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8.11.1932 Erstes Blatt
 
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Gießener Wochenmarktpreise.

Gießen, 8. Rov. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmartt: Süßrahmbutter 130 Pf., Landbutter 130, Kochbutter ICO, Matte 25 bis 30, Wirsing 6 bis 8 (pro Zentner 4 bis 4,50 Mk.), Weihkraut 4 bis 6 (pro Ztr. 2,20 bis 2,50 Mk ), Rotkraut 7 bis 8 (pro Zentner 5 Mark), gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15, Kürbis 5 bis 6, Anterkohlrabi 5 bis 6, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 30 bis 35. Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3 (pro Zentner 2,30 bis 2,50 Mk.), Aepfel 15 bis 30 (pro Zentner 12 bis 25 Mk.), Dirnen 10 bis 20, Dörrobst 30 bis 35, Russe 35, Pfirsiche 35 bis 50, Honig 40 bis 45, Enten 80 bis 90, Suppenhühner 60 bis 80, junge Hähne 70 bis 80 Pfennig pro Pfund; Tauben 50 bis 60, Eier (ausländische) 11 bis 14, Gier (inländische) 14, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 10 bis 15. Lauch 5 bis 10, Rettich 8 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Sellerie 10 bis 35, Käse 5 bis 10 Pf. pro Stück; Radieschen 10 Pf. pro Bund.

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag: Stadttheater. 20 bis 22 Llhr,Sechs Personen suchen einen Autor". Oberhess. Kunstverein, Turmhaus am Brandplah, 15 bis 17 Ahr, Aus­stellung. Münchener Künstlerbund3far, Einhorn", 10 bis 13, 16 bis 19 Ahr, große Kunstausstellung. Lichtspielhaus, BaAchof- strahe:Der Schuß im Morgengrauen".

Bom Konzertverein wird uns ge­schrieben: Das Symphvniekonzert des Orchesters vom Landestheater in Darmstadt am 17. Aovem- ber wird um 19.30 Ahr im Stadttheater statt­finden. Da das Konzert pünktlich beginnen muß. werden die Saaltüren bei Beginn geschlossen werden. Die Leitung des Konzerts liegt in den Händen des Aniversitätsmusikoirektors Dr. T e - mesvarh. Das Programm umfaßt folgende Werke: einem lang gehegten Wunsch vieler Musik­freunde und auch des Borstandes Rechnung tra­gend, wird ein Werk unseres hessischen Alt­meisters Prof. D. hon. c. Arnold Mendels­sohn (Darmstadt) ausgeführt werden, und zwar eine Ouvertüre zu einem Rittermärchen. Pros. Mendelssohn hat zugesagt, bei dem Kon­zert persönlich zugegen zu sein. Der Ouvertüre folgt die Konzertante Symphonie von Haydn mit Violine, Violoncell, Oboe und Fagott als Eoloinstrumenten. Den Schluß bildet die l. Sym­phonie in L-Moll von Brahms. Es wird noch­mals darauf hingawiesen, daß dieses Symphonie­konzert als das erste der Abonnementskonzerte dieses Winters gilt. Alles Rähere in den An­zeigen und bei Ernst Ehallier, Reuenweg.

Anthroposophischer Vortrags- obend. Am morgigen Mittwoch, 20.15 Ahr, findet in der ttniversitctt, Hörsaal 33, ein anthro­posophischer Vortragsabend statt. Dr. jur. Ro­man Boos (Basel) spricht über das Thema Wirtschaft und Währung in der Sozialwissen- schaft Rudolf SteinerS'. Näheres ist aus der heu­tigen Anzeige ersichtlich.

Konzert der Eomedian Harmo- n i st sl Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Diese Künstlerschar, deren heitere Darbietungen sie weltbekannt gemacht haben, wird Samstag, 12. Rovember, 20 Ahr im Stadt­theater Gießen ein einmaliges Konzert mit alten und neuen Schlagern, sowie gänzlich neuen Stücken geben. Der Vorverkauf hat bereits sehr rege eingesetzt und baldiger Kartenkauf wird dringend Ungeraten.

