Ausgabe 
12.10.1932 Erstes Blatt
 
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der Tat getragen hat, ist von ihm nach der Tat ausgewogen und verschenkt worden. Eie wurde von der Polizei gefunden und war mit Menschen- blut besudelt. Weiter hat die Polizei ermittelt, daß Försters Geliebte in Offenbach die Mühe, die er am Tage der Tat getragen hat, später ausgewaschen und verbrannt hat. Sehr belastend ist für Förste^ auch der unternommene Versuch, sich bei einem dtifeur zwei falsche Bärte zu besorgen. Bei seinen vielen Vernehmungen legt Förster eine außergewöhnliche Kaltblütigkeit an den Tag.

Buntes Allerlei.

2000 Gnadengesuche für einen Hund.

In Birmingham wurde ein Hund zum Tode ver­urteilt, der ein kleines Mädchen und vorher schon einen Briefträger gebissen hat. Es handelt sich da­bei um einen äußerst wertvollen deutschen Wolfs­hund, der einem Herrn John Turner gehört. Herr Turner hat den Hund aufgezogen, acht Fahre lang war er sein ständiger Begleiter, und er hängt an dem Tier mit so großer Siebe, daß er es vorzieht, mit ihm auszuwandern, als daß es getötet werden sollte. Er hat nun für seinen Hund ein Gnaden­gesuch an die Stadtverwaltung von Birmingham gerichtet und uni Erlaubnis gebeten, den Hund außer Landes nehmen zu dürfen. Mit diesem Ge­such ist er in Geschäfte, Vereine, Eafss und zu Slraßenpassanten gegangen und hat um Unter­schriften gebeten Es haben sich 2000 Leiste gefun­den, die mit ihm um das Leben seines Hundes bitten. Mehr als die Hälfte dieser Unterschriften stammen von Frauen.

Büchertisch.

Der Steuergutschein, seine Vor­teile und seine Anwendung für den Privatunternehmer" heißt eine Broschüre, die im Verlag Max Lichtwitz, Berlin SW 19, Neue Grünstr. 30, zum Preise von 80 Pf. erscheint. (312) Der Bearbeiter, Dr. jur. v. Natzrner, hat es sich zur Aufgabe gesetzt, in leichtfahlicher und trotzdem erschöpfender Form die Bestimmungen der Verord­nung zur Belebung der Wirtschaft zu erläutern, um dem Steuerzahler und Arbeitgeber die Wege aufzu­zeigen, wie er Steuernachlaß, Kredit und Beschästi, gungsprämien auf Grund der Notverordnung vom 4. September 1932 erhalten kann. An Hand von Bei­spielen wird gezeigt, welche Schritte zu unternehmen sind und wie die gewährten Vergünstigungen sich rechnerisch für den einzelnen auswirken.

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mer. ^n >e:nen weiteren Worten kam er auf die Votlage bet rheinhe-sischen Gemüsezüchter zu spre­chen und schilderte geradezu erschreckende Tat­sachen aus dem Gebiet des rheinheffischen Ge- müsebaues Dort seien bei Gemüsezüchtern, die nur von dem Derkaufsertrag ihrer Erzeugnisse ihr Leben fristen müssen, Verhältnisse bekannt, die alles andere als tragbar wären.

Sodann behandelte Professor Schindler- Pillnitz in einem Lichtbildervortrag das Thema Die Bedeutung der Obstunterlagen- fragen für Baumschul- und Obstbau- praxis"

Guttempler Tagung

Hohensolms, 10. Oft. Dieser Tage tra­fen sich die Mitglieder des Deutschen Gut- templerordens im Gau Hessen auf ber Sugenbburg Hohensolms, um hier ihren ® a u - t a g zu halten. Die Gautage haben den Zweck, die einzelnen Wchrlogen des entiprechenden Gaues miteinander zu verbinden, zu festigen und von gemeinsamer Ordensarbeit zu ber chten. Die Wehr­logen des Gaues waren gut vertreten. Wit einer gemeinsam gehaltenen Morgenfeier wurde der Gautag eröffnet. Die Feier hat bei allen An­wesenden einen tiefen Eindruck Hinterlasten und gibt ihnen neue Kraft, allen Spott durch ihr stilles, ernstes und überl .genes Wesen zum Schwei­gen zu bringen. Die Bewegung habe, so wurde ausgeführt, einen großen Kampf zu kämvfen. aber nichts könne sie daran hindern, ihn sieges­bewußt zu Ende zu führen. Dah dies in der heu­tigen Zeit wirtschaftlicher Rot sehr schwer fei, liege auf der Hand. Aach Beendigung der Mor­genfeier ging man zur Gausitzung über, die den Rest des Vormittags in Anspruch nahm. Der Rachmittag war mit Sport, Spiel und Volkstanz ausgefüllt, denn nicht nur ernste Stunden, son­dern auch Stunden der Freude sollte der Gau- tag bringen. Mit Heil und Handschlag und voll der Hoffnung für die gute Sache verabschiedete man sich am Abend.

