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ttr. 37 Erster Via«

Samstag, 13. Scbruar 1932

182. Jahrgang

Deuischnabonale und Hindenburg ckandidaiiir

I

rauenundMäd-

nct, Entfernung

Der Slahlljelm-Prefkbienfl fchrcibl In feiner letzl- Icn Hummer unter der Uebrrfchrllt »Der (elb- ff ä n b i g e Weg de» Stahlhelm-, die maft- gebenben Stellen hätten bisher auch ble vom Stahl-

poktfcheckkonto:

Krontfrri om Main ne*«. vn»ck vstd Derloa: vrühl'sche Univclsilai§.v»ch. unö Sieinörederei R. tanze in viiefcei. Sd>nftleiting und Geschäftritelle: Schnlitraße 7.

Helm geteilte ftuffafjung vertreten, haft b i e Wie- berwahl Hindenburg» kein eigent­licher Wahlakt im demokratischen Sinne lein lallte, fondern eine ft u r u n g . die den eigentlichen Wahlkampf übcrilüfflg mache. Von vieler tluffaflung, die der per|önlichen Würbe be» Rrichsprösidenlcn entfpredie, |el man offenbar jetzt abgegangen. Denn e» muffe al» da» Lrgebni» der Informator!- fchen Befpredjungen jwifchen bem Reichspräsidenten und den Stahlhelmbunbesführern feftgefleUt roerben, datz ber Reid)»präflbent feine ftanbi- dafür für die kommende Wahl aufrecht- erhalte, auch wenn diese Wahl j u einem fdjarfen Kampf der Parteien werden sollte.Wir bedauern diese Sinnesände­rung vor allem Im Interesse de» Rcidiopräflbcntcn selbst. Der Stahlhelm kann sich aber dadurch nicht von seiner gradlinigen Politik ad- halten lassen.- E» sei möglich, so heiht e» bann weiter, bah ber KysshSuserbunb ber ftrle- geroerclne binnen kurzem mit einem Aufruf zugunsten bet Wiederwahl Hinden­burgs an ble Oefsentlichkelt trete, polltlfd) habe ber ftgffhäuferbunb allein bieten Schritt zu ver­antworten.

chen au» allen öffentlichen Stellen und Bureau«. Die älteren Erwerbs­losen mühten mit "Mitteln unterstützt werben, die nur ein Viertel dessen betrügen, was jetzt in die Gewerkschaft«- und Organitat.onskaflcn fliehe, ble jungen Erwerbslosen würden der ArbeitSdi« nstpslicht in Äaf e rnen zugeführt, wozu man die ßunrfbauten der betriebenen Organisationen benutzen werbe.

bem eigentlichen j'bema vieler Konferenz der Sragc einer wirksamen Deschrnnfung ber Austun­gen. ablenken lassen. Xrohbem b'.eibt natürlich die Gefahr groh. bah Frankreich, sob lb Vie Konferenz sich erst in Äommifllonen dufgclbft haben wirb, um in die praktische Arbeit hineinzusteigen, seine in Wahrheit bem 2lbniftungSgebanten strikt jn- toibetlaufenben Vorschläge erneut einzuschieben sucht, und wenn eS damit auch nur eine Ver­wirrung und Verschleppung ber Konferenzarbei­ten erreichen sollte. Hier wird e» unsere« ttr- achten« eine wesentliche Aufgabe der deutschen Delegation fein, ber Konferenz hm solche« Aus­weichen auf Nebengleise, die im wilden Dickicht unvereinbarer Qlleinung6gegcnfähc enden müssen, mit aller ttnlschievenheit zu Pcrlegen und sie zu zwingen, ohne AuSsiuchfe beim eigentlichen Thema zu bleiben. Denn es läht sich nicht verkennen, bah. wenn die Vorschläge Tardieu» nicht blost als Sink gemeint find, sondern ernst genommen werden sollen, sie mit einer unverhüllten Spitze gcgerr Deulschlanv nicht» andere» varsteilen, al« die Aufrechterhaltung ve» für Deutschland gänz­lich unerträglichen 'tihr quo der RüftungSun- flleichheit al« erste und wichtigste Vorauoletzung ür die unumschränkte Hegemonie Frankreich« in

