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fieren, um den Pattenten eine Pfingstfreude zu bereiten.

Einbruchsversuch. Dec Polizeibericht meldet: 3n der Rächt zum Donnerstag hatten es Einbrecher auch auf die LIHren, Gold- und Silber- gegenstände des llhrmachermeisters 'S c d im Seltersweg abgesehen. Die beiden Vorhänge­schlösser, die zur Sicherung des vor dem Schau­fenster angebrachten eisernen Schutzgitters dien­ten, wurden von den Tätern gewaltsam erbrochen. Bei dieser Arbeit müssen die Täter gestört wor­den sein. Es ist mit grober Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß sie nachdem den Schaufenster­einbruch in das Herrenkonfektionsgeschäft Köh- l e r ausgeführt haben. Die bis jetzt durchge­führten Ermittlungen haben noch nicht zur Fest­nahme der Täter geführt.

** Fe st genommene Fahrraddiebe. Bei einer in der letzten Rächt durchgeführten Streife wurden, wie dec Polizeibericht meldet, in einem Heuschober der Orgelbauer Reinhard Prorod, geb. am 12. April 1887 zu Kattowitz. und der Schleifer Ernst Lenz, geb. am 1. April 1897 zu Tietidon, Kreis Zürich, beide auf Wan­derschaft, aufgestöbert, die im Besitze von zwei Fahrrädern waren. Durch die polizeilichen Er­mittelungen stellte sich heraus, dah die beiden die Fahrräder vor dem Aussuchen ihres Lagers aus einem Gartenhaus in der Buchnerstrahe ent­wendet hatten. Die beiden Täter wurden dem Amtsgericht zugeführt.

** Kleinere Diebstähle. Entwendet wur­den aus einer Hofreite in der Mühlstrahe ein vierrädriger Handkastenwagen ohne Deichsel, aus einer Hofreite in der Dismardstrahe ein Dosch- dhnamo und Laterne und in der Bahnhosstrahe eine elektrische Boschlaterne.

** Der Hubertus, Verein weid­gerechter Jäger, Sih Giehen, hielt am.Mittwoch nach vorausgegangenem Anschiehen der Büchsen seine Monatsversammlung im Schützcnhaus ab. Rach Bekanntgabe von Reu­anmeldungen erfolgte der Bericht über die Ju­gendprüfung, die wieder sehr gut beschidt war, der zeigte, dah die heimische Gebrauchshunde­zucht in sicherem Fortschreiten ist. Eine Aus­sprache über Wildstandsoerhältnisse ergab, dah offenbar Rehwildverluste in diesem Jahre nur in geringerem Mähe eingetreten sind und dah die Aussichten für die Riederjagd nicht ungünstig zu sein scheinen. Schließlich wurden die Mit­glieder noch aufgefordert, einem Fragebogen des Forstzoologischen Institutes der Universität, der sich mit der Frage der Hähersaaten beschäftigt, ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Im Anschluh daran sprach der 1. Vorsitzende, Pascoe- Dutenhofen, überAllerlei Interessantes aus der Jagdpresse", wobei Fragen des Jagdrechtes, der Biologie der Jagdtiere, des Schiehwesens und der Wildkrankheiten in anregender Weise behandelt wurden und Gelegenheit zur Aus­sprache und zum Erfahrungsaustausch boten.

