Ausgabe 
9.9.1932 Frühausgabe
 
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Freitag, 9. September 1952

182. Jahrgang

ßt.212 KvühauSgabe

annahmt von Bnjeiacn für die Zagesnummer dis zum Nachmittag vorher.

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Lhefredakteur

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil Ma; Filler, fämtlich in Gienen.

Erscheint täglich, außer » Ä

Glchener Anzeiger

Auch bei Nichterscheinen N M DM

von einzelnen Nummern

ZWM General-Anzeiger für Oberhessen

richten: Anzeiger Siehen. v ~

$rant?u°rtamm°ain°i 1686. vnick und Verlag: vrühl'sche Univer^lätr-Vuch' und 51eindruckerei L Lange in Sietzen. Zchriftleitung und Geschäftzftelle^rchuiftratze^

I dem altruistischen Grundsatz der Dienstleistung I im privaten, geschäftlichen und öffentlichen Leben und im Berufsleben bekennen. Das ist derselbe

5U,XmnSabre 1905 gründete der Chikagoer An­walt Palul Harris einen Rotarh-Klub. Wenige

lurlage, das Wirtschaftsprogramm der Regierung von papen und die Sorge für den Winter. Die Sachverständigen beider Parteien äußerten ihre ernflen Bedenken, daß die Subventionierung der gesamten Betriebe durch Sleuernachlahscheine das gesteckte Ziel. Arbeiter in die Betriebe zurückzubringen, nicht erreichen, viel, mehr in eine schwere Enttäuschung mün­den werde. Der sozialpolitische Teil der Notverordnung, der den ganzen Bestand so­zialer Rechte und Einrichtungen in das Ermessen einer Regierung stellt, die nur eine kleine Minder­heit in der Volksvertretung und sicher keinen Rück­halt in Arbeitnehmerkreisen besitzt, fand überein- slimmendeAblehnung. Darüber hinaus klär­ten die Besprechungen hinsichtlich wirklicher Arbeits- beschassungsmöglichkeiten, für deren Durchführung auch ei nearbeitsfähigevom Vertrauen des Volkes getragene Mehrheit vor-

! Händen ist.

fchen Abgeordneten der NSDAP, und der Zen- trumvportei am Donnerslagnachmittag stattfand, be­schäftigte man sich mit wirtschastlichen Fragen. 3m Vordergrund standen das dringende Problem der A r beitslos igkeit, ferner die fto n j u n f -

spräche im Reichstag wird voraussichtlich zwei ^age dauern, jo daß die Auflösung für M i t t e der kommenden Woche e r w a r t e t wird. Heute mittag rechnete man noch mit der Möglichkeit einer erneuten Vertagung um etwa eine Woche Bei den maßgebenden Parteien des Reichs­tags herrscht aber jetzt eine Stimmung vor, die die Möglichkeit einer solchen Pause wieder reduziert hat.

Jahre später entstanden in anderen arnerikani- scheu Städten gleiche Klubs, die sich zu einer gemeinsamen Organisation zusammenfanden. Aach dem Kriege wurden auch in andern Ländern Rotary-Klubs gegründet- Sm Sahre 1910 um­faßten die Klubs 1500 Mitglieder, im Sahre 1932 wuchs ihre Zahl auf 152 000. 108 000 dieser Rotarier sind Amerikaner. Sn dieser Zahl kommt der amerikanische Llrsprung. aber auch ein gewisser Unterschied der amerikanischen Klubs gegenüber den europäischen zum Aus­druck. Sn Amerika hat man die Bewegung stark in die Breite getrieben, während in Europa nur führende Persönlichkeiten ausgenommen werden.

Was sind und wollen die Rotarier? Shr Wahl- spruch heißt: Service above seif, zu deutsch: die­nen geht über eigenen Do r t e i l. Harris ließ sich von dem Gefühl leiten, daß die moderne Großstadt den Menschen isoliere. So gründete er diesen Klub mit der Bestimmung, daß n u r ; ein Vertreter eines Berufszwei­ges ihm angehören könne^ Angehörige der ver­schiedensten Berufe, aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst sollten sich zu einem kleinen Freundes­kreis zusammenfinden, in dem sie die Rote und Werte der anderen Berufe erfahren. Seder Ro­tarier soll sich entsprechend dem Wahlspruch zu

Oer Standpunkt des Zentrums

Präsidialkabinett aber getragen von einer Mehrheit des Reichstags.

Auf dem Gebiete des Kampfes gegen den Strahenlärm werden jetzt in Oesterreich und in Westfalen Straßenbahnwagen erprobt, die aus Gummi laufen. Zwischen der eifcrnen Bandage der Räder und dem Radstern wird ein Gummi­reifen eingefügt, der der eigentliche Drager^des Wagens ist. Dadurch wird der Lärm berm Fah­ren sehr stark gedämpft, die Erschütterung des Wagens fast völlig ausgeschaltet. Das Quietschen der Räder in den Kurven wird durch Einfuhren von Lenkachsen verhindert.

Von Amerika aus ging die Bewegung der ^otarv-Klubs. die jetzt überall m der Welt gegründet werden. Die Oeffentlichkett hat sich in der letzten Zeit häufig mit dieser Bewe- aung beschäftigt und manche Legende darum ge­wonnen. Man vermutete hinter diesen Klubs mancherlei mystische Geheimnisse eine verkappte Freimaurerei, eine Bewegung, die sich absolute Herrschaft über die Wirtschaft sichern will, eine wirtschaftliche Selbstschuyorganisation usw. Mit Achm Dingen hat die Bewegung aber gar nichts

Grundsatz, der von der christlichen Kirche im Gebot der Nächstenliebe vertreten wird. Dieser Grundsatz soll auch zwilchen den Völkern gelten und darum will Rotary an der gegenseitigen Verständigung zwischen den Völkern und so am Dölkerfrieden arbeiten. Verständigung ist nur unter Achtung der nationalen Eigenart möglich, denn nur wer ein guter Sohn seines Volkes ist, kann Verständnis für die Eigenart

möglich jein muß, ist eine Mehrheit im Reichstag zu finden, die in Selbstdisziplin einer Regierung auch ihres Vertrauens die Möglich­keit zu starker politischer Führung und zu entscheidenden Entschlüssen gibt. Rach unserer Ueberzeugung stehen solche Möglichkeiten, wie ich sie hier andeute, auch heute noch offen. Wenn das Zentrum sich um die Sammlung einer solchen verantwortlichen Mehrheit in der Volksvertretung bemüht und seine Mitwirkung bereitstellt, so folge es damit dem Weg, der sich in den letzten Jahren als notwendig erwiesen hat und von ihm bejaht worden ist. Reine Parteiüberlegungen könnten uns den leich­teren Weg der Opposition weisen. Der Gedanke der Mitverantwortung an den Geschicken der Nation zwingt uns indes aus den Weg, den wir beschritten haben und pflichtgemäß weiter verfolgen, unter der Autorität d e s Reichspräsidenten muß der Weg einer innerpolitischen staatlichen und wirtschaftlichen Gesundung gefunden werden. Noch ist das deutsche Schicksal im Sinne einer ruhigen Aufwärtsentwicklung zu meistern, wenn neben festem nationalen Willen auch der Mut zur politischen Verantwortung im Glauben an deutsche Zukunft vorhanden ist.

Frakiioussitzung

der Oeutschnationalen.

Berlin, 8. Sept. (TL1.) Die deutschnationale Reichstagsfraktion hielt am Donnerstagnachmit- tag unter dem Vorsitz von Dr. Oberfohren und im Beisein des Parteiführers Dr. Hugen- berg eine Sitzung ab, über die von der Fraktion ein Bericht ausgegeben worden ist, in dem eS heißt:

Dr. B a tz g berichtete über das Wirtschafts- Programm der Regierung und unterzog die wei­teren Maßnahmen einer eingehenden kritischen Würdigung. Anschließend sprachen die Abgeord­neten von Restorff und Schulze-Staaken über die Auswirkung der Verordnungen auf die Landwirtschaft. Die Fraksion sprach dem Partei­führer und dem Fraktionsvorsihenden den Dank für ihre fortgesetzten Bemühungen zugunsten der deutschen Landwirtschaft aus. Sie begrüßte in diesem Zusammenhang die grundsätzliche Zusage

