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Aus aller Welt.

Der Erfinder des Dretphafendrehftromftzslems f.

Om Aller von 72 Iahren starb ui Freiburg der Ingenieur Dr. h. c. Halelwanber. Er wurde 1859 al- Lohn eines Etfenbahnbeamlen geboren. Seine bahnbrechende Erfindung de» Drei- Vhasendrehstromsystem». die er am 12. Oktober 1887 in Offenburg «Baden) gemacht hat. ermöglichte c» er ft, den Ausbau der Elek- trizftätSwirtschaft mit Hilfe der groben Heber- landzentralen zu vollziehen. In Offenburg lief die erste Drehstrommafchme Außerdem hat Hafel- wandcr den komprcssorlofen Oelmotor lDiefelmotor) konstruiert. Ihm gelang auch die Erfindung der fog. offenen Düfe, durch die erst der Dieselmotor betriebsfähig gemacht wurde. Die Verdienste Haselwander». der in Offenburg anfällig war. ehrte die Technische Hochschule in Karlsruhe durch Derleihung der Ehrendoktor- würde Hafelwander war es nicht beschieden, feine Erfindungen für sich ausgunutzen.

Der Ceoparbe de, Maler, Ofhegraoen vor Gericht.

Dor dem Erweiterten Schöffengericht Derlin- Schöncberg begann der Prozeß gegen den Kunst­maler und Afrikaforscher Hugo von Othc- graben. Die Anklageschrift wirft ihm vor. durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen und eine schwere Körperverletzung verursacht und ohne besondere Erlaubnis e i n gefährliches wildes Lier geholten zu haben Der Zuhvrerraum ist überfüllt. 24 Zeugen sind geladen. Dor dem Platz der Der- leidiger hängt das Fell de» von der Polizei getöteten Leoparden, der am 29. Ianuar d. I. die zweijährige Erika Scharrie» und ihre Mutter beim Betreten der Wohnung de» Kunstmaler- überfiel, da» Kind tötete und die Mutter schwer verletzte. Bereits am 8. Oktober 1931 hatte die Polizei die Sntsemuna de» Tieres aus der Wohnung verlangt und Tötung de» Tiere» angedroht, fall» e» nicht ständig in der vorn Berliner Zoo gestellten Daub- tierkifte unlergebracht werde. Othegraven wurde wegen der von seinem Leoparden verursachten fahrlässigen Tötung und fahrlässiger Körperver­letzung zu einem Iahr Gefängnis ver­urteilt.

Der Diebstahl de, ftönigsmantele von hawai.

Der Student Pfleghaar, der unter dem Der- dacht verhaftet worden war. den Diebstahl des Königsmantels im Ethnologischen Institut der Uni­versität (Böttingen au&gcfüfcrt zu haben, hat beweisen können, daß er sich die Verletzung an der Hand, die ihn außer der Lücke in seinem Alibi ver­dächtig gemacht hatte, bei einem Gott qer Schuh­macher zugezogen hat. Da ihm nicht chzuweiscn war, daß er irgendetwas mit dem Diclpahl zu tun hat, ist er aus der Hast entlassen worden, vier vermißte Touristen wieder heil zurückgekehrt.

Die vier am Sonntag al» abgängig gemelde­ten reichsdcutschen Skisahrer. die vergangene Woche von Galtuer au» eine Skitour in« Silvrettagebiet unternommen hatten, sindheilinGaltuerwiedereingetrof- f c n. Dach ihren Angaben sind sie am Silvrelta- gletlchcc in einen Schnee st urm geraten, muhten eine Dacht im Freien verbringen und ge­langten erst am nächsten Morgen in da« Sil­vrettahaus

Aus der prvvinuatbauptsiadt.

(Sieben . den 16.März 1932.

Jetzt (Seneralreinigung des Körpers!

23on iDr. meb Hans Volkenborn.

