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(hinter dem Orchester) bee in tracht iat. Der Mai nerchor mit Orchesterbegleitung, .Die Mühle i

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etwa 1 000 Mark Bargeld in die Hände sielen, sand schnell feine Aufklärung. Beamte der

nach Bekanntwerden des Einbruch- mit dem Po-

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war CLUB auf dem Zigarettenmarkt noch eine belang

lose Rarität. Heute ist jede vierte in Deutschlan

gerauchte 31 Pfg. Zigarette (mit Gold) eine CLUB

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dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der beschäftsstelle auf.

Wer am Sonntagabend der Einladung der Män­ner- und Fraucnverctniaung der Matthäus-Gemeinde geistlichen Abendmusik in der Stadtkirch«

und Glanz gegen frühere Jahre bedeutend flcroon- hat. und Frau Woelke mit ihrer seingeschllf-

fchaftlichen. sondern auch einen lehr bedeutenden prakrifchen Wert. 31t doch dieses Gebiet sicher von dauerndem Einfluß aus die Wetterlage von

und Dr. Lowe beobachteten. Die Kenntnis des WetterS, besonders der Luftdruckverhältnisse in Grönland hat nicht nur einen theoretilch-wifsen-

haltvvll und mit gutem Ausdruck. Die Wirkung wurde leider durch di« Stellung der Solistin

lizc und Carmen am Tatort die Ermittelungen aus. Bei Ankunft der Beamten in Romrod wurde noch der Diebstahl eines Motorrades zum Aachteil des Landwirts Konrad Wald gemeldet. Der an der Cinsteigestelle angefehte Polizeihund nahm sofort eine Spur auf. die nach der etwa 400 Meter entfernt liegenden Scheune führte, auS der daS Motorrad entwendet

Wenn Ihre Empfehlungsanzeige

In der Freitags- oder in dei Samstags­nummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung werben soll

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"*S Die molorlpriß, : 'i 11 flber immer wie. J enJorW Die 8.1" Drei benachbo^e lcascherl. Das Feuer ist hannooiltt in Holland, fische Orchester er- -sterdam unter Leiluna ^w^ntlichen Srsolg , waren beide Konnte Dlinim, unter dem sich -st. Mitglieder des Ä- lsularkorps, sowie nam« Aschen und toirtschast- W befanden, besucht, wurde den Ttdina richeinen der ge* Familie zuteil, wv- \ deutschen Dirigenten ihre Bewunderung für ilsdruck brachte.

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n) fuhr ein geschlossenes :r Personen belegt war, dos eint am Strand om Meeresuser trennt.

dieser Stelle 20 Meter Insassen tonnt« sich »ssen ertranttn.

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auf die arktischen Probleme aufmerksam und hat alS Leiter der Expedition alle-, zuletzt sein Le­ben. für ihr Gelingen eingesetzt. Beben der Tra­gik von Wegener- Schicksal erfüllt unS der Stolz auf seine Leistungen. Erfreulich ist e» daher, einen Mann seiner Gefolgschaft in Gießen begrüben zu können.

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'. non 2lltftimme wurden sowohl in den Solopartien, nut auch als Partnerinnen im Zwiegejang dem Ge- ' ige dieser musikalischen Zeichnung glanzvolle und nichtige Stützen. Frau Elfriede Fischer (Cem­balo) begleitete, wie immer, in vollendeter Meister- .hast, die man stets mit Freude anerkennen muß, die Darbietungen des Orchesters. Als Soloflötistcn von guter künstlerischer Qualität waren Fräulein Mätljc Kehrmann und Herr Helmut Eger dem Orchester wertvolle Förderer am Werk, lieblichem Brauch gemäfo am Schlüsse, den Leistungen nach oster doch mit in vorderster Linie ist mit unein- qr'chrankter Anerkennung des Stadtorganisten Heinz Simon zu gedenken, der mit seinem fein nüancier- len und künstlerisch hochkultivierten Orgelfpiel zu einem bedeutsamen Faktor dieser Weihestunden nsurbe.

voll Dankbarkeit für die Künstler und für die 'Hanner. und Frauen-Dercinigung der Matthäus- >Gemeinde als Veranstalter kann man auf diesen nrertvollen Sonntagabend zurückblicken.

