Mittwoch, 14- Dezember 1952
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Hl 294 Zweiter Blatt
Aus dem Reiche der Frau
will, ist ein
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gurnrni.
Hübsche Kleiderhüllen sind schnell genaht. Man nimmt einen dünnen Waschstoff in buntem Muster, in doppelter Kleiderlänge und näht die beiden Längsseiten mit einer Sturznaht zusammen und säumt den Unterrand. Dann schneidet man die
Benzin-Randflecke. Wohl jedem ist es schon unangenehm ausgefallen, daß beim Entfernen ' von Flecken mit Benzin üble Randflecke entstehen. Diese kann man dadurch leicht verhindern, daß man den Stoff, solange er noch feucht ist vom Benzm, plättet, bis er trocken ist.
Honigbusserl: 75 Gramm Honig, 75 Gramm Puderzucker, 1. Ei, 5 Gramm doppeltkohlensaures Natron tüchtig verrühren, dann eine Messerspitze gestoßenen Zimt, etwas Muskatnuß, einige gefloßene Gewürznelken und etwas obgeriebene Zitronenschale, 200 Gramm gesiebtes Mehl dazutun und auf gut bemehltem Brett kräftig durchkneten. Den Teig in gleich große Stucke schneiden, Kugeln davon rollen und auf gefettetem und bemehltem Blech bei mäßiger Hitze braun backen. Die Plätzchen nicht zu dicht aneinanderlegen weil sie beim Backen aufgehen, sie müssen einige Tage vor dem Gebrauch gebacken werden, da sie frisch gebacken noch hart sind.
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Leckerli: Einen Liter Honig aufkochen bis er schäumt, 1 Kilo Zucker darin verrühren, bis die Masse weißlich ist und Blasen wirst. Sodann 375 Gramm gehackte Mandeln, die vorher'in etwas Zucker angeröstet wurden: 60 Gramm klein geschnittenes Zitronat, 60 Gramm geschnittene Orangeschale, gestoßenen Zimt, Nelken, Muskatnuß, eine Messerspitze Pottusche und zirka Pfund Mehl nach und nach zusammenkneten. Der Teig muß
tafie, aus allerlei hübschen Stoffen eine Abendtasche zu nähen in Couvertform mit Uoberklappe, ein Schlaf- oder Reisekissen in zartfarbiger oder bunter
Weihnachts-Handarbeiten - an einem Abend.
Äon Margret Halm.
Mutzemandeln (Rheinisches Wechnachtsge- bäck.) 125 Gramm Butter rührt man zur Sahne, gibt nach und nach 250 Gramm Zucker, 4 ganze Eier, 500 Gramm Mehl, etwas gestoßenen Zimt und abgeriebene Schale und Saft einer Zitrone hinzu und verarbeitet alles zu einem glatten Teig, den man dünn ausrollt. Mit einer Mandelform werden dann kleine Mandeln ausgestochen, die in heißem Fett hellbraun gebacken werden. Zum Abtropfen müssen die Mändelchen auf Löschpapier oder einen Durchschlag geschüttet werden. Man wälzt sie in Zucker und Zrmt.
Nutzen der Wärmflasche. Die heiße Wärmflasche im Bett erzeugt ein angenehmes Gefühl der Behaglichkeit. Sie hat aber noch einen weiteren Vorteil. Wenn sie während der Nacht irr. Bett verbleibt, ist das Wasser am Morgen immer noch warm, so daß mit diesem die Waschschüssel gefüllt werden kann. Besonders in einem ungeheizten Schlafzimmer — und das ist ja heutzutage die Regel'— ist es eine große Annehmlichkeit, am Morgen warmes Wasser zu haben.
Seide.
Ein Wäschesack aus buntem Leinen mit Reißverschluß — für Bad und Reise, Schuhhüllen, eine hübsche Badevorlage. Ein Sack mit runder Zugöffnung und festem Deckel zum an die Wand hängen mit Trag- und Bindeband, hübsch in geblumtem Stoff für angefangene Arbeiten, um Kleinigkeiten aufzuräumen, oder was man hineingeben will, ist ein sehr praktisches, schönes Geschenk. Der Deckel wird in der Art der Wäschebrettchen über-
dazu mehrfach angewärmt werden. Dann laßt man den Teig über Nacht ruhen, erwärmt ihn wieder etwas, um ihn dünn auszurollen und schneidet beliebige Formen aus, die man auf Oblaten setzt. Die Leckerli werden im Ofen bei guter Hitze gebacken.
Schönheitspflege im Winter.
Ttar ein paar Minuten jeden Taa!
Die kalte Jahreszeit mit ihren scharfen Winden, nebliger Luft und stärkerer Staubentwicklung in den Wohnungen, vor allem den mit Oefen behexten, machen eine besonders sorgfältige H aut - pflege nötig. Dor allem ist der Frost ein ..gefährlicher Feind der Haut. Neben die selbstverständliche Beachtung richtiger Ernährung, die im Winter fettreicher sein soll als im Sommer, aber doch auch Gemüse und Obst nicht ausschliehen darf, muß eine vernünftige Pflege von außen treten, um die Haut widerstandsfähig zu machen und ihr gute Beschaffenheit und ihr gesundes Aussehen zu geben und zu erhalten. Die Vernünftigkeit dieser Pflege zeigt sich vor allem in dem, was — man unterläßt. Da fft einmal die oft mißverstandene Mas age des Gesichts. Massieren' heißt nicht, mit Waschlappen Frottiertüchern, den Händen oder Apparaten auf'dem Gesicht herumreiben, drücken und wischen. Dieses Verfahren führt unbedingt zur Ausdehnung der empfindlichen Haut, die sich durch baldige Run- zelblldung und unschöne Flecke bemerkbar macht. Die einzige Massage, die man ohne Gefahr an sich aussühren kann, sind täglich — vor dem Wa-
Naß gewordenes Pelz werk. Naß ge» wordenes Pelzwerk darf man nicht am Ofen trocknen weil dadurch das Leder hart wird und die Haare brechen. Bei Pelzbesätzen an Mänteln usw. streicht man das Haar, wenn es naß geworden ist, mit einer Bürste glatt und läßt es vollständig trocknen. Am anderen Tage klopft man es mit einem Stock recht vorsichtig, kämmt das Haar erst nach dem Strich, dann gegen den Strich, wodurch das Pelzwerk sein frisches, lockeres Aussehen wieder erhält. *
Kristallisierten Honig darf man nicht aufkochen. Man macht ihn wieder flüssig, indem man ihn im Wasserbade erwärmt, aber ja nicht kocht, weil sonst die in ihm enthaltene wertvolle Ameisensäure zerstört wird.
Straße, sondern bekleide es mit einer trockenen ' Tagesschutzcreme. Sie verhindert das Eindringen von Staub und mildert den Einfluß von Nässe und Kälte auf die Haut. Aber auch Hausarbeit verrichte man nicht ohne diesen Schutz: Kuchendunst «taub und Zigarrenrauch können dann dem Gesicht nicht viel anhaben. Nach Möglichkeit benutze man nicht festen, sondern pulverisierten Puder, aber niemals, ahne ihm eine leichte Cremeunterlage zu geben. Diese Creme bringe man aber weder durch Kreisbewegungen noch durch Einstreichen in die Haut, sondern treibe sie durch zartes Klopsen mit den Fingerspitzen in die Poren.
Noch ein Wort zur Handpflege. Finger und Hönde dürfen nie bei trockener Haut massiert werden. Sie sind im Gegenteil mit Seife, Gold- crem, oder etwas Mandelöl gut einzufetten. Nur dadurch vermeidet man, daß sich die Haut auszieht und faltig wird. .
Gute und wirkungsvolle Schönheitspflege bedarf nicht eines ganzen Arsenals teurer Mittel — mit den einfachsten und natürlichsten dient man sich am besten und mit ein paar Minuten Sorgfalt am Abend und am Morgen, die sowohl die Berufstätige wie die Hausfrau auf bringen muß.