Don jeher ist die Frühjahrszeit auch in medi­zinischer Hinsicht besonders beachtet worden. Die vielen alten Dolksdräuche medizinischer Art, die sich an die Frühjahrsmonate knüpfen, entbehren keineswegs der Berechtigung. Der Organismus inub sich durch den plötzlichen Wechsel der ge­samten Witterungseinflüsse m der llebcrgang»- zeit oollfoinmen umstellen. Luftdruck, Dind- betoegung, Diederschläge und Feuchtigkeit spielen eine bedeutende Dolle für unser Allgemein- besinden Es ist klar, daß unser Blutdruck sehr wesentlich von dem atmosphärischen Druck, der ja im Winter viel weniger Schwankungen al- gerade im Frühjahr unterworfen ist. in starkem Mähe abhängt. Damhaste Forscher haben in langwierigen Versuchen festgestellt, daß die Blut­gefäße der Haut im Sommer einen bedeutend weitern Durchschnitt aufweisen, al» im Frühjahr. Gs dauert natürlich eine geraume Zeit, bi« sich diese Defäherweiterungen in normaler Weise voll­zogen haben. Im April und Wai wird vom Körper wohl die hauptsächlichste Arbeit geleistet werden. Eine solche Llmstellung geht aber nicht ohne bedeutende Deränderungen in unserem All- gcmcinbcfinbcn vor sich.

Bekannt ist der Llmstand. daß sämtliche 3rufen unsere« Körpers tm Frühjahr besonder« kräftig arbeiten und ihre Säfte dem Organismus in verstärktem Maße zuführen

Alle diese Ereignisse, die sich in unserem In­nern abspielen, machen e« leicht verständlich, daß Heilkuren, die im Frühjahr unternommen werden, besonders kräftig wirken müssen. Durch die Er­weiterung der Blutgefäße und die vermehrte Drüsenarbeit wird es meist gelingen, die zu­geführten Heilstosse im Körper schnellstens zur Ausschwemmung zu bringen und ihre Bestand­teile bis in die entferntesten Gewebsteile vor­zutreiben.

Deshalb wird vielfach angeraten, namentlich die Kursen mit den verschiedenen Äräutcrcrtrot­ten, am besten in Form von rohen Fruchtfästen, in den Frühjahrsmonaten vorzunehmen. Beson­ders beliebt sind Säfte, die auS Wacholderbeeren gewonnen werden. Gegen diele Kuren ist nichtS einzuwenden, da die Fruchtsäfte, in richtiger Weise angewandt, es sicherlich zu Wege bringen, den Stoffwechsel äu steigern und den Körper von den Stoffwechselschlacken in verstärktem Maß zu Be­freien. Außerdem darf man nicht vergessen, daß gerade im Frühjahr durch den Mangel an frischen Gemüsen usw der Ditamingehalt der Dahrung sehr zurückgeht und die Äräutcrettraftc bei sorg-

Industrie- und Handelskammer Gießen.

Ueder die jüngste ciftunq derIndustrie-und Sandel,kammer Sieben für die Kreise teben, Alsfeld und Lauterbach wird uns berichtet: Nach Vegrübung der Berfammlung durch den

Vorfitzenden, Herrn Rinn, erstattet Herr Wilhelm Horn ein Referat über eine lange Reihe van Fragen welche ichon seit Jahren die freien und amt- Uchen Vertretungen des E i n z e l h a n d e l s auf das ernsthafteste beschäftigen und deren Zweck und Ziel

die drohende Vernichtung de, mittelständifchen Einzelhandels auszuhalten.

Der Herr Referent begrübt daher mit besonderer Genugtuung die jungst zum Schutze der Wirtschaft erlassene Notverordnung der Reichsregierung, welche mit dem grundsätzlichen Zugabeverbot, mit der Ein- schränkung der Ausverkäufe und schließlich mit der zweijährigen Sperre für Einheitspreisgeschäfte die dringlichsten Wünsche des Einzelhandels erfüllt. Auf Antrag der Kammer hat der Hessische Industrie- und Handelskammertag in einer ausführlich begrün­deten Eingabe den hessischen Staatspräsidenten ge­beten, sich zur