*

** Gedenkfeier für Frau Raumann. Man berichtet uns:Eine Gedenkstunde", so nannte mit Recht der Allgemeine Deutsche Frauenverein (Deutscher Etaatsbürgerinnen-Der- band) die Feier, die am Abend von Allerseelen für die verstorbene Ehrenvorsitzende der hiesigen Ortsgruppe, Frau Minna R a u m a n n , abge­halten wurde. Zahlreich war die Beteiligung und ernst die Stimmung in dem feierlich hergerich­teten Raum. Ergreifende Lieder zu Beginn und am Ende, warme Abschiedsworte, von zwei Mit­gliedern des Vereins zum Andenken an die verehrte Tote gedichtet, schlossen den Hauptteil der Gedenkstunde ein: die Ansprache der ersten Vor­sitzenden. Sie gedachte in tiefempfundenen und zu Herzen gehenden Worten all dessen, was Frau Raumann in zwanzigjähriger Tätigkeit für den Verein und für die Allgemeinheit ge­leistet hat. Reben der aufbauenden Arbeit in der Ortsgruppe erwähnte die Rednerin die aus­gedehnten charitativen Gründungen der Verstor­benen, die Kleiderfammlung für weibliche Büh­nenangehörige, die Brockensammlung, den Liebes­gabenversand int Kriege, die Rähstube, die Volks­küche, den Hausfrauenverein mit seinen viel­fältigen Aufgaben. Als nach dem Kriege den Frauen Gelegenheit zu aktiver staatsbürgerlicher Mitarbeit gegeben war, wurde Frau Raumann ein geschätztes Mitglied des Gießener Stadt­parlamentes. Rur die Beschwerden, die auch ihr in zunehmendem Alter nicht erspart blie­ben, zwangen sie vor einigen Jahren, sich von der öffentlichen Tätigkeit zurückzuziehen. Run hat der Tod diesem reichen gesegneten Leben ein Ende bereitet. Aber die Persönlichkeit der Ver­ewigten wird in allen fortleben, denen es ver­gönnt war, ihr näherzutreten. Die kluge, gütige Frau, die stets rastlos für andere tätig war und die bei aller Tatkraft so schlicht und anspruchs­los in ihrem Auftreten gewesen ist, wird un­vergessen bleiben.

" Der Frauenbund der Deutschen Kolonialgesells<baft blickt in Diesem Jahre auf sein 25jähr'^es Bestehen zurück. Aus diesem Anlaß hat die Ortsgruppe Gießen sich entschlossen, am 12. Rovember, erstmalig seit ihrem Miederbestehest, mit einer größeren, jedoch den Zeitverhältnissen angepaßten Veranstaltung in die Oeffentlrchkeit zu treten. Wenn auch so schreibt man uns der koloniale Gedanke in letz­ter Zeit immer mehr in den Vordergrund des deutschen Lebensinteresses tritt, so gibt es doch genug Menschen, die diesen Bestrebungen fern- stehen, und doch sollte das gesamte deutsche Volk an ihnen Mitarbeiten. Die Jubiläumsveranstal­tung des kolonialen Frauenbundes soll gerade der Verbreitung und Vertiefung dieses Gedankens dienen. Der Eintrittspreis ist so niedrig als mög­lich gehalten. Ein Verkauf von weiteren Tanz-

Wirtschaft.

auf 4,25 v. H., zum Teil 4,13 v. H., MonatSgeld blieb unverändert 5 bis 7 v. H.

Rindennarki in Gießen.

