137 348114 357264 371320 399182
130 **et-lnne in 1000 TT. 1725 3324 18016 27472 28873 34095 40160 <10366 43469 44071 46009 55033 82407 83770 86606 87289 88617 92890 94290 98571
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
Briefkasten 0er Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Derbinblichkeit ber Schnftleitung)
Oftanlagc. Wenn Ihnen der Vermieter bas Gartenstück zur Benutzung überlassen hat, so steht Ihnen auch, nachdem der Vermieter ausgezogen ist, bas Recht zu, die Rartoffdn einzuheimsen. Die Frage, ob Ärem Vorgänger dem Vermieter gegenüber ein Anspruch auf Ersatz seiner Arbeitsleistung unb des Saatgutes zusteht, berührt Sie nicht weiter.
Wettervoraussage für Lamctag und Sonntag.
Der hohe Druck lagert unvermindert über dem Festlande und wird auch weiterhin die Vorherrschaft behalten. Somit dauert das vielfach heitere unb heiße Wetter noch fort.
Aussichten für Samstag: Meist heiter,
56 »ttoinn« |n 2000 TL --------- ----- -----
60449 66368 101039 127005 146223 150430 175413 181480 220268 267505 282965 304713 306853
306935 312736 343263 344803 349667 351376
378252 387427 387725 388135 397982
108 nu 1000 TL 4657 5340 10751 13681
210 ®eto;nne «u 500 TL 283 1912
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D Großen-Linden, 18. Aug. Auf ... Straße nach Hörnsheim, kurz hinter der Zigarrenfabrik von Rinn & Cloos, führt eine Brücke über den Kleebach, die aber leider nur so schmal ist, daß kaum ein Fußgänger einem beladenen Erntewagen begegnen kann. Daß sich zwei Fahrzeuge begegnen oder eins das andere überholen kann, ist gänzlich unmöglich, da nämlich die ganze Breite der Straße nur 5 Meter, an ihrer engsten Ste'ie gar nur 4,50 Meter, beträgt. Wer aber gerade um die Mittagszeit dem großen Postauto- Omnibus auf ber Brücke begegnet, ber muß sich rm Laufschritt in Sicherheit bringen, wenn er nicht Schaden leiden will. Die Prvoinzialstraßenverwal- tung könnte sich ein Verdienst erwerben, wenn sie dem Uebelftanb abhelfen würbe.
# Aus der nördlichen Wetterau. 18. Aug. Der Schnitt des Getreides i
das Originalsäckchen mit dem Brief zurück, um ein Beweismittel zu haben, er schrieb selbst einen Brief mit dem Versprechen, daß daS Geld an einer bestimmten Stelle unter einem Daum zu finden fei, da eS im Augenblick nicht zur Der- fügung stehe.
Man wartete bis zum Abend. Die Taube sollte aufgelassen werden. Sie bekam nichts zu fressen, damit sie in geradem Kurs in den heimischen Schlag fliegen sollte. Auf erhöhten Punkten wurden Beobachter ausgestellt, so daß die Taube auf ihrem Fluge soweit wie möglich beobachtet werden konnte. Das Tier war sehr matt, es flog aber doch sichtlich nach Hain-Gründau zu. Man machte sich nun auf den Weg. Der Beobachter in Hain-Gründau konnte aber nicht genau sehen, in welchen Schlag das Tier flog.
Der Gießener Beamte begab sich in ein haus dicht an der hessischen Grenze, an dem er einen Taubenschlag bemerkt hatte. Er flieg unter den heißen Dachboden und fand zur allgemeinen Ueberraschung die gesuchte Taube.
