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Werkes, wurde dann als Betriebsleiter in das schon länger bestehende Werk in Duisburg be­rufen und übernahm im Iahre 1928 die Leitung des Mainzlarer Werkes, dem er mit einem reichen Schatz von fachmännischem Wissen und Erfahrung vorsteht.

G (9 r ü n i n g c n, 15. April. Die hiesige 'S ch u l- s p a r k a s se,»die unter Leitung des Lehrers chch. Schaaf steht, erfreute sich auch im verflossenen Jahre reger Spartätigkeit. Trotz der schlechten Wirt­schaftslage waren die Einlagen größer als im vor­ausgegangenen Jahr und betrugen 860 Mark, so daß nach Rückzahlung von 507 Mark das Spar­kassenguthaben auf 2821 Mark anwuchs. Die Zahl der Sparer betrug 89, d. s. mehr als drei Viertel der Schüler. Mit Beginn des neuen Schuljahres sparen bereits 100 Kinder, ein erfreuliches Zeichen für den sich immer mehr ausbreitenden Sparsinn. Die Schülerzahl unserer zweiklassigen Schule ist nach Abgang von 10 Konfirmanden und Einschulung von 19 Rekruten auf 125 gestiegen.

Kreis Büdingen.

nd. Äidda, 15. April. Zwei Jahre vor Er­reichung der gesetzlichen Altersgrenze ist Lehrer Ludwig Runk hier freiwillig in den Ruhe st and getreten. Lieber 40 Jahre hat Leh­rer Runk in verschiedenen Orten des Kreises Friedberg als Dolksschullehrer gewirkt, bis er vor zwei Jghren auf seinen Wunsch von Okarben hier­her in seine Vaterstadt versetzt wurde. Wie an allen seinen früheren Wirkungsstätten gewann er sich auch hier rasch die Liebe und Verehrung seiner Schüler, deren Eltern und seiner Kollegen. Das Lehrpersonal der hiesigen Volksschule veranstal­tete deshalb im Schulhause eine Abschiedsfeier, wobei Rektor M e r g o t t die langjährige, ver­dienstvolle Berufsarbeit des pflichttreuen Kollegen gebührend würdigte und feine treue Mitarbeit schilderte. Mit den besten Wünschen für fein fer­neres Leben überreichte er dem Gefeierten ein gro­ßes Bild des historisch merkwürdigen Marktbrun­nens unserer Stadt als Geschenk des Lehrperso­nals. Lehrer R u n k dankte für die ihm erwiesene

Ehre und das schöne Geschenk und versprach, die bisherigen freundschaftlichen Beziehungen zu dem Lehrerkollegium auch ferner zu Pflegen und die Interessen der Volksschule und des Lehrerstandes zu vertreten. Lehrer Runk wird sich nun noch mehr als bisher seiner Bienenzucht widmen. In diesem Fache genießt er weit über die Grenzen Hessens hinaus einen bedeutenden Ruf, den er sich durch Abhandlungen und Vorträge auf Jmkerver- Sammlungen erworben hat. Er ist Vorsitzender des Oberhessischen Dienenzüchtervereins und Schriftleiter des Fachblattes:Die Biene." Zum Rachfolger von Lehrer Runk wurde Lehrer Stein in Stomfels ernannt, zu dessen Vertre­tung aber Schulverwalter Klaus von Gießen vorerst hier eingetreten ist.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

