Ausgabe 
17.6.1932 Erstes Blatt
 
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rnflt, leuchten die Sorben der bunten Badeanzüge

Dirte tragen zu lassen. Sie tun es natürlich auf

t ene Rechnung und Gefahr.

Ältestem Grün. Die Sonne zeichnet in das Blatt»

Mknburgrr Dorf.

in der Ortschaft lil

l vor den lugi

Heber Nacht tut Henko die Arbeit/

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und Wtitschasii chtveine sind verb:^ des häuslichen 2i:; rirtschastliche Malchi- 'n durch Äasscrir.c-- id wütet noch inrnn

ureweihe Wäsche flattert im Winde, leuchtet, bien- t die Augen das ganze ist eine liebenswürdige Julie. Das Bootshaus in der Nähe der Bleiche liegt

jt»rre Gras der Bleiche am rechten Ufer der Lahn fimjt fettig im Lichte der Nachmittagssonne. Die

der Farben, man spürt förmlich die Sonne auf t planten brennen und glaubt den Ruch des Teeres »»rzunchmen.

h auf Wafhinglon. mmelten fttkgsltiln*

in dm Bergen.

en yrMl aui öaljia

>es Lntersberi

. miste und angenehmste Kleidungsstück. Aon der riMe aus folgen den Booten viele Blicke.

Die Bäume und Sträucher an den Ufern stehen

Nehmen Sie zum Aufwaschen, Spülen und Reinigen Henkels ®

das Paddelboot ift große Mode geworden. Die Glichen und ebenfalls von der Brücke aus viel

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leiten her Union neu 1 iiterium erhält oon. I onbes ständig 9W j jen Marsch auf ffio* | der Leteranen rede- j bgeorbneten ein, bis»| daß über die

des iöeteranil Serben foU.Iro6bem<| roic auch Üoooer en . 1 an; nnr han.

Aus her Proömuonjouöfdaht.

Gießen, den 17. 3uni 1932.

An der Lahn . . .

Zlelfältifl wie sonst zu keiner anderen Zeit des ist jetzt das Bild der Lahn. Nie bietet sich f- ( solche Fülle der Firmen und Farben, wie in j | n Tagen des herrlichsten Sommers. UeberaU , 5 scht reges Leben, ein wewirr der Stimmen und ird)ieben|iten Laute erfüllt Trie Lust. Man braucht i.i eine Liertelstunde auf der Lahnbrucke zu stehen, _ Augen und Ohren aufzumachen, zu sehen und

Horen: das bedeutet eine Viertelstunde Kurz- [t:-i!

nibeten Besitzer liegen mehr ober weniger saul tlren bunten Kähnen. Prall spannt sich die weiche .i-nmihaut der Boote um die Spanten. Zu zweien . r sie meist in den Booten. Das Boot gehorcht :.'m Nuderschla

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J* jeutiirni vsiun. 4^iv ouihiv flcitynti in uu» oiuu- 7"reCT, cr iU iS irr Helle Lichter und dunkle, volle Schatten. Das

ch er heule morgen: - - -- - -- *

Der Derunglüclte 1 es Kindes.

R unb tinb^i» preisende Üleurtgtfp I Gruppen gan;: ln9 aus her @runtü Minimum; |ür biti !r(d)ulbung alsbald, 9. Leschasfunn tiiä !n durch staatlich er

Vornotizen.

Tageskalende r für Freitag. NSDAP 20.30 Uhr, Bolkshalle, Wahlkundgebung: Redner Adolf Hitler. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: Porck".

E i n Siebzigsähriger. Geh. Hofrat Professor Dr. Otto ImmIsch, der frühere Gieße- ncr Universitätsprofestor, kann am 18. Juni feinen 70. Geburtstag feiern. Er wurde als Sohn eines Aolksschullehrers au Wartha in der sächsischen Lau sitz acboren. Nach dem Besuch des Kreuzgymnasiums in Dresden bezog er die Universität Leipzigern dort klassische Philologie zu studieren. 1886 promovierte er zum Dr. phil Dann wurde er Lehrer am König- Albert Gymnasium und habilitierte sich 1889 an der Universität Leipzig, an der er 1895 außerordentlicher

Eonderzüge zur Hitler-Kundgebung auf dem Hoherodskopf.

Anläßlich derHitler-Kundgebung bei der Sonnwendfeier auf dem Hohe- rodSkopf am morgigen Samttag verkehren aus der Reichsbahn folgende Sonderzüge:

Hinfahrt:

Gießen-Ilbeshausen über Altfeld: Gießen ab 13.12, Altseld ab 14.50, Ilbeshausen an 16 03 Uhr.

