g'Nbie Mas ■
ML '---L-r fr."»». „
S5Unflft>tte "tut,
■ Stift b0[ii. ^ttlit;- W«tt& Mu 18 2000 Dan^ baben nb?r&tme! V9ann
1 !öetic. ;e.'ÄomDm^?'tQu| »Ur.
rer Seite
-Die «hiLiL!^ Mer mit „’n Ringer. m S'Lns'«« in irvvs . Wten 2lb(mx.
L^rn, auch nicht bn Trovvaters, des Zi«? " einanderLTO 2 5f 6on unserem 2orsq i?r Siebten uns - auf den erste« toir unzertrennlich wir auf mein Schloß
Sl-j eJ? x6) toeinem •cn luirfcn.
lofioo in »Ilona.
ion aus bisher noch nicht >nete sich in einem Laden« Mstände aus Zelluloid- Zelluloidgegenstände dürfte 1 und die Flammen müssen anzen Lagerbeftand >aben. Die Schausenster- gegenüberliegende Slrahcn- r Besitzer und ein 2nge- erlitten erhebliche Jerlet- '.r Arbeit der Feuerwehr k-losion erschütterte fiel* zwei Feuerwehrleute der- iöe wurden geborgen, doch «Wer verletzt.
WlaQt.
■J
-H
)6se6V»1 4’ sliuNrt U* - D1(Oa„T Si-»l‘KKK* jit ußit" ltn loniruit
■ooraueW # „w-
55« fr*4’
uni »»äs«*:
steige"^ Milderung
ft et-oas (ciA -
Nittv°^hjn h* t tto-keN' rfcgs
'AU'
2
w*" SÜSS Der Besuch Mussolinis bei Papst Pius E
Direktor Gteding +.
Gestern Dormittag ist tn <*ffen, wo er tm 21n- schluh an eine Dienstreise da- Wochenende besuchsweise bei seinen Kindern verbrachte, der Leiter der städtischen GaS- und Wasserwerke und de* Volksbades. Direktor August Steding. an einem Herzschlage im 62. Lebensjahre verstorben. Wit ihm wurde ein Mann auS einem arbeit*- reichen Leben jäh abgerufen, der al* Beamter und al* Mensch vorbildlich war und dem in weiten Kreisen der Bürgerschast grobe Sympathien entgegengebracht wurden.
August Sie ding, am 14. Januar 1871 in Holzminden geboten, war nach vollendetem Schulbesuch zunächst ein Jahr al* Volontär in einer Maschinenfabrik tätig, verbrachte dann fünf Semester an einem Maschinenbau-Technikum und vier Semester an einem Polntechnikum. Born 1. Januar 1896 bi* 30. September 1899 war er al* Assistent beim Gas» und Wasserwerk in Gießen tätig Am 1. Oktober 1899 übernahm er al* Direktor die Leitung der städtischen GaS» und Wasserwerke in Tarnowitz iOderschlcsien. jetzt au Polen gehörig), wo er bi* zum 30. Juni 1908 wirkte Von Tarnowitz kehrte er am 1. Juli 1908 al* Direktor der GaS- und Wasserwerke der Stadt Gießen hierher zurück, wo et seine zweite Heimat sand. Am 1. Januar 1923 wurde ihm neben der Direktion der Ga*- und Wasserwerke noch die Leitung de* von da ab in städtischen Besitz übergegangenen Vvlk-bade* übertragen. *21 eben seinem Amt wat er noch in össentlichen Funktionen tätig al* Vertrauensmann der Be- tus*genossenschaft der Ga*- und Wasserwerke, Sektion VI Mainz, al* Beirat der Wirtschaftlichen Vereinigung der Ga*- und Wasserwerke, Da*- kok*syndikat AG. in Frankfurt a. W., sowie al* Mitgründer und bi* jetzt Vorstandsmitglied deS DeteinS für Luftfahrt in Gießen. Für feine Verdienste um die Allgemeinheit während der KtlegS- jahte wurde er mit dem Hess. Kriegsehrenzeichen und dem Preuß Ehrenkreuz für KtiegShilf-dlenst ausgezeichnet.