(Das Tier war übrigens durch den Beamten an versteckter Stelle des Gefieders durch ein Zeichen kenntlich gemacht, damit eine Verwechselung nicht vorkommen konnte!) Die Beweiskette begann sich zu schließen. Die Hausbewohner wurden nun einem Verhör unterzogen. „Die Tauben gehören", so sagten die überraschten alten Leute (die einen guten Eindruck machten) „bem Sohne? Jener kam unmittelbar darauf oon seiner Arbeitsstätte, dem geyenüberliegenden Hofgut Hühnerhof. Der junge 27jährige Mann leugnete, daß die Taube ihm gehöre. Der Brief wurde ihm gezeigt, ebenso das Säckchen (die Mutter mußte es für ihn nähen, da er angeblich eine schlimme Zehe habe), das Stoff- material des Säckchens wurde mit einem zurückgebliebenen Rest verglichen, das Taschentuch, in bem bie Taube untergebracht war, wurde erkannt und so mußte sich ber junge Mann zu einem ©eftänbnis bequemen.
Unter dem Druck des Berodsmaterials gab er den Erpressungsversuch ju.
Interessant war es, zu erfahren, baß ber junge Mann überhaupt nicht verheiratet war, vielmehr bei den Eltern wohnte, daß er gut verdiente und ein durchaus befriedigendes Auskommen hatte. Von Not gar nicht zu reden! Als man ihn fragte, wie er auf den Gedanken gekommen fei, erzählte er, er habe in illustrierten Zeitungen Bilder gesehen, auf denen Brieftauben ber Reichswehr mit Photoapparaten ausgerüstet waren. Diesen Gedanken habe er sich zu Nutze gemacht.
Dem Erpresjungsversuch war die Aufklärung dem Fuß gefolgt. Das Rätsel, vor dem mm anfänglich stand, wurde durch die Arbeit oes Gießener Kriminalbeamten überraschend schnell gelöst. Hm 20 Uhr war der Täter bereits überführt. Es handelte sich um den unverheirateten, bisher noch nicht bestraften Meller Richard Bad- st ü b n e r von Hain-Gründau, der bisher, da Fluchtverdacht nicht besteht, auf freiem Fuß belassen wurde.
nun beendet Wegen der anhaftenden Trockenheit und der schnellreifenden Frucht war es wäh- rend der Erntezeit nicht möglich, die Stoppeln zu stürzen. Der Ertrag der Ernte ist im allgemeinen gut zu nennen. Die Frühkartosfe ernte ist jetzt im Gange. Mit dem Ertrag ist man zufrieden. Aus gut bewirtschafteten Aeckern werden je Rormalmorgen bis zu 83 Zentner geerntet. Bezahlt werden je Zentner Frühkartoffeln gegenwärtig 2 Mark. Die Preise sind rückgängig. 3n den Gärten macht sich die anhaltende Trockenheit unangenehm bemerkbar. Da, wo täglich gegossen wird, zeigen Dohnen und Gurken einen guten Stand. Schlecht entwickeln sich sämtliche Kohl- arten, was in der Hauptsache auf die berüchtigte Kohlhernie und den Kohlgallenrüßler zurückzuführen ist. Gut entwickelt haben sich erfreulicherweise die Rebspaliere an den Häusern. Infolge der trockenen, heißen Witterung sind die Gescheine bereits voll ausgebildet und beginnen, sich jetzt zu färben.
Mrcie Friedberg.
pb. Butzbach. 18. Aug. Der heutige Schweinemarkt war mit 293 Ferkeln befahren. Es wurden gezahlt für Ferkel bis zu sechs Wochen 9 bis 12 Mark, oon sechs bis acht Wochen 12 bis 14 Mark, von acht bis dreizehn Wochen 14 bis 17 Mark. Der Handel war gut, jedoch blieb ein kleiner UeberftanO
Kreis Alsfeld.
•er. Homberg, 18. Aug. Der Auftrieb zum gestrigen Schweinemarkt betrug 410 Stück Ferkel, jür sechs bis acht Wochen alte Ferkel wurden 10 bis 20 Mark, für acht bis dreizehn Wochen alte 15 bis 25 Mark bezahlt. Der Gefchäftgang war schleppend: es verblieb Ueberftanö.