Behebung der schweren Notlage der Figarren- industrie und de, Tabakwarenhandels

bei der Reichsregierung für die Erfüllung der folgen, den Forderungen einzuieflen- Herabsetzung des Zolls für Rohtabake auf ein erträgliches Maß, Ermäßigung der Banderole von 23 v H. auf 20 o. H Befreiung der Banderole von der Umsatzsteuer, Befreiung von der Ausgleichsteuer durch Aufnahme von Rohtaboken in die Freiliste und Vergrößerung der Nutzenspanne bei den billigen Preislagen der Zigaretten. Die Hersteller von Verbrauchssteuer pflichtigen Erzeug, nifsen üben an Stelle des Fiskus die Funktionen des Steuereinnehmers aus; wahrend nun im Konkurs- falle die Forderung des Fiskus als bevorrechtigt gilt, «st dies bei dem die Steuer vorlegenden Industriellen nicht der Fall. Die Kammer wird daher für eine ent­sprechende Ergänzung de, § 61 der Konkursordnung eintreten. Es ist in Kürze eine nicht unerhebliche

Senkung der Viersteuer (Reiche und Gemeinde­viersteuer)

zu erwarten. Damit aber dürfte der lange und schwere Kampf, welchen bas Braugewerbe im engen Zusammenwirken mit den Industrie, und Handels- kammern um Erleichterung seiner Existenzbedingun­gen geführt hat, noch nicht beendet sein, da die vorn Preiskommissar angcorbnctc Bierpreisermäßigung mit der Bicrsteuersenkung nicht im Einklang steht. Nicht minder schlimm ist die Lage im Brannt­weingewerbe, weshalb die Kammer auch ihrer, feits fiir eine Herabsetzung der Monopolabgabe ein- getreten ist. (Es bestand Veranlassung, auf Aus­wirkungen bei der Vergebung von Straßenunter. haltungsmaterial hinzuweisen, welche geeignet sind, der schon ohnehin hart um ihre Existenz ringenden oberhessischen Steinbruchindustrie chweren Schaden zuzufügen, und aus diesem Grunde ne Provinzialdirektion Oberhessen darum zu bitten, ich den Schutz dieses alteingesessenen Gewerbe- Zweiges ernstlich angelegen sein zu lassen. Für die

Wahlperiode 1932/34 des La nd e se i f e nda hn- rats Frankfurt a.M, während welcher die Kammer Sieben die Stellvertretung zu übernehmen hat, soll dem hessischen Finanzministerium Herr Kommerzienrat R a m f p e ck präsentiert werden. £ie Notverordnung über den

Ueberlandverkehr mit Kraftfahrzeugen bezweckt die Regelung des preislichen Wettbewerbs zwischen Reichsbahn und Kraftfahrzeugen. Die prak­tische Durchführung der Verordnung erscheint aber ohne eine sicher wirkende Uebcrwachuna der Erfül­lung ihrer Bestimmungen undenkbar. Dem Plane, die amtlichen Berufsoertretungen von Handel und Industrie in diese Ueberwochung einzubeziehen, wird grundsätzlich zugestimmt. Laut § 19 des zweiten Teils der Vierten Notverordnung vom 8. Dezember 1931 ist eine Zwangsvoll ft rcckung wegen einer Geldforderung in Gegenstände des beweglichen Vermögens auszuheben, wenn die untere Verwal­tungsbehörde bescheinigt, daß dem Schuldner durch die Zwangsvollstreckung Mittel entzogen wurden, die zu ordnungsmäßiger Fonführung der Wirtschaft bis zur Ernte 1932 benötigt werden, und daß der Schuldner die Gewahr bietet, daß er den Erlös aus der Veräußerung der Gegenstände zur ordnungs- gemäßen Fortführung der Wirtschaft verwenden wird. Klagen aus den Kreisen der Wirtschaft über mißbräuchliche Auslegung und Anwendung dieser Gesetzesbestimmung boten Anlaß, sich dafür cinzu- setzen, daß die amtliche Berussoertretung vor Ge­nehmigung solcher Anträge durch die untere Der- waltungsbehörde gutachtlich zu hören ist. Da die Höhe der