** Männer-Turnverein. Die diesjäh­rige Mitgliederversammlung des Männer-Turn­vereins wies einen recht guten Besuch auf. Zu­nächst berichtete der erste Sprecher über die Dereinstätigkeit im allgemeinen, während der Oberturnwart über die gesamte turnerische Tätig­keit und die einzelnen Fachwarte über die von ihnen geführten Abteilungen berichteten. Im ver­flossenen Dercinsjahre nahmen die Turnerinnen und Turner des Mtv. an 21 Veranstaltungen teil und brachten insgesamt 286 Siege heim, darunter vier Kreismeisterschaften und mehrere wertvolle Wanderpreise. Der auf dem Feldbergfest er­rungene Brunhilde- und der Emanuel-Schmud- schild wurden erfolgreich verteidigt. Das am 22. und 23. August 1931 von dem Mtv. in Giehen erstmalig veranstaltete kreisoffene volkstümliche Turnen fand großen Anklang. Es soll in diesem Jahre wiederum abgehalten werden, und zwar am 11. September. In allen Abteilungen wurde fleißig gearbeitet und allen Tümern und Turne­rinnen, sowie den Abteilungsleitern der Dank des Vereins ausgesprochen. Die Kassenverhältnisse waren im Hinblick auf die wirtschaftliche Rotlage vieler Mitglieder befriedigend. Bei der Reuwahl des Vorstandes und des Tumrates wurden ge­wählt: 1. Sprecher Gg. Kling, 1. Schriftführer C. L a n g, Rechner Gg. Dreher, 2. Sprecher W. Georg, 2. Schriftführer H. Dechert, Oberturn­wart K. Hußke, 1. Tumwart H. Zammert, 2. Tumwart H. M e y e r, Gegenrechner und Spiel- Wart P. R i t s e r t, Sportwart L. M a l k o m c sius, Fechtwart E. r ck, Schwimmwart H. Schorkopf, Wanderwart L. T h ö t, Zeugwart Ehr. Bingmer, Beisitzer H. D a u m a n n, Gg. Bidelhaupt, W. Gerhard und K. S t r a d. Rachdem noch über die Vorbereitungen zum dies­jährigen Gautumen, das voraussichtlich am 3.Juli in Giehen stattfindet, berichtet und verschiedene Vereinsangelegenheiten besprochen worden waren, schloß der 1. Sprecher mit einemGut Heil" auf den Mtv. die Versammlung.

Wirischast.

OerneueLeitef-eöNorddeutschenLloyd

Bremen, 12. Mai. (WTB.) Der Rord- deutsche Lloyd, Bremen, teilt mit, dah Ge­heimrat Dr. Albert, Reichsminister a. D., in Berlin in den Vorstand berufen worden ist und dessen Vorsitz übernehmen wird. Dr. Qflbert wird am 1. Juni 1932 seine Tätigkeit aufnehmen und in der Hauptsache die Finanzangelegenheiten und die damit zusammenhängenden Geschäfte bear­beiten.

Minister a. D. Albert stammt aus Magde­burg. Don 1918 bis 1919 war er Präsident des Reichsamtes zur Verwertung der nach der De­mobilisierung freigewordenen Heeresgüter. Don 1919 bis 1921 hatte er den Posten des Chess der Reichskanzlei inne und vom Rovember 1922 bis 1923 war er Reichsschahminister und Reichs- kommissor für den Wiederaufbau im Kabinett Cuno. Jrn Jahre 1924 nahm er seine Anwalts- Praxis wieder auf.

Oiskontermäßigung in England.

London, 12. Mai. (WTB.) Die B a n k v o n England hat ihren Diskontsatz heute um 0,5 Prozent von 3 a u f 2,5 Prozent herab­gesetzt. Der Satz von 3 Prozent war seit dem 21. April 1932 in Kraft.

Berlin widerstandsfähig.

