Wandern und Reisen • Bäder und Sommerfrischen
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Zweitägige Knüllwanderung
Rundfunkprogramm
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1 7750 13788 16934 114 65542 5687960811 29889 131626 145488 2560 168032 178260 5066 196281 198496 7170 227199 247608 4232 295282 299284 5325 342242 342323 4878 380365 383606
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aufragenden Basal tkegel, den wir jedoch umgehen. Wir kommen weiter durch schönen Duchenhoch- wald, an einem Fvrstgarten vorüber zu der schon von weitem sichtbar werdenden „Kreuzeiche". Don hier leitet uns ein Weg abwärts durch daS Feld zum gegenüberliegenden Wald, an dessen Olustritt uns ein herrlicher Blick auf das obere Gfzetal und namentlich auf das malerisch an einem Derghange gelegene, von einer Schlohruine bekrönte Homberg überrascht. Wir steigen zu dem hochgelegenen altertümlichen Städtchen empor, wo wir uns von der 4^/zstündigen Wanderung erholen und unsere Blicke an den Zeugen seiner alten Wehrhaftigkeit und den stolzen Giebel- und Fachwerks- Häusern erfreuen. Haben wir noch genügend Zeit, dann besteigen wir noch den Dchlohberg, um von dem alten Gemäuer die unvergleichlich schöne Rundschau zu genießen. Don Homberg erfolgt über Treysa die HeimfahrL
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Werkhäuser. 19.20: Deutsche Reden. Paul Ernst sprichL 19.45: Sinführungsvortrag zu „Cosi fan “ * - - ’ ' 20: Cosi fan tutte.
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vom Glanz dieser einstmaligen Mittelrheinischen Residenz.
Don dem Schöpfer des Englischen Gartens in München ist der Schönbusch bei Aschaffenburg geschaffen, mit Schlößchen, Seen, Tempeln, Pavillons und einem Dörfchen. Das Schöntal, der ehemalige Bischöfliche Tiergarten, gehört mit seinen Gewächshäusern, Seen und dem Magnolienhain zu den gärtnerisch reizvollsten Parkanlagen seiner Art.
deutschen Insel. 21: Schallplatten-Konzert. 21.15: Tewes heiratet. Eine niederdeutsche Bauernkomödie. Don Georg Michael Waldeck. 22.20: Zeitbericht. Deutschlands Standpunkt in der Abrüstungsfrage auf der Genfer Abrüstungskonfe- rem. 2315: Unterhaltungskonzert der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker.
Dienstag, 16. August.
7.05: Bad Oeynhausen: Frühkonzert der Kurka- pelle. 12: Konzert auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Rachmit- tag. 17: Nürnberg: Konzert. 18.25: „Der Mittelstand in der Nationalwirtschaft", Dortrag von Dr. Fritz Wider, Stuttgart. 18.50: ,Dichter-Olym- piade" von Gustav Hartung. 19.30: Freiburg: Akkordeon-Duette. 19.55: Neue schwedische Lyrik. Gesprochen von Fritz Wilm Wallenborn. 20.15: Volkstümliche Musik lebender deutscher Komponisten des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 21.30: Dem Elfen und Geistern. 22.45 bis 24: Nachtmusik.
Mittwoch, 17. August.
7.05: Bad Oeynhausen: Frühkonzert der Kurkapelle. 10.20 bis 10.50: .Praktische Ratschläge für jeden Tag", von Dr. Lleberalu 12: Unter* Haltungskonzert. 13.30: Konzert auf Schallplatten. 15.15 bis 16.00: Stunde der Iugend. 17: Nachmittagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 18.25: .Kreuz und quer durch Neuyorks Alltagsleben", Dortrag von Elisabeth von Schmidt-Pauli, München. 18.50: .Dom wandernden Komödianten — Einst und jetzt". Eine Plauderei von Fritz Richard
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Sonntag, 14. August.