Worunter hat der Mensch des 20. Sahrhunderts am meisten zu leiden? hinter bem 2a rm. Die Fortschritte auf allen Gebieten der Technik sind enorm. Sie sollen uns das Dasein erleichtern und sind doch a l l e mit Radauve rbun den Se weiter wir fortschreiten, desto mehr Ge räusche betrommeln unser Rervensystem. ie gro ßere Anstrengungen die Techniker machen, um ihre Mitmenschen in physischer De»'ehung den Lebens weg leichter zu machen, desto größere finstren aungen muten sie den Rerven zu. Kem Wunder wenn dem einen oder dem andern der Geduldsfaden reißt. Sn Amerika frat tme vor einigen Tagen zu lesen war, em Mann die sechs Kugeln feines Revolvers auf einen Sung- ling abgefeuert, der am geöffneten Fenster ferner Wohnung stand und mit Schwung und Lungen- niif der Trompete übte. Der

Berlin, 8. Sept. (ENB) Der geschäftsführende Vorsitzende der Deutschen Zentrumspartei Abgeord­neter Joos sprach vor der Zentrumspresfe zur politischen Lage. Das Zentrum teile, betonte der Redner, mit der Reichsregierung ine Auffassung, daß gewisse Anzeichen für eine begin« nende Besserung der Weltwirt s ch a s t s- l a g e vorhanden seien. In einem solchen Zeitpunkt sei es notwendig, daß von der Staatsführung Maßnahmen getroffen würden, die den wirt­schaftlichen Antrieb förderten und beschleunigten. Gegen die generelle Ermäch­tigung der Reichsregierung auf dem Gebiet der sozialen Gesetzgebung äußerte Abgeordneter Joos jedoch Bedenken. Die jetzt geplanten Maßnahmen seien in erheblichem Maße verbesserungsbedürftig.

Das Zentrum fei überzeugt, daß der Konjunktur­antrieb nur dann anhalte und die staatlichen Ein­griffe nur dann die beabsichtigte Wirkung haben könnten, wenn eine Beruhigung und F e st i» aung der politischen und staatlichen Verhältnisse auf längere Sicht gewähr­leistet sei. Ebenso sei das Zentrum davon überzeugt, daß in der augenblicklichen Regierungs- fonfteltation diese p o l i t i f d) e Stabi­lität nicht gegeben sei und durch sie auch nicht erreicht werden könne. Wenn die Regierung keine Mehrheit im Reichstag finde und trotzdein im Amt bleibe, sei sie gezwungen, denReichs- tag erneut aus.zulösen.

Die jetzigen polnischen Verhältnisse boten folgende Perspektiven: Gefahr von Staatsstreich, Auslösung der Parlamente, Neuwahl, mehrfache Neuwahl. Unter solchen Umständen, meinte er weiter, werde auch beim schönsten Wirtschaftsprogramm die Unter­nehmungslust nicht geweckt. rav,.

Mit einer solchen Regierung kann der Gedanke eines Dertrauenskabinetts (sog. Prastdial- fabinett) durchaus in E i n k l a n g g e d r ach t werden Der normale Zustand ist der, daß das Ka­binett das Vertrauen des Herrn Reichspräsidenten besitzt und das der Volksvertretung findet. Dem Zen­trum hat im keinen Zeitpunkt der Verhandlungen der Gedanke eines einseitigenP a r t e i e n l a b i netts" vorgeschwebt. Die volle Mitwirkung des Parlaments war in Krisenzeiten zwar schwierig wie sich aus den Erfahrungen der Jahre 1919, 1923 bis 1924 und 1930 dis 1932 ergeben hat. Was aber

anderer Völker aufbringen.

Rotary dient nicht der gegenseitigen geschäft­lichen Förderung, sondern erklärt, daß wahre Freunde nicht nach gegenseitigem Vorteil trachten, daß jeder Versuch eines Rotariers, durch seine Beziehungen im eigenen oder in anderen Ro- tary-Klubs seinem Geschäfte Ruhen zu bringen, als Mißbrauch der Mitgliedschaft von Rotary angesehen wird. Sn politischer Hinsicht sind die Klubs neutral. Sn Deutschland gehören ihnen Personen an, die politisch weit rechts oder weit links stehen. Zu den Ehrenmitgliedern der Klubs zählt der König von Belgien und auch ein An­gehöriger des italienischen Herrscherhauses.

Sollte danach der Empfang Goerings beim Reichs- i Präsidenten die Aussichtslosigkeit der Bemühungen um einen Regierungswechsel bartun, so werden wahrscheinlich die Parteien keine Vertagung eintreten lassen. Das Schicksal des Reichstags wird sich also voraussichtlich am M i 11 w o ch o d e r Donnerstag der kommenden Woche be­siegeln.