Auf dem heutigen Rinder-Nutzoiehmarkt in Gie­ßen standen 813 Stück Großvieh, 254 Fresser und 214 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 350 bis 380 Mark. 2. Qualität 200 bis 260, 3. Qualität 100 bis 140; Schlachtkühe a 140 bis 220, b 30 bis 80; Rin­der, Vi« bis -(jährig 50 bis 120, %= bis 2jährig 70 bis 160, tragend 150 bis 300 Mark; Kälber, das Pfund Lebendgewicht 25 bis 33 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf: schleppend, es bleibt Ueberftanb.

Berlin freundlich.

Berlin, 8. Ql ob. (WTB. Funkspruch.) Unter Dem Eindruck der nach der Wahl eingelretenen po­litischen Beruhigung und der weiter einlausenden günstigen. T'achrichten aus der Industrie blieb die Stimmung auch an der heutigen Börse durch­aus freundlich. Die Tatsache, daß die letzte Reuyorker Börse vor der Präsidentenwahl gestern fest verlausen ist und daß an der Wahl Roosevelts kaum noch zu zweifeln ist, wurde günstig au,genommen, i>a man in diesem Zusammenhang mit verstärk ea Anstrengungen zur Behebung der internationalen Wirtschaftskrise rechnet. Auch in der Frage der Kontingente ist man etwas zuversichtlicher gestimmt.

Bei ziemlich keinem Geschäft ergaben sichBes - serungen bis zu 1,5 Proz., in Sonderfällen Steigerungen bis zu 2,75 Proz., was jedoch mei­stens auf Materialknappheit zurückzuführen war. So gingen Rhein. Braunkohlen auf eine Rachfrage von 9 Mille, Salzdetfurth auf eine Kauforder von 3 Mille um 5 bzw. 4,5 Prozent herauf. Otavi waren auf die anziehenden Kupferpreise um 1,65 Mark erhöht. Montane gewannen auf Gerüchte Von neuen Russenausträgen hin bei lebhafterem Geschäft bis zu 1,5 Prozent. Auch der gestern ver­öffentlichte Stahlwerkverbandsbericht für Oktober lautete verhältnismäßig günstig, wirkte sich aber erst heute stärker aus, da man gestern mit der Beurteilung des Wahlergebnisses beschäftigt war.

Im Verlaufe konnten sich weitere kleine Besserungen durchsetzen. Ausgespro 5)en haussierend lag der Rentenmarkt. Ge­rüchte von einer Ablösung der Alt- und Reu- besitzanleihe durch eine neue Reichsanleihe, sowie über den Plan einer mehrfachen Auslosung der Altbesitzanleihe in jedem Jahre wurden zwar bestritten, regten aber die Kauftätigkeit sehr stark an. Altbesih gewannen beinahe 1 v. H., und auch Reubesitz lagen höher. Reichsschuldbuchforde­rungen zogen bis zu 1 v. H. an, wovon auch die Schuhgebictsanleihe stärker profitieren konnte. Im Freiderkehr wurde diese mit 6,60 gehandelt. Reichsbahnvorzugsaktien zogen um 0,65 v. H. an, Pfandbriese usw. gewannen bis zu 2 v. H. Kom­munalobligationen waren am stärksten begehrt und hatten in Einzelfällen Steigerungen bis zu 5 v. H. aufzuweisen.

Am G e l d m a r f t war Tagesgeld weiter leich­ter; der Satz stellte sich an der unteren Grenze

Frankfurt freundlich.

Frankfurt a. M., 8. Rov. (WTB. Draht­meldung.) Obwohl aus dem Publikum keine nen­nenswerten Aufträge zur Verfügung standen, setzten sich die Kursbesserungen an der heutigen Börse auf der ganzen Linie fort. Reben Der allgemeinen innerpolitischen Entspannung nach der Wahl regte auch die feste Haltung der gestrigen Reuyorker Börse an, ebenso die Aufwärtsbewegung der deutschen Werte an verschiedenen Auslandsbörsen. Ferner macht man sich nach der Erledigