Ausgabe 
13.10.1932 Erstes Blatt
 
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nis strafe von 8 Monaten. Die Trunken­heit, mit der sich dieser zu entschuldigen ver­suchte, erkannte die Strafkammer nicht als Mil- derungsgrund an.

Längere Zeit nahm die Verhandlung gegen 19 Erwerbslose aus Holzheim in Anspruch. Sie waren von der Gemeinde vorübergehend beschäf­tigt worden, um ihnen die Möglichkeit zur Er­langung der Grwerbslosenunterstühung zu ver­schaffen und auf diese Meise zugleich die Gemeinde von der Wohlfahrtsunterstützung zu entlasten. Da aber weder die Beschäftigungsdauer. noch der er­zielte Lohn zur Erlangung eines Anspruchs aus­reichten, stellte der Vertreter des Bürgermeisters falsche Arbeitsbescheinigungen aus, die die Be­schuldigten dem Arbeitsamt einreichten. Auf diese Weise gelangten etwa 2000 Mk. zuviel von der Reichsanstalt zur Auszahlung. Während das Schöffengericht den verantwortlichen Gemeindebe­amten wegen Betrugs verurteilt hatte, sprach es die übrigen Angeklagten frei. Gegen dieses frei­sprechende Urteil veriolgte die Staatsanwaltschaft auf Anregung des Arbeitsamts Berufung, das natürlich ein großes Interesse daran hat, daß un­lauteren Machenschaften ein Riegel vorgeschoben wird. Die Strafkammer bestätigte jedoch den Freispruch, da sie mit Rücksicht auf die Erklärungen des verstorbenen Bürgermeisters an­nahm, daß die Angeklagten in gutem Glauben ge­handelt hatten.

Vezirksschöffengericht Gießen.

Gießen, 12. Oft. Die Sitzung war heute kurz, da die meisten anstehenden Sachen aus­gefallen waren. Zur Verhandlung stand nur die Anklage gegen einen Strafgefangenen der Zellen­strafanstalt Butzbach wegen Beleidigung der Gerichtsbehörden. Der Angeklagte hatte, nachdem er wegen eines anderen Falles verurteilt worden war, Eingaben gemacht, in denen er die Richter zu beleidigen und zu ver­höhnen suchte. Die Strafe lautete auf 2 Mo­nate Gefängnis. Mildernd kam in Betracht, daß es sich um einen erblich schwer belasteten, zwar nicht unbegabten, aber moralisch minder­wertigen Menschen handelte, dessen zum Teil in frei nach Goethes Faust abgefaßten Ver­sen bestehenden Eingaben keine übermäßige Be­deutung beizumessen war. Strafschärfend wirl- ten die zahlreichen Vorstrafen.

Starkenburg.

Darmstadt, 12. Oft. Der seit mehreren Jahren bei der hiesigen Stadtverwaltung tätige

®iJfwnprD£ X S. Holtzmann, ein geborener £ mit Wirkung vom 1. Oktober ab

besteNt $tgrat der Stadt Darmstadt

Preußen.

An die Landwirtschaft des Kreises Wetzlar.

WSR. W i e s b a d e n, 12. Ott. Der Präsident "andwirtschaftskammer Wies- vaden, Hepp, erläßt eine Bekanntmachung, <? .es u. a. heißt:Mit dem 1. Oktober ist der Rrers Wetzlar aus der Rheinprovinz und dem Re­gierungsbezirk Koblenz ausgeschieden, um in die Provinz Hessen-Rasfau und den Regierungsbezirk Wiesbaden eingegliedert zu werden, wo­durch wirtschaftlichen Erfordernissen Rech­nung getragen und eine Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung her­beigeführt wird. Diesen Weg hatte die B a u e r n- schaft des Kreises Wetzlar zur Vertre­tung ihrer wirtschaftspolitischen Interessen schon vor vielen Jahren beschritten, indem sie ihre Bauernschaft an die Dezirksbauernschaft R a s s a u anschlotz, bei der sie wegen der Gleich­artigkeit der Verhältnisse Verständnis für ihre Röte und tatkräftige Hilfe erwarten durfte. Run- mehr sind auch alle diejenigen Ausgaben, die der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz bis­lang Vorbehalten waren, auf die Landwirt­schaftskammer Wiesbaden übergegan­gen. So ist auch die Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsberatungsstelle in Wetzlar der Land­wirtschaftskammer Wiesbaden unterstellt, und die Tierzucht des Kreises, die sich schon heute bester Pflege und Förderung erfreut, wird von uns be­treut werden. Da der benachbarte Kreis Bie­denkopf in der Rinderzucht die gleiche Zucht­richtung verfolgt und bereits einen Tierzuchtin­spektor besitzt, ist durch Zusammenlegung der Kreise zu einem Tierzuchtamt eine inten­sive Förderung der Rotviehzucht in dem großen und einheitlichen Zuchtbezirk gewähr­leistet. Der Ackerbau, sowie der Obst- und Gemüsebau werden jede mögliche För­derung und Pflege erfahren. Auch die Maschinenprüfungsstelle, die Kartoffelkultur­station und Samenprüfungsstelle der Landwirt­schaftskammer Wiesbaden, die dem dem Kreise Wetzlar benachbarten Landwirtschaftlichen Institut an der Hniversität Gießen angegliedert sind, stehen den Landwirten des Kreises Wetzlar zur Verfügung."'

