nis strafe von 8 Monaten. Die Trunkenheit, mit der sich dieser zu entschuldigen versuchte, erkannte die Strafkammer nicht als Mil- derungsgrund an.
Längere Zeit nahm die Verhandlung gegen 19 Erwerbslose aus Holzheim in Anspruch. Sie waren von der Gemeinde vorübergehend beschäftigt worden, um ihnen die Möglichkeit zur Erlangung der Grwerbslosenunterstühung zu verschaffen und auf diese Meise zugleich die Gemeinde von der Wohlfahrtsunterstützung zu entlasten. Da aber weder die Beschäftigungsdauer. noch der erzielte Lohn zur Erlangung eines Anspruchs ausreichten, stellte der Vertreter des Bürgermeisters falsche Arbeitsbescheinigungen aus, die die Beschuldigten dem Arbeitsamt einreichten. Auf diese Weise gelangten etwa 2000 Mk. zuviel von der Reichsanstalt zur Auszahlung. Während das Schöffengericht den verantwortlichen Gemeindebeamten wegen Betrugs verurteilt hatte, sprach es die übrigen Angeklagten frei. Gegen dieses freisprechende Urteil veriolgte die Staatsanwaltschaft auf Anregung des Arbeitsamts Berufung, das natürlich ein großes Interesse daran hat, daß unlauteren Machenschaften ein Riegel vorgeschoben wird. Die Strafkammer bestätigte jedoch den Freispruch, da sie mit Rücksicht auf die Erklärungen des verstorbenen Bürgermeisters annahm, daß die Angeklagten in gutem Glauben gehandelt hatten.
Vezirksschöffengericht Gießen.
• Gießen, 12. Oft. Die Sitzung war heute kurz, da die meisten anstehenden Sachen ausgefallen waren. Zur Verhandlung stand nur die Anklage gegen einen Strafgefangenen der Zellenstrafanstalt Butzbach wegen Beleidigung der Gerichtsbehörden. Der Angeklagte hatte, nachdem er wegen eines anderen Falles verurteilt worden war, Eingaben gemacht, in denen er die Richter zu beleidigen und zu verhöhnen suchte. Die Strafe lautete auf 2 Monate Gefängnis. Mildernd kam in Betracht, daß es sich um einen erblich schwer belasteten, zwar nicht unbegabten, aber moralisch minderwertigen Menschen handelte, dessen zum Teil in — frei nach Goethes Faust abgefaßten — Versen bestehenden Eingaben keine übermäßige Bedeutung beizumessen war. Strafschärfend wirl- ten die zahlreichen Vorstrafen.
Starkenburg.
Darmstadt, 12. Oft. Der seit mehreren Jahren bei der hiesigen Stadtverwaltung tätige
®iJfwnprD£ X S. Holtzmann, ein geborener £ mit Wirkung vom 1. Oktober ab
besteNt $tgrat der Stadt Darmstadt
Preußen.
An die Landwirtschaft des Kreises Wetzlar.
WSR. W i e s b a d e n, 12. Ott. Der Präsident "andwirtschaftskammer Wies- vaden, Hepp, erläßt eine Bekanntmachung, <? .es u. a. heißt: „Mit dem 1. Oktober ist der Rrers Wetzlar aus der Rheinprovinz und dem Regierungsbezirk Koblenz ausgeschieden, um in die Provinz Hessen-Rasfau und den Regierungsbezirk Wiesbaden eingegliedert zu werden, wodurch wirtschaftlichen Erfordernissen Rechnung getragen und eine Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung herbeigeführt wird. Diesen Weg hatte die B a u e r n- schaft des Kreises Wetzlar zur Vertretung ihrer wirtschaftspolitischen Interessen schon vor vielen Jahren beschritten, indem sie ihre Bauernschaft an die Dezirksbauernschaft R a s s a u anschlotz, bei der sie wegen der Gleichartigkeit der Verhältnisse Verständnis für ihre Röte und tatkräftige Hilfe erwarten durfte. Run- mehr sind auch alle diejenigen Ausgaben, die der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz bislang Vorbehalten waren, auf die Landwirtschaftskammer Wiesbaden übergegangen. So ist auch die Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsberatungsstelle in Wetzlar der Landwirtschaftskammer Wiesbaden unterstellt, und die Tierzucht des Kreises, die sich schon heute bester Pflege und Förderung erfreut, wird von uns betreut werden. Da der benachbarte Kreis Biedenkopf in der Rinderzucht die gleiche Zuchtrichtung verfolgt und bereits einen Tierzuchtinspektor besitzt, ist durch Zusammenlegung der Kreise zu einem Tierzuchtamt eine intensive Förderung der Rotviehzucht in dem großen und einheitlichen Zuchtbezirk gewährleistet. Der Ackerbau, sowie der Obst- und Gemüsebau werden jede mögliche Förderung und Pflege erfahren. Auch die Maschinenprüfungsstelle, die Kartoffelkulturstation und Samenprüfungsstelle der Landwirtschaftskammer Wiesbaden, die dem dem Kreise Wetzlar benachbarten Landwirtschaftlichen Institut an der Hniversität Gießen angegliedert sind, stehen den Landwirten des Kreises Wetzlar zur Verfügung."'