6.15 bis 8: Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Katholische Morgenfeier. 9.15: Stunde des Chorgesangs. 10.30: Dom Jungfraujoch: Bergandacht. Gehalten von Nicolaus Balt. 11.30: Lyrik aus Schlesien. Don Herbert Brunar, Breslau. 12: Internationale Marschmusik. Gespielt vom Philharmonischen Blasorchester Stuttgart. 13: Mittags konzert. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend. 15.30: Siegsdorf bei Traunstein: Dolksliedersingen vom Chiemgauer Heimattag. 16.45: Mannheim: Aichard-Wagiler-Konzert. 18: „Warum photographieren Sie?", Dortrag von Dr. K. H. Llsener. 18.25: Dreißig bunte Minuten. 18.55: „Mozart und Haydn". Dortrag von Dr. Karl Geiringer. 19.30: Anbekannte Löwe-Balladen. Gesungen von Kurt Wichmann. 20: Don Breslau: 300 Jahre Militärmusik. 21: Mittsommernacht. 21.45: Berlin: Konzert. 22.45 bis 24: Nachtmusik.
Montag, 15. August.
7.05: Frühkonzert. 10.10: Austausch-Sendung: Aus Frankfurt von ebedem. 12: Mittagskvnzert der Kapelle Dobescy-Dobböe (vom Cafs Wil- Helmsbau). 13.30: Konzert auf Schallplatten. 15.20: „Religiöse Dichterinnen der Gegenwart. Anna Schieber, Ruth Schaumann und Gertrud v. le Fort". — Don Dr. Lilly Zarncke. 17: Köln: Konzert. 18.25: .Währungsregulierung ohne Gold", Dortrag von Dr. Hans Jokisch, Frankfurt am Main. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Don Leipzig: Gitarre-Soli. Heinz Albert. 20: Don Hamburg: Helgoland. Das Bild einer
Aschaffenburg am Main.
Don Hermann (Spannring.
Der rastlose Reisende von heute ist ein armer Mann, lieber dem fernen Ziele, von dem er im Oeifte schon im V-Zugwagen träumt, verliert er bws Beste, was sich ihm unterwegs nicht ohne wei- t-res vom O'Zugfenster im Fluge zeigt. „S t e i - «en Sie in Aschaffenburg aus!" sollte i!'m der Rhythmus der Schienenstöße ins Hirn Iwimmern, wenn er zwischen Würzburg und Frank- hrt im V-Zug dahinjagt und die dunklen Sil- Duetten des Spessarts in Sicht kommen, den schon Las uralte Nibelungenlied wegen seiner reichen Wald- und Jagdgefilde rühmend nennt.
Aschaffenburg liegt in einer Art Dornröschenschlaf. Die „südlichste Stadt Bayerns" hat sie einmal jemand genannt, obwohl sie im nördlichsten Unterfranken liegt. Richt mit Unrecht. Dem letzten .„ßrinjen", der sie aus langem Schlaf wieder wach küßte, dem Bayernkönig Ludwig I., war sie das „ myerische Nizza". Frühblühende Mandelbäume, Zeigen und Agaven, eine mächtige Libanonzeder uib pinienartige Gewächse gruppieren sich in süb- limbischer Anmut um den felsigen Hang, auf dem d-s Pompejanum, die treue Nachbildung des Hau- les des „Eastor und Pollux", als ein Aschaffen- btrger Wahrzeichen in die weite Mainebene schaut. Aon der Terrasse des Pompejanums, das hier im Dtorben einen fo überraschend guten Eindruck römi- scher Wohnkultur vermittelt, hat man gleichzeitig ben schönsten Blick auf Aschaffenburg, dessen Stadt- bllb von bem mächtigen Schlosse St. Johannis-
in Aschaffenburg geboren wuroe.
Reich an Kunstschätzen ist auch bas Schloß, lieber «OO Gemälbe, Altbeutsche unb Nieberlänber, eine Kupferstichsammlung von 18 000 erlesenen Blät» tarn europäischer Zeichenkunst ber Vergangenheit, eine große Bibliothek mit einer weltbekannten Abtei- Emg alterHanbschriften u. ein ansehnliches Museum, las sind anbeutungsweise seine Schätze — Reste
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— In dem Heft „Kur unb Erholung im Harz und Kyffhäuser" wirb baS bisher vorwiegend von Touristen besuchte Mittelgebirge auch als Kur- unb Erholungsgebiet beschrieben. Pros. Dr. med. Rhese zeigt in dem Aufsatz über „Das Harzklima unb bie Heilquellen bes Harzes in ihrer Beziehung zur menschlichen Gesunbheit", welche Kurmittel unb Heilerfolge ber Harz bem Erholungsbedürftigen und dem Kranken bietet. Es folgen kurze Ortsbeschreibungen der bekannteren Heilbäder, Luftkurorte, Sommerfrischen unb Touristenpläne mit Preisen für Unterkunft unb Verpflegung. Mehr als 100 Abbildungen unb eine Liebersichtskarte ergänzen den Text.
Erholung? 5805 0
1. Tag:
Neukirchen — Urbachtal — Hof Richberg.
Der Knüll, eines unserer schönsten Mittelgebirge, bas sich weniger durch Erhabenheit und Großartigkeit, als vielmehr durch seine Lieblichkeit und Innigkeit auszeichnet, verdient es wirklich, mehr als bisher von wanderfrohen Naturfreunden ausgesucht zu werden. Eine überaus lohnende zweitägige Wanderfahrt sei hier beschrieben: Wir fahren Über Treysa nach dem in einer engen Talmulde gelegenen freundlichen Städtchen Neukirchen. Hier haben wir wohl Gelegenheit, die schmucken Schwälmer Trachten zu bewundern. Linser Weg führt uns von hier weißen Punkten nach, dem LI r b a ch t a l aufwärts, einem dew reizvollsten Täler des Gebirges, zunächst durch Feld, später auf schönen Waldpf aden nach Hauptschwenda, einem echten Knülldörfchen. Hinter dem Ort schlagen wir einen Feldweg ein, der uns an einer großen einzel- stehenden Buche vorbei und bald darauf zum Wald führt. Oberhalb der Knüllherberge gelangen wir wieder ins Freie. Angesichts des vor uns liegenden Knüllkopfs gehen wir am Wildsberg entlang und überschreiten bei der Schutzhütte „Windeck" die Straße. Don hier führt ein ausgebauter Weg zum Endziel des ersten Tages, dem gut bewirtschafteten H0f Richberg, wo wir für die Nacht Llnterkunft finden. Wir benutzen unseren Aufenthalt noch zur Besteigung des nahegelegenen K n ü l l k 0 p f s (632 Meter) und find entzückt von der großartigen Aussicht; denn bei klarer Luft kann man vom Taunus bis zum Jn- selberg, vom Sauerland bis zur Rhön schauen. Wanderzeit knapp 3 Stunden.
2. Tag:
Hof Richberg — Allmershausen — Homberg an der Lsze.
Linser seitheriges Zeichen (weißer Punkt) zeigt uns auch am zweiten Tag den Weg. Zunächst durch jüngere Bestände, später durch herrlichen Hochwald, ab und zu von einer Lichtung und einem zu überschreitenden Tälchen unterbrochen, gelangen wir durch den Hof Kämmershagen, später über den Silberberg (527 Meter) nach Allmershausen. Don hier gehen wir in der Richtung nach dem Streutlingskopf, einem stolz
Erholungsaufenthalt
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Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, den 14. August. 12. nach Trinitatis.