Handball im Gau Heften (D.T.)

Alsfeld Goßfelden 4:2 (3:0).

Das Spiel fand bei strömendem Regen statt und brachte den erwarteten Sieg der Alsfelder Mann­schaft. Alsfeld fand sich mit dem glatten Boden am ersten ab und konnte bereits in der ersten Halbzeit durch seinen Mittelstürmer drei Tore oorlegen. Goß­felden gestaltete in der zweiten Halbzeit das Spiel offener und schoß das erste Gegentor. Durch Straf- tourf des Halbrechten stellte Alsfeld die alte Tor­differenz her. Der Gegner erzielte aber nach kurzer Zeit ein zweites Tor.

Zu zwei billigen Punkten kamen die Großen- Lindener, da die Gießener noch in letzter Minute absagten. Großen-Lindens 2. Mannschaft unterlag der gleichen Mannschaft des Turnvereins Hörnsheim 3:4, allerdings hatten die Einheimischen sechs Ersatzspieler aus der Jugendmannschaft in ihren Reihen.

Schauturnen

des Turnvereins Krofdorf DT.

In den viereinhalb Jahrzehnten seines Bestehens hat der Turnverein Krofdorf eine Unsumme von turnerischer Arbeit geleistet. Unter Leitung der bei­den Turnwarte Wilh. Leib und Hrch. A m e n d und ihrer jüngeren Helfer herrschte im Verein ein frisch-fröhlicher Turnbetrieb. Besonders stark sind die Jugendgruppen beiderlei Geschlechts. Am Sonn­tag hatten sich trotz des schlechten Wetters die Ver­einsmitglieder mit Angehörigen und Freunden der Turnerei zahlreich in der Turnhalle zur Turnschau eingefunden, die nicht nur einen Ausschnitt aus den Turnleistungen des Jahres zeigen sollte, sondern die auch erneut das Bewußtsein der Dors- und Volks­gemeinschaft in unseren Tagen politischer Unruhe lebendig werden lassen sollte.

Rach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzen­den, Lehrer Jaeger, turnten die einzelnen Grup­pen an den verschiedenen Geräten und zeigten den kritisch und wohlwollend Zuschauenden ihr Können, das, wie die Freiübungen und gymnastischen Uebun- gen, viel Beifall heroorrief. Mit Befriedigung konnte der erste Turnwart W. Leib feststellen, daß viel­seitige turnerische Arbeit geleistet worden ist. sowohl bei den verschiedenen Wettkämpfen, bei denen es

Bestleistungen zu erstreben galt, als auch beim stillen Turnen als Ertüchtigungsmittel in gesund­heitlicher Hinsicht. Zahlreiche Siege konnten von den Turnoeranstaltungen mit nach Hause gebracht wer­den, von denen die auf dem jüngsten Kreisturnfest in Trier besonders zu bewerten sind. Eine Grup­penoorführung von 14 Turnerinnen beim Gau- Frauen-Wetturnen in Bad-Nauheim wurde als an erster Stelle stehend bewertet. Mit einem begeistert aufgenommenenGut Heil" und dem Lied:Ein Ruf ist erklungen", fand die Siegerehrung ihren Abschluß.

Abiurnen

im Tv.Gut Heil" Großen-Buseck.