D'e önttoidelung unserer Stadt bat der Heimgegangene an hervorragender Stelle wegweisend und gestaltend mit beeinflußt Unter seiner Führung wurde da* Gaswerk in rastloser, aber doch mit kaufmännischer Vorsicht durchgesührter Re- formarbeit au*gcbaut und der fortschrittlichen GaSerAeugungStechnik angepaßt. soweit die städtischen Finanzen und die räumlichen Verhältnisse auf dem GaSwertgrundstüd die Beugeftaltung nur immer gestatteten. Eingehend wurde darüber in unserer Ar. 299 vom 22. Dezember v. 3 anläßlich do* 75jährigen Bestehens de* Gaswerk* berichtet. Daß da* Gaswerk in seiner heutigen Gestalt nicht mehr den berechtigten Erfordernis len der VersoraunaSwirtschast entspricht, hat der Entschlafene, al* Mann der korrekten und vollgültigen Arbeitsleistung. gewußt und schmerzlich empsun- den, er konnte aber trotz besten Willen* und eifrigsten Strebens die Sachlage nicht ändern, weil die Verhältnisse auf dem Kapitalmarkt ihm und der Stadtverwaltung schon seit mehreren Jahren alle AeugestaltungSpläne zunichte machten. Trotz der Schwierigkeiten der Zeit, insbesondere in den letzten zehn Jahren, hat er das Gaswerk in vorbildlichster Weise geleitet und es zu einem wertvollen Bestandteil unseres städtischen Vermögen- gemacht. Gleiche* ist über sein Wirken al* Leiter des Wasserwerks und des DolkSbade* zu sagen Unermüdlich war er darauf bedacht, die Versorgung unserer Stadt mit einwandfreiem Wasser auch für die schwierigsten Sommermonate sicher,zustellen. Der Dau de* neuen großen Wasserbehälters in der Bähe der Ganseburg, durch den eine Ausspeicherung von Wasser weit über den jemals verzeichneten größten Tagesbedarf hinaus ermöglicht unb damit absolute Sicherstellung unserer Wasserversorgung auch in schwierigsten Wochen erzielt wird, sowie die Jnangriffnaßme weiterer Quellenerschließung bei Ouedborn sind seine besonderen Verdienste auS jüngster Zeit. Jhm hat die Bevölkerung es auch zu danken, daß aus dem mangelhaften und notleidenden Vvlksbad- Betriebe des Privatbesitzes nach dem ilebergang an die Stadt unter seiner Leitung eine nach jeder Richtung hin einwandfreie Einrichtung wurde Er brachte das Volksbad baöe.e^mfd) und hygienisch auf zeitgemäße Höhe, belastete dabei aber nicht die städtischen Finanzen, sondern verstand e* durch kluge kaufmännische Führung d e en Betrieb fo zu gestalten, daß er sich bei durchaus erschwinglichen Dadepreisen und bester Leistungsfähigkeit vollkommen selbst trägt. Weiterhin war er stet* ein eifriger Förderer aller Luftiahrtbestrebungen. weit er diese Tätigkeit als außerordentlich wichtig für unser Vaterland erkannt hatte.
Seinem mustergültigen Wirken als Beamter entsprach in gleicher Vortrefflichkeit fein Ver- halten als Menfch und Gießener Bürger. Edelste Eharaktereigenfchaften zierten allezeit dielen Mann mit feinster menschlicher Gesittung, strengstes Gerechtigkeitsempfinden gegenüber ledermann. soziale und wohlwollende Gesinnung gegen seine Untergebenen und Mitarbeiter, unverbrüchliche Pflichttreue, warmes Mitgefühl und stete Hilfs- bereititbaft für alle-Schwachen und Notleidenden, echt deutscher Sinn und heiße Liebe zu Volk und Vaterland, liebenswürdiges und persönlich be- scheidenes Wesen, das waren stets die starken Grundlagen, auf denen sich das edle Menschentum dieses Mannes aufbaute. Vielfach nahm der Sntfch.afene Veranlassung, direkt und indirekt im Stillen Werke der christ.ichen Aach st en. re be und deutsche* Aufbauarbeit zu leisten. Durch lein Wir- ken hat er sich bei vielen, insbesondere aber bei de- nen. die neben feiner Familie ihm menschlich am nächsten standen und feinen hohen Wert als echter deutscher Mann am tiefsten embfinbcn pnn- ten, für alle Zeit ein ehrenvolles Denkmal ge- schassen. . ...
