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1927 falle fern Oahre lastung bi

Der nationalsozialistische Antrag aus Stundung

Dor20-Lahrew

mit und ohne Mundstück

WALDORF-ASTORIA CMB-H

als noch gute Zeiten waren,brauchte» man für eine Qualitäts-Zigarette nur 3-4Psi anjulegen.tlnö beute ?-9lacbbem Oberst neuerdings ihren -Preis vorw 5Psi auf Z^zPsi gesenkt bat, gibt eS wieder eine Zigarette,von 6er man sagen öarf: Friedenspreis omä) cFriedensqualität

Wmw X®.) Ser Staatssekretär ins, erklärte im Unter. 9 habe m ihrer abfchlie- der irischen Regierung Note de Baleras nur

*m Kenntnis ge- jungen der erwähnten ' utlid), bafi bie fragen nuitütennur einen iel ausgedehnte, ten. Cs gehe um nichts > um die völlige Ab- >21 getroffenen Regelung ungen. Die britische Re-

Die Iorstverwaliiing bei den Liaisberalnngen im hessischen Finanzausschuß.

der Pachten für ein Jahr bringe einen Ausfall von 1,5 Millionen.

Don nationalsozialistischer Seite wurde eine große Reihe von Anfragen gestellt, die teilweise auf dem GutachtendesReichs- sparkommissars beruhten. 1L a. erkundigte man sich, ob die kommunalen Forstwarte nicht billiger gewesen seien, warum die Försterschulen nicht aufgehoben worden seien, wie es mit dem staatlichen Splitterbesitz stehe, der veräußert wer­den soll, nach der durchschnittlichen Gröhe der Fvrstämter, ob Arbeiten von der Zentrale an die Aemter abgegeben worden seien, wieviel Hektar Land die Regiejagd ausmacht und ob die Förster auch an Sonntagen Dienst täten. Grundsätzlich wurde von dem nationalsozialistischen Vertreter anerkannt, dah der Fvrstetat sparsam ausge­stellt sei.

Don kommunistischer Seite lagen zahl­reiche Anträge vor. 11. a. soll unter Umstürzen die gesamte kommunale Forstvcrwaltung. mit Ausnahme des privaten Waldbesitzcs, vom Staat übernommen werden. Der Betrag für Holzanbau soll von 300 000 Mark auf 500 000 Mark und der Betrag für Wegebau von 116 000 auf 300 000 Mark erhöht werden.

Don sozialdemokratischer Serie wurde der Landvolkantrag abgelehnt. Anerken­nung verdiene, dah die Oberförster die Holz- verwertung mehr vom kaufmännischen Standpunkt aus vornähmen. Den nationalsozialistischen An­trag auf Pachtstundung müsse man ablehnen, da sonst die Kassenlage des Staates gefährdet werde. Man möge es daher bei der bisherigen Einzel st undung belassen.

Amerikas Vorstoß auf der Abrüstungskonferenz

Tardieu in die Abwehr gedrängt.

Genf, 12. April. (WTB.) Volkskommissar Litwinow begründete im Hauptausschuh der Abrüstungskonferenz den Vorschlag seiner. Dele­gation für eine sogenannte progressive und proportionale Abrüstung, deren Wesen darin bestehe, dah der Prozentsatz der quanti­tativen Rüstungsbeschränkung um so höher sein soll, je größer die Rüstungen des Staates sind. Entsprechend den seinerzeit eingereichten russischen Dorschlägen sollen Armeen von mehr als 200 00 0 Mann um 50 Prozent vermin- de r t werden, während Armeen unter 30 000 Mann keinerlei Verminderung unterliegen und die Herabsetzung der dazwischenliegenden Heeres- stärken sich zwischen 0 und 50 Prozent bewegen soll. Der gleiche Grundsatz, wenn auch mit an­deren Zahlen, müsse auf die See- und Luftrüstun- gcn angewandt werden. Zu dem amerikani­schen Vorschlag erklärte Litwinow, isolierte Vorschläge über die Abschaffung einer bestimmten Art von Rüstungen seien nicht dazu angetan, die Probleme zu vereinfachen.

