Ausgabe 
16.8.1932 Erstes Blatt
 
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22 lobeeopfec beim Wirbelsturm In

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Olympia 1932.

querung des Flusses mit einem schwimmenden Daum zusammen, auf dessen Zweigen eine grobe 'Giftschlange in das Boot herüberkroch Die Fahr­gäste wurden dadurch in eine derartige Panik versetzt, daß sie alle nach einer Leite des DootcS drängten, so daß dieses kenterte. Die etwa 100 Insassen fanden den Tod durch St«

Arn Samstag wurden in Los Angeles dre olympischen Wettbewerbe bis auf das Jagd­springen abgeschlossen. Das Wetter konnte kaum schöner sein und was auf den verschiedenen Kampfbahnen geschah, war dazu angetan, um un- vergehlich zu bleiben. Ueberall drängten sich wieder die begeisterten Zuschauer in Massen.

Für die Deutschen gab es an diesem Tage noch einmal einen kleinen Medaillensegen. Nach­dem schon am Freitag endlich ein größerer Erfolg unserer Bertreter zu notieren war, gab es fünf .Silberne" und außerdem noch zwei gute vierte Plätze.

Erwin E a s m i r war auch im Säbelfechten der einzige deutsche Teilnehmer, während Ungarn, Italien, Frankreich und Amerika je drei Mmrn stellten. Der Frankfurter gewann seine Gefechte gegen die stärksten Gegner, verlor andererseits gegen schwächere Gegner. Das Endklassement war: 1. Piller-Ilngarn 8:l-<5iege; 2. Gaudini-Italien 7 2-Siege: 3. Kabos-Ungarn, 4. Erwin Casmir- Deutschland: 5. Petschauer-Ungarn: 6. Huf mann- Amerika, alle 5:4-Siege.

Unsere Boxer hatten in den Schlutzkampfen Pech, sie verloren ihre Endkämpse, holten sich

Küste des Golfs von Mexiko dahinbrauste, 2 2 Per­sonen getötet worden.

Oer Tod des Astheimer Feldschützen.

WSR. A st h e i m (Är. Groß-Gerau), 15. Aug. Wie bereits gemeldet, wurde im Schwarzbach bei Mainz-Ginsheim die Leiche des 35jährigen Feldschühen Ferd. Burger aus Ascheim gefun­den. Es wurde nunmehr festgestellt, daß der Tod Burgers durch Ertrinken eingetreten ist, Zeichen eines gewaltsamen Todes wurden nicht gefunben. Man nimmt als sicher an, daß Burger beim Baden ertrunken ist.

sich mit erhöhtem Interesse widmen.

Schweizer Glückwunsch an Professor Kraemer.

. eingeschworene Raucher

I anderer Marken auf die Sberst übergehen, wiffen sie warum/ denn Sberst-Formal, Sberst-Sualität 1 und Sberst -Soldaten -Vitder gibt es nur einmal.

Nach den letzten Meldungen sind bei gemeldeten Wirbel st urm, der mit dengeschwindigkeit von über 120 Kilometer über die

Die letzten Entscheidungen der olympischen Ruderregatta hatten 75OOO Zuschauer ange­zogen. Als erstes Rennen wurde der Vierer ohne Steuermann gefahren. 3n einem harten Endkampf gewann England sicher vor dem ~ das nur mit letzter Anstrengung

Gießen, den 16. August 1932.

Modeblumen des Gartens.

Von den Modeblumen, 'die jetzt unsere Gär­ten so hübsch zieren, die in den Blumenläden und auf dem Wochenmarkte uns entgegenlachen, sind es hauptsächlich die Dahlien, die uns durch ihre Höhe vor allem in die Augen satten. Als diese Blume zu Anfang des vorigen Jahrhun­derts in Deutschland eingeführt wurde, kannte man sie zunächst nur als die einfache Georgine. Die Kunst des Gärtners hat aber im Laufe der Zeit aus der einfachen Form eine Reihe präch­tiger Farben und Formen geschaffen, und jedes Iahr neue Sorten und herrliche Reuzüchtun- gen hervorgebracht. Während man für die alten Formen mit den verschiedenartig gebauten Blu­men in Kamelien-, Ranunkel-, Rosen-, Arti- schoken- usw. Form und in den prächtigsten Far­ben die Bezeichnung Georginen zunächst bei- beHielt, bezeichnete man die neuen Sorten nach dem Züchter Dahl als Dahlien, Edeldahlien, Kcvk'tuSdahlien. Riesendahlien, Pompondahlien usw., wie sie jetzt in vielen Gärten in allen Far­ben im schönsten Schmucke prangen.