Berlin, 13. Mai. (WTB. Funkspruch.) Trotz der durch den Rücktritt Groeners als Reichs- wehrminifter geschaffenen innerpolitischen Unsicher­heit war die Anfangstendenz als relativ wider- standsfähig zu bezeichnen. Abschläge von mehr als 1 Proz. waren nur selten, trotzdem die schwache Veranlagung der gestrigen Reuyorker Börse leicht verstimmte. Es gelangten aber im Hinblick auf die bevorstehenden Feiertage nur einige kleinere Reali­sationen zur Ausführung. Die anhaltenden Käufe in Spezialwerten boten dagegen der Allgemeintendenz eine gute Stutze. Berger, Dort­munder Union, Ilse Bergbau, Kalichemie, (Elettriji- tätswerk Schlesien und Gesfürel gewannen etwa 2 Prozent. Anderseits waren Chadeaktien, wohl im Einklang mit dem Auslande, 2K Mark schwächer, Svenska gaben anfangs 7i Mark und unmittelbar darauf erneut Vi Mark nach. Hansadamps erschienen mit Minus-Minus-Zeichen und wurden später zwei Prozent niedriger festgesetzt. Harpener lagen zwar anfangs nur knapp behauptet, wurden aber kurz nach der Eröffnung lebhaft gefragt, wobei man auf Meldungen über bessere Kohlen.' und Eisengewin- nung im Ruhrbezirk verwies und von Fusionsab- sichten zwischen Harpener und Rhein. Braunkohlen sprach: die letzte Vermutung läßt sich im Augenblick noch nicht nachprüfen. Jedenfalls zogen Harpener im Verlaufe um mehr als 2 Prozent an. Davon ver­mochten auch die übrigen Montane zu profitieren. Im übrigen war die Tendenz nicht ganz ein- h e i 11 i ch. Dos Geschäft war weiter äußerst klein. Eharlottenburg-Wasser tendierten heute exklusive Di­vidende.

Deutsche Anleihen waren zeitweilig etwas freundlicher, unterlagen jedoch mehrfachen Schwan­kungen. Der Rentenmarkt lag bei kleinem Geschäft eher etwas schwächer. Reichsschuldbuchforderungen waren bis zu % Prozent gedrückt. Von Ausländern waren Ungarn, Rumänen und Anatolier teilweise etwas schwächer.

Am Geldmarkt war angesichts des bevor­stehenden Medio eine Versteifung festzustellen. Tagesgeld zog auf 5% bis 6% Prozent an, Mo- natsgeld blieb mit 6 bis 8 Prozent nominell un- verändert.

Sranffurf gui behauptet.

Frankfurt a.M.. 13. Mai. (WTB. Draht­meldung.) Am letzten Börsentag vor der Anter» brechung des Derkehrs durch die Feiertage dnt- widelte sich nur geringes Geschäft, da auch die Spekulation in Anbetracht der unklaren innerpolitischen Situation, die durch den Rück- tritt Groeners als Wehrminister geschaffen würd'', weitere Zurüdhaltung bekundete und offerf chtlich vermied, Rcuengag?ments einzugch?n. Trotz der schwachen Reuyorker Börse tendierten die Kurse gut behauptet, da von der Kund­schaft keine Abgaben vorgenommen wurden und die feste Veranlagung einiger Montanaktien der Börse Anterstühung bo^ Dom Rheinland lagen einige Kauforders, Gelsenkirchen, Buderus, Har- pener und Mannesmann, vor, so daß für diese Werte Erhöhungen bis zu 1 Prozent eintraten, während die Aktien der Dtahlvereinsgruppe ver­nachlässigt und nur gut behauptet waren. Von Braunkohlenwerten gewannen Ilse Bergbau 3 Prozent, Rheinische Braunkohlen lagen unver­ändert. Kali Westeregeln zogen um Bruchteile eines Prozentes 'an. IG. eröffneten mit 93.25 Prozent gegen die Abendbörse unverändert und

wiesen auch im Verlause keine wesentliche Ver­änderung auf. Am Elektromarkt lagen Gesfürel 1.5 Prozent höher, während im übrigen die Kurse behauptet waren. Von Schiffahrtsaktien zogen Hapag leicht an. Etwas niedriger setzten Deutsche Erdöl. Aku und Zellstoff Aschaffenburg ein, doch hielten sich die Rüdgänge im Rahmen bis zu 1 Prozent. Reichsbankanteile waren vernachläs­sigt und nur knapp gehalten.

Deutsche Anleihen tendierten uneinheitlich. Altbesitz gingen um weitere 0,25 Prozent zurück, wogegen Reubesih 1 R Prozent anzogen. Von Auslandrenten gaben Anatolier 0,5 Prozent nach. Gold- und Liguidationspfandbriefe. sowie Reichs- schuldbuchforderungen lagen bei stillem Geschäft behauptet.

