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Helft der Gießener Winternothilfe!
über die
DieältesteGtadtanlagevonGießen
von
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sowie unschöne Hautfarbe verwendet man am besten die schneeig-weiße Creme Leodor, die gleichzeitig eine vorzügliche Unterlage für Puder ist. — Die kühlende und heilende Wirkung tritt besonders im Winter in Erscheinung, wenn Hände und Gesicht durch Einwirkung der Kälte stark gerötet sind. Auch bei spröder und aufgesprungener Haut, insbesondere bei dem so lästigen Juckreiz der Haut, leistet die Creme vorzügliche Dienste. In allen diesen Fällen trägt man sie in dünner Schicht
auf und wiederholt dies mehrmals täglich, abends in stärkerer Schicht. Der nachhaltige Duft dieser Creme gleicht einem taufrisch gepflückten Frühlin^sstrauß von Maiglöckchen, Veilchen und Flieder, ohne jenen berüchtigten Moschusgeruch, den die vornehme Welt verabscheut. — Leodor-Kühl- = role PackunS; Leodor-Fett-Creme, blaue Packung. — Wirksam unterstützt durch Leodor- Edel-Seife. — Unter-Vorkriegspreise. — In allen Chlorodont-VerkaufssteUen erhältlich.
besteht. ES soll zu diesem Zweck schon in den nächsten Tagen mit einer
umfassen den Sammlung von alten Kleidungsstücken
begonnen werden. 3n dankenswerter Weise hat hierzu der Kommandeur unseres Bataillons. Herr Oberstleutnant Klepke, wiederum die Hilfe der Reichswehr zur Derfügung gestellt, die sich bereits bei der bisherigen Durchführung deS Winterhilfswerkes in hervorragender Weise betätigt hat. Bei der Kleidersommlung werden Fuhrwerke der Reichswehr mit Begleitmannschaf- ten unb einem Trompeter vor den Häusern erscheinen, der Beginn der Sammlung wird jedeS- rnal durch Trompetensignal angekündigt werden. Hoffentlich wird auch diese Sammlung zu einem guten Ergebnis sühren.
Weiterhin hat unsere Garnison eine Spei- sung von Schulkindern vorgesehen, die in ben nächsten Tagen beginnen soll, ebenso hat sie mehrere Konzerte der Dataillons- kapelle zugcsagt, wobei der Erlös der Win- ternothilfe zugeführt werden soll.
Auf der bei Dordrecht in Holland über die Alt« Maas führenden Eisenbahnbrücke wurden drei staatliche Landmesser .... einem Eisenbahnzug ersaht und auf derStelle getötet. Die Landmesser nahmen in der Um« ajbung von Zwijndreht Vermessungen für den Dau einer neuen VlaaSbrücke vor. Eie befanden ■ sich aus dem Heimwege nach Dordrecht, wobei sie pr Abkürzung deS Weges die Eisen- l>ohnbrücke benutzten. Hm dem ihnen entgegen- ionnnenden Zuge auSzuweichen, begaben sie sich ''aus das Rebengleis. Sie überhörten das Herannahen des Gegenzuges. Ein vierter junger Mann, der in ihrer Begleitung war, Drang im letzten Augenblick aus di« Seite, klammerte sich an- Brückengeländer und wurde so vor dem Tode bewahrt.
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— Tageskalender für Samstag Stahlhelm. 20 Alfjr, Cafe Leib, Reichsgründungs- feier. — D. H. D.: 20.30 Uhr, im Heim, Lony-
Seele und des Geiste- müssen alle Diktate einer unvernünftigen Welt zuschanden werden!
Das Wort vom Hinübersegnen, laßt es nicht ein Wort bleiben! Der deutfche Genius ruft uns auf in einem seiner größten Söhne, in Goethe!
Vor Gericht.
Ich will erzählen, wie es war: Wir spielen jetzt schon zwanzig Jahr... Beim Skat — ich weiß es selbst nicht wie — da heißt es: Mancher lernt es nie.
Denn immer, nie könnt' ich's verstehn, hat er geschunden auf die Zehn: ich denke oft noch meines Schrecks, das war nun einmal sein Komplex.
And spielte er dann gegen mich, so äugte er auf jeden Stich. Unb haft' ich alles unter Dach, er zählte regelmäßig nach. Als bester Freund, ich sag es hier, mißtraute er beim Spielen mir. Doch niemals bracht er mit Verstand den Spieler dann in Mittelhand.
Wir hatten jeden Abend Krach, doch hinterher lieh es dann nach, und nach dem Spiel war alles gut, dann faßt ich wieder neuen Mut. Doch an dem unheilvollen Tag da ging es wieder Schlag um Schlag: Durch seine kindische Manier verlor ich einen Grand mit vier!
Doch leider kam dann noch viel mehr: Er äugte wie ein Luchs umher. Ich hatte wiederum ein Spiel und war mit Mühe fast am Ziel, doch durch sein Schinden auf die Zehn, blieb ich mit 59 stehn!
Da schlug ich mit dem Blumentopf ihn, leider Gottes, auf den Kopf.
Puck.
Osten ausbaute, in diesem Teil zugeschüttet und im Jahre 1484 auf ihm der Stadtrirchturm errichtet, dessen etwa 3,40 Meter breite Fundamente auf einem kreuzweise verlegten ^hwellenrvst liegen.
Gleich im Anschluß an die fertiggestellte Burg wurde die Stadt Gießen angelegt und ousgebaut, und die Einwohner aus den umliegenden Orten Selters, Achstadt, Kropbach hier angesiedelt. Auch der Verlaus der Stadtmauer richtete sich durchaus nach den Geländeverhältnissen und umschloß den Stadtkern, parallel mit der Wieseck laufend, in einer Birnenform. Da der wirtschaftliche Zweck der Stadtgründung in einer mögt chst weitgehenden Erfassung des Verkehrs bestehen sollte, wurde die Marltbildung dadurch erreicht, daß die von der Reustadt her geradeswegs in den Reuenweg laufende West-Ost-Verbindung nach Rorden zu abgebogen wurde und in die Rord-Süd-Verbindung spitzwinklig einlief (jetzige Markkskrahe). Die Stadt hat von Anfang an drei Tore gehabt, da bei nur zwei Toren die Gestaltung des Marktplatzes eine andere hätte sein müssen. Von der alten Stadtmauer haben sich bei der Errichtung des MarkklaubengebäudeS wertvolle Reste in Form eines Turmes von 10 Meter Durchmesser und eines langen Stückes Mauer gefunden. Der einzige jetzt noch vorhandene Rest der alten Stadtmauer steht in der Dreihäusergasse am Durchgang von der Wagengasse zur Sonncnstraße. — Der Zeitpunkt der Stadtgründung liegt nicht genau fest. Erwiesen ist nur, daß im Jahre 1248 Gießen Stadtrechte gehabt hat. — Das Schloß am Kanzleiberg ist nach der Formengebung veralten Architekturteile wahrscheinlich erst in der zweiten Halste des 13. Jahrhunderts errichtet worden, nachdem Gießen im Jahre 1265 durch Kauf an den Landgrafen von Hessen übergegangen war. Das Resultat der Untersuchung über die älteste Stadtanlage Gießen ist, daß die Grundgedanken des ersten Stadtbauplanes aus dem 13. Jahrhundert die gleichen gewesen sind, wie sie auch heute dem Reichsstädtebaugeseh zugrunde liegen.
Reicher Beifall des bis auf den letzten Platz besetzten Saales dankte Stadtbaurat Gravert für seine reichhaltigen, von guten Lichtbildern unterstützten Ausführungen.
Im Schlußwort sprach der Vorsitzende dem Redner den Dank des Vereins aus und bedauerte, daß in Anbetracht der vorgerückten Stunde eine Diskussion, die sicher sehr anregend geworden wäre, nicht mehr angängig sei.
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Bayern wegen der eukung hingewiesen. Die ■ "Absetzungen beim be Mten ohne Mi,wir. ^Puffen unb ein Massen- JW Easlwiribelriebe sei 1(w ^letzten Augenbliik fl durchsetze, heute finden frischen Preisldminissar, Mietpreis statt.
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** Sparmaßnahmen des Kreise« bei der Fürsorge für Geisteskranke usw. UJom Kreisamt Gießen wird uns mitgeteilt: .Zum Ausgleich des Haushalts des Kreises Gießen hat der Kreisdirektor auf Grund be« § 2 der Verordnung des Hessischen Gesamtministeriums zur Sicherung der Haushalte von Gemeinden, Gemeindeverbänden und sonstigen Körperschaften deS öffentlichen Rechts vom 2o. September 1931 bi« Bestimmungen des § 4 der Kreissahung. die Durchführung der Reichsvervrdnung über die Fürsorgepslicht vom 13. Februar 1924 betreffend. Wonach der Bezirksfürsorgeverband die HLlfte der von den Gemeinden für hilfsbedürftige Geisteskranke, Schwachsinnige, Blinde, Taubstumme, Krüppel, Epileptische und für Wochenfürsorge endgültig aufzuwendenden Pflegekosten Übernimmt, mit Wirkung vom 1. Januar 1932 auf gehoben. An Stelle der generellen Regelung wird künftig der Kreisausschuß des Kreises Gießen von Fall au Fall entscheiden, in welchem Verhältnis sich Der Kreis Gießen an den in den
ftrafje, Vortrag mit Lichtbildern über „Die verbandspolitische Bedeutung der kaufmännischen Stellenvermittlung im D. H. V ". — Geflügel, und Vogelzucht-Verein: 20.30 Ahr, Gastwirtschaft Henkel, Monats-Versammlung. — 224er: 20 Ahr, „Andres", wichtige Zusammenkunft. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Berge in Flammen". — Astoria-Lichtspiele: „Der Schrei aus dem Tunnel" und „Der neue Weltmeister".
— Tageskalender für Sonntag. Stadttheater Gießen: „Die Puppenfee", vorher „Die Wunderlampe", 15.45 bis 18-15 Uhr. — Katholisches Dereinshaus: 15 bis 17 Ahr, Ka- sperle-Theater. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: 11.15 Ahr, „Wunder der Tierwelt im Wasser": ab 15 dlbr, „Berge in Flammen".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen Sonntag, 15.45 Albr, als Ftemdenvorstellung zu ermäßigten Preisen Wiederholung der.beiden allseitig mit größtem Beifall aufgenommenen Weihnachtsinszenierungen „Die Puppenfee", Ballett von Haßreiter und Gaul, mit der Musik von Bayer. Spielleitung Karl Heyser, musikalische Leitung Fritz Eujö, tänzerische Gesamtleitung Ewald Bäulke. Dazu „Die Wunderlampe", Weihnachtsmärchen von Werner Schmidt. Spielleitung: Karl Dolck. Beide Aufführungen unter Mitwirkung des gesamten Ensembles und vieler Kinder, riefen das Entzücken der jugendlichen, wie der erwachsenen Zuschauer hervor. Ende 18.15 Ahr. — Dienstag, 19. Januar, zum letztenmal die Traukndichtung „Hanneles Himmelfahrt" von Gerhart Hauptmann. Spielleitung: Peter Fassott. Beginn 20 Ahr, Ende 22 Ahr.
— Kasperle-Theater. Morgen von 15 vis 17 Ahr im Katholischen Vereinshaus Kasperle-Theater. Zwei frohe Stunden für große unö kleine Kinder sind sicher. Siehe gestrige Anzeige.
— DieGesellschast für Erd- und Völkerkunde veranstaltet am Donnerstag, 21. Januar, 20.15 Ahr, in der Reuen Aula der Uni» versität einen Lichtbildervortrag. Dr. Walter E t ö tz n e r, Dresden, spricht über Forschungen in der Rord-Mandschurei. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
" Buchhändler Ernst Legler t Der Seniorchef der Rickerschen AniversitätSbuchhand- lung. Buchhändler Emst Segler, tfl gestern nach kurzer Krankheit verstorben. Der Verewigte hat sich durch seine langjährige und eifrige Mitarbeit als Schriftführer des Gießener Konzerlverein« um die Förderung der Allgemeinintcrcssen unserer Bürgerschaft sehr verdient gemacht. Durch seine hingebungsvolle Arbeit im Vorstande des Kon- ^ertvcreins, namentlich auch in den Iahreiz der Inflation» >eit und der W eker'ceses.igung unserer willschaftlichen Verhältnisse, hat er in hervorragender Weise mit gewirkt an der Erhaltung des Konzertvereins als eines der bedeutendsten Kulturfaktoren unserer Stadt. In der Geschichte de« ©ichencr Musiklebens und seiner Förderer wird die Tätigkeit deS Heimgegangenen stets in ehrender Weise vermerkt bleiben.
Aus der provmzialhcmptftadt.
Gießen, den 16. Januar 1932.
Wahre Noigemeinschast!
Von Reinhold Braun.
Segnen heißt: In Liebe schwingen und den anderen ganz durchklingen hell und warm und gut und klar, sich für ihn zur Drücke breiten, daß er kann beruhigt schreiten über Abgrund und Gefahr.
Goethe schrieb bei einem Besuche der Wartburg an Frau von Stein: „Hier oben! Wenn ■<t> Ahnen nur diesen Blick, der mich nur kostet au'zustchn vom Stuhl, hinübersegnen könnte!"
Fühlen Wir nich! manchmal, wie wenig Sc^enZ- ftcom von Mensch zu Mensch ist, wieviel nugr oil dunkle und überschwere Gedankenfracht zwilchen ihnen hin und her geht, wie sich manche nicht genug darin tun können, dem andern mit fristeten Voraussagen Gemüt und Geist zu be- inften?
Dir alle sind in ein neues Opsergängertum 91 Hellt worden. Aber wem der Sinn und die Mrde des rechten OpsergängerS aufging, der icifo, daß man nicht mit hängenden Schultern, glanzlosem Auge und dem Schritte der Welkheit schreiten darf, daß vielmehr das echte Opferwesen ich darin kundtut, mit seinem tiefsten Sein fraft- Jtib lichtvoll zu den andern fick) „hinüberzuseg- kh" in Wort und Blick und jeglicher Gebärde.
Goethe konnte in dem erwähnten Briese gleichem eine Idylle zu der Freundin hinübersegnen. Dir sind in ein Schicksalsdrama verstrickt. And ^entsprechend ist Art und Gehalt des von -16 geforderten inneren Tuns. Rur ein Deutschland einer solchen starken, Hellen, seelischen 2c- b»ndigkeit wird ein Land des wahrhaften Widet- bandes, der Anbeugsamkeit und der nimmer» rtoen Sehnsucht ins Licht und in die Freiheit ■"‘ui. Schwäche und Dunkel zu verbreiten, ist ileichbedeutend mit Verrat an seinem Volke. I!rr der ist Rotbezwinger, der ihr mit klarem klick und festem Herzen zu begegnen weih, der ch mit andern Rotgenossen zu schöpferischer Ge- oeinschaft zusammenfindet.
Jeder Morgen, der uns zu ncu?m Lichte und Qun weckt, will ein Aufruf an uns sein, uns bineinzusegnen mit unfeem ganzen Menschen in Xu kommenden Tag. Schon die erste Viertel- iimde wahrer Hausgemeinschaft kann eine Tat Jaistellen. Solche Art des tapferen, sinnvollen ^bens hebt uns hinweg über manche Sorge, nacht sie kleiner in unfern Augen, und Wir sind bewahrt vor kleinlichem Verhalten. And es gibt 'och fo viel Kleinlichkeit unter den Menschen, ii? den Ballast dieser Tage vermehrt.
Laßt uns einander Helfer sein zu Licht und rechter Kraft in Räh und Ferne, was wir tun tri treiben! An diesem heimlichen Diktat der
©woitmios CBnener Qnafö bedeckt •wolkig. •Mdeckt eltege^ ♦ Schnee ^^roupeia ■ Nebel K Cewirer.^)windstille O, seht »eichte» Ost ■nissifle» Südsüdwest q stürmische» «lordwesl Oie Wene fliegen mit dem wmdc Pie beiden Stationen stenenoen Zab- len geben die Temperatur an. Oie Linien uerpmden Orte mit gleicht» tutctecresniveau umgereebneten Luftdruck
Wettervoraussage.
2luch heute ist in der Lustdruckverteilung des kontinentalen Hochs und des Tiefs über Island keine Verschiebung zu erkennen. Rur weitere ozeanische Luft mit Morgentemperaturen von 10 bis 12 Grad dringt an der Südseite der Islandstörung über den Kanal und England vor, die auch Deutschland Weiter überfluten wird, so daß trotz des hohen Druckes das seitherige milde, neblig-wolkige und regnerische Wetter mxb anhält.
Auss ichten für Sonntag: Weiterhin diesiges und wolkiges Wetter, mild, zeitweise etwas Regen.
Aussichten für Montag: Fortdauer des milden, neblig-wolkigen und zu Regen neigenden Wetters mit kurzem Aufklaren.
Lufttemperaturen. Am 15. Januar: mittags 6,7; abends 6,9; am 16. Januar: morgens 5,1 Grad Celsius. Maximum 7,2, Minimum 1,0 Grad Celsius. Niederschläge 0,3 mm. Sonnenscheindauer 2% Stunden. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter liefe. Am 15. Januar: abends 3,8; am 16. Januar: morgens 2,6 Grad Celsius.
einzelnen Gemeinden erwachsenden Kosten für Geisteskranke usw. beteiligt.“
“ Gi n Fünfundachtzigjähriger. Am kommenden Montag feiert der Landwirt Heinrich Noll VII., wohnhaft Neustadt 47, in großer geistiger und körperlicher Frische seinen 85. Geburtstag.
"Dernäch st «Rindvieh-(Rutzvieh-) Markt findet am Dienstag, 19. Januar, statt. Der nächste Schweinemarkt wird am Mittwoch, 3. Februar, abgehalten. Räheres in der heutigen Bekanntmachung.
'* Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Ahr bei kleinen Preisen geöffnet.
" Die staatliche Stenographieleh- rerprüf ung haben die Herren Fidel Dalken und Richard Strauch, beide aus Gießen, in Darmstadt bestanden.
' FriedbergerFrühjahrspferde'' markt. Die Anmeldungen zur Prämiierung beim Friedberger Frühjahrspferdemarkt können vom 18. Januar ab bei der Bürgermeisterei Friedberg vorgenommen werden. Interessenten mögen die heutige Anzeige beachten.
Vie Mettei-Iage.
In einer Sitzung des Werbe- und 6 am - melaus schusses der Gießener Winter n o t h i l s e, die gestern nachmittag im Wohl- sahrtsamt stattsand, ergab sich, daß zur Linderung der Rotlage in breiten Schichten unserer Bürgerschaft weitere Hilfsmaßnahmen unbedingt er f o r d e r l i ch sind. Am die Geldmittel zur Erfüllung dieser Aufgaben herbei- zuschassen, soll in der ersten Hälfte des Februar wieder
eine Haussammlung in allen Teilen der Stadl vorgenommen werden, der sich in der zweiten Hülste des Februar an einem Tage eine allgemeine Strahensammlung anschließen soll. Die Wintemothilfe bittet alle Mitbürger, die noch über regelmäßiges Arbeitseinkommen verfügen, auf- dringendste, diese Geldsammlungen tatkräftig zu unterstützen.
Am ganz besorrderS drängenden Rotständen ab- zuhelsen, ist die beschleunigte Beschaffung von Kleidungsstücken erforderlich, nach denen große Rachfrage der Hilfsbedürftigen
Rekordsommer In Amerika.
3m Nordosten der Bereinigten Staaten herrschen ungewöhnliche 6ommertemperatu- r«n, die stellenweise bis 26 Grad Celsius erreichen- Seit über 50 Jahren hat es eine solche Rekord- irärme um diese Zeit nicht gegeben. Ein Orkan -outete kn den Staaten Mifsissippi und Ten- nessee, die außerdem von Hochwasser heim gesucht wurden. 5000 Personen haben sich auf Dächer und Bäume geflüchtet und warten angstvoll auf Hilfe. In der Gegend von Trenton wurden 10 Personen getötet und viele verletzt. Der Deich am Lake Grassy und dem Tallahatchiestuß >st infolge des Hochwassers geborsten. Eine üfccr blei Meter hohe Wassermasse ergoß sich ü b e r b a 6 Becken von lippo. Das Wasser drang | *11 etwa 1000 h ä u | e r ein, deren Bewohner schliefen und nichts von der Gefahr ahnten, in her sie sich befanden. Man befürchtet, daß viele 'Zersonen ertrunken sind. Das Rote Kreuz plaubt, daß 30000 Personen obdachlos (ir.ö. Die meisten Familien mußten die Nacht auf ben Dächern verbringen.
Aus einer Lisenbahnbrücke Überfohren.
Hebet dieses Thema sprach am dritten Vortragsabend des Oberhessischen Ge- schichtsvereinS der Gießener ©tabtbaurat Gravert. In einer Einführung, die er seiner Begrüßung anschloß, schilderte der Vorsitzende. AniversitätsbibliothekS-Direktor Prof. Dr. Ebel, in kurzen Zügen die vorhandene Literatur über Gießens Vergangenheit.
Der Vortragende führte nach einem sehr interessanten Aeberblick über die geologischen unö tektonischen Grundlagen des „Gießener Beckens" bezüglich der ältesten Anlage unserer Stadt etwa folgendes aus: Der Stadtkern von Gießen ist auf einem kleinen Höhenrücken entstanden, der im Wieseckdelta etwa 2 bis 3 Meter aus dem übrigen Gelände herausragte. Heber diese Insel liefen von Rorden nach Süden und über die Süd- spitze von Osten nach Westen wichtige alte Der- kehrsstraßen. Sie war ringS umflossen von der Wieseck. die etwa an der Kreuzung Moltkestraße— Ostanlage durch den Botanischen Garten hereinkam. Genau aufgestellte Höhenschichtenpläne sollten den RachWeis erbringen, daß die Wieseck nicht nur auf der Ostseite, sondern auch auf der Rord- feite über den Lindenplatz, über die Kreuzung Wehsteingasse—Auf der Bach und „Hinter den Ställen" entlang an der Sandgasse die Insel umfloß. Auf der Rordwestspihe dieser Insel ist die Arzelle von Gießen, die Burg (Sieben, etwa um die Mitte des 12. Jahrhunderts von dem Grafen Wilhelm von Gleiberg errichtet Worden. Diese Burg enthielt etwa sechs Buramannensihe. Ein RachWeis über die Existenz eines Pallas oder eines Bergfriedes, die den Schluß zuließen, daß in dieser Burg der Graf von Gleiberg selbst residiert hätte, hat sich bisher nicht erbringen lassen. Die Burg scheint vielmehr eine Art Verwaltungsstelle für den auf der linken Lahnseite gelegenen Gleibergschen Besitz gewesen zu sein. Don vier in dieser Burg errichteten Durgmannen- häusern haben sich die Kellergrundrisse wiedergefunden, so daß aus den Abmessungen derselben die Größe der höchstens zweigeschossigen Wohngebäude bestimmt Werden kann. Die Burg hat entgegen der Schenckschen Annahme eine wesentlich größere Ausdehnung gehabt und der Verlauf der Burgmauer, die ja noch auf der Westseite zu erkennen ist, entspricht durchaus den natürlich gegebenen Geländelinien. Der sowohl auf der West- wie auf der Ostseite jetzt noch erkennbare Durggraben ging hinter der Kirche nach Rorden weiter in die Wieseck. Er Wurde allerdings, als die Stadt sich im Anschluß an die Burg nach
Aus aller Welt.
Llly velnhorns Flüge in» himalajagebiel.
Elly Brinhorh ist von ihren Himalaja-Flügen rach Kalkutta zurückgekehrt. Wie die Fliegerin ndtteilt, erreichte sie Im Hochgebirge eineHöhe von 4500 Meter, wobei sie noch einen Fluggast an Bord hatte. Als sie später ohne Begleitung flog, erreichte sie über 50 00 Meter Höhe und kam bis dicht an das Mount Everest - Massiv heran. Aeber den mit ewigem Eis bedeckten Höhen traf die Fliegerin starke Böen an. Elly Beinhorn äußerte sich dahingehend, daß es ihr wohl gelungen wäre, noch höher zu kommen, wenn sie,weniger Gepäck im Flugzeug gehabt hätte und wenn sie sich eines Hö hen- atmungSgerätes hätte bedienen können. Auf jeden Fall erscheine eine Hcberfliegung des Mount Everest durchaus möglich, allerdings ndt einet anderen Maschine. Hierzu gehörten je- l»och außerordent.iLe Vorbereitungen. Die Böen feien in den Himalaja-Bergen von ungeahnter Stärke. Elly Beinhorn hat zahlreiche Gletscheraufnahmen gemacht und hofft, aus den Bildern weitere interessante Aufschlüsse y» erhalten.
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