Stadtkirche. 8 Uhr: Pfarrer Becker; zugleich Ehrt- stenlehre für die Neukonfirmierten ber Markus- gemeinde; 9.30: Pfarraffistent Knell. — Iohannes- kirche. 8: Pfarrer Bechtolsheimer; zugl. Christenlehre für bie Neukonfirmierten ber Lukasgemeinde; 9.30: Pfarrer Ausfelb; zugleich Militärgottesbienst; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal, Pfarrassistent Knell. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: P arrer Groh. — Llisabeth-üleinkinberfchule. 9.45: Wald- gottesdienft im Bergwerkswald, Pfarrer Lic. Waas. — klein-Linden. 9: Gottesdienst; anschließend Christenlehre für die männliche Jugend, 10.15: Kinder- gottesdienft. — wiefeck. 13: Gottesdienst. — Alten- Vuseck 10: Gottesdienst; Kollekte. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: Christenlehre für die konfirmiert« männliche Jugend; Kollekte f. die kirchliche Jugendarbeit; 13.30: Mainzlar; 20: Daubrinaen. — Haufen- Garbenleich. 10: Hausen; 10: Garbenteich. — Watzenborn-Steinberg. 13: Hauptgottesbienst mit Christenlehre. — Gröningen. 10: Hauptgottesbienst. —- Cid). 9.30: Stiftspfarrer Draubt.
Katholische Gemeinden.
Samstag, ben 13. August.
Gießen. 16.30 unb 19 Uhr: Beichte; ein fremder Priester wirb Beichte hören.
Sonntag, ben 14. August. 13. Sonntag nach Pfingsten.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion der Jungfrauen unb Hausangestellten; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Prebigt; 11: Messe mit Pre- bigt; 14: Anbacht; 16.30 unb 19: Beichte, ein frem- ber Priester wirb Beichte hören'. — (Brünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt unb Christenlehre. — Cid). 7.30: Hochamt mit Prebigt; 20: Christenlehre unb Anbacht. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.
Montag, den 15. August. Fest Mariä Himmelfahrt.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pre- digt; 14: Festanbacht mit Segen. — (Brünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 14: Fest- andacht. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.
Dienstag, den 16. August.
Laubach. 7.30 Uhr: Messe.
Mittwoch, den 17. August.
Hungen. 6.15 Uhr: Messe.
Sonntagsdienst d.Aerzte n-Avotheken am 14.8.32 Dr. Neurnann-Svengel. Dr. Schäffer. Hirsch- Avotbeke. — .*<abnnnt: Dr. Schöttler. <967 d
Donnerstag, 18. August.
7.05: Bad Neuenahr: Frühkvnzert. 12: Konzert auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert. 15: Stunde der Iugend. 17: Bad Neuenahr. Konzert. 18.25: Zeitfragen. 18.50: „Was bringt die diesjährig« Funkausstellung?". Dortrag von Herbert Rosen. 19.20: „Neues auS aller Welt", von Professor Dr. W. Behrmann. 19.30: Unterhaltungskonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 20.45: Makart-Buketts. Eine heitere Hörfolge. 21.45: Vkizzenbuch des Tage«. Don Paul Laven. 22: Kammermusik. 22.45: Funkstille.
Freitag, 19. August.
7.05: Bad Wildungen: Frühkvnzert deS Kur- vrchesters. 12: Augsburg: Konzert deS Augsburger Konzert-Orchesters. 13.30: Mannheim: Alte Tänze — Derstaubte Schlager. 17: Bad Wildlingen: Nachmittagskonzert des KurorchesterS. 18.25: „Politische Kurzsprache" zwischen Dr. Heinrich Buh und Dr. Georg Schmitt. 18.50: Aerztevor- trag. 19.30: Heitere Dorträge, gesprochen von Frank Günther. 20.15: Schwedisch-Finnische Stunde. 21.15: Llnterhaltungskonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 22.55 bis 24: Nachtmusik der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker.
Samstag, 21. August.
7.05: Bad Mergentheim: Frühkonzert des Kur- vrchesters. 10.10: Schulfunk — Szenen aus „Julius Cäsar", von Shakespeare. 12: Konzert auf Schallplatten. 13.30 bis 14.30: Llnterhaltungskonzert des Rundsunk-OrchesterS. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. Dastelstunde für Kinder deS Wiener Bastelonkels O. Grießem an n. 17: Konzert des Rundfunk-Orchesters. 18.25: „Auszug aus DoetheS Tagebüchern", Dortrag von Benno Reiffenberg. 18.50: Die Erwerbsbetätigung der öffentlichen Hand". Dortrog von Professor Klau- sing. 19.30: AuS meinem Beschwerdebuch. Don Annette Kolb. 20: Don Berlin: Funk-Potpourri.
