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w*" SÜSS Der Besuch Mussolinis bei Papst Pius E

Direktor Gteding +.

Gestern Dormittag ist tn <*ffen, wo er tm 21n- schluh an eine Dienstreise da- Wochenende besuchs­weise bei seinen Kindern verbrachte, der Leiter der städtischen GaS- und Wasserwerke und de* Volksbades. Direktor August Steding. an einem Herzschlage im 62. Lebensjahre verstorben. Wit ihm wurde ein Mann auS einem arbeit*- reichen Leben jäh abgerufen, der al* Beamter und al* Mensch vorbildlich war und dem in weiten Kreisen der Bürgerschast grobe Sym­pathien entgegengebracht wurden.

August Sie ding, am 14. Januar 1871 in Holzminden geboten, war nach vollendetem Schul­besuch zunächst ein Jahr al* Volontär in einer Maschinenfabrik tätig, verbrachte dann fünf Se­mester an einem Maschinenbau-Technikum und vier Semester an einem Polntechnikum. Born 1. Januar 1896 bi* 30. September 1899 war er al* Assistent beim Gas» und Wasserwerk in Gießen tätig Am 1. Oktober 1899 übernahm er al* Direktor die Leitung der städtischen GaS» und Wasserwerke in Tarnowitz iOderschlcsien. jetzt au Polen gehörig), wo er bi* zum 30. Juni 1908 wirkte Von Tarnowitz kehrte er am 1. Juli 1908 al* Direktor der GaS- und Wasserwerke der Stadt Gießen hierher zurück, wo et seine zweite Heimat sand. Am 1. Januar 1923 wurde ihm neben der Direktion der Ga*- und Wasserwerke noch die Leitung de* von da ab in städtischen Besitz übergegangenen Vvlk-bade* übertragen. *21 eben seinem Amt wat er noch in össentlichen Funktionen tätig al* Vertrauensmann der Be- tus*genossenschaft der Ga*- und Wasserwerke, Sektion VI Mainz, al* Beirat der Wirtschaftlichen Vereinigung der Ga*- und Wasserwerke, Da*- kok*syndikat AG. in Frankfurt a. W., sowie al* Mitgründer und bi* jetzt Vorstandsmitglied deS DeteinS für Luftfahrt in Gießen. Für feine Ver­dienste um die Allgemeinheit während der KtlegS- jahte wurde er mit dem Hess. Kriegsehrenzeichen und dem Preuß Ehrenkreuz für KtiegShilf-dlenst ausgezeichnet.