Konzert des Arbeiter-Gesangvereins Eintracht".

Zugunsten der Gießener Winternothilfe heran- faltete der Arbeiter-Gesangverein .Eintracht- am Sonntagnachmittag in der Reuen Aula ein Äon- A<rt, dessen starker Besuch im Hinblick auf den guten Zweck sehr zu begrüben war.

Chor- und Orchesterwerke wechselten in der Bor- 'ragSfolge miteinander ab. Mozarts weltliche Kantate, vor kurzem bereit- einmal in der Stadt- Kirche aufgeführt, wurde mit der Ouvertüre zu Alozarls OperFigaros Hochzeit" als Vorspiel eingeleitet, eine Zusammenstellung, die nicht alS glücklich bezeichnet werden kann. Frau Derty Jensen-Sch reider sang die Solopartte ge^

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Europa, und die wenigsten- über ein Sohr durch- geführten Beobachtungen lassen schon Schlüsse zu, in welcher Weise da- Kältegebiet ron Grönland in unsere Witterung-Verhältnisse eingreift. Be­ben diesen Wetterbeobachtungen wurde eine grobe Reihe anderer Beobachtungen angestellt, die sich aus die Entstehung. Erhaltung und Bewegung der grönländischen Ei-masie beziehen, die etwa die vierfache Fläche Deutschlands einnimmt und bis zu 3000 Meter auf ragt Es soll hier den Ergebnissen der Expedition nicht vorgearissen werden, da sie im Dorttag selbst xur Behandlung kommen, auch soll is die Schwierigkeiten der Bevbach-

Schwarzwald", wurde korrekt vvrgetragen. ebenso die Ehöre au» .Rosamunde" und zum Schluß der Walzer .An der schönen blauen Donau". Auch in der Romanze aus .Rosamunde- hinterlieb Frau Iensen-SchreiderS Gesang einen erfreulichen Eindruck

Die Leitung der Ehöre lag in Händen des Ehor- meisterS Heinrich Meyer (Wieseck).

Das Salonorchester W. K r e n g e l trug unter seinem Dirigenten ein Potpourri aus Opern Al­bert Lortzin^ und eine grobe Phantasie aus der Oper . Freischütz" von Weber vor und erntete rei­chen Beifall. Den Ehordarbietungen gegenüber verhielt sich das Publikum ebenfalls sehr bei­fallsfreudig. so dah die .Mühle im Schwarz­wald" wiederholt werden muhte.

Verein für Lustfahrt in Gießen.

Am Montagabend fand im Saale des Gasthauses .Hindenburg" die diesjährige Hauptversamm- luna des Vereins für Luftfahrt in G i e & e n unter der Leitung des Vorsitzenden, Bank­direktor Griehbauer, statt. Wie stark das In­teresse an dem Aufgabengebiet des Vereins in un­serer Stadt im verlause des letzten Jahres gewor- den ist, bekundete eindrucksvoll der ouherordentlich starke Besuch der Versammlung, der weit über den Besuch früherer Tagungen hinausgina; nicht minder überzeugend kam da» lebhafte Interesse an der Ver­einsarbeit auch in der starken Beteiligung des Flie- fer-Nachwuchscs an der Sitzung und an der Aus- prache zur Geltung.

Bankdirektor Griehbauer erstattete zunächst einen eingehenden Jahresbericht über die Der- einsorbeit im Jahre 1931. Der Bericht, auf besten wichtigste Teile wir noch zurückkommen werden, be­handelte eine Fülle von Aufgaben und Fragen, die der Dereinslcitung und den Fliegergruppen des Verein» im verflossenen Jahre gestellt waren und die «ine gedeihliche Lösung bzw. Wegbereitung für die Zukunft fanden. Der Bericht wurde von der Skrfammlung mit grober Befriedigung zur Kennt­nis genommen, ebenso der Bericht des Schatz­meisters, Bankbeoollmächtigten Schmidt, der über einen günstigen Stand der Dereinsfinanzen Mittei­lung machen konnte. Beide Berichte sanden die Zu- ftimmung der Versammlung, die damit dem Bor­land und dem Schatzmeister Entlastung erteilte.

