Ausgabe 
18.6.1932 Frühausgabe
 
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32,26.

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Stof

Der Hess' la.Dlooemb trug nicht Stirn. Die Umsturzes Koalition > Opposition keine Mehr dnmals sche Partei angi hörige Dpp> gierung ZU damaligen t bürgerlichen den frühere! gegen die $ rung, die |u stützte, kann gelang, ei und Wat Versuch 6a; haben proc die zwar nii zeugten, at» bei 'ernstem gen und fchli Dabei spielt Rolle, die einzigen po sollten nach der ihrigen neutrale un| Aber in bei kommen doc beiden Pari tionalsozialis tabinett in für Hessens? Jnftruktion, bedingten l corgegangei Koalitionsn

So blieb Rechten trol damit ganz Msmilfons fangel/alten Volk. Denn Ähr dauern! den Kabinett! lchen Leben- halben Mahr Rückwirkung moral in alle aeiigewählte läge für pofn Regierung ur Plattform geben. Man schmetternden dem Zentrum e- im Sinne diese verhäng gen seiner Ei »m eine Ben arbeit im Stc 'sich damals sc Zelnen ßänbei gesammelt ho «keine Rück 'M nicht me gung zeigt, s mzialismus «ayern und Wenigstens ki °enn zuftand uas Zentrum den und kon l'smus den 1 r oerantw, Jj}f e,ner ! ?a,9 überno k'egsjahren

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Zrankfurter Abendbörse sehr still.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. TU.

Berlin

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Wayß & Freytag

Banknoten.

Berlin, 17. Juni

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frag? und etwa 0.5 Pi war daS Geschäft wie-

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15,9

formationen! So wandert man lieber hinauf in die Stadt, zum Marktplatz an der Universität, mit seinem bunten'Treiben, und mit feinen langen Düchertischen an einer Seite. Da graben die Pro­fessoren und die Studenten gemeinsam nach bil­ligen Schätzen, man stellt sich daneben und taxiert, was dem Nachbarn wohl gefallen mag. Natür­lich, die Studentin nebenan greift nachStriane"! Das ist zu einfach, zu selbstverständlich, das ist lächerlich, so primitiv und übersehbar sollte das Seelenleben dieser jungen Dame nicht sein. Ich schlendere weiter, gehe über mächtige Drücken, die über tiefer gelegene Stadtteile führen, und trete in die strenge Kathedrale, in der vor 403 Jahren Calvin für die Reformation sprach, durchdrun­gen von seiner 3dce, kampfbereit und siegessicher. Wer unter den Staatsmännern in Ouchy hielte den Vergleich aus? Wer ist ein Reformator?

werten Aku auf festere Amsterdamer Kurse ge­fragt und 1,5 Prozent höher, 3G.-Farben gingen : dagegen später wieder um 0,5 Prozent zurück.

' -,21 yi Rentenmarkt lagen deutsche Anleihen

Speerwerfen.

B-Klasse: 100 Meter, Weitsprung, Kugel« stoßen, 4 mal 100 Meterstaffel.

T-Klasse: 100 Meter, Weitsprung, Schlag-

konnte sich nicht einigen. Aber man mutzte sich einigen! Am 23. April setzten sich die Staatsmän­ner wieder um den Verhandlungstisch im Speisesaal, sie zogen sich zu vertraulichen De- 'vrcchungen in die Erkerzimmer zurück, und jetzt liest man auf einer Gedenktafel in der Hotel­halle:Die Konferenz von Lausanne für den Frieden im Olafen Orient tagte hier vom 15. November 1922 bis zum 28. Juli 1923. Die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich, Griechenland, Italien, Japan, Rumänien, die Türkei, Jugoslawien, Vulgarien und Rußland haben daran teilgenommen und den Vertrag un­terzeichnet."