Als ausgezeichneter Leiter wichtiger städtischer Betriebe und al* guter Mensch wird August Steding für alle Zeit unvergessen bleiben.
Daten für Montag. 15. Februar.
Sonnenaufgang Z.42 Uhr, Sonnenuntergang 17.37 Uhr — Mondaufgang 10.24 Uhr, OTonö- untergang 2.38 Uhr.
1564 der Physiker und Astronom Galileo ©aale» in Pisa geboren. — 1781: Gotthold Achraim Lessing in Braunschweig gestorben. - 19^ der englische Staatsmann Lord Herbert Henry AS- auith in London gestorben.
Pornonzen.
— TageskalenderfürMontag.^ Lichtspielhaus. Bahnhofstraße. .Salto MortUe
- Au* dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben Heute, 20 Uhr. geschlossene Sondervorstellung des ZeitstüdeS »Verstehen wir
Mustolini (Mitte), umgeben von Würdenträgern Italiens und de» Vatikan», in der Loggia Raphael im Vatikan.
uns?" von Peter v. Preradovie, mit Frau Auguste Prasch-Grevenberg als Gast in der Rolle der Großmutter. — Dienstag, 16. Februar. Wiederholung der beliebten Schwankoperette „Die tolle Lola" von Kadelburg und 21 ebner, mit der flüssigen Musik von Hugo Hirsch. Sin Srsolg auf der gaiuen Linie Die beste Gelegenheit, Lachen. Musik und Rhythmus zu genießen. Beginn: 20 Uhr, Ende: 22 30 Uhr
— DieVtaatswissenschastlicheFach- fchast an der Universität Gießen veranstaltet am Mittwoch, 17. Februar, 20.15 Uhr. im StudentenhauS. Leihgesterner Weg, einen Vortragsabend Ss spricht Prosessor B e s s o n o s s, Moskau, Volkswirtschaftlicher Bat der Berliner Handelsvertretung der UdSSR. über : .D i e Grundlagen der so w j etrusf i f chen P l a n w i r t f ch a f t". Es ist daS erstemal, daß ein führender Volk-Wirtschaftler der Sowjetunion in Gießen spricht Der Vortrag wird, so schreibt man. uns. Auskläruna geben über die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse in Ruß- land. (AähereS in der heutigen Anzeige )
Aationalsoziaristische Kundgebung.
Jm Lass Leib fand am Samstag abend eine öffentliche nationalsozialistische Kundgebung statt, in der Herr Tressz über das Thema „Vom Proletariat zum Arbeiterlum' sprach. Der Redner beschäftigte sich zunächst mit der hessischen Landtag-Wahl und betonte, in politischer Hinsicht sei hier das sehr starke Eindringen der Aationalsozialisten in das Lager de* Marxismus besonder« beachtenswert, während die histo- rische Bedeutung dieser Wahl darin bestehe, daß nach ihrem Ausgang zum ersten Male seit dreizehn Jahren da* Zentrum machtpolitisch auS- geschaltet sei und in der praktischen Politik keine Rolle mehr spiele. Der Redner erklärte weiterhin die nationalsozialistische Bereitschaft zur Re- Sierungsbildung in Hessen, er nannte dafür al* ritte Bedingung, daß nur ein Minister für die Regierung in Betracht komme und dieser 21 a- tionalsozialist sein müsse. Die ASDAP. sei bereit. mit dem Zentrum politisch zusammenzuarbeiten, allerdings müsse da* Verhältnis zwischen dem AationalsozialiSmus und dem Zentrum auf dem Bibelwort „Sr sott dein Herr sein" aufgebaut werden Hierauf wandte sich der Redner seinem Thema zu und besprach dabei ausführlich die Sntwidlung der SPD. und des Marxismus. Sr begrüßte es. daß tn Hessen bereits 60 000 2lr- beiter den Weg vom MarriSmus zur nationalen Front gesunden