Ausgabe 
17.10.1932 Frühausgabe
 
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S.Jl.-'Sport

Oie Koblenzer Schwimmer mit 12:2 Punffcn geschlagen.

Der Gießener Schwimmverein empfing gestern die Mannschaften des Koblenzer Schwimmvereins Poseidon" au einem Klubwettkampf, der die Gießener überlegen siegreich sah. Sämtliche Schwimmwettbewerbe konnten die Gießener ge­winnen. Lediglich das Wasserballspiel konnten die Gäste mit 11:2 Toren für sich entscheiden. Wir berichten noch über die Veranstaltung.

Oie Punktekämpfe am Main.

VfB. Friedberg Eintracht 1:1 (!).

Dieser Sonntag brachte bei den Meisterschafts- kämpfen der Gruppe Main wieder eine Bomben­überraschung. Eintracht Frankfurt konnte bei dem Neuling VfB. Friedberg nur ein l:l-Unentschieden herausholen. Dadurch hat der Fußballsportverein, der Union Niederrad deutlich mit 4:0 hinter sich ließ, nunmehr einen Vorsprung von zwei Punkten, den aufzuholen der Eintracht sehr schwer fallen dürfte. Einen hohen Sieg feierten die Offenbacher Kickers gegen die Sportfreunde Frankfurt. Mit 6:0 wurde der Neuling auf eigenem Platze geschlagen. Hanau 93 hat sich durch seine 2.4-Heimniederlage gegen Neu-Isenburg in eine sehr böse Lage gebracht. Der Abstieg der Hanauer ist kaum mehr abzu- wcnden. In Bieber gab es einen 2:1-Sieg der Ger­manen über Rotweiß Frankfurt.

Fußball in Hessen Hannover.

Die Spiele des Sonntags litten sehr unter dem regnerischen Wetter. Der Tabellenführer, Borussia Fulda, fertigte auf eigenem Platze Iura Kassel sicher mit 5:0 ab. SC. 03 Kassel schlug Hermannia knapp mit 5:4 Toren, Spieloerein Kassel bezwang die Mar­burger Germanen mit 2 Elfmeterbällen 2:0, wäh­rend Kurhesjen Marburg und Hessen Hersfeld sich unentschieden 2:2 trennten. Die Tabelle, die durch die Ergebnisse nicht wesentlich geändert wird, wird nach wie vor von Borussia Fulda mit 14:0 Punkten angeführt, vor Kurhessen Kassel mit 10:2 und SC. 03 Kassel mit 8:4 Punkten.

Westdeutschland Ostholland 4:1.

In 2lpel,doorn kam am Sonntag ber traditio­nelle Fußoall-Länderkampf zwischen Ostholland und Westdeutschland zum Austrag. Den 10 000 Zuschauern stellten sich zwei Mannschaften, die zwar nicht die besten Vertretungen ihrer Ver­bände waren, die aber trotz des strömenden Regens ein recht gutes Spiel lieferten. Der Sieg der Westdeutschen war mit 4:1 (1:1) verdient. Anfänglich haperte es allerdings etwas mit dem Zusammenspiel derGrün-Weißen", auch einige Umstellungen änderten daran nichts. Die Hol­

länder konnten sogar durch einen haltbaren Dall von Koopman die Führung an sich reißen. Der Mittelstürmer der Gäste, Hutter (Bonn), sorgte allerdings bald für den Ausgleich. Rach der Pau'e klappte es bei den Westdeutschen belfer. Eie spielten jetzt auch überlegen unö kamen durch Tore von Schreiber (Weiderich), Stadler (Bonn) und Wigold (Düsseldorf) zum verdienten Sieg.

Kurze Sportnotizen.

Norwegi-scher Fußballmeister wurde Fredrikstad durch einen 6:l»Sieg über den Titel­verteidiger Dem Horten.

Arthur Iona 1 h konnte in Paris beim Jean- Bouin-Sportfest den Holländer Berger über 100 Meter schlagen, unterlag dagegen über 200 Meter dem Holländer knapp.