Europa

Für naive Ohren klingt es nach dem Kanonen­donner in Ostasien, wo zwei Qllitghcber be» Dölkerbunve» seit Monaten miteinander Krieg führen, sehr schön, wenn da« französische Memo­randum dem Völkerbund eine Armee schassen will, die e« ihm ermögliche» soll, besser al« bisher in Internationalen Streitigkeiten seiner Autori­tät Geltung zu verschassen. Da» würde indessen voraussetzen, bah Vas Ideal be« Völkerbund» tatsächlich verwirklicht wäre und an die Stelle einer Gemeinschaft der Kriegsgewinnler zur Sicherung ihre« Raube« durch Aufrechterhaltung des in Versailles geschaffenen Rüftungsstande» ein wahrer Bund gleichberechtigter 2 a Honen tritt lind die» wieder ist undenk­bar ohne eine völlige "Neuordnung Euro­pa« auf Grund einer Revision ber Pariser Srieben«biftatc. die "Nationen minderen Recht» schufen und mit der Einkreisung be« entwassneten Deutschland« und feiner ehemaligen Verbündeten durch da« in Waffen starrende Frankreich und feine östlichen Trabanten den europäischen Frie­den einer ständigen Belastungsprobe aussetzten Ohne eine vorausgegangene Angleichung der Rüstungen aber wurde die Verwirklichung de« französischen Plan» den heutigen Instand innerer Friedlosigkeit in der Mitte ve« europä'fchen Kontinents verewigen, die Völkerbiindsldee bliebe eine Utopie. Frankreich hielte mit feiner Riefen- armee al» Polizist de« Völkerbund« Europa durch ad erhielte -

ein moralische» Mäntelchen, hinter dem e« sich jederzeit verstecken könnte, wenn eine andere Ration einmal wagen sollte, wider den Stachel zu löcken. Hier und dort hebt doch der imperia­listische Pserdesutz hervor, so z. B. wenn da« Memorandum au« Konkurrenzneid vor der deut­schen £*uftfd)iffabrt. die Vuftfabrt internationali­sieren möchte und den Bau grober Flugzeuge beschränkt wissen will. Wie Tardieu in der Generaldebatte seine Vorschläge begründete, hielt sich natürlich ganz in dieser ßime Erst neue

in der AbrüftungSsrage mit sich reden Iaht Und um Frankreich» Sicherheit«!

aller Welt wirkungsvoll zu unterstreich« i. wird noch einmal die abgedroschene Mär von den drei Invasionen wiederholt, denen Frankreich im Kaufe de« letzten Jahrhundert« au «gelebt ge­rne en fein folL Die von der internationalen Ge- fchichtSsorfchung an Hand ber Dokumente in ihren Grunbfesten erschütterte Kriegsschuldlüge muh von Herrn Tardieu aufgewärmt werden, an da» Zugeständnis der ehemaligen angel- sächsischen VerbünLeten au« den, Jahre 1919 muh erinnert werden, um vor der Welt da« rührende Bild von der unschuldig verfolgten, von bösen Rachbam in Ehre und Leben be­drohten Marianne hinzuzaubern, ein Trick der leider im verflossenen Jahrzehnt dank einer ziel- bewuhten Propaganda der französischen Politik Freunde in aller Welt geworben hat. aber heul'- nicht einmal mehr in Amerika recht verfong-n dürfte.