hätten. Weiter hob er hervor, daß wahrer Sozialismus VolkSgenossenschastsgeist sei. aber niemals in der internationalen Verbell- derung bestehe. Aach einer ausführlichen Schilderung der Verhältnisse in der Vorkriegszeit und der Umwandlungen in den Rachkriegsjahren erklärte der Redner u. a., der Manismus habe dem Arbeiter die Arbeit zum Fluch, statt zum Segen gemacht. Demgegenüber wolle die ASDAP. der Arbeit wieder einen Sinn geben und den Arbeiter, wie überhaupt jeden, der tm Dienst am Volk arbeite, zu einem gleichberechtigten Menschen innerhalb der deutschen Volksgemeinschaft auf der Grundlage des sozialen und national- bewußten Volksgenossenlchaftsgeiste* machen Der sozialste Staat sei der, in dem eine möglichst große Zahl zufriedener Einzeleristen-en vorhanden sei. Um dies zu erreichen, führe die ASDAP entichiedensten Kampf dagegen, daß die internationale Hochfinanz Deut chland al* eine Kolonie ansehe und ausbeute. Es sei unerträglich, daß unser Staat die Sinkaslierungsma'chme für das internationale Bankkapital sei. Der Redner wandte sich in diesem Zusammenhang gegen Die Währung auf der Goldbasis, durch die allem die Macht der internationalen Hochfinanz begründet werde. Sr erinnerte weiter daran, daß die vom MarriSmus immer verkündete internationale Solidarität bisher noch niemals für Deut chland praktisch in Erscheinung getreten fex. vielmehr nur als Phrase sich erwiesen habe. Mit diesem ganzen Treiben wolle die ASDAP. gründlich Schluß machen, ebenso doIIL mmen wolle sie nvl dem Bolschewismus und mit der Gottloseiwropa- ganda. sowie anderen gegen das Christentum und die gute deutsche Kultur gerichteten Bestre- bungen aufräumen. Sie wolle dafür einen auf soziales Smpfinden gegenüber jedem deutschen Volksgenossen aufgebauten Sozialismus mit bewußt nationaler Einstellung errichten und eine Aristokratie der Arbeit schassen, in der ieder Volksgenosse nur nach ferner Arbeitsleistung für fein Volk beurteilt werde. Am Schlüsse wie der Redner auf die bevorstehende Tagung des Reichstags hin. Er erklärte hierzu, daß Reichslanftcr Dr. Brüning mit leeren Händen vor den Reichstag hintreten müsse, da alle feine Versprechungen und Hoffnungen nicht verwirklicht worden feien. Der AationalsozialiSmus fordere heute fein Recht. Denn Brüning mit seinem
Kabinett zurüdtreten müsse, bleibe dem Reichspräsidenten von Hindenburg keine andere Möglichkeit, al* Minister Dr. Frid mit der Bildung des neuen ReichSkabinettS zu beauftragen Damit werde die ASDAP. jedoch noch nicht endgültig an der Macht fein. Da* Kabinett Frid werde vielmehr sofort alle Landtage tn den Ländern und den Reichstag auflöfen und das Volk überall In Aeuwahlen nach seinem Willen befragen. Einen Tag nach diesen Wahlen, wenn überall da* deutsche Volk zum letzten 2Hale gesprochen habe, würden die Hitlersahnen über allen Straßen wehen. Die Rede wurde mit lebhaftem Beifall auf genommen.
•• D t e (Eintragungen in d i e Hinden- darg-Listen sind am Samstag auch in unserer Geschäftsstelle abgeschlossen worden In»gesamt haben sich durch diese Einschreibung in unserer Statt 2064 Personen für dle Wiederwahl des Reichopräst- benten van Hindenburg ausgesprochen.
