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mänien und an 5. Stelle erst Deutschland (Ki­lian, Huber): nach Italien landete der zweite deutsche Bob (Muth, Ludwig) auf dem 7. Platz. 2m ersten Skiwettbewerb, dem Langlauf über 18 Kilometer, der von den 61 Läufern bestritten wurde, siegte der Schwede lltterström in der Zeit von 1.23,07 Stunden. Auf den nächsten Plätzen sah man nur Schweden, Norweger und Finnen.

Bezirksiagung der OT.

Der 2. Bezirk (Giehen-Wetzlar-Grünberg) des Gaues Hessen hielt am Sonntag zu Diesten seine ordentliche Iahrestayung ab. Bezirksvertreter älniversitäts-Dureaudrrektor Wilhelm Erle er­stattete den Vorsitzenden der Turnvereine den Verwaltungsbericht, Bezirksturnwart P. Schü- l e r, Wetzlar, den Turnbericht. Der Bezirk um- fastt 32 Vereine und erfreut sich eines regen Betriebes in Ausbildungsarbeit und Leistungen. Vach ergiebiger Aussprache über wirtschaftliche Fragen, die Gestaltung des bevorstehenden 100. Gauturntages zu Giesten, über den Spiel­betrieb ii. a. wurde das Winter-Geräteturnen in Verbindung mit dem Frühjahrs-Geländelauf dem Tv. Heuchelheim für den 10. April, das volkstümliche Bezirkswetturnen dem Tv. Krof­dorf für die erste Hälfte des Juni übertragen.

Am gleichen Tage wurde die Dorturnerschaft des Bezirks unter Leitung des 2. Bezirksturn- wartes Karl Reuter, Giesten. auf dem Turn­boden in ihren planmastigen llebungsstoff weiter eingeführt, insbesondere in die allgemeinen Frei- Übungen des Gaues und des Mittelrheinkreises und in die Pflichtübungen, die einheitlich für den Gerätewettkampf in den sechs Gaubezirken auf­gestellt Worden sind.

Sandball im Lahn - Oünsberg - Gau

Beuern! Londorf l 3:2 (1:1).

Zu einem Gesellschaftsspiel weilte am Sonntag der Meisterschaftsanwärter und Altmeister Lon­dorf in Beuern und mußte eine knappe, aber immerhin überraschende Niederlage hinnehmen. Die Gastgeber gingen bereits in der 10. Minute in Führung, Londorf gleich aber bald darauf aus. Nach dem Wechsel erhielte Beuern zwei weitere Erfolge, denen die Gäste aber nur noch ein Tor entgegensetzen konnten, obwohl Beuern während geraumer Zeit mit nur zehn Mann spielen mußte.

Rodheim! Kinzenbach! 3:3 (0:3).

Beide Mannschaften lieferten sich auf dem Rodheimer Platz einen spannenden Kampf. Kin­zenbach war in der ersten Hälfte der Spielzeit klar überlegen und ging mit drei Toren in Füh­rung. Nach dem Wechsel kamen die Gastgeber mehr auf, und erzielten bis zum Schluß den Ausgleich. Trotzdem Kinzenbach in der zweiten Halbzeit keinen Erfolg mehr buchen konnte, hielt die Mannschaft das Spiel jederzeit offen. Die sich in dieser Zeit bietenden Chancen wurden entweder verschossen oder die Torschüsse wurden vom Rodheimer Hüter in schöner Manier ge­halten. _________

Overheffen.

Bürgermeisterkonferenz in Alsfeld.