DUbel - Hartmann-Ha.n. Vilbel ab 12.48, HaN- mannthain an 15.26 Uhr.

FriedbergSchotten: Freiberg ab 13.19, Schot­ten an 15.11 Uhr

Fulda Bermuthshain: Fulda ab 13.45, Ber­muthshain an 15.42 Uhr Mit Flügelzug ab Diederaula bis Salzschlirf. Diederaula ab 12.43, Salzschlirf an 13.35 Uhr

Rückfahrt:

Ilde-Hausen über AlSseldGießen: IlbeS- hau'en ab 0.25, Alsfeld an 1.35, Gießen an 3.04

HartmarmShainDilbel: Hartmannshain ab 026. Dilbel an 2.48 Uhr

Schotten Friedberg: Schotten ab 0.20. Fried­berg an 2.12 Uhr.

Bermuthshain Fulda: Bermuthshain ab 0.32. Fulda an 2,16 Uhr. Mit Flügelzug Salzschlirf Diederaula, Salzschlirf ab 1.56, Diederaula an 2.56 Uhr.

Wahilundgebung der Eisernen Front.

Die 6iferne Front in Dießen lädt im heutigen Anzeigenteil zu einer öffentlichen Wahlkundgebung für morgen, SamStag, 20.30 Uhr, auf der Liebigs- höhe ein Als Redner werden der Dorsitzende det Allgemeinen Deutschen DewerkschaftsbundeS. Abg. Draßmann -Berlin, Frau I en tz e n-S (Trei­ber -Gießen und Dr. M u n g i o 1 i auS Italien genannt. (Däheres siehe heutige Anzeige.)

Gemeiner Wert nicht stets gleich dem Börsenpreis.

In den vom Wirtschaftsprüfer unb Bücherrevisor Hermann Will zu Gießen herausgegebenenAk­tuellen Steuerfragen" (Rundschreiben Nr. 12) lesen wir:

In einem grundlegenden Urteil vom 17. 3. 1932 III A 929/30, veröffentlicht Reichssteuerblatt 1932 S. 459, hat der Reichsfinanzhof die interessante und für weite Kreise wichtige Fraae behandelt, ob die Börsenpreise einer bestimmten Ware gleich dem gemeinen Werte sind, oder ob der Steuerpflichtige erechtigt ift, geltend zu machen, daß der gemeine Wert unter dem Börsenpreis liege.

Der Reichssmanzhof hat für die letztere Auffassung entschieden unb auf Grund ber Einholung eines Gut­achtens ber wirtschaftlichen Spitzenverbände folgen- bes erklärt:

Der Senat hat keine Bebenken, bem Gutachten darin beizupflichten, baß bie Börsenpreise nur einen Anhaltspunkt für die Ermittlung des gemeinen Wertes von (Betreibe, unb Mehlvorräten bieten. Es ift nicht von ber Hanb zu weifen, baß unter Um- ftänben erhebliche Unterschiebe zwischen bem gemei­nen Werte von Getreide unb Mehl unb ben no­tierten Börsenkursen dieser Waren bestehen, unb Unterschiede dieser Art werben sich besanbers in ber Zeit unmittelbar vor Beginn ber neuen Ernte fühl­bar machen. Im Streitfall hanbelt es sich aber ge- rabe um diese Zeit."

Der Entscheidung kommt grundsätzliche Bedeutung xu. Nicht nur bei (Betreibe- unb Mehlvorräten kann danach ber Steuerpflichtige bei seinem Bilanzansatz unter den Börsenpreis für ben gemeinen Wert gehen, sondern auch bei allen anderen Waren, Aktien ufro. Notwendig Ist natürlich aber immer, daß er, ebenso wie im Falle bes hier besprochenen Urteils, genau unb im einzelnen bie (Brünbe barlegt, weshalb ber Börsenpreis nicht bem gemeinen Wert entspricht, sondern ber gemeine Wert nlebriger ist als ber Börsenpreis.

Das Urteil ist im übrigen auch wichtig für bie von mir mehrfach behanbelte Frage, ob ber Steuerpflid) tige berechtigt ist, unter bie Wertpapier-Durch schnittskurse auf Grund der Verordnung vom 15. 12. 1931 herabzugehen.

Das Urteil zeigt, daß die entgegen dem Stand­punkt des Reichsfinanzministers in feinem Erlaß vom 5. 3. 1932 vertretene Auffassung die richtige sein dürfte.