Warum gerade im Schloßhotel? Es gibt doch prunkvollere Gebäude, prächtigere Luxushotels in Ouchy und in Lausanne. Doch wie man behauptet, daß der Verbrecher von einem eigentümlichen Zwang getrieben wird, immer wieder an Stätten des Verbrechens zurückzukehren, so haben die Staatsmänner offenbar die Neigung, immer dort zu verhandeln, wo s ch o n f r ü h e r e i n m a l Gschichte gemacht wurde. Das Schloßhotel wurde an der Stelle gebaut, wo einst das alte Dischofsschloß gestanden hat. 3m 3ahre 1170 wurde der Bischofssitz errichtet ,und bald darauf wurde er von Thomas von Savoyen niederge­brannt. 3ni 13. Jahrhundert schufen sich die Bi­schöfe dort einen neuen Palast, von dem jetzt nur noch ein Turm steht, ilnö vor 60 Jahren wurde um diesen alten Turm das Hotel gebaut, in jenem gotischen Stil, den die Architekten in der zwei­ten Hälfte des vorigen Jahrhunderts liebten, mit Türmen und Erkern, winklig und unübersichtlich. Schön oder nicht; der Platz ist historisch und daher geeignet für neue historische Versuche.

Die Konferenz ist die große Hoffnung der Hotel­besitzer. Die Frühjahrssaison war so schlecht wie nie. Das größte Hotel von Ouchy, Beau R i - vage-Palaee, mußte sich mit ein paar vor- nehmen indischen Gästen und ähnlichen Außen­seitern begnügen, da die Deutschen und die Eng­länder. wie auch sonst in der Schweiz, diesmal fortgeblieben sind, was die Schweizer persönlich Übelnehmen. 3etzt wird Beau Rivage seinen Fest­saal für ein paar große Sitzungen der Konferenz öffnen, an denen auch die Presse teilnimmt, die im Schlohhotel keinen Platz findet.

Die englische Delegation wohnt im mondänen Beau Rivage, dicyt am See, von dem der Hotel-Palast nur durch einen herrlichen gro­ßen Park getrennt ist. Sie hat sich den schönsten Standort ausge.ucht. Inoffizielle Beobachter ha­ben Zimmer im Hotel D' Angleterre bestellt, dicht neben dem Chateau. Auch dies ist ein historischer Platz, hier hat Lord Byron im Jahre 1816 ge­wohnt als Ouchy noch ein bescheidener Flecken war, und dementsprechend hieß das Haus damals nur Gasthof zum Anker. Byron schrieb dort sein Gedicht:Der Gefangene von Chillon".

Die P r e s s e hat ein anderes Standquartier er­halten. Eine Drahtseilbahn führt hinauf nach Lausanne, man kann auch mit der Straßen­bahn hinaufsahren, zum Palaee-Hotel, das abseits vom größten Trubel der Altstadt, nahe dem Iustizpalast, liegt. Dort hat man einen herr­lichen Blick über den Genfer See, es gibt wunder­schöne Terrassen, und dort residieren die Journa­listen. So bequem wie in Gens haben sie es nicht. 3m Völkerbund gibt es elektrische Lichtsignale von den verschiedenen Konferenzräumen zum Presse­zimmer: rate Lampen flammen auf, wenn ein De­legierter spricht, grüne, wenn der Lieber scher das Wort hat. Aber auch in Lausanne kann sich die Presse nicht beklagen, es wurde so gut wie mög­lich für sie gesorgt. Dort oben wohnen auch die Italiener und die Franzosen, während Verhandlungen, an denen jeder Bürger teilnehmen zwischen Ouchy und Lausanne, untergebracht ist.

So wird die ganze Stadt zum Schauplatz der die deutsche Delegation auf halber Höhe, möchte.Wenn ich zu sagen hätte... !" erklärt mir der Besitzer des kleinen Reiseburcaus neben dem Beau Rivage, und der Blumenhändler stellt sich dazu, und dann wird der französische Standpunkt entwickelt, konsequenter als in Paris, unnachgiebig, unbarmherzig. 3n Lausanne ist man französischer a l s in Frankreich. Das war auch früher so, am Ende des Krieges, als man sich in der Schweiz das Witzwort er­zählte:Paris würde ganz gern Frieden schlie­ßen, aber Lausanne erlaubt es nicht". Die Lausanner Kleinbürger sprudeln offen hervor, was man aus dem zurückhaltenden Franzosen, der nicht verletzen will, erst herausfragen muß: daß die Deutschen an Rußland Maschinen verkaufen, daß sie heimlich mit der Sowjetunion verbündet sind, daß sie zahlen könnten, wenn sie besser wirt­schaften würden, und daß Frankreich den Grund­satz der eigenen Sicherheit niemals aufgeben kann. Oder glauben Sie etwa an die Narren in Genf? An die Abrüstungskonferenz?"