Am Sonntag hielt der Turnverein sein Ab- turnen ab. Geturnt wurde in drei Stufen, (Ober-, Unter- und Schülerstufe). Die beiden ersten Stufen turnten einen leichtathletischen Vierkampf (Weit­hoch, 100 Meter, Schleuderball und Weitfprung), während die Schüler zu einem Sechskampf (drei volkstümliche und drei Geräteübungen) an traten. Wie üblich, so wurden auch in diesem Jahre die Dereinsmeisterschaften in einigen Hebungen aus. getragen und beachtliche Leistungen erzielt. Am Rachmittag konnte man den Jüngsten bereits die Diplome überreichen. In einigen Worten er­mahnte der Schülerturnwart, cand. med. dent W. Schnei der seine Zöglinge weiterhin so fest zur edlen Turnsache zu stehen wie im verflossenen Jahre. Der erste Sprecher H. Größer dankte dem Schülerturnwart für die geleistete Arbeit und den Schülern für ihre Pünktlichkeit in der Turn­stunde. Mit dem LiedeTurner auf zum Streite" rtUnb einem begeistert aufgenommenenGut Heil" auf die deutsche Turnerschaft fand die Feier ihr Ende. Den Aktiven Überreichte Turnwart W. Hahn am Abend die Diplome. Erfreulicherweise war es Turnwart W. Stephan gelungen, zum ersten Male mit einigen Damen einen volkstüm­lichen Dreikampf durchzuführen, so daß auch auf diesem Gebiete des Turnens ein Anfang gemacht wurde. Rachfolgend

die Ergebnisse:

Oberstufe: 1. Karl Hahn, 2. Otto Ricolai, 3. Hch. Seipp, 4. Otto Balser, 5. Karl Dort.

Unterstufe: 1. Karl Donarius, 2. Ernst Volk, 3. Gustav Erb, 4. Wilh. Rohrbach, 5. O.Dort, 6. K. Volk, 7. H. Hofmann.

Schüler I: Willi Dambmann, 2. Erich Wag­ner, Erich Hochstein, Karl Müller, 3. Wilh. Scheid, 4. Otto Drück, 5. E. Gans, 6. K. Drück, 7. E. Huber. Schüler II: 1. H. Größer, 2. E. Mohr, 3. W. Wagner, 4. K. Hof, 5. Karl Dort, Ernst Wagner, 6. Karl Wagner.

Damen: 1. I. Osterheld, 2. A. Dort, 3. K. Schmidt.

Bei den D e r e i n s m ei st e r s ch a f t e n gin­gen folgende Sieger hervor: 100Meter:O. Ri- colai, Karl Hahn: W e i t h o ch : O. Ricolai: Ku­gelstoßen: K. Hahn: W e i t s p r u n g : Karl Hahn: Diskus: K. Rühl: Schleuderball: W. Schneider: Speerwurf - W. Schneider.

B. f. 2R. Lich.

Lich I Großen-Buseck I 6:1.

Zwei ganz überlegene Siege konnten die beiden aktiven Mannschaften am Sonntag auf heimischem Gelände gegen ihre Spielgegner erzielen. Von An­fang an legte die 1. Elf ein schnelles Spiel vor, so daß innerhalb 15 Minuten das Treffen schon 2:0 für Lich stand. Bei ziemlich offenem Kampfe bis zur Halbzeit gelang es dann noch jeder Mannschaft, ein Tor zu erzielen. Nach dem Wechsel drückte Großen- Buseck eine Zeitlang, ohne aber erfolgreich zu sein. Bald ergriffen aber die Rasenspieler wieder die Ini­tiative und gaben dem Gästetorwart bis zum Schluß noch dreimal das Nachsehen. Bedingt war der hohe Sieg vor allem durch das vorzügliche Stellungssplel der Verteidiger, die immer wieder den schnellen Gästesturm zum Stehen brachten.

Im Spiel der 2. Mannschaft gegen Butzbach bekam man eigentlich erst nach Halbzeit ein schönes Spiel zu sehen, durch das dann auch der hohe Sieg von 8:1 Toren zustandekam.