"U Henkels Idasch-und Bleich-Soda

zum Einweichen derLüäsche

ZUm tt)eichmachen desliJassers o

sahnischem ®ebict i sie zerschmettert lir geborgen unb ju

Warum wollen Sie sich selber am Waschfaß abmühen, wenn Henko Bleich-Soda die Arbeit viel einfacher, viel besser u. billiger macht? Gibt es eine einfachere u. bequemere Art der Schmutzlösung als Einweichen über Nacht mit Henko? Auch zum Scheuem u. Putzen leistet Henko Bleich- Soda vortreffliche Dienste. Aber achten Sie darauf, Henko muß es sein. Es gibt viele Nachahmungen.

V if lußabwärts der Lahn, zartblau vor dem Hellen, ttErfüllten Himmel schließen sanfte Höhenzüge dos fc 6 im Westen ob. Wenn die Sonne hinter diesen itf-jcn verschwunden ist, wird cs auch um die Lahn tidc stiller, bann dauert es nicht mehr lange bis

Dunkelheit völlig hereinbricht, und bald geistert tat das Licht der Brückcnlampcn über das leicht ki tgte Wasser, während sich unter den steinernen tfcdm der Brücke düsteres Dunkel breitmacht i Jlorgcn aber scheint sicherlich wieder die Sonne, ir) man wird wieder baden und paddeln gehen, Mii man ohne Pflichten feinen eigenen Tag leben

SeideldastaNen. aUc Änabcnfrauiarlen. Landnelke, Bergaster, Bcrgflockenblume. alle Snzianaricn, Sandlotwurz a.Tc Wintergrünarten, Große Ane­mone. 'T^cifjc Lee rote. Diptam, Gelber unb Blaue» Eisenhut Weiter ift das Ausgraoen. AuSreißen, 'Abpflücken, Abschneiden ufw. nachstehender PUan- Äenteile zum Zwecke deS Erwerbs, sowie das Feil- halten, Ankäufen. Terfauen, Mit übten und Be­fördern verboten: Berg Wohlverleih. Küchenschelle, Frühlingsadonis, Trollblume.

,e Tiere tränken' Tränkt während des Tages, wenn d e 6?nnc heiß hern.ederbrennt, die Pferde! E.n Sch.uck sriichee Wasser erfrischt die erschöpften T erc genau so wie die Menschen. Dergeßt auch d.e .Kettenhunde nicht! Bei Mnch- mange. trinken Katzen auch Datscr. Die StaU- Hafen brauchen ebenfalls Erfrischung, besonders wenn sie mit Hafer gefüttert werden Eine näh­rende Hasenmutter braucht Milch Sie muß bei herrschender H.ye getränkt und besonder- gefüt­tert werden. S.e.lt wombglich die HasenstSUe in den Schatten und setzt s:e nicht der g.ühenden Sonne aus Durch das vielleicht gut gemeinte d chte Verhängen dieser Ä.einticrft&lle ist die Au-dünstung desto druckender. Habt auch Er­barmen m t dem Geflügel! Vögel in Käfigen brauchen ein Waiserbad, besonders wenn die'e Datargeschöpse bei Platzmangel In die heiß« Kücheverpf'.anzr' werden. Achtet die Mutter­liebe in den Tieren!

Keine Grashalme in den Mund nehmen! Im Sommer wird alljährlich durch bi« Unsitte. Grashalme in den Mund zu nehmen und daran zu kauen, eine gefährliche Krankheit ver­breitet. die vow Strahlenpilz verursacht wird. Die­ser Pilz befindet sich verhältnismäßig häufig auf Getreidehalmen und auf (Sräfesn. auf den Aehren, wie au! dem Stroh, und erregt, auf Menschen übertragen, schwere eitrige Entzündungen, die so­gar tödlich verlaufen können. Die Entzündungen entstehen nach dem Kauen befallener Graser hauptsächlich im Zahnfleisch und in der Wangen- schleimhaut, überhaupt in allen Teilen deS Mun­des. Das Pilzgeflecht sinkt sich in das menschliche Gewebe ein, bringt eS zum Verfall, und bie Folge davon sind erst sehr harte, bann weiche Ge­schwülste, die bis auf die Kieferknochen gehen kön­nen und fehl schmerzhaft sind. Was die Erkran­kung besonders gefährlich macht, ist die Fähigkeit des Strahlenplzes. sich auf dem Wege über die Blutbahnen im ganzen menschlichen Körper zu verbreiten, wodurch Blutvergiftung entsteht. Diese Gefahren deS Strahlenpilzes werden immer noch viel zu wenig gekannt und berücksichtigt, sonst wäre es nicht möglich, daß selbst unter Erwachsenen immer noch die Unsitte zu beobachten ist, an abge­pflückten Grashalmen zu kauen