Nach Litwinow hielt Tardieu eine längere IRebe, um die französischen Vorschläge in den Mittel- punkt der Debatte zu stellen und gleichzeitig die amerikanischen Vorschläge als u n überlegt und undurchführbar abzu- l u n. Durch eine Häufung technischer Argumente und Bedenken suchte Tardieu den Nachweis zu führen, daß es überhaupt nicht möglich sei, den Begriff der Offensiowafsen allgemeingültig fest­zulegen. Die Bestimmung der Gröhe der Waffen oder der für sie aufgebrachten Kosten sei gleichfalls unwirksam. Denn nach dem Taschen-Panzer- schiff, für das Deutschland ein Beispiel ge- geben habe, würden sinnreiche Ingenieure sicher Taschen-Flugzeuge erfinden. Tanks könnten leicht durch landwirtschaftliche Traktoren, die jeder Staat besitze, ersetzt werden. Die amerikanischen Vor­schläge griffen die Bestrebungen der Haager Vor- kriegskonferenzen wieder auf; aber über der Hu­manisierung des Krieges dürfe man die Organi­sierung des Friedens nicht vergessen.

schaffen werden müsse, die es ihnen ermöglicht, in Zukunft aus eigener Kraft zu bestehen. Der Finanzausschuß stellt fest, daß die gegenwär­tigen finanziellen Schwierigkeiten der Donaulan­der nicht im Haushalt, sondern in der Lage des internationalen Zahlungsver­kehrs und der Weltmarktpreise liege. Diese Feststellung macht es deutlich, dah es nicht in der Macht Oesterreichs, Ungarns, Bulgariens, Griechenlands oder anderer Länder liegt, durch eigene Maßnahmen Abhilfe zu schaffen, sondern daß dazu alle Länder helfen müssen, nament­lich die Gläubigerländer. Die Entwick­lung der Handelsbilanzen der europäischen Länder der letzten Sahre bestätigt diese Auffassung tn weitestem Umfang. Bei der Unterbrechung des normalen internationalen Kapitalverkehrs haben die Handelsbilanzen wichtiger Länder sich völlig verändert. Gläubigerländer, die früher aktiv waren, sind jetzt passiv geworden, und Schuldner» länder, die früher passiv waren, sind aktiv ge­worden. Mit einer Politik der Einfuhrverbote und der Kontingente wird es den Schuldner­ländern unmöglich gemacht, ihre Ver­pflichtungen zu erfüllen. Gerade in diesen Tagen, wo die Abrüstungskonferenz ihre Arbeiten wieder ausgenommen hat, ist der Hinweis des ausschusses von besonderer Bedeutung, daß aus haushälterischen Gründen die Aufwendun­gen für die Rüstungen er mäßigt toct- den müssen. Der Finanzausschuß ist betro fen uber die Höhe der Aufwendungen für nnMarisHe Zwecke und wendet sich mit einem direkten Appell an die Abrüstungskonferenz

Auf Vorschlag des norwegischen Außenministers beschloß sodann der Völkerbundsrat, daß die weitere Behandlung der Donaufragen tn Den Händen der von den vier ReMerungen rn Lon don eingesetzten R e g i e r u n g s s oich v e rftan Ligen liegen solle. Der Finanzausschuß und die

Aus aller Welt.

2Hotbanfd)lag

auf einen wiener Jlnioerfitätsprofafor.

Der Universitätsprofessor und OhrenspeziaNst Pros. Dr. Alexander wurde auf offener Straße von einem Mann durch drei Schüsse in das Herz getötet. Der Täter, ein Schneidergeselle namens Soukop, gab bei feiner Vernehmung an, dah er bereits im Jahre 1910 ein Attentat auf Prof. Alexander verübt habe. Prof. Alexander habe da- mals feine Sattelnase so ungeschickt operiert, daß er wegen seiner Häßlichkeit^k eine Stellung habe finden können. Da sein Schaden­ersatzanspruch nicht anerkannt worden sei, habe er das Attentat damals verübt. Soukop er­hielt eine Freiheitsstrafe und wurde aus Oesterreich ausgewiesen. Seitdem litt Soukop, der inzwischen zweimal im Irrenhaus war, unter der Wahnvorstel­lung, von Alexander verfolgt zu werden.

(Ein Kölner Arzt ermordet.

