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12. Mai. Archiv er-Ingelheim, btt DirllchaslSparlei, aber 1931 crllärk ann a.D. Das­chuh:Das sollen >cn Partei herum- Wahlvorschlag der icn" Diesem 2n- m des Ausschulles imä bei In dieser >tDol>l eine Heüs- einen Schlag i> aUiv betä- cbM. Tot dem mit aller Schälte IsvziMen genom- xng der Landlags- egrünbei, bah zvn- sozialistischen lles eine dritte n Bürgertums i auf Grund seiner jrung hat. M6ab< prälibtntcn, ob bie er rückläufigen Ent- ei in Preuhen ihre ortet:Es geht h'» i, foubem um ba8 erührt der Hmtoe's ahlen. Diele -osten Maning^

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Diätenzah lungen für mehrere Mo­nate an bie für ungültig erklärten LandtagS- abgeorbneten fast gänzlich aufgehoben Da ich mich persönlich für bie Neuwahl mitverantwort­lich fühle, so werbe ich unter völliger Hintan­setzung meiner Person an bie Führer bet übri­gen bürgerlichen Parteien zwecks Bildung einer bürgerlichenSinheit-front mit konkreten Vorschlägen herantreten QLn diesen Par­teien liegt es bann, ob sie gewillt sind, zu be­weisen, daß sie das Gebot der Stunde erkannt haben, ober ob sie in gegenseitiger Zerfleischung ihrem wohlverdienten Schicksal entgegengehc. wollen

LindberghsKind tot aufgesunden Vermutlich schon in der Rächt des Randes gestorben.

Irenlon (Neu-Jersey), 12.Mai. (1DIB ) Gou­verneur Moore gab bekannt, daß da» Klub Lindbergh» lot aofgefonden worben ist. Die Leiche be» Linbbergh-Daby» ist in Ropewell in der Nähe der Villa Lindbergh» auf­

gefunden worben. Die Leiche würbe von einem Neger entdeckt. hl» er auf seinem Lastwagen auf der Strafte entlang fuhr, bemerkte er etwa drei Kilometer 00m banse Lindbergh» entfernt am Slra- ßrnranb einen Kinderfoft aus einem Haufen heran» ragen. (£r benachrichtigte sofort die Volizei, die die stark in Verwesung übergegangene Leiche an den Resten der ftlelb u n g als die des Lindbergh- Bc s feilffeflte. Jlad) der gerichtsärzllichen Unter- fucfning ist da» Lindbergh-Baby infolge eine» komplizierte» Schädelbruche» gestor­ben. irntgegen den ursprünglichen Vermutungen wird erklärt, duft von einer Kugel oder einem In­strument, mit dem ein Schlag ausgeführt worden fein könnte, nicht» zu entdecken gewesen sei. Nach dem Urteil erfahrener Verzte muft das Kind seit zwei Monaten an Ort und Stelle ge­legen haben. Cs ist daher durchaus möglich, baß sein lob bereit» in berfelben Nacht er­folgt ist, in be r e» geraubt wurde. Die Volizei Hal eine bestimmte Verbrechergruppe Im Verdacht, bie sie nun rlicksicht» l 0 » ver­folgen will.

Die Beisetzung des Präsidenten Dvumer.

Lebhafte Anteilnahme der Bevölkerung von Paris.

Pari-, 12.Mai. sENB.) Um dem von Mör­derhand gefallenen Präsidenten Paul Do um er die letzte Ehre zu erweisen, hatten sich Hun­derttaufende in den Straften ver­sammelt. durch die der Trauerzug sich bewegte: vor der Notre-Darne-Kirchc stand eine unübersehbare Menge. Am Pantheon, vor dem der mit der Trikolore verhängte Katafalk steht, nicht minder an den Fenstern und auf den Balkonen ein riesenhaftes Gewimmel. Schwarz umflorte Fahnen überall dort, wo der Zug vor- überfommt. DaS auftervrdentlich starke Polizei- ausgebot und der strenge Absperrungsdienst kön­nen die Menge kaum in Schach halten. Der Auf­marsch der Frontkämpfervereinigungen und der Truppen mit ihren Fahnen und Standarten bringt in das vom regengrauen Himmel beschattete Bild einen lebhafteren Ton. Ganz Paris ist auf den Beinen. tieberall in den Straften sind Laut­sprecher angebracht, die geistliche Musik ver­breiten. Gruppen von Pfadfindern bilden auf dem Wege Spalier. Wo der Trauerzug vorüber­kommt, nehmen die Männer den Hut ab, die Frauen bekreuzigen sich, die Glocken läuten. Die mit schwarzem Flor verhängten Straften la fernen sind angezundet. Die Menge ist so dicht, daft sich ein Teil der Zuschauer auf die Dächer und Bäume begeben hat, um so den Zug zu sehen.