Bei der Borstand-wahl gab es an der Spitze des Vereins eine wichtige Aenderung. Dankdirektvr Griehbauer teilte zum lebhaften Bedauern der Versammlung mit, dah er wegen starker äleberlastung durch seine Dienstgeschäste und andere ehrenamtliche Tätigkeit nicht mehr in der Lage sei, den Vorsitz deS Verein- so au versehen, wie die Sache und ihre gedeihliche Füh­rung es erforderten. Sein Entschluß, von dem Vorsitz deS Verein- zurückzu treten, fei unwider­ruflich, jedoch werde er dem Verein auch weiter­hin gerne feinen Rat und feine Erfahrungen zur Verfügung stellen. Ilm die enge Verbindung deS Verein- mit dem scheidenden Vorsitzenden weiter­hin zu erhalten, wurde Herr G r i e si b a u e r auf Antrag auS der Versammlung einstimmig zum Ehrenvorstandsmitglied er­nannt, ferner wurde ihm als äußere- Zeichen der Dankbarkeit und der Anerkennung für seine langjährige, aufopferungsvolle Arbeit im Inter­esse des Verein- und seiner Ausgaben ein wert­volle- Buch über die deutschen Luftstreitkräfte im Weltkrieg überreicht. An Stelle des Herrn Dank- direktor- Grießbauer wurde Herr General­major a. D. Fritz (Gießen) einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Die übrigen bisheri­gen Vorstandsmitglieder wurden erneut in ihren Aemtern bestätigt und einige weitere Herren als Vertreter der Fliegergruppen des Vereins in den Vorstand entsandt. Dankdirektor Grieß- bauer sprach der Versammlung seinen herz­lichen Dank für die Ehrung und die schöne Er­innerungsgabe auS, Generalmajor Fritz gab seinem Danke für die einstimmige Wahl in daS Führeramt des Vereins Ausdruck und versicherte, dah er, ebenso wie fein Amtsvorgänger, allezeit dem Verein feine ganze Kraft zur Verfügung stellen werde.

Anfchliehend befchäftigie man sich in derAu s- spräche noch mit einigen aktuellen Fragen der Vereinsarbeit und beschlob in diesem Zusammen­hang il a zur weiteren Ausbildung der Sung- flieget Sprechabende einzurichten, die der Vertiesung der flugtechnischen Äcnntniffc des Flieger-RachwuchseS dienen sollen.

Wegeners Grönland-Expedition.

Lin Teilnehmer spricht In Gießen.

Am morgigen Donnerstag spricht Dr. Ernst Sorge auS Berlin über daS Thema .M i t d e r Wegenerschen Expedition auf d em Inlandeise Grönlands". Der Vortrag wird von der Gesellschaft für Erd- und Völker-

Bornotizen.

lagesfalcnbcr für Mittwoch: Stadt- theater Glchen:Verstehen wir uns?", 20 bis 22 Uhr. Oberhess. ftunftocrcin, Turmhaus am Brand- platz, 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Drei von der Tankstelle".

AuS dem Stadttheaterbureau wird unS geschrieben: Heute, 20 Uhr, zum letzten Male .Verstehen wir uns?", Zeitstück von Peter v. Preradovic unter der Spielleitung P. Fassotts. Sn der Rolle der Großmutter gastiert Frau Auguste Prasch-Grevenberg, Ehrenmitglied deS Meininger LandestheaterS. Frau Auguste Prosch- Grevenberg hat sich bereit erklärt, wegen der Er- krankung von Frau Walther-Lederer bet der Frci- tag-Premiere .Erna Sarasin" die Rolle der Frau Sarasin zu spielen.

Dr. Rittelmeyer spricht In Mar­burg. Der Führer der Christenacmeinschaft, Lia Dr. Friedrich Rittelmeyer, spricht am Don­nerstag, Freitag und Samstag dieser Woche in Marburg über die Themen:Der Deutsche zwischen Rußland und Amerika",Selbsterziehung und Schick­salsmeisterung",Die Menschweihehandlung als Mittelpuntt des Lebens". Näheres ist aus der heuti­gen Anzeige ersichtlich.