D'e önttoidelung unserer Stadt bat der Heim­gegangene an hervorragender Stelle wegweisend und gestaltend mit beeinflußt Unter seiner Füh­rung wurde da* Gaswerk in rastloser, aber doch mit kaufmännischer Vorsicht durchgesührter Re- formarbeit au*gcbaut und der fortschrittlichen GaSerAeugungStechnik angepaßt. soweit die städti­schen Finanzen und die räumlichen Verhältnisse auf dem GaSwertgrundstüd die Beugeftaltung nur immer gestatteten. Eingehend wurde darüber in unserer Ar. 299 vom 22. Dezember v. 3 an­läßlich do* 75jährigen Bestehens de* Gaswerk* berichtet. Daß da* Gaswerk in seiner heutigen Gestalt nicht mehr den berechtigten Erfordernis len der VersoraunaSwirtschast entspricht, hat der Ent­schlafene, al* Mann der korrekten und vollgültigen Arbeitsleistung. gewußt und schmerzlich empsun- den, er konnte aber trotz besten Willen* und eif­rigsten Strebens die Sachlage nicht ändern, weil die Verhältnisse auf dem Kapitalmarkt ihm und der Stadtverwaltung schon seit mehreren Jahren alle AeugestaltungSpläne zunichte machten. Trotz der Schwierigkeiten der Zeit, insbesondere in den letzten zehn Jahren, hat er das Gaswerk in vorbildlichster Weise geleitet und es zu einem wertvollen Bestandteil unseres städtischen Ver­mögen- gemacht. Gleiche* ist über sein Wirken al* Leiter des Wasserwerks und des DolkSbade* zu sagen Unermüdlich war er darauf bedacht, die Versorgung unserer Stadt mit einwandfreiem Wasser auch für die schwierigsten Sommermonate sicher,zustellen. Der Dau de* neuen großen Wasser­behälters in der Bähe der Ganseburg, durch den eine Ausspeicherung von Wasser weit über den jemals verzeichneten größten Tagesbedarf hinaus ermöglicht unb damit absolute Sicherstellung un­serer Wasserversorgung auch in schwierigsten Wochen erzielt wird, sowie die Jnangriffnaßme weiterer Quellenerschließung bei Ouedborn sind seine besonderen Verdienste auS jüngster Zeit. Jhm hat die Bevölkerung es auch zu danken, daß aus dem mangelhaften und notleidenden Vvlksbad- Betriebe des Privatbesitzes nach dem ilebergang an die Stadt unter seiner Leitung eine nach jeder Richtung hin einwandfreie Einrichtung wurde Er brachte das Volksbad baöe.e^mfd) und hygienisch auf zeitgemäße Höhe, belastete dabei aber nicht die städtischen Finanzen, sondern verstand e* durch kluge kaufmännische Führung d e en Betrieb fo zu gestalten, daß er sich bei durchaus erschwinglichen Dadepreisen und bester Leistungsfähigkeit vollkom­men selbst trägt. Weiterhin war er stet* ein eifri­ger Förderer aller Luftiahrtbestrebungen. weit er diese Tätigkeit als außerordentlich wichtig für unser Vaterland erkannt hatte.

Seinem mustergültigen Wirken als Beamter entsprach in gleicher Vortrefflichkeit fein Ver- halten als Menfch und Gießener Bürger. Edelste Eharaktereigenfchaften zierten allezeit dielen Mann mit feinster menschlicher Gesittung, streng­stes Gerechtigkeitsempfinden gegenüber ledermann. soziale und wohlwollende Gesinnung gegen seine Untergebenen und Mitarbeiter, unverbrüchliche Pflichttreue, warmes Mitgefühl und stete Hilfs- bereititbaft für alle-Schwachen und Notleidenden, echt deutscher Sinn und heiße Liebe zu Volk und Vaterland, liebenswürdiges und persönlich be- scheidenes Wesen, das waren stets die starken Grundlagen, auf denen sich das edle Menschen­tum dieses Mannes aufbaute. Vielfach nahm der Sntfch.afene Veranlassung, direkt und indirekt im Stillen Werke der christ.ichen Aach st en. re be und deutsche* Aufbauarbeit zu leisten. Durch lein Wir- ken hat er sich bei vielen, insbesondere aber bei de- nen. die neben feiner Familie ihm menschlich am nächsten standen und feinen hohen Wert als echter deutscher Mann am tiefsten embfinbcn pnn- ten, für alle Zeit ein ehrenvolles Denkmal ge- schassen. . ...

Als ausgezeichneter Leiter wichtiger städtischer Betriebe und al* guter Mensch wird August Steding für alle Zeit unvergessen bleiben.

Daten für Montag. 15. Februar.

Sonnenaufgang Z.42 Uhr, Sonnenuntergang 17.37 Uhr Mondaufgang 10.24 Uhr, OTonö- untergang 2.38 Uhr.

1564 der Physiker und Astronom Galileo ©aa­le» in Pisa geboren. 1781: Gotthold Achraim Lessing in Braunschweig gestorben. - 19^ der englische Staatsmann Lord Herbert Henry AS- auith in London gestorben.

Pornonzen.