Da ist nichts zu machen, die Lausanner Klein­bürger kennen sich aus in der Politik, sie lassen sich nicht überzeugen, sie haben ihre eigenen In-

Umsatz beschränkte sich nur auf einige Spezial­werte und war selbst in diesen Werten ohne

53 59,5 56,65

37,5

3,3

«-ch'- AbÄ' *6'

9 1,15 5,2 5,9 4,95

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2,65 2,35 4,05

7,3 3,4 16,13

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67,5

I. G. Farben-Industric. . .

Berel», diem. Industrie Frank­furt a. M.........

Sckeideanstalt

Goldschmidt

Rütgerswerke

Melallgefellfckaft

6% Seim die »leicksameihe v.192, 7% Deutsche Reichsanleihe v. 1029 5y2% Doung-Anlcihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mll

Auslos.-Rechten ...

Sesfll- ohne Auslos^Rechte .

8% Hell. Bolksslaai von 1929

(ruckzahlb. 102%)

Cterheilen Provinz-Anleihe mil AuSlos.-Rechten

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1 ....

8% Franks. Hhv.-Bank Goldpse 15 unkündbar bis 1935

7% Frankl. Hyp.-Bonk Goldpse unkündbar vis 1936 Serie 16

4Yz% Franks. Hhp.-Bank 8lqu.- Pfandbriefe. . -

4'/.% Rheinische Hhp.«Bank-Ligu.

Goldpie.

8% Pr. LandeSpsandbriesanstolt, Pfandbriefe R. 19

7% Pr. Landespsandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 10

Aus öer Pryvmrmlduuptstodr

Gießen, den 18. Juni 1932.

Oie Blumenuhr in der Natur.

Der große Naturforscher Linnö, dem wir ein interessantes Pflanzensystem zur Namenbcstimmung der Kinder der Ceres verdanken, ordnete die blühen­den Gewächse nicht nur in Klassen ein, sondern machte sich diese auch praktisch nutzbar. So beob-

6

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Philipp Holzmann 81

Zementwerk Heidelberg. . . 7

Cementwerk Karlstadt. .... 7

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4,22

58,57

83,97

15,365

16,55

170,54

21,66

74,90

2,JI

78,71

82,11

34,67

15,9

10,75

82

91 I

148 I

9,25

1,1

4,95

5,9

Amerikanische Noten......

Belgische Noten.........

Dänische Noten Englische Noten ....

Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deichch'Oesterreich, 1 1OO Schilling Rumänische Noten........

Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Ungarische Noten........

53

59 |

56

37,7

3,35

46,5

36,5

34.5

66

Schultheis Payenhofer . . . Mu (Allgemeine Kunstseide) Bemberg. . . ....

Zellstoff Waldhof Zellstoff Asciiassenburg . . . Dessauer Gas.......

Daimler Motoren.....

Deutsche Linoleum . . . . Lrenstein & Koppel . . . . Leonhard Tietz Svenöka Chadc

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 5 o.H, Lombardzinsfuß 6 v.H.

4% Oesterreich»che Goldrente .

4,20% Oesterreichische Eiiberrente

4% Ungarische Goldrente

4% Ungarische Staaksrente v. 1910 4'/,% desgl. von 1913 ...

6% abnett Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlcihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie I

4% desgl. Serie II.......

5% Runiän. oereinh. Rente v. 1903

4^r°/oRumün.vereinh.Reniev.l913 4% Rumänische verelnh. Rente . >y4% i- Dlnatolict......

achtete und verzeichnete er die Zeiten des Er­wachens und des Schlafengehens verschiedener Blu men. Die Verläßlichsten pflanze er in der Reihen­folge ihres Aufstehens nebeneinander und übertraf somit an Alter und an Vielgestaltigkeit die Sonnen- und Monduhren. .