O Hochelheim, 15. April. Die Spar­und Darlehenskasse (Raiffeisen) hielt dieser Tage unter der Leitung des Vorsitzenden Friedrich Reitz ihre Generalversammlung ab. Der Rechner, Fabrikant Birken stock, erstattete die Jahresrechnung. Die Bilanzsumme beträgt 232 274,12 Mk der Reingewinn beziffert sich auf 201,17 Mk., die Rückvergütung in der Kleinver­kaufsstelle auf 1289,70 Mk. Die Spareinlagen des Vereins betragen einschließlich der Konten in lau­fender Rechnung 210 922 Mk. Ausseliehen wur­den 167331 Mk., in laufender Rechnung 24 685 Mk. Den Verwaltungsorganen wurde Entlastung er­teilt. Der Vorsitzende gab sodann den Beschluß über die neu festgesetzten Zinssätze bekannt. Der Zinssatz für Spareinlagen beträgt 5,50 Prozent, in laufender Rechnung 4,50 Prozent. Für ge­währte Darlehen werden 7,50 Prozent erhoben. Im Herbst dieses Jahres kann der Verein auf sein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß soll ein Familienabend stattfinden. Die Mitglieder Johannes Vogt und Rechner Dir­ke n st o ck gehören dem Verein ununterbrochen seit 25 Jahren an.

Wirtschaft.

Neue Devisenvorschriften gegen unerlaubte Wertpapiergeschäste.

Berlin, 15. April. (WTB.) In den letzten Wochen sind in wachsendem Umfange Versuche unternommen worden, den Erlös aus Wert­papierverkäufen ausländischen Be­sitzes unter Umgehung der gesetzlichen Bestim­mungen in Devisen umzuwandeln. Die zuständigen Stellen haben sich daher veranlaßt gesehen, in einer dem Reichspräsidenten vor gelegten Rot­verordnung und in einer 11. Durchführungsver­ordnung zur Devisenverordnung weitere Be­schränkungen auf dem Gebiete des Wertpapierperkehrs anzuordnen. Die Aushändigung aus Ausländerdepots im Inland wird künftig von einer Genehmigung abhängig gemacht, um zu verhindern,, daß die Effekten in die Hand von inländischen Strohmännern ge­langen und von diesen als Jnländerbesitz ver­äußert werden. Bei Stücken, die sich am 12. Ro- vember 1931, dem Zeitpunkt der Einführung der ersten Defchränkung, nicht bereits in einem in­ländischen Depot befanden, wird außerdem zur Bedingung gemacht werden, daß die Versendung erst binnen einer von der Stelle zu bestimmenden Frist erfolgen darf. In der Regel erfolgen die verbotswidrigen Verkäufe im sogenannten Tafel- geschäft, ohne daß die Ausländereigenschaft des Verkäufers erkannt wird. Daher mußte das Tafel­geschäft allgemein einer Kontrolle unterworfen werden.

In der Verordnung des Reichspräsidenten sind außerdem einige Verschärfungen der Strafvor­schriften zur Devisenverordnung vorgesehen.

7°/0 Dividende bei ZG -Farben.

Frankfurt a. M, 16. April. (WTB. Draht­meldung.) Der Aufsichtsrat der I G. - Farben­industrie schlägt der auf den 10. Mai ein­berufenen Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 7 Prozent, gegen 12 Prozent im Vorjahre, vor. Abgesehen von den auch heute noch nicht weitergegebenen, zu ihn- tauschzwecken bestimmten Stammaktien hat sich der Besitz an eigenen Aktien, der nach einer Mitteilung im Bericht für das Geschäftsjahr 1930 bereits 85 630 800 betrug, auf 114 347 800 erhöht. Im Hinblick auf die Möglichkeit, welche die gesetz­lichen Vorschriften der 3. Rotverordnung vom 6. Oktober 1931 hinsichtlich der Kapitalher­absetzung gaben, soll der Generalversammlung vorgeschlagen werden, mit Wirkung vorn 31. De­zember 1931 von diesem Bestand Aktien in Hohe von 110 Millionen Mark ein-

z u z i e h e n. Das dividendenberechtigte Stamm- aktienkapital vermindert sich daher gegenüber im Vorjahre auf 685 Millionen Mark.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Am R i n b e r m a r f t hat sich der Auftrieb wider Erwarten um fast 200 Stück verstärkt und betrug 1590 Stück, gegen 1403 Stück. Rach ruhi­gem Geschäft wurde der Markt nahezu ausver­kauft. Ochsen ließen im Preise um 1 bis 2 Mk., Kühe und Färsen um je 1 Mk. nach, dagegen blieben Bullen gut gehalten.