Beim DFD. - Vundestag in Wies- baden wurde anstelle von Dr. S ch r i ck e r der bisherige süddeutsche Schatzmeister Dr. W. Raß - b a ch (Wiesbaden) zum dritten Vorsitzenden ge­wählt. Im klebrigen fand der Vundesvorstand Wiederwahl. In der Frage des Verufsfpieler- tums wurde der Vundesvorstand ermächtigt, als­bald die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um diese Frage endgültig zu regeln

*

Walter Sawall siegte im Pariser Winter- oelodrom im Steherrennen vor den Franzosen Crassin, Maröchal und Raynaud-

*

I n Paris erzielte der Berliner Schlittschuh- Club im Eishockeykampf gegen Racing Club de France Paris ein Unentschieden von 2:2.

*

Rausch/Hürtgen gewannen in Brüssel ein Dreistunden - Mannschaftsrennen gegen die besten belgischen Mannschaften.

Als ein wirklicher Weltmeister er­wies sich der Kölner Radweltmeister der Ama­teur-Flieger Albert R i ch t e r am Freitag in Köln bei seinem ersten Start als Berufsfahrer. Er schlug die getarnte internationale Klasse, darunter auch den Weltmeister der Berufsfahrer, den Bel­gier Scherens.

Ernst P i st u l l a , der ehemalige Europameister im Halbschwergewichtsboxen, wurde in Hamburg von Stich-Hagen in der dritten Runde k. o. geschla­gen. Pistullas Boxerlaufbahn, die er nach seiner schweren Erkrankung am besten gar nicht mehr aus­genommen hätte, dürfte damit endgültig abgeschlos- fen sein.

DfB. -19001:1 (1:0)

Kampf vor 1500 Zuschauem. Eine harte Elfmeterentscheidung.

Rach langer Zeit trafen sich die beiden ersten Mannschaften der hiesigen Vereine im Verbands­spiel. Mit großer Spannung sah man dem Lokal­derby entgegen. Unentschieden endete das Spiel. Das Ergebnis ist nicht gerecht. VfB. hätte das Spiel gewinnen müssen. Eine harte Elfmeter­entscheidung gab den Ausschlag zum Unentschie­den. So teilt man sich nun in die Punkte.

1500 Menschen wurden Zeuge eines spannenden Kampfes. Teils gingen die Wogen der Erregung sehr hoch. Zu ernsteren Zwischenfällen kam es aber nicht und man trennte sich allseits in Frie­den. Mit dem Schiedsrichter gab es eine kleine Auseinandersetzung, der aber keiyerlei Bedeutung zuzumessen war. Das endet meist harmlos. Frei­lich, so ganz verwinden kann die VfB.-Mannschaft die etwas fragwürdige Elfmeterentscheidung nicht. Einige Entscheidungen des Schiedsrichters Win- gen.feld (Fulda) waren anfechtbar.

Tie Mannschaften traten in der gemeldeten Auf­stellung an. Lediglich im Sturm des VfB. stand für Sauer der kleine Schmidt auf Rechtsaußen. (Man hatte ihn nicht entbehren können.) Aller­dings kam er zu spät und die VfDer mußten einige Zeit mit zehn Monn spielen.

Oer Spielverlauf.

Der Kampf wurde von Anfang an nicht hart, aber mit aller Energie geführt. Die VfDer fan­den sich schneller, lagen bald einige Male gefähr­lich vor dem Tor des Gegners. Zwei Tor­schüsse wurden von Schlarb gehalten. Dann rückte 1900 auf. Balser muhte zweimal eingreifen. Die Grünweihen gerieten nun in große Fahrt. Vor dem 1900er Tor wurde es brenzlich. Die Ver­

teidigung Zeiler-Luft muhte schwer arbeiten. Rit­ter schoß scharf auf Schlarb. Schmidt schoh von Rechtsauhen ebenso scharf an die Latte. In sauberer Kombination arbeiteten die Grün-Wei­hen zusammen. Die Blau-Weihen kamen einige Male zu gefährlichen Durchbrüchen, konnten sich aber nie ganz durchsetzen. Balser bekam in der 16. Minute einen sehr gefährlichen, halbhohen Dall. 4 Minuten später fiel das erste und ein­zige Tor für VfB. Ritter, Haupt und Wilhelm arbeiteten in vorbildlicher Kombination zusammen. Wilhelm köpfte entschlossen ein. (Lebh. Beifall!) VfB. blieb tonangebend. Zeitweise waren die Grün-Weihen drückend überlegen. Der Sturm lieh aber den letzten Einsatz vermissen. Haupt schoh zweimal daneben. Ecken für VfB. wie für 1900 brachten nichts ein. Es ging auf das Ende der ersten Halbzeit zu. Die Blau-Weihen be­mühten sich energisch um den Ausgleich. Ver­geblich! Die Verteidigung des Plahbesitzers (Bin- gel-Leutheuser) war unüberwindlich.