SportabteilungdesTurnvereinSLoUar

Am Sonntag trugen die 2. und 3. Mannschaft Lol­lars, die bekanntlich in einer Klasse spielen, ihr fäl­liges Verbandsspiel aus. Beide Mannschaften zeigten ein annehmbares Spiel, das 2:2 endete. Die 2. Handba11e 1 f hatte die 1. Elf von Allerts­hausen zu Gast und siegte knapp mit 3:2. Die 1. Hand­ballelf mußte nach Dorlar zum Verbandsspiel und verlor mit 5:2 Toren. Mit zehn Mann spielend wurde der Verteidiger Lollars des Feldes verwiesen. Die Mannschaft hatte mit nur neun Mann wenig zu bestellen.

Herbftbezirkstag des Bogelsberg-Bezirks derHassia".

l. K a u l st o ß , 12. Oft. Am Sonntag wurde hier der Herbstbezirkstag des Bezirkes Vo­gelsberg der Kriegerkameradschaft Hassia" abgehalten. Mit der Tagung war die Feier des 25jährigen Bestehens des Kriegervereins Kaul stoß verbunden. Der erste Vorsitzende, Förster Strauch, und der Be­zirksoorsitzende S c r i b a - Schotten begrüßten die Teilnehmer der Tagung. Sodann verlas der Schrift­führer Straub die Niederschrift des letzten Be­zirkstages. Der Bezirksvorsitzende referierte über das Versicherungswesen und über die Hassia-Jugend, lieber das Kleinkaliberschießen sprach Förster Frank- Stornfels. Er gab dabei bekannt, daß die Vereine von Schotten, Eichelsdorf, Götzen, Burk­hards und Stornfels beim diesjährigen Schießen sehr gut abgeschnitten hätten. Im weiteren Ver­laufe der Tagung wurde über die Haftpflichtversiche­rung gesprochen und beanstandet, daß Schäden bis zu 20 Mark nicht ersetzt wurden, obwohl Schäden in dieser Höhe am häufigsten in Erscheinung treten. Beim nächsten Verbandstag soll über diese Ange­legenheit beraten werden. Der Vertreter des Be­zirks, Kamerad Straub- Rudingshain, berichtete über den Verlauf des Verbandstages in Alzey. Kamerad Duchardt - Schotten, der Obmann der Kriegsbeschädigten-Fürsorge derHassia", gab be­kannt, daß am 16. Oktober in Büdingen eine Pro- vinzialtagung der Kriegsbeschädigten ftattfinbe. In der Versammlung soll gegen die Kürzung der Ren­ten der Kriegsbeschädigten durch die Notverordnung protestiert werden. Als Tagungsort für den nächsten Bezirkstag wurde R a i n r o b gewählt. Zum Schluß der Versammlung wurden noch 8 (von 19) Grün­der des Vereins Kaulstoß mit demHassia"-Abzei- chen für 25jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Ein Mitglied des Kriegervereins Stornfels erhielt die gleiche Auszeichnung.

Nach einer Mittagspause wurde die Jubi­läumsfeier abgehalten. Unter Vorantritt einer Musikkapelle marschierte der Zug der Teilnehmer (einige Abordnungen benachbarter Vereine waren mit ihren Fahnen erschienen) zum Kriegerdenkmal. Die Musik spielte einen Choral, der zweite Bezirks- vorsteher, Bürgermeister D e ch e r t - 31ainrob, hielt bie Begrüßungsansprache und wies auf die Bedeu­tung des Denkmals hin. Im Namen des festgebenden Vereins legte Förster Unruh einen Kranz nieder und sprach Worte, die in die nächste Zukunft wiesen. Nach dem Rückmarsch hielt der zweite Bezirksoor­sitzende auf einem freien Platz vor dem Vereins­lokal noch eine kurze Ansprache, in der er einen Ueberblid über die Geschicke des Vereins vermittelte. | Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Verein

dereinst auch das goldene Jubiläum feiern möchte. Das Deutschlandlied, gemeinsam gefangen, beschloß bie Feier. Mit einem gemütlichen kameradlkyaft- lichen Beisammensein fand der Tag seinen harmo­nischen Abschluß.

Gememderat in Grünberg.