Im Verlaufe hielt das Interesse für Kohlen- toerte unter Bevorzugung von Harpener mit plus 2 Prozent an, auch Rheinische Braunkohlen lagen später 3 Prozent höher. Die übrigen Kurse blie­ben auf dem Anfangsniveau behauptet, nur IG. zogen etwa 1 Prozent an. Von Anleihen konnten sich Altbesih wieder auf dem gestrigen Stand behaupten. Der Schluß der Börse brachte für alle Kurse Besserungen, und die Hauptwerte schlossen auf Höchststand. Am Geldmarkt zeigte sich einige Medionachsrage, so daß der Sah für Tagcsgeld um 0,25 Prozent auf 4,25 Prozent er­höht wurde.

Schwcilicrnarkt in Grünberg

Grünberg, 12. Mai. Der heutige Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von 530 Ferkeln. Folgende Preise wurden erzielt: Ferkel bis 6 Wochen alt 13 bis 15 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 17 bis 20 Mark, 8 bis 13 Wochen alt 22 bis 25 Mark. Es verblieb geringer Aeberstand.

Oberheffen.

Gemeinderat in Laubach.

Laubach, 12. Mai. In der jüngsten G e- meinderatssitzung erstatteten Bürger­meister H ö a y und Gemeinderatsmitglicd Dr. Roßbach über die wegen der Erhaltung unserer Realschule mit dem Hessischen Ministerium für Kultus und Dildungswesen statt­gehabte Unterredung eingehenden Bericht. Ein Abbau der Realschule ist nicht zu be­fürchten, und falls die Schülerzahl sich in den nächsten Jahren erhöht, wird die zur Zeit ge­schlossene Untersekunda wieder eingerichtet. Wei­ter nahm der Gemeinderat von der vorgelegten Aebersicht über die wirklichen Einnahmen und Ausgaben der Realschule für das Schuljahr 1931 Kenntnis, wonach die Stadt Laubach im abge­laufenen Jahre nur einen Zuschuß in Höhe von 1390 Mark au leisten hatte, obwohl im Vor­anschlag fast oer doppelte Betrag vorgesehen war. Der Gemeinderat bewilligte 500 Mark für den Anterstühungsfonds der Realschule: außerdem hat auch die Vereinigung ehemaliger Laubacher Gym­nasiasten zu diesem Fonds einen namhaften Be­trag zur Verfügung gestellt. Die Vorschlagsliste für die ganzen und halben Freistellen wurde ge­prüft und genehmigt.

Lanvkreis Gießen.

* Leihgestern, 12. Mai. Einem Wunsche der hiesigen Erwerbslosen entgegenkommend, hielt Lehrer K r a u s ch, Giehen, als Vertreter des Jungdeutschen Ordens hier einen Vortrag über den freiwilligen Arbeitsdienst. Es waren etwa 70 meist jüngere Erwerbslose er­schienen, denen der Vortragende in klarer Weise den Sinn und Zwed des freiwilligen Arbeits­dienstes erläuterte, wobei er besonderen Rach- druck auf die arbeitspädagogischen und ethischen Werte dieses Dienstes in der Gemeinschaft und für dieselbe legte. Er zeigte dabei, wieNehr leider noch einengende Bestimmungen viele Ar­beitswillige zunächst ausschließen, wie notwendig darum auch die allgemein zu erhebende Forde­rung ist, daß zum mindesten für alle Jugendlichen hier der Weg freigemacht wird. In der Aus­sprache ging der Redner noch näher auf die Rot­wendigkeit einer umfassenden Siedlungs­bewegung ein. Auf eine Frage des Redners, wer von den Anwesenden sich positiv für den Gedanken des freiwilligen Arbeitsdienstes ein* stelle, gaben alle ihre Zustimmung. Leider schei­det von den Arbeitswilligen zunächst eine große Zahl aus, so dah sich am Schlüsse 25 melden konnten, bei denen wohl die Zulassung zum Dienst möglich ist. Man hofft, dah bald mit der Ge­meinde Leihgestern und dem Forstamt Schiffen­berg eine Arbeit für diesen Dienst gefunden wer­den kann.