TageskalenderfürMontag.^ Licht­spielhaus. Bahnhofstraße. .Salto MortUe

- Au* dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben Heute, 20 Uhr. geschlossene Sondervorstellung des ZeitstüdeS »Verstehen wir

Mustolini (Mitte), umgeben von Würdenträgern Italiens und de» Vatikan», in der Loggia Raphael im Vatikan.

uns?" von Peter v. Preradovie, mit Frau Auguste Prasch-Grevenberg als Gast in der Rolle der Großmutter. Dienstag, 16. Februar. Wieder­holung der beliebten SchwankoperetteDie tolle Lola" von Kadelburg und 21 ebner, mit der flüssi­gen Musik von Hugo Hirsch. Sin Srsolg auf der gaiuen Linie Die beste Gelegenheit, Lachen. Musik und Rhythmus zu genießen. Beginn: 20 Uhr, Ende: 22 30 Uhr

DieVtaatswissenschastlicheFach- fchast an der Universität Gießen ver­anstaltet am Mittwoch, 17. Februar, 20.15 Uhr. im StudentenhauS. Leihgesterner Weg, einen Vor­tragsabend Ss spricht Prosessor B e s s o n o s s, Moskau, Volkswirtschaftlicher Bat der Berliner Handelsvertretung der UdSSR. über : .D i e Grundlagen der so w j etrusf i f chen P l a n w i r t f ch a f t". Es ist daS erstemal, daß ein führender Volk-Wirtschaftler der Sowjet­union in Gießen spricht Der Vortrag wird, so schreibt man. uns. Auskläruna geben über die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse in Ruß- land. (AähereS in der heutigen Anzeige )

Aationalsoziaristische Kundgebung.

Jm Lass Leib fand am Samstag abend eine öffentliche nationalsozialistische Kundgebung statt, in der Herr Tressz über das ThemaVom Proletariat zum Arbeiterlum' sprach. Der Red­ner beschäftigte sich zunächst mit der hessischen Landtag-Wahl und betonte, in politischer Hin­sicht sei hier das sehr starke Eindringen der Aationalsozialisten in das Lager de* Marxis­mus besonder« beachtenswert, während die histo- rische Bedeutung dieser Wahl darin bestehe, daß nach ihrem Ausgang zum ersten Male seit drei­zehn Jahren da* Zentrum machtpolitisch auS- geschaltet sei und in der praktischen Politik keine Rolle mehr spiele. Der Redner erklärte weiter­hin die nationalsozialistische Bereitschaft zur Re- Sierungsbildung in Hessen, er nannte dafür al* ritte Bedingung, daß nur ein Minister für die Regierung in Betracht komme und dieser 21 a- tionalsozialist sein müsse. Die ASDAP. sei be­reit. mit dem Zentrum politisch zusammenzuarbei­ten, allerdings müsse da* Verhältnis zwischen dem AationalsozialiSmus und dem Zentrum auf dem BibelwortSr sott dein Herr sein" aufgebaut werden Hierauf wandte sich der Redner seinem Thema zu und besprach dabei ausführlich die Sntwidlung der SPD. und des Marxismus. Sr begrüßte es. daß tn Hessen bereits 60 000 2lr- beiter den Weg vom MarriSmus zur nationalen Front gesunden hätten. Weiter hob er hervor, daß wahrer Sozialismus VolkSgenossenschastsgeist sei. aber niemals in der internationalen Verbell- derung bestehe. Aach einer ausführlichen Schil­derung der Verhältnisse in der Vorkriegszeit und der Umwandlungen in den Rachkriegsjahren er­klärte der Redner u. a., der Manismus habe dem Arbeiter die Arbeit zum Fluch, statt zum Segen gemacht. Demgegenüber wolle die ASDAP. der Arbeit wieder einen Sinn geben und den Arbeiter, wie überhaupt jeden, der tm Dienst am Volk arbeite, zu einem gleichberechtigten Men­schen innerhalb der deutschen Volksgemeinschaft auf der Grundlage des sozialen und national- bewußten Volksgenossenlchaftsgeiste* machen Der sozialste Staat sei der, in dem eine möglichst große Zahl zufriedener Einzeleristen-en vorhan­den sei. Um dies zu erreichen, führe die ASDAP entichiedensten Kampf dagegen, daß die inter­nationale Hochfinanz Deut chland al* eine Ko­lonie ansehe und ausbeute. Es sei unerträglich, daß unser Staat die Sinkaslierungsma'chme für das internationale Bankkapital sei. Der Redner wandte sich in diesem Zusammenhang gegen Die Währung auf der Goldbasis, durch die allem die Macht der internationalen Hochfinanz be­gründet werde. Sr erinnerte weiter daran, daß die vom MarriSmus immer verkündete inter­nationale Solidarität bisher noch niemals für Deut chland praktisch in Erscheinung getreten fex. vielmehr nur als Phrase sich erwiesen habe. Mit diesem ganzen Treiben wolle die ASDAP. gründ­lich Schluß machen, ebenso doIIL mmen wolle sie nvl dem Bolschewismus und mit der Gottloseiwropa- ganda. sowie anderen gegen das Christentum und die gute deutsche Kultur gerichteten Bestre- bungen aufräumen. Sie wolle dafür einen auf soziales Smpfinden gegenüber jedem deutschen Volksgenossen aufgebauten Sozialismus mit be­wußt nationaler Einstellung errichten und eine Aristokratie der Arbeit schassen, in der ieder Volksgenosse nur nach ferner Arbeitsleistung für fein Volk beurteilt werde. Am Schlüsse wie der Redner auf die bevorstehende Tagung des Reichs­tags hin. Er erklärte hierzu, daß Reichslanftcr Dr. Brüning mit leeren Händen vor den Reichstag hintreten müsse, da alle feine Ver­sprechungen und Hoffnungen nicht verwirklicht worden feien. Der AationalsozialiSmus fordere heute fein Recht. Denn Brüning mit seinem