In unvermindertem Tempo wurde nach der Pause das Spiel fortgeführt. 1900 drängte zu­nächst sehr, aber vorläufig noch immer ohne jede Aussicht auf Erfolg. Die Grünweihen hatten etwas nachgelassen. Der Sturm verlor etwas an Zusammenhang. Chancen wurden vergeben. Der Dall ging an die Latte oder ins Aus. Der Schiedsrichter übersah verschiedentlich glattes Handspiel. Dadurch kam von außerhalb der Darriere etwas Unruhe in das Spiel. Dann kam Schmidt plötzlich vor das Tor, Schlarb lief aus dem Kasten, verfehlte den Ball, aber nun sah sich der Angreifer drei Mann gegenüber. Die Gefahr wurde abgewandt. Roch manche Chance

ging für VfB. auf ähnliche Weise verloren, da der Sturm nie genügend aufrückte. In der 30. Minute rettete die Latte für VfB. Unmittel­bar danach muhte Balser sein Können beweisen. In der 35. Minute fiel der Ausgleich. Leutheuser kam mit Iäckel in Konflikt. Der Schiedsrichter gab Elfmeter für 1900. Arnold trat zum Schuh an. Balser stand nervös im Tor. Der Ball ging knapp neben den Mann. Balser war der Situation nicht ganz gewachsen, sonst Hütte er den Ball halten müssen. Die Mannschaften setzten nun zum Endspurt ein das Publikum versuchte die Entscheidung zu unterstützen. Der Schieds­richter machte (anscheinend im Bewußtsein seiner etwas harten Elfmeter-Entscheidung) den DfBern einige Konzessionen. Am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr. Ritter vergab noch eine Chance. Balser muhte auch noch einige Male eingreifen.

Das Spiel litt sehr unter den schlechten Boden­verhältnissen. Der glatte Boden verhinderte klare Kombinationsarbeit.

Kritik der Mannschaften.

Die D f B e r waren unzweifelhaft besser und hätten einen knappen Sieg verdient. Zur Halb­zeit mußten sie eigentlich auf Grund ihres über­legenen Spieles mit 2:0 führen. Man sah ge­rade in der ersten Halbzeit bei den Grünweißen sehr gute Kombinationsarbeit. Der Sturm ließ

es aber an der nötigen Durchschlagskraft fehlen. Die Verteidigung war der beste Mannschaftsteil. Die Läuferreihe war gut. Der Mittelläufer Kreß überraschte nach der angenehmsten Seite. Balser im Tor war zuverlässig.

Bei der Spielvereinigung fehlte es insgesamt an der ZusammenarMit. Es wurde reichlich zerfahren gespielt. Heilmann als Mittel­läufer, einer der Besten in der Mannschaft, be­mühte sich verzweiselt um einen geordneten Spiel­aufbau. Man hat die Blauweihen schon weitaus besser gesehen. Der Sturm war sehr schwach. In der Verteidigung gefiel Luft wieder sehr gut. Schlarb im Tor war einigemale nicht sehr be­stimmt in seinem Handeln, füllte aber seinen Posten doch aus.

Der Schiedsrichter hatte keinen schweren Stand, denn die Mannschaften spielten, von einigen kleinen Zwischenfällen abgesehen, sehr fair.

weitere Fußballergebniste der Spieloereinigung.

1900 II Wetzlarer Sportfreunde I 4:1; IV Dutenhofen II 3:1: AI-3ugenöLich AI-Iugend 20:0 (!); All AI Watzenborn- Steinberg 2:0; 6-Iugend Klein-Linden Iu- gend 1:3; 1900 1. Schüler Lollar 1. Schüler 0:4; 2. Schüler VfB. 1. Schüler 1:0.

Wirtschaft.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Die Getreidebörse verkehrte in der verflossenen Woche in ausgesprochen matter Tendenz und lieh fast jegliche GAchäftstätigkeit vermissen. Das An­gebot hielt sich in relativ engen Grenzen, zu­mal die Landwirtschaft durch dringende Feld, arbeiten an einer größeren Derkaufstätigkeit stark gehindert ist. Die ungünstige Preisgestaltung cheint ihre Ursache im Versagen der Rachfrage- eite zu haben. Die Beendigung der Pflichtein­lagerungskäufe und die Tatsache, daß die Müh­len, da sie nun einmal Pflichtläger in Weizen haben, ihre freiwilligen Läger nach Möglichkeit einschränken und nur das an Getreide einkaufen, was' sie an Mehl laufend absetzen können, dürfte am meisten maßgebend gewesen fein. Der Mehl- absah war aber trotz ermäßigter Forderungen wei­terhin sehr schleppend, wobei die geringe Kauf­kraft des Publikums stark mitgesprochen haben dürfte. Die Mühlen halten offenbar auch deshalb im Einkauf zurück, da sie mit zunehmendem An­gebotsdruck rechnen.

Am Weizenmarkt beschränkte sich das Ge­schäft nur auf die Deckung des notwendigsten Be­darfs. Der Preis ging um 3 Mark auf 212,50 bis 213 Mark je Tonne zurück.

Der Roggenmarkt lag vollkommen vernach­lässigt und ausgesprochen schwach, zumal die halb­staatliche Stelle nur in dem Umfange Ware auf­nimmt, in dem sie ihren Eosinroggen abseht. Mit 163 Mark Brief für die Tonne erlitt Roggen eine Einbuße von 5 Mark.

Der Gerste- und Hafermarkt hatte zwar nur wenig Geschäft, aber unveränderte Preise. Bei letzterem dürfte die Aufkaufaktion in Bayern preisstühend gewirkt haben. Gerste 180 bis 190, Hafer 142,50 bis 147,50 Mark.

Am Mehlm arkt gingen die Preise sowohl für Weizen- als auch für Roggenmehl um je 0,50 Mark zurück. Der Absatz blieb schleppend. Weizenmehl, südd., 31 bis 32,45, dasselbe, nieder- rhein., 31 bis 32,20, Roggenmehl, 60proz. Aus­mahlung, 23,75 bis 25 Mark je 100 Kilo ab Frankfurt a. M.

Futtermittel lagen allgemein sehr ruhig und schwächer. Kraftfuttermittel lagen etwas ste­tiger. Weizenkleie 7,75, Roggenkleie 7,90, Treber 11 bis 11,25, Sojaschrot 10,75 bis 11, Erdnuß- kuchen 12,50 Mark.

Kartoffeln tendierten ruhig bei leicht an­ziehenden Preisen. Industrie hiesiger Gegend 1,90 Mark per 50 Kilo bei Waggonbezug ab Frank­furt a. M.

D i e Indexziffer der Großhandels­preise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 12. Oktober berechnete Großhandelsindexziffer ist mit 94,6 gegenüber der Vorwoche um 0,2 v. H. gesunken. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrar- stoffe 88,4 (minus 0,1 o. H.), Kolonialwaren 83,6 (minus 0,7 o. H ), industrielle Rohstoffe und Halb­waren 88,5 (minus 0,3 o. H. und industrielle Fertig­waren 114,8 (unverändert). Für Produktionsmittel beträgt der Index 116,9 (unverändert), für Konsum­güter 113,2 (minus 0,1 v. H.).

* H. Fuchs, WaggonfabrikAG. .Hei­de l be r g. Die H. Fuchs Waggonfabrik AG. Hei­delberg, bleibt, wie mitgeteilt wird, für das mit dem 30. Iuni 1932 beendete Geschäftsjahr dividen-

Denlos (i.D. wurden aus einem Gewinn von 43 056 Mark 40 000 Mark der Reserve zugeführt, der Rest vorgetragen).

* Aus dem Aku-Konzern. Wie die Ver­waltung der Allgemeinen Kunstzijde Unie (Aku) mit­teilt, hat sich die Geschäftslage in der letzten Zeit weiter gebessert, die Produktionseinschränkungen müßten jedoch zunächst noch bestehen bleiben. Der Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt habe eine Minderung nicht erfahren. Man hoffe jedoch, unter den europäischen Produzenten zu einer Verständi­gung zu gelangen.