II. Merlau, 18. Aug. Die hauptsächlichsten Erdbewegungsarbeiten bei der hiesigen Feldbereinigung waren in diesem Jahr in drei Arb e i t sproj e k t e eingeteilt und wurden im Wege der Selbsthilfe von den Landwirten ausgeführt. Die zwei ersten dieser Projekte gehen ihrer Vollendung entgegen. Es wurde beschlossen, daß das letzte Projekt als Rot- standsarbeit durch den freiwilligen Arbeitsdienst fertiggestellt werden soll. Die erste Gruppe des freiwilligen Arbeitsdienstes hat
Aus aller Welt.
Zahlungseinstellung dnes Konsumvereins.
Der Konsum- und Sparverein „Vorwärts" für Breslau und Umgegend e. G. m. b. H. teilt mit, daß er genötigt sei, seine Zahlungen e i n 3 u ft e 11 e n. Die Verwaltung erklärt dazu, durch die immer mehr sich verschlechternden wirtschaftlichen Verhältnisse seien drei Viertel der mehr als 15 000 Mitglieder der Genossenschaft — zum Teil schon seit Jahren — arbeitslos und deshalb gezwungen gewesen, ihre beim „Vorwärts" angelegten Ersparnisse abzuheben.
Russische Bandenführer zum Tode verurteilt.
In Tscheljabinsk wurden nach einer Meldung aus Moskau die Führer einer Bande, die im Lause des Jahres zwei bewaffnete Raub übersät le auf Güterzüge und acht Diebstähle in Zügen unternommen hatte, zum Tode verurteilt.
Geroaltlalen entsprungener Verbrecher in Oklahoma.
Aus Granite (Oklahoma) wird gemeldet, daß 23 Verbrecher aus dem dortigen Gefängnis au s g e•
morgens 18,8 Grad. Maximum 31 Grad, Minimum 14,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. August: abends 28,4 Grad: am 19. August, morgens 22,4 Grad Celsius. — Sonnenfdjeinbauer 11X Stunden.
Verantwortlich für Politik: I. D.: Ernst Blumschein.
" Fahrt zum Edersee. Der Omnibus- betrieb C. H o o s veranstaltet am kommenden Sonntag wieder eine Fahrt an den Edersee. Die Reise, die schon am vergangenen Sonntag den Teilnehmern einige sehr unterhaltsame Stunden verschaffte, wird sicherlich auch diesmal wieder viele Interessenten finden. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
'tAornotifrcn.
— Tageskalender für Freitag. Licht spielhaus, Bahnhofstraße: „Quo vadis“.
— „Quo Vadis?" Im Lichtspielhaus Bahn- Hofstraße gelangt am heutigen Freitag, am Samstag und am Sonntag der Film „Quo Dadis?" zur Aufführung, in dem Emil Icmnings als Nero die Hauptrolle trägt. Der Film führt in die Zeit der Christenverfolgungen zurück, führt nach Rom, an den Hof des grausamen Kaisers Nero, in die Katakomben der ersten Christen, die um ihren Glauben kämpfen und leiden mußten. Ein Stück Weltgeschichte ersteht vor dem geistigen Auge in diesem Film, der sicherlich vielen zu einem großen Erlebnis werden dürfte. Wir verweisen auf die heutige Anzeige.
die Umlegung W oberen Mühlgrabens bereits bewerkstelligt. Es wurde damit erreicht, daß die 'völlige Erschließung des Dteinbruches an der Beune vor sich gehen kann. Die nächste Aufgabe der Gruppe besteht darin, auS den gebrochenen Steinen einen Weg nach dem Schmidt- gründ zu bauen. — Die Hessische Landeskirche veranstaltet demnächst in unserem Dorfe einen Fugendsonntag. Als Festtag soll ein Sonntag zu Anfang September sestgelegt werden. 3m Gottesdienst werden außer den Schulkindern noch die evangelischen Fugendbünde Merlau-Flensungen und Rieder-Ohmen mitwirken.
Preuben.
Kreis Wetzlar.