0b> Alsfeld, 10. Febr. Hier fand unter dem Vorsitz von Kreisdirektor Dr. Stammler eine Bürgermeisterversammlung d:sKrei­fes Alsfeld statt. Den ersten Punkt der Tagesordnung bildete der freiwillige Ar­beitsdienst. Der Direktor des Arbeitsamtes Gießen, Regierungsrat Dr. B u e s, hielt hierüber einen aufschlußreichen Vortrag. Er wies auf die schlimmen Folgen der lange andauernden Ar­beitslosigkeit für den einzelnen Arbeitslosen, für dessen Familie, sowie für die gesamte Wirtschaft hin. Bei dieser Sachlage, gewinne der anfangs viel bekämpfte freiwillige Arbeitsdienst erhöhte Bedeutung, insbesondere vom arbeitspädagogi­schen Standpunkt aus für die Jugendlichen. Der Vortragende erläuterte eingehend die Voraus­setzungen, den Personenkreis und die für den frei­willigen Arbeitsdienst in Betracht kommenden Arbeiten. Er empfahl den Gemeinden dringend, von der Einrichtung des freiwilligen Arbeits­dienstes weitgehendst Gebrauch zu machen, zumal diese auch im Interesse der Gemeinden liege. Am Schlüsse gah Regierungsrat Dr. Bues eine Heber- sicht über die im Bezirk des Arbeitsamtes Giesten bereits im Gange befindlichen Arbeiten im Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes. Auf Grund der anschließenden Aussprache wurde eine Ent­schließung angenommen, in der gefordert wird, daß der Kreis der für den freiwilligen Arbeits­dienst zugelassenen Personen durch Hereinnahme der Wohlfahrtserwerbslosen auf Kosten der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung erwei­tert werden möge, und daß der § 75 d des Ar­beitslosenversicherungsgesetzes den Zeitverhältnis­sen entsprechend geändert werde.

Oberhessischer Gchäferiag in Nidda.

Nidda, 10. Febr. Dom herrlichsten Wetter begünstigt, fand am Sonntag zum ersten Male hier der Schäfertag des Oberhessischen Schä- feroerbandes statt. Um 10 Uhr wurden die Gäste mit Musik am Bahnhof abgeholt und zum Tagungslokale, dem Gambrinus-Saalbau, geleitet. Hier begrüßte im Namen der Stadt Bürgermeister Rull mann die zahlreiche Versammlung, wofür der Vorsitzende des Verbandes, Schäfer W. Wirth aus Wetterfeld, dankte. Anschließend hielt der Ge- ich^stssührer des Süddeutschen Schäferverbandes, H. Körner (Stuttgart), einen beifällig aufgenom­menen Vortrag über:Die Zukunftsaufgaben der süddeutschen Schäfereien und Schafzucht, die nur durch Hebung des Verbrauchs ihrer Produkte, Wolle und Fleisch, rentabler werden könne, lieberSchaf­pflege" konnte Schäfer Lentz (Ettingshausen) auf Grund langjähriger Erfahrungen treffliche Rat­schlage erteilen. Nach der Mittagspause bewegte sich von der Bahnhofstraße aus ein prächtiger Festzug durch die beflaggten Hauptstraßen der Stadt nach der Gänsweide. Der Reiterverein Nidda eine Musikkapelle, etwa 90 Schäfer und Schäferin­nen, aus dem nördlichen Oberhessen und den an- grenzenden preußischen Gebieten, in ihren schönen allhergebrachten Tracht (Schäfermantel, Schäferhut oder Kappe aus Lammfell, gelbplattierte Schulter­riemen und Schäferschippe) gaben ein farbenreiches Bild. Ebenso bewundert wurden die Festwagen, die eine Schafherde im Pferch, die Schafschur, die Spin­nerei von Wolle in einer Spinnstube, die Verwen­dung von Schaffleisch in der Metzgerei und der­gleichen mehr vorführten. Der Stadtvorstand Nidda und die Vorstandsmitglieder des Verbandes folgten in geschmückten Autos. Den Zug beschloß eine große Zahl von Teilnehmern aus dem Derbandsgebiet. Auf der Gänsweide begannen nach Ankunft des Zuges die Wettläufe der Schäferburschen und

Wirtschaft.

HolzversteigerungS - Termine.

Freitag, 12. Februar.

Bürgermeisterei Gießen: Zusammenkunft an der Daubringer Straße in der Nähe des Steinbruchs, 9.30 Uhr.

Hessisches Forstamt Schiffenberg: Zusammenkunft im GasthausZur Krone" in Leihgestern, 9.30 Uhr.

Bürgermeisterei Steinbach: Versteigerung im- Ge­meindewald. Anfang am Rodacker, Straße Anne­rod-Steinbach, 9 Uhr.

Bürgermeisterei Bersrod: Zusammenkunft am Waldeingang, Abteilung Waldwiese, 10 Uhr.

Staatliche Oberförsterei Krofdorf: Zusammenkunft im Freundschen Saal zu Krofdorf, 9 Uhr.

Sranffurf schwankend.

Frankfurt a. M., 10. Febr. 3m telephoni­schen Freiverkehr von Bureau zu Bureau zeigten die Kurse weiter nachgebende Tendenz. Die Um« satztätigkeit war im allgemeinen recht gering, doch war sie immerhin lebhafter als gestern. Die Spekulation und das Publikum nahmen er­neut Realisationen vor, zumal vom Auslande wei­ter rückläufige Kurse gemeldet wurden und auch die politische Lage weiterhin recht unklar ist. Be­achtung fand ferner die weitere Zunahme der Ar­beitslosenziffer, die die 6 Millionen-Grenze über­schritten hat. Das Kursniveau senkte sich erneut auf einigen Spezialmärkten um etwa 2 Prozent, nachdem bereits gestern nachmittag merkliche Rückgänge eingetreten waren. Mehr offeriert waren I.-G.-Farben und alle Clektrowerte, be­sonders wieder AEG., wobei Befürchtungen hin­sichtlich des AEG.-Abschlusses, der demnächst zur Veröffentlichung kommt, mitsprachen. An den übrigen Märkten bröckelten die Kurse zwar eben­falls ob, doch in langsamerem Tempo. Montan­werte tagen nur vereinzelt bis 0,5 Prozent niedri­ger, Rhein. Braunkohlen sogar etwas höher, da hier günstige Dividendenschähungen anregten. Reichsbankanteile, die zunächst den Paristand er­reicht hatten, konnten sich später leicht erholen.

Am Rentenmarkt gaben die Kurse gleich­falls weiter nach: das Publikum war als Ab­geber im Markt. Dis zu 0,5 Prozent schwächer lagen Gvldpfandbriefe, Reichsschuldbuchforderun­gen, Altbefihanleihe und später auch Liquidations- Pfandbriefe, nachdem diese gut behauptet eröffne­ten. Industrie-Obligationen und Schahanweisun­gen waren überwiegend angeboten, ebenso von Auslandsrenten Anatolier, die 0,5 Prozent nach­gaben.

3m Nachmittagsfreiverkehr machte sich auf Gerüchte, die von einer Diskontermähi- gung wissen wollten, sowohl am Akten- als auch am Rentenmarkt eine merkliche Erholung geltend. Die Besserungen am Aktienmarkt betrugen bis zu 3 Prozent, so daß die heutigen Verluste nicht nur aufgeholt, sondern noch überschritten wurden. Die Llmsatztätigkeit hielt sich aber in sehr engen Gren­zen und die Kurse wurden meist nur heraufge- sprvchen, da man sich sehr abwartend verhielt.

Berlin befestigt.

Berlin, 11. Febr. (WTB. Funkspruch.) Ob­wohl Die Gerüchte, die in den gestrigen Nach­mittagsstunden zu kräftigen Kurserhöhunaen ge­führt hatten, sich inzwischen als falsch heraus­gestellt haben, setzte sich im heutigen Bormittags­verkehr und im weiteren Verlaufe des Tages bei stillem Geschäft eine weitere Befesti­gung durch. Die matten Auslandbörsen blieben eindruckslos, ebenso wirkte sich die Zahlungs­einstellung der Berliner Bankfirma Braun & Co. weder kurs- noch stimmungsmähig aus, da diese Firma schon seit längerer Zeit für das Börsen­geschäft ohne Bedeutung war. Obwohl die Kurse im heutigen Telephonveckehr zum Teil noch über die des gestrigen Abendniveaus hinausgingen, war dies weniger auf neue Anlagekäufe des Publikums, als auf weitere Deckungen der Ku­lisse zurückzuführen, da man die Aussichten Hindenburgs zur Reichspräsidentenwahl nach den neuesten 3nformationen durch die Haltung des Khffhäu'er-Dundes und des Stahlhelms günstiger beurteilte.

Dieses Deckungsbedürfnis erstreckte sich beson­ders auf die Märkte, die in den letzten Tagen stärkere Verluste erlitten haben, wobei nicht selten gegen gestern vormittag Gewinne bis zu 5 Pro­zent, vereinzelt auch noch darüber, eintraten.

Kräftig erholt waren vor allem Elektropapiere unter Bevorzugung von Siemens und Licht L Kraft, mit Ausnahme von Schuckert, die vernachlässigt lagen, und die Auslandwerte unter Führung von Chadeaktien. Am Bankenmarkt waren Reichsbank- und Handelsanteile mehr begehrt, während bei den übrigen Bankaktien kaum Kursveränderun­gen festzustellen waren. Auch Schiffahrtswerte und Montanpapiere lagen sehr ruhig, während am Kalimarkt für Salzdetfurth und von den son­stigen Spezialwerten für Dessauer Gas, Deutsche Erdöl und Charlottenburger Wasser einiges 3n- teresse bestand.

Aber nicht nur am Aktienmarkt, sondern auch bei den festverzinslichen Papieren überwog heute die Saufneigung. Fast alle Kategorien des Anlagemarktes wiesen J/4- bis Vrprozentige Befestigungen auf. Schuldbücher wa­ren ebenfalls etwa */» Prozent über gestern ge­sucht. Reich''b^hnvorzugsaltien und Farben-Donds konnten sich um etwa 1 Prozent bessern. Nur 3ndustrie- und Kommunalobligationen waren ziemlich vernachlässigt. Für Deutsche Anleihen zeigte sich bei ruhigem Geschäft auf etwas er­höhter Basis kleines Interesse.

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin

'rankfurt o. IN.

10.Februar

11 .Februar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

(Aflh

3rlc<

Geld ' 23rte'

Helsingsor» .

6.494

6,506

6.474

6,486

Wien . .

49.95

50.05

49,95

50,05

Prag . . .

12,465

12.485

12,465

12,485

Budapest . .

56.94

57.06

56,94

57,06

Sosia . . .

3,057

3.063

3,057

3,063

Holland . .

169.98

170,32

169,73

170,07

0610 . . .

78,62

78,78

78,32

78,48

Kopenhagen.

79.62

79,78

79,32

79,48

Stockholm

81,37

81.43

81,07

81,23

London . .

14,43

14.47

14,39

14,43

Buenos Aires

1,043

1,047

1,038

1,047

Weunorf

4.209

4.217

4,209

4,217

Brülsel. .

58.69

53,81

58,69

58,81

Italien. . .

21.83

21,87

21,83

21,87

Paris . . .

16,87

16,61

16,57

16,61

Eckwei, . .

82.11

82,27

82,11

82,27

Spanien . .

32,57

32,63

32,47

32.53

Danzig . .

81,97

82.13

81,97

82.13

Japan . .

1,489

1,491

1.489

1,491

Rio de Jari..

0,252

0,254

0,250

0,252

Jugoslawien.

7.463

7,477

7,463

7,474

Lissabon

13,19

13,21

13,12

13,14

Reichsbankdiskont 7 v. h. Lombardzinsfuß 8 v. h.

Berlin, 10. Februar

Geld

25rM

Amerikanische Noten . ......

4,20

4,22

Belgllcke Noten .........

58,53

58,77

Dänische Noten.........

79,44

79,76

Englische Noten .........

14,39

14,45

Französische Noten........

16,53

16,59

Holländische Noten........

169,61

170,29

Italienische Noten........

21,81

21,89

Norwegische Noten........

78,44

78,76

Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling

Rumänische Noten...... .

2,49

2,51

Echioedilche Noten .......

81,09

81,41

Schweizer Noten.........

81,94

82,26

Spanische Noten.....«...

32.43

32,57

Ungarische Note» .......

Schwememarkt in Nidda.

Nidda, 10. Febr. Heute wurde hier der erste diesjährige Schweine - und Krämer­markt abgehalten. 3nfolge des kalten und win­digen Wetters war der Auftrieb an Ferkeln etwas niedriger, als bei den vorhergehenden Märkten. Er betrug 261 Stück. Bei großem Be­such von Kauflustigen ging der Handel flott, es verblieb kein Tieberstand. Die Preise waren fest. Für je ein Ferkel, sechs Wochen alt, wurden durchschnittlich 8 bis 9 Mk.: acht Wochen alt, 10 bis 11 ORt; zehn Wochen alt, 14 bis 15 Mk. bezahlt. Das Paar Springer kostete 40 bis 45 Mk.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 11. Febr. Auftrieb: 155 Rinder, 865 Kälber, 342 Schafe, 1023 Schweine. Es notierten pro 100 Pfund Lebendgewicht:Kälber. Beste Mast, und Saugkälber 36 bis 40, mittlere Mast, und Saugkälber 30 bis 35, geringe Kälber 26 bis 29. Schafe. Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 25 bis 28, mittlere Mastläm. mer, ältere Masthärnrnel und gut genährte Schafe 20 bis 24, fleischiges Schafvieh 16 bis 19. Schweine. Vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 40 bis 43, von etwa 200 bis 240 Pfund 40 bis 43, von etwa 160 bis 200 Pfund 38 bis 43, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 35 bis 40 Mark. Marktverlauf: Kälber und Schafe mittelmäßig, geräumt; Schweine langsam, aus­verkauft.

Sckäfermädchen. Die sehr große Schar von Zu­schauern hatte an den Spielen reges Interesse. Den ersten Preis errang Schäfer Wenzel aus Ulfa, von den Mädchen die Schäferstochter Elise V o n - derheit aus Dillingen. Die Feier wurde dann im Gambrinus fortgesetzt. Ein gemütliches Zusammen­sein wurde durch schöne Musikoorträge der Feuer- wehrkapelle Nidda und vorzügliche Lieder des Ge­sangvereinsSängerkranz" von hier genuß- und abwechslungsreich gestattet. Auch dem Tanzvergnü­gen wurde von vielen Gästen, besonders von den Äunaschäfern und -schäferinnen, in ausgiebiger Weise gehuldigt. Das Fest nahm einen sehr befrie­digenden Verlauf.

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

WSN. Obereisenhausen, 10. Febr. Bei einer Schlägerei, die sich in der vergange­nen Nacht hier entwickelte, wurde der Arbeiter Willi Konischer erstochen. Außerdem wur­den zwei Arbeiter namens Decker und Petri so schwer verletzt, daß sie in die Marburger Klinik eingeliefert werden muhten.

Amtsgericht Gießen.

Grunddienstbarkeiten bieten auf dem Land zwi. scheu streitenden Parteien nicht selten Anlaß zu Zwilprozessen, weniger zu Tätlichkeiten. 3m Fragefall kam es aber nach Erledigung des Pro­zesses auch zu letzteren, und mit ihnen hatte sich diesmal der Strafrichter zu befassen, währeird der Zivilrichter damit nichts mehr zu tun hatte. Auf Dem Grund und Doden, um den es sich handelte, gerieten die Parteien, auf der einen Seite Vater und Sohn, auf der anderen der Deklagte, für den der Rechtsstreit ungünstig ausgegangen war, mit Beziehung auf den Prozeß in heftigen Wortwech­sel. der in eine Rauferei, mit der die ersteren be­gannen, ausartete. Vater und Sohn schlugen auf den Gegner, der zu Fall gekommen war, gemein* gastlich ein, und der Sohn benutzte dabei eine Schippe, so daß der Verletzte Kratzwunden und blutunterlaufene Stellen am Körper davontrug. Die Angreifer beriefen sich auf Notwehr, die aber

nach der Deweisaufnahme ausgeschlossen war. Wenn der Verletzte nach einem Tranchiermesser rief, so geschah dies erst, nachdem Die Schlägerei vorüber war, und ein Gleiches gilt für Drohungen, die der Angegriffene ausgestoßen haben soll. Tln- ter Annahme mildernder Umstände erhielt der Vater wegen Körperverletzung 20 Mk., der Sohn 40 Mk. Geldstrafe.

Ein Fortbildungsschüler hatte zwei Nachholstun- den versäumt. Der Arbeitgeber des Lehrlings soll diesen absichtlich von der Schule ferngehalten, bzw. ihm die zu ihrem Besuche erforderliche Zeit nicht eingeräumt und dadurch gegen §25 des Hessi­schen Volksschulgesetzes verstoßen haben. Auf An­trag der Schulleitung erhielt er, da angeblich Straferschwerungsgründe vorlagen, einen Straf­befehl über 12 Mk. 3nfolge Einspruchs kam die Sache zur Verhandlung, worin der Angeklagte erklärte, er habe von der Anberaumung der Nach- holestunden nichts gewußt, eine diesbezügliche Mitteilung fei ihm nicht zugegangen. Ein gegen­teiliger Nachweis konnte nicht erbracht werden. Da eine derartige Mitteilung in solchen Fällen eine Voraussetzung der Strafbarkeit ist, erfolgte Freisprechung.