* Metallgesellschaft A G., Frankfurt a. M. Nach mehrmonatigem Stilliegen hat die im Besitz der Metallgesellschaft befindliche Hans-Heinrich- Hütte in Langelsheim (Braunschweig) den Betrieb wieder ausgenommen. Die Stillegung wurde seiner­zeit Dorgenommen, um ein übermäßiges Anwachsen des Vorratsbestandes zu vermeiden. Die Hütte, bw der gegenwärtig rund 100 Arbeiter beschäftigt wer­den (normale Belegschaft rund 400 Mann), wird vorausaussichtlich zum mindesten den Winter über in Betrieb bleiben.

* Norddeutscher Lloyd, Bremen. Zu Gerüchten über Dezentralisationsbestrebungen hn Betriebe des Norddeutschen Lloyd wird dem WTB.- Handelsdienst von Verwaltungsseite mitgeteilt, daß zwar über eine Neuregelung der Betriebsverhältnisse in den Tochtergesellschaften interne Verhandlungen ftattfirtöen -daß jedoch irgendwelche Beschlüsse hin­sichtlich einer Neuorganisation für die nächste Zeit nicht zu erwarten sind. Die Kombinationen hinsicht­lich einer Aenderung des Union-Verhältnisses zur Hapag entbehren jeher Grundlage.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 15. Okt. Am Buttermarkt blieb das Geschäft trotz sehr geringer Zufuhren so­wohl von In- als auch vom Auslande sehr klein und beschränkte sich nur auf die Deckung deS not­wendigsten Bedarfs. Die bessere Qualität für deutsche Butter gestaltete für diese den Absatz je­doch etwas besser. Die Preise erfuhren indessen keine nennenswerte Veränderung. Die Verkaufs­preise des Großhandels lauten (in 1 Ztr.-Tonnen): holländische Butter 124 bis 128, deutsche Butter 120 bis 125 Mark. h

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M, 15. Okt. Infolge der knappen Zukuhren haben die Preise eine weitere Erhöhung erfahren. Deutsche Eier waren beson­ders knapp angeboten und um über 1 Pf. per Stück höher. Der Absatz war zunächst sehr ruhig, formte sich aber gegen das Wochenende etwas be­leben, weil jeder noch möglichst billig einkaufcn möchte. Auch in Kühlhauseiern, die in dieser Woche erstmals zum Verkauf gestellt wurden, ent­wickelte sich befriedigendes Geschäft. Die Be­lastung, die in früheren Iahren Kühleier auf den Markt ausübten, dürfte in dieser Kampagne in­folge der nur geringen Einlegung Wegfällen. ES- notierten in Pf. per Stück ab loco Frankfurt am Main: Bulgaren 8,25 bis 8,75, Iugoslawen 8,25 bis 8,75, Rumänen 7,25 bis 8, Russen 7 bis 7,75, Polen 6,50 bis 8, Holländer 8,50 bis 11. Flandern 9,75 bis 10, Bayern 9,50 bis 10, deut­sche Frischeier 11 bis 13,50. Kühlhauseier: Hollän­der 8 bis 8,50, Bulgaren 7,50, Rumänen und Iu­goslawen je 7. In- und ausländische Mittel­und Schmuheier 6,50 bis 7/

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. D).

Berlin

Schluß, furd

Schlußk. Abend« bSrse

Schluß« fürs

Schlußk. Mittag« börsc

Datum

14.10.

15.10.

14-10.

15-10.

6% Dcutiche RclchSanlethe v.lSL.

6% ehcm.7%Dt.Retchranl.v.1sr9

73

73,13

73

86.5

87,5

90

b%% Dvung-Anlethc von 1930 .

Deutsche Anl.-Ablüs^Schuld mit

72

71,5

72

71,75

Auslos.-Rechlen.......

48,13

47,4

48

47,4

Desgl. ohne Auülos.-Rechte . .

C% ebfm 8%.0cf|. «oltaftaat 1929

(rüdxafjU). 102%)......

Obcrhessen Provinz-Anleihe mit

6,75

6,7

6,75

6,7

68

63,5

68.4

68,65

AuSIos.-Rechten......

Dcutiche Komm. Gammclabl.

'5

68,65

Anleihe Serie 1......