Tage vor Weihnachten.
Ton Elisabeth Lindemann.
(Fs hat lick nichts geändert. Derselbe niedrige 5)bLeF hängt über den Straßen, derselbe Spa - Herbstwind pfeift und fault um die eden' n,a^a* *t und trüb ist das- Wetter, wie vorher. Auf dem feuchten Pflaster rutschen und gleiten die Stiefel, die Menschen schlagen den Mantelkragen hoch und streben eilfertig der warmen Stube zu. Und doch ist irgend etwas ganz anders geworden. Es ist, als habe der grimmige Dezember einen Zauber in alle Herzen gesenkt-, und wenn sich zwei auf dem Wege begegnen, sehen sie einander an, und in ihren Gesichtern steht das große Geheimnis, das feder kennt und das doch immer wieder das gleiche, große Wunder fft: Es weihnachtet.
Alles ist neu. Die Ladenfenster locken m nie gekanntem Glanz, ungeahnte Herrlichkeiten winken hinter den erleuchteten Scheiben. Die grvßen Augen der Kinder sind doch das Schönste. Wie sie mit aufaerü enen Mäulchen stehen und staunen, wie fie sich die Nasen an den Scheiben plattdrucken vor lauter Lust am Schauen, wie sie nicht von der Stelle weichen, und ob die herrlichste Eisenbahn auch zum hunderfften Male ihre Runde fahrt, wie sie die Hönde sehnschüchtig und verlangend ausstrecken, unbekümmert um alles, was rings um fie vorgeht, das ist so viel unbefangene Freude und genießerische Erfüllung zugleich, daß es die Großes mitreißt in den Taumel kindlichen Entzückens, unentwegt flutet der Strom der Menschen durch die Straßen. Je näher die Zeit des festes ruckt, desto eifriger werden sie und desto eiliger Haven sie es.
Jetzt ist die Zeit der großen Heimlichkeiten. Wo die Buben ein Zetergeschrei erheben, wenn em Un- ' befugter ihr Zimmer betritt, und die Mädchen immer etwas unter der Schürze zu verstecken haben, wenn sie überrascht werden. Die Zeit, in der der Vater feinen Schreibtisch besonders sorgfältig abschließt und die Mutter die Bodenkammer kurzerhand für verbotenes Gebiet erklärt. Das ganze Haus duftet nach Anis und Zitronat, an den Fingerspitzen kleben hartnäckig verräterische Spuren von Gold« und Silberbronze. ,
Und dann kommen die Tannenbaume. Stehen mit stolz ausgebreiteten Zweigen da und rufen jedem Vorübergehenden zu: Sieh mich an, wie schön ich gewachsen bin. Wäre ich nicht wert, einen strahlenden Stern auf der Spitze und flackernde Lichter zu tragen? Als sie noch im Wald standen, erzählten ihnen die Vögel die wunderschöne Geschichte vom Christfest, und sie wußten alle daß nur ganz Auserwählten das Wunder widerfahrtz mit leuchtenden Kerzen besteckt zu werden und sich in seligen Kinderaugen spiegeln zu dürfen.
Weitti die Christbäume da sind, dann ist der -Lag nicht mehr fern. Jeden Abend legt man sich mit dem Bewußtsein ins Bett, daß die Verheißung wieder ein wenig näher gerückt fft. Bis man eines Abends zu Bett geht mit dem glücklichen Jubel- gedanken des alten Kinderliebes: Einmal werden mir noch wach, heißa, bann ist Weihnachtstag.
Hülle auf einer Seite in der Mitte längs auf bis oben unb säumt diese neugewonnenen Kanten oder umnäht sie mit einem Band. Nun werben Druckknöpfe angenäht, um bie Hülle, wenn bas Kleid darunter hangt zu schließen. Sehr hübsch ist es, zu jeder Kleidhülle paffend einen Kleiderbügel zu überziehen. Er wirb zunächst mit etwas altem meid) umwickelt unb bann mit einem versturzten Streifen gestruppt überzogen. Es lassen sich beguem zwei solcher Hüllen an einem Abend nähen.