Einen hervorragenden Platz in unserem Gar­ten haben sich die Gladiolen errungen, de­ren Farbenpracht und Farbenabwechselung vom reinsten Weiß, Gelb, Rosa und Lila bis in das intensivste Leuchtend- und Dunkelpurpurkarmoisin mit allen erdenklichen Schattierungen, Streisen und Punkten selbst den verwöhntesten Blumen­liebhaber in jeder Beziehung befriedigt. Jede Gladiole ist in Bau, Größe und Farbe der Blume von der andern verschieden. Ihre Ver­wendbarkeit, sei es zur Bepflanzung ganzer Grup- pen als Gartenschmuck oder zur Getoinnung von Schnittblumen, ist allgemein anerkannt. Erst in den letzten zwanzig Iahren haben sich die Gla­diolen richtig in unseren Blumengärten ein­gebürgert, da man früher ihren Wert als Schnitt­blume für Vasensträuße verkannte. Vielen Blu­menliebhabern ist auch heute noch nicht bekannt, daß ein Stengel der Gladiole, selbst wenn er nur zwei oder drei offene Blumen zeigt, ms Wasser gestettt, bis auf die letzten Knospen in der Spitze zum Aufblühen kommt. Gerade im Zimmer bilden sich die einzelnen Blüten be­deutend farbenprächtiger und schöner aus, als im Freien, wo sie dem Wind und Regen aus­gesetzt sind. , , _. ._

Die Kultur der Gladiole ist emsach. Sie ist in bezug auf den Standort durchaus nicht wähle­risch sie wächst sowohl im Schatten, wie in der Sonne, es ist nur deshalb ein geschützter Platz vorzuziehen, damit der Wind die Blumen nuyt so leicht zerschlagen kann. Man legt die Zwiebeln von Anfang April bis Mitte Mai in gut rigolte« Land, je nach der Gröhe 8 bis 10 Zentimeter tief und 15 bis 20 Zentimeter voneinander entfernt. Ist der Boden zu mager, so untermische man ihn mit altem Kompost, frischer Dünger ist schädlich und verursacht Krankheit der Zwiebeln. Die einzelnen Stengel müssen an Stäbchen ange­bunden werden, da sie sonst leicht umbrechen. Die Blütezeit der Gladiolen dauert von Anfang August bis in den Oktober. Wenn im Herbst das Laub gelb wird, müssen die Zwiebeln aus dem Boden herausgenommen werden: sie werden bann in einem recht trockenen, luftigen, aber ganz frostfreien Raume bis zum nächsten Fruhiahr aufbewahrt. , , ,, .,

