Ausgabe 
11.1.1932
 
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Oie Bürgersteuer 1931

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Kommunaler Preisabbau.

WSA. Marburg, 10. Ian. Die Stadt Mar­burg hat. rückwirkend vom 1. Ianuar ab, die Preise für «elektrischen Strom und für GaS um je 1 Pf. gesenkt. Ausgenom­men von ter Senkung bleibt der Kilotvattstunden- preis des nach Sondertarif in ter offenen Zeit abgegebenen Stromes. Don ter Senkung des Wasserpreises sowie des Straßenbahntarifs, der mit 10 Pf. einer der niedrigsten in ganz Deutsch­land ist, wurde Abstand genommen.

WSA. Fulda, 10. Ian. In Fulda ist eine Herabsetzung der Tarife für Gas und elektrischen Strom in Aussicht genommen. Geplant ist eine Senkung des Gaspreises von 22 auf 20 Pf. pro Kubikmeter. Auch die sog. Haus­tarife werden gesenkt. Der Lichtstrompreis soll von 40 auf 38 Pf. pro Kilowattstunde ermäßigt werden. Ebenso ist eine Ermäßigung bei den Strom-Sontertarifen geplant.

WSA. Kassel, 10. Ian. Der Aufsichts­rat ter Städtischen Werke AG. hat beschlossen, eine Senkung ter Werktarife vorzunehmen. Der G a s p r e i s wird von 20 auf 18 Pf. pro Kubik­meter gesenkt. Der Licht st rompreis fällt von 45 auf 44 Pf., ter Kraft st rompreis von 23 aus 22 Pf. je Kilowattstunde. Außerdem wird ein neuer Haushaltstarif wahlweise ein* geführt.

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töchter, die im elterlichen Geschäft tätig sind, bürger­steuerpflichtig.

Maßgebend für die Steuerpflicht 19 31 sind d i e Verhältnisse am 10. Ok­tober 1931.

Die Bürgersteuer darf nicht erhoben werden von Personen:

1. die am Stichtag vom Wahlrecht ausgeschlos­sen, oder in der Ausübung behindert sind, oder bei denen das Wahlrecht ruht.

2. die am Fälligkeitstag Arbeitslosen, oder Krisenunterstützung beziehen:

3. die am Fälligkeitstage laufend öffent­liche Fürsorge genießen:

4. die am Fälligkeitstag Renten aus ter reichsgesetzlichen Sozialversicherung empfangen, sofern ihr gesamtes Jahreseinkommen 900 Mark nicht übersteigt,

5. die am Fälligkeitstag eine Zusatzrente nach §88 des Reichsoersorgungsgesetzes emp­fangen.

Ferner sind von ter Bürgersteuer befreit Per­sonen, deren mutmaßliches Jahreseinkommen für 1932 unter 500 Mark betragen wird, es sei denn, daß sie mehr als 5000 Mark landwirtschaftliches, Grund- oder Betriebsvermögen besitzen. Bei Ein­kommen zwischen 500 Mark und 1220 Mark ist die Hälfte des niedrigsten Satzes, also 9 Mark, zu be­zahlen (f. oben).

Hausange st eilte (Dienstmädchen usw.) dürf­ten in der Regel bürgersteuerpflichtig fein. Bei die­sen ist neben der Barvergütung der Wert der Sach- oezüae (Wohnung und Kost) mit 300 Mark jährlich in Ansatz zu bringen, so daß sich dadurch im allge­meinen Jahreseinkommen von über 500 Mark er­geben werden.

Gegen die Heranziehung zur Bürgersteuer oder die Höhe der Veranlagung ist der Einspruch zu­lässig, der binnen 4 Wochen von der Zustellung ab ?[ereignet bei der Bürgermeisterei (Stadthaus, Berg- traße) anzubringen ist.

