Nr. 245 Zweites Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen)
Dienstag, (8. Oktober (Y32 .
M
’M
HM
■ " 1
4
EM
s h e 1 M R o S 5 E
Aus der Provinzialhauptstadt
Giehen, den 18. Oktober 1932.
„Dernier cri“ — Torheiten!
Die Tatsache, dah d e u t s ch e S t of s e in ihrer Qualität den ausländischen Fabrikaten nicht nur ebenbürtig, sondern oft sogar überlegen sind, hat sich in den letzten Jahren immer mehr durch- geseht. Wenn die Nachfrage nach deutschen Erzeugnissen auch noch nicht spürbar gesteigert wurde, so ist doch eine gewisse Erkenntnis vor allem bei den Käuferschichten eingetreten, die früher glaubten, nicht ohne englische Tuche, oder französische Seide auszukommen. Außerdem sind in letzter Zeit durch den Rückgang der Kaufkraft naturgemäß die billigen und ganz billigen Textilien in den Vordergrund des Kaufinteresses gerückt.
Die anspruchslosen Stapelartikel aus Kunstseide und Baumwolle werden zu ausgesprochenen Modestoffen, allerdings nicht ohne den äl m to e g über Paris. Denn noch immer wird ohne den Pariser Glorienschein kaum ein Stofs wirklich „Mode", trotzdem erst kürzlich die Pariser Haute Couture für ihre „creations“ mit Vorliebe Wolle und sogar Kunstseide aus Sachsen und Schlesien verwandte. Bei uns dagegen ist Paris noch immer das Zauberwort im Munde des Verkäufers, im Ohr der gedankenlosen Käuferin. „Echt Paris" gilt als Garantie für erlesenen Geschmack. Das Zutrauen zur deutschen Leistung auf modischem Gebiet ist oft beschämend gering. Aus Fachkreisen, die es eigentlich wissen mühten, hört man in diesem Zusammenhang oft: wir haben keine modeschöpferischen Kräfte, wie die romanische Rasse, die Schmucktrieb, Phantasie und leichte Hand so glücklich verbindet. Warum hat es dann aber das viel stärker ausgeprägte Rationalgefühl der angelsächsischen Rasse verstanden, sich dem Pariser Modediktat nicht unterzuordnen wie wir, sondern die völkische Eigenart zu pflegen und auszubauen, so dah sie in ihrer sportlichen Rote für die Tageskleidung allgemein vorbildlich wurde? Rur zu leicht wurden bisher bei uns vom Ausland Modeströmungen übernommen, die in keiner Form der Eigenart der deutschen Frau entsprachen, oft sogar nur einer zufälligen Laune entsprangen und drüben gar nicht ernst genommen wurden. Torheiten, aber als „Dernier cri“ gepriesen! Eine zielbewuhte Erziehungsarbeit muh hier einsetzen, muh der deutschen Frau zeigen, wie viel mehr die deutschen Erzeugnisse sich ihrer Eigen- art anpassen können, wie viel harmonischer sich ihre ganze Erscheinung dadurch gestaltet.
Der Anfang zu dieser Erziehungsarbeit ist bereits gemacht. 3n Berlin ist eine Arbeitsgemeinschaft, „Das Maria-May-Studio", aus Textilkünstlern, Textilindustrie, Textilhandel und Derbraucherschaft gegründet worden, dessen Ziel die organische Verbindung künstlerischer Entwurfsarbeit und industrieller Erzeugung im Sinne einer geschmacklichen Durchdringung der deutschen Textilwirtschaft ist. So ist z. D. schon ein ^deutscher Cretonne" entstanden, der durch seinen Preis, seine geschmackliche Eigenart und vielseitigen Verwendbarkeit ein D o l k s st o f f zu werden verspricht.
Wenn erst die deutsche Frau deutschen Stofs verlangt, wird auch der, Verkäufer bald einsehen, welche Richtung er einzuschlagen hat. Zudem wird er den fremden Einflüssen kritischer gegenübertreten. Vorurteilslose Prüfung bei zweckmähiger Anterrichtung durch die Modeblätter über die Güte der Stoffe, Muster, Farben und Farbenzusammenstellungen wird dazu führen, dah deutsche Stoffe, deutsche Musterung und Mode die Geltung erlangen, die sie ihrer Leistung nach auf dem Weltmarkt beanspruchen können!
V. A.
provinzialausschuh-Sihung.
Am Samstag fand im Sihungssaale des Re- gierungsgebäukws zu Giehen eine öffentliche Provinzialausschuhsitzung statt. Verhandelt wurden folgende Gegenstände:
1. Beschwerde der Johanna Preih in Gießen gegen den Bescheid der Bürgermeisterei Giehen vom 11. Mai 1932 wegen Versagung der Erlaubnis zum Betriebe eines Unternehmens zum Verkauf von Milch. Da die Deschwerdesührertn den Rachweis führte, dah sie 200 Liter Milch täglich bezieht und an Kunden abseht, erklärte der Vertreter der Bürgermeisterei Giehen, dah keine Bedenken mehr bestünden, der Beschwerdeführerin die nachgesuchte Erlaubnis für ihr Verkaufslokal Kaiserallee 7 zu erteilen. Der Vorsitzende des Gerichts vertagte hiernach die Sache.
2. Klage des Bezirksfürforgeverbandes Hamburg-Stadt gegen den Bezirkssürsorgeverband des Kreises Friedberg auf Erstattung von Kranken- hauspslegekosten für Richard Ott aus Güstrow. Der Kläger hatte von dem Bezirksfursorgever- band Friedberg Ersatz von 3184,20 Mark Derpfle- gungskosten begehrt. Die Klage wurde als unbegründet kostenpflichtig abgewiesen.
3. Klage des Bezirksfürsorgeverbandes der Stadt Frankfurt a. M. gegen den Bezirksfursorge- verband des Kreises Friedberg auf Erstattung von Krankenhauspflegekosten für Maria Grein aus Vilbel. Der Klage wurde stattgegeben und der Bezirkssürsorgeverband des Kreises Friedberg
verurteilt, dem Kläger 720,50 Mark Krankenhaus- Pflegekosten nebst 4 Prozent Zinsen vom 11. Mai 1932 an zu bezahlen. Die Kosten des Verfahrens wurden dem Beklagten zur Last gelegt.
4. Klage des Bezirksfürforgeverbandes Wetzlar gegen den Bezirksfürsorgeverband der Stadt Giehen au* Erstattung von Fürsorgekosten für Johann Vasen aus Köln.
Wetzlar hatte von Giehen die Erstattung von 905,40 Mark Krankenhauspflegekosten für einen armen Wanderer begehrt. Die Klage wurde als unbegründet zurückgewiesen und der Kläger mit den Kosten des Verfahrens belastet.
5. Klage des Dezirksfürsorgeyerbandes des Kreises Erbach i. O. gegen den Dezirksfürsorge- verband der Stadt Giehen wegen Erstattung von Verpflegungskosten für Hans Müller aus Diedorf.
Der Kläger hatte Antrag auf Ersatz von 2495,90 Marl Derpflegungskosten des Müller in der Ernst-Ludwig-Heilstätte zu Sandbach gestellt. Die Klage wurde als unbegründet zurückgewiesen und der Kläger zur Tragung der Kosten des Verfahrens verurteilt.
6. Klage des Bezirksfürforgeverbandes des Obertaunuskreises in Bad-Homburg gegen den Landessürsorgeverbond Hessen, vertreten durch den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Friedberg, auf Erstattung von Krankenhauspflegekosten für Johann Hähnlein aus Anter-Oerrthal.
Der Kläger hatte den Ersatz von 120 Mark Krankenhauspflegekosten von dem Beklagten verlangt. Die Klage wurde als unbegründet zurückgewiesen, die Kosten des Verfahrens dem Kläger zur Last gelegt.