Da« Ginganasporkal des SchlosseS Elhsee war ganz in Schwarz gehüllt und vor bem Tor prangten in großen Buchstaben die Initialen dcS Staatspräsidenten P. D. 3n ununterbrochener Reihenfolge trafen Kränze und Blumen ein, so daft drei große Wagen schließlich unter ihren Massen verschwanden, tim 7.30 tihr erschien alS e,ner der ersten der Kammerpräsident B 0 u i f « s 0 n, von einer Gskorte berittener Truppen be­gleitet. Hintereinander folgten dann die Ver­treter der ausländischen Mächte, der König von Belgien, der Prinz von WaleS, Prinz Paul von Serbien, der Herzog von Aosta, die Mitalieder der Regierung, das Diploma­tische KorpS usw.

Punkt 8 tihr wurde der Sarg aus der Kapelle unter dem Emgangsportal getragen, während die auf dem Schlofthof ausgestellte Ehrengarde prä­sentierte. Nachdem der Sarg, der ganz in eine Trikolore gehüllt ist, in den Leichenwagen ge­tragen war, setzte sich der Zug in Be­wegung. Hinter sechs hohen Würdenträgern, die die Ordenskisfen des Derstorbenen trugen, folgten vier Krankenschwestern, die den verstor­benen Staatspräsidenten während der wenigen Stunden im Krankenhaus gepflegt haben. Danach schritten die nächsten Familienangehörigen und persönlichen Freunde Doumers, die Mitglieder der Zivil- und Militärbureaus des Präsidenten, der neue Präsident der Republik Le­brun, die Vertreter der ausländischen Mächte, der Vizepräsident deS Senats und der Präsident der Kammer, die Mitglieder der Regierung, das Diplomatische Korps, die ausländischen Vereini­gungen und schließlich die Vertreter der Pariser Behörden und der tiniversität.

In der Notre - Dame - Kirche las der Generalvikar von Paris. Monsignore D e l a b a r, die Wesse unb der Erzbischof von Pari-, Kardinal Der vier, erteilte die Absolution. Auf dem Platze vor der Kirche bildete sich darauf wieder der Traucrzug in der früheren Reihenfolge und bewegte sich auf den Platz vor dem Phan- t h e 0 n, wo Tribünen errichtet waren. Der Ka­tafalk auf dem Pantheon-Platz ist von zwei um­florten Kandelabern flankiert. Ministerpräsident T a r d i e u hielt dort die Gedenkrede, die durch Lautsprecher auf zahlreiche Plätze von Paris und gleichzeitig auch durch alle französischen Sender verbreitet wurde. Rach der Rede begann der Vorbeimarsch der Truppen mit ihren Fahnen. Der König der Belgier, der Prinz von Wales und die Vertreter der fremden Staatsober­häupter verließen mit dem Präsidenten der Re­publik den Platz vor dem Pantheon. Darauf wurde der 6arg auf einen Automobilleichenwagen ge­hoben und nach dem Daugirard-Friedhof über­geführt, wo die Beisetzung erfolgte.

Aus aller Well.

Bunbeslagung des BOB.

Die zweitägige Dundeslagung des Deutschen Dffl- zierbundes wurde im Berliner Landwehrkafino er­öffnet. Der Bundespräsident, Exzellenz von S) u t i r r, begrüßte die aus allen Teilen des Reichs erschienenen Vertreter der Landesverbände und Ortsgruppen. Eine Entschließung wurde gefaßt, in der es heißt:Die Rot des Vaterlandes kann nur behoben werden, wenn die sittliche Erneue­rung der deutschen Volksseele im Sinne der Tu­genden des alten taijcrlidKn Deutichlands und seiner unvergleichlichen Wehrmacht weitere Fortschritte macht. Rur ein im nationalen und christlichen Weifte geeintes Deutschland wird dem feindlichen 'Auslande gegenüber den Willen und die Straft aufbringen, die Revision der entwürdigenden Bestimmungen des Schanddiktats von Versailles zu erzwingen." Zn der Aussprache wurde vor allem auf die Notwendigkeit hingewiesen, daß die Bundesmitgliedcr nur beut- ' ch e Waren unb deutsche Erzeugnisse in deutschen Geschäften kaufen sollten, lieber die Arbeitsbeschaffungsfrage sprach ©encrnlmaior Faupel, der sich dieser Ausgabe werbend und för dernd widmet. Oberleutnant a. D. Fürstner sprach über die Frage, in welcher Weise die Heranwachsende Jugend am besten im altpreußischen Keifte ertüch tigt werden könne.

