Ausgabe 
15.8.1932 Erstes Blatt
 
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Lichtspielhaus - Gießen

Einmalige Sonder-Veranstaltung Donnerstag, den 18. August 1932 nachmittags 4 Uhr nachmittags 6 Uhr abends 8.30 Uhr Einlaß 3.45 Uhr Einlaß 5.45 Uhr Einl. 7.45 Uhr Ende 5.45 Uhr Ende 7.45 Uhr Ende 10.15 Uhr Nur drei Vorführungen Kennst du das Land? Italien

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Am Comersee Cadenabia, Bellagio.

Das 2700jährige Rom

Die Engelsburg, eine mittelalterliche Stadtburg. Säule des Kaisers Marc Aurel, Palazzo, Venezia, das Pantheon, der göttergeweihte Tempel. Titus- bogen. Forum Romanum Capitol, einst Sitz des römischen Senats Forum Trajanum, Monumen­talplatz aus der Kaiserzeit. Kollosseum, größtes Amphitheater, 7080 n. Chr., Via Apple, einst Königin der Stra ßen, heute von Trümmern umrahmt.

Am Golf von Neapel

BämaÜ 79 n. Chr. durch einen Vesuvaus- 'VIII pCj I bruch zerstört, Torre del Gecco.

klAM npl die Stadt buntbewegten Lebens und IVCd CI stärkster Kontraste, Santa Lucia.

DER VESUV

Aufstieg zum Kraterschlunde.Donner ist sein Sprechen, er spricht, und alle Felsen brechen, sein Atem ist dem Feuer gleich. (Goethe).

Sizilien

Palermo, Tindar, Campo bello, Selinunt, Girgentii Syrakus. Toarininina, die berühmten Tempel­ruinen Segesta, Linguaglossa, Castiglione, Schwefel­gewinnung. Messina.

Panri das alte Zauber-Eiland des Ti- Vupll berius mit der blauen Grotte.

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Ruinen der Arena der 25000.

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Verantwortlich für Politik: I. V.: Ernst Blumschein.

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gewannen von 1,5 bis 2 Proz., AEG. und Licht L Kraft je 1 Prozent. 3®. setzten zunächst nur knapp behauptet ein, später zogen sie ebenfalls um über 1 Proz. an, wobei das Geschäft recht groß war. Auch die übrigen Chemiewerte ver­zeichneten Erhöhungen bis 1 Prozent. Am Mon­tanmarkt eröffneten Rheinstahl und Buderus je 1 Proz. höher, Stahlverein gaben um 0,38 Proz. nach. Durch feste Haltung fielen noch Holzmann mit plus 2 Proz., AG. für Verkehrswesen mit plus 1,25 Proz., Zellstoff Waldhof und Reichs­bank, sowie Kontigummi mit Besserungen bis zu 1 Proz. auf. Schiffahrtsaktien setzten ihre Auf­wärtsbewegung weiter leicht fort, dagegen eröff­neten Dt. Linoleum mit minus 0,75 Prozent.

Am Anleih emarktlagenReubesih 0,13 Pro­zent höher, Altbesitz waren zunächst behauptet, zogen ober später leicht an. Reichsschuldbuchfor­derungen gewannen 0,25 bis 0,50 Proz. Gold- und Liquidationspfandbriefe lagen im Einklang mit der Allgemeintendenz ebenfalls etwas höher. Am Auslandrentenmarkt waren Rumänen und Mazedonier bis zu 0,13 Proz. höher.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 15. Aug. Auftrieb: 1340 Rinder, darunter 330 Ochsen, 121 Bullen, 482 Kühe, 370 Färsen, ferner 551 Kälber, 39 Schafe, 4337 Schweine (darunter 80 Litauer). Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: voll­fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 32 bis 34 Mk., (ältere) 26 bis 31, sonstige vollfleischige (jüngere) 23 bis 25; Bul - len: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht­werts 28 bis 31, sonstige vollfleischige oder aus- gemästete 23 bis 27; K ü h e: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 24 bis 27, sonstige voll­fleischige oder ausgemästete 20 bis 23, fleischige 14 bis 19; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 32 bis 35, vollfleischige 28 bis 31, fleischige 24 bis 27. Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 36 bis 40, mittlere Mast- und Saugkälber 31 bis 35, geringe Kälber 25 bis 30. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa

240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 51 bis 54, von etwa 200 bis 240 Pfund 50 bis 54, von etwa 160 bis 200 Pfund 48 bis 53, fleischig? Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 44 bis 50 Mk. Marktverkauf: Rinder ruhig, ge­ringer äleberstand. Kälber und Schafe mittel­mäßig, geräumt. Schweine mittelmäßig, später abflauend, ausverkauft.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 15. Aug. (WTB. Drahtmeb düng.) An der Getreidebörse war die Tendenz für Brotgetreide schwach. Das Angebot in Neugetreide hat sich infolge der günstigen Witterung sehr ver­stärkt, dem infolge des weiter schwachen Mehl­geschäfts keine Kauflust gegenüberstand. Weizen gab um 8 Mark, Roggen um 12,50 Mark per Tonne nach. Wintergerste neuer Ernte war vernachlässigt, die Preise aber unverändert. Einige Nachfrage hielt sich für Hafer alter Ernte. Am Mehlmarkt gingen die Preise ebenfalls stärker zurück, doch hielt sich das Geschäft in sehr engen Grenzen. Der Futtermittel­markt war etwa gehalten, doch bröckelten die Preise ebenfalls etwas ab.

Es wurden notiert: Weizen 222,50220 Mark, Roggen (neue Ernte, mahlbar) 170, Winter­gerste für Drauzwecke (neue Ernte) 170, Hafer (inländischer, alte Ernte) 170182,50, Weizen­mehl (süddeutsches, Spezial 0, mit Austausch­weizen) 36,1036,85, Weizenmehl (niederrhein., mit Austauschweizen) 36,1036,60, Roggenmehl 2627, Wcizenkleie 8,85, Roggenkleie 8,75, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 2432, Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 2052, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 3,40, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 2,752,90, Wei­zen- und Roggenstroh (gebündelt) 2,502,75, Tre­ber (getrocknet) 10,5010,75 Mark. Tendenz: Ge­treide sehr ruhig, Futtermittel gehalten. Kar­toffeln: Böhms, allerfrüheste, gelbe 2,302,40 Mark. Das Angebot war infolge der Getreide­ernte weiter knapp.

Achtung 1 Rundfunkl Sie hören über die Sender des Südwestfunks Mittwoch, 24. August, vormittags von 11.00 bis 11.15 Uhr den sehr Interessanten Lehrvortrag aus der Opekta-KücheZwetschgenmus oder Zwetschgen­marmelade?" Rezeptdurchgabe.

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Wirtschaft

Berlin freundlich.

Berlin, 15. Aug. (WTB. Funkspruch.) Zu Be­ginn der heutigen Montagsbörse war eine durch­aus freundliche Stimmung vorherr­schend. Die Schwäche des Nachbörsenverkehrs vom Samstag war restlos überwunden, da die klare Marschroute der Regierung und die Unnachgiebig­keit des Reichspräsidenten den Forderungen Hitlers gegenüber Befriedigung auslöften. Da auch die Koalitionsgerüchte Zentrum und NSDA P. wenig Aussicht auf Erfolg haben, sieht man die innerpolttische Situation nunmehr als ge­klärt an. Das Publikum und die Börse beteiligten sich daher etwas stärker am Geschäft, so daß sich bei den führenden Werten Erholungen von 1 v. H. und mehr durchsetzten. Der abermalige Kursrück­gang in Neupork und die Erhöhung der Waren­preise an den internationalen Rohstoffmärkten blieben eindruckslos, zumal von dem nunmehr aktuell werdenden Wirt f ch aftsPro­gramm eine Anregung ausging. Es soll für die Finanzierung der Arbeitsbeschaffung bei der Reichs­bank nunmehr durch Diskontierung von 200 Mil­lionen Mark Wechsel ein Modus gefunden worden fein und das war der Grund für eine Nachfrage nach solchen Werten, die bei der Arbeitsbeschaffung evtl, eine Umsatzsteigerung haben könnten. Den stärksten Gewinn hatten Bremer Wolle (plus 3 v. H.), Braubank gewannen 2 v. S). und Papiere wie AEG. für Verkehrswesen, Schlesische Gas, Sie- mens, Salzdetfurth usw. bis zu 1,5 v. H. Von den Bauwerten zogen Berger erneut um 1 v. H. und Holzmann um 2 v. H. an. Chadeaktien gaben da­gegen um 1,25 Mark nach. Auch am Renten- markt war die Tendenz heute überwiegend freundlicher. Jndustrieobligationen neigten zwar etwas zur Schwäche, Reichsbahnvorzugsaktien und Reichsschuldbuchforderungen waren aber bis zu 0,25 v. H. gebessert, und besonders Deutsche Anleihen hatten bei anziehenden Kursen lebhafteres Geschäft.

Auch im Verlaufe blieb die Tendenz freund- l i ch. Trotzdem die Börse hier und da als Abgeber auftrat, d. h. Gewinne stcherstellte, setzten sich doch bei einer ganzen Reihe von Papieren weitere Kursbesserungen bis z u 1 o. H. fort, zu- mal verspätet eingetroffene Kauforders der Kund- schäft zur Ausführung kamen. Anfangs etwas schwächere Papiere, wie z. B. Eontigummi und Deutsch-Linoleum, holten ihre Verluste schnell wieder ein. Siemens gingen 1,25 o. H. über Anfang um, auch am Montanmarkt wurde die Umsatztätigkeit etwas größer. Ausgesprochen lebhaftes Geschäft hatten Deutsche Anleihen. Am Geldmarkt mach­ten sich der Medio, Steuertermin und letzte Ein­zahlung auf die Reichsbahnanleihe in einer Anspan­nung der Geldsätze fühlbar. Tagesgeld erhöhte sich an der unteren Grenze auf 5,5 v. H., Monatsgeld blieb mit 6 bis 8 v. H. nominell. Dementsprechend war die Kaufneigung für Privatdiskonten nicht sehr groß. Auch wurden Reichswechsel per 10. November zum offiziellen Diskontsatz und Reichsschatzanwei­sungen per 15. November zu 5,5 o. H. nur in ge­ringen Beträgen abgesetzt.

Frankfurt fest.

Frankfurt a. M, 15. Aug. (WTB. Draht- mcldung.) Die Ablehnung Hitlers durch den Reichspräsidenten machte an der Börse zu Beginn der neuen Woche einen guten Ein­druck. Man hielt die innerpolitische Situation für die nächsten Tage etwas entspannt. Re­ben Deckungen und kleinen Meinungskäufen der Spekulation lagen auch einige Kauforders von außen her vor, so daß bei relativ guter älmsatz- tätigkeit die Tendenz überwiegend als fest zu be- zeichnen war. Gegen den Wochenschluh traten durchschnittlich Erhöhungen von 0,50 bis 1 Prozent ein. Darüber hinaus lag eine ganze An- zahl von Papieren bis zu 2 Proz. fester. Be­sonders am Clektromarkt war das Geschäft recht lebhaft. Gesfürel und Siemens, sowie Schuckert

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Gestern abend 10% Uhr wurde uns unsere liebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter

Fran Marine Schmidt, geö. Biinsel

Lehrerswitwe

nach einem längeren, schweren Leiden durch einen sanften Tod nach kurz vollendetem 68. Lebensjahre entrissen.

Gießen. Darmstadt, Ossenheim, den 15. August 1932.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 17. August, nachmittags 2 Uhr. in Engelrod (Kreis Lauterbach) statt. 5852 d

Die trauernden Hinterbliebenen:

Wilhelm Schmidt

Emmy Löffler, geb. Schmidt

Bertha Roth, geb. Schmidt

Frieda Wehrum, geb. Schmidt

..............-.....................................................

Herzlichen Dank

für freundliches Gedenken an meinem zuruckgelegien so. Lebensjahr

Christian Hoerster

Gießen, im August 1932

5P49D

Statt Karten!

Ihre Verlobung geben bekannt

Annelene Hafner

Heinrich Zimmer, Kaufmann

Lich, den 13. August 1932

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Unsere liebe, gute und unvergeßliche Mutter, Groß­mutter und Urgroßmutter

Frau Katharine Hartmann

geb. Kratz

ist am Samstag, dem 13. August, nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 70 Jahren sanft entschlafen.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Zwangsversteigerung 17/32

Am Montag, dem 29. August 1932, vor­mittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichts- gebäude zu Gießen, Zimmer 107, das im Grundbuche von Gießen dem Pferdehänd­ler Leopold Löb in Gießen zugeschriebene Anwesen Rordanlage 1, 5330D

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Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt.

Gießen, den 15. Juli 1932.

I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: L e o, Ortsgerichtsoorsteher.

Dienstag, den 16. August 1932, nach­mittags 2 Uhr. sollen imLöwen", Neuen­weg 28, dahier, dzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im versteigerungs­lokal) zwangsweise gegen sofortige Bar-

Gießen (Neustadt 51), den 14. August 1932. 04744

Die Beerdigung findet am Dienstag, 16. August, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

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