•• Reifeprüfungen an den Gießener höheren Schulen. In der vergangenen Woche wurden an den hiesigen höheren Schulen die Reifeprüfungen durchgeführt Die Prüfungen zeigten durchweg sehr günstige (Ergebniffe. Im Realgymnasium konnten von 37 Schülern 36 da» Reifezeugnis erhalten Die Abiturientinnen der Studienanstalt, 17 an der Zahl, bestanden sämtlich die Prüfungen Auch im Gymnasium tonnte jedem der 11 Abiturienten da» Reifezeugnis ausgestellt werden An der Ob errealfd)ule hatten sich 58 Schüler zu den Prüfungen gemeldet. Einige der Teilnehmer mußten zurüdgewie'en wer- den, ein Schüler verstarb tun vor dem Examen, 50 Schüler haben die Reifeprüfung bestanden.
•• 3>ien ft Jubiläum bei her Reichsbahn. Der Reichsbahnlokomotivführer Wilhelm Volk. Wilhelmstr. 52. kann heute auf eine 25- jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn zurüd- bliden.
•• Eine Fünfundacht zig jährige. Frau Louise Schmitt, Wwe., geb Lettermann, wohn- host Kanzleiberg 7, feiert heute bei bester geistiger und lvrperlicher Gesundheit ihren 85. Geburtstag.
Cberbeffen.
Landkreis (Stehen.
ä. Wiesed, 13. Febr Der Gerne in berat beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit einem erneuten Gesuch der Freien Tennis- vereinigungGießenum äleberlassung eines weiteren Platzes Grundsätzlich wurde dem Gesuch zugestimmt. Der Platz soll im ersten Jahre während der Jnstandsehung frachtfrei überlassen werden Aach Fertigstellung wird der Pachtprei» bestimmt. — Aachdem einige Mitbürger gegen den Beschluß des Gemeinderats aus äleberlassung des Platzes am Badhaus an Ludwig Deibel Einspruch erhoben hatten, mußte der Gemeinderat diesem Einspruch stattgeben. — Einem Gesuch der Otto B c d c r Witwe, den zugesagten Weideplatz statt für sechs Jahre für zwölf Jahre zu verpachten, soll aus wirtschaftlichen Gründen entsprochen werden, jedoch wird nach sechs Jahren der Pachtpreis neu geregelt- — Aach einem Sch eben der FeldbereinigungSgesell- schäft soll die Gemeinde die Jnstandhaltung der Drainagen übernehmen. Wenn auch der Gemeinderat grundsätzlich der Sache zustimmen will, so sind doch noch einige Rechtsfragen zu klären, und es mußte diese Angelegenheit vertagt werden — Ein großes Schmerzenskind für Wlc- fed sind die Getränke- und die D i erst e u e r. Trotzdem in der letzten Sitzung deS Gemeinderats die Getränkesteuer wiederholt abgelehnt worden war. mußte sich der Gemeinderat erneut mit der Sache befassen, da durch die Ablehnung der Getränkesteuer eS nicht möglich wäre, die inzwischen eingesührte weitere Erhöhung der Biersteuer rüdgängig zu machen. Unter den gegebenen Verhältnissen, die für die Wirte doch noch einen kleinen Vorteil gegenüber der erhöhten Diersteuer bedeuten und in der Hoffnung, doch noch eine Zuweisung aus dem ReichSauS- gleichsstod zu erhalten, erklärte sich der De- mcinbcral einstimmig für die E i n s ü h r u n g der Getränkesteuer. — Bei dieser Gelegenheit machte Bürgermeister Schomber Mitteilung von den großen Lasten, die