Die Edelwicke, eine wahrhaft edle Blume von wunderbarer Formen- und Farbenschönheit, flammt von der auf Sizilien und Ceylon heimi­schen wohlriechenden Platterbse und der panischen Wicke ab. Sie ist eine ideale Schnittblume be­sonders köstlich und fein zur Füllung kleiner Vasen. Die Pflanze ist einjährig und m gutem Doden und etwas sonniger Lage gut und leicht zu kultivieren. Cs gibt aber auch eine aus- dauernde, die als schöne Schlingstaude zur weite- ren Verbreitung empfohlen werden kann. -Bet Der Anzucht der ausdauernden Wicken erwart man die alljährliche Aussaat und Anzucht, auch bildet das schöne, Üppige, frischgrüne Laub zür Richt- blütezeit einen Schmuck bei Bekleidung niedriger Gitter und eine Abwechslung in den mancherlei Schlingpflanzen. Unfere schönen ®.a,£tcn®, haben auch viele Schwestern, die wildwachsend unsere Fluren schmücken. Der Gartenfreund soll nicht allein die Gartengewächse kennen, sondern seine Kenntnisse auch auf die gefamte 5)cnnat- flora ausdehnen. Denn die Gartenwissenschaft muh mit der heimatlichen Raturwissenschaft Hund in Hand gehen, um so größer wird dann das Interesse und die Liebe am Garten und an Der freien Ratur werden. Da ist in Den Wiesen und in grasbewachsenen Straßengräben die Ichone Wiesenplatterbse mit ihren gelben Blüten, Die Erdnuß (knollige Platterbse) mit ihren schonen roten Blüten, die Sumpfplatterbse und andere. Wer nun ein Auge für die wildwachsenden Platt-

finanzhof hat das im Urteil vom 13.4.1932 IV A 14 32 (St. u. W. Rr. 731/32) für zulässig er­klärt. Die Begründung geht dahin: Die Einlegung eines Rechtsmittels in Steuersachen ist ein ein­seitiges Rechtsgeschäst. Danach bedarf der Min­derjährige zur Einlegung des Rechtsmittel- an sich der Einwilligung des geietzlichen Vertreters. Wenn aber die Behörde, bei der das Rechtsmittel eingelegt wird, es unterläßt, die Einwilligung in schriftlicher Form zu fordern und mangels Bei­bringung die Einlegung nicht unverzüglich zurück­weist, so gilt das Rechtsmittel als rechtzeitig und ordnungsgemäß eingelegt. Ausfallend ist es, daß hier der Reichssinanzhof für das Steuerrecht ein­mal absolut analog eine bürgerlich-rechtliche Be­stimmung, nämlich den § 111 BGB., anwendet, während er sonst bei der Uebertragung bürgerlich­rechtlicher Hormen auf das Steuerrecht immer feh- skeptisch ist. Im Interesse des Rechtsschutzes ist aber die Anwendung der bürgerlich-rechtlichen Vorschrift des § 111 BGB. für den vorliegenden und ähnliche Fälle durchaus zu begrüßen.

aber als Zweite immerhin drei silberne Me­daillen. Ziglarski war im Bantamgewicht diesmal zu nervös, er verlor gegen Gwynn- Kanada knapp nach Punkten. Schleinkoser hätte im Federgewicht einen Sieg gegen den wild boxenden Argentinier Robledo verdient gehabt, denn er war klar überlegen. Als das Schieds­gericht den Sieg des Argentiniers nach Punkten verkündete, gab es auch einen wahren Protest- sturm im Publikum. Unser dritter Finalist, der Weltergewichtler Campe verlor gegen den Amerikaner Flynn ganz knapp nach Punkten. Er wurde aber zum Schluß säst ebenso stark ge­feiert wie der Sieger.

Reben den Entscheidungen der Boxer standen noch die

Endkämpfe der Schwimmer und der Ruderer

im Vordergrund des Interesses.

Frankfurt weiter befestigt.

Franks urt a.M, 16. Aug. (WTD. Draht­meldung.) Die heutige Börse eröffnete in wei­terhin freundlicher Tendenz, doch war das Geschäft wesentlich stiller als gestern. Reue Anregungen lagen nicht vor, und da auch das Publikum weiterhin Zurückhaltung bekundete, bewegte sich das Geschäft hauptsächlich nur inner­halb der Spekulation, die verschiedentlich noch kleines Kausinteresse zeigte, aber auch anderseits einige Gewinnmitnahmen vornahm. Die auf Grund der neuen Aufwärtsbewegung in Reuyork genannten Vorbörsenkurse wurden nicht immer beibehalten. Bevorzugt waren vor allem solche Werte, die aus dem Arbeitsbeschassungspro- gramm der Reichsregierung profitieren könnten. So zogen von Bauunternehmungswerten Holz- mann 2,25 Proz. und Zement Heidelberg 1,50 Proz. an. Auch Deutsche Linoleum und AG. für Verkehrswesen lagen bis zu 1,50 Proz. höher. Am Eleltromarkt standen Rhein. Elektro, Mannheim, mit plus 1,50 Prozent im Mittelpunkt des In­teresses, die übrigen Werte lagen bis zu 0,50 Proz. sester. IG. eröffneten mit 89.50 Proz. nut knapp behauptet, nachdem noch vorbörslich ein Kurs von über 90 Proz. genannt worden war. Chemienebenwerte lagen dagegen bis zu 0,50 Proz. höher. Am Montanmarkt stellten sich Er­höhungen von 0,50 bis 1 Proz. ein. Dis zu 1 Proz. sester eröffneten dann noch Reichsbank, Contigummi, Schisfahrtsaltien, sowie Kunstseiden- toerte.