Kabinett zurüdtreten müsse, bleibe dem Reichs­präsidenten von Hindenburg keine andere Möglichkeit, al* Minister Dr. Frid mit der Bildung des neuen ReichSkabinettS zu beauftra­gen Damit werde die ASDAP. jedoch noch nicht endgültig an der Macht fein. Da* Kabinett Frid werde vielmehr sofort alle Landtage tn den Ländern und den Reichstag auflöfen und das Volk überall In Aeuwahlen nach seinem Wil­len befragen. Einen Tag nach diesen Wahlen, wenn überall da* deutsche Volk zum letzten 2Hale gesprochen habe, würden die Hitlersahnen über allen Straßen wehen. Die Rede wurde mit leb­haftem Beifall auf genommen.

D t e (Eintragungen in d i e Hinden- darg-Listen sind am Samstag auch in unserer Geschäftsstelle abgeschlossen worden In»gesamt ha­ben sich durch diese Einschreibung in unserer Statt 2064 Personen für dle Wiederwahl des Reichopräst- benten van Hindenburg ausgesprochen.

Reifeprüfungen an den Gießener höheren Schulen. In der vergangenen Woche wurden an den hiesigen höheren Schulen die Reife­prüfungen durchgeführt Die Prüfungen zeigten durchweg sehr günstige (Ergebniffe. Im Real­gymnasium konnten von 37 Schülern 36 da» Reifezeugnis erhalten Die Abiturientinnen der Studienanstalt, 17 an der Zahl, bestanden sämtlich die Prüfungen Auch im Gymnasium tonnte jedem der 11 Abiturienten da» Reifezeugnis ausgestellt werden An der Ob errealfd)ule hatten sich 58 Schüler zu den Prüfungen gemeldet. Einige der Teilnehmer mußten zurüdgewie'en wer- den, ein Schüler verstarb tun vor dem Examen, 50 Schüler haben die Reifeprüfung bestanden.