Der starke Austrieb am Kälbermarkt (1816 gegen 1672 Stück) verursachte erstmals nach den Feiertagen einen leichten Preisdruck, zumal das Geschäft nicht mehr so gut als in den Vorwochen war. Rach ruhigem bis mittelmäßigem Handel wurde jedoch ausverkauft. Die Preise gingen um 1 bis 2 Mk. zurück.

Für Schafe entwickelte sich trotz verringerten Zutriebs (177 gegen 204 Stück) nur weizig Ge­schäft. Erst am Wochenende trat eine leichte Be­lebung, aber doch ein Rückgang der Preise von 1 bis 2 Mk. ein.

Die leicht verminderte Beschickung des Schweinemarktes (5270 gegen 5341 Stück) -jnv ijvchjsG gdiajjaq paajguauuau uiaj rvcgS tzsij kommen, doch konnte sich das vorwöchige Preis­niveau gut behaupten. Rach ruhigem Handel verblieb nur geringer Lieberstand.

2m einzelnen notierten per Zentner Lebend­gewicht in Mark: Ochsen al) 30 bis 33, a2) 26 bis 29, bl) 22 bis 25; Bullen a) 26 bis 30. b) 20 bis 24; Kühe a) 24 bis 26, b) 21 bis 23,

c) 16 bis 19; Färsen a) 30 bis 34, b) 26 bis 29,

c) 22 bis 25; Kälber b) 41 bis 45, c) 36 bis 40,

ck) 30 bis 35; Schafe a) 30 bis 32, b) 23 bis 29;

Schweine a) 36 bis 40, b) 36 bis 39, c) 37 bis 39, ck) 35 bis 38, e) 32 bis 35; Sauen 28 bis 32.

*

* Wiederöffnung der Betriebe von Henschel & Sohn AG. Kassel. In einer Pressebesprechung teilte die Verwaltung der Henschel & Sohn AG., Kassel, mit, daß sämtliche Kasseler Betriebe des Llnternehmens am 9. Mai wieder geöffnet werden zur Ausführung der in­zwischen angesammelten Aufträge.

* Main - Kraftwerke AG., Frank­furt a. M. - H ö ch st. Der Aufsichtsrat der Main - Kraftwerke AG., Frankfurt a. M. - Höchst, hat beschlossen, der auf den 9. Mai einzuberufen­den Generalversammlung für das Geschäftsjahr 1931 die Verteilung von 4 (6) Proz. Dividende

auf das 22,4 Millionen Mark betragende Aktien­kapital vorzu schlagen.

Berlin freundlich.

Berlin, 16. April. (WTB. Funkspruch.) Das Rätselraten um die Höhe der Farbendivi­dende war in den heutigen Vormittagsstunden die wichtigste Beschäftigung der interessierten Kreise. Me Llnsicherheit über die Höhe der Divi­dendenausschüttung wirkte geschäftshemmend, zu­mal der frühe Samstagbeginn überhaupt den Or­dereingang bei den Danken ungünstig beeinflußt. Trotzdem war die Grundstimmung bei Festsetzung der ersten Kurse im Einklang mit Reuyork ziem- lich freundlich, indem die Kurse zumeist als gut behauptet bezeichnet werden. Eine gewisse Ent­täuschung ging von der Dividendelosigkeit der Schuckertaktien aus, die übrigen Elektrowerte un­ter Bevorzugung von Siemens und Dekula lagen aber ziemlich freundlich. Auch Deutsche Erdöl konnten sich auf Dividendenhoffnungen um zirka 1 Prozent bessern. Ferner waren Elektr. Lieferun­gen plus-plus notiert, ebenso Laurahütte und Gebrüder Iunghans. Chade-Aktien sind mit einem Gewinn von 5,75 Mk. besonders zu erwäh­nen, anderseits zeichneten sich Deutsche Atlanten, Charlottenburger Wasser und Salzdetfurth durch eine zirka 2prozentige Abschwächung aus.