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Iburg beherrscht wird.
Der Boden, auf bem sich btefes gewaltige unb tinbrudsoolle Renatssanceschloß hoch über ber mei- len Mainebene mit bem Gesicht gegen ben Westen owfbaut, ist heilig durch uralte Geschichte. Schon im grauen Nibelungen-Zeiten ftanb hier eine Feste als Torwocht zu ben Spessartmälbern. Drei Jahr- bimberte schauen von bem fünftürmigen Bauwerk im seiner heutigen Gestalt ins mainfränkische ßanb. 300 Jahre finb es auch her, sei der Schwedenkönig l-u st a v Adolf mit seinem Heere vor ben Toren SX(d)affenburgs ftanb. Mutig zog ihm ein Kapuzi- nerpater, Bernharb von Trier, entgegen “unb bat um Schonung für die Stadt. Dem Schwe- bentönig gefiel bas Schloß fehr. Wenn er es auf '.labern mit nach Schweben nehmen könne, würbe rr es nicht verbrennen, jagte er bem Pater. Räber seien genug vorhanben, erroiberte ber Pater unb meinte bamit bas Mainzer Rab bes Schloßwap- pens. Diese Schlagfertigkeit rettete bas Schloß vor ber Zerstörung. Den Traum Gustav Abolfs ver- wirklichte sein bekannter General ©ränget später burch bie Errichtung des Skokloster-Slot am Ufer bes Mälarsees in Schweben.
Goethesche „Faust"-Szenerien finben ihr Urbilb nn anberer Stelle ber Stabt. Dor dem Stiftsplatz, einem einzigartigen fteingeroorbenen Traum äolischer Stabtbaukunft, sieht man im Geist jene 5<ene spielen, bie bie Gretchentragöbie einleitet: Mein schönstes Fräulein, barf ich's wagen ..." In Strebepfeilern, Giebeln unb Fialen klettert bas Mauerwerk zum Turm, ber taufenbjährigen Stiftskirche hoch. Romanische, gotische unb I berode Stilformen finb hier zu einem harmonischen Hymnus religiöser Inbrunst gestimmt. Aufrecht in g otischer Steilheit, breit unb behäbig in barocker Festlichkeit lagern sich rings um bie hochstehenbe Äirt^e bie einstigen Stiftskurien, bie Kanoniker- f) äu|er. Buntes geschäftiges Treiben bazwifchen auf bem Platze, auf bem ber gotische Brunnen nicht
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Dicht dabei, doch roeltcntrüdt seit sieben Jahr- hunberten, liegt Im Schatten der Stiftskirche ber Rreujgang, erinnernb an bas verschlossene Noscngörtchen ber Mabonna, bas Matthias Krünewalb auf bem berühmten Altarschrein i u Isenheim in so rounberbarer Innigkeit gemalt tut Für bie Stiftskirche hat ber große beutsche Meister mehrfach Altäre geschaffen, barunter bie Verneinung Christi", bas beutsche Hohelieb bes Mutterschmerzes im berühmten alten Stiftsschatz, wnb bie sogenannte Stuppacher Mabonna in ber Maria-Schnee-Kapelle, wo auch eine große „Auf- | klslehung Christi" von Lukas Cranach hängt. Einige Jahrhunberte später, 1848, starb ein Dichter liier, ber nach einem abenteuerlich-unruhigen Leben Eiche in bie,er Jbylle suchte: Clemens von Brentano. Hier oollenbete er eines feiner bekanntesten Märchen, „Gockel, Hinkel unb Gackeleia . Unb aus ber jüngsten Zeit ist noch seines Neffen su gebenden: bes vor kurzem verstorbenen großen Dolkswirtschaftlers unb Soziologen Lujo Bren- fano, ber 1844 In Aschaffenburg geboren würbe.
- Heber