Schärfste Zurückweisung Mef#r Kampfe»-

darüber aufkommen, dah der Stahlhelm feine im 13jährigen Kampf erworbenen Erfahrungen weder hinter parlamentarische Uebcrlegungen, noch hinter Rückfich- ten auf befreundete Gruppen zurück- ft e 11 e n wird. Der Stahlhelm hat in seinem langjährigen Kamps s i ch durch nicht« von seiner geraden Linie abbringen las­sen. Er. der sich auf alle Schichten de« deutschen Volke« stützt, verfügt über eine so grobe und so fest in sich geschloffene Gefolgschaft, bah der zu- sammenbrechende Staat bei feinem Wiederaufbau auf diese Kräfte überhaupt nicht verzichten kann. Der Stahlhelm ist entschlossen, sich mit seinen Führern ohne Rücksicht auf die bei den Parteien bestehenden .taktischen" lleberlegungen einzufetzen, sobald er die dazu notwendigen Voraussetzungen erfüllt sieht Da« gilt sowohl im Hinblick auf die ReichSpräfidentenfrage, wie auch auf den unbedingt zu fordernden Wechsel be» RegierungSkurfeS

.innalme von Snzeiae» für die lagetnummer bis zum Rachmmag vorher.

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Chefredakteur

Dr. Fried r 'lvilh. Lange. Verantwortlich für Vohtih Dr. Fr. Wllh. Cangt; für Feuilleton Dr H.Ibyrwt; für den übrigen leil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Dietzen.

dieser Politik unter diesem Ramen weiter hin- junebmen. Sie glaubten nicht, dah der Reich»- Präsident bereit sein könnte, al« Kandidat derer auszutrelen, die mit seiner Ausstellung in Wahr­heit nicht ihn, sondern eine Regierung erhalten wollten, von ber der ..Vorwärt»" gesagt habe, sie sei da» stärkste Bollwerk gegen den "National­sozialismus Sollte trotzdem diese« nationale Un­glück geschehen, sollte der Reichspräsi­dent allo wider alle« Erwarten f i ch bereit- finden lassen, al« Kandidat der Lin - ken aufzutreten und sich mit dem 6h- stem von heute zu identifizieren, so würden die Deutschnationalen selbstverständlich seine Wahl nicht fördern, sondern auf b a« allerschärsste bekämpfen. Sie würden da« tun au« Ehrfurcht vor dem Ramen be» Generalfelbmarschall» und au» Achtung vor sich Mbit Der Kampf gelte dem System von heute und jedem, der sich mit ihm identifiziere, gleichgültig, welchen Ramen er trage. Wa» nun Sie Frage einernatio­nalen Kandidatur anlange, fo könne natür­lich Endgültige» nicht gesagt werden, bevor man nicht wisse, wie der Reichspräsident sich entscheide.

Schatse Absage bet NSDAP, an Hindenburg

Goering fordert Bruch mit demCtyftem* und Entscheidung zwischen Brüning und Hitler.

Der Kampf um die Präsidentschaft.

Dor der Entscheidung Hindenburgs. Oie Lage noch nicht geklärt

Fronten in Gens.

Auf der internationalen Abrüstungskon­ferenz in Genf hat nun endlich, acht Tage nach der Eröffnung, die Generalaussprache, die in dieser Woche begann, den Vertretern der haupt­sächlichsten Machte Gelegenheit gegeben, ihren grundsätzlichen Standpunkt au präzisieren. Frankreich, da« al» stärkste Militärmacht der Welt auf dieser Konferenz nur verlieren kann, wenn e» dort zu irgendwelchen greifbaren Ergeb­nissen kommen sollte, sah im Angriff da» beste Mittel ber Verteidigung feiner schwer bedrohten Position und überraschte daher die Konferenz schon vor dem Ikginn der allgemeinen Aussprache mit einem ausführlichen M e morand u m, das im Grunde genommen nicht» andere« wollte, als die ganze Debatte dadurch von vornherein auf ein andere« Gleis schieben, bah statt der Ab­rüstung die alte sranzölische Sicherhcit»- thefe wieder tu den Vordergrund gestellt würde. Tiber die Redeschlacht dieser Woche hat Herrn Andre Tardieu. ber al« neugebackener Kriegs- minifter dc« ungebildeten Sffabmett* Laval die französische Delegation in Genf führt, dahin be­lehren müssen, bah ihm dieser schlau autgvbedtc Theatercoup vorerst wenigsten« nicht geglückt ist. Niemand hat sich durch jarbieu« Manöver von