Der Frühaufsteher unserer Flora ist der zur Zeit blühende Wiesenbocksbart, welcher seine gelben Köpf­chen gegen 3.30 Uhr entfaltet, sie aber auch schon gegen 10 Uhr wieder schließt. Ihm folgt um 4 Uhr der gelbe Löwenzahn, der das allmähliche Er­wachen seiner Geschwister anzeigt. Um 4.30 Uhr run­den die wilden Rosen ihre duftigen Schalen. Um 6 Uhr wirft die himmelblaue Zichorie oder Weg­warte ihre himmelblauen Räder. Fetzt öffnet sich die duftige rosarote Zaunwinde und die Salatstaude. Gegen 7 Uhr prangen die Kartoffelblüten in der Morgensonne. Ihr schließen sich an die Storchschnä­bel, Gänsedisteln und die ganze Familie der Winden. Vom längst schon munteren Wasserhuhn geweckt, tauchen See- und Teichrose aus der schiwmmenden tiefgrünen Wasserfläche auf. Um 9.15 Uhr erst füllen Ehrenpreis und Gentian den Blumenflor unserer Wiesen. Zu den Spätaufstehern gehören Sckaf- garbe und Tausendgüldenkraut, das erst um 11 Uhr seine rosenroten Kronen ausbreitet und im August Wiesen- und Waldblößen füllt. Um 12 Uhr erst stehen Fingerkraut, Ackerdänsedistel und die Mit­tagsblume auf. Sie alle konkurrieren mit der ur­alten Sonnenuhr im Anzeigen der Gezeiten des Sonnentages.

Die Mittagsstunden werden markiert durch die Frühschläfer im Pflanzenreich, die bereits nach zwölf Uhr mit ihrem Mittagsschlummer beginnen. Zwischen 13 und 14 Uhr schließen das Habichtskraut und die Gänsedistel ihre Köpfchen. Um 15 Uhr folgen die Wegwarte und die Kartoffelblüte. Eine halbe Stunde später träumt schon der Sommerklee, dem gegen 17 Uhr einige Ehrenpreisarten, Gentianen und Kro­kus folgen. Zwischen 18 und 19 Uhr geht das Leber­blümchen schlafen, und eine halbe Stunde später ist die Pracht der weißen See- und Teichrosen ver­schwunden.

Außer den tagblühenden Blumen gibt es auch Nachblüter. Zwischen 18 und 19 Uhr öffnen sich die

Essen als Chefarzt des dortigen Elisabeth-Kranken­hauses angenommen. Die von Pros. Dr. Düttmann an der Chirurgischen Klinik bekleidete Oberarztstelle wurde von Dr. Dieterich übernommen.

** Unerschrockene T a t eines Ober­primaners der Oberrealschule. In der Woche vor Pfingsten hat der Oberprimaner der Obcrrealschule Wilhelm Wolf, Sohn des hie­sigen Straßenbahnführers Hermann Wolf, durch fein unerschrockenes und mutiges Eingreifen ein großes Unglück verhindert. Auf seinem Wege von dem Oberrealschulgebäude nach dem Turnplatz des Männer-Turnvereins begegnete ihm in der Dis- marckstraße an der Universitätsbibliothek ein her­renloser, mit zwei Pferden bespannter Wagen, der in rasendem Tempo dahergerannt kam und die Sicherheit auf der Straße gefährdete. Dem Wagen entgegen fuhr ein Personenauto, mit dem zweifel­los das Pferdegespann in gefährliche Kollision geraten wäre, wenn nicht Wolf, die große Ge­fahr erkennend, dem führerlosen Wagen uner­schrocken entgegengesprungen wäre. Es gelang ihm unter Einsetzung seines ganzen Mutes und mit großer Gewandtheit, den Wagen zu erklettern und sich der Zügel zu bemächtigen. Als das Auto vorbeifuhr, hatte er bereits die Pferde in feiner Gewalt, so daß ein Zusammenstoß verhütet wurde, und am Hof des Real-Gymnasiums brachte er sie zum Stillestehen. Der ganze Vorgang spielte sich im Laufe von wenigen Sekunden ab. Der Herr Kultusminister hat nunmehr in einem Schreiben an die Direktion der Oberrealschule Wolf die wärmste Anerkennung für feine edle Handlungs­weise ausgesprochen.