Handball im Gau Heften (D.T.)
Alsfeld — Goßfelden 4:2 (3:0).
Das Spiel fand bei strömendem Regen statt und brachte den erwarteten Sieg der Alsfelder Mannschaft. Alsfeld fand sich mit dem glatten Boden am ersten ab und konnte bereits in der ersten Halbzeit durch seinen Mittelstürmer drei Tore oorlegen. Goßfelden gestaltete in der zweiten Halbzeit das Spiel offener und schoß das erste Gegentor. Durch Straf- tourf des Halbrechten stellte Alsfeld die alte Tordifferenz her. Der Gegner erzielte aber nach kurzer Zeit ein zweites Tor.
Zu zwei billigen Punkten kamen die Großen- Lindener, da die Gießener noch in letzter Minute absagten. Großen-Lindens 2. Mannschaft unterlag der gleichen Mannschaft des Turnvereins Hörnsheim 3:4, allerdings hatten die Einheimischen sechs Ersatzspieler aus der Jugendmannschaft in ihren Reihen.
Schauturnen
des Turnvereins Krofdorf DT.
In den viereinhalb Jahrzehnten seines Bestehens hat der Turnverein Krofdorf eine Unsumme von turnerischer Arbeit geleistet. Unter Leitung der beiden Turnwarte Wilh. Leib und Hrch. A m e n d und ihrer jüngeren Helfer herrschte im Verein ein frisch-fröhlicher Turnbetrieb. Besonders stark sind die Jugendgruppen beiderlei Geschlechts. Am Sonntag hatten sich trotz des schlechten Wetters die Vereinsmitglieder mit Angehörigen und Freunden der Turnerei zahlreich in der Turnhalle zur Turnschau eingefunden, die nicht nur einen Ausschnitt aus den Turnleistungen des Jahres zeigen sollte, sondern die auch erneut das Bewußtsein der Dors- und Volksgemeinschaft in unseren Tagen politischer Unruhe lebendig werden lassen sollte.
Rach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden, Lehrer Jaeger, turnten die einzelnen Gruppen an den verschiedenen Geräten und zeigten den kritisch und wohlwollend Zuschauenden ihr Können, das, wie die Freiübungen und gymnastischen Uebun- gen, viel Beifall heroorrief. Mit Befriedigung konnte der erste Turnwart W. Leib feststellen, daß vielseitige turnerische Arbeit geleistet worden ist. sowohl bei den verschiedenen Wettkämpfen, bei denen es
Bestleistungen zu erstreben galt, als auch beim stillen Turnen als Ertüchtigungsmittel in gesundheitlicher Hinsicht. Zahlreiche Siege konnten von den Turnoeranstaltungen mit nach Hause gebracht werden, von denen die auf dem jüngsten Kreisturnfest in Trier besonders zu bewerten sind. Eine Gruppenoorführung von 14 Turnerinnen beim Gau- Frauen-Wetturnen in Bad-Nauheim wurde als an erster Stelle stehend bewertet. Mit einem begeistert aufgenommenen „Gut Heil" und dem Lied: „Ein Ruf ist erklungen", fand die Siegerehrung ihren Abschluß.
Abiurnen
im Tv. „Gut Heil" Großen-Buseck.
Am Sonntag hielt der Turnverein sein Ab- turnen ab. Geturnt wurde in drei Stufen, (Ober-, Unter- und Schülerstufe). Die beiden ersten Stufen turnten einen leichtathletischen Vierkampf (Weithoch, 100 Meter, Schleuderball und Weitfprung), während die Schüler zu einem Sechskampf (drei volkstümliche und drei Geräteübungen) an traten. Wie üblich, so wurden auch in diesem Jahre die Dereinsmeisterschaften in einigen Hebungen aus. getragen und beachtliche Leistungen erzielt. Am Rachmittag konnte man den Jüngsten bereits die Diplome überreichen. In einigen Worten ermahnte der Schülerturnwart, cand. med. dent W. Schnei der seine Zöglinge weiterhin so fest zur edlen Turnsache zu stehen wie im verflossenen Jahre. Der erste Sprecher H. Größer dankte dem Schülerturnwart für die geleistete Arbeit und den Schülern für ihre Pünktlichkeit in der Turnstunde. Mit dem Liede „Turner auf zum Streite" rtUnb einem begeistert aufgenommenen „Gut Heil" auf die deutsche Turnerschaft fand die Feier ihr Ende. Den Aktiven Überreichte Turnwart W. Hahn am Abend die Diplome. Erfreulicherweise war es Turnwart W. Stephan gelungen, zum ersten Male mit einigen Damen einen volkstümlichen Dreikampf durchzuführen, so daß auch auf diesem Gebiete des Turnens ein Anfang gemacht wurde. Rachfolgend
die Ergebnisse:
Oberstufe: 1. Karl Hahn, 2. Otto Ricolai, 3. Hch. Seipp, 4. Otto Balser, 5. Karl Dort.
Unterstufe: 1. Karl Donarius, 2. Ernst Volk, 3. Gustav Erb, 4. Wilh. Rohrbach, 5. O.Dort, 6. K. Volk, 7. H. Hofmann.
Schüler I: Willi Dambmann, 2. Erich Wagner, Erich Hochstein, Karl Müller, 3. Wilh. Scheid, 4. Otto Drück, 5. E. Gans, 6. K. Drück, 7. E. Huber. — Schüler II: 1. H. Größer, 2. E. Mohr, 3. W. Wagner, 4. K. Hof, 5. Karl Dort, Ernst Wagner, 6. Karl Wagner.
Damen: 1. I. Osterheld, 2. A. Dort, 3. K. Schmidt.
Bei den D e r e i n s m ei st e r s ch a f t e n gingen folgende Sieger hervor: 100Meter:O. Ri- colai, Karl Hahn: W e i t h o ch : O. Ricolai: Kugelstoßen: K. Hahn: W e i t s p r u n g : Karl Hahn: Diskus: K. Rühl: Schleuderball: W. Schneider: Speerwurf - W. Schneider.
B. f. 2R. Lich.
Lich I — Großen-Buseck I 6:1.
Zwei ganz überlegene Siege konnten die beiden aktiven Mannschaften am Sonntag auf heimischem Gelände gegen ihre Spielgegner erzielen. Von Anfang an legte die 1. Elf ein schnelles Spiel vor, so daß innerhalb 15 Minuten das Treffen schon 2:0 für Lich stand. Bei ziemlich offenem Kampfe bis zur Halbzeit gelang es dann noch jeder Mannschaft, ein Tor zu erzielen. Nach dem Wechsel drückte Großen- Buseck eine Zeitlang, ohne aber erfolgreich zu sein. Bald ergriffen aber die Rasenspieler wieder die Initiative und gaben dem Gästetorwart bis zum Schluß noch dreimal das Nachsehen. Bedingt war der hohe Sieg vor allem durch das vorzügliche Stellungssplel der Verteidiger, die immer wieder den schnellen Gästesturm zum Stehen brachten.
Im Spiel der 2. Mannschaft gegen Butzbach bekam man eigentlich erst nach Halbzeit ein schönes Spiel zu sehen, durch das dann auch der hohe Sieg von 8:1 Toren zustandekam.