3>ien ft Jubiläum bei her Reichs­bahn. Der Reichsbahnlokomotivführer Wilhelm Volk. Wilhelmstr. 52. kann heute auf eine 25- jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn zurüd- bliden.

Eine Fünfundacht zig jährige. Frau Louise Schmitt, Wwe., geb Lettermann, wohn- host Kanzleiberg 7, feiert heute bei bester geistiger und lvrperlicher Gesundheit ihren 85. Geburtstag.

Cberbeffen.

Landkreis (Stehen.

ä. Wiesed, 13. Febr Der Gerne in berat beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit einem erneuten Gesuch der Freien Tennis- vereinigungGießenum äleberlassung eines weiteren Platzes Grundsätzlich wurde dem Ge­such zugestimmt. Der Platz soll im ersten Jahre während der Jnstandsehung frachtfrei überlassen werden Aach Fertigstellung wird der Pachtprei» bestimmt. Aachdem einige Mitbürger gegen den Beschluß des Gemeinderats aus äleberlassung des Platzes am Badhaus an Ludwig Deibel Einspruch erhoben hatten, mußte der Gemeinderat diesem Einspruch stattgeben. Einem Gesuch der Otto B c d c r Witwe, den zugesagten Weideplatz statt für sechs Jahre für zwölf Jahre zu ver­pachten, soll aus wirtschaftlichen Gründen ent­sprochen werden, jedoch wird nach sechs Jahren der Pachtpreis neu geregelt- Aach einem Sch eben der FeldbereinigungSgesell- schäft soll die Gemeinde die Jnstandhaltung der Drainagen übernehmen. Wenn auch der Gemeinderat grundsätzlich der Sache zustimmen will, so sind doch noch einige Rechtsfragen zu klären, und es mußte diese Angelegenheit vertagt werden Ein großes Schmerzenskind für Wlc- fed sind die Getränke- und die D i er­st e u e r. Trotzdem in der letzten Sitzung deS Gemeinderats die Getränkesteuer wiederholt ab­gelehnt worden war. mußte sich der Gemeinderat erneut mit der Sache befassen, da durch die Ab­lehnung der Getränkesteuer eS nicht möglich wäre, die inzwischen eingesührte weitere Erhöhung der Biersteuer rüdgängig zu machen. Unter den ge­gebenen Verhältnissen, die für die Wirte doch noch einen kleinen Vorteil gegenüber der er­höhten Diersteuer bedeuten und in der Hoffnung, doch noch eine Zuweisung aus dem ReichSauS- gleichsstod zu erhalten, erklärte sich der De- mcinbcral einstimmig für die E i n s ü h r u n g der Getränkesteuer. Bei dieser Gelegen­heit machte Bürgermeister Schomber Mittei­lung von den großen Lasten, die der Gemeinde durch die wirtschaftliche und soziale A o 11 a g e bereits entstanden (jnb. So betragen die Lasten der Wohlsahrtssürsorge vom l.Llpril 1931 diS 31. Januar 1932 27 079.58 Mk.. für Armenpflege 921 Mk.. für Mietunterstützungen 271 Mk-, für Krisenunterstützungen bzw Zuschuß der Gemeinde zur Krisensürsorge bis 30. Juni 1931 3623 Mk. und ab 1. Juli 1931 8726 Mk., die noch abzuführen sind Die Dohlfahrtslaften für Fe­bruar und März 1932 werden auf 12100 Mk geschätzt. Daß es unter diesen Verhältnissen nicht möglich ist» den Gemeindehanshalt ohne Unter-

stützung von Staat und Reich burchzufübren, müssen die vorgesetzten Stellen emschen Srklär- Uch ist auch, daß infolge der Avtlage die Gelder für Wa'ser. GraS. Pacht Steuern schlecht ein­gehen Betragen doch die AuSstände der Ge- mcinbe hierfür 44 OM Mk-