Förster leugnet noch immer.

WSR. Frankfurt a. M., 11. Oft. Bei den Ermittelungen der Polizei in der Mordsache Wagner ist es gelungen, eine ganze Reihe schwerer Indizien, die gegen Förster vor­liegen, zusammenzutragen, doch reichen sie noch nicht aus, ihn zu überführen. Förster leugnet hartnäckig die Tat. Kurz nach ber Tat wurde von vielen Zeugen auf Förster hingewiesen. Die Polizei hat festgestellt, dah sich Förster nach ber Tat sehr aufgeregt verhalten hat. Er trieb sich in Offenbach und Franffurt herum, nächtigte bei Freundinnen und erklärte plötzlich Bekannten: .Ich habe schwer Lampe", das heißt in der Ver­brechersprache Angst vor ber Polizei. Sehr zu ungunften Försters spricht ber Umstand, dah er genau dieselben Kleider besessen hat, die Zeugen an dem Mörder gesehen haben. Ebenso ist ein­wandfrei nachgewiesen worden, dah er im Besitz einer Pistole war. Die Jacke, die Förster am Tage

Rektoratswechjel an Oer Technrscyen Hochschule Darmstadt.

WER. Darmstadt, 11. Qft. Die feierliche äefreigabe des Rektorats an der Technischen Hochschule Darmstadt durch den Prorektor Pro­fessor Reuleaux an den neugewählten Rektor Professor Dr. Thum findet am 28. Oktober statt. Der neue Rektor wird in feiner Antrittsrede über .Technischer Fortschritt, Technische Hoch­schule und die Rot unserer Zeit" sprechen. Am 29. Oktober findet die 25-Iahrfeier der Moterialprüfungsanstalt und die 5 0 - IahrfeierdesEsektrotechnischenIn- st i t u t s statt

Grünberg protestiert gegen Abbau bei der Post.

H- Grünberg, 11. Oft. Eine im .Hirsch" tagende Versammlung, die vom Verkehrs­verein und der Wittelstandsvereini- g u n a einberufen war, beschäftigte sich mit den von der Post hier durchgeführten Abbau- mahnahmen. Danach ist seit 1. Oktober der zweite Bestellgang der Briefträger weggefallen, ebenso findet die Entlee­rung der Briefkästen nur noch zweimal täglich statt, gegenüber dreimal seither. Die Ver­sammlung war sich darin einig .daß diese Mah- nahmen eine starkeVerschlechterung des postalischen Verkehrs bedeuten, von de­nen besonders die kleineren Geschäftsleute betrof­fen würden, denn alle nach 8 Uhr eintreffende Post wird erst am andern Morgen zugestellt, sofern man sie sich nicht durch persönliche Ab­holung am Schalter, oder durch Mieten eines Schließfaches früher zu beschaffen sucht. Es wurde beschlossen, in einer Eingabe an bieOber- postdirektion gegen diese Mahnahmen Stel­lung zu nehmen.

Hassia Jugendtreffen in Alsfeld.

Alsfeld, 10. Oft. Am vergangenen Samstag und Sonntag fand hier ein H a s s i a - Jugendtreffen statt, an dem die Iu- gendgruppen aus dem nördlichen Oberhessen und auch einige aus Starkenburg und Rheinhessen teilnahmen. Dazu waren auch die wehrsport­lichen Verbände eingeladen. Als Standquartier für die Unterkunft diente die von der Stadtver­waltung unentgeltlich zur Verfügung gestellte Festhalle.

Am Samstagnachmittag fand eine Führerbe­sprechung in der Turnhalle statt. Für die 3u- gendgruppen erfolgten abends Filmvorführungen, oei denen eine Fahrt der Kyffhäufer-Iugend nach Ostpreuhen und Tannenberg gezeigt wurde. Der Dezirfsjugendsührer G. Re u s che r, Alsfeld,.und der Vorsitzende des Veteranen- und Kriegerver­eins Alsfeld, Hartmann, hielten Begrü- hungsansprachen.