SportabteilungdesTurnvereinSLoUar
Am Sonntag trugen die 2. und 3. Mannschaft Lollars, die bekanntlich in einer Klasse spielen, ihr fälliges Verbandsspiel aus. Beide Mannschaften zeigten ein annehmbares Spiel, das 2:2 endete. — Die 2. Handba11e 1 f hatte die 1. Elf von Allertshausen zu Gast und siegte knapp mit 3:2. Die 1. Handballelf mußte nach Dorlar zum Verbandsspiel und verlor mit 5:2 Toren. Mit zehn Mann spielend wurde der Verteidiger Lollars des Feldes verwiesen. Die Mannschaft hatte mit nur neun Mann wenig zu bestellen.
Herbftbezirkstag des Bogelsberg-Bezirks der „Hassia".
l. K a u l st o ß , 12. Oft. Am Sonntag wurde hier der Herbstbezirkstag des Bezirkes Vogelsberg der Kriegerkameradschaft „Hassia" abgehalten. Mit der Tagung war die Feier des 25jährigen Bestehens des Kriegervereins Kaul stoß verbunden. Der erste Vorsitzende, Förster Strauch, und der Bezirksoorsitzende S c r i b a - Schotten begrüßten die Teilnehmer der Tagung. Sodann verlas der Schriftführer Straub die Niederschrift des letzten Bezirkstages. Der Bezirksvorsitzende referierte über das Versicherungswesen und über die Hassia-Jugend, lieber das Kleinkaliberschießen sprach Förster Frank- Stornfels. Er gab dabei bekannt, daß die Vereine von Schotten, Eichelsdorf, Götzen, Burkhards und Stornfels beim diesjährigen Schießen sehr gut abgeschnitten hätten. Im weiteren Verlaufe der Tagung wurde über die Haftpflichtversicherung gesprochen und beanstandet, daß Schäden bis zu 20 Mark nicht ersetzt wurden, obwohl Schäden in dieser Höhe am häufigsten in Erscheinung treten. Beim nächsten Verbandstag soll über diese Angelegenheit beraten werden. Der Vertreter des Bezirks, Kamerad Straub- Rudingshain, berichtete über den Verlauf des Verbandstages in Alzey. Kamerad Duchardt - Schotten, der Obmann der Kriegsbeschädigten-Fürsorge der „Hassia", gab bekannt, daß am 16. Oktober in Büdingen eine Pro- vinzialtagung der Kriegsbeschädigten ftattfinbe. In der Versammlung soll gegen die Kürzung der Renten der Kriegsbeschädigten durch die Notverordnung protestiert werden. Als Tagungsort für den nächsten Bezirkstag wurde R a i n r o b gewählt. Zum Schluß der Versammlung wurden noch 8 (von 19) Gründer des Vereins Kaulstoß mit dem „Hassia"-Abzei- chen für 25jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Ein Mitglied des Kriegervereins Stornfels erhielt die gleiche Auszeichnung.
Nach einer Mittagspause wurde die Jubiläumsfeier abgehalten. Unter Vorantritt einer Musikkapelle marschierte der Zug der Teilnehmer (einige Abordnungen benachbarter Vereine waren mit ihren Fahnen erschienen) zum Kriegerdenkmal. Die Musik spielte einen Choral, der zweite Bezirks- vorsteher, Bürgermeister D e ch e r t - 31ainrob, hielt bie Begrüßungsansprache und wies auf die Bedeutung des Denkmals hin. Im Namen des festgebenden Vereins legte Förster Unruh einen Kranz nieder und sprach Worte, die in die nächste Zukunft wiesen. Nach dem Rückmarsch hielt der zweite Bezirksoorsitzende auf einem freien Platz vor dem Vereinslokal noch eine kurze Ansprache, in der er einen Ueberblid über die Geschicke des Vereins vermittelte. | Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Verein
dereinst auch das goldene Jubiläum feiern möchte. Das Deutschlandlied, gemeinsam gefangen, beschloß bie Feier. Mit einem gemütlichen kameradlkyaft- lichen Beisammensein fand der Tag seinen harmonischen Abschluß.
Gememderat in Grünberg.