Am Anlagemarkt überwog auch heute die Kaufneigung, d. h. die freundliche Grund- ftimmung. Jndustrieobligationen lagen um zirka 0,75 Prozent gebessert, Reichsschuldbuchsor- derungen waren bis zu 0,50 Prozent höher, da­gegen lagen Reichsbahnvorzugsaktlen nur behaup­tet und Schutzgebiete und Deutsche Anleihen, be­sonders Altbesitz, schwächer. Bei der Altbesitz­anleihe betrug der Anfangsverlust sogar 1 Proz.

Im Verlaufe änderte sich an der Geschäftsstille auf den Aktienmärkten wenig, die Kursentwicklung war keine ganz einheitliche. Die Spekulation ver­hielt sich in Erwartung des Farbencommuniquös weiter abwartend.

Am G e l d m a r k t war die Situation heute nach dem Medio schon wieder etwas leichter. Mo­natsgeld blieb mit 7 bis 8 Prozent nominell un­verändert, der Satz für Tagesgeld blieb an der unteren Grenze aber bereits schon wieder auf 5,35, vereinzelt auch schon auf 5,25 zurück. Die Privat­diskontnotiz erfuhr keine Veränderung.

Frankfurt unsicher.

F r a n k f u r t a. M., 16. April. (WTB. Draht­meldung.) Die Wochenschlutzbörse eröffnete in sehr stiller Haltung. Vom Publikum lagen keine Aufträge vor, und auch sonst fehlte es an An­regungen. 3m Hinblick auf die Dilanzfihung der IG.» Farben hielt sich die Börse stärker zurück. Weitere Verfehlungen von'Kreuger, die aus Stock­holm gemeldet wurden, blieben fast ohne Einfluß, ebenso die schwache Haltung der gestrigen Reu- horker Börse. Der dividendenlose Abschluß bei Schuckert konnte nicht stark verstimmen, da an­derseits die Flüssigkeit der Bilanz einen gewissen Ausgleich bot Die Haltung war sehr nervös. Das Geschäft hielt sich aber trotzdem in engen Grenzen, weil die Spekulation keine Llnterneh- mungslust bekundete. Gegen die Abendbörse lagen die Kurse gut behauptet, vereinzelt noch etwas höher. Elektrowerte lagen überwiegend von 0,5 bis 1,5 Proz. fester, nur Schuckert verloren etwa 1,5 Prozent. Von Montanwerten lagen Gelsen­kirchen wieder 1 Proz^ hoher, Klöckner dagegen etwas schwächer. Die Farbenaktie eröffnete mit 88 nur knapp gehalten, konnte dann aber etwa 0,75 Prozent anzieh«i. Schiffahrtsaktien zogen um weitere Bruchteile eines Prozentes an. Kunst­seidewerte blieben gehalten. Reichsbank gewannen 0,75 Prozent. Von lokalen Werten waren Holz­mann gesucht und 3,25 Proz. fester.

Am Anleihemarkt schwächten sich Alt- Altbesih 1,13 Proz. ab, auch Reubesitz und Schutz- anleihe gingen wieder etwas zurück. Gold- und Liquidationspfandbriefe still und unverändert. Stahlverein-Obligationen lagen 0,5 Proz. höher. Von Auslandrenten blieben Mexikaner behauptet.

Im Verlaufe war die Tendenz schwach und se hr unsicher. IG. verloren 1,5 Proz., die übrigen Werte 0,5 bis 1 Prozent. Rur Gelsenkir­chen blieben gefragt, ebenso Holzmann. IG.- Farbenbonds waren mit 80,50 kaum unverändert. Die Zurückhaltung blieb in Erwartung des Far- benkommuniques groß.

Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgelb mit 4,5 Prozent unverändert.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 17. April, 15 bis 17.30 Llhr:Im weißen Rößl". 19 bis gegen 22.30:Tannhäuser". Montag, 18.: Geschlossen. Dienstag, 19., 19 30 bis nach 22.30:Die Macht des Schicksals". Mittwoch, 20., 20 bis 23 r Im weihen Roßl". Donnerstag, 21-, 19.30 bis gegen 23:Carmen". Freitag, 22., 20

bis 23:Im weißen Rößl". Samstag, 23.. 19.30 bis nach 22 30:Die schöne Helena". Sonntag, 24., 11.30 bis 13: Konzert-Matinee Hoehn. 19.30 bis nach 22.30:Die schone He­lena".

Schauspielhaus. Sonntag, 17. April, 17 bis nach 22 Llhr:Faust", l.Teil. Montag 18., bis Samstag, 23-, jeweils von 20 bis 22.30 Llhr: Ensemble-Gastspiel Oskar Karlweis inEin ent­zückender Mensch". Sonntag, 24., 16 bis 18.30 und 20 bis 22-30: Ensemble-Gastspiel Oskar Karl- Weis inEin entzückender Mensch".

Rundfunkprogramm.

Sonntag, 17. April.

7.00: Von Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Katho­lische Morgenfeier. 9.15: Stunde des Chorgesangs. 10.15: Cello-Konzert. 11.00: Iunge Generation. Gespräch mit einem jungen Akademiker. Geführt von Dr. Dolf Stemberger. 11.30: Von Leipzig: Reichssendung: Kantate. Von Iohann Sebastian Bach. 12.00: Konzert auf Schallplatten. 12.30: Trier: Aus dem deutschen Weinmuseum. Mikro­phonbericht. 13.00: Saarbrücken: Liebertragung der öffentlichen Sänger-Kstndgebung anläßlich des 13. ordentlichen Bundestages des Saar-Sänger­bundes in Groh-Rosseln-Warndt. 13.30: Schall­plattenkonzert. 14.10: Stunde des Landes. 15.10: Stunde der Iugend. 16.00: Wiesbaden: Konzert des Städt. Kurorchesters. 17.30: Zitherkonzert. 18.00:Mode in unserer Zeit." Vortrag von Käthe von Porada. 18.25: 30 bunte Minuten. 19.05: Rugbh-Länderkampf Deutschland Frankreich. 19.30: Stiftskirche Stuttgart: Orgelkonzert von Al­bert Schweitzer. 20.00: Heitere Stunde. 21.25: Rationale Tänze. Konzert des Philharmon. Or­chesters Stuttgart.

Montag. 18. April.

7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12.00: Lln- terhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 13.00: Von Köln: Mittagskonzert. 15.20:Arbeitslosig­keit in Amerika", Vortrag von Frau Dr. Baum. Heidelberg. 16.35: Ein rheinischer Weberjunge er­zählt. Improvisation von Paul Laven. 17.00: Von München: Reue Llnterhaltungsmusik. 18.25:Die geologischen und bergwirtschaftlichen Verhältnisse im rheinfränkischen Gebiet Süd-West-Deutsch- lands", Vortrag von Dr. C. Dönges. 18.50: Eng­lischer Sprachunterricht, erteilt von Oberstudien­rat Paul Olbrich. 19.20:Der Traum auf der Bühne", Bemerkungen zu der Molnarschen Urauf» führung am 19. April. 19.30: Goethe oder Das Gegenwärtige. Ein Gespräch von Egon Vietta. 19.45: Eine Viertelstunde Lyrik. Ina Seidel. Ge­lesen von Charlotte Christann. 20.00: Stunde der Kammermusik. 20.30: Kassel. Gin Städtebild. 21.15: Schlagerstunde. Robert Koppel.

Letzte Nachrichten.