Der PreiSkommisfar warnt. Der Deaustragte des ReichSkommissarS für Preis­überwachung für Hessen und Hessen-Rassau teilt mit: Die Verordnung des ReichskommissarS für Preisüberwachung über den AuShang von Preisverzeichnissen wird von vielen Ge­schäften der Rahrungsmittelbranche. aber auch von Friseuren und Schuhreparaturanstalten noch nicht beachtet. Den VeschästSinhabern kann zur Vermeidung von Angelegenheiten nur dringend geraten werden, die Preisverzeichnisse umgehend anzubringen.

Gin Fünfundsiebzigjähriger. Der Bauunternehmer Johann Georg Müller, wohn­haft in Gießen (früher in Wetzlar), begeht am heu­tigen Mittwoch bei geistiger und körperlicher Ge­sundheit seinen 75. Geburtstag.

" Ein Geld- und Motorraddieb rasch gefaßt. Der heutige Polizeibericht teilt mit: Der in der Vacht zum 8. Februar in Romrod ausgeführte Einbruch-diebstahl zum Rachteil deS Kaufmanns Karl Werner, wobei dem Täter

Aus der provinzialhauptstadl.

Gießen, den 10. Februar 1932.

Fastnacht in Giehen.

Der Rummel am gestrigen Fastnachtdienstag lieb In unserer Stadt hinter dem närrischen Be­trieb im Vorjahre Aurüd. Die schlechteren Zeiten und vor allem wohl die plötzlich hereingebrvchene strenge Kälte dürften die KamevalSsreude bici- rial etwa» gedämpft haben. Der Menfcherrbetrieb i» Seltersweg, in der MäuSburg und auf dem Akarktplatz, Aum Teil auch bis Aum Walltor hin, war zwar stark, er reichte aber nach unseren Beobachtungen doch nicht an da- Geschiebe am vorjährigen FastnachtsdienStag heran. Auch das Maskentreiben hatte gestern nicht ganz den Um­fang srüherer Jahre aufzuweisen: vor allem fehl­ten die früher üblichen mehrfachen Kollektionen von Wufikbanden und Fastnachtswagen, die gestern eigentlich nur in je einer Auslage zu bemerken touren. Auch hier dürften die gleichen Hemmungen wie beim gesamten Fastnachtsbetrieb kss bestimmende Element gewesen sein. An ori­ginellen Kostümierungen fielen uns gestern nur Alpei auf: ein richtiggehender deutscher Michel, der an einem Bindfaden ein Geschütz aus dem 2fcfenal einer hiesigen Spielwarenfirma hinter süh Herzog und damit, laut Plakat auf dem Rücken, nach Genf zur Abrüstungskonferenz Aie- ben wollte, anscheinend um dort dem französischen Jauptdelegierten Tardieu diese deutsche Kanone a>AuIiefern, damit nur ja die von uns unheimlich bedrohte .Sicherheit" de» .abgerüsteten" und schwachen Frankreich gewährleistet werde: ferner begegneten wir gestern abend in der Wäusburg ' dem Inder Gandhi, der in stilgerechter AuS- ' Itafflerung (nur die Brille hatte er vergessen und ! das Gesicht war etwas zu wohlgenährt) nach Sieben gekommen war. 3n den Gaststätten herrschte reger Betrieb. Erfreulich ist übrigens, keß die Polizei keinen Anlaß hatte, in den närri­schen Trubel einzugreifen, da die öffentliche Ord- rvng trotz allen Rummels gewahrt wurde.