# Rieder-Bessingen, 12. Mai. Dieser Tage feierten die Eheleute Konrad Drück und

Frau Katharine, geb. Samer, das Fest der gol­denen Hochzeit. Die Ehegatten stehen im 81. Lebensjahr und erfreuen sich noch recht guter Gesundheit. Der Jubilar war nahezu 40 Jahre Kreisstrahenwart. Es fand unter Anteilnahme der ganzen Gemeinde eine kirchliche Feier statt, in der Stiftspfarrer Draudt (Lich) erhebende Worte sprach. Der Gemischte Ehor ehrte in der Feier das Paar mit dem Dachschen Ehoral »Be­fiehl du deine Wege".

Amtsgericht Gießen.

In drei Fällen soll sich ein Landwirt und Schäfereibesiher in einem Rachbarorte gegen ge­setzliche Bestimmungen zur Abwehr von Vieh­seuchen vergangen haben. Zunächst hat er nach der Anklage der zuständigen Behörde von An­zeichen, die einen späteren auch amtlich fest- gestellten Ausbruch der Maul- und Klauenseuche unter seiner Herde schon stark vermuten liehen, keinerlei Kenntnis gegeben: dann hat er in seinem wegen Seuchengefahr amtlich gesperrten Stall noch ein Stück Vieh einstellen lassen und schlieh­lich am 6. Januar einen Transport Schafe nach Giehen getrieben und dort auf die Dahn nach Frankfurt verladen, ohne jede Untersuchung und ohne behördliche Genehmigung. In den beiden ersten Fällen erfolgte Freis p^xcchung, im letzten "Verurteilung des Angeklagte zu einer Geldstrafe von 20 Mark. Seine Schutz­behauptung ging im ersten Falle dahin, er sei in den einschlägigen Dingen durchaus Laie und mit den Vorerscheinungen der Seuche, die er in seiner Landwirtschaft und unter seiner Herde noch nie erlebt habe, keineswegs vertraut. Die Behauptungen »konnten ihm nicht widerlegt wer­den. Die Zeugen sprachen zu seinen Gunsten. Im zweiten Falle war der Angeklagte, wie ein­wandfrei festgestellt wurde, zur Zeit der Einstel­lung des Viehs in Frankfurt a. M. abwesend, und von der nach seiner Abreise stattgehabten amtlichen Sperre seines Stalles wuhte er nichts, konnte demnach auch nicht für die verbotswidrige Einstellung des Viehs verantwortlich gemacht werden. Der Viehtransport vom 6. Januar, so wie geschehen, war unzulässig. Der Angeklagte berief sich auf eine allgemeine behördliche Er­mächtigung, die aber, wie die Beweisaufnahme ergab, niemals stattgefunden hat. Die Seuchen­gefahr rechtferttgt die Höhe der Strafe.

Eine Frau gewährte einem Dekorateur für einige Monate Kost und Logis. Sie hielt ihn auf Grund seiner Angaben für einen reellen Men­schen. der zahlungsfähig und zahlungswillig sei, täuschte sich aber. Der Angeklagte hatte eS. mochte er auch anfangs Zahlungen zuweilen leisten, von vornherein darauf abgesehen, die Frau zu be­trügen. Insbesondere ließ sie sich dadurch irre- führen, daß der Angeklagte wahrheitswidrig ver­sicherte, er erhalte seinen Lohn monatlich und zahle auch monatlich. In Wahrheit erhielt er aber den Lohn wöchentlich und verausgabte ihn gleich für andere Dinge, als zur Tilgung seiner auf etwa 100 Mark angelaufenen Schuld bei seiner leichtgläubigen Vermieterin. Mildernde Umstände wurden ihm versagt, insbesondere um deswillen, weil Logisgeber, die oft ausschließlich auf derartige Einnahmequellen angewiesen sind, vor derartigen unlauteren Elementen geschützt werden müssen. Strafe: 2 Wochen Gefäng­nis.