Während von den Lohn- und Gehalts­empfängern die Bürgersteuer (wie im Vorjahr) auf ter Lohnsteuerkarte angefordert und durch Einbehaltung entsprechender Lohnteile ent­richtet wird, sind die übrigen Steuerpflichtigen von der Wohnsitzgemeinde (nicht mehr wie im Voriahr vom Finanzamt) belonderszuoer- a n l a g e n. Steuerpflichtige, die neben dem Ar- beitslohn sonstiges Einkommen von mehr als 500 Mark haben, erhalten, falls durch dieses sonstige Einkommen eine höhere Steuer begründet wird, einen zusätzlichen Steuerbescheid. Sie müssen also auf zweifachem Wege Bürgersteuer entrichten, einmal durch Einbehaltung entsprechender Lohnteile seitens des Arbeitgebers, dann auf Grund des zusätzlichen Steuerbescheides.

Soweit die Bürgersteuer durch Einbehaltung eines Lohnteiles zu entrichten ist, haftet der Arbeitgeber für die von ihm einzubehaltenden Beträge. Die Finanzämter sind angewiesen, durch Kontrollen an Ort und Stelle die genaue Befolgung der dem Ar­beitgeber auferlegten Verpflichtungen zu überwachen.

Die Steuerbeträge werden, soweit sie durch Steuerbescheide oder zusätzliche Steuerbescheide an­gefordert worden sind, fällig bis zum 10. der Monate Dezember 1931 Februar und März 1932. Soweit die Bürgersteuer durch Einbehaltung von Lohnteilen entrichtet wird, liegen die Fälligkeitstage, wie sich dies nach Seite 4 der Steuerkarte ergibt, in den Monaten Januar bis Juni 1932. Zahlstelle ist in diesem Jahre in allen Fällen die Stadtkasse Gießen.

9. Januar, ist in ter vorletzten Zeile deS zweiten Absatzes ein Setzfehler enthalten. ES muh dort anstatt Staatsregierung richtig StaatsgefIn­nung heißen.

* Zinscrmäßigung bei den Kreis- Umlagen. Das Kreisamt Gießen hat auf Grund ter Vierten Aotvervrdnung ter Aeichsregierung die Stundungszinsen für Kreisumlagen bis auf weiteres auf 8 v. H. festgesetzt. Bisher wurden für gestundete Kreisumlagen 12 v. H. als Zins erhoben. Ferner hat das Kreisamt die Steuer- Verzugszuschläge von 120 v. H. pro Iahr völlig aufgegeben. Den Bürgermeistereien ist empfohlen worden, gleiche Beschlüsse hinsichtlich der Ge­meindeumlagen durch die Gemeinderäte fassen zu lassen.

** Aufgehobene Straßensperre. Die auf ter Provinzialstraße LeihgesternWatzen-

.Mrei» Schotten.

Groß-Eichen. 10. Ian. In ter Rächt zum Freitag statteten Diebe unserem Ort einen Besuch ab. Verschiedene Wäschestücke, die im Freien zum Trocknen hingen, und ein Kaninchen ließen die Langfinger, die offenbar Ortskenntnis besaßen, mitgehen. Hoffentlich gelingt es, den oder die Täter bald ausfindig zu machen.

Starkenburg.

Darmstädter Vollsbanl.

WSR. D a r m ft a b t, 9. Jan. Die Leitung der Darmftäbtcr Lolksbank teilt mit: Zwischen der Darrn st ädter Dolksbank e. G. m. b H. und tenfrüherenAussichtsratsrnitglie- dem schwebenV ergleichsoerhandlungen, die die Hoffnung auf eine gütliche Regelung begrün­tet erscheinen lassen. Im Interesse der Sache dürsten sich deshalb weitere (Erörterungen erübrigen.

Preußen.

politischer Zusammenstoß in Wißmar.