Der Rentenmarkt lag außerordent­lich still bei meist nur knapp behaupteten Kur­sen. Gold» und Liquidationspfandbriefe hörte man unverändert. Industrieobligationen lagen verein­zelt bis zu 1 Proz. hoher. Auslandrenten waren unverändert. Im Verlaufe waren die Reben­werte weiter ziemlich stark befestigt.

Rindermarkt in Gießen.

Auf dem heutigen Rinder- (Ruhvieh-) Markt ht Gießen standen 788 Stück Großvieh, 163 Fresse- und 215 Stück Kälber zum Verlaus. Auswärtige Käufer waren zahlreich vertreten. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe: 1. Qualität 350 bis 400 Mark, 2. Qualität 200 bis 300 Mark. 3. Qualität 100 bis 155 Mark: Schlachtkühe: a) 150 bis 260 Mark, b) 50 bis 100 Marl: Rinder:

bis »/.jährig 70 bis 125 Mark, 8/<- bis 2jährig 100 bis 180 Mark, tragend 180 bis 330 Mark: Kälber: das Pfund Lebendgewicht 25 bis 30 Pf. Ausgesuchte Tiere über Rotiz. Marktverkauf: Milchkühe: Rachfrage. Schlachtlühe: schwer unter­zubringen. Tendenz: allgemein lebhaft, s^ä er ab­

ist, wie ein Verein erzieherisch auf seine Mitglie­der einwirken kann. Da für die diesjährige : ^erbftauf füttcrung den Imkern leider kein steuer­freier Zucker zur Verfügung gestellt wird, muß jeder Imker sehen, wo er seinen Zucker am bil­ligsten bekommt. 3m Anschluß an diese Mittei­lung sprach der Vorsitzende, Herr Dodenben- der, noch kurz über die Einwinterung der Die­nen. Als geeignetste Zeit hierfür sah er den An­fang des Monats September an. Zum Schluß wurde noch die Deteiligung des Vereins an der im Herbst stattfindenden Werbewoche in Gießen beschlossen. Man will damit den Hausfrauen De- leaenheit geben, echten deutschen Dienenhonig zu sehen und auch zu erschwinglichem Preise zu laufen.

* Einlegung eines Rechtsmittels auch durch Minderjährige. 3n den vom Wirtschaftsprüfer und Dücherrevisor Herrn. Will zu Gießen herauSgegebenen »Aktuellen Steuerfra­gen" (Rundschreiben Rr. 16) lesen wir folgendes: Ein Minderjähriger hatte gegen einen feinem ge­setzlichen Vertreter zugestettten Steuerbescheid selb­ständig ein Rechtsmittel eingelegt. Der Reichs-

Berlin freundlich.