Vorsicht mit Benzin als Reini­gungsmittel. In letzter Zeit sind wieder mehrere Unglücksfälle durch falschen Gebrauch von Benzin vorgekommen. Es besteht daher Ver­anlassung. erneut davor zu warnen, derart leicht­sinnig Leben und Gesundheit der Hausbewohner zu gefährden. Die Gefahr liegt darin, daß die sich entwickelnden Venzingafe mit der atmosphä­rischen Luft gemischt außerordentlich explosibel sind. Diese Benzindämpfe sind schwerer als die atmosphärische Lust, bewegen sich am Boden ent­lang. entsprechend der h.er herrschenden Strö­mungen. und kommen auch an weit von der DenutzungSstelle deS Benzins entfernten Feuer- ste'len. brennenden Lichtern, entzündeten Streich­hölzern oder gar schon an Funken von elektrischen Kontalten zur Entzündung und Trplosion. Schon 2,5 Teile Benzin auf 100 Teile Luft, also ganz geringe Mengen, laufen das gefährliche Erplo- sionsgemifch entstehen. Selbst das Ocffncn der Fenster bei solchen Arbeiten genügt nicht als Vorbeugungsmaßnahme, weil die schweren Ben­zindämpfe auf dem Boden ruhen und nicht ab­ziehen können. Geradezu gemeingefährlich ist das Forigiehen benutzter Dcnzinmengen in die Wasser­leitungen. Toiletten u. dgl., besonders in Ga­ragen! Denn dadurch können erplofionsgesähr- liche Gasmengen in die Kanalisation gelangen, die sich sch immer auswirken können, als wenn ganze Straßenzüge mit Dynamit unterlegt sind.

Wettervoraussage.

Durch die Störung,über dem Baltikum wird in Deutschland biS zum Odergebiet Bewölkung und an der Küste auch etwas Diederschlag verursacht, während im übrigen Teil des Deiches durch den Hochdruckeinfluß heileres Wetter vorherrscht. Die Möglichkeit zu vorübergehender Ausbreitung von Bewölkung des nordöstlichen Druckfallgebietes bis nach unserem Bezirk ist vorhanden. Im wesent- licpen dürfte aber' doch der Eharakter des hohen Dockes maßgebend sein.

Aussichten für Samstag: Zeitweise be­wölkt, im wesentlichen aber aufheiternd, trocken, warm.

Aussichten für Sonntag: Fortdauer des meist heiteren und trockenen Wetters, tags­über weitere Erwärmung.

Lufttemperaturen am 16. Juni, mittags 20,4 Grad Celsius, abends 14 Grab: am 17. Juni: morgens 13 Grab. Maximum 22,3 Grab, Minimum 8 Grab. Erbtempcraturen in 10 cm liefe am 16. Juni: abenbs 27,4 Grab: am 17. Juni: morgens 17,4 Grab. Sonnenscheinbauer 15 Stunben

Benn basvieberliesche" fauchenb, ratternb unb , üalienb bimmelnb bie Brücke in ber Richtung v ,-q Heuchelheim passiert hat, bann bat es ben An- ben, als ob für einen Augenblick Ruhe eintreten i.cbe, wenn uns auch ber Klang bcr Glocke ber r-nbahn noch lange in ben Ohren bleibt. Aber bas uu ber Ruhe scheint nur so. Das Geschrei ber Rin- fr von ber Badeanstalt her (nehmen wir an, baß t u r bie Kinder finb, bie da schreien unb rufen) i sogleich roieber bie Oberhand gewonnen unb 1 bie Luft an heißen Tagen so lange, bis bie > rne glutrot Im Westen stehl unb dann bie Kühle > Abends ben Heimweg anbesiehlt. Und so, wie ii Stimmengewirr von ben Badeanstalten herüber-