Geistliche Abendmusik in derGiadtkirche

wurde. Es stand nun mit grober Wahrscheinlich- kit fest, daß beide Diebstähle bzgb der Tätev- schalt miteinander in Verbindung standen. Da aus Grund der gesicherten Motorradspur bis Fluchtrichtung des Täters feststand, außerdem der Besitzer des Motorrades erklärte, dah nur wenig Detriebstosf im Tank vorhanden war, wur­den Ermittelungen bei den in der Fluchtrichtung liegenden Tankstellen angcftellL Sie führten zum Criolg. denn ein in Mücke wohnhafter Xunfi» fiellentnbabcr gab an, daß ein tunger Mann mit Motorrad in der Frühe der T-atnacht bei ihm Ktantt habe. Da den, Besitzer die Sache ver­dächtig vorkam. sah er sich nicht nur da- Motor­rad mit Rümmer, sondern auch den Fahrer ge­nau an. Die Rümmer stimmte mit der des ge* * tohlenen Rades überein. Da sich bei der Bilder» ammlung der Oandeskrimlnalpolizeistelle ein aus Romrod stammender bekannter Einbrecher bc» and, wurde daS Lichtbild twrsorgllch mitgenom­men, um es bei den Ermittelungen als Htlfs- mittel zu gebrauchen. Der Tankstellenbesitzer er­kannte auf den ersten Blick die auf dem Lichtbild bargeftclltc Person alS diejenige wieder, die in der Frühe bei ihm getankt hatte. Run stand ein­wandfrei fest, dah als Täter der 21jährige Speng­ler Heinrich Peter Dickel aus 'Romrod in Frage kam Die sofort auf dem Funkwege ge­troffenen Fahndungsmahnahmen führten noch in der Frühe des 9. Februar ^ur Festnahme des Täters durch die Gendarmene in A r h c i l g e n bei Darmstadt. Dickel verfügte bereit- über ein neues Motorrad, das er im Laufe des 8. Februar in Darmstadt mit dem aestohlenen Gelde gekauft hat. Einen kleinen Teil de- ent­wendeten Betrages hatte er noch im Besitz.

Fleischverbilliaung für Hilfs­bedürftige. Das Wohlsabrl amt fordert durch eine Bekanntmachung Im heutigen Anzeigenteil sämtliche Fleischverkäuser in Gießen auf, die von ihnen für abgegebenes Frischfleisch in Zablung ge­nommenen Abschnitte 3 und 4 der Reithsbezugs­scheine, und zwar für 25.1. bis 6. II., bis spätestens 12. Februar mit zweifacher Rechnung einzureichen, da bei späterer Vorlage eine Vergütung nicht mehr erfolgen kann. Interessenten seien hieraus besonders hingcwiesen.

.St. Elisabeth in unseren Ta­gen". Die Kulturfilm.Vorstellung am vergange­nen Sonntag im Lichtspielhaus Bahnhosstraße ge- Jtaktete sich für die außerordentlich »ablrcidxn Be- ucher zu einem bedeutsamen Erlebnis. Dankbar empsano man, daß sich die Reichswehrkapelle (in Streichrnusilbesehung) zur Verfügung gestellt hatte und zunächst mit einer vorzüglichen Darbietung die vorbereitende Stimmung schuf. Hieraus folgte der kurze, aber um so eindruck-vollere Vorttaa von Studienrat Dr. König. Er wies hin nach Ungarn, sprach von Elisabethen- traditions­erfüllter Herkunft alS Tochter de- Königs der Magyaren und feiner Gattin, einer Fürstin auS dem Hause AndechS. Er führte die Ge­danken feiner Zuhörer mit dem Kinde Elisabeth nach Eisenach, nach der Wartburg, er eröffnete mit wenigen Worten den Blick für die geistige Situation der damaligen Zeit, deS beginnenden 13. Jahrhundert-, und schilderte die Wartburg als den Kristallifationspunlt des abendländischen Gei­stes. 3n großer Linie skizzierte der Redner sodann den Lebensweg der heiligen Elisabeth, ihre Ju­gend, ihr Frauentum als Gattin deS Landgrafen und schließlich ihr Wirken im Dienste dex^kächsten- licbe, dem sie sich widmete im Bewußtsein de« Erfüllung einer göttlichen Mission. Mit einigen Worten über die Art und die Fonn der Wohl­tat, gleit und der Fürsorge in der Gegenwart be­schloß der Vortragende feine Ansprache. Wa- der g m Worten gab, vermittelte dann der Film im Bild. Sn knapper Darstellung, mit wenigen schauspielerischen Krüsten, in sicherer künstlerischer Form, durch die musikalische Unter­malung der Kapelle der Reich-Wehr in der Ge­samtwirkung unterstützt, gestaltete sich auch her Film zu einer gehaltvollen SonntagSsreude, die die Besucher so bald nicht vergessen dürsten. Der Reinertrag der Veranstaltung kam der Gießener Winterhilfe zugute.