Dresden, 13. Febr. (XU.) 3n einer Bezirks- verbanbsversammlung her DRBP führte Ober- finan^rat Dr Bang u a. au« ES sei für ben historischen Ramen de« Generalfeldmarschall« im höchsten Mähe bedauerlich, dah dieselben Kreise, die ihn bei seiner W «hl so schwer beschimpft Outten, heute feine Kandidatur betrieben. ES fei für bic Deutschnationalen se 1 bstver­st a n b l i ch unmöglich, Arm in Arm injt Deimling und Heilmann und Genossen an bet' Wahlurne zu erscheinen. Sieben Jahre lang sei ber grohe Name de« FelbmarfchallS von ben Vertretern deS heutigen StzstemS benutzt worben, um über Locarno. Völkerbund unb Voungplan eine Politik zu ermöglichen, an ber Deutschland zugrunde gehen müsse. Vor allem habe daS Kabinett Brüning nur unb ganz allein Unter dem Schutzschilb bieses Namen« wirken können. Auch die zum Teil mit dem Miszbrauch verfassungsrechtlicher Mittel be­triebene Knebelung deS nationalen Freiheit-Willen« während ber letzten zwei­einhalb Jahre sei unter bem Schutz biese« Namens vor sich gegangen. Die Deutschnatio­nalen seien nicht gewillt, bic Fortsetzung

GießenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Berlin, 12. Febr. (WIB.) Die bisher dem Hindenburg-Auslchufz gemeldeten Eintragun­gen hatten heule nachmltlag bereit» 1,7 Millio­nen überschritten. Der Hindenburg-Au:schuh macht nochmal» darauf aufmerkfam, dah die Lln- zeichnungslislen für den Wahloorfchlag de» Reichs­präsidenten oon Hindenburg am Samstag, den 13. Februar, e n d g ü l I I g geschlossen werden.

Die Besprechungen über die Rclch»prasidenlcn- wahl sind auch heute In den verschiedenen polnischen Gremien und Gruppen wellergegangen, ohne dah bl» zum Abend eine Erklärung erfolgt wäre. L» Ist möglich, dah die Dinge morgen mehr vorwärts kom­men. DebenfaU» ist für morgen eine Konferenz de r Harzburger Front angejehl, und autzcr- bein werden die Bundesführcr des Stahl- Helm» morgen voraussichtlich erneut vom Reichspräfidenten empfangen werden. 3m Stahlhelm dürste die Auffassung noch nicht ein­heitlich fein. Vielleicht kommt die Bundesführung nach den morgigen Besprechungen zu einer Klä­rung ihrer Haltung. 3m Augenblick liegt der Schwer- punkt aber wohl beim Kyfshäuferbund. So­bald der kysshäuserbund mit feinem Aufruf heraus- fommt, wird nach Auffassung gut unterrichteter kreise für den Reichspräsidenten der Augenblick gekommen sein, seiner WieberauffteUung zuzuftim- men.

Bekenntnis zu Hindenburg.

ttcncialobcrft Graf von Vvttznter an hi n Aeidmarsi all.