Wißmar, 11. Jan. Gestern nachmittag sollte in unserem Orte eine Versammlung der National­sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei stattfinden, zu der auch Nationalsozialisten von auswärts tarnen. Noch bevor die Versammlung beginnen konnte, tarn es auf der Straße in der Nähe des Bahnhofs zu einem Zusammenstoß zwischen Kommu- nisten und Nationalsozialisten, der eine schwere Schlägerei zur Folge hatte. Dabei wurden Pflastersteine, Knüppel und Zaunlatten als Waffen benutzt. Drei Polizeibeamte konnten sich gegenüber der Menschenmenge nicht durchsetzen, so daß das UeberfaUfommanbo von Wetzlar herbeige­rufen werden mußte, dem es bann auch gelang die Ordnung wiederherzustellen. Bei der tätlichen Aus­einandersetzung wurde ein Nationalsozialist schwer verletzt, mehrere Personen auf beiden Seiten trugen leichtere Verletzungen davon. Die polizeiliche Untersuchung ist zur Zeit noch im Gange. Nach dem bisherigen Ergebnis der Untersuchung steht fest, daß die von auswärts kommenden N a - tionalsozialisten am Ortseingang von den Kommunisten überfallen wurden, worauf sich die Schlägerei entspann. Die Versamm­lung fiel aus, ebenso wurde eine politische Ver­sammlung der NSDAP, am Abend in Krofdorf abgesagt.

Verhängnisvoller Sturz mit der Sprengstoffkiste.

WSA. Biedenkopf. 10. Ian. In einem Steinbruch in ter Rähe ter Gemeinde Lix - seid ereignete sich eine folgenschwere Eff * plosion. Zwei Arbeiter aus Hirzenhain und Lixfeld waren damit beschäftigt, eine Kiste Spreng st of f nach ter Grube zu bringen. Der Arbeiter A e h m aus Hirzenhain stürzte am Rande ter Grube, die Kiste schlug auf einen Baumstumpf und explodierte. Rehm erlitt so schwere Verletzungen, daß er sofort starb. Der Begleiter kam, da er durch einige Bäume geschützt war, mit leichteren Verletzungen davon, doch muhte auch er in das Krankenhaus eingeliefert werden. Der Tote hinterläßt Frau und Kind.

Die Wettei-lage.

usw.

Nach dieser Tabelle beträgt für Personen, die ein­kommensteuerfrei sind, d. h. die weniger als 1220 Mark Jahreseinkommen haben, die Bürgersteufr die Hälfte des niedrigsten Satzes - V» von 18 Mark = 9 Mark. Diese Ermäßigung gilt n i ch t für Per­sonen, deren landwirtschaftliches, forstwirtschaftliches und gärtnerisches Vermögen, Grund- oder Betriebs­vermögen nach den Einheitswerten 10 000 Mark übersteigt: diese müßen den niedrigsten Satz, also 18 Mark, bezahlen.

Verheiratete haben für die Ehefrau die Hälfte der vorstehenden Sätze mehr zu bezahlen, so daß sich ergeben: 9 Mark 4- 4,50 Mark = 13,50 Mark, 18 Mark + 9 Mark = 27 Mark, 27 Mark + 13,50 Mark = 40,50 Mark. usw.

Als bürgersteuerpflichtiges Jahres­einkommen gilt das vom zuständigen Finanz­amt für den in 1930 endigenden Steuerabschnitt er­mittelte Einkommen. Hiervon sind dbAufefoen 1220 Mark, und zwar 720 Mark als steuerfreier Betrag und 500 Mark für Werbungskosten: dagegen finden für Familienermäßigungen keine Absetzungen statt.

Steuerpflichtig sind grundsätzlich auch für 1931 alle im GemeindebeAirk wohnenden natürlichen Personen, die über 20 Jahre alt sind: neu ist die Be- ftimmwng, daß sie selbständig auf eigene Rechnung leben müssen. Hiernach sind für 1931 befreit: Schüler, Studenten, überhaupt alle in der Ausbil­dung begriffenen Personen, ferner Söhne und Töchter ohne eigenes Einkommen, die im Haushalt der Eltern leben. Dagegen sind Haussöhne und Haus-

born-Oteinbcrg verfügte Sperre derOr t -durch­fahrt Steinberg ist wieder aufgehoben wor­den.