DezirkS-Lehrerverein Gießen- Land. Sn der ersten diesjährigen Versammlung deS Lehrervereins Gießen-Land, die am SarnS- tag im Hotel Kobel unter dem Vorsitz von Leh­rer Hofmann, Lang-Göns, stattfand, hielt nach geschäftlichen Mitteilungen, Rechnungsablage ufto. Lehrer Schäfer, Heuchelheim, einen Vor­trag über die neue Lehrerbildung in Helfen. Der Redner führte u. a. aus: Helfen hat im Sabre 1925 die Lehrerbildung als erster deutscher Staat geregelt. Sn Darmstadt und Mainz wurden päda­gogische Snftitute eingerichtet, die zur Technischen Hoä)schule gehören. Wie betannt, schließt in die­sem Sabre da- pädagogische Institut in Darm­stadt seine Pforten. Für Hessen bleibt also nur noch Mainz. Der Redner ging in seinen Cinjel* aussührungen bann näher auf die theoretische Ausbildung in Pädagogik und ihren Hils-wissen- fchaften ein, ebenso aus die praktische Ausbildung in Unterrichtslehre und Methodik. Der Vortrag wurde beifällig ausgenommen. Sn einer länge­ren Aussprache wurde u. a. betont, daß die Leh­rer immer wieder betonen müßten, daß der ein­zig gegebene Ort für da- pädagogische Institut in Hessen die Universität Gießen sei.

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gefolgt war, kannte sich an einer künstlerisch hoch- siehenden musikalischen Andacht erbauen. 3n der ausgezeichnet zusamniengestellten Dortragsfolge ka­men Meister der Bachzeit von der Mitte des 17. bis vir Mitte des 18. Jahrhunderts Ioh.Seb. Bach, Iktrid) Buxtehude, Gg. PH. Telemann, Jost David helnichen und ®. F. Händel zu Gehör. Mit den ii'itnderoollen Kompositionen dieser Meister der Kirchenmusik wurde den Besuchern eine weihevolle ülnsühruna in die hohe Passionszeit bereitet.

Altbewährte, von großer Musisierbegeisterung und hlner Musikkultur durchdrungene Kräfte hatten sich i den Dienst dieser guten Sache gestellt. Dazu ka- nttn cif »mal einige neue Persönlichkeiten von gutem f insllerischem Format, die sich dem Rahmen des rprobttn Musikerkreises vortrefflich einfügten. An h»r Spitze stand Musiklehrer Rranj Bauer jr., der als Leiter des Kammerorchesters der Gießener Volkshochschule und als Diolinbegleiter der Solo- gelänge das künstlerische Schwergewicht des Abends jii tragen hatte. Als fein empfindender Kammer- miififer von erlesenem musikalischem Geschmack wurde er seiner Ausgabe in hervorragender Weise brecht. 3n diesem Zusammenhang fei sogleich des ausgezeichnet musizierenden Kammerorck-efters der vvlksyochschule mit voller Anerkennung gedacht. S:on den Solistinnen waren Frau Ilse Schmidt- Missendors und Frau Gretel Woelke neu in diesem Streife; Frau Schmidt-Wissendorf mit ihrem wundervollen Sopran, der an Wohllaut

hing eingegangen, stoch soll auf die traurig« Tat­sache hingewiesen werden, daß Alfred Wegener bet dieser Expedition seinen Tod fanb. Ein Mann von idealem Sinn, ein Wissenschaftler von hoher Bedeutung und originellen Ideen, der eine Freude darin sah, auch unter objektiven Schwierigkeiten die Beobachtungen zusammenzutragen, die zur Lösung seiner wissenichasilichen Theorien und Probleme nötig waren. Schon einmal hatte er auS diesem Grunde mit dem Dänen I. P. Koch vor dem Kriege Grönland durchchiert. Rach dem Kriege machte er die deutsch« Wissenschaft wieder

künde zu Gießen und den Sektionen Gießen und Oberhefsen des Deutfch-Oesterreichischen Alpen­vereins in der Aula veranstaltet. Die unter Lei­tung Alfred WegenerS stehende Erpedition......

hatte so schreibt man uns - den Zweck, durch Landeskriminalpolizeistelle-Giehen nahmen sofort drei meteorologische Stationen über ein Jahr De-.......**' "

obacbhingen zu sammeln, die unS den Witterungs­verlauf in Grönland kennen lehren. Die Stationen waren so gelegt, daß je eine im östlichen und westlichen Küstengebiet stationiert war und eine auf EiSmitte, in der Dr. Sorge, Dr. Georgi

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