München, 12. Febr. (TU.) Wie ber Hinden- burg-Ausschuh Bayerns mitteilt, hat General, o b e r ft Graf non Bothmer an den Reichs­präfidenten von Hindenburg ein schreiben gerichtet mit der Bitte, er möge sich entschlichen, das grohe Opfer ZU bringen und dem Rufe Folge zu geben, den hunberttnufenbe treudeutscher Reichs angehöriger in den nächsten Tagen erlassen werden, sich als Kandidat für die Wahl zum Reichspräsiden­ten erneut zur Verfügung zu stellen. Graf von Both- mer schreibt, es sei ihm leider nicht ba» Recht verliehen, diese Bitte im Namen aller ehernaU- gen Angehörigen ber Königlich-bayerischen Arme e auszulprechen, die unter der Füh­rung des Generalfeld Marschalls im Weltkriege den Feind in ungezählten Schlach­ten und Gefechten von den Reichsgrenzen fern- gehalten haben. Er fei jedoch fest überzeugt, dah seine Kriegs geführten in übermalt!- genber Zahl sich am Wahltag an bic Urne drängen würden, um ihre Stimme für den hoch­verehrten Führer in großer Zeit abzugeben.

Oie Christlichen Gewerkschaften.

Berlin, 12. Febr. (XU ) Der Vorstand des Gefamtverbandes der Christlichen Gewerkschaften Deutschland« hat an den Reichspräsidenten fol- genbe« Telegramm gerichtet: ..Der Vorstand bcö Desamtverhande« der Christlichen Gewerkschatten Deutschlands tuttet den Herrn Reichspräsidenten im Ramen der deutschen christlich- nationalen Arbeiterschaft, dem Wunsch des Vo'keS ftatt)ug:bcn und nochmals daS ver­antwortungsvolle Amt des Präsidenten dc« Reiches auf sich zu nehmen, um das deutsche Volk zur inneren Befriedung und na- tionalen Freiheit zu führen."

Heichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener.

Berlin. 12. Febr. CSU.) Die ReichSvereini- gung ehemaliger Kriegsgefangener hat an den Reichspräsidenten folgende« Schreiben gerichtet: -Hochzuverehrenber He r Reichspräfioent und Gc- neralfeldmarscha'l! Der Kampf unfe.eS Volke« um Freiheit und Gleichberechtigung un; um die liehe - Windung der w.rtschaftlichen Rot crheifcht mehr denn je eine starke Führung, bi c. über den Parteien stehend, die Einheit de« Volkes verkörpert. AIS Verband der ehemaligen Frontkämpfer aller Richtungen zu Volksgemeinschaft.icher -arbeit umfahl ist e« uns ein Bedürfnis, tn diesem Tlugenblick Ew. Exzellenz erneut unserer un- verbrüchlichen Treue unb geben- heit zu versichern und der Bitte Ausdruck xu verleihen. Sw. Exzellenz möge sich bem Ttufc de« Dolkes anläßlich der bevorstehenden Reichspräsidentenwahl nicht versagen.

Der Stahlhelm und Sindensurg.

Altona, 12. Febr. (TU.) Auf ein« Stahl­helm-Versammlung erklärte der Bundesfuhrer Seldte zur Reichspräsidentenwahl. e« sei be- bäuerlich, dah Hindenburg den alten Sol­daten und feinen früheren Wählern b i e W ah l fo schwer mache. Obwohl in der am Mittwoch stattgefundenen Aussprache cm Ab­kommen nicht erzielt werden konnte, muffe versucht werden, eine anständige Losung zu finden. , , _ .

3m Anschluh an die Kundgebung fand noch eine geschlossene Veranstaltung statt, auf der Dundessührer Seldte sich vertraulich zu der poli­tischen Lage äuherte. Die Pressestelle be« Stahl­helm teilt hierzu mit: Seldte lieh keinen Zweifel

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gerade für die Aermsten der Armen, für die Verfolgten: .Herr Reichspräsident. Sie müs­sen sich entscheiden, entweder gehört 3hr Vertrauen bem Repräsentanten be« heutigen Systems, gekennzeichnet durch den Reichskanzler Brüning ober dem Repräsentanten be« neuen jungen Deutschland. Adolf Hitler. So. wie Sie sich entscheiden, so entscheiden wir un«." Damals glaubten Sie. sich für "Brüning ent­scheiden zu müssen. Gut. Herr Reichspräsident, e« gibt jetzt nur zwei Möglichkeiten Dort mag stehen, wer ba« heutige Softem verteibigt unb sich stützt auf die Parteien, die Träger und Schöpfer be» heutigen Systems sinb Hier mag der Mann stehen, der Deutschland au- tieffter Schmach und Rot noch einmal em­porgeführt hat Danach soll und must da« deutsche Volk sich entscheiden.