* Dienstjubiläum hei der Reichs­bahn. Dieser Tage konnte Lokomotivführer Wil­helm Vogt beim Bahnbetriebswerk Gießen, wohn­haft in Klein-Linden, auf eine 25jährige Dienst­zeit bei ter Reichsbahn zurückblicken. Aus die­sem Anlaß wurde dem Iubilar von dem Leiter des Bahnbetriebswerks, Amtmann von der Heydt, ein Glückwunschschreiben ter Reichsbahn­verwaltung überreicht. Seine Mitarbeiter liehen ihm reiche Ehrungen zuteil werden.

ee Von den Friedhöfen. Im Iahre 1931 wurden auf den Begräbnisplähen unserer Stadt 352 Erdbestattungen (gegen 305 im Vorjahr) Dor- genommen. Davon entfallen 331 Beerdigungen (289) auf den Friedhof am Rodberg, 18 Be­erdigungen (16) auf den Friedhof am Aahrungs- berg. Don den Verstorbenen im Iahre 1931 waren 170 Männer und 182 Frauen, die erb­te ft attet wurden. Auf dem Alten Friedhof wur­den außer den 18 Beerdigungen hn abgelaufenen Iahr 17 (16) Aschenurnen in Erbbegräbnissen teigesetzt. Im Krematorium auf dem Friedhof am Rodterg wurden 1931 im ganzen 97 (101) Einäscherungen vorgenommen, und zwar 51 (64) männliche und 46 (37) weibliche Verstorbene. Von den Einäscherungen entfallen auf die Gie­ßener Bevölkerung 54, auf Ortsfremde 43. Im ganzen fanden seit ter Einführung der Feuer­bestattung in Gießen (August 1921) 498 Ein­äscherungen statt.

Steinwurf gegen einen D-3ug. Gegen den O-Zug 28 BerlinFrankfurt a. M.. ter um 17.13 Ute aus Richtung Marburg in Gießen eintrifft, wurde gestern zwischen Lollar und der Badenburg ein Stein geworfen, der die Fensterscheibe eines Abteils^ dritter Klasse traf und zertrümmerte. Zum Glück wurde durch den Steinwurf, wie auch durch die Splitter der Fensterscheibe niemand verletzt. Aach Meldung des Vorfalles auf dem Bahnhof Gießen begab sich eine Strcifwache der Bahnpolizei sofort an den Tatort, konnte aber dort niemand mehr arx- trefsen. Allem Anschein nach hantelt es sich um groben Unfug, den einige Buben sich geleistet Boten.

* Mit schweren Kopfverletzungen auf der Straße aufgefunden. Am Sams­tag gegen 22 Uhr tourte am Ortseingang von Klein-Linden ein Arbeiter aus Lützellinden mit schweren Kopfverletzungen auf der Straße lie- gend augefunten. Die herteigerufene Freiwil­lige Lanitätskvlonne vom Roten Kreuz in Gießen verbrachte den Mann nach der Chirurgischen Kli­nik, wo er mit einer Gehirnerschütterung bar- nieterliegt. Ob es sich, wie von einer Seite be­hauptet wirb, um einen burch ein Automobil ver­ursachten Derkehrsunfall hantelt, oder ob ein Sturz des Mannes infolge Fehltritts in Betracht kommt, muß erst di« Untersuchung durch die Dendarmerietehörte ergeben. Der Verletzte selbst kann sich auf nichts besinnen, was als Ursache seines Unfalls in Betracht kommen könnte.

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Wettervoraussage.