In der Kläranlage war scharf geschossen wor­den. Eine Zeuge erklärte, eine Kugel sei ihm am Kopf vorbeigeflogen. Der Schütze war nicht feft* zustellen. Es ergab sich aber, daß der Angeklagte ein Flobertgewehr, Kaliber 9 Millimeter, mit gezogenem Lauf bei sich trug. Er hielt sich für straflos, weil er nur auf dem Wege gewesen fei. einem nahe wohnenden Bekannten die Dchieß- toaffe zu zeigen. Dies mag richtig gewesen sein, vermochte ihn aber auf Grund des klaren Wort­lautes des Gesetzes vom 12. April 1928 über Schußwaffen und Munition vor Strafe (2 0 Mark) nicht zu schützen.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Stammtisch § 11. Die BezeichnungKapellmeister" kann jedermann führen, der eine Kapelle leitet. Da­gegen ist die BezeichnungMusikmeister" oderOber­musikmeister" ein Amtstitel, der nur von solchen Personen geführt werden darf, die ihre Prüfung auf der Hochschule für Musik abgelegt haben uno vom Reichswehrministerium zum Musikmeister bzw. Obermusikmeister ernannt worden sind. Die miß­bräuchliche Führung dieser Titel ist strafbar.

$. £)., Gießen. Als Unterhaltungskosten für Dienst­hunde werden gewährt: Bei der Polizei ein Futter- geld von 200 Mark pro Jahr, bei der Reichswehr reine Derpflegungskosten von 35 Pfennig pro Tag.

BJ. B Allen-Vufeck. Leider konnten wir eine Adresse der von Ihnen gewünschten Art nicht er­mitteln.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. AI.

Berlin

Gchluß-s Iure \

1-Uhr- Kurs

Schluß- kurs

Anfang« Kurs

Datum

12.5.

13.5

12 5.

13.5.

6% Deutsche Reichsanlethe v. 192'-

_

57,75

7% Deutsche Reichsanleihe 6.1925

65,5

65,5

6%% Doung-Anleihe Don zggy . Deutsche Anl.-Ablül.-Schuld

53,5

54.5

AuSIos.-Rcchten.......

43

42.75

42.9

42-75

TeSgl. ohne AuSlos.-Rechie . . . 8% Hell. Bolltstaal von 1929

3,25

3,4

3,25

3,3

sruckzahlb. 102%).....

Oberhellen Provinz-Anleihe mit

50,5

Auslos.-Rechten......

Deutsche Komm. Sammelabl.

34

Anleihe Serie I......

8% Franks. Hhp.-Bank Goldpse

39,65

39,4

1-

15 unkündbar bi- 1935 . . .

7% Franks. Hyp.-Bank Soldpse unkündbar bti 1936 Serie 16

47i% Franks. Hyp.-Bank Clqu

73

72,4

Pfandbriefe........

171% Rbe'ntsche Hyp.-Bank-Liqu

78,5,

Goldpse..........

8% Br. LandeSpsondbrkesanstal

77,5

Pfandbriefe R. 19.....

?% Pr. LandeSpsandbriesanstal

73

73,25

Pfandbriefe $R. 10 .

4% Oeslerreichische Golbrente .

-

8,25

4,20% Oelterretchtschr Sllberrenl

-

1,05

_

«% Ungarische Goldrenle . . .

5,2

5,3

_

4% Ungarische StaatSrentev. 191

5,2

_

47i% desgl. von 1013 ....

_

4,9

_

6% abfieft. Goldmexikaner von 9

5,6

._____

4% Türkische Zollanlcche von 191

4% Türkische Bagdadbahn-Anleih

2'1

2,2

Serie I..........

_

_

_

0.»

4% besgl. Serie II......

_

_

2,2

2,2

5% Miimän. vereinh.Rente v. 190'

_

_

4,7

4.5

4^%Rumän.vereinh.Renlev.iSU

__

_

8,25

4% Rumänische veretnh. Rente

4

3.85

_

8^'.Anatolier......