Festabend im Lichtspielhaus.
Am morgigen Mittwoch, 20.30 Uhr, wird im Lichtspielhaus, Bahnhof st raße, als Auftakt zu der aus Anlaß des 20jährigen Bestehens veranstalteten Jubiläums-Fe st woche ein Fe st abend stattfinden, für den die neueste Tonfilmoperette „Ich will nicht wissen, wer du bist" als Hauptpunkt des Programms vorgesehen ist. Auf der Bühne werden ferner interessante Darbietungen den Besuchern noch Freude bereiten. Das verstärkte Kurorchester Bad Salzhausen unter Leitung von Musikmeister a. D. Topp wird den musikalischen Teil des Abends bestreiten. Der Festabend, wie die Vorstellung in der Festwoche überhaupt werden als besonders bemerkenswerte Ereignisse im Lichtspielhaus zu betrachten sein, die der erhöhten Beachtung des Publikums wert sein werden. Man beachte die heutige Anzeige.
Spieler und Gewinner.
Bei uns in Deutschland wird gern und viel Statistik getrieben, manchmal sogar ein bißchen zuviel. Wenn der Laie lieft, daß auch die Preußisch-Süddeutsche Klassenlotterie Erhebungen darüber angestellt hat, auf welche Bevölkerungsschichten sich die Loskäufer verteilen und wer eigentlich am meisten von Fortuna begünstigt wird, könnte er leicht in die Versuchung kommen, verwundert den Kops zu schütteln. Schließlich sollte es' doch der Lotteriedirektion ziemlich gleichgültig sein, wer bei ihr sein Geld wagt. Hauptsache, daß die Lose verkauft werden. Aber ganz so einfach liegen die Dinge nun doch nicht. Diese statistische Feststellung gestattet es nicht nur dem Volkswirtschaftler, in die sozialen und ökonomischen Zusammenhänge einen Blick zu werfest, sie bildet auch die Grundlage für die propagandistischen und organisatorischen Maßnahmen der Lotterieleitung.
Amtlich ist die Statistik allerdings Nicht. Aber die einzelnen Lotterieeinnehmer haben doch einen ziemlich genauen Einblick, welchen gesellschaftlichen Schichten ihre Kunden angehören. Und auf ihren Angaben bauen sich die Schätzungen auf, die wir hier veröffentlichen. Danach bildet die größte Schicht der Lotteriespieler die werktätige Bevölkerung: 40 o. H. aller Lose gehören Arbeitern oder Arbeiterinnen. 20 v. H. der Kundschaft der Klassenlotterie stellen die Handwerker und kleinen Kaufleute, weitere 20 v. H. die Angestellten und Beamtenschaft, während nur 15 v H von wohlhabenden Leuten gekauft werden.
Auf den ersten Blick erscheint es merkwürdig, daß gerade die Leute, die sich die 5 Mark für ein Achtellos zweifellos nur mit Mühe zusammensparen können, am ehesten geneigt sind, ihr Geld aufs Spiel zu setzen. Aber psychologisch ist diese Tatsache doch nicht allzu schwer zu erklären. Derjenige, der an sich schon wenig Geld hat, wagt diese paar Mark tatsächlich nur dann, wenn ihm dafür große Gewinnchancen und klar auf der Hand liegende Vorteile geboten werden, wie es bei der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie der Fall ist. Für den Reichen ist das Spiel mehr eine Angelegenheit der Sensation, des Nervenkitzels, und den findet er eher beim Roulette, in den Spielklubs oder am Totalisator der Rennbahn, wo er Gewinn oder Verlust unmittelbar nach dem Einsatz selbst miterlebt
Noch etwas anderes ist nicht uninteressant: daß nämlich der größte Teil der Spieler ständiger Kunde der Lotterie ist. Gerade die Leute, die Monat für Monat ihre 5 Mark zum Kollekteur tragen, glauben zu wissen, daß Beharrlichkeit am ehesten zum Ziele führt.