Steinbach, 14. Febr. Der hiesige Turn­verein vereinigte dieser Tage seine Mitglieder und viele Gäste zu einem Werbeabend Die junge Turner-Musikkapelle leitete mit einem Marsch den Abend ein. Der erste Borsitzende, Glaserrneister Haas, wies in seiner Begrüßungs­ansprache auf die vielseitige Arbeit hin. die Im Turnverein zu in Wohle der Heranwachsenden Ju­gend geleistet wird. Jm Verlaufe deS Abend* zeigten die verschiedenen 2lbteilungen des Ver­ein* die Möglichkeiten turnerischer Betätigung in zahlreichen Hebungen Die Ausführungen legten Zeugnis ab von der eifrigen Arbeit, die in den Turnstunden geleistet wurde und fanden lebhaften Beifall. Der Vorsitzende ermahnte zum -Schluß alle Turner und Turnerinnen, dem Verein die Treue zu halten, tue Eltern forderte er auf. bi« Kinder zum Besuch der Tumstiinden anzuhalten.

---Sich. 14. Febr. An seinem 85. Geburtstag« wurde gestern auf dem diesigen Frieddose der Steueraufleher i. R. Joh. Jakob Schäfer zur letzten Ruhe getragen. Der Verstorbene, der sich hier und in der Umgebung hoher Wertschätzung erfreute, nahm im Jnfanterie-Regiinent 115 am Feldzuge 1870 71 teil und wurde mit dem Eiser­nen Kreuz ausgezeichnet. Anfang* der 80er Jahr« kam er als Steuerauffeher in untere Stadt. Stiftspfarrer Drauth würdigte In seiner Grab­rede die hohe Pflichttreue deS langjährigen, flei­ßigen und zuvorkommenden Beamten. Der Po­saunenchor entbot dem Entschlafenen mit zwei Ehorälen einen letzten Gruß, die Ortsgruppe Gie­ßen des ReichSbiinde* der Zollbeamten verband mit der Kranzniederlegung einen warmempfun- denen Aachruf.

4- Lauter, 13.Yebr. Gestern feierten Konrad Schäfer und seine Ehefrau Helene, geb. Schäfer, daS> Fest der goldenen Hochze i t. Veld« stehen im 74. Lebcnsiadr. Der Gesangverein, dem der Jubilar lange Jahre al* aktiver Sänger an­gehörte. brachte dem Jubelpaar ein Ständchen.

Preußen.

Breie Wetzlar

Z Krofdorf, 14. Febr. Ein Antrag der Jagd» Pächter auf (Ermäßigung b e» Pachtprei- s e s der Gemeindejagd wurde vom Ok- mcinberat abgelehnt. Ebenso will die Gemeinde­vertretung eine Mietsjenkung für die Dienst­wohnungen der Lehrer und be» Gemeinbcförsters nicht anerkennen.

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5. Klasse 38. Preußijch.SädbeuIsche (264. Prevtz.) Staat»-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Aus jede aezogene Kummer sind zwei gleich hob» Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden

Wteilungen I und II

4.8iehung»tag 12. Februar 1932

3n der heutigen Dormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 e<*inM r* 25000 an. 36SSS0

10 loini n 1OOOO an. 261 BO32B 234343 28060»

396217 _ _

16 e*hme * 6000 08. 48145 60541 183687

164344

186582

236890

331265

322877

123369

205639

345255

124675

215786

204606

294735

368655

160773

180436

217116

319750

169560

199773 244982

359607

161438

290897

167240 192511 243749

351858

171166

200286

286089

365273

46 ewinn. m 2000 M. 26357 37336 50378 62488 82568 83499 89860 102386 112442 121841 125895 149549 149671 188527 240624 243066 247379 260539 346294 355139 367736 378285 398144

74 »«ein«« en 1000 <M. 7335 23862 4 1 3 34 45618 54880 72112 81284 84388 97989 >40794 143893 ------ ------ ------ ------ ------ , 7Q366