6% ehem. 8% jyranlf. Hyp.-Bani

50,9

75,25

51,25

-

Boldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% chcm. 7% Franks. Hyp.-Bank

75,5

Golbpke 16 unkündbar bis 1938 6y,% chem. 4'/,% Frankf.Hyp.-

Bank Ltqu. Ptandbricle . . .

75

79,9

79,9

6)':% ehem. V/*% Rbcintiche Hov.-Bank-Ltqu-Goldpsc. . .

6% ehem. 8% Pr. LandeSpiand-

79,9

79,9

brtcianstal! Pfandbriefe R. 19

% ehem. 7% Br. Landespfand.

bricfanflalt, Pfandbriefe R. 10

73

73

73

73

73

73

-

4% Oesterreichllche Goldrcnl« .

4,20% Oesterreichische Sllderrentc

10,25

1,05

10,25

1,15

10,8

1,05

4% Uugarijchr Goldrcnlc ....

6,75

6,65

6.85

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

6,5

6,75

6.9

6.85

4*4% deSgi. von 1913.....

6,8

6.8

5% abgcst. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanletdc von 1911

6,75

3,5

6,75

3,5

6,75

3,45

3,45

4% Türkische Bagbadbahn-Anleihe

Serie 1...........

3,6

3,5

3,5

4% bei'fll. Serie H.......

3,5

4,7

3,4

4,55

3.4

4.75

6% Rumün. vercinh. Rente v. 1903

4,5

4^%Rumün.verrtnh.Reniev.i912

7,6

7,75

8

Rumänische vereinh. Rente .

»Ä% 1. Änatoll«.......

4,13

4,2

18,25

4,2

16,25

4.3 . 18,25

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß« hird

Schlußk. Abend« börse

Echluß« kurS

Schluß!. Mittag« börle

Datum

14.10.

15.10.

14.10.

15.10.

Vamburg-AmeMa Pare^ . .

. 0

17,13

17,9

17.13

17,65

Hamburg-Südam. Dampfschiff

. 0

28,5

Hansa Dampfschiff ....

. 0

28.5

28,25

Norddeutscher Llopd ....

. 0

17,5

18

17,13

18.13

91.®. füt Berkehrrwesen ent.

. 0

42

41,75

42,5

Berliner Handelsgesellschaft .

4

90

90,5

90

91,5

Commerz, und Privai-Bcmk .

0

53,5

53,5

53,5

53,5

Darmstädter und Nationalbanl Deutsche Bank und

0

DtSconto-Besellschast. . .

0

75

75

75

75

Dresdner Bank......

0

61,75

61.75

61,75

61,75

ReichSbauk........

i:

124,5

125,25

123,5

125,75

9I.e.®...........

. 0

34,1

34,75

34

34,13

20,75

Bergmann........

. 0

20,75

Elekir. Lieserungsgesellschast.

5

67,5

67,5

68,5

Licht und Kraft......

6

86.5

87.5

86.5

87.5

gelten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische

0

57

58

57,75

57,25

Unternehmungen ....

4

71,25

72

71,13

72,13

Rheinische Elektrizität . . .

62'

73

73,75

73

73,75

Schuckert L Eo.......

0

71

73.5

71.75

73

Siemens & Halske.....

9

117

117,2j

118

117,5

Lahmeycr & Eo.......

10

119

119,5

119

120,5

Buderus ....

. 4

40,5

40,9

40.5

41

Deutsche Grdbl......

. 5

72,5

72,75

72,65

Gelsenkirchener......

. 8

38.5

40

39

39,75

Harixmer.........

Hoejch Eisen........

Alse Bergbau.......

. 0

. 6

10

74.5

75

73,5

38

124

98,75

34

52,9

74,75

38,5

123,25

98,5

34,25

53

Ilse Bergbau Genüsse . . .

RlödncnDcrte..... .

' 6

98,13

34

53

99,25

34

53,9

Mannesmann-Rühren ...

. 6

ManSselder Bergdan ....

. C

20,5

21

20,75

Oberschles. Koks werke ...

. 8

38.75

27.5

166

Phonrr Bergbau......

4'.

27,5

167

28,25

168.25

28

167,5

riihemische-Brannkohten. . .

10

R hench ahl . .......

<1

67.5

68,25

67.75

68

Frankfurt a. M.