Oas Koalitionsgespräch.

Gemeinsamer Protest von NSDAP. uudZcntrumstcgenPapcnsWirlfchaftsplan.

B e r l i n, 8. Sept. (BDZ.) 3m hause des Reichs- lagspräfidenten gegenüber dem Reichslagsgebäude sand am Donnerstagnachmittag eine gemeinsame Be­sprechung von nationalsozialistischen und Zentrums­abgeordneten stall, in der es sich um wirtschaftliche Fragen handelte. Reben dem Reichslagspräsidenlen (Doering nahmen an der Besprechung u. a. von den Nationalsozialisten der Abgeordnete Feder, vom Zentrum die Abgeordneten Dr. St eg et- rn alb unb Dr. Dessauer sowie Vizepräsident Esser teil Heber die Besprechung wurde fol- genbe gemeinfame Verlautbarung aus- gegeben: 3n einer gemeinsamen Besprechung, bie zwi-

Hausreparaturen erhoben. Auf der Ham­burger Tagung der Haus- und Grundbesiherver- eine wurde bekanntlich ein ausführliches Pro­gramm zur wirtschaftlichen Gesundung des Haus- besitzes ausgestellt. Einige der darin enthaltenen | Forderungen werden durch die letzte Rotverord- | nung verwirklicht. Cs verlautet, daß die Reichs- , regierung ursprünglich die Absicht hatte, einen stärkeren Abbau der Hauszinssteuer vorzunehmen. Der Plan sei jedock auf Einspruch der Länder­regierungen hin fallen gelassen worden und an feine Stelle die Bereitstellung von 50 Millionen Mark zur Durchführung der Snstandsetzungs- arbeiten getreten.

Die Hausbesitzer weisen darauf hin, daß sie sich bei Aufstellung ihrer Grundsätze nicht von rein egoistischen Beweggründen haben leiten lassen, sondern immer von der Lieberzeugung der inneren Verbundenheit der Grundstückswirtschaft mit der Gesamtwirtschaft, der Lieberzeugung, daß von einer im Kern gesunden Grundstückswirt­schaft ein kräftiger Smpuls ausgeht auf alle Zweige der Allgemeinwirtschaft. Wenn jetzt die Regierung den Forderungen der Hausbesitzer zu einem Teil nachgegeben hat, so wird dies als ein Zeichen der wachsenden Einsicht für das zunächst Notwendige anerkannt. Die Haus­besitzer halten jedoch den Betrag von 50 Mil» lionen noch für zu gering, als daß damit schon durchgreifende Erfolge erzielt werden könnten. Die Beteiligung der Regierung mit einem Fünftel an den Kosten für Snstandsetzungsarbeiten wird aber schon einen starken Anreiz für die Haus­besitzer bilden, ihre Gebäude in Ordnung zu bringen Ein großer Teil der 200 Millionen Mark, die der Hausbesih selbst aufzubringen hat. wird durch den Steucrabbau wieder herein- kommen- Die Steuergutscheine, die bei der Ent­richtung von Grundsteuern gewährt werden, sollen zum Zwecke der Finanzierung der 3nftanb- sehungsarbeiten möglichst schnell zu barem Geld

Oie Auffassung in Kreisen des Reichskabineiis.

Berlin, 8. Sept. (ERB.) Sn den Kreisen der Wilhelmstrahe sieht man mit Spannung dem Empfang des Rcichstagspräsidiums beim Reichspräsidenten entgegen. Er wird sich so abwickeln, daß der Reichspräsident zu­nächst die Vorstellung der Mitglieder des Prasl-

3Ran»nofen. i Nach der Rückkehr Hindenburgs.

s"Oi< »»Wen B«!pr,ch°ng-» Cmpfong »e« Sei

lange hat der Hausbesih die Forderung auf tldtßffer füllt Entscheidung über das Schicksal des ^ercystags.

Steuerermäßigung unb eine Reichshilfe zur j IlUUf|lvl zvvvufv > r & _____

Durchführung der notwendigen

l i ch machen.