238826 299773 307039

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65675 72801 73890 74411

111097

153430 189578 205322 218527 248615

276010 845982 375606 393645

114406 157101

192040

206601

220360 258179

281465 359836 377751

394992

122300

173628 193109 208825

224962

259034 304546

367305 380388

124674 174096

194582

209271

225203

270,01 30-1653

668760

380568

99271 147437

184687 204695 216893 245552 274181

340642 373922 389803

144838 174182 201927

214002 245539

370976 382055

172 «Winne in 500 OJL 889 1840 8446 9461 11081 11897 11943 12712 15724 17187 17846 22958 29753 33066 34099 36649 46956 52981 53010 61666 63955 -------------------- 85095 91409 92460 94461

In der heutigen Nachmillagsziehung wurden Gewinn« über 400 M. gezogen

4»tmnnt |» 10000 M. 288445 387335

6 »«BieM |1 5000 an. 88317 249173 269717

24 »eBtitn. |U 3000 an. 61722 114276 131260

140835 244064 245595 250782 252739 288492

10544 19152 35762 38300

8994 42133 47131

98etttr.n* tn 1000 Oll.

295547

351947

199079 202615

282842 292782

322544 344555

177918 225543

305026 355934

112114

137803 183457 216095 266373

301244

341265

117269 147243 187087 221203 266621 305641 350970

186500 270649 319342

98847

129684

166010 212967 260740 297935

336746

185010

262914

315674

397264

124522

163363 192011

240712 285172

324324

374931

74279 127604 163631

203'", 31 249241 287573 324449 379319

120689

153676

187766

229592

270310

310179

371254

292220 325158 359966

62 ®»tt>inn« in 2000 Ul. ---- ----------------

50142 50577 57738 104650 146525 149368 155936

----- ------ ------ ------ ------ 203697

392340

396708

155505

129583 168279 199138 216447 228526 238526

271187 301349 315073 325830 356951

367138 397073

188046 206238 219343

231646

249632 265017

279478 303524 316139

328417

376342 399925

122168 165497

194210 215321 227417 232864 261196 270869 294548 312163 324613

351218 365784

391073

135641 181381

200523 218511

231350 249480

263094 276936 304133

315182

327606 359070 375070 397716

113420 159025 192701 212559 227199

232044 257276 266811

293445 309887 318875 350653 335583

337644

188732 206369 221191 231871

251123 266248 2805/8

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386625 _____ ______

220 »ro.nn« in 500 8550 14835 15725 25610

29249 30021 33202 33801 35618 36257 45951 47596 48282 65509 66265 75409 77394 78484 00453 80658 84500 91781 97813 98118 109379 II1673 111856 ------ ------ ------ ------ 143801 i

Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je SuODOO, 2 Gewinne zu je 5-OXX), 2 zu je mx», 2 zu je 20U0VJ, 4 zu je lOffO), 6 zu je 75u00, 10 zu je 50X0, 24 zu je 26000, 162 zu je 1'000. 43' au je 5000, 859 zu je 9000, 25 8 zu je 2J10, 5180 zu je 1000, 8510 zu ,e 500, 25634 zu je 400 M.

Konfirmanden.Anzüge ohne Mehrkosten für bei» Käufer wirtfchaftlicher zu gestalten, dafür hat bas Dekleibungshaus Kähler, Selietsroeg, durch die Eigenart der Selbstherstellung eine geradezu ideale Losung gefunben Lejonbers wertvoll an dieser Neuerung ist schon die Tatsache, baß der Stonfir- manb den Anzug nicht schon in kurzer Zeit ver­wachsen kann. Es ist nur zu empfehlen, sich vor Einkauf erst bei Kähler zu informieren. Das Spc- zialfenster gibt Zeugnis, mit welcher Aufmerksam­keit die Firma sich der Jugend widmet. 1243A