unb 1900 etatmäßiger Professor wurde. 1907 folgte er einem Stufe als ordentlicher Professor nach G,e ßen, wo er bis 1913 lehne Dann ging er auf ein Jahr an bie Unioerfhät Königsberg, bie er 1914 mit ber Universität Freiburg i Br. vertauschte, an ber er bis zu seinem UebertriU in ben Rudestanb 1931 wirkte Seine zahlreichen ver>.ffentlichungen be­lieben sich auf bas klassische Altertum, vorwiegend aber auf das Gebiet der griechischen Literatur, Sprache, Religion und Philosophie Außerdem ver­dankt man ihm wertvolle Arbeiten über Homer und bie Schriften bes Plato unb Aristoteles Nebenher bat Jmmisch in seiner Eigenschast als langjähriger Leiter unb jetziger Ehrenvorsitzender bes veuüchen Gymnasialoereins schuloolitische Schristen veröffent­licht. bie sich mit den Belangen des bumanistilchen Gnmnasiums befallen. Der Gelehrte, ber zu ben auherorbentlichen Mitgliebern der Heidelberger Aka­demie ber Wifsenschasten zählt, ist ber weiteren Oefsentlichkeir besonders durch sein BuchDas Erbe bes Alten" bekannt geworden.

ee Das Hackfleisch im 6*>m mer. DaS Polizeiamt Gießen teilt mit: In den Sommer­monaten häufen sich erfahrungsgemäß bie Er­krankung :n infolge Genusses nicht einwandfreier DahrungSmittel, insbesondere werden Erkrankun­gen nach bem Genuß nicht frischen Hackfleisches vielfach beobachtet. AuS diesem Grunde ist in den FleifchverkaufSordnungen das Verbot enthalten. Hackfleisch während der wärmeren Jahreszeit auf Vorrat herzustellen und seilzuhalten, und ferner vorgeschrieben, daß solches Fleisch bei Bedarf stets frisch zu bereiten ift. Die Polizeiorgane sind angewiesen, bie SXinbfübrung dieser Vorschrift angewiesen, die Durchstihrung dieser Vorschrift genau zu überwachen. Die Bevölkerung wird auf die Gefahren ausdrücklich hingewiesen, die mit dem Genuß nicht frischen Hackfleische-, insbe­sondere von Pferden, verbunden finb. Es wird empfohlen, nur solches Hacksle.fch zu kaufen, da­vor den Augen de- Käufers frifch zubereitet wird.

Die Geschäfts ft eile des Heffifchen Heimatwerks, Abt. Oberhessen. Gießen, Dismarckstraße 24. hat ihre Arbeiten aufgenommen. Zunächst wirb im Zusammenwirken bcr Bezirks- Nebenstellen bes Arbeitsamts Gießen mit besonders bafür gewonnenen Mitarbeitern Perftänbnis für die besonderen Aufgaben derBetreuung" und person- kicher Kontakt mit den Arbcitsdienstfreiwilligen ye- schaffen. Die Gesamtorganisation, bie vor allen Din­gen die in den Betrcuungsbezirken zur Verfügung stehenden Hilfskräfte einfetzen will, wird von Gießen aus betrieben.

21 u f freien Fuß gesetzt. Der am Mitt- wochabend in Dorf-Gill verhaftete nationalsoziali­stische Bersammlungsrcdner Jnaenieur Ernst H o I z- kam per aus Darmstadt wurde gestern vormittag dem Amtsgericht in Gießen vorgeführt. Nach der richterlichen Vernehmung wurde er auf freien Fuß gesetzt Das Verfahren wird im ordentlichen Rechts­weg fortgeführt.

Sonnwendfeier auf dem Schiffen- berg. Am morgigen SamStag veranstaltet der Gastwirt des SchiffenbergS, Herr Sinder, auf dem Schiffenberg eine Sonnwendfeier, zu der jedermann eingeladen ist. Für die Besucher sind, neben dem OEbbrennen eines Sonnwendfeuers, verschiedene lieberrafepungen vorbereitet. Es wird Gelegenheit gegeben sein, fich einige Stunden gut zu unterhalten. DähereS ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Die Deutfchnationale Volkspartet im Wahlkämpf. Man bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen: In zahlreichen Orten des Kreises so in GrohewBuseck, Großen-Linden, Klein Lin- ben, Heuchelheim, Steinberg, Londorf, Watzenborn, Garbenteich, Lauter. (Brüningen, Annerod, Lang- Göns, Leihgestern und Allenborf konnten vor zum Teil recht gut besuchten Versammlungen Rebner der Deutschnationalen Volkspartei wie Kurt 23 o ge I (Kassel), Bürgermeister 9B o fcf (Marburg), Rechts- anwalt Zimmer (Gießen) und Geschäftsführer G a t h (Altenkirchen) über den Weg unb bas Ziel ber Deutschnationalen referieren. Zuversichtliche Stimmung in allen mit vielen Versammlungen be­legten Kreisen ber Provinz Oberhessen lassen auf ein stetiges Wachsen der Deutschnationalen Volkspartei schließen. Besonders ist es das Landvolks das dem an zweiter Stelle der deutschnationalen Liste kandi- tierenben ehemaligen ^bgeorbneten ber Lanbvolk- partei, Fenchel (Ober-Hörgern), warmes Interesse entgegenbringt.

