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15.11.1932 Erstes Blatt
 
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10.45-18,30 llhi M.Statiler.

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Auß. Äom. GM Heine Preise von 0,301.60 3)11.

Zum letzten Male. TerTatleritb.

Die berühmte Hess. Lolalvoi'Ie von E. E. 3äebergall.

Mittwoch, IK-Nob.. 20-22.30 Uhr

Auh.Abotm.Krem' denvorst.-Emab. Coetettenpreiie.

lZum ersten Male.) Pevvina.

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Stetzener Anzeiger (weneral-Anzetger für GderyeMn,

Ur. 269 Zweites Blatt

Dienstag, 15. November (932

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Sprache und Kultur, antastet. Er will denselben Fehler verfallen, unter dem ungarischer Herrschaft einst so schwer

Zur Ehre des jugoslawischen Staates und des serbischen Volkes sei es gesagt: Als Gast dieses Londes habe ich mich gefreut an der tadellosen Disziplin aller staatlichen Einrichtungen und dem stets korrekten Benehmen der Beamten. Don diesem Staat und diesem Dolk werden wir als Deutsche in vornehmster Weise behandelt werden!

lind wenn wir dann wie einst die Auswan­derer zu Maria Theresias Zeiten die Donau hinunterschwimmen von der alten Grenz'este Passau aus durch die abwechslungsreiche Wa­chau zur alten Kaiserstadt Wien, in der Abend­stunde das märchenhaft schöne Budapest in seinem oezaubernden Lichterglanz erreichen, und wenn dann unser Schiff ruhig und still durch die weite ungarische Tiefevenc der neuen Heimat unserer Brüder und Schwestern zugleitet, wer- den in unserem Bewußtsein die schönen Worte wieder wach, die uns dieser Tage ein echter Mensch vom Bande der Karpathen zurief:

Wir Ausländsdeutsche freuen uns ja immer so ganz mächtig, wenn uns ein Deutscher vom Deiche besucht. Ob Ihr draußen das wohl fassen könnt? Ich glaube kaum! Wir hier in der Fremde, ganz weit vom Mutterlande, fühlen uns immer wieder heimgezogen. Das ist so etwas Magisches, so ein eigenes Gefühl. Wir tragen alle in uns eine tiefe Sehnsucht: Einmal nur möchte ich nach Deutschland!"

gestiegen ist

Die Zunahme der Ausfuhr geht sowohl dem Werte, wie der Menge nach über die Steigerung hinaus, die saisonmäßig zu erwarten gewesen wäre. An der Mehrausfuhr sind mit 31 Millionen Reichs­mark ausschlaggebend die Fertigwaren beteiligt. Der Auslandabsatz deutscher Waren konnte im Oktober nach f a st allen Absatzgebieten g e ft e i g e r t werden, insbesondere auch nach den überseeischen Ländern.

und am Kalimarkt Westeregeln 1 v. H. gewannen. Die AltbesiZanleihen und Reichsschuldbuchsorde­rungen gaben 0,25 bis 0,5 v. H. nach. Tagesgeld zum Medio etwas gesucht und um 0,5 auf 3,75 v. H. erhöht.

das ..Lißje" aus den Arm Bösel" uns erzählt von dem

Eure ernste Mahnung liegt in all diesen Erfah­rungen. Die dortigen Schulen, die noch ganz primitiv ausgestattel sind, die mitunter 100 und noch mehr Schüler beherbergen, denen es an mo­dernen Lehrmitteln fehlt, diese deutschen Schulen, die nach dem dritten Schuljahr das Serbische als Staats- und Unterrichtssprache respektieren müs­sen, bedürfen unserer größten Auf­merksamkeit und Hilfe. Der deutsche Leh­rer in Südslawien ist dankbar für jeden Gruß und jede geistige Hilfe der Heimat' Stöbert euere Bücherschränke durch, wie viele sind Depots toten Kapitals - , schickt alles, was ihr entbeh­ren könnt an pädagogischen Abhandlungen, Lese­stoss für jung und alt, Bildern, Bilderbüchern, den deutschen Brüdern und Schwestern! Der Schwäbisch-deutsche Kulturbund in Neusatz stellt sich als Mittler gern zur Verfügung. Wer hel­fen will, wende sich an den Verfasser. Die ge­plante Wanderausstellung von künstlerischem Wandschmuck, illustrierten Märchen- und Sagen­büchern, Bild- und Bauernkalendern und Fibeln, wird einem großen, brennenden Bedürfnis, nicht allein der Schule, sondern auch des einfachen Mannes entgegenkommen

ungleichmäßig. Während Goldpfandbriefe meist unverändert und Kommunalobligationen eher etwas fester lagen, gingen Liquidationspfand-

Im Auftrag d sSchwäbisch - deut- Ichen Kulturbundes" in Neusatz unternahm Lehrer W:lhelm Becker aus Hornbach i. O eine Vortragsreihe z u den Donauschwaben imBa- nat, in der Batschka und in Dtzr - mien. Er sprach in verschiedenen Städten und Dörfern über das ThemaDie Re- form der Landschule", an Abenden über Elternhaus und Schule". Aus fernem rei­chen Schatz von Erfahrungen schreibt er folgendes

Frey (Bad Kreuznach) errang bei den k utschen Meisterschaften im Geräteturnen, die in Berlin zum Austrag kamen, den Meistertitel

1900 Al Jugend in Wetzlar.

Sv Metzlar AI 1900 AL

Der Sportverein Wetzlar hat für morgen die 1. Jugend von 1900 zu einem Werbespiel eingeladen, das vor dem Treffen zwischen der Liga desselben Ver­eins und der Spielvereinigung Fürth im Stadion von Wetzlar ftattfinbet. Die Blau Weißen folgen gern diesem Ruf. 1900 wird in stärkster Aufstellung antreten. Da auch der Gegner über eine ganz be­achtliche Spielstärke verfügt, wird es ein interessantes und schönes Spiel geben. Ob 1900 AI seine Erfolg­serie der letzten Zeit wird fortsetzen können, hängt mit vom Spiel der Läuferreihe ab. Die Stürmer müssen sich eneergieooUer einsetzen. Man erwartet ein diskutables Ergebnis.

G. A.-Gport.

Oer neue deutsche Turnermeister

Der deutsche Außenhandel im Oktober

84 Millionen Mark Ausfuhrüberschuß. Steigender Auslandsabsatz.

An der Zunahme der Einfuhr sind, wie Vormonat, sämtliche Warengruppen beteiligt, doch haben im Oktober die Fertigwaren mit 21 Millionen einen stärkeren Anteil an der Einfuhr als die Roh­stoffe, deren Einfuhr um 13 Millionen Reichsmark

Berlin, 15. Roo. (WTB. Funkspruch.) Im Ok­tober haben die Einfuhr (398 Millionen Reichs­mark) und die Ausfuhr (482 Millionen Reicys- mart) um den gleichen Betrag von 38M.I- lionen Reichsmark zugenommen. Dem Werte nach bedeutet dies für die Einfuhr eine Zu­nahme von 10,5 o. $)., für die Ausfuhr um 8,5 v. S). Der Menge nach hat die Ausfuhr nur um etwas mehr als 7 v. H zugenommen, die Einfuhr dagegen um 11 o. H Infolge der Zunahme von Ein und Ausfuhr um den gleichen Betrag beträgt der Aus - fuhr-Ueberschuß, roie im September, 8 4 Millionen Reichsmark und beziffert sich für die zurückliegenden zehn Monate dieses Jahres auf 9 30 Millionen Reichsmark

Wenn auch die Landschaft, die weite, un­endliche Donauebene mit ihren endlosen Weizen- und Kukeruzfeldern (Mais), den Besucher eigen­artig anmutet, wenn Paprika und Melonen uns auf den ersten Bissen nicht recht munden wollen, wenn die geometrische Anlage der Dorfpläne, der Gemarkungsgrenze und des Wegnetzes durch den Hotter" (Gemarkung) und das gleichförmige Bild der Häuscranlagen nüchtern wirken auf das Auge, das die alten, mehrhu bertjährigen Holzhäuser in deutschen Gebirgsdörfern gewöhnt ist ile&erall und überall, auf der Diele und im Wohnzimmer, in Küche und Dchlafraum, im Keller und in der Vorratskammer, in Kisten und Schränken, in Hof und Stall, im Dorf und auf den Feldern, überall dieselbe peinliche Ordnung und Sauberkeit, über­all deutsche Grü ndlichkeit. Cs ist, als ob diezüchtige Hausfrau, die drinnen waltet und herrschet weife im häuslichen Kreise", den stämmi- gen Bauern überbieten wollte an treuer, peinlicher Pflichterfüllung.

Die deutschen Dauern dort im Banat, in der Datschka, in Syrmien muh man kennengelernt haben! Nur mit sehr primitiver Schulbildung auf-

briefe weiter zurück.

3m Verlaufe hielt die Geschäfts stille an. Nennenswerte Kursveränderungen waren nicht festzustellen. Einige Montanwerte tarnen noch bis zu 1 v. H. schwächer zur Notiz, während von Auslandwerten Chade-Attien unverändert waren

weise mit 414 Prozent erhältlich. Der Monatsgeld- satz blieb unverändert Das Angebot in Privat- diskonten war heute natürlich stärker als an den Vortagen, das herauskommende Material dürfte aber glatt aufgenommen werden.

Frankfurt still und schwächer.

Frankfurt a. M., 15. Nov. (WTB. Draht - meldung.) Für den heutigen Börsenverkehr lagen fo gut wie keine anregenden Momente vor. Die Neuyorker Börse schloß in schwächerer Senbenx, die europäischen Börsen verkehrten uneinheitlich, und die innerpolitische Situation ist nach wie vor ungeklärt. Zu Beginn der Börse herrschte daher sehr große Geschäfts st ille und eine schwächere Stimmung vor. Infolge Unter­brechung des Geschäfts durch den morgigen preu­ßischen Buß° und Bettag übte man allgemein Zurückhaltung.

Auf kleine Abgaben der Spekulation bröckelten die Kurse um 0,5 bis 1 v. H. ab. Die Außen­handelsbilanz für den Monat Oktober, die wirt­schaftspolitisch gesehen relativ günstig ist, machte keinen Eindruck. Etwas freundlicher lagen nur Elektrowerte, wobei angeblich die Schweiz als Käufer aufgetreten fein soll. Licht & Kraft, Gesfürel und Siemens gewannen bis zu 1 v. H., AEG. gaben 0,5 v. H. nach. Am Chemiemarkt setzten IG. 0,75 v. H. und Scheideanstalt 0,5 vH. schwächer ein. Don Montanwerten gingen Klöck­ner 0,5 v. H. zurück, Stahlverein eröffneten mit 23,5 v. H. unverändert, ebenso von Kupferwerten Otavi-Minen. Ausgesprochen matt lagen Schiff­fahrtsaktien, von denen Norddeutscher Lloyd 1,13 und Hapag 0,5 v. H. nachgaben. Don Neben- werten büßten Gebr. Iunghans und Contilino- leum 0,5 v. H. ein. . ...

Am Rentenmarkt gingen Reichsaltbesitz und später Reichsschuldbuchforderungen je 025 v. H. zurück, dabei hielt sich etwc^ bnt^esse für Schutzgebietsanleihen bei 6,60 v. H. 3m Srei- verkehr waren ausländische Prioritäten, von denen Warschau-Wiener Eisenbahn erneut 0,5 v. H. an- zogen, weiter gesucht. Am feftverzinslichen Markt I war das Geschäft sehr klein und die Kursbildung

Einen Dorwur) kann ich euch nicht ersparen! 3hr habt uns vergessen gehabt! Ihr habt nicht mehr gemußt, daß an der Donau auch Deutsche wohne n!" Das soll ich den Drü- dem und Schwestern im Reich ausrichlen. So hat mir's der alte Wittmann in der deutschen Siedelung Franzjeld bei Belgrad in einer unvergeßlichen Ab. ndstundc e.ngchämm.rt. Wahr­lich, ein kluger Bauer, dieser alte Wittmann, ein feinet Kopf! So abgewogen hat er das Schicksal der Donauschwaben geschildert, wie sie über eineinhalb 3ahc »änderte die verschieden­sten Anstürme der Nachbarvölker hatten über sich ergehen lassen müssen, wie die Herrschaften wech- selten: der Bauer aber stand treu auf feiner Scholle, in seinem Volkstum!Wenn alle deutsche Kultur zu versinken drohte unter den Nalionali» fierungsbestrcbungen der Herrenoölker, da konn­ten wir nicht vergessen, was bie Mutter uns einst ins Ohr geflüstert, wie die Mutter uns einst oeten gelehrt!" So sprach's ein alter grau­köpfiger Dauer mit zarter Stimme in später Abendstunde. 3mmer wieder dasselbe Lied:Wir können und dürfen nicht los von unserer ererbten Kultur, von dem. was uns die Väter überbracht als heiliges Gut der Heimat. Sprache und Volks­tum hasten uns an wie der Schatten, und wenn wir es wollten, könnten wir uns nicht davon lösen." Diese Selbstverständlichkeit wurde bekräf­tigt von dem serbischen Schuldirektor, der es klipp und klar aussprach ..Wenn ein Deutscher zu uns käme und.würde sagen: ,3ch passe mich eben den Verhältnissen an, ich lebe im serbischen Staat, nun ja, ich bin jetzt auch Serbe', so müßten wir ihm sagen Geh, du Verräter! Heute verleugnest du dein eignes Fleisch und Dlut, morgen wirst du uns verleugnen!'" Der Serbe bemühte sich, den Deutschen, den er als Kulturträger in sei­nem Lande schätzt, auch in seiner volklichen Eigen­art zu achten Er weih eben nur zu gut, wie weh der Druck des herrschenden fremden Volkes tut, wenn es das kostbarste Erbgut der Minderheit, " ~ nicht in

st en ganz genau weih, daß erenn ordentlicher, fchäiner Du is", wenn sie genau weißEr werd ma schunn alles vazäihle, wann ich nunner tumm". nämlich zur Daustelle in Belgrad, auf der er als Maurer arbeitet, und die Mutier schäkert nur so.

Lißje bischt bäis? - Bleib emol ruig stöih. sunscht' fliegscht de zum Fenster naus" und ,G schwind Lißje. ich will der emol de, Rotznas buhel" Ader die Höhe erreicht doch die Heimat- lichkeit, wenn die besorgte Mutter kurz vor Bel­grad erklärt ..Kumm Lißje, mer gächn emol brunfe, in Belgrad kann ma doch net brunse Wer jetzt noch zweifelt an der ^Invertierbarkeit sprachlichen Gutes, dem ist nicht zu helfen.

Seien wir ehrlich: Wer von uns hat eigentlich eine rechte Vorstellung von diesen deutschen Sie­delungen? Man muh sie gesehen haben! Ich hatte mancherlei Berichte von Kriegskameraden, die auf dem Balkan waren, gehört, und stellte mir le­diglich eine Anzahl primitiver Bauerndörfer vor mit deutscher Sprache und Sitte. Ich hatte mir dieses Bild zusammengedacht. Was ich kwrt er­lebte war eine völlige Lleberraschung ganz geborgen in eine deutsche Welt ausgenommen zu werden, in eine Welt voller Herzlichkeit Gast­freundschaft, Aufgeschlossenheit. Ehrlichkeit und Brüderlichkeit, so voll Hunger nach der alten Hei­mat, so voll Fragen und Sorgen um das deutscheSchicksal, das Zusammensein und selbst der Händedruck so klar sprechend! Im­mer wieder neu das elementare Erlebnis und das frohe BewußtseinWir sind Brüder und Schwe­stern I"

Berlin lustlos und eher schwächer.

Berlin, 15. Nov. (WTB. Funkspruch.) Die Börse zeigte heute ein außerordentlich ruhiges Aussehen. Die Kurse bröckelten all­gemein etwas ab, doch gingen die Verluste nur in ganz seltenen Fällen geringfügig über 1 Prozent hinaus. Die Spekulation bekundete wenig U n ternehmungslust wofür die morgige Ver­kehrsunterbrechung miwestimmend gewesen fein durste Außerdem bestanden Befürchtungen hinsicht­lich der innerpolitischen Weiterentwicklung.

In Börsenkreisen glaubte man verschiedentlich, daß weitere Exekutionen drängen Etwas stärker an ge­boten waren Farben, die 1/4 Prozent einbüßten, während Bernberg und Ilse Genußscheine bei ganz geringen Umsätzen bis zu 1/4 Prozent nachgaben. Einige Elektrowerte fielen heute durch freundlichere Veranlagung auf. U. a. waren Siemens 1 Prozent und Rheag 1J4 Prozent höher Bremer Wolle konnten heute 2 Prozent ihres gestrigen Verlustes aufholen, doch betrug der Umsatz nur 2 Mille. Im Verlaufe ergaben sich bei anhaltend kleinstem Ge­schäft geringfügige Abweichungen nach beiden Sei­ten. Die Außenhandelsziffern für Oktober machten einen guten EindruH

Die Rentenmcir kte lagen **eute gleichfalls ziemlich ruhig und kursmäßia unregelmäßig, eher aber schwächer. Deutsche Anleihen hatten kleine Abbröckelungen aufzuweisen, nur Schutzge­bietsanleihe waren eher freundlicher. Reichsschuld- buchforderungen gaben bis zu 14 Prozent nach, Reichsbahnvorzugsaktien verloren % Prozent. Am Markte der variabel gehandelten Industrieobliga- tionen kam es zu einem stärkeren Rückschlag, von dem insbesondere Hoesch, die insgesamt beinahe 2 Prozent, und Krupp, die etwa 1 Prozent ein- büfcten betroffen wurden Pfandbriefe, Kommunal­obligationen, Jndustrieobkigationen usw. waren zu I den Kassakursen allgemein etwas angeboten. Aus­länder tendierten bei ganz geringfügigen Verände­rungen nicht einheitlich

Am Geldmarkt machte sich am heutigen . Medio natürlich eine Versteifung bemerkbar. Tages-

I gelb war an der unteren Grenze mit 4%, teil- I

gewachsen, Hal dieser Dolksschlag prächtige Bauerntypen hervorgebracht. Da wird nicht alles so gemacht, wie man es von Großvater und Ur- grvßvaler überliefert bekam. Der .schwäbische" Bauer ist durch Zeitung, Dorträge und privates Studium bestens orientiert über die neuesten For» schungsergcbnisse der einschlägigen Wissenschaft, er weiß Bescheid übet das Geschehen in der ganzen Welt, nimmt mit kühlem Kops teil an den poli­tischen Kämpfen in Deutschland. Nichts schmerzt ihn mehr als der Parteihader, der Dru- derkampsdraußen im Reich". Seine schlichte Sachlichkeit stellt alle politischen und konfessionel­len Disserenzen zurück hinter das elementare Be­wußtsein Wir sind in erster Linie Deutsche und als Schicksalsgemeinschast darauf angewiesen, in echter Brüderlichkeit und Hilfsbereitschaft unsere Not zu meistem. Dabei beherrscht er in erstaun­licher Anpassungsfähigkeit an das dortige Völker- gemisch rundum wohnen Serben. Ungarn. Ru­mänen. Bulgaren. Kroaten, Slowenen, Tschechen, Zigeuner nicht selten 2, 3, 4 Sprachen Aber fehlerlos schreiben kann er in gar vielen Fällen noch nicht drei Sätze Liegt in dieser Tatsache, die mir ein solcher Prachtmensch erschüttert eingesteht, nicht eine tiefernste Mahnung für uns? Muh uns nicht daran gelegen sein, unseren Brüdern und Schwestern im fernen Lande zu Hilfe zu kom­men bei dem Bemühen um die Erringung dex.not» wendigen geistigen Güter?

Bedarf es eines stärkeren Beweises |ur den gei­stigen Hunger dieser Menschen als des folgenden? Ein Bauer mit einem Stelzfuß! fährt 100 Kilometer weit mit der Dahn, um den pädago­gischen Vorträgen, die einDeitschländer" in Detschkerek hält, beizuwohnen! Lediglich deshalb, um rür die Erziehung seines neunjährigen Soh­nes klare Richtlinien mit heimzunehmen! Eine Reihe von präzisen, gewichtigen Fragen legt er vor und verlangt eine ebenso präzise Antwort. Und dann Einfache Bauersfrauen kommen zu denselben Veranstaltungen, hören stehend die Vor­träge, eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden! Am Vormittag und am Nachmittag! Und zum Elternabend sind sie wieder da. Die angebotenen Stühle lehnen sie dankend ab.Wir können stehen!" Und wiederum. Als in vorgerückter Stunde die Berichte aus deutscher Heimat, aus deutschem Dorf leben mit Rücksicht auf die Be­sucher abgebrochen werden sollen, da springen die Gäste aus mit erhobenen Händen:Weiter! Wei­ter! Weiter!" Ein alter Graukvpf ist der stür­mischste unter ihnen.

uff de Gaß" und ihreguti Viehzucht" rühmt, wenn die Weibsleit no Delgrad gäihn" und wenn dieBärwel" von ihrem Herzallerlieb-

Gemeinschastsabend bei Arbeitsdienftwilligen.

* Rodheim a. d. Dieber, 13. Nov. Die Arbeitsdienst willigen von Rodheim hatten für den vergangenen Donnerstag zu einem Gemeinf chaf tsabend in die Turnhalle eingeladen. Nahezu 350 Einwohner hatten der Einladung Folge geleistet. Landes-Oberwege- meifter Schmidt vom Iungdeutschen Orden (Träger der Maßnahme) begrüßte im Auftrage der Arbeitsdienftwilligen die Besucher und brachte feine Freude darüber zum Ausdruck, daß die Ein­wohner Aodheims dem Freiwilligen Arbeitsdienst fo lebhaftes Interesse entgegenbringen. Im An­schlüsse daran statte der Redner der Gemeinde­vertretung für das Zustandekommen der Arbeit, den Fuhrwerksbesihern für das kostenlose Anfah­ren des Steinmaterials und den Arbeitsdienst- willigen selbst, die bereitwilligst ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellten, Dank ab. Der Freiwil­lige Arbeitsdienst sei heute zu einerNolwendigkeit geworden, und es wäre zu wünschen, daß die seit­herigen Bestimmungen insofern eine Erweiterung erfahren, als auch alle über 25 Jahre alten Ar­beitsdienftwilligen zugelassen werden könnten und die Beschäftigungsdauer der einzelnen auf min­destens 40 Wochen erhöht wird. Der Freiwillige Arbeitsdienst und seine geistige Betreuung seien dazu angetan, den Gemeinschaftsgeist im deut­schen Volke wieder zu beleben, der durch die po­litische Zersplitterung fast verlorengegangen sei. Der Abend solle im Zeichen des Gemeinschafts­geistes stehen. Tie Musikkapelle unter der Leitung von Musiklehrer H. Leib (Launsbach) unterhielt mit ausgezeichneter Musik. Die Herren Regie- rungsrt Dr. Dues, Studienrat Klotz und 3u» stiz-Obersekretär Rolle begrüßten die Teilneh­mer des Abends. Die Veranstaltung nahm einen allseitig befriedigenden Verlauf._________________

Sprechstunden der Redaktion.

11J0 bis 12 30 Uhr, 16 bl» 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen

In einer Sonderschau zeigt das Teppichhaus Otto Täubert, Seltersweg 70, die besten Erzeugnisse her deutschen Teppichinduftrie, den Teszet-Orient-Teppich.

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Das vertrauen zur Marke. Einer Glühlampe können Sie es als Laie nicht anjehen, ob sie gut ift Sie haben auch nicht zu Hause die Meßinstrumente, mit denen man feststellen kann, ob die Lichtleistung der Lampe im Vergleich zu ihrem Wattverbrauch so hoch ift, wie es der heutige Stand der Technik möglich macht. Wenn Sie aber Lampen kaufen, die den MarkennamenOsram" tragen, dann haben Sie die Gewißheit, daß diese Lampen dem Höchst.

Wie traut es Hingt, wenn man weit, der Heimat doch so heimatlich begrüßt wird. Gu n Dag!" ..Gu n Morjed!'' ..Gu n Owed!"

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