Am Sonntagmorgen rückten die Iungmannen um 6 Uhr aus ihrem Standquartier zu einer Ge-

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Lanbeubung ab. Das Hebungsseld würbe in zweck­dienlicher Weise besetzt, und die Führer der bei­den Abteilungen, Gras von Bredow, Alten­burg, und B o n h a r d , Giehen, suchten in be- möglichster Weise die gestellten Aufgaben zu er­füllen In lehrreicher Weise wurde dabei das Zusammenarbeiten ber verschiedenen Verbände ge­übt Auch ein Gasangriff wurde oorgeführt. An der Hebung beteiligten sich auch Mttglieder der Freiwilligen Sanitätskolonne Alsfeld und des Reitervereins. Der 1. Präsident der Hassia, Ex­zellenz von Oidtmann, wohnte der Hebung bei, ber auch nach Beendigung der Hebung die Kritik abhielt Rach Schluß der Hebung rückte die Hassia-Iugend wieder in ihr Standquartier in der Städtischen Festhalle, wo die Verpflegung der Mannschaften auf Grund einer sehr gut durch­geführten Organisation erfolgte. 3m Lause des Rachmittags rückten die Gäste aus Alsfeld ab.

Die Veranstaltung konnte in allen Teilen als wohlgelungen betrachtet coerden und fand auch in der Bevölkerung lebhaftes Interesse.

Tagung der hessischen Obst- und Gartenbauvereine.

Rieder-Ingelheim, 11. Oft. Der Landesverband der Obst- und Gar­tenbauvereine von Hessen hielt seine diesjährige Hauptversammlung in der Turnhalle zu Rieder-Ingelheim ab. Den Vorsitz führte Kreisdirektor Pfeiffer. In seiner Be­grüßungsansprache dankte er für das zahlreiche Erscheinen und für das hierdurch befunbctc In­teresse zur Sache des Obst- und Gartenbaues. Be­sonders begrüßte er die Vertreter der Regierung und der Landwirtschaftskammer.

Der Geschäftsbericht gab Aufschluß über die umfangreiche Tätigfeit des Verbandes. H. a. brachte der Geschäftsbericht Mitteilungen über die Schädlingsbekämpfung. An 18 Stellen wurden Bekämpfungsversuche vorgenommen und hierbei schöne Erfolge erzielt. Besonders betonte der Vorsitzende, dah das Verhältnis der Gartenbau­vereine zur Landwirtschaftsfammer im Interesse einer weiteren gedeihlichen Zusammenarbeit noch besser werden müsse. Der Kassenbericht schil­derte die gute Kasienlage des Verbandes. Die Einnahmen ergaben in der Gesamtsumme 10 343,43 Mark, die Ausgaben 8671,45 Mark, so daß ein Bestand von 1671,98 Mark verbleibt. Rechnet man zu diesem Bestand noch die Rücklage auf der Sparkasse von 5000 Mark, so ergibt sich ein Gesamtvermögen des Verbandes von 6671,98 Mark. Bemerkenswert ist die Mitteilung, daß von den rund 3000 Mark Beiträgen allein 2100 Mark, also 70 Prozent, zur Förderung des Obst­baues verwandt wurden. Gegen den Geschäfts­und den Kasienbericht (letzterer wurde geprüft und für richtig befunden) waren keine Einwen­dungen gemacht worden.

Als Vertreter der Landwirtschaftsfammer über» brachte, der Führer der freien rheinheffischen Bauernschaft, Mossel, die Grüße der Kam­

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den Nachbar Huber zu überzeugen. Doch nun weiß er: Er braucht nur zu Häuser zu gehen, und er bekommt den Ofen, den er sucht. Das sagte Onkel Mollig, a's er wieder In seine warme Stube trat. Vergnügt wischt er sich den Schweiß von der Stirn. Er hatte doch wieder einmal recht gehabt. Ein Hauser-Ofen bleibt eben ein Häuser-Ofen. 6183 A

Und drfiut der Winter noch so sehr mit trotzigen Gebärden Schaff Dirnen Hauser-Ofen her, dann wird D.rs wärmer werden I

Und wenn es sich darum handelt, Säle oder große Fabrik räume zu heizen, dann erst recht zu Hauser. Denn Hauser hat alle diese Modelle, die hierfür in Frage kommen und die auch gar nicht teuer sind. Wenn man also die Fabriksäle heizen will oder die Schulstuben kalt sind, und man ebenschon einen Ofen haben muß, auch für diese Räume, dann geht man zu Häuser. Häuser sorgt dafür, daß man auch Im kältesten Winter seinewärmste Freude hat

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