3n Köln war der Arzt Dr. Rubensohn vorigen Donnerstag in seiner Wohnung ermor­det auf gefunden worden. Nachdem vorüber­gehend sein Sohn als der Tat verdäch- t i g festgenommen worden war, sind jetzt als wirk­lich Täter ein 33jähriger Dreher und ein 47jäh- riger Arbeiter se st genommen worden. Der Dreher hatte einVerhältniSmit einem jun­gen Mädchen, das später die Braut des 71jährigen Arztes wurde. Durch dieses Mädchen über die häuslichen Verhältnisse des Arztes unterrichtet, beschlossen die beiden Arbei­ter einenEinbruch, der aber vereitelt wurde. Darauf ging der eine in die Sprechstunde des Arz­tes, während der andere gleichzeitig die Wohnung durchsuchen wollte. Der Arzt, der vermutlich Widerstand leistete, wurde gefesseltundge- knebelt. Es scheint, dah die Verbrecher nicht die Absicht hatten, den Arzt zu töten.

(Eine rNillionenerbschaft aus Australien.

Eine 320-Millionenerbschaft aus Australien fällt zum Teil auch nach Leipzig, wo ein Cellist Gustav Emil Schöne insgesamt vier Millionen Mar! erhalten wird. Schöne ist Feldzugteilnehmer, wohnte bis Anfang 1928 in Eilenburg und ist jetzt nach Leipzig verzogen. Es handelt sich um das Vermögen von Verwandten des Schöne, das in der Gesamtsumme von 320 Millionen in Australien zurückgelassen wurde. Schöne hat noch fünf Geschwister, die, wie die übrigen in Betracht kommenden Dcr-

ivileg der Sohne deS m 'Kamen gekommen? näheres in dem soeben zu Berlin erschien »ellan der europäischen ? Jahrhundert".

Mer die Bezeichnung z Porzellan.Tse". Der Üame leitet sich von ,dem Ferkclchcn her. Me s >re gekommen, der w '».werden? Eine schon Aneckengattung ccheU

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Genf, 12. April. (TU.) Der Völker- Lundsrat trat am Dienstag unter dem Vor­sitz des französischen Ministerpräsidenten Tar­dieu und unter Teilnahme des Staatssekretärs v. Bülow, des englischen Außenministers Sir John Simon, des italienischen Außenministers G r a n d i und des polnischen Außenministers Zaleski zu seiner außerordentlichen Tagung zur Behandlung der Donaufragen zusammen.

Der norwegische Außenminister D r a a d l a n d erstattete Bericht. Er hob hervor, daß Die vier Donauländer Oesterreich, Ungarn, GnechenlanD und Bulgarien heute nicht mehr in Der Lage seien, ihren ausländischen Ver­pflichtungen nachzukommen. Der Minister hob ferner die großen finanzteilen 2tu» stungslasten in den meisten Landern yer- g>or und wies auf die Vorschläge des Finanz­ausschusses hin, Oesterreich unverzüglich mne internationale Anleihe von 100 Mil­lionen Schilling und Griechenland von 10 Mil­lionen Dollar unter internationaler Garantie und Kontrolle des Völkerbundes zu gewahren.

Ministerpräsident Tardieu erklärte, in Lon­don sei beschlossen worden, zunächst durch offi­zielle Sachverständige der vier Regierungen V o r- lchlä ge für ein gemeinsames Vorgehen sämt­licher interessierten Mächte ausarbeiten zu las­sen. Die vier Regierungen ersuchen daher Den Dölkerbundsrat, die Mithilfe des Finanzaus­schusses und der Organe des Völkerbundes an den Arbeiten der Regierungssachverstandigen zur Verfügung zu stellen.

Staatssekretär v. B ü l o w erklärte: Sn den Londoner Besprechungen sei übereinstimmend zum Ausdruck gekommen, daß die finanziellen Maßnahmen für die notleidenden Lander im Do- nauraum nicht das e i 9 ent l ich e 3 Aktion sein sollen, sondern daß für diese Lander eine wirtschaftliche Grundlage ge­

wandten je 4 Millionen Mark erben. Ein Tcll der Erben ist seit längerer Zeit erwerbslos gewesen. Schöne war längere Zeit Hausmeist^ bei einem Arzt in Rohfell» (KreiS Torgau). Gr ist 47 Sahre alt.

Das Hälfet um das CinDberghtMbg.