Das beweisen auch die Erhebungen, die man über die Gewinner angestellt hat. Am häufigsten ist das
Die Zubilaumslagung der Deutschen Kolonialgesellschaft.
Die feierliche Kranzniederlegung am Ehrenmal Unter den Linden. In der Mitte hinten: Dr. Schnee, der ehemalige Gouverneur von Deutsch-Ostafrika; neben ihm links: General von Epp.
Glück der Hauptschicht der Spieler, also den minderbemittelten Dauerkunden, hold. Der „Laufkunde", der sich gelegentlich einmal ein Los mitnimmt, hat logischerweise eine erheblich geringere Chance.
Schließlich hat sich die ßotteriebirettion auch noch dafür interessiert, was nun eigentlich mit den großen Gewinnen geschieht. Und es hat sich dabei herausgestellt, was ja bei der sozialen Schichtung von vornherein anzunehmen war, daß in den weitaus meisten Fällen das Geld sehr sorgfältig und nutzbringend angelegt wird. Nur ganz selten einmal kommt es vor, daß jemand einen Hauptgewinn in kurzer Zeit „durchdringt". F. W
Gietzene. asjuji’iimarttjncih
• Gießen. 18. Oft. Es kosteten auf dem heutigen Wocheninarlt: Süßrahmbutter 130 Pf., Landbutter 120, Kochbutter von 90 Pfennig an, Matte 25 bis 30, Spinat 15, Römischkohl 8, Wirsing 6 bis 8 (pro Zentner 4 bis 4.50 Mk.), Weißkraut 4 bis 6 (pro Zentner 2,50 bis 3 Mk.), Rotkraut 7 bis 8 (pro Zentner 4.50 bis 5 Mk.), gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 7 bis 8. Anterkohlrabi 5 bis 6, Rosenkohl 20 bis 25, Tomaten 15 bis 20, Meerrettich 30 bis 70, Zwiebeln 8 bis 10, Schwarzwurzeln 30 bis 35, Kürbis 5 bis 6, Pfirsiche 30 bis 35, Rüsse 35, Kartoffeln 3 (pro Zentner 2,50 bis 2,80 Mk.). Aepfel 15 bis 30 (pro Zentner 12 bis 25 Mk.), Birnen 10 bis 20, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 45, junge Hähne 70 bis 80, Suppenhühner 60 bis 80. Gänse 70 bis 80 Pfennig pro Pfd.; Eier (ausl.) 10 bis 11. (inl.) 12. Tauben 50 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 8 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Käse 5 bis 10 Pf. pro Stück: Radieschen 10 Pf. pro Bund
•■Bor notigen.
Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 bis 22 Ahr „Der 18. Okrober". — Edeka-Derband, 20 Ahr, Cafe Leib, Hausfrauen-Abend. — DHV., 20.15 Ahr, Lonystr. 18, Vortrag von Gauvorsteher Auerbach über „Weltwirtschaft und nationaler Wirtscha lsraum". — Jungdeutsche Bewegung, 20 Ahr, Hotel Hindenburg, Staatsbürger-Abend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ..Ein bißchen Liebe für dich".
•* S t erbefälle in Giehen. In der Zeit vom 1. bis 15. Oktober verstürben in unserer Stadt: 3.: Berta Pfeifer geb. Weitzel, 73 I., Liebig- straße 71; 5.: Elise Pitz geb. Hartmann, 55 I., Kaiserallee 109; 7.: Karoline Schmidt geb. Ley, Witwe, 69 I., Ebelst^ahe 34, Johannes Weitzel, Eisenbahn-Stellwerksmeister, 57 I., Asterweg 68; 8.: Margareta Oehler geb. Wißner, 74 2., Äeu- stadt 8.; 10.: Heinrich Decker, Arbeiter, 66 I., Bahnhofstraße 24; 11.: Konrad Schwab, Schuhmachermeister, 63 I., Marburger Straße 25, Franz Günther, Zugführer i. R., 67 I., Roonstraße 36, Johannes Rickel, ohne Beruf, 85 I., Großer Steinweg 11, Alfred Georg, Fuhrmann, 38 I., Schott- strahe 35; 13.: Adam Heppert, Lokomotivheizer i. R., 78 I., Frankfurter Straße 66; 14.: Wilhelm Röderer, Buchdrucker, 73 I., Zu den Mühlen 14.