E i n Wahlversammlungs-Kurio- s u m berichtet derGrünberger Anzeiger" von ge- ftern. Das Blatt teilt mit, baß am vorigen Sonntag, nachmittag in Grünberg eine kommunistische Wahl­versammlung stattfinden sollte, zu der nur der Redner aus Gießen unb fünf Polizei­beamte erschienen waren. Bei biesemMassen­besuch" mußte die Versammlung wohl oder übel aus. fallen, da, wie bas (Brünberger Blatt mit Recht sagt, die Polizeibeamten keinen Bedarf an einer kommu­nistischen Wahlrede hatten.

" Geschützte Pflanzen. Dach dem Hess. Daturschuhgefeh vom 14. Oktober 1931 und nach der Bekanntmachung des Hessischen Ministers des Inneren vorn 11. Mai 1932 sind kolqende Pflan­zenarten dem Daturfchuhe unterstellt: sämtlich« Bärlapparten, FedergraS, Türkenbund, Früh- lingSknotenblume oder große- Schneeglöckchen, Dieseru-Schwcrtlilie und Bastard-Schwertlilie, alle

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I und : Wnbeflre ahrli^ ssnet- batte' inber ei»- ebl

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üchwalbea flitzen blitzschnell über das Wasser. Sie b auf der Jagd. In regelmäßigen Abständen Der- Mumden einige der zarten Vogel immer wieder b einem der Fenster eines Stalles im Schlacht- Y1 um gleich daraus wieder heroorzuschießen. Offen- "-ilid) füttern sie ihren Nachwuchs. Lautes Lachen ,rgl da und dort über dem Wasser auf und oer- 'V .|-i sich in den tieften der Bäume, über dem Boots- 1 * 13 flattert bie bunte Fahne ber Paddlergübe im V tbc; aus irgenbeinem Fenster klingt Rabiomusik, rb es hat ben Anschein, als wäre cs weniger um if Musik zu tun, als um bie Vervollslänbigung ber IJIIt ber Geräusche.

nlfernung a|[et |

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ungssjjhjg J lasten Gefühle des Neides wach werden bei

sbeomten in ben cb' 'die einer Pflicht nachgetjen müssen unb sich

Lerülksich,^^ * in Sonne unb Waster tummeln können.

'n Im heißen Nachmittag ist bie Lahn auch außer-

hn unb ihrer E 16 der tiabeanftallcn stets von buntestem Treiben für bas iniernat wt Immer finb einige Schwimmer, bie fich sicher den freien sZ; «SMlen unter großem tiufroanb von Bewegung SthuftberH r!> ©elprlfte babei, lahnaufwärts zu schwimmen, jede de, ju*,« F Hd) dann 00m Wehr ans wieder gemächlich fluh- unq unb löirts tragen zu lasten Sie tun es natürlich auf

Wenn morgen Viehmarkt wäre, würden jetzt Kühe n Ochsen über bie Brücke getrieben, einige Rab- itrtr würben vielleicht zufammcnstohen, wenn sie >: Eieren ausweichen müssen, ober es würbe sonst h 'feiner Unfall passieren. Arbeiter werben am ji-eib in bie Schrebergärten an bcr Bleiche gehen, u mit Ihren großen grünen Gießkannen zu gießen, n basBicberlieschcn" wird wieder ratternd unb i t.-nb, große Dampfroolfcn ausstoßenb^ über die ... ... - Jritfc poltern (diesmal von der anderen Seite her),

nvut-f n011)dn! solange bimmeln, bis es den kleinen Bahnhof weil durch die 811 f der Eisenbahnunterführung aufatmend erreicht 6d)id|t b'e w. i6 ««»** sjSs in ocranlafien.

Ruderschlag. Das Wasser ist den Paddlern zweite Zuhause geworden, und der Herrgott ist quter Mann. Der Badetrikot aber ist das be-

innerhalb tr bemegt und schwer auf feinen eisernen Schwim- r. Das Gelb blinkt freundlich in diese Sympho-

n.