Ein Kissen aus Brokat, buntem Cretonne, Chintz oder auch in unifarbener Seide zu über- zichen ohne jede Garnitur, braucht man kaum mehr als eine Stunbe. Sehr hübsch ist es bei Taffet ober glänzenber Seide, auch Kunstseide einen Doppelrand zu nähen, das heißt die Größe so zu schneiden, daß ein 3 Zentimeter breiter Rand rings um das Kissen oder auch nur seitlich stehen bleibt.
Eine T u r b a n m ü tz e aus Samt ober Kleiberstoff vielleicht mit langen Enben, bie um den Kops gewickelt werden, ist ein sehr rasch zu arbeitendes Geschenk. ‘ .
Ein Um Hängecape aus Wollstoff, um ober aus Kleiderstoff, für abends in Samt, in schwerer Seide ober Metallstoff mit angeschnittenen £nben, die vorn gekreuzt unb nach rückwärts geschlungen unb im Kreuz ober auf der Hüfte gebunden werben, ist sehr einfach herzustellen unb bildet ein hübsches Ergänzungsstück zu jedem Kleid- Aus einem der lockeren, farbigen Wollstoffe in Phantafiemuster wirb ein Tuch von einem Meter im Quabrat geschnitten und gesäumt. In ber Mitte dieses Tuches wirb ein Halsausschnitt eingeschnitten, wie in eine Bluse unb fein gesäumt eventuell paspe- liert. Dieses Tuch wird über den Kops gezogen, die beiden rückwärtigen Eichen nach vorn genommen, über dem Leib ober seitlich gebunden, bildet es ein Jäckchen. Umgekehrt, die vorderen Enden nach rückwärts gebunden, ist's eine Bluse.
Aus Seibenreften lassen sich sehr schnell hubfche Taschentüchlein nähen, auch in Chiffon recht groß als Ziertuch. Sehr schnell ist aus Selbe em «chal genäht, nach einem Muster aber der Phan-
Kokos Makronen: 175 Gramm Zucker, 3 Eiweiß schaumig schlagen, 175 Gramm Kokosflocken, bie man mehrmals burchgemahlen hat unb mit einigen bitteren Manbeln vermischt. Alles kräftig verkneten unb auf Oblaten bei gelinder Hitze im Ofen hellgelb backen. Um Schokolademakronen zu backen fügt man dem Teig anstelle an Kokosflocken 1'^ Gramm zerlassene Ähokolade bet und verfahrt sonst in gleicher Werse.
Früchtebrot: Gedörrtes Obst (Pflaumen, Dirnen, Rosinen, Feigen usw.) etwa ein Pfund, 150 Gramm Semmelbrösel, 2 Eier, gehackte Ituffe, 2d0 Gramm Zucker, 1 Löffel Zimt, Nelken, etwas Ingwer, etwas Rum und ' Backpulver fest zusammen- frieten, ein Brot daraus formen, halbierte Duffe auf ber Oberfläche einbrücken unb auf einem gewachsten Blech bei mäßiger Hitze etwa breioiertel Stunbe backen. Noch heiß streicht man Zuckergläfur über, läßt nochmals im Ofen übertrocknen.
Spekulatiusteig bereitet man sehr gut aus Pfunb bestem Mehl, 1$ Pfunb Butter, 1$ Pfund Zucker, 7 Eiern, J Pfund feingeriebenen Mandeln, 20 Gramm gestoßenem Zimt und dem Abgeriebenen einer Zitrone. Die Butter rührt man sahnig, gibt dann Zucker unb Eier, zuletzt bie Manbeln unb Zitrone, nach Belieben auch einige Löffel Ros en - wasser hinzu unb arbeitet bas Mehl zu einem ge= chmeibigen Ausrollteig hinein. Man läßt ihn über Nacht zugebeckt stehen.