Die Atlantikstörung breitet ihre Ausläufer immer weiter nach bcm Fcstlande aus und schiebt unter Barometersall ihre Warmluft vor. Bei ihrem Aufgleiten auf die Kaltluftreste des östlich abge- drängten Hochs stellt sich Bewölkung ein, die bereits in unserem Bezirk in Erscheinung tritt. Da die Zu­fuhr milder, ozeanischer Luft weiter fortbauert, steigen die Temperaturen zunächst noch an, und zeit­weise treten Niederschläge auf.

Aussichten für Dienstag: Bewölkt unb einzelne Niederschläge, mild.

Aussichten fu r Mittwoch : Wechselnd wolkig mit vorübergehender Aufheiterung, einzelne Schauer, etwas kälter.

Lufttemperaturen am 10. Januar: mittags 2,9 Grad Celsius, abends 1,4 Grad: am 11. Januar: morgens 2,5 Grad. Maximum 2,9 Grad, Minimum 1 Grad.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

CO Klein-Linden. 10. Jan. Im verflossenen Iahre wurden in unserer Gemeinoe elf Kinder geboren, ohne die in den Kliniken und Kranken­häusern ter Stadt Gießen zur Welt gekommenen. Die Zahl der Gestorbenen betrug nach dem Stanbesamtsregister elf: Eheschließungen wurden 13 vorgenommen. Konfirmiert wurden 24 Kinder, 15 Knaben und 9 Mädchen. Die Einwohnerzahl " beträgt nach der letzten Zählung 2065, gegen 1985 bei ter vorletzten Zählung.

Leihgestern, 10. Jan. In unserer Kirche lief ein Chinafi Im. Er zeigte das Leben und Leiden der Frauen Chinas. Die Zuschauer folgten mit hohem Interesse den klaren Bildern, die von Missionar Veite in Kassel erklärt wurden. Die Kollekte ergab einen stattlichen Betrag, der der Basler Mission zugeleitet werden soll.

O ©rüningen, 10. Jan. Bei der ersten Brennholzversteigerung, die entgegen der früheren Gewohnheit, das Holz an Ort und Stelle im Wald zu versteigern, in der Turnhalle stattfand, wurden folgende Durchschnittspreise crziett: Buchen- scheitholz 20 Mark, Buchenknüppel 16 Mark, Buchen- reifer 9 Mark, Eichenscheitbolz 15 Mark, Eichenreiser 7 Mark, Kicfernreiser 5 Mark je Raummeter.

J) Lrch, 10. Jan. In den Waldungen der Stadt Lich fand jetzt die erste Brennhol zv er steige- r u n g statt, die außerordentlich gut besucht war. Die durchschnittlichen Gebote beliefen sich für Buchen, scheiter auf 17 Mark, Duchenknüppel 11 Mark, Buchenstöcke 7,50 Mark je zwei Raummeter und für Buchenwellen auf 7 Mark je 50 Stück.

Aus der Provinziashaupistadt.

Gießen, den 11.Ianuar 1932.

Ausstellung edler Pelztiere.