)( Hörnsheim, 19. Aug. Am morgigen Samstag feiert OrtSgerichtsvorsteher ‘Bord, Kriegsteilnehmer von 1866 und 1870/71, seinen 8 5. Geburtstag in geistiger und körperlicher Frische.
Zwischen den Orden Gettenau und Hain- Gründau im Kreis« Büdingen, nahe der hes- sisch-preust.schen Grenze, liegt einsam das „Haus B a l l e r st « d t". Den Bewohnern dieses Hauses, Herrn Schwab und Frau Pfister, di« dort ein« Verlagsbuchhandlung betreiben, wurde am gestrigen Donnerstagmorgen eine merkwürdige Lleberraschung zuteil. Eine Angestellte, di« am frühen Morgen zur Arbeit kam, fand am Garten- zaun vor dem Haus« «in aus rotem Tuch, anscheinend einem Taschentuch, gefertigtes Säckchen, in dem sich eine Brieftaube befand. Diese» Säckchen hing an der Fnnenseit« des ZauneS, nach außen aber hing ein Zettel, der di« Worte trug:
„Achtung, Brieftaube!
Erst lesen, dann Taub« fliegen lassen!"
Der Hausbesitzer nahm sich der Sache an. Die Taube trug, sinnreich am Leibe mit Gummibändern befestigt, ein leinenes Täschchen, in dem, peinlich zusammengefaltet, ein Stück Papier untergebracht war. Ein Brief! Mit ständig wachsendem Erstaunen las man die mit kleiner Schrift, aber sehr sorgfältig geschriebenen Zeilen.
Da stand ungefähr zu lesen, daß der Absender des Tieres und des Brieses in gr oster Rot fei, daß Frau und Kinder hungern mühten, wenn chm nich' Hilfe zuteil würde, daß er in den Tod gehen müßte mit Frau und Kind, wenn er nicht Ge.d bekomme. Der Empfänger des Briefes hätte doch ein Auto. Wo ein Auto fei, da sei auch Geld. Da könne es auf eine kleine Summe nicht ankommen. Kurzum, er brauche 50 Mark! Das Geld solle in den kleinen Deutel getan werden und dann solle man die Taube fliegen lassen.
wenn bas Gelb nicht geschickt werbe, bann gehe ber Empfänger bieses Briefes mit in bas
Unglück!
Ein Drohbrief «.so, der Brief eines Erpressers, der hoffte, auf diese Weise zu Geld zu kommen, ohne erkannt zu werden. Vielleicht der Brief eines Mannes, der wirklich in Rot war. Man wußte noch nichts, man kannte den Absender nicht, konnte keinen Verdacht äu- stern. Man stand vor einem Rätsel ...
Di« Bewohner deS Hauses Ballerstedt taten das einzig Richtige. Sie wandten sich an die zuständige Gendarmerie und an bie Kriminalpolizei In Gießen. Am Abend des Mittwochs, ungefähr gegen 23 Uhr, hatte der Absender das Tuch mit der Taub« und dem Brief an den Dartenzaun des einsamen Hauses gehängt, am anderen Morgen fand man den Deutel, um 11 Uhr wurde die Kriminalpolizei Gießen benach- richtigt und gegen Mittag machte sich ein Krimi- na.bcamter von hier mit dem Kraftwagen auf den Weg nach Haus Ballerstedt.
Die Ermittelungen zur Aufklärung des gerissenen Tricks waren schwierig. Wer war der Besitzer der Brieftaube? Wer schrieb den Bries?
Der Kriminalbeamte ließ ein gleiches Säckchen anfertigen, wie es die Brieftaube trug, behielt
Lufttemperaturen am 18. August: mittags 30,5 Grad Celsius, abends 21,6 Grab, am 19. August:
die äußeren, besonders In die beruflichen Verhältnisse einzuführen, der Jugend Ziele zu weisen, sie dafür zu begeistern, tapfer kämpfen zu lehren. Die Mutter ist mehr Hüterin des Ältlichen und der guten Sitte An tausend Einzelheiten, an täglichen Beisvielen kann sie den Kindern Vorleben, wie man sich selber besiegen muß, was es heißt, pflichtgetreu zu handeln, In den kleinen Dingen des Lebens das Rechte zu tun.