Basler Plätzchen. 550 Gramm Zucker, 500 Gramm geriebene Manbeln, 6 Eiweiß, 2 liöffel Kakao verarbeitet man zu einem glatten Teig, rollt ibn aus, sticht kleine Plätzchen ober beliebige Formen aus und backt die Plätzchen auf gut gefettetem Blech bei Mittelhitze.
Aus buittbedrucktem Volle kann man bequem an einem Abend ein Teegedeck arbeiten. Bei em Meter breitem Stoff braucht man 14 Meter, schneidet ein Quabrat unb näht mit «der Maschine einen schmalen Saum, je nach der Größe des Tisches. Aus den restlichen 25 Zentimeter werden vier Ser« oiettchen geschnitten und gleichfalls nur gesäumt.
• Sehr gut läßt sich an einem Abend ein W a s ch e- sachet nähen. Man nimmt sich ein Muster, schneidet es aus zweierlei Serbe genau ab, außen um, innen geblümt, näht bie Kanten aneinander, befestigt Binbedänber und Querstreifen, bie man aus dem geblümten Stoff geschnitten und genäht.
Auch Wäschebrettchen lassen sich an einem Abend nähen. In verschiedenen Größen, für Tagwäsche, Nachthemden, Strümpfe, Taschentücher schneidet man sich dünne Brettchen oder feste Pappe zurecht, belegt sie oben und unten mit Watte oder Flanell (Molton) und Überzieht sie mit geblümtem Batist. Die Kanten werden Oberwendling geaen- einanber genäht. Nun steppt man auf ber Maschine zwei lange Streifen längs gegeneinanber, breht sie mit ber Sicherheitsnabel, bügelt ben gewonnenen Doppelstreifen aus (man kann mehrere so nähen), rüscht sie mit einem Faben, der durch die Mitte läuft, und umsäumt damit die Kanten des Brettchens. Durch zwei dieser Streifen wird ein Gummiband gezogen, der Stoff darüber gestruppt unb quer über das Brettchen genäht, so baß bie Wäsche in gleichen Abstänben von zwei Querftreifen gehalten wirb Taschentuchbrettchen brauchen nur ein Quer-
Die praktische Hausfrau.
Die 25 renn bauer ber Kerzen am Weihnachtsbaum kann man auf eine leichte unb einfache Art verlängern. 9Jlan braucht nur auf bie Kerze ringsum etwas'Salz zu streuen, und die Brenndauer wird erheblich verlängert.
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Kalte Füße beim Maschinennähen. Wenn man in einem kalten Raum viel an der Nähmaschine sitzt unb bie Füße auf das Trittbrett stellt, wird man sehr halb eiskalte Füße verspüren. Dies kann man recht gut verhinbern, wenn man ein Stück eines ausgedienten Teppichs auf dem Trittbrett befestigt.
Erfrorene Kartoffeln. Ist man gezwungen, erfrorene Kartoffeln zu kochen, bie durch Der-- manbeln bes Stärkemehls in Zucker einen fußlichen Geschmack erhielten, so setze man bie Kartoffeln mit kaltem Wasser an, lasse sie bis zum Kochen kommen, gieße sie ab unb lasse sie mit heißem Wasser weiter- kochen. Salz füge man erst kurz vor dem Gar werden bei.
Lebkuchen, Makronen und Pfeffernüsse
Allerlei Rezepte für die Weihnachisbäckerei.
man Schüsseln auf ben Tisch, umgibt man auch bteje mit kleinen Zweiglein. Jebes Grün wirb mit Lamettafäden überspannen, gibt der Weihnachtstafel ein wenig festlichen Glanz. E. Sch.
Bücher für die $rou.
— Was koche i ch heute? Illustrierter Koch Ealenber für bas Jahr 1933. Rezepte unb Speisenfolgen für alle Tage bes Jahres. Verlag von Ernft Reinhardt in München. Preis 1,80 Mark. — (521.) — Das ist sicher ein Kochkalenber nach dem Herzen der Hausfrau, denn er gibt Antwort auf die Frage: „Was koche ich heute?" Er bringt für jeben Tlittag unb Abenb Speisenfolgen unb Rezepte, nach Wahl billig ober üppig, abwechslungsreich, den Jahreszeiten angepaßt und unter Würdigung der modernen Ernährungslehre. Dabei enthält er schone Bilder auf feinstem Künstbruckpapier. Jeber Hausfrau wirb er etwas von ber sich immer erneuernben Sorge um ben kommenben Tag abnehmen unb ein guter Berater in ben taufend kleinen Nöten bes Alltags werben. Er ist ein praktisches Geschenk für bie Frau unb eine Zierde ber Küche.