+ Grünberg, 12.Oft. Der Gemeinde* rat beschäftigte sich mit der Erhebung der Bür­ger st euer für 19 3 3. Der Bürgermeister führte hierzu folgendes aus: Rach der letzten Rotverordnung müssen Gemeinden, die Anspruch auf staatliche Wohlfahrtsunterstühung erheben wollen, eine Erhebung der Dürgersteuer in fünf­facher Höhe beschließen, wobei freilich der seit­herige 50prozentige Zuschlag für die Ehefrau in Wegfall kommt. Dei Verabschiedung des Vor­anschlages hatte der Gemeinderat einer Erhebung in dreifacher Höhe zugestimmt, die nun durch die Rotverordnung nur noch für die drei letzten Monate von 1932, aber sehr stark gekürzt, er­hoben werden darf. Eine Gegenüberstellung der damals beschlossenen Steuer und der jetzt ge­planten ergibt folgendes Dild: Dei einem Ein­kommen von 1200 bis 4500 Mk. beträgt die Dürgersteuer bei Erhebung in dreifacher Höhe für Ledige 18 Mk., für Verheiratete 27 Mk. (50 v. H. Zuschlag für Ehefrau), bei Erhebung in fünffacher Höhe für Ledige und Verheiratete je 30 Mk., da hier der Zuschlag für die Ehefrau wegfällt. Einkommen unter 500 Mk. sind frei, von 500 bis 1200 Mk. wird nur der halbe Satz erhoben. Rach längerer Aussprache, in der be­sonders auf die unsoziale Staffelung dieser Steuer hingewiesen wurde, woran leider die Gemeinden nichts ändern könnten, wurde die Erhebung in fünffacher Höhe ab 1. Januar 1933 mit allen gegen eine Stimme beschlossen.

Ein hiesiger Schäfer erklärte sich in einem Gesuch bereit, die beiden Schafweiden, die für dieses Jahr an einen auswärtigen Schäfer für 1400 Mk. verpachtet sind, ab nächstes Jahr für 1420 Mk. zu pachten. Der Gemeinderat be­schloß, die beiden Weiden zur öffentlichen Ver­pachtung auszuschreiben.

Heber die Bekämpfung der Wohnungs­not machte der Bürgermeister noch einige Aus­führungen: Rach einem Plan eines Fachmannes kämen bei Erstellung von acht bis zehn Häuschen als Reihenhaus im freiwilligen Arbeitsdienst, der eine Lohnersparnis von 50 v. H. bringe, sowie Stellung von Holz und Bruchsteinen durch di: Stadt die Kosten für ein Häuschen, enthal­tend Wohnküche, zwei Schlafzimmer. Speiseraum und Klosett auf 800 bis 900 Mk. Reichsmittel würden hierzu hauptsächlich nur gewährt, wenn jeder Wohnung auch ein Stück Land von etwa 600 Quadratmeter zugeteilt würde, also der Ge­danke der Ansiedlung der Erwerbslosen verwirk­licht werde. Eine erste Zuteilung sei schon ge­schehen, die nächste erfolge erst Anfang 1933. Inwieweit es möglich sei, eine derartige Zu­teilung zu erlangen, sei für die Ausführung des Projektes maßgebend.

Wettervoraussage

Die Islandstörung hat sich südöstlich fortbewegt und befand sich heute morgen mit ihrem Kern über Schottland. Ihre südlichen Ausläufer haben bereits Niederschläge bis nach Holland hin vor­getragen. Auch unser Gebiet wird davon nicht unberührt bleiben, so daß bei Bewölkungszu­nahme Regenfälle zu erwarten sind. An der Rück­seite des Tiefs sind von Island her kalte ßuft- masfen unterwegs, die zwar späterhin wieder zu Darometeranstieg führen, dabei aber noch wechsel­haftes Wetter und Abkühlung veranlassen.

Aussichten für Freitag: Zeitweise stär­kere Trübung und vereinzelte Riederschläge, zwi­schendurch auch aufklarend. Temperaturen zunächst wenig verändert, jedoch später zurückgehend.

Aussichten für Samstag: Kühles und wechselnd bewölktes Wetter mit Aufklaren, ver­einzelt noch Regenschauer, nachts Temperaturen in Gefrierpunktnähe.

Lufttemperaturen. Am 12.Oktober,mit­tags: 13 Grad Celsius, abends: 7 Grad: am 13. Oktober, morgens: 10,4 Grad. Maximum: 13,6 Grad, Minimum: 5,5 Grad. ErdtemPe­ra t u r e n in 10 Zentimeter Tiefe. Am 12. Oktober, abends : 11,6 Grad: am 13. Oktober, morgens: 9,5 Grad Celsius. Riederschläge: 1,2 Millimeter. Sonnenscheindauer: 2 Stunden.

Sprechstunden der rNedaktion.

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