Berlin, 16. Aug. (WTB. Funkspruch.) Da die innerpolitische Situation heute keine Veränderung erfahren hat, war man für die Beurteilung der Ten­denz an den Effektenmärkten auf die wirtschaftlichen Momente angewiesen. Neuyork hatte wieder eine kräftige Befestigung gemeldet, auch die Warenpreise kannten sich erholen, vor allem regte aber an, daß die Kundschaft bei den Banken zunehmendes Kauf- interefse zeigte. Dieses erstreckte sich aber zunächst nur auf die Kurse niedrigstehender Papiere, oder auf solche Werte, die im Rahmen des A r b e i t s - befchaffungsprogramms profitieren könn­ten. Inwieweit bei diesen Käufen Befürchtungen hin- sichtlich einer Kreditausweitung eine Rolle spielten, ist natürlich schwer festzustellen, sicher ist aber, daß Stillhaltegelder vom Auslande wei­ter angelegt werden.

Eine AEG.-Erklärung, die von einer Einschrän­kung des Verwaltungsapparates sprach, hatte vor­börslich für das Papier Zurückhaltung ausgelöst, doch zeigte die erste offizielle Notiz im Rahmen der allgemeinen Entwicklung eine Besserung von % o. ch. Ueber l^prozentige Steigerungen waren selten. Kaliwerte konnten bis zu 2 v S). anziehen, Lino­leumaktien bis zu 2,25 o. S), Ilse um 3 v. $)., Char­lottenburger Wasser um 2 v. f). und Dauwerte, un­ter Bevorzugung von Holzmann bis zu 2,25 v. H. Nach den ersten Kursen waren allgemein nur kleine, nicht ganz einheitliche Veränderungen festzustellen, allerdings neigte die Tendenz eher etwas zur Schwäche. Einmal verstimmten die Außenhandels- ziffern per Juli, die nur noch einen Ausfuhrüber­schuß von 66 Millionen nach 90 Millionen im Vor­monat zeigten, wobei in der Hauptsache die Aus­fuhr zusammengeschrumpft ist (allerdings fehlen nach den Lausanner Vereinbarungen die Repara­tionssachlieferungen), zum anderen stellte es sich heraus, daß das Hauptinteresse des Publikums doch noch nicht so groß ist, wie man ursprünglich geglaubt hatte. Die Spekulation stellte daraufhin eher Ge­winne glatt. Für Spezialwerte zeigte die Arbitrage aber anhaltend Interesse.

Fe st verzinsliche Werte hatten freundliche Tendenz, Reichsbahnvorzugsaktien gewannen 0,50 o. h. Deutsche Anleihen lagen uneinheitlich. Reichs- schuldbuchforderungen waren bis zu 0,25 v. h. ge­belfert. Arn Geldmarkt ist der Medio im Termin zwar überwunden, di« Sätze erfuhren aber nur zögernd eine Erleichterung, anscheinend weil heute immer noch Einzahlungen auf die Reichsbahnanleii)-' geleistet werden konnten. Der Tagesgeldsatz ging nur vereinzelt unter die Grenze von 5,50 o. h. auf 5 25 v. h. zurück. Monatsgeld war weiter 6 bis 8 v'h. nominell. Auch für Privatdiskonten blieb die Nachfrage klein, ebenso wurden Reichswechsel und Reichsschatzanweisungen nur wenig umgesetzt.

BOBERST

li auch ohne Mundstück

Der Vorstand der Abteilung für Landwirt­schaft an der Eidgen. Technischen Hochschule in Zürich hat Professor Dr. K r a e m e r das nach- tehende Glückwunschschreiben zugehen lassen:

Hochgeehrter Herr Professor!

Die landwirtschaftliche Abteilung der Eidgen. Technischen Hochschule entbietet 3hnen zur Vollendung des 60. Lebensjahres ihre herz­lichsten Glückwünsche. Wir sind stolz darauf, daß Eie aus unserer Hochschule hervorgegangen ind und haben stets mit besonderer Befriedigung eststellen können, daß Sie feit 3hrem Austritte die Fühlung mit uns aufrechterhalten haben. Wir wünschen 3hnen herzlich ein weiteres er- olgreiches Wirken in 3hrem Fache zum Vorteile 3hrer Studierenden und nicht minder zum Wohle Deutschlands, das, wie wir gewiß sind, aus den heutigen Tagen der Wirrnis bald den Weg zu neuem Aufstieg finden wird.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Ihr ergebener

A. Volkert, Vorstand.

Gießener Wochenmarktpreisc.