14,5

14,2

Fronliuri a. 2)1.

Berlin

ischluß- lure

1-Uhr- Kurs

Echluß- lur"

Anfang» Kurs

Datum

12.S.

13.5

12-5

13.5.

Vamvurg.Amerikal'olei . .

. t

12.75

12,5

12-5

Hamburg-Südam. Tampsschif

. n

40

40,13

Hansa Dampfschiff ....

. 0

-

-

Norddeutscher Lloyd ....

. 6

13.4

13.5

A.G. für Berkebrrwesen Akt.

33

32.5

Berliner Hanbelsgelellschaft .

8

83.25

83

Commerz- und Privat-Bank .

7

18.75

Darmstädter und Pationalbonl 8

20,5

20.5

Deutsche Bank und

Dlsconlo-GeseUschast. . .

6

36,25

36.25

Dresdner Bank ......

6

20,5

20,5

Reichsbank........

12

115,5

116

115

A.E.G...........

. 7

25,25

25

25

Bergmann........

Eleklr. Lieferungrgelellschaft.

. 9

16.9

10

61

49.75

Licht und Kraft......

10

74,75

75,25

74,75

Fellen L Guilleaume. . . .

41

Hefellschast für Elektrische

Ünternehmungen ....

9

54.75

56,25

55

56.4

ndeinische Elekrrizuät . . .

. 9

72

72,13

Schuckert & Co. ......

11

57,5

57,75

57

58

Siemens & HolSke.....

14

113

113,5

113

Lohmener L Eo.......

12

82,5

-

83.5

Buderus.........

. 4

27,5

26,4

27

Deutsche Erdöl......

. 6

59,5

59.9

59.13

Gelsenkirchener......

. 8

38,9

39.5

38,75

39,75

Harpener.........

Hoesch Eisen........

Flse Bergbau.......

Klöcknerwcrke.......

. 0

43

43.25

43

. 6 10

129

27.5

126

28.13

128

. 6

--

26.5

27

Köln-Reuessen.......

67i

PlanneSmann-Röhren . . .

. 6

39.65

39.25

39.25

39

Maneselder Bergbau ....

. 0

15.5

15.5

15

Oberschles. Koktwerke . . .

. 8

34.5

35,13

Phönix Bergbau......

47i

18,75

18.5

18,75

Rheinische Braunkohl«,. . .

10

156,25

156.25

157

Rheinstahl........

. 6

40,75

40,75

Frankfurt a. 2)1.

Berlin

Schluß-,

t-vhr-

Schluß-i

Anfang-

lürs |

.«re

kurs

Kurs

Dalum

12.5.

13.5.

12.5.

135.

Rleveil Montan......

7,2

Bereinigte Stahlwerke . . .

. 4

16

16

16

15,65

Olavi Minen......16*;

-

10.4

10,25

Kaliwerke Aschersleben . . .

10

89

88

88

Kaliwerke rScstecegeln . . .

IC

98

98,5

93

97,5

Kaliwerke Salzdetiurth . . .

15

150

149

I. ®. Farben-Inbustrie . . .

12

93,25

93,25

93

93,25

Berein. chem. Industrie Frank

-

___

__

Scheioeanslalt.......

10

128,25

_

Goldschmidt........

. 0

18

18,25

RütgerSwerke.......

. 5

30.5

30,75

30,75

Melallgeiellichaft......

. 5

29,4

30

Philipp Hol,mann.....

39,5

39.5

40

40

Zementwerk Heidelberg. . ,

<

Tcmcntwerk Karlstadt. . . .

. 7

-

Wayß S Frentag . . . .

. 0

-

-

Schulldeis Popenhoscr . . .

15

58,13

58,25

Aku (LUIge meine Kunstseide)

0

41

40.25

41

40,75

Bemberg.........

0

-

40.5

39,5

Zellstoff Waldbof.....

12

31

30,5

Zellstoff Aschaffenburg . . .

6

23

22

23

22.5

Dessauer Gas.......