Dann wird am Montag der Reichstag zu - jammentreten, um bie Regierungserklärung entgegenzunehmen. Die Einzelheiten ber Tagung finb in einer Besprechung zwischen dem Reichstagspräsibenten unb bem Kanz­ler festgelegt worben. Die Unterhaltung bauerte etwa eine Stunbe. Man kann wohl annehmen, baß sie sich auf bie Formalien ber Reichstagstagung be­schränkte, zumal bie gestrige Rebe Hitlers be- jonbers in bem Teil, ber sich g e g e n b e n Reich s- .iDDDnunu Hu.tv ..... ------ .,. - I Präsidenten richtete, in Streifen ber Wilhelm-

traft Tonleitern auf der Trompete übte. Der ^ße [aurn dazu beigetragen haben bürste, eine Richter hat den Revolverschuhen freigesprochen s^unblichere Atmosphäre zu schaffen Die Aus- denn er hatte Verständnis dafür, daß die Geduld ! . ~ ----------------

des Menschen begrenzt ist Es war ,a kein körperlicher Schaden angerichtet worden, der Sünalinq wurde nur exemplarisch dazu ange- baltfn. sich der Grundregel für die Kunst der Musik zu erinnern, die als Leitwort in ^ettbrud auf ber ersten Seite eines jeben uiuflkcisischen | Lehrbuches stehen sollte: Treibst Musik du, ""^egen^usliches Lärmen gibt es nurdasge- s ch l o s f e n e F e n st e r als Dampfungsmittel. Sn ber Münchener Technischen Hochschule ^werden aber jetzt eingehende Lintersuchungen angestellt, welche Weae der Schall von einem Haushalt zum anderen nimmt und welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Schallübertragung zu beseitigen. Es wurde eine Anlage gebaut, die den natürlich gegebenen Verhältnissen entsprich^ Ein Lautspre­cher wurde in einen schalldichten Kasten eingebaut. Der Kasten mündet in ein Rohr, das in der Mitte des Mantels eine Oeffnung hat. Sn diese Nen­nung wurden Scheiben verschiedener Starke und aus verschiedenem Material eingespannt. Sn die Scheiben waren Oessnungen verschiedenster Große und Form eingeschnitten. Durch Auswechseln der Scheiben sollte ermittelt werden, woran es liegt, daß der SchaN durch Hauswände übertragen wird. Es wurde sestgestellt, daß nicht die großen, kreis­runden Oefsnungen die größten Schallubertrager sind, sondern daß schon durch schmale Spalten häufig mehr Schall hindurchgeht, als durch große Oessnungen. Hier glaubt man einen Weg gefun­den zu haben, bie Wohnungen mit geringen Ko­stenaufwand gegen Rachbarwohnungen sch a I I - sicher abdichten zu können. Die Rotgemein- schajt der deutschen Wissenschaft wird auf Grund der Lintersuchungen eine Anzahl entsprechender Anweisungen herausgeben.

gemacht werden. Reichspräsident von Hindenburg ,st

Die Hausbesitzer-Organisationen werden sich be- . längerem Aufenthalt in Neubeck soeben nach mühen, das Snstandsehungsprogramm in das all- ch3"rütffletel)rt ro0 er heute bas Reichstags­gemeine Arbeitsbeschaffungsprogramm emzuglie- prä[jbiUm empfangen wirb. Unjer Bilb zeigt von dem. Zu diesem Zweck werden ^ba^dlungen Lnbcnburfl Begleitung feines Sohnes beim Ver- mit den m Frage kommenden.Handwe^s-Snnun » Bahnhofs Friedrichstraße.

gen eingeleitet, um eine systematische Durch- lu,|CI u 1 ' 1

führung des Programms zu gewährleisten Sn biumg entgegennimmt, und im Anschluß daran allen Städten soll eine enge Zusammenarbeit d^n Präsident Goering seine Auffassung zwischen den Hausbesitzervereinen und den^Hand politische Lage entwickeln. Der Reichs-

Werkskammern und Snnungen hergestellt weroen t,rQriI)ent mird diese Ausführungen entgegenneh- damit möglichst alle Zweige des ^?uhandwerks dürfte von den Llmständen abhängen,

gleichmäßigen Anteil an dem Arbeitsprogramm er darauf erwidert. Sollte das der Fall leim, erhalten. I f0 wird er, wie man in amtlichen Kreisen vermu­

tet, darauf Hinweisen, daß die Rotwendigkeit einer ungestörten Durchführung des Wirtschastspro- gramms und die überaus wichtigen Verhandlun­gen mit dem Ausland in der Abrüstungsfrage einen Wechsel in der Reichsregierung l m gegenwärtigen Augenblick unmög-