In den ehemaligen Palast-Lichtspielen ist bis morgen abend eine sehr interessante Ausstellung zu sehen. Lebende Pelztiere edelster Rassen stehen in Käfigen zur Schau. Es ist dies die erste Ausstellung dieser Art in Ober­hessen, und sie verdient nicht &ulefit deshalb alle Beachtung. Gleich am Eingang zieht ein Stein­marder die Aufmerksamkeit ter Besucher auf sich. Er shringt in unbezähmbarem Freiheitsdrang am Gitter des Käfigs auf und ab und hat keinen Augenblick Ruhe. Aicht weniger lebenbig sind die Edelmarder, die Deutschen-, Gold- und Tiger- Iltisse, das interessante Albino-Frett­chen, die Aerze usw. In der Ausstellung sind außerdem verschiedene Arten von Füchsen ver­treten (Silberfuchs, Kreugfuchs. Rotfuchs), Tiere, die ruhig in ihren Käsigen liegen und mit klugen, aufmerksamen unb glänzenden Augen das betrieb­same Leben um sich herum beobachten. Diel Be­achtung finden außerdem die beiden Wasch­bären, die durch ihre possierliche Art dem Publikum viele Freute bereiten. Prächtige Ka­ni n ch e n in den verschiedensten Farben und Ras­sen, edelster Züchtung, mit prächtigen Pelzen angetan, lassen dem Besucher die Bedeutung die­ser Tiere für die Pelzindustrie erkennen: zugleich sind sie ein Beweis dafür, bah in ber Züchtung große Fortschritte gemacht wurden. Ein sehr inter­essantes unb ter deutschen Bevölkerung weniger bekanntes Tier ist bas Autria (Sumpfbieber, Dieberratte, Schweifbieber), das in verschiedenen prächtigen Exemplaren vertreten ist. Allenthalben hat man Gelegenheit, festzustellen, daß sich die Tiere in bestem Zustande befinden und sorgfältige Pflege aeniehen. Die Tiere zeigen Pelze in schönen Zeichnungen, in feinen Farben, von guter und bester Beschaffenheit. An Hand der Werte, die in dieser Ausstellung vereinigt sind, kann man ermessen, von welch' hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung die Pelztterzucht (die nunmehr auch in Deutschland auf eine breitere DaftS gestellt wird), ist. Es ist an Hand dieser Ausstellung zu verstehen, daß hohe Beträge im Lande bleiben können, wenn die deutsche Pelztierzucht und die pelzverarbeitende Industrie vom Auslandmarkt unabhängig gemacht werden. Erfreulich ist eS außerdem, feststellen zu können, daß sich die oter- hessische und hessische Pelztierzucht auf beacht­licher Höhe befindet. DaS Tierseucheninstitut ter Universität bereicherte die Ausstellung mit einigen Präparaten und Diapositiven über Pelztierkrank- heiten.

Die Ausstellung fand bereits regen Zuspruch. Richt weniger als rund 1500 Personen besuchten allein am SamStag und am Sonntag die Schau. In Anbetracht dessen hat man sich entschlossen, die Ausstellung noch biS Dienstagabend offenzu­halten. Mit ter Schau war auch eine Prä­miierung verbunden, die folgende Srgebniffe

Bekannllich ist den Gemeinden feit ber Notverord­nung des Herrn Reichspräsidenten vom 1. Dezember 1930 die Erhöhung der Grund, und Gewerbesteuern über bestimmte Grenzen hinaus untersagt worden. Als Ersatz für den steigenden Finanzbedarf infolge der Wohlfahrtslasten wurde eine neue Steuerquelle in Gestatt der Bürger ft euer erschlossen. Ange- sichts der immer schwierigeren Finanzlage der Ge­meinden gewinnt diese Steuer steigende Bedeutung. Während für 1930 noch zahlreiche Gemeinden von der Einführung dieser Steuer absehen konnten, ist für 1931 überall dort hie Einführung notwendig ge- worden, wo der unausgeglichene Haushaltsplan bzw. der Anspruch der Gemeinden auf die Beteili­gung an der Reichshilfe für die Wohlfahrtserwerbs, losenlaslen dies erforderten. So ist es u. a. für die Teilnahme an dieser Reichshilfe die Erhebung der Bürger st euer in Höhe von 300 o. H. des Landessatzes Voraussetzung.

Die Stadt Gießen hatte ursprünglich die Er­hebung der Bürgersteuer für 1931 mit 200 v.H. des Landessatzes vorgesehen, und noch im November 1931 ist durch Anordnung des Oberbürgermeisters die Höhe der Steuer auf 300 v. H. des Landessatzes festgesetzt worden. Damit ist aber nicht gesagt, daß nun jedermann das Dreifache der für 1930 bezahlten Bürgersteuer zu entrichten habe: durch eine schärfere Staffelung ist für zahlreiche Steuerpflichtige neben der Verdreifachung des Satzes die Steuerschuld eine wesentlich höhere als für 1930.