Umlage der hessischen vrandoerficherung,- fammer

mit der allgemeinen Preislenkungsaktion nicht gleichen Schritt gehalten hat, wird man um eine ent­sprechende Ermäßigung der Umlage bemüht (ein. Aus gleichem Grunde und in gleicher Richtung soll bei dem Oberversicherungsamt bezüglich der Fest­setzung des Ortslohnes und des Wertes der Sachbezüge Vorstellung erhoben werden. Für die Derwirkl'^ung des Gedankens, eine Erlaub- nispflich ur Ausübung der gewerbs- mäßigen arlehnsvermittlung einzu- führen, wird die Bereitwilligkeit zur Mitarbeit er­klärt. Die hessischen Kammern werden um Beseiti­gung der Härten bestrebt (em, welche sich aus der Vorverlegung des Termins für die Einkommen- steuervorauszahlung vom 10. April auf den 10. März 1932 ergeben. Bitterste Klagen der Im­port. und Exportfirmen über die

gänzlich unzulängliche Zuteilung von Devisen veranlaßten die Kammer, für eine wesentliche Lockerung der Devisenbestimmungen einzutreten. Bei Anhalten des jetzigen Zustandes oder gar noch weiterer Verschlechterung kommen große Industriebetriebe zur Stillegung. Der Stauf- Mannschaft des Bezirks fei immer und immer wieder nahegclegt, sich vor K r d i t g e w ä h r u n g in jedem einzelnen Falle altbekannter und angesehener 21 u s kunf teien zu bedienen.

fälliger und gewissenhafter Herstellung diese lebenswichtigen Ditaminc enthalten.

Einer Gruppe von Kranken wird die Früh­jahrsfreude durch eine Steigerung ihrer Beschwer­den besonders vergällt. Gerade in dieser Zeit der Wirtschaftsnot und des gesteigerten Sristenz- kampfes hat eine große Anzahl von Menschen an nervösen Störungen der Blutgefäße zu leiden, die unseren Herzmuskel mit Blut versorgen. Diese kleinen, aber doch ungeheuer wichtigen Gefäße ziehen sich bann plötzlich zusammen und es treten krampfartige Schmerzen in der Herzgegend mit starken Atembeschwerden auf. Den Aerzten ist dieser Zustand unter dem Damen .Angina pec­toris .Enge der Brust" bekannt. Durch die häufigen Luftdruckänderungen im Frühjahr treten diese Ansälle besonder« häufig auf. Den Kranken muß geraten werden, gerade in der ilcbcrgang«- zeit sich soweit wie möglich von Aufregungen, ilcberanftrcngungen und besonders üppiger Dah- rungsaufnahme fernzuhalten.

Keine Belustigungen in der Karwoche.

Das Polizeiamt Gießen teilt mit: Aus Grund der Verfügung des Herrn Ministers des Innern haben am Palmsonntag, 20. März, öffentliche Lustbarkeiten zu unter­bleiben. Theatralische und Kinovorsührungen werden nur dann zugelassen, wenn die Dar­bietungen ernften oder belehrenden Inhalt« sind und der besonderen Bedeutung und Weihe dieser Tage angepaßt sind.

Am Karfreitag, 2 5. März, sind nach wie vor össentliche Lustbarkeiten jeder Art. auch solche mit ernstem Hintergrund, nicht erlaubt.

An den übrigen Tagen der Karwoche ein­schließlich Ostersonntag sind theatralische Torfübrungen und Konzerte aller Art, ein­schließlich der Begleitmusik bei Lichtspielen zu­lässig, wenn sie ebenfalls ernsten, belehrenden Inhalts sind und der Bedeutung und Weihe dieser Tage antzepaßt werden.

Oesfenlliche Tanzlustbarkeiten werden für diese Tage grundsätzlich nicht ge­nehmigt.

Die für die Karwoche vorgesehenen Konzert- programme sind im 1 Polizei-Bezirk. Zimmer 5, zwecks Prüfung sofort, spätestens bis 18. d. M , in doppelter Ausfertigung cinzureichen.

Bornotizen.

Tageskalender fürMittwoch: Stadt- tbcater:... Vater fein dagegen sehr!", 20 bis 22.30 Uhr. Tannenberg-Bund. 20 Uhr,Aqua­rium", Vortrag überLudendorsfs Freiheitskampf". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Stürme der Lei- denschast".

AuS dem Stadttheaterbureau wird unS geschrieben: Heute, 20 Uhr, alS 23. Vor­stellung im Mittwochabonnement zu gewöhnlichen Preisen, Wiederholung deS erfolgreichen Lustspiel» von Childs Carpenter: .. . . Vater sein dagegen sehr!", in der deutschen Bearbeitung von Sil- Dara. Sin humorvolles älnterhaltungSftück voller

komischster Situationen, daS immer wieder Lach­salven hervorruft. Tin echte« Lustspiel, wie man es jetzt so gut brauchen kann. Beginn 20 älhr, Ende 22.30 älhr. Die Aufführung steht unter der Spielleitung von Karl Heyser. Freitag, 18. März, bleibt das Theater der Erstaufführung von Domea und Iulia" in Marburg wegen geschlos­sen. Wir bringen diese« Shakespeare-Stück auf den ausdrücklichen und dringenden Wunsch unserer Dachbarstadt schon jetzt. Die Goethefeier des Theaters wird daher in den Anfang de« April verlegt. Cs sei nochmal« auf die wegen der Darmstädter Spielplanänderung nötig gewordene Verlegung des OperngastfpielS auf Mittwoch, 23. März, hingewiesen.

* D i e n st j u b i l ä u in Gestern konnte der Prokurist der Zigarrensabrik Georg Philipp Gail AG., Herr Ernst Hoehn, auf eine 25jährige Angestellten-Dienstzeit im Hause Gail zurück- blicken. Der Iubilar trat am 15. März 1904 als Lehrling in die Firma ein und verblieb auch nach Abschluß seiner dreijährigen Lehrzeit im Dienste des Unternehmen«. Am 11 August 1925 erhielt er Handlungsvollmacht, seit 26. Iuni 1931 besitzt er Prokura. Während seines ganzen Wirken« hat sich der Jubilar stets als ein geschätzter Mit­arbeiter der Firma Gail erwiesen.

e* Schulpersonalie. Auf fein Dachsuchen wurde der Lehrer Wilhelm D u p p zu Obborn­hofen (Kreis Gießen) mit Wirkung vom 1. April ab in den Ruhestand versetzt.

" Sänger-Ehrungen. Der Hessische Sängerbund zeichnete den Sänger Iean Arnold vom GesangvereinHeiterkeit" in Gießen für 50jährige aktive Sängertätigkeit mit der goldenen Ehrennadel des Hessischen Sängerbundes aus und überreichte ihm ferner den Ehrenbrief des Deut­schen Sängerbundes. Für 40jährige aktive San- gestätigkeit wurden Karl Sommer und Georg Wahl, beide vom GesangvereinFrohsinn" in Garbenteich, mit der silbernen Ehrennadel aus­gezeichnet- Die Ehrennadel fürVerdienst" (für 25jährige Dorstandstätigkeit) erhielten Georg W a l d s ch m i d t (GesangvereinLiederkranz" in Leihgestern), sowie Iohann Leun und Philipp Schmidt (beide vom GesangvereinHarmonie" in Grohen-Linden).

Die ersten Echneegänse. Gestern gegen 17 Uhr zog ein kleiner Schwarm Schnee­gänse in geringer Höhe über daS Prosessoreneck in der Dichtung Allen-Buseck nach Dorden.

Die Macht des Beispiels Ein Lefer. der uns als aufmerksamer Beobachter der Datur bekannt ist, teilt un« folgenden Vorgang mit: In der Dähe des Flughafens kreisen zwei Raubvögel in der klaren Morgenluft. In an­gemessener Entfernung zieht ein Flugzeug feine Kreise Plötzlich stellt es sich aufrecht, vollführt ein Looping und geht in die Rückenlage. Die beiden Vögel, gebannt durch den Anblick, tun gleichzeitig dasselbe.

e* Deutscher und Oesterreichifcher Alpenoerein (Sekt. Oberhessen). Der für heute, Mittwoch, vorgesehene Vortrag des Freiherm von

Rotberg fallt wegen Erkrankung des Redner» aus. (Siebt gestrige Anzeige.)

" KulturfilmimLichtspielhau». Der Kulturfilm, der am Sonntagvormittag im Licht« spielhau- Bahnhofstraße gezeigt wurde und oubcrorbcnflid) stark besucht war. bedeutete für den Tierfreund wieder ein schönes Erlebnis. In schier unerschöpflicher Fülle der Bilder sah man Szenen der verschiedensten Art auS dem Leden der Tierwelt, die sich dem großen Gedanken. de« den Film leitete, einordneten und viel instinktive», in einigen Bildern auch verstandesmäßige» Han­deln der Tiere nachunelen. In (otgfälttger Ar­beit gingen Wissenschaftler und Kameramann den kleinsten und geheimsten Vorgängen nach, zeigten die rein instinktive und doch zweckbetonte, bi» zur

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Meisterschaft entwickelte Technik der Bewegung der Tiere, schilderten die klaren Aeuherungen de» Art- und Selbsterhaltungstriebes, in einigen ge­radezu sensationellen Bildern (man denke an den Kamps der Brillenschlange mit dem Mungo) den verzweifelten Kampf de- Schwächeren gegen den Stärkeren, den Kampf und die Vorsorge um die Ernährung, wie um die Wohnung, außerdem die bei vielen Tieren hochentwickelte Sorge um di« Dachkommenschaft. Allerdings vermochte der Film trotz de« außerordentlich wertvollen Anschauungs­materials. daS in ihm zusammengetragen wurde, keine klare Grenze zwischen dem instinktiven und dem verstandesmäßigen Handeln der Tiere zu ziehen, sondern wie« in letzten Bildern lediglich darauf hin, daß der Menschenaffe da« Tier sei, das klar erkennbar das Instinktive mit dem Verstande-mäßigen in Beziehung miteinander er­scheinen läßt. Der Film war nicht nur sehr lehr­reich, sondern auch sehr unterhaltsam. Daß die Photographen ftch bemühten, den Film auch in künstlerischer Hinsicht auszugestalten, verdient noch besonder» anerkannt zu werden.

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Wettervoraussage.

Wir liegen weiterhin im Bereich hohen Druckes, dessen Kerne sich über den Donaulandern und dem Nordrnccr bewegen. Ein. und Ausstrahlung bestirn- men in vollem Maße die Temperaturen. Während tagsüber die Sonnenstrahlung Temperaturanstieg bis über 10 Grad bewirkt, sinken nachts die Werte noch bis unter den Gefrierpunkt. Obwohl über Skandi­navien und Finnland eine Störung liegt, durch die mildere maritime Luft ihren Weg nach Deutschland findet, dürfte sich in unserem Bezirk nur zeitweise Bewölkung in das heitere Wetter einmischen. Nie­derschläge find vorerst nicht zu erwarten. Im ganzen schreitet die Erwarmung weiter fort, und die starke nächtliche Abkühlung dürfte langsam abflauen.

Aussichten für Donnerstag : Zeitweise bewölkt, jedoch auch meist heiter trocken, tagsüber weitere Erwärmung, nachts noch Abkühlung bis zum Gefrierpunkt und etwas darunter.

Aussichten für Freitag: Meist trockenes, teils wolkiges, teils aufheiterndes Wetter, nachts noch Abkühlung, jedoch nicht mehr so stark wie seither.

Lufttemperaturen am 15. März: mittags 9,1 Grad Celsius, abends 3,0 Grad: am 16. März: morgens 3,0 Grad. Maximum 9,5 Grad, Minimum5,4 ®rab. Erdteinperaturen in 10 cm Tiefe am 15. März: abends 1,2 Grad; am 16. März: morgens 0,4 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 9j Stunden.

Schöne weiße Zähne: ChlorodonKx