350-Jaftr-Jeter der Universität IDünburg.

Würzburg steht im Zeichen des 350. otiftungS- teftes seiner tiniversität. Im frühlingsbräutlichen Festgewand, das die Natur der von ihr sichtlich bevorzugten Frankenmetropole angelegt hat, und in reichem Fahnenschmuck, jedoch nicht bei bestem Wetter, empfing die Stadt die zahlreichen Gäste von nah und fern. Es befanden sich unter ihnen Kronprinz Rupprecht von Bayern, Ministerpräfident Dr. Held. Dr. Eckener. Geheimrat Exzellenz Dr. v. Miller u. a. Ein- gcleitct wurden die Festlichkeiten durch die lieber» nähme des von Geheimrat Otto Richter gestifteten IünglingSstandbildes in der Vorhatte des neuen tiniversitätsgebäudes Der Rektor Magn. Prof. Dr. Flury übernahm das Denkmal aus Erz, das ein Symbol der deutschen Jugend sei in ihrem Ringen um eine belfere Zukunft. An das im dicht- aefüllten. mit frischem Grün und den Fahnen der Studentenkorporationen geschmückten Huttensaal gehaltene Festkonzert schloß sich unmittel­bar der Begrüftungsavcnd. Rektor Prof. Dr. Flury entbot den Anwesenden den herzlichen Willkommengruß der tiniversität, besonders den Ehrengästen und den auswärtigen Kollegen. Aus der Fülle der Glückwunschtelegramme sehe man, daß die tiniversität wie ein gemeinsames Band alle Völker umspanne, daß der Reichtum ihrer Wissenschaft jedem Menschen gehöre.

Festgottesdienste leiteten den Hauptsest- t a g ein. Im Kaisersaal der Residenz versam­melte sich um 11 tihr eine illuftre Gesellschaft, wie sie in gleicher Zahl, Bedeutung und Inter­nationalität Wurzburg wohl noch nie in 'einen Mauern faß. Nachdem Mozartsche Weisen ver­

klungen waren, verlas der Rektor der tiniversität, Pros. Dr. Flury. dann aus der Unzahl der aus der ganzen Welt eingclaufenen Glückwünsche ein Handschreiben des Reichspräsi­denten v. Hindenburg und huldigte dem Gründer der tiniversität. Julius Echter von Mespelbrunn, Fürstbischof von Würz­burg. dem bayerischen Herrscherhaus und tun: neuen bayerischen Regierung als den Schirm­herren der Universität. Kultusminister Dr. (Sel­ben be rge r überbrachte die herzlichsten Glück­wünsche der bayerischen Staatsregierung. Weitere Glückwunschansprachen hielten der Oberbürger­meister der Stadt Würzburg, Dr. Lössler, der als Iubiläumsgabe eine goldene Schaumünze aus der Zeit Julius Echters überreichte, der Rektor der tiniversität München, ferner Vertreter der Universitäten der Schweiz. Hollands, Irlands, der Eolumbia-tiniversität in Neuyork. der Wa­shingtoner Universität und der Londoner Aka­demie. 3m weiteren Verlaus der Feier wurde eine große Anzahl von Ehrungen bekannt- gegeben.

Uniocrfitäfsbranb in Valencia.

Zn Valencia ist die Universität in Brand ge­raten. Die Feuerwehr arbeitet ohne Unterlaß, wobei sie von der Bevölkerung unterstützt wird. Zahlreiche Studenten versuchen unter Äbensgesahr wert­volle Manuskripte der Universitäts- b i b 1 i 0 t h e k zu reiten. Leider hat das Feuer trotz aller Bemühungen allmählich an Ausdehnung zu- genommen. Außerdem ist Wassermangel ein- getreten, lieber die Ursache der Feuersbrunst ist nichts bekannt.

Wettervoraussage.

Obwohl sich das Tief nur langsam ostwärts be- wegt, gelangen doch an feiner cübtete fortgesetzt Staffeln warmer Luft zum Dordringen, die über Deutschland hinwegziehen und die Temperaturen noch zum weiteren Steigen bringen. Dabei gestaltet sich der Witterungscharakter nicht unsreundlieh. Nur vereinzelt ist mit etwas Niederschlag zu rechnen. Sonst tritt durch den Bewölkungsrückgang Aufhei­terung ein.

Aussichten für Samstag: Warmes, wol­kiges Wetter mit Aufheiterung, nur vereinzelt ge­ringe Niederschläge

Aussichten für Sonntag: Meist trockenes, warmes, teils wolkiges, teils aufheiterndes Wetter wahrscheinlich.

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