_ Sparsam, kurz unb gut. Ein kleines Kochbuch für Leute, bie wenig Zeit unb Gelb haben. Don Herma W e i ch a r b t. 380 Rezepte auf 80 Seiten. Mit 29 Kunstbruckbilbern. Verlag von Ernst Reinhardt in München. Kart. 1,80 Mark. — (520.) — Dieses Kochbuch will bem kleinen Haushalt, ber berufstätigen Frau unb ber Junggesellin eine Auswahl von Rezepten bieten, bie vom Guten bas Beste bringen, aber gleichwohl billig unb leicht herzustellen sind. Die Kochzeit ist nie länger als eine halbe Stunde, der Preis für zwei Personen ist bei jedem Rezept angegeben. Die Darstellung ist bei aller Genauigkeit doch leicht unb humorvoll, sie möchte ber Zubereitung bes Essens ben Ernst nehmen, ber die Hausarbeit für bie moberne Frau mit ihrem erweiterten Jnteressenkreise so brückend machr. Eine große Anzahl von Bildern zeigt, wie auch einfache Gerichte schön aufgetischt werben können nach bem Grundsatz: Sparsam, kurz unb gut.
Brauner Lebkuchen. Man rührt $ Pfund Honig unb | Pfund Rübensaft gut untereinander, rührt dann j Pfund Zucker, brei Eier, 200 Gramm gestiftelte Mandeln, 15 Gramm gestoßenen Zimt, 10 Gramm gestoßene Nelken, 40 Gramm Zitronat, 30 Gramm Orangeat, einen halben Teelöffel Hirschhornsalz ober ein Päckchen Backpulver hinzu. Alles zusammen wird eine Weile gut gerührt unb bann mit einfachem Mehl ein glatter, nicht zu weicher Teig bereitet. Man läßt ihn über Nacht zugebeckt stehen, rollt ihn am anberen Tag aus, schneidet ihn in der bekannten Lebkuchenform zurecht unb backt auf leicht gefettetem Blech bie Lebkuchen zu brauner Farbe. Man bestreicht sie mit in Wasser aufgelöstem Zucker ober weißer, zum Teil auch mit brauner Glasur.
Nuhplätzchen. Man verrührt vier Eigelb mit 300 Gramm nicht allzu fein geriebenen Nüssen, 250 Gramm feinem Zucker unb dem Saft einer halben Zitrone nebst ein wenig abgeriebener Zitronenschale. Wenn bie Masse gut oerbunben ist, rührt man ben sestgeschlagenen Schnee ber vier Eier darunter. Auf ein mit Wachs bestrichenes Blech ober auf runbe Oblaten setzt man Häufchen, bie man etwas Platt- brürft. Dann legt man eine halbe Nuß darauf unb bäckt die Plätzchen bei Mittelhitze zu gelber Farbe. Unter bie Hälfte bes Teigs kann man auch etwas auf geweichte Schokolade geben, wodurch man zweierlei Gebäck erhält.
Weiße Pfeffernüsse. Man rührt zunächst vier Eier mit f Pfund Zucker schaumig, gibt je 5 Gramm Zimt, Nelken, Kardamom, 4 Pfund geriebene Mandeln, unter denen sich einige bittere befinden sollen, einige Löffel Rosenwasser, 50 Gramm feingewürfeltes Zitronat, das Abgeriebene einer Zitrone und 10 Gramm Hirschhornsalz hinzu und mischt zuletzt so viel feines Mehl hinein, baß man mit den Händen weiche Kugeln formen kann. Man läßt sie über Nacht auf bem mit Wachs bestrichenen Blech stehen unb bäckt sie am anderen Tage zu lichtbrauner Farbe.
zogen, man kann durch bie Deffnung auch einen Ring ziehen.