' Gießen. 16. Aug. Cs kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt: Kochbutter 100, Süßrahmbut­ter 130, Landbutter 120130, Matte 2530 Pf. das Pfund, Käse 5-10, Eier 8 Pf. das Stück, Wirsing 68, Weißkraut 6-7, Rotkraut 10, Gelbe Rüben 10, Rote Rüben 8, Spinat 20, Romisch- kohl 8, Dohnen grün und gelb 1015, Unter* Kohlrabi 68, Erbsen 20, Tomaten 2025, Zwie­beln 10, Pilze 2025, Kartoffeln 3,5 Pf. das Pfund, 3,00 Mk. per Zentner, Frühapfel 1525, Dirnen 1530, Dörrobst 3035, Honig 4045, Stachelbeeren 1520, Pflaumen 1520, Zwetschen 25-30 Mirabellen 35-40, Reineclauden 25, Pfirsiche 3560, Himbeeren 1520, Brombeeren 25 Iunge Hähne 8090, Suppenhühner 6080 Pfennig das Pfund, Tauben 5070, Blumenkohl 3060 Salat 810, Salatgurken 1025, Einmach- aurfen 24, Endivien 1015. Ober-Kohlrabi 8 bis 10, Rettich 10-12 Pf. das Stück, Radieschen 810 Pf. das Bund.

Bornotizen.

TageSkalender für Dienstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: »Leichtsinn. Liebe und ein Mädel." *

* Don der Landesuniverfität. Aus dem hessischen Staatsdienst entlassen wurde auf sein Rachsuchen vom 1. Oktober 1932 an der ordentliche Professor für Experimentalphysik an der Landesuniversität Dr. Walther Bot he.

♦♦ Eine 76jährige Frau Franziska Hammel, wohnhaft Schiffenberger Weg 30 begeht morgen, 17. August, in körperlicher und geistiger Frische ihren 76. Geburtstag.

Eine 86jährige. Frau Katharine Schneider, An der Iohanneskirche 4, Witwe des hier noch in bestem Andenken stehenden Gen­darmeriewachtmeisters Schneider, feiert heute tn bester körperlicher und geistiger Verfassung ihren 86. Geburtstag. Die alte Dame ist eine Rk^in- Hessin von Geburt und hängt noch sehr an ihrer alten Heimat, mit der sie zahlreiche Erinnerungen verknüpfen. ., , _ _

Ehrungen im Hessischen ©änger* bund. Für 40jährige aktive Sangestatigkelt wurden vom Hess. Sängerbund mit der ©ubernen Ehrennadel ausgezeichnet Wilh. Haas I. (Heiter­keit) Annerod, Georg Seipp (Eintracht) Leih­gestern. Für 25jährige Dorstandstatigkelt im gleichen Verein erhielten die Ehrennadel »Für Verdienst": Ioh. Ruppel und Hch. Link- m a n n (Eintracht) Butzbach.

"DieAbendkursederHoherenPri. vatschule Gießen, Rordanlage 15, bereiten die Teilnehmer schnell *ur Obersekunda-Reise oder zrim Abitur vor. Es können auch einzelne Facher belegt werden. Räheres ist aus der gestrigen An« zeige zu ersehen.

" Der .Bienenzüchter-Verein Gie­ßen und Umgegend" hielt dieser Tage im Restaurant .Tannhäuser" seine Monatsversamm­lung ab. Herr Pfeiffer, Launsbach, hielt einen Vortrag über feine Beobachtungen bei Der diesjährigen Revision aus Seuchen. Es wurden im ganzen 68 Bienenstände untersucht, worunter sich nur drei mit dem Verdacht auf gutartige Faulbrut befanden. Die einzelnen Bienenstände waren im allgemeinen in Ordnung doch fanden sich auch Mißstände der verfchiedensten Art, dies allerdings fast ausnahmslos bei solchen 3mkern, bie keinem Verein angehören, woraus zu ersehen

erbsen hat, wird seinen Edelwicken im Garten Gr.