Reichsschuldbuchforderungen unverändert. Von .Holdpfandbriefen waren Frankfurter Hyp.- Dpnik nach der Steigerung im Mittagsverkehr an» ^tM Mnö 0,5 Prozent niedriger, ebenso gaben 5,ÄpirC'V . Frankfurter Hyp.-Liquid. 0,5 Prozent ^übrenb die übrigen Werte eher.gesucht

Jußbalikampf 1900-20.

Das ist g^htfe das reizvolle an diesem bevorstehen­den Lokalderby, daß es mit dem besten Willen nicht vorauszusehen ist, wer den Sieger stellen wird. Ge­winnen wird diese Marrpschaft, die die besseren Ner­ven beweist, den größeren Kampfgeist zeigt, geschick­ter, besser spielt und die bessere.Tagesform" (wie man seit Nürnberg sagt) und außerdem etwas mehr Glück als der Gegner aufzuwetsenhat. All das zeigt sich erst während des Spieles und Wetten im voraus abzuschließen, wäre in jedem Falle gewagt.

Man verliert außerdem nahezu jede Orientierung, wenn man die beiden Mannschaftsaufstellungen sieht, die bestimmt noch nicht das Beste darstellen, was die beiden Vereine in das Feld stellen könn­ten. Vielleicht tritt auch kurz vor dem Spiel noch diese ober jene Veränderung in der Aufstellung ein, die jede innere Disposition des Zuschauers (und wer sinnierte nicht vorher über die Chancen der ihm sympathischen Mannschaften?) über den Hausen wirft und ihn damit vor eine völlig veränderte Situation stellt.

Sicherlich wird es auf der einen Seite bedauert werden, daß H e i l m a n n , der sonst das Rückgrat seiner Mannschaft ist, nicht mit dabei ist, weil er (der einige Pechvogel!) schon wieder an einer Verletzung laboriert. Die Chancen der Mannschaft'werden da­durch naturgemäß etwas beeinträchligt. Außerdem fehlt Goebel, der im Sturm immer sehr aktiv war und gute Erfolge erzielte. Gar noch ist Lip­pert nicht aufgestellt, der doch eigentlich mit der Mannschaft viel enger verbunden ist, als es Lüft ober Christ je sein können. (Christ spielt erst das zweitemal in der Liga der Blauweißen.)

Sowie bei 1900 das Fehlen Heilmanns, so ist bei VfB. der voraussichtliche'Ausfall Seipels be­dauerlich. Vielleicht tritt er doch noch mit an. Der Mannschaft würde es nur zum Vorteil gereichen. Haupt als Sturmführer ist bestimmt nicht schlecht, er ist seit Jahren ein brillanter Techniker, aber es zeigte sich immer wieder, daß er eben nicht hart I genug ist. Der stärkste Mannschaftsteil ist die Ver­teidigung mit Singel und Leutheuser, während bet 1900 sicherlich die Läuferreihe der hervorragendste Mannschaftsteil sein dürfte. Obwohl sich K n a u s in der letzten Zeit ausgezeichnet entwickelt hat, und auch Feuster sehr flink und geschickt zu maniy^ lieren weiß, sind die VfBer in der Läuferreihe doch nicht so routiniert wie der Gegner. Die Stürme bei­der Mannschaften sind bei solchen Lokaltreffen im­mer wieder unbeschriebene Blätter und man wird sich auf eine erkleckliche Anzahl verpaßter Gelegen- heiten, sowie auf Pfosten undAusschüsse verlassen können.