Bei dem für die Stadt Gießen gültigen Steuersatz

Ärcie Friedberg.

WSR. Dad-Raubeim. 10. 3an. Der Ct abtrat hotte in seiner letzten Sitzung eint Erhöhung der Hundesteuer, die von der jkrtocltung beantragt wer en war. abgelehnt und es bei den Dor,ate.Qcn Sutzen belaßen. Der Bürgermeister hat letzt auf Grund ter be­kannten Dervrbnung tes Reichspräsidenten zur Sicherung ber Haushalte von Ländern und De­

von 300 v. H. beträgt die Bürgersteuer :

bei Einkommen unter der einkommen- steuerfreien Grenze

bei Einkommen bis 4 500 Mark

, 6 000

8 000

hw 12000

16 000

20 000

Silberfüchse: Vogelsberg-Silbers uchssarm Herbstein. Ghrenurkunde des LandeSverbandes Rord-Bayern.

Rutria: I. Kaufmann, Ehrenurkunde des Lantesverbandes Brantenburg: P. Berger, Saalfeld. SHrenurkunte deS Reichsbunbes (Dun- tespreis).

R e r z e: W M u t h. Vilbel, Ehrenurkunde deS Lantesverbandes Düd-Dahern: Mehl, Hochel­heim, Ehrenurkunde deS Landesverbandes Hessen.

Iltisse: Dr. G r b, Gießen, zwei Ehrenurkun­den (Landesverband Thüringen. Landesverband Württemberg).

Marder und Iltisse: H.Stork. Arheil- gen, SHrenurkunte des Lantesverbandes Baden- Pfalz.

Marder: R.Schorch, Erfurt, Ehrenurkunde des Landesverbandes Hessen.

Außerdem gelangten noch verschiedene Ehren- und 1. Preise zur Verteilung.

Taten für Montan, II. Januar.

Sonnenaufgang 8.28 Uhr, Sonnenuntergang 16 37 Uhr. Mondaufgang 10.34 Uhr, Monbuntergang 20.31 Uhr.

1871: der Verlagsbuchhändler Hermann Meyer in Hildburghausen geboren; 1882: ber Naturforscher Theodor Schwann, Begründer ber Zellenlehre, in Köln gestorben.

Bornotizcn.

TageskalenberfürMontag: Stabt- theater Gießtn,Frauen haben baS gern ...!, 19.30 bis 21.45 Uhr. Goethe-Dunb, 20 Uhr. Reue Aula. Dichteratenb: Werner Bcumelburg. FGF.. bei Kamerab Dippel, 20 Uhr, Vor- standssiyung, 21 Uhr, Monatsversammlung. GfF., 20 Uhr. bei Kamerab Dechert, Monats­versammlung. Palast-L'chtspiele, Edel-Pelz­tier-Ausstellung. L chtspielhaus, B. hnhofstraße: Douaumont".

21 us dem Stabttbeaterbureau wird uns geschrieben. Heute 19.30 Uhr findet auf Grund vielfacher Nachfragen und Wünsche eine nochmalige Wiederholung der SchwankoperetteFrauen haben das gern ...!" von Arnold und Bach, Gesangsterte von Nideamus, Musik von Walter Kollo, statt. Die Intendanz weist darauf hin, daß diese Wiederholung nur einmalia ist, unb zwar außer Abonnement und zu Heinen Operettenpreisen. Morgen, Dienstag, als 14. Vorstellung im Dienstagabonnement alleinige deutsche Urausführung des Schauspiels:Verstehen wir uns? von Peter v. Preradovic. Spielleitung die­ses Zeitstückes, besten aktuelles Thema allgemein von besonderem Interesse sein dürfte liegt in Händen von Peter F a s s o 11. Die Rolle ter Großmutter spielt Frau Auguste Prasch-Greoenberg. Beginn 20 Uhr, Ende 22 Uhr.

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