+ Grünberg, 12.Oft. Der Gemeinde* rat beschäftigte sich mit der Erhebung der Bürger st euer für 19 3 3. Der Bürgermeister führte hierzu folgendes aus: Rach der letzten Rotverordnung müssen Gemeinden, die Anspruch auf staatliche Wohlfahrtsunterstühung erheben wollen, eine Erhebung der Dürgersteuer in fünffacher Höhe beschließen, wobei freilich der seitherige 50prozentige Zuschlag für die Ehefrau in Wegfall kommt. Dei Verabschiedung des Voranschlages hatte der Gemeinderat einer Erhebung in dreifacher Höhe zugestimmt, die nun durch die Rotverordnung nur noch für die drei letzten Monate von 1932, aber sehr stark gekürzt, erhoben werden darf. Eine Gegenüberstellung der damals beschlossenen Steuer und der jetzt geplanten ergibt folgendes Dild: Dei einem Einkommen von 1200 bis 4500 Mk. beträgt die Dürgersteuer bei Erhebung in dreifacher Höhe für Ledige 18 Mk., für Verheiratete 27 Mk. (50 v. H. Zuschlag für Ehefrau), bei Erhebung in fünffacher Höhe für Ledige und Verheiratete je 30 Mk., da hier der Zuschlag für die Ehefrau wegfällt. Einkommen unter 500 Mk. sind frei, von 500 bis 1200 Mk. wird nur der halbe Satz erhoben. Rach längerer Aussprache, in der besonders auf die unsoziale Staffelung dieser Steuer hingewiesen wurde, woran leider die Gemeinden nichts ändern könnten, wurde die Erhebung in fünffacher Höhe ab 1. Januar 1933 mit allen gegen eine Stimme beschlossen.
Ein hiesiger Schäfer erklärte sich in einem Gesuch bereit, die beiden Schafweiden, die für dieses Jahr an einen auswärtigen Schäfer für 1400 Mk. verpachtet sind, ab nächstes Jahr für 1420 Mk. zu pachten. Der Gemeinderat beschloß, die beiden Weiden zur öffentlichen Verpachtung auszuschreiben.
Heber die Bekämpfung der Wohnungsnot machte der Bürgermeister noch einige Ausführungen: Rach einem Plan eines Fachmannes kämen bei Erstellung von acht bis zehn Häuschen als Reihenhaus im freiwilligen Arbeitsdienst, der eine Lohnersparnis von 50 v. H. bringe, sowie Stellung von Holz und Bruchsteinen durch di: Stadt die Kosten für ein Häuschen, enthaltend Wohnküche, zwei Schlafzimmer. Speiseraum und Klosett auf 800 bis 900 Mk. Reichsmittel würden hierzu hauptsächlich nur gewährt, wenn jeder Wohnung auch ein Stück Land von etwa 600 Quadratmeter zugeteilt würde, also der Gedanke der Ansiedlung der Erwerbslosen verwirklicht werde. Eine erste Zuteilung sei schon geschehen, die nächste erfolge erst Anfang 1933. Inwieweit es möglich sei, eine derartige Zuteilung zu erlangen, sei für die Ausführung des Projektes maßgebend.
Wettervoraussage
Die Islandstörung hat sich südöstlich fortbewegt und befand sich heute morgen mit ihrem Kern über Schottland. Ihre südlichen Ausläufer haben bereits Niederschläge bis nach Holland hin vorgetragen. Auch unser Gebiet wird davon nicht unberührt bleiben, so daß bei Bewölkungszunahme Regenfälle zu erwarten sind. An der Rückseite des Tiefs sind von Island her kalte ßuft- masfen unterwegs, die zwar späterhin wieder zu Darometeranstieg führen, dabei aber noch wechselhaftes Wetter und Abkühlung veranlassen.
Aussichten für Freitag: Zeitweise stärkere Trübung und vereinzelte Riederschläge, zwischendurch auch aufklarend. Temperaturen zunächst wenig verändert, jedoch später zurückgehend.
Aussichten für Samstag: Kühles und wechselnd bewölktes Wetter mit Aufklaren, vereinzelt noch Regenschauer, nachts Temperaturen in Gefrierpunktnähe.
Lufttemperaturen. Am 12.Oktober,mittags: 13 Grad Celsius, abends: 7 Grad: am 13. Oktober, morgens: 10,4 Grad. Maximum: 13,6 Grad, Minimum: 5,5 Grad. — ErdtemPera t u r e n in 10 Zentimeter Tiefe. Am 12. Oktober, abends : 11,6 Grad: am 13. Oktober, morgens: 9,5 Grad Celsius. — Riederschläge: 1,2 Millimeter. — Sonnenscheindauer: 2 Stunden.
Sprechstunden der rNedaktion.
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