Mag dem nun sein, wie es will: das Gießener Fußballpublikum wird es sich nicht nehmen lassen, dem Kampf den geeigneten Rahmen zu verschaffen. Von den Spielern aber erwartet man eo ipso, daß sie ihr ganzes Können einsetzen, nicht nur, um der Ehre des Vereins willen, sondern auch, um dem Publikum zu zeigen, was ein Fußballspiel ist. Eine Enttäuschung darf das Spiel nicht bringen.

Leichtathletik der Sp.-Bg. 1900.

Nachdem die Aktiven bereits einen Klubkampf hinter sich haben, treten nun auch die Jugendlichen am Svnntagnachmittag auf den Plan. Der Nach­wuchs der Spielvereinigung hat die in Frankfurt mit als die leistungsfähigste geltende leichtathletische Jugend von Frankfurt 1880 auf eigenem Platze zu Gast. Die Einheimischen werden sich in diesem Wett­bewerb von der besten Seite her zeigen müssen, wenn sie ehrenvoll bestehen wollen. Der Klubkainps wird in drei Klassen (A-Jahrgang 14-15, B-Jahr­gang 16-17, C-Jahrgang 18 und jünger) ausgdra« gen. Zu den einzelnen Disziplinen stellt jede» «er« I ein zwei Teilnehmer bzw. je eine Staffel. 'Jas Programm sieht folgende Wettkämpfe vor:

A - K l a s s e: 100, 400, 1500 Meter, 4 mal 100 Meter, Hochsprung, Diskuswerfen, ÄugelftPBen,

17.6

51,5

58

57,13

37,25

3,4

. 0 . 5 j

Schlupf. Mittaw börfc'

17.6

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16 6

Oer neue Hektor der Landesuniversität

Von der Pressestelle der Universität Gießqn wird mitgeteilt: Zum Rektor der Universität Gie­ßen für die Zeit vom 1. September 1932 bis 31. August 1933 wurde der ordentliche Professor für Augenheilkunde Dr. Adolf Lfeß gewählt.

"* Ernennung an der helsjs ch. e riÄM - desuniversität. Bon M Pi:eMtelle der Universität Gießen, wird mitgeteilt: Privat-

Lozsnt Dr. t ti chrr: ist auf den von ihm seit längerer Zeit ßertretenen Lehrstuhl für Bür­gerliches, Zivilpro^''ünd Arbeitsrecht an der Landesuniversität Gießen berufen und mit Wir­kung vom 1. April d. I. zum etatsmäßigen außer­ordentlichen Professor ernannt worden.

** Klinik-Personalie. Der Oberarzt der Chirurgischen Klinik an unserer Landesuniversität, Prof. Dr. Düttmann, hat eine Berufung nach

Frankfurter Maschinen . .

Aritzner . . .

Mainkraslmerke Hochs! a. Mi

Süddeutscher Zucker . .

Geld

4,20

58,33

83,63

15,305

16,49

169,86

21,58

74^60

2,49

78,39

81,79

34,53

börs-

17 6

51 32,25

31,5 26,4

17,25

78,65 11,5

30,5 21,75

54,5 6.5 180,5

Kelche der Nachtkerze. Mit den Sternen steht die violette Nachtviole auf. Im Mondschein «rblühen in den Gewächshäusern und Blumentöpfen die Fackeldisteln, die Königinnen unserer Nacht, die den verschwiegenen Lichtern des Mondes ihre lebhaft1 Bedeutung. Im Verlaufe waren von Kunstseide^ roten Bluten zukehren. tnorfon Dlhi mif festere Amsterdamer Kurse oe.

So zeigt die Natur in sinniger Weise der Sqmief und des Mondes Stunden an, in vielgestaltigem iyu>. beachtlichem Weben in Feld, Wald, Flur und Garten.-

Oalum

. . 7^

. ... 4

. . 16'/.