3n einem Dorf der Umgegend fand eine auch aus der Nachbarschaft besuchte nationalsozialisti­sche Versammlung statt, in der auch Kommunisten erschienen waren. Nach Schluß verliehen die Par­teien auf Anordnung der Polizei getrennt baä Versammlungslokal ; die Nationalsozialisten be­gaben sich in einen Nachbarort und begehrten dort trotz der bereits eingetretenen Feierabendstunde Einlaß in einer bereits geschlossenen Wirtschaft. Der Wirt öffnete schließlich, nachdem ein Guts» Pächter aus der Umgegend u. a. erklärt hatte, er übernehme jede Verantwortung, sie hätten «Ä)utz nötig, cs drohe ein Kommunistenüberfall. Die Sache wurde bei Gericht anhängig, das auf Die letzterwähnte Verteidigung des Angeklagten nicht naher einging, da es annahm, ein derartiger Schuh hätte sich auch auf andere Weise ermöglichen las­sen. Zudem wurde Das Verabreichen von Geträn­ken festgestellt. Die Angeklagten darunter der Wirt erhielten wegen ^Übertretung der Poli­zeistunde die übliche Geldstrafe. Nur dieienige des Gutspächters wurde erhöht, weil er für alle

Geschehnisse die Verantwortung in irreführenbet Weise übernommen hatte. Sie war gänzlich unnütz.

Aus dem Amtsverkündigungsblati.

* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 10 vom 9. Februar enthält: Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. Verordnung über Preisschilder und Preisverzeichnisse. Trichinen­schau. Das Beschneiden Der Hecken. Benachrich­tigung der Gendarmeriestationen durch die Orts­polizeibehörden. Aenderung der Polizeivervrd- nung über die Verkehrsregelung in der Stadt Gießen. Die Mitnahme von Hunden in Felder und Wälder. Wiesenrundgänge im Frühjahr 1932. Ausführung des Artikels 20 desVolksschulgesehes. Zur Entlassung kommende Schüler, die ein Hand­werk erlernen wollen. Dienstnachrichten.

Briefkasten der Redaktion.

lNechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Sch. in Gießen. Hinsichtlich Ihres Schwieger­vaters in Gambach dürfte Steuerfreiheit be­stehen, da das erforderliche Einkommen von 900 Mk. bei einem Sozialrentner nicht erreicht wird. Zuständig für den Einspruch ist die Bürger­meisterei in Gambach.

Ein Unwissender in der Frankfurter Straße. In Anbetracht der Verschiebungen, Die in Ihrem Falle hinsichtlich des Mietobjektes oder der Miet­objekte stattgefunden haben, läßt sich eine be­stimmte Auskunft über die Höhe des jetzt von Ihnen zu zahlenden Mietpreises nicht erteilen, da der Nuhungswert der Ihnen entzogenen Grundstücke, sowie des Kellers und des StalleS bisher nicht feststeht. Falls hierüber jetzt feine Einigung zustande käme, wäre der Wert durch Sachverständige festzustellen. Dieser Wert ginge von der Friedensmiete ab, von der Sie barn wieder 10 Prozent abziehen dürfen. Insoweit Ihnen aber der Vermieter auf Ihre frühere Reklamation hin schon eine Mietsenkung be­willigt hat, können Sie nicht eine nochmalige Senkung verlangen, die bann ben Betrag von 10 Prozent ber Friebensmiete überstiege. Diese ist jetzt nochmals genau festzustellen, wenn ein Vergleich nicht zustanbekommt. 2n Diesem Falle ist das Mieteinigungsamt anzurufen.

Eewiuuauszug

5. Klasse 38. Preuhisch-SSddeutfche (264. Preuß.) Staats-Lotterie

Ohne Gewähr Nachdruck verböte»

Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einet auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und H

1. Ziehungstag 9. Februar 1932

In der heutigen Bormittagsziehung wurden Gewinne

über 400 M. gezogen

2 ®ttohtne r» 25000 TL 332268

4 ®«Statt« m 10000 M. 208596 330707

8 ®t»tan« »u 5000 9B. 324014 369566 374046 391436

14 ®e»tane tn 3000 «L 17857 99133 103008

115029 274286 322519 397220

70 ©etoinn« »u 2000 M. 1503 36162 42716 62748 68088 75291 99244 99777 104702 111551 116271 123158 128910 132964 133877 161612 166255