Sn Greenw ich wurde eine 20-Dollar- n o te, deren Zahl bewies, dah sie zu dem von Oberst Lindbergh bezahlten Lösegeld gehörte, in einer Bäckerei der Besitzerin von einer Frau angeboten. Die Bäckercibesitzcrin erkannte die Rümmer; aber die Frau ergriff daraus die Banknote und flüchtete in einem grünen Auto, das vor der Tür gewartet hatte.

Jahresversammlung

bei Hilssverclns ber Deutschen Duben. .

Die diesjährige SahresVersammlung des Hilfs» Vereins der Deutschen Juden wurde durch seine» Präsidenten Dr. Sarnes Simon mit der Feststel­lung eröffnet, daß die WoblfahrtSarbeit des Bev- eins trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten de< abgelaufenen Sahres erfolgreich fortgeführt wurde. Einen Einblick in die mannigfaltigenTä- tigkeitsgebiete gab Generalsekretär Dr, Mark W i s ch n i tz e r. Sm Vordergrund standen zwei Aufgaben: die Auswanderer- und Sugendlüv- sorge. Sn den letzten Sahren wurde die Einwan­derung in einer Reihe von überseeischen Ländern so gut wie gesperrt. Sn den Vereinigten Staaten ist seit den Zeiten des amerikanischen Bürger­krieges das Fiskaljahr 1931 daS Sahr der ge­ringsten Einwanderung gewesen. Andererseits be­steht ein starker Drang zur Auswanderung. Auf dem Gebiete der Suaenblürforqe betätigte sich bet Hilfsverein sowohl in Deutschland, wie auch in Osteuropa und im Orient. Es wurden Kinder­gärten, Ferienkolonien, Mädchenheime. E'emen- tarschulen, Fach- und Gewerbeschulen unterstützt. Deutscher Sprachunterricht wurde gefördert.

Schachspiel gegen 120 Gegner in 14% Stunden.

Der ungarische Schachmeister, Oberregierungsrat Stephan Abonyi, hat einen neuen 'lÖcltrctnrll auf dem Gebiete des Simultan-Schachspiels erzielt, indem er sich gleichzeitig mit 120 Gegnern maß. Auch der bisherige Rekord mit 105 Gegnern war seiner. Die Austragung der Partien bauerte diesmal von Sonntag 18 Uhr bis Montag 8.30 Uhh somit mehr als 14% Stunden. Die Zahl der ge» wonnenen Partien betrug 82, während er 13 nei> lor und 25 unentschieden wurden.

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Die Donaufrage vor dem Dölkerbundsrat

Keine Lleberbrückung der Gegensätze zwischen den Großmächten. Verschiebung auf die Mai-Tagung.

Wettervoraussage.

Durch den dauernden Zustrom von Kaltluft ist der Luftdruck kräftig angeftiegen, und das Biskayahoch wurde mehr nach dem Feftlande hin gesaugt. Unter feiner Einwirkung kommt die Wetterlage vorüber» gehend in ruhigere Bahnen. Doch wird die Besse­rung nicht von allzu langer Dauer fein, denn das bei Island erschienene kräftige Tiefdruckgebiet hat durch seine Warmluft über Irland bereits stärkeren Temperaturanstieg und auch Niederschläge gebracht. Die Störung wird ihren Einfluß auch auf das Fest­land ausdehnen und durch die Zufuhr feucht-milder Ozeanluft zwar milderes, aber später wieder regne­risches Wetter veranlassen.

Aussichten für Donnerstag: Vor­übergehend besseres Wetter und etwas milder, wolkig mit Aufheiterung, später wieder aufkom- mende Bewölkung.

Aussichten sür Freitag. Weitere Er­wärmung und wieder stärkere Bewölkung, zeit­weise Regensälle.

At>rll. (WHP.) Der Finanz- ausschuß des Landtages, der die Etatsberatung beim Kapitel 1 (Forst- und Kameralgüter) fort- k^te, erörterte nach der Berichterstattung zu- nächst die Frage der Zulässigkeit eines Land- DI>J a??tra$e$. der die durch Einsparungen und Rotverordnungen in der Waldwirtschaft er- zielten Ersparnisse zur Senkung der För- » sterbe soldungsbeiträgederGemein- den und privaten Waldbesitzer um die Hälfte Der im Sahre 1931 erhobenen Beiträge verwendet wissen will. Der Vorsitzende kam zu dem Schluß, daß Anträge ohne Deckungsvor- schläge in der ersten Lesung des Etats im Aus­schuß zulässig seien.