. . . 10

. . . 10

Frankfurt a.M.. 17. Juni. An der Abend- börfe beurteilte man die Lausanner Konferenz auch für den weiteren Verlauf etwas opti- m i st i s ch e r. Diese Auffassung kam denn auch in verschiedenen Kurserholungen zum Ausdruck. So Aoaen IG.-Farben gegen den Berliner Schluß , ~ ----- , - - - - -- . .-

etwa 1 Prozent und Rhein. Braunkohlen 1.25 ballroeitmurf, 4 mal 100 Meter. - AAemcin wird Prozent an. Auch Mannesmann waren etwas ge- l eine 10 mal eine halbe Rundenstaffel gelaufen.

vranT-ur a. .0,

Berlin

Schluß« fürs

Schluvi. Abend» börl

Schluß« »kure

Schluss. Dlilag« bör!e

Dalum

16 6

17.6

16.6

17 G

Hamburg-Amenla Pale.

t

11

11,25

11

11,65

Hamburg-Sübam. Dampfschisi

0

11,5

40

Hansa Dampsschifs

0

19,25

Norddeutscher Lloyd ....

6

12

12,13

12

12,75

A.G. sür Verkehrswesen Ml.

26

>7.13

26

Berliner HandelSgescllschasl .

8

86,5

86,5

87

86,5

Commerz, und Privat-Bank .

7

16

16

16

16

Darmslädler und Nallonalbank

8

18,5

18,5

18,5

18,5

Deutsche Bank und

30

TiSconlo-Gesellschast. . .

6

dO

30

30

Dresdner Bonk......

6

18,5

18,5

18,5

18.5

ReichSbank........

12

124,25

124

124

123,75

A.E.G...........

. 7

20

20

19,9

20,13

Bergmann........

. 9

18,4

18 »75

Elektr. Lleserungsgesellschast.

10

-

62.75

60,5

Lickt und Krasl . .

10

67,5

68,25

67

68

Fellen & Guilleaume....

6'/r

36

36,5

36

37,13

Gcsellsckasl für ILIcklrische

52,25

Unternehmungen ....

9

2,5

52,25

52

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

65

65

64,5

64,25

Schucken & (So.......

11

>7,5

57

55,4

56,5

Siemens & Halske.....

14

116

117

116,25

116,75

Lahmeyer & Eo.......

12

77,5

77

77

77

Buderus.........

. 4

25,75

25,75

Deutsche Erdöl......

. 6

63,75

63,75

Gelsenkirchener......

. 8

43

42.75

42,75

Haryener . ......

. 0

45,75

45,65

Voesch Eilen........

6

27,5

27

Ilse Bergbau.......

Klöcknerwerke.......

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124

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24

23,13

23,65

Köln-Neuessen.......

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Manneüniann-Röhren ...

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40,25

40,25

39,5

39,5

Mansselder Bergbau ....

. 0

14

13,75

14

Lberschiel. Nokvwerke . . .

. 8

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33

Phönix Bergbau ....

«y.

17,75

17,5

18

17,4

Rheinische Braunkohlen. . .

10

159,75

161,5

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Rhetnstahl........

.

42

41,25

42,25

16. Juni

17 Juni

Amllickc Nolicruna

Amllicke Nolieruno

Geld

Srie

Geld

Srir

Helsingfor- .

Wien. . .

7.143

51.95

7,153

52,05

7,123

51,95

7,137

52.05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest . .

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

170,43

170,77

170,23

170,57

Oslo . . . .

75,52

75,68

74,78

74,92

Kopenhagen.

84,17

84,33

83,82

83,98

Stockholm

78,87

79,03

78.57

78,73

London. . .

15,415

15,455

15,345

15,385

Buenos Aires

9,948

0,952

0.948

0,952

Neunork . .

4.209

4,217

4,209

4,217

Brüssel. . .

58,59

58,71

58,49

58.61

Italien. . .

21,53

21,57

21,50

21,54

Paris . . .

16,55

16,59

16,53

16,57

Sckwctz . .

82,07

82,23

81.97

82,13

Spanien . .

34,67

34,73

34.67

34,73

Danzig. . .

82,37

82,53

82,22

82,38

Japan . . .

1.309

1,311

1,299

1,301

Rio de Ian..

0,325

0,327

0,325

0,327

Jugoslawien.

6,393

7,007

6.993

7,007

Lissabon .

14,05

14,07

14.01

14,03