. 9

90,75

90.65

Daimler Motoren.....

. 0

-

12

11 ,9

Deutsche Linoleum ....

. k>

36,13

-

36

35,9

Orenstein & Koppel ....

. 0

-

24,5

23,5

Leonhard Tietz......

. 8

57,5

Svenska.........

15

11

10.25

Cbade .........

205,25

203

Frankfurter Maschinen . . .

. 0

-

Gritzner.........

. C

Mainkraftwerke Höchsl a.M..

. 6

Süddeutscher Zucker ....

10

96,65

96.75

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 217.

12.Mal

13.Mai

«miliche «eld

Dotierung

I 2rtek

Amtliche Selb

Kotierung Sries

Helsingsor» .

7.133

7.147

7,133

7.147

Wien. . . .

51 .95

52,05

51,95

52.05

Prag . . .

Budapest . .

12,465

12,485

12,465

12,485

*

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3.063

Holland . .

170,78

171,12

170,78

171,12

Oslo. . . .

77,92

78,08

77,42

77.58

Kopenhag«.

84,52

84,68

84,17

84.33

Stockholm .

78,12

78,28

78,22

78,38

London. . .

15.45

15.49

15.38

15.42

Bueno» Aires

1,018

1.022

1,018

1,022

Reuyvrk . .

4.209

4.217

4,209

4.217

Brüssel. . .

59.14

59,26

59,14

59,26

Ftollen. . .

21 .69

21,73

21.38

21,72

Paris . . .

16.605

16.645

16,605

16.645

Schweiz . .

82,27

82.43

82,27

82.43

Spanien . .

34.12

34.18

34,37

34,43

Danzig. . .

82.62

82.78

82,62

82.78

Japan . . . Rio dr Fan..

1,369

1,371

1,339

1,341

0.314

0,316

0,314

0.316

Jugoslawien. Lissabon . .

7.423

7.437

7.423

7.437

14.09

14,11

14,09

14,11

Banknoten.

Serlin, 12.Mai

Geld

irlef

Amerikanische Noten .......

4,20

58,98

4,22

59,22

Belgische Noten.........

Dänische Noten .........

84,33

15,41

84.67

15.47

Englische Noten .........

Französische 9!ölen ........

16,57

16,63

171,09

Holländische Note»........

170,41

Italienische Noten........

21,76

77.74

21,84

78,06

Norwegische Noten........

Deutsch-Oesterreich, * 1OO Schilling

Rumänische Noten........

2,49

77,94

82.09

33,98

2,51 78,26 82,41 34,13

Schwedische Noten........

Schweizer Noten. ........

Spanische Noten. ........

Ungarische Note» ........

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Ktiwetb;« Einheitswert beim

\W °ud)JEat= Mund, und zu ermitteln unb Festsetzung der auch für diese Sie legung der t Ersatz für die be früher den emzeli sind. Mit dem A i legunassrist, 14.

als erfolgt, gerab Steuerpflichtigen weribefcheid M Tage beginnt i Einfpruchsf einen Monat uni 1932.

Die Einheiten vermögen werde über wird den Ä heitswertbescheid lauft dann die ei

Nach dem Rei wertendes Derm liche und unt AbzugderEi mögensarten: 1. liches und gärhu mögen, 3. Grünt Jede wirtschaftlich und ihr Wert i i wirtschaftliche Einl schallungen des 3 iMchr ®wjotjnty die HvMchimM gehvriM oder' stände ui derücks rerer Qegenftän anderen Ehezatt Einheit ist mögt hier sollen z: unter 1 und 3 c Betrachtung unfi als landwi unfertigen alle die dauernd eine schließlich der Fi und Boden Gel triebsmittel, Ne 3hre Bewertunc wert. Zur Eich' Deutschlands un werden bestimm betriebe, na durch einen Bern , landwirtschaftlich

Feststellung des wertklassen s «"gereiht, wobei die Einreibung ei "der Zugänge ai , Der für einen efeenbe Wert da , iragswert. der üt i "Seben würde J : M- über c

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