Bügel überziehen, dunkel, vielleicht^mit Samt für bie Garberobe und bell für den Schrank, einen Hutstänber weich überziehen, eine Telephonbuchhülle nähen, Tülldecken in Spitzenstoff, die man mit schmalen Spitzchen umranbet, — bas alles sink) Geschenke, die man gut an einem Abenb Herstellen kann.
Der festliche Weihnachtstisch.
Zum Schmuck ber Weihnachtstafel verwenden wir wohl am liebsten immer tannengrun, belebt durch schimmerndes Lametta, rotbackige ^pfel, Nüsse unb kleine Weihnachtsnaschereien. Auch ichbn gebotene Kiefernzweige heben sich sehr wirkungsvoll vorn weißen Tafeltuch ab unb können zum Kranz gerounben werden. Je nach Länge der Tafel legt man einen Mittelkranz oder mehrere kleine Kranze auf. Sehr hübsch ist ber über ber Tafel schwebenbe, vielleicht am Beleuchtungskörper befestigte, mit o\V banb ummunbene, mit lang herunterhangenbern Lametta behängte und mit Kerzen besteckte. Einige Bänder läßt man bis zum Tisch gehen, legt sie dort -u Schleifen zusammen unb führt bie (Enben bis zur Kante bes Tafeltuches. Sehr festlich sehen auch an jeber Ecke bes Tisches biese Schleifen aus. Em je- des Gebeck bekommt einen mit Lametta belebten Zweig, umwunden mit schmalerem Silberbanb. ««tzt
schen — oorzunehmende Klopf- unb Trommelbewegungen im Gesicht, an ber Kehle unb °m Hals b.e nur leicht mit den Fingerspitzen auszufuhren find. Man wasche sich auch nicht entweber ausfchtteßlich mit heißem ober mit kaltem Wasser, sondern benutze hintereinander beides. Das kalte Wasser hat ferne reinigende Kraft: nur warmes Wasser mürbe bie Haut sehr halb erschlaffen lassen. Zum Reinigen benütze man also zuerst ziemlich warmes, zum Nachspülen möglichst kaltes Wasser. Man vermeide Alkoholpräparate bei ber Gesichtspflege: sie sind nur zur Körperpflege bestimmt. Man wafche unb trockne nie bas Gesicht von oben nach unten, sonbern - ebenso beim Auflegen von Creme — immer vom Kinn aus nach -schlafen unb Ohrenzu. Die abenbliche Waschung ist selbstnrstanblich auch im Winter notwendig und wichtig. Man reibe aber nicht jeden Abend bas ganze Gesicht mit Creme ein, sonbern gönne der tagsüber durch '«taub und Puder verstopften Haut bie Möglichkeit 3u freier Atmung. Nur um bie Augenpartien unb um bie Mundwinkel verreibe man eine Spur Fett ober Del, es kommt bann nicht so bald zu den gefürchteten Krähenfüßen unb den griesgrämigen galten an ber Munbpartie. Andererseits gehe man in der . kalten Jahreszeit nie mit „nacktem Gesicht auf bie I
Weihnachtsschnitten: 200 Gramm Zucker mit 2 ganzen Eiern schaumig rühren, etwas ab-
geriebene Zitronenschale, einen Eßlöffel geriebene Nüsse, j Kaffeelöffel Zimt, eine Prise gestoßene Nelken, einen Kaffeelöffel Anis, 60 Gramm gebrühte Korinthen unb klein geschnittene Backpflaumen. Ist alles gut vermischt, kommen 250 Gramm Mehl unb etwas Pottasche dazu. Auf bemehltem Brett formt man ein Brot von bem Teig unb läßt ihn über Nacht an einem warmen Ort ruhen. Am nächsten Tage schneidet man dünne Scheiben davon | und backt sie auf gefettetem Blech im mäßig war- | men Ofen. ________