Bereit zur tiebernahme der Regierung.

München, 12. Febr. (ERB' Al« (Stoff- nungtfunbgebung für die Reichsprälidentenwahl veranstaltete die NSDAP am Freitag abend in München eine Versammlung, in ber Stadtrat Esser erklärte, er habe sich die Ermächtigung hierzu soeben von Hitler geholt bah 11 e ihre Stimme Hindenburg nicht ge­ben würden, solange er nicht von Dr. Brüning al« Reichskanzler abrücke. Die Rationalsozialisten seien bereit unb gerüftet bie Regierung zu übernehmen. Eine ihrer ersten Mast, nahmen werde die Beseitigung berflrbeit». I o I i g f e i t auf folgendem Wege fein: rück­sichtsloses Einschreiten gegen bie Doppelverdie-

Berlin. 12. Febr. (2M.) 3n einer national­sozialistischen Massenversammlung in ben Xcnni«- hallcn sprach am Freitagabenb ber politische Beaustragte Hitler«. Hauptmann a. D. G ve- ring. Wir wollen, so führte er au«, wenn wir einen neuen ReichSpräsibenten wählen, vor allem einen Kurswechsel haben. Wir verlangen, bah ber heutige R e i ch S p r ä s i b e n t mit bem beseitigen Softem o&llig briajt. Solange bas nicht geschehen ist. reben wir über solche Kandibaturen überhaupt nicht. Wenn heute von Wirth über Crispin bi« Hörsing unb Hölter- mann eine Front hergestellt wird, die einen neuen Reichspräsidenten bestimmen soll, bann müssen toir sagen: Wir danken dafür, wir stellen un« nicht in eine Front mit diesen Leuten Gewisse Ratgeber müssen von allen guten Geistern verlassen sein, wenn sie e« dem Felbmarschall beibringen konnten, sich von dieser Front auffteOcn zu lassen. Un« verbietet untere ganze Weltanschauung, mit diesen Leuten auch nur auf einen Meter Abstand zu*ammenzugehen. Wer von diesen Fronten, von diesen Parteien, von diesen Namen auf den Schild gehoben wird der ist gegen un« Er stößt bei un« auf Ablehnung. Mag er heihen, wie er will, mag er sein, wer er will.

Wenn wir jetzt zur Reichspräsidentenwahl schreiten, erinnern wir un« daran, wie wir da­mals mit dübel unb Freube für unseren Feld- marichall eintraten; bann aber erfolgten sieben Jahre Enttäuschung unb Erbitte­rung. Wenn er heute seine Hilfstruppen in jenem verräterischen Lager sucht, bann können wir ihm nicht mehr folgen. Ueber einen Namen, über eine Person steht un» ba» Volk unb bic Nation. In diesem Empfinden wissen wir uns ein» auch mit jenen Verbänden unb Parteien, die sich gemeinsam auf ber Ebene der nationalen Front zum Sturz unb zum Kampf gegen diese- System beret t- gefunden haben. Trotz aller bitteren Ent­täuschungen der letzten sieben Jahre glaubten wir cs auf Grund des ehrwürdigen RamenS. noch einmal auf un« nehmen zu können, dem Feld­marschall die Chance zu geben, von un« gewählt zu werden. Wir stellten keine scharfen Bedingun­gen, aber eineS mußten wir fordern.

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