der Gemeinde durch die wirtschaftliche und soziale A o 11 a g e bereits entstanden (jnb. So betragen die Lasten der Wohlsahrtssürsorge vom l.Llpril 1931 diS 31. Januar 1932 27 079.58 Mk.. für Armenpflege 921 Mk.. für Mietunterstützungen 271 Mk-, für Krisenunterstützungen bzw Zuschuß der Gemeinde zur Krisensürsorge bis 30. Juni 1931 3623 Mk. und ab 1. Juli 1931 8726 Mk., die noch abzuführen sind Die Dohlfahrtslaften für Februar und März 1932 werden auf 12100 Mk geschätzt. Daß es unter diesen Verhältnissen nicht möglich ist» den Gemeindehanshalt ohne Unter-
stützung von Staat und Reich burchzufübren, müssen die vorgesetzten Stellen emschen Srklär- Uch ist auch, daß infolge der Avtlage die Gelder für Wa'ser. GraS. Pacht Steuern schlecht eingehen Betragen doch die AuSstände der Ge- mcinbe hierfür 44 OM Mk-
• Steinbach, 14. Febr. Der hiesige Turnverein vereinigte dieser Tage seine Mitglieder und viele Gäste zu einem Werbeabend Die junge Turner-Musikkapelle leitete mit einem Marsch den Abend ein. Der erste Borsitzende, Glaserrneister Haas, wies in seiner Begrüßungsansprache auf die vielseitige Arbeit hin. die Im Turnverein zu in Wohle der Heranwachsenden Jugend geleistet wird. Jm Verlaufe deS Abend* zeigten die verschiedenen 2lbteilungen des Verein* die Möglichkeiten turnerischer Betätigung in zahlreichen Hebungen Die Ausführungen legten Zeugnis ab von der eifrigen Arbeit, die in den Turnstunden geleistet wurde und fanden lebhaften Beifall. Der Vorsitzende ermahnte zum -Schluß alle Turner und Turnerinnen, dem Verein die Treue zu halten, tue Eltern forderte er auf. bi« Kinder zum Besuch der Tumstiinden anzuhalten.
---Sich. 14. Febr. An seinem 85. Geburtstag« wurde gestern auf dem diesigen Frieddose der Steueraufleher i. R. Joh. Jakob Schäfer zur letzten Ruhe getragen. Der Verstorbene, der sich hier und in der Umgebung hoher Wertschätzung erfreute, nahm im Jnfanterie-Regiinent 115 am Feldzuge 1870 71 teil und wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Anfang* der 80er Jahr« kam er als Steuerauffeher in untere Stadt. Stiftspfarrer Drauth würdigte In seiner Grabrede die hohe Pflichttreue deS langjährigen, fleißigen und zuvorkommenden Beamten. Der Posaunenchor entbot dem Entschlafenen mit zwei Ehorälen einen letzten Gruß, die Ortsgruppe Gießen des ReichSbiinde* der Zollbeamten verband mit der Kranzniederlegung einen warmempfun- denen Aachruf.
4- Lauter, 13.Yebr. Gestern feierten Konrad Schäfer und seine Ehefrau Helene, geb. Schäfer, daS> Fest der goldenen Hochze i t. Veld« stehen im 74. Lebcnsiadr. Der Gesangverein, dem der Jubilar lange Jahre al* aktiver Sänger angehörte. brachte dem Jubelpaar ein Ständchen.
Preußen.
Breie Wetzlar
Z Krofdorf, 14. Febr. Ein Antrag der Jagd» Pächter auf (Ermäßigung b e» Pachtprei- s e s der Gemeindejagd wurde vom Ok- mcinberat abgelehnt. Ebenso will die Gemeindevertretung eine Mietsjenkung für die Dienstwohnungen der Lehrer und be» Gemeinbcförsters nicht anerkennen.