** Eine auffallende Planeten st el- lung. Der Sternfreund darf in den nächsten Wochen nicht versäumen, einige Male Frühaufsteher zu fein. Am Mocgenhimmel bieten die beiden Planeten Venus und Jupiter eine selten schöne Deobach tungsmöglichkeit. Beide stehey im Sternbild des Löwen. Venus nähert sich Jupiter
und zieht am 20. Oktober in auffallend kleinem Abstande am Jupiter vorüber. Der Abstand beträgt nur etwa 1/10 Grad. Die beiden Hellen Sterne werden für das bloße Auge also nur noch wie ein sehr Heller Doppelstern erscheinen und einen prächtigen Anblick bieten. Der Aus- gang der beiden Planeten erfolgt etwa 1.23 Ahr morgens. Dis zum 20. Oktober geht Venus noch etwas vor Jupiter auf.
** Beschwerden nicht an d i e Oberp oft« bireftion! Zahlreiche Benutzer der Deutschen Reichspost glauben, auf Beschwerden, Anfragen und sonstige Zuschriften, die den laufenden Post-, Telegraphen- und Fernsprechdienst sowie den Telegraphenbaudienst betreffen, schneller Antwort zu erhalten, wenn sie sich unmittelbar an die Oberpostdirektion wenden. Sie erreichen damit jedoch das Gegenteil von dem, was sie wollen, die Erledigung der Angelegenheit wird verzögert. Denn die Oberpostdirektion ist für die Entscheidung solcher Einzelfälle des Betriebes nicht zuständig und muß eine unrichtigerweise ihr übersandte Zuschrift an dasjenige Verkehrsamt abgeben, das örtlich und sachlich zuständig ist. Erst wenn der Antragsteller mit dem ihm vom Verkehrsamt gewordenen Bescheide nicht zufrieden ist, kommt für ihn die Dberpoftbirettion als Berufungsinstanz in Frage. Man gehe also auch im Post-, Telegraphen- und Fernsprechverkehr stets vor die rechte Schmiede, wenn man etwaige Mängel recht schnell beseitigt haben will ober über bie Auslegung ber Bestimmungen, über Gebührensätze und sonstige Fragen unterrichtet werben möchte. Oft erreicht man bas übrigens am schnellsten und einfachsten, wenn man bie Feber erst gar nicht ansetzt, sonbern sich münblich (auch burch Fernfprecher) an bas zustänbige Verkehrsamt wenbet.
„ Wissen Sie schon das Neueste?
Meine Grete wird nicht operiert.“ —
„Aber, wie ist das nur möglich? Ich denke, sie leidet so entsetzlich an Hämorrhoiden?“
„Ja, aber unser Arzt sagt, es sei ihm ein neues Mittel bekanntgeworden, das wollte er doch noch versuchen, um, wenn möglich, dem Mädel die unangenehme und schmerzhafte Operation zu ersparen Nun gebraucht Grete jeden Morgen und Abend Posterisan, Salbe und Zäpfchen, und glauben Sie mir, es wirkt Wunder. Die Blutungen haben aufgehört, die unerträglichen Schmerzen und der Juckreiz sind geschwunden. Der Arzt sagt, nach einer mehrwöchigen Kur mit Posterisan würde Grete wohl vollständig geheilt werden " —
„So so! — Ist Posterisan teuer?“ —
„Keine Spur “
In allen Apotheken: Posterisan-Salbe für RM. 1,59, Posterisan-Zäpfchen für RM. 2,37.
rAASST'AB
'' ' gehr Viel R<2um*„
könnt gütet