Äerlin

Schluß» hird

Schlußk. Abend­börse

Schluß« furd

Schlußk. Mittag» börse

Datum

14.10.

15.10.

14.10.

15.10.

Riebeck Montan . . .

Bereinigte Stahlwerke Otavt Minen ....

. 0

24

22.9

23 J5

0

17

17,25

17

17

Kaliwerke Ajcherlleben

6

104,5

103

103

105

Kaliwerke Westeregeln

Kaliwerke Salzdetfurth

6

108,75

109,5

108,75

109.5

S

164

164

165

166

I. ®. Farben-Industrle

7

95

95,25

94,25

95,5

Echeideanslalt....

10

139,5

139,25

Goldschmidt.....

e

e

. 0

26,5

27,25

26,5

27,5

Rütgcröwerke ....

. 0

41,5

41,5

41,25

41.5

Metällgcsellschast. . .

. 0

35,75

35,5

36

Philipp Hohmann . . Zementwerk Heidelberg

. Oi

57,5

57.5

58

58

e

i.

. 4

49,75

50

-

-

Zementwerk Karlstadt.

. o

52,25

-

WaytzL Freytag . .

. u

5,6

4,5

-

Schultheis Patzenhoser . . . Aku «Allgemeine Kunstseide)

0

0

56,5

58.5

56,25

56.65

56 58,13

Bcmberg......

0

54,25

56,5

55,5

56.75

Zellstoss Waldhof . .

0

44,75

45.25

44,75

45.4

Hellstoss Aschasfenbmg

e .

0

31

30,5

31

29,25

Dessauer Gas ....

Daimler Motoren . .

-

. 7

89,75

90.25

. 0

20,5

21,4

20,5

21

Dcutiche Linoleum .

. 0

46,25

45,75

45,9

46,5

Orenstcin & koppel .

- -

. 0

35

34,75

Leonhard Dietz . . .

47

47,5

47,75

47,25

Svenska......

. 0

Chade .......

12

170

170

170

171

frankfurter Maschinen

_

_

_

_

Grikner......

. 0

1 27,75

27.5

27,75

27,25

Mainkraslwerke Höchst

>.M

. 4

54,5

55

«uddemsch« Ziuler .

e

.

o

128,5

128

127,5

Banknoten.

Deoi

enmartt Berlin Frankfurt a. M.

14.Oktober

15-Oktober

Amtliche Dotierung

Amtliche

Rotierung

Geld

Arie,

Geld

»riet

Helstngsorö .

6,254

6,266

6,254

6.266

Wien. . . .

51,95

52,05

51,95

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest. .

Sofia ...

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

169,33

169,67

169,38

169,72

£#lo ....

72,88

73,02

72,83

72,97

Kopenhagen.

75,12

75,28

75,12

75,28

Stockholm

74,43

74,57

74,43

74,57

London. . .

14,485

14,525

14,485

14,525

Buenos Aires

0,890

0,894

0,890

0,894

Neuvork . .

4.209

4,217

4.209

4,217

Brüssel. . .

58,44

58,56

58.45

58,57

Italien. . .

21,55

21,59

21,55

21,59

Paris . . .

16,505

16,545

16,51

16,55

Schweiz . .

81,19

81,35

81,22

81,38

Spanien . .

34,47

34,53

34,47

34,53

Danzig. . .

81,92

82,08

81,92

82.08

Japan . . .

0,989

0,991

0.989

0,991

Rio dc Jan..

0.294

0,296

0 294

0,296

Iugoflawten.

5.894

5,906

5.794

5,806

Lissabon . .

13,19

13,21

13,19

13,21

Serkin, 15. Oktober

Geik

Sries -

Amerikanische Roten.......

Belgische Roten.........

Tonische Roten.........

Englische Noten .........

üronzösischc Roten........

4,20

58,29 74,90

14,445

16,47

169,01 21,51

72,65

2,44

74,25 81,04

34,33

4,22 58,53 75,20

14,505

16,53 169,69

21,59 72,95

2,46 74,55 81,36 34,47

Italienische Noten .......

Norwegische Roten........

Deutsch.Oesterreich, i 100 Lchvltng Rumänische Roten........

Schwedische Noten........

Schweizer Noten.........

Spanische Noten.........

Ungarische Äotex........

m. 2

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