6ttühiMaa»iUfl
5. Klasse 38. Preußijch.SädbeuIsche (264. Prevtz.) Staat»-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten
Aus jede aezogene Kummer sind zwei gleich hob» Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden
Wteilungen I und II
4.8iehung»tag 12. Februar 1932
3n der heutigen Dormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
2 e<*inM r* 25000 an. 36SSS0
10 loini n 1OOOO an. 261 BO32B 234343 28060»
396217 _ _
16 e*hme *■ 6000 08. 48145 60541 183687
164344
186582
236890
331265
322877
123369
205639
345255
124675
215786
204606
294735
368655
160773
180436
217116
319750
169560
199773 244982
359607
161438
290897
167240 192511 243749
351858
171166
200286
286089
365273
46 ewinn. m 2000 M. 26357 37336 50378 62488 82568 83499 89860 102386 112442 121841 125895 149549 149671 188527 240624 243066 247379 260539 346294 355139 367736 378285 398144
74 »«ein«« en 1000 <M. 7335 23862 4 1 3 34 45618 54880 72112 81284 84388 97989 >40794 143893 ------ ------ ------ ------ ------ , 7Q366
238826 299773 307039
18 •»©Inn« ,u 3090 TL 153688 168779 184312
393355
383105
65675 72801 73890 74411
111097
153430 189578 205322 218527 248615
276010 845982 375606 393645
114406 157101
192040
206601
220360 258179
281465 359836 377751
394992
122300
173628 193109 208825
224962
259034 304546
367305 380388
124674 174096
194582
209271
225203
270,01 30-1653
668760
380568
99271 147437
184687 204695 216893 245552 274181
340642 373922 389803
144838 174182 201927
214002 245539
■
370976 382055
172 «Winne in 500 OJL 889 1840 8446 9461 11081 11897 11943 12712 15724 17187 17846 22958 29753 33066 34099 36649 46956 52981 53010 61666 63955 -------------------- 85095 91409 92460 94461
In der heutigen Nachmillagsziehung wurden Gewinn« über 400 M. gezogen
4 •»tmnnt |» 10000 M. 288445 387335
6 »«BieM |1 5000 an. 88317 249173 269717
24 »eBtitn. |U 3000 an. 61722 114276 131260
140835 244064 245595 250782 252739 288492
10544 19152 35762 38300
8994 42133 47131
98 •etttr.n* tn 1000 Oll.
295547
351947
199079 202615
282842 292782
322544 344555
177918 225543
305026 355934
112114
137803 183457 216095 266373
301244
341265
117269 147243 187087 221203 266621 305641 350970
186500 270649 319342
98847
129684
166010 212967 260740 297935
336746
185010
262914
315674
397264
124522
163363 192011
240712 285172
324324
374931
74279 127604 163631
203'", 31 249241 287573 324449 379319
120689
153676
187766
229592
270310
310179
371254
292220 325158 359966
62 ®»tt>inn« in 2000 Ul. ---- ----------------
50142 50577 57738 104650 146525 149368 155936
----- ------ ------ ------ ------ 203697
392340
396708
155505
129583 168279 199138 216447 228526 238526
271187 301349 315073 325830 356951
367138 397073
188046 206238 219343
231646
249632 265017
279478 303524 316139
328417
376342 399925
122168 165497
194210 215321 227417 232864 261196 270869 294548 312163 324613
351218 365784
391073
135641 181381
200523 218511
231350 249480
263094 276936 304133
315182
327606 359070 375070 397716
113420 159025 192701 212559 227199
232044 257276 266811
293445 309887 318875 350653 335583
337644
188732 206369 221191 231871
251123 266248 2805/8
30 >>15 3180'2 4
340814
365229
382592
386625 _____ ______
220 »ro.nn« in 500 8550 14835 15725 25610
29249 30021 33202 33801 35618 36257 45951 47596 48282 65509 66265 75409 77394 78484 00453 80658 84500 91781 97813 98118 109379 II1673 111856 ------ ------ ------ ------ 143801 i
Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je SuODOO, 2 Gewinne zu je 5-OXX), 2 zu je mx», 2 zu je 20U0VJ, 4 zu je lOffO), 6 zu je 75u00, 10 zu je 50X0, 24 zu je 26000, 162 zu je 1'000. 43' au je 5000, 859 zu je 9000, 25 8 zu je 2’J10, 5180 zu je 1000, 8510 zu ,e 500, 25634 zu je 400 M.
Konfirmanden.Anzüge ohne Mehrkosten für bei» Käufer wirtfchaftlicher zu gestalten, dafür hat bas Dekleibungshaus Kähler, Selietsroeg, durch die Eigenart der Selbstherstellung eine geradezu ideale Losung gefunben Lejonbers wertvoll an dieser Neuerung ist schon die Tatsache, baß der Stonfir- manb den Anzug nicht schon in kurzer Zeit verwachsen kann. Es ist nur zu empfehlen, sich vor Einkauf erst bei Kähler zu informieren. Das Spc- zialfenster gibt Zeugnis, mit welcher Aufmerksamkeit die Firma sich der Jugend widmet. 1243A