209847 212265 238192 282951 284952 318290

324531 326606 340654 341395 349269 361371

362555 365985 370660 380389 382957 395317

118 »etetan« »u 1000 M. 5692 18468 23517 36944 49477 51223 56769 60873 61019 66032 87573 90212 98446 100877 109234 109736 110130 118241 122428 143229 147132 150700 155508 155568

162848 169552 171894 173668 174504 176690

178319 193184 201809 205937 209052 210592

220579 220828 233210 238712 239183 263861

272720 273889 279276 307183 313499 313632

316638 317081 318029 321558 337998 353668

364014 364027 374381 374837 391033

206 ©tteinne .a 600 . 3705 14126 19013 21633

22300 23072 31196 33765 35483 38508 42268 46725 60161 64856 65041 65802 70914 72206 79124 81781 36545 92674 96810 97686 97737 102075 108174 115220 127813 130727 137109 137199 141849

147766 148268 152393 157491 158684 161840

164038 173940 178537 179236 179700 186847

190862 190943 191504 196279 200829 206003

207062 207547 211094 217368 220231 220641

224647 233840 237143 242568 245948 247514

256283 257490 269959 263129 263471 266009

267577 268318 270421 270446 288026 288306

291958 297117 298687 299270 306931 306954

309168 309669 320762 322708 324685 328098

333317 341391 344636 344895 352017 358637

362129 363207 367404 373468 374720 386560

386636 387020 387909 398808

In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

4 ®«tDtnae tu 10000 TL 48934 135380

6 Srwtait« »u 5000 M. 143996 286117 389340

14 Gewinne »u 3000 HL 33220 44466 113804

139651 239683 368212 370159

56 Oftomnt zu 2000 W. 28250 35277 41869 66261 94666 99808 118319 119023 146876 193607 201216 208253 212434 289897 300179 300781

30=857 312785 321364 329881 335749 336186

359094 359488 360678 375048 390867 399340

103 Gewinn« ,a 1000 W. 5234 1 2198 26109 29342

34011 41323 41963 44116 44328 51037 82772 89394 90782 91081 91745 99357 100599 107055 116538 124873 138839 155107 158687 160696 165619

172432 188470 193727 196719 215111 217828

220369 221739 250312 261021 265841 266955

268163 279847 281442 282861 310916 315613

315736 323061 338206 340099 340196 341712

365445 366016 388834 369728 380713

192 S.wtnn« 600 M. 6556 6593 7359 13477 16341 26217 27341 31789 32344 37070 43860 63884 67636 61254 63336 70032 79336 80142 80221 82964 83296 84529 92785 100880 101492 101709 104623 119304 121247 126086 126460 128660 131533

132323 141094 142936 147476 151467 165767

166479 167605 157802 158382 161827 163308

164282 166749 177464 193304 197648 199052

199118 218207 219801 220814 221687 223014

226714 229988 239999 242310 242574 256742

264841 272011 277206 279309 283788 286249

287270 292881 293407 309272 311104 313990

315822 319702 319984 326073 336466 338521

343900 345074 366501 367637 368500 373332

376448 386121 386322 386358 386618 388209

295245 396427 397535

Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 5f 0)00, 2 Gewinne zu je 600000, 2 zu je 800000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu je 75'>00, 12 zu je 50000, 28 zu fe 25000, 192 zu je 10000, 488 zu je 5000, 972 zu je 3000. 2874 zu je 2000, 5774 zu je 1000, 9602 zu je 500. 28978 zu je 400 M.

Auch bei bescheidenstem Wirtschaftsgeld kann die Hausfrau stets kräftige Suppen, Sogen. Gemüse usw. auf den Tisch bringen, wenn sie Maggis Fleischbrüh- würfel verwendet. Alle damit hergestellten Gerichte schmecken gerade so, als ob sie mit Fleisch gekocht wären. Dabei sind Maggi's Fleischbrühwürfel billig.

1137 A

Gerade in der rauhen Jahreszeit ist Hautpflege besonders wichtig, denn Wind, Kälte und Nässe Der­minbern den normalen Fettgehalt der Haut und machen sie spröde und rissig. Vorbeugen ist auch hier besser und leichter als heilen. Wichtig ist, baß daß verwendete Präparat auch tatsächlich in die Haut einbringt unb nicht auf ihr liegen bleibt, unb selbstverständlich muß es unbedingt reizlos fein. Beide Forderungen werden von Nioea-Creme er- füm. 163V