Hindenburg fordert gleichmäßige Behandlung der Kampfverbände.

Berlin, 16. April. (MTB. Drahtmeldung.) Reichspräsident von Hindenburg hat an den Reichsmini st er des Innern das nachfolgende Schreiben gerichtet:

Berlin, 15. April 1932.

Sehr geehrter Herr Reichsminlfter!

Die das verbot der SA. und SS. aus­sprechende Verordnung vom 13. April 1932 habe ich vollzogen, nachdem Sie mir in ernsten Morten die Schwierigkeiten der politischen Lage dargelegt und den Erlaß dieser Verordnung zur Sicherung der Staaksau t o r i tät als unbedingt notwendig bezeichnet ha­ben und nachdem die Reichsregierung einstimmig Ihrem Anträge beigetreten war.

Inzwischen ist mir durch Uebergabe von Beleg- material mitgeteilt worden, daß ähnliche ge­artete Organisationen wie die ver­botenen auch bei anderen Parteien bestehen.

In Erfüllung meiner Pflicht zur überparteilichen Ausübung meines Amtes und zur gleichmäßigen Anwendung der Gesetze muh ich verlangen, daß, falls dies richtig ist, auch diese Organi­sationen der gleichen Behandlung verfallen. Ich übersende Ihnen anbei das mir zugegangene Material mit dem Ersuchen, es mit dem gleichen Ernst zu prüfen, den ich Ihrem An­träge enlgegengebracht habe und mir alsbald d a » Ergebnis Ihrer Prüfung und einen entsprechenden Vorschlag vorzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

ge;.: von Hindenburg.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5,5 v.h., Lombardzinsfuß 6,5 v.h.

.eranlfun a. M.

BeNu.

Frankfurt a. J)l.

Berlin

(vchlutz-1 turs |

1-Uhr- Kurs

Schluß« j lurfl |

-Anfang» Kurs

Schlu߻l tu es |

l'Uhr« Kurs

Schluß-'

hirei 1

Ansang- Kurs

Datum

15.4.

16.4.

15.4.

16.4.

Datum

15.4.

16.4.

15.4.

16.4.

6% Deutsche Relchsantethe d. 1927

49,65

50

Hamburg-Amerika Palei . .

6

14,5

14,4

15

7% Deutsche Reichsanlethe v. 1929

57

57,65

Hamburg-Südam. Dampsschiss

0

5y,% Doung-Anleibe von 1930 .

50

50,75

Hansa Dampsschiss . . .

0

22.5

Deutsche Slnl.-Abloj.-Schuld mit

38,5

Norddeutscher Lloyd ....

6

15,4

15,9

15

15,75

Auslos.-Rechten.......

39,9

38,75

39,5

A.G. sür Verkehrswesen Akt.

32,25

Desgl. ohne Auslol.-Rechle . . .

3,15

3

2,95

Berliner Handelsgesellschaft .

8

83

-

8% fielt Bolksstaat von 1929 (rudjafjlb. 102%)......

Commerz, und Privat-Bank.

7

42

45

Darmstädter und Nationalban!

8

24

Lberhessen Provinz-Anleihe mit

Deutsche Bank und

Auslos.-Rechten.......

Tisconto-Gesellschast. . .

fi

44

Deutsche Komm. Sammelabl.

Dresdner Bank......

6

24

Anleihe Serie 1.......

37,75

38,75

Reichsbank........

12

103,5

104

103

104,5

6% Franks. fiyp.-Bank Goldpse

15 unkündbar bis 1935 .... 7% Franks. fiyp.-Bank Goldpse

71,25

A.E.G...........

. 7

24,5

26

25,5

26

Bergmann........

. 9

unkündbar bis 1936 Serie 16 .

*y2% Franks. Hyp^Bauk ßlqu^

70,5

Elektr. LIeserungsgesellschast.

10

55,5

59

Licht und Kraft......

10

59,5

61

59

60,5

Psandbriese.........