Gerade ber Mutter Einfluß reicht daher weit über die Iugendjahre hinaus. Zwischen ihr und den Kindern spinnen sich goldene Fäden unzerreißbar fest. Starker Muttersinn wirkt noch in den großen Söhnen nach. In Stielers reizvollem „Winteridyll"' singt der Dichter von seiner Mutter:
Wie lebte sich dein Sinn, der reine, schöne, hinein ins Tun und Denken deiner Söhne. Wir haben alles mit dir durchgesprochen, die frohen Feste und die sauren Wochen, unb jedes Wort warb ein lebenb’ger Keim.
Aber leider sehlt manchen Eltern bie Verantwortung ihres „königlichen Amtes". Für die geistige und körperliche Entwicklung, des Kindes wird zwar eifrig gesorgt, aber bie Charakterbildung, überhaupt die Pflege des inneren Menschen ist oft tief im Kurse gesunken. Teils Gedankenlosigkeit, teils Bequemlichkeit führen in der Erziehung zu dem beliebten Äichgehenlassen, es fehlt nicht feiten bie Wahrheit, daß ber äußere Mensch allein das Leben nicht meistert. Auch der heutigen Erziehungslehre ist in diesem Zusammenhänge zu gedenken. Eine Richtung in ihr will dem Kinde jeden Zwang ersparen: sie will alles vom Kinde aus, von selbst wachsen lassen: das führt nicht selten zur Verweich- lich'ing, zur Ueberheblichkeit. Es geht eben in der Erziehung ebenso wie beim Gärtner nicht ohne ein festes Leiten, oyne Beschneiden, ohne Zucht. Daher wieder mehr Festigkeit, mehr gute Führung in die Erziehung hinein!
Auch der wirtschasUiche Wandel spricht ein Wort mit. Der Vater arbeitet in ber Regel außer bem Hause. Damit geht der erziehliche Einfluß seines Wirkens schon verloren. Ich habe Schulkinder tennengelernt, die nicht mal wußten, welche Arbeit ihr Vater vollbrachte. Aber selbst die Mutter hat oft keine Gelegenheit zum Erziehen: auch sie wirkt außer dem Hause, unb bas Kind ist sich selber ober dem Einfluß der Gasse überlassen. Wie manche spätere Entgleisung reicht in ihren Wurzeln auf solche unbewachte Kindertage zurück. Daher gehört die Mutter unbedingt ins Haus. Unb die Mutter hat heute eine vermehrte Pflicht. Weil Vaters Einfluß fehlt erzieht sie oft allein und läßt nicht selten die Zügel am Boden schleifen: daher bie Verweichlichung in der Erziehung. Wenn auch der Mutter Wesen zur Weichheit neigt, kann sie doch darum verständig unb fest erziehen, wie es der Vater sonst täte. Dazu gehört allerdings genaue Ueberlegung und viel Selbstzucht. Es ist ja auch nicht der geringste Segen des Familienlebens, daß Eltern um ihrer Kinder willen gezwungen sind, sich selber in ernste Zucht zu nehmen.
Eltern haben den begreiflichen und natürlichen Wunsch, ihre Kinder gut zu versorgen, ihre Zukunft zu sichern. Darum arbeiten, sparen und entbehren sie Auch das ist zu verstehen (Es joll aber nicht übersehen werden, daß Erfolg und Glück der Kinder mal in hohem Grade von ihrer gefamten Lebenstüchtigkeit abhängt. Diese jedoch beruht zum großen Teile in einem zuverlässigen, gediegenen Charakter: zu ihm hin muß erzogen werden, und am meisten ist die Familie dazu berufen. Hier gilt des Dichters Wort.
Der Tugend beste Pflanzstatt ist das Haus!,
Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer In den beiden Abteilungen I und II