Landforstmeister Dr. Hesse erklärte, daß die ^orsterbesoldungsbeiträge der Gemeinden seit 1927 fallende Tendenz aufwiesen. Sn die­sem Sahre sei nabezu die Friedensbe­lastung bei den Abforstungskosten für die Ge­meindewälder erreicht. Den Gemeinden mit Schäl­wald werde von der Staatsforstverwaltung be­sonderes Entgegenkommen bewiesen.

Der Zentrumsvertreter hielt von der Ausgabenseite gesehen, eine weitere Personal­einsparung im Forstwesen für unmöglich, da nach der Zahl der Forstämter bereits der Stand von 1879 erreicht sei. Unmöglich sei ebenso eine weitere Kürzung der Sachkosten für Wegebau und Gebäudeerhaltung. Zur Verbesserung der Einnahmeseite sei auf eine möglichst umfang­reiche Verwendung deutscher Holz­sorte n hinzuwirken. Der Landvolkantrag be­deute einen Einnahmeausfatt von 0,5 Million.

Entrüstung in Paris.

Paris, 13. April. (WTB. Funkfpruch.) Seitdem die Abrüstungskonferenz in Genf ihre Arbeiten wie­der aufgenommen hat, hat sich die Front der fran­zösischen Presse anscheinend geändert. Während bis zum Wiederbeginn der Verhandlungen die Front gegen Deutschland gerichtet war, bemerkt man plötzlich, daß sie feit den ersten beiden Ver- bandlungstagen sich gegen die angelsächsi­schen Länder orientiert. Namentlich die gestrige Rede Tardieus wird als gegen die britische und amerikanische These gerichtet kommentiert, und zwar in dem bekannten Ton, der Tardieu in überschweng­licher Weife für feine Ausführungen der unantast­baren und unwiderlegbaren Logik lobt.Jour­nal" schreibt, die These des französischen Minister­präsidenten fei so scharf, seine Argumente so gründ­lich, daß es für einen Mann mit der Kämpfernatur eines Tardieu darauf angekommen fei, sich nicht zu einer brutalen Zurückweisung des Gegners hinreißen zu lassen. In gleicher Weise lobenMatin",Petit Parisien" undFigaro" die Haltung des franzö- fischen Ministerpräsidenten.

Der amerikanische Vorschlag, die schwe­ren Tanks als reine Angriffswaffe zu verbieten, wird in den französischen Blättern als ein Ma­növer gewertet, das sich direkt gegen Frankreich richte. Man wirft dem amerikani­schen Vertreter außerdem vor, entgegen den Bestim­mungen keine der beteiligten Mächte von seiner Absicht unterrichtet und nicht den üblichen Weg über das Büro eingeschlagen zu ha- ben, das allem befugt fei, auf die Tagesordnung zu setzen. Man habe die französischen Vertreter über- raschen wollen. Amerika habe sich außerdem wohl gehütet, in seinem Vorschlag auch die Flug­zeugmutterschiffe und die schweren Bombenflugzeuge aufzunehmen, deren cs eine so große Anzahl besitze. Tardieu habe es jedoch auf meisterhafte Weise verstanden, den ameritani- schen Botschafter abzuweisen.

technischen Organe bes Völkerbundes wurden be­auftragt, sich diesen Sachverständigen der vier Regierungen für die Mitarbeit zur Verfü­gung zu stellen. Die Vorschläge der Sachver­ständigen werden fodann auf der Mai- tagung des Völkerbundes zur Verhand­lung gelangen.

Die Verhandlungen des Dölkerbundsrates zeig­ten, dah trotz aller geschickten Verschleierungs- Versuche. die in London bcrvorgetrctenen grund­sätzlichen politischen und wirtschafts­politischen Gegensätze zwischen der eng­lischen und französischen Regierung auf der einen Seile der deutschen und italienischen Regierung auf der anderen Seite unvermindert weiter- bestehen. Der'kerbundsrat war daher an­gesichts dieser Lage gezwungen, die endgültigen Beschlüsse über eine Hilfsaktion für die Donau- staaten auf die Maitagung des Rates zu verschieben.

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