74,5

Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische

6/2

30

29,75

32

4'/?% Rheruiche Hyp.-Bank-Llau.

Goldpse...........

6% Pr. Landespsandbikesanstall,

75,25

Unternehmungen . . .

9

51

51,25

51

51,75

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

67

Psandbriese R. 19......

71

71

Schuckert L Co.......

11

46.75

45,5

7% Pr. Landespfandbriesanstalt,

Siemens & Halske.....

14

.'

100,5

98,5

101

Pfandbriese R. 10

70

LahmeyerLCo.. .....

12

78

4% Oesterreichliche Golvrenie . .

4,20% Oesterreichische Silberrente

12

12,13

Buderus.........

. 4

--

22

21,65

0.4

Deutsche ErdLI......

. 5

54,75

55,9

4% Ungarische Goldrenle . . . .

5,75

5,65

Gelsenkirchener......

. 8

33

33,13

33

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4,9

Horpener.........

. 0

33

33,5

4'/i% desgl. von 1913.....

5% abgest. Goldmexikaner von 99

4,9

Harsch Eisen........

. 6

24

25,25

5,5

Ilse Bergbau.......

10

-

128

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

2,1

2,1

2,13

Klöcknerwerke.......

KSln-Neuessen.......

. 6 ey,

19^9

21,4

24

20,25

Serie 1...........

2,1

Monnesmann-Röhren . . .

. 6

33,5

34

4% dcsgl. Serie 11.......

2,1

2,2

Mansselder Bergbau ....

. 0

13

12,25

b% Rumän. verelnh. Rente v. 1903

4,5

4,5

4,75

Lberschles. Koks werke . . .

. 8

31,25

32

4V,%Rumän.vereinh.Rentev.l913

9

9,25

Phönix Bergbau......

*Yi

16,5

-

17

17,75

4% Rumänische vereinh. Reute

4,12

4,25

Rheinische Braunkohle». , .

IC

160

160

tyt% I. Anatolier ......

13,4

13.4

Rhetnstahl ..« 4

6

34.6

au

Fronktun a. M. 1

Berlin

Schluß«! kurs |

l»Uhr« 1

Kurs 1

Schluß-> lurs I

Anfang- Kurs

Datum

15.4.

16.4.

15.4.

16.4.

Riebect Montan......7,2

-

Bereinigte Stahlwerke .... 4

15,25

15,4

15,75

Olavi Minen......16'/,

-

10,25

10,75

Kaliwerke Nschersleben ... 10

89

90

90

Kaliwerke Westeregeln ... 10

99

100

100

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

-

148

150

148

F. ®. Färben-Industrie... 12 Verein, chem. Industrie Frank-

88,25

88

88,25

87,75

surt a.M...........

126,5

18,5

Goldschmidt.........O

18,5

30

29,5

28

29,25

Metällgesellschast.......6

28

78,5

iRhlHMM finlimann . ..... 9

28,75

42

32

29,75

32

Zementwerk Heidelberg. ... 7

Cementwerk Karlstadt.....7

Schultheis Payenhoser ... 16 Aku (Allgemeine Kunstseide) o

38

35,5

53

35

54,65

35,75

Bemberg......... O

34

34,25

34

35

Zellstoss Waldhos.....12

-

28,75

28,75

Zellstoss Aschassenburg ...

Dessauer Gas........9

76

76,5

Daimler Motoren......0

8,75

9

Deutsche Linoleum.....

28

^)renstein & Koppel.....0

20

21

Leonhard Tietz.......

55

55

Svenska.........16

7,75

Chade............

192

197,75

yranksmter Maschinen . . . . c Grttzner..........

Mainkrostwerke Höchst a.R.. .

I -

I so.tr

LüdbellttchuLuik«.!£

4

-

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Banknoten.

15. April

16.April

Amtliche Rotiemna

Amtliche Dotierung

Geld

Arie«

Geld

Brief

HelsingsorA .

7,343

7,357

7,343

7,357

Wien. . . .

49.95

50,05

49,95

50,05

Prag . . .

Budapest. .

12,465

12,485

12,465

12,485

58,94

59,06

60,94

61,06

Sofia . . .

Holland . .

3,057

3,063

3,057

3,063

170,68

171,02

170,68

171,02

Oslo. . . .

81,07

81,23

80,32

80,48

Kopenhage».

86,91

87,09

86,76

86,94

Stockholm .

80,42

80,58

78,67

78,83

London. . .

15.88

15,92

15,87

15,91

Buenos Mre^

1,048

1,052

1,048

1,052

4,217

Reuyork . .

4,209

4,217

4,209

Brüssel. . .

59,01

59,13

59,01

59,13

Italien. . .

21,63

21,67

21,63

21,67

Pari» . . .

16,61

16,65

16,61

16,65

Schweiz . .

81,87

82,03

81,86

82,02

Spanien . .

32,27

32,33

32,42

32,48

Danzig. . .

82,62

82,78

82,62

82,78

Japan . . . Rio de Ian..

1,389

1,391

1,389

1,391

0.274

0,276

0,274

0,276

Iugostawt«.

Lissabon . .

7,427

7,437

7,423

7,437

14,49

14,51

14,44

14,46

Äerlin, 15. April

Geld

Arlef

Amerikanische Noten.......

4,20

4,22

Belgische Noten.........

58,85

59.09

Dänische bloten .........

86,73

87,07

Englische Noten .........

15,84

16,57

170,31

15,90

Französische Noten........

Holländische Noten...... .

16,63

170,99

Italienische Noten........

21,86

21,94

Norwegische Noten........

Deutsch-Oesterreich, t 1OO Schwing

80,89

81,21

Rumänische Noten........

2,49

2,51

Schwedische Noten ........

80,24

81,69

80.56

Schweizer Noten. ........

82,01

Spanische Noten. .........

32£4

32,46 *

UnßatijdjeNölen

ftr.90

LS

«Mot* öq><rnl.

Kn*11 '

gerUeichspr

Innern

Sehr geehrter hen Die bas verbal ! sprechende Verordnung ich vollzogen, nachdem öie Schmier.gle Lage dargelegl und zur Sicherung als unbedingt r hen und nachdem di, Ihrem Anträge beigel Inzwischen isi mit material mitgeteilt t artete Organif' botenen auch b bestehen.

3n Erfüllung mein' Ausübung meines A Anwendung der Gefe daß, falls dies richtig falionen der g verfallen. Ich übe zugegangene Material dem gleichen Ernst zu trage entgegengebracht Ergebnis Ihrer entsprechenden

Ulit freundlichen Gr

0'

Daß es einem Manni von Hindenburg, der d Int 'm dechchen Lande den ist, dasßtrbot di zu unterzeichnen, hat r ken können. Das fier Oroener bri weist auf den einstiim rung zu dieser Notvei ranus hat in einem

,. Erfüllung m Zusubung r

Anwendung der (J M. falls dies rief) ! -l

S mW3

LZrW 2°l!°i und«16 Daran r.., §üt h°l diese?tz^r ni, aus öem c?)r,it be die AeraÄ^'ben § b'e fie jeh e h?°n k Werden, S Ac bflnn S R bi feter,:1 Mülfrerbe «t bei (5 MK

leien,

gefügt, daß deutschna in Bayern und Deh 'Rufer im Streite" getreten seien. Daß Erwägungen für den und für die Unterzei ' von Hindenburg mäße künden worden. Sam' L behoben worden, der ; Eeite gegen diese Ni I wurde, nämlich b i e

gen Borgehens onbere politische Arw ten. Reichspräsident v tnmmung, die in I herrscht, Kenntnis qen Jj '"'al geprüft, das i(j I' entnimmt er, daß I anderen Parteien" b

2c,ben °n den 3m I: kMde aus: