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aber zuvor und verletzten ihn durch einen ®e- lähschuh. sowie durch einen Lungenschuß sehr schwer. 3n einem Sanitätsauto wurde er ins Kro- nacher Krankenhaus gebracht und von dort nach dem LandgerichtSgesängnis in Bamberg.
Acht Monate Gefängnis wegen vergehens im Amt.
Die „Münchener Zeitung" meldet aus Traunstein. Der Postschaffner Beisinger von Altötting, der SA.-Mann und Scharführer bei der VSDAP. war, hatte in der Rächt vom 13. zum 14 April d. 3. die Depesche des bayerischen Innenministeriums über die Aushebung der SA. und SS. von abends 21 ilpr biS morgens früh 8 Ähr zurückgehalten. Gr hatte sich deswegen vor dem Schöffengericht Traunstein zu verantworten, das Reisinger zu a ch t M 0 n a- t en Gefängnis verurteilte. Das Gericht sprach ihm weiter die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter auf die Dauer von drei Jahren ab, außerdem wurde die sofortige Verhaftung angeordnet.
Fälscher von Jnoalidenoersicherungsmarken verhaftet:
Der Wiener Polizei ist es gelungen, einen großzügig angelegten Schwindel aufzuklären und die Schuldigen zu verhaften. Der 53jährige, aus Neuburg (Bayern) gebürtige Maurergehilfe Michael Karl, der feinen ständigen Wohnsitz in
Augsburg hat und erst seit dem 7. Juni in Wien gemeldet ist, hat in Wien 200 000 falsche I n - oalidenoersicherungsmarken Herstellen lassen, die auf verschiedenen Wegen nach Deutsch, land gebracht werden sollten. Durch das (Eingreifen der Polizei konnte das Borhaben Karls über die Vorarbeiten nicht hinausgehen. Deutschland wurde dadurch vor einem Schaden von rund 480 000 Mark bewahrt. Außer Karl, der In Wien verhaftet wurde, wurden zwei Komplizen in Augsburg in Haft genommen.
Wirbelsturm in Ost-Texas. — 17 Todesopfer.
Ein Wirbel st urm hat in Houston (Texas) schwere Verheerungen angerichtet. Daß nicht mehr als 17 Menschenleben dem Sturm zum Opfer gefallen sind, ist der Tatsache zu ver- danken, daß vor Ausbruch des Tornados das flache Land geräumt wurde, und man auch sonst alle zu Gebote stehenden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen hatte. — Die Hafenstadt Galveston, die auf einer schmalen Halbinsel gelegen ist, hat keine Serbin- düng mehr mit dem Festlande, da die Leitungen zerstört sind: es herrscht völlige Dunkelheit in der Stadt. Galveston ist der bedeutendste Baumwoll- ausfuhrhafen Amerikas. Immerhin hat hier der sechs Meter hohe Betonwall, der nach dem Tornado, dem im Jahre 1900 6000 Menschenleben zum Opfer fielen, errichtet wurde, viel Schaden verhindert.
9.1«fport
Fußball der Gießener Mannschaften.
Spieloerdnigung 1900 — Spo. Wehlar 2:2. Spielvereinigung 1900 — Spo. 04 Alsfeld 8:7.
VfV. Gießen — AL. Fronhausen 4:2.
Gerhardt (1900) Zweiter beim 2S-Kilometer-6hampionat.
Die Spieloereinigung 1900 hatte Paul Gerhardt zu dem vom SC. Komet Berlin veranftal- teten 25-Kilometer.Championat entsandt. Gerhardt konnte nach hartem Kampf hinter Brauch (Osram- Sportverein) einen ehrenvollen zweiten Platz belegen.
Oie technischen Prüfungen vor dem Europa-^undflug.
Bei den technischen Prüfungen tm Rahmen des diesjährigen internationalen Rundflugs haben in Staaten in der Bewertung der Ausrüstung die Polen und die Italiener am besten abgeschnitten. Die polnischen Maschinen haben je 84 und zwei sogar 86 Punkte erhalten. Es folgten bann die italienischen Breda-Maschinen, die je 83 Punkte, wäh
rend die deutschen Maschinen zwischen 45 und 72 Punkte erhielten. An letzter Stelle liegt Frankreich, dessen Maschinen 44 bis 69 Punkte erhielten, wo- gegen die Schweizer und die Tschechoslowaken gut bewertet wurden. Letzteren erhielten mit Ausnahme eines Flugzeuges 80 Punkte.
Da die technische Prüfung in Gruppen erfolgt ist, ist ein Vergleich der verschiedenen Maschinen bis jetzt noch nicht möglich, doch läßt sich immerhin schon sagen, daß die italienischen Breda-Maschinen die polnische RDD. 6 mit Karpinski und die deutschen Heinket- und Klemm-Maschinen an der Spitze liegen. Im Hintertreffen liegen bisher die Franzosen, die allgemein recht schlecht abgeschnitten haben: so erhielten z. B. zwei ihrer Maschinen bei der Auf. und Abrüstungsprüfung je 15 Strafpunkte, da sie nicht in der Sage waren, ihre Flugzeuge innerhalb von 15 Minuten abzurüsten. Zum Vergleich muß bc- merkt werden, daß der Deutsche Stein hierfür 50 Sekunden gebrauchte, was ihm sieben Gutpunkte einbrachte. Lusscr braucht mit seiner Klemm hierzu nur 54,4 Sekunden und holte sich ebenfalls sieben Gutpunkte. Die technische Prüfung wird am heutigen Montag fortgesetzt.
Aus der provinziathaupistadi.
Gießen, den 15. August 1932.
3m Wechsel der Zeiten.
Vicht feit heute oder gestern, sondern Jett einigen Jahren geht daS „Für und Wider" in bezug auf die Gestaltung der weiblichen Psyche, wie sie uns jetzt in der werdenden Jugend entgegentritt, und zwingt die Generation der „Alten" zu Dergleichen mit dem Einst. Wie oft hört man die Worte: „Was würden unsere Großeltern sagen, wenn sie die jungen Mädchen von heute sehen würden mit den Iungensköpfen und der verwegenen Kleidung?" Gleich so auf den ersten Blick würden sie verwundert schauen, welche Vorrenspossen Frau Mode wieder ausgeheckt, sagen aber würden sie erst etwas, wenn sie gesehen haben, welche Werte solch ein Mädel ihrer Umgebung zu geben vermag. Dielleicht würden sie mit einem liebenden, erbarmenden Leuchten in den alten Augen bemerken: „Arme Jugend, die gar keine Jugend ist, dir nahm man die Poesie des Frauenlebens, denn nicht mehr „das Haus" ist deine Welt, sondern du weißt nicht, was es heißt, in seinem Hause eine Welt jju vereinen. Weiht nicht mehr das Leben tn den Mauern deines Heims so reich zu'gestalten, daß cs ein Heim des Lebens wird. Auf die Kleidung, die ihr tragt, und die wir trugen, kommt es ja gar nicht an; Lebensschicksale sind nicht in der Kleidung verankert, aber wie es da innen aussieht in der Herzenswohnung, das ist die Hauptsache. Ob da eine „gute Stube" frei ist, in die kein Schmutz hineingetragen werden darf, eine gute Stube mit blinkenden Fenstern, blendend weihen Gardinen und Levkoyen und Granienstöcken.. .? Und wie sieht es im Kinderzimmer aus? Liegt da verborgen sorgende Liebe, die sich um des Kindes willen den Dornenkranz aufs Haupt Haupt drücken Iaht; oder ist dieser Platz ausge- füllt mit Selbstsucht und Eigenliebe? — Wenn bei innerer Einkehr „wir Alten" euch Jungen innigst verbunden sind, bann seid ihr Blut von unserem Blut, und wir haben das Dertrauen zu euch, daß ihr die natürliche Mission des Frauentums verstehen und erfüllen werdet" ... So würden die Großeltern sagen...
Alles was an weiblicher Jugend mit dem Innenleben genau so verfahren ist, wie mit dem Aeuherlich^n, das weibliche Empfinden nämlich zugcstuht hat, wird so wie so für den Haussrauenberuf wenig zu haben sein und sein Glück in dem beruflichen Wettkampf mit dem Manne suchen. Doch nur in dem Alter des körperlichen Kraftbewuhtleins wird dieses Weib die Sck)were des Weges nicht fühlen. Erst wenn die Füße müde, die Augen matter werden und die Sehnsucht nach einem Wesen erwacht, das einem die weichen Arme um den Hals schlingt und „mein liebes Mütterchen" sagt, dann beginnt das Weh, und - „es ist zu spät"...
Unsere Iugend erlebt das Schicksal ihrer Zeit, und Gedeih und Derderb liegt in der Hand dessen, der über Saat und Ernte wacht. Kl.
Bornotizen.
— Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus, Bahnhofstrahe: „Leichtsinn, Liebe und ein Mädel".
** Oleue Marschübung unfeccä Da- taillvns. Morgen gegen 4 Uhr rückt unser Bataillon erneut zu einer gröberen Marschubung aus, die angesichts der gegenwärtig herrschenden Temperatur an die Mannschaften wieder hohe Anforderungen stellen wird. Die Marschroute fuhrt die Soldaten von Gießen nach Grohen-Buseck und Über Beuern nach Aliendorf a. a. Lumda. Dort wird in dem etwas südlich des Dorfes nach Climbach zu gelegenen Wald Aast gemacht und dann der Rückmarsch über Treis und Staufenberg, Lollar nach Gießen angetreten. Am frühen Vachmittag werden die Mannschaften mit Musikbegleitung wieder in Gießen eintreffen. Die Ausrüstung, in der die Soldaten zum Marsch antreten, besteht aus
-Gepäck.
** Vor dem Ertrinken gerettet. Am Samstag gegen 18 Uhr erlitt der Heizer Karl P a r r in der Männer-Babeanstalt beim Baden in ber Lahn einen Wabenkrampf unb ging unter. Der Bademeister Heinrich Seitz, der sofort zu Hilfe eilte^ rettete den bereits Bewußtlosen, brachte ihn ans Land unb rief ihn in bas Leben zurück
♦♦ „3 t a I i e n", em Kulturfilm von antiker Baukunst von Land und Leuten, mit besonderer Musikbearbeitung für den Film, gelangt am Donnerstag, dem 18. August, 16, 18 und 20.30 Uhr im Lichtspielhaus Bahnhofstraße zur Dorführung. Italien ist von alters her das Sehnsuchtsziel der Deutschen. Man sieht im Film die bizarren Dolomiten im geraubten Südtirol und den Gardasee Die mächtige Meer- und Hafenstadt Genua gibt den Begriff einer südlichen Großstadt. Dann locken die verführerischen Bilder der italienischen Riviera Weiter geht es durch die blühende Landschaft nach der ewigen Stadt Rom. Die Engelsburg das Forum, das Kolosseum, das Pantheon grüßen wie aus einer fremden Welt herüber. Veapel erscheint. Man sieht ferner Capri und die blaue Grotte. 3n Denedig findet die Reise ihren Abschluß. (Siehe die heutige Anzeige.)
•* Di e Kraftpo st fahrt in bas hessische 5) i n t e r l a n b, bie von ber Reichspost veranstaltet war, gestaltete sich für alle Teilnehmer zu einem vielseitigen schönen Erlebnis. In rascher Fahrt brachte ber Omnibus bie Ausflügler über Robheim unb bann nördlich über Fellingshausen, Franken- bad), Erba über Gladenbach und Biedenkopf nach Laasphe, dem reizvoll im schmalen Tal gelegenen Luftkurort, ber im Sommersonnenschein einen bent- bar freundlichen Einbruck auf bie Besucher machte. Ueber Berg unb Tal führte bie Fahrt. Durch Wäl- ber unb an reifenden ©etreibefelbern vorbei, burch freundliche Orte bes hessischen Lanbes fuhren bie Ausflügler. Es gab viel zu sehen. Nach ber Ankunft wurde sofort ein Ausflug nach dem Schloß Wittgenstein unternommen, das hoch oben über dem Kurort liegt, ben Ausfluglern aber eine kleine Enttäuschung bereitete, benn, als man manchen Schweißtropfen vergoßen hatte unb oben anlangte, ftanb man vor verschlossenen Türen. Schade! Indessen konnte dadurch die Laune nicht beeinträchtigt werden. In flotter Fahrt ging es nach Biedenkopf zurück, man verbrachte dort zwei Stunden, betrachtete sich das Städtchen, das, am Berg Hang gelegen unb von der Burg überragt, sicherlich vielen gut gefallen hat. Bald aber war wieder die Zeit zum Ausbruch gekommen. Das Lahntal entlang, auf prächtiger glatter Straße, in rascher Fahrt fuhr ber Omnibus Marburg zu. Allenthalben waren die Bauern
Försteriagung in Schotten.
10 Fahre Försterfchulc Schotten.
V. Schotten, 14. Aug. Der hessische Staatsförsterverband hielt am Samstag und Sonntag seine Tagung in Schotten ab, zu der sich eine stattliche Zahl von Förstern und ehemaligen Schülern der hiesigen Försterschule, deren zehnjähriges Bestehen mit der Tagung verbunden war, eingefunden hatte. Die Stadt hatte sich zum Empfang festlich geschmückt. Am Samstagabend fand auf der Schühenhalle ein interner Begrüßungsabend statt. Sonntagmorgens wurde an der Grabstätte des verstorbenen Landforstmeisters Dr. Weber, dem Mitbegründer der Försterschule eine würdige Gedenkfeier gehalten. Der Dorsitzende des Försterverbandes Forstmeister Kolb und Bürgermeister Mengel- Schotten legten Kränze nieder.
Um 10 Uhr begannen die Beratungen des For- sterverbandes über dienstliche, Standes- und Der- bandfragen. Zu der Förstertagung waren u. a. als Gäste erschienen Landforstmeister Hesse für die Staatsregierung, Forstmeister Rausch und Oberforstmeister V i k o l a u s - Gießen für den Oberförsterverband, Kreisdirektor Dr. 3 a n n für das Kreisamt Schotten, Bürgermeister Menge! für die Stadt Schotten, Oberforstmeister Stuftet für die Leitung der Forstschule und Förster T r e n t e l für den Deutschen Försterbund.
Der Geschäftsbericht löste eine lebhakte Aussprache aus. Bei der Dorstandswahl wurde anstelle des seitherigen Vorsitzenden Kolb, der zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde, der Förster B e i r e r (Lampertheim) gewählt.
Am Vachmittag fand die Tagung des Hessischen Dogeischuhvereins unter Leitung- von Landforstmeister Hesse- Darmstadt in der Turnhalle bei starker Beteiligung statt. Vach den üblichen Begrüßungsansprachen wurde Bericht über die Geschäfts- und Kassenlage erstattet, die Mitgliederbeiträge und der Doranschlag festgesetzt, die Dorstandswahl vorgenommen. Sodann hielt Oberförster Caspar- Darmstadt einen sehr interessanten Dortrag über das neue Hessische
Vaturschutzgesch.
Abends fand in ber mit frischem Maien unb jagdlichen Emblemen festlich geschmückten großen Turnhalle, die von Gästen und ber Sdjottener Bür- qerschast bicht besetzt war, ein „Grüner Abend" statt. Die Blau-Weiß-Kapelle, lauter einheimische musikalische Kräfte, trugen mehrere schwungvolle Stucke vor. Der Schottener Männerchor erfreute durch verschiedene passende Liederoorträge. Eine Sängerin von Darmstadt, Frl. Wolf, erfreute durch verschiedene Gesänge. Eine Reche von Ansprachen wechselten miteinander ab. Förster K o l b sprach für den Staatsförsterverband, Landsorst- meiftcr Hesse für die Staatsregierung, Bürgermeister Menget für bie Stabt Schotten.
Ein Schottener Möbel, Frl. R u 11 m a n n , über- brachte in sehr humorvollem Gebrcht Grüße an bie arüne Gilbe. Herr Rühl-Schotten wirkte sehr er- heiternb mit seinen Dialektvorträgen. Gemeinsame Lieber würben gesungen. Aus der ganzen izeier klana die enge Verbundenheit der hessischen Forster und Försterschüler mit der Stabt Schotten unb ihrer
Verlauf bes „Grünen Abends" am Sonntag überbrachte Landesforstmeister Hesse die Glückwünsche der hessischen Staatsregierung unb gab ein klares Bekenntnis zu bem tfortbeftanb ber hessischen Forstschule ab. Kreisbirektor Dr. Jann überbrachte bie Glückwünsche des Kreises, Obersorst- meifter Deuster sprach ber Schulleitung ber Forstschule Anerkennung aus. tforftmeifter R a u s ch übermittelte Glückwünsche bes Dberforfteroerbanbes Bürgermeister Menget überreichte em Bild hes verstorbenen Landforstrneisters Dr. Weber unb
Olympia 4932.
I
Der Vierer mit Steuermann des Berliner Ruber-Clubs errang ben Enbfieg unb damit eine Goldene Medaille.
Die lehken Entscheidungen.
Am Samstag fielen bei den Olympischen Spielen die letzten Entscheidungen. Die deutschen Teilnehmer konnten noch fünf Silberne Medaillen erringen. Die deutschen Boxer Ziglarski, Schleinkofer und Campe mußten trotz teilweise besserer Leistungen in den Cndkämpfen des Olympischen Box- turniers Viederlagen hinnehmen und sich mit dem zweiten Platz genügen. Die Ruderer Buhh-Böhe- len wurden von den Amerikanern Gilmore-Myers geschlagen, und die Mannheimer Amicitia belegte im Dierer „ohne" den zweiten Platz hinter den Engländern.
Oer Schlußakt in Los Angeles.
Großartig wie der Beginn war auch der Abschluß der Olympischen Spiele in Los Angeles, dem bei strahlendem Sonnenschein über 100 000 Zuschauer beiwohnten. Vach dem letzten sportlichen Wettbewerb, einem 3agdspringen in dem Kreis der Rationen, marschierten die Teilnehmer in das gewaltige Oval und nahmen im Halbkreis vor der Rednertribüne Aufstellung, um die olympischen Medaillen in Empfang zu nehmen; dabei wurden nochmals die Flaggen gehißt, darunter erschien einmal die deutsche Flagge allein am Höch st en Siegesmast, als dem Präsidenten des deutschen Reichsausschusses die olympische Medaille für Alpinismus in Abwe- senheit des äleberlcbenden der beiden Brüder Schmid-München überreicht wurde, die diesen für die erstmalige Besteigung des Matterhorns von der Rordwand her verliehen wurde. Unter Kanonendonner und Fahnengeflatter wurde das Olympia-Danner in der City-Hall von Los An
geles bis 1936 aufbewahrt, bis eS dann dem Der- tretet der Stadt Berlin überreicht wird.
Die Amerikanerin Dorothy P o y n t o n wurde Siegerin im Turmspringen.
stellte in Aussicht, daß durch die W e b e r - P r e u - scher-Stiftung ber For st garten eine wesentliche Erweiterung erfahren würbe. Von ehemaligen Schülern wurde ber Schule ein Lönsbilb, ein Barometer unb ein Mikroskop überreicht.
Landkreis Gießen.
• Treis a. b. Lda., 15. Aug. Am Samstagnachmittag würbe hier bas etwa brei Jahre alte Bübchen Helmut Friebrichoon einem Kraftfahrer überfahren. Das bebauernsroerte Kinb erlitt habet so schwere Kopfverletzungen, daß es alsbald nach der sofortigen Einlieferung in die Chirurgische Klinik zu Gießen verstorben ist. Ueber bie Schuldfrage kann abschließend noch nichts gesagt werben, jeboch soll den Kraftfahrer keine Schuld treffen.
Wettervoraussage.
Der Einbruch ozeanischer Luft ließ im Lause des gestrigen Tages wieder vielfach Gewittertätigkeit aufkommen, ohne aber eine Umgestaltung ober nennenswerte Abkühlung herbeizuführen. Da bas Tief westlich von Irland seinen Weg nach opamen genommen hat unb an dessen Stelle sich hoher Druck entwickelte, welcher über die britischen Inseln bis nach Skandinavien reicht, steht auch für uns weiter- hin schönes Wetter in Aussicht. Durch das Umdrehen der Winde über Nordosten nach Osten zu nimmt vorerst die Gewittertätigkeit ab, und an Stelle der drückenden Schwüle der beiden letzten Tage tritt sommerliches Wetter. Nachts wird es dabei etwas mehr abkühlen.
Aussichten für Dienstag: Etwas wolkig, sonst aufheiternd, trocken, kein schwüles, aber tagsüber warmes Wetter.
Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der Schönwetterlage.
Lufttemperaturen am 14. August: mittags 27,8 Grad Celsius, abends 23,2 Grad; am 15. August: morgens 18,2 Grad. Maximum 28,6 Grad, Minimum 14,5 Grad. — (Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. August: abends 26,2 Grad; am 15. August: morgens 21,6 Grad Celsius. — Sonnen- fcheindauer 5% Stunden.
(Schluß bes redaktionellen Teils.)
Oie Gtuhtverstopfung.
Von Dr. med. äaneUis, Berlin.
Bei Stuhloerstopfung unb Hartleibigkeit wirb ber Leib burch Anhäufung unverbauter Nahrungsreste im Darm gespannt unb aufgebläht. Man fühlt sich unbehaglich und leidet unter bem Gefühl ber Volle unb an Appetitlosigkeit. Blutandrang, Eingenommen- fein des Kopfes und leichte Schwinbelgefühle machen sich bemerkbar. Hier schafft man am zweckmäßigsten dadurch Abhilfe, daß man gleich bei den ersten Stuhlbeschwerden ein pflanzliches Abführmittel anwendet, rote es die mild unb zuverlässig abführenben Apo- theker Richarb Brandt's Schweizerpillen sinb. Man erhält sie in allen Apotheken zu dem wesentlich ermäßigten Preis von 1,25 RM. die Normalpackung und RM.—,65 bie Kleinpackung. Am besten nimmt man bie Pillen obenbs vor bem Schlafengehen ein. Die Wirkung erfolgt bann am nächstem Morgen, ohne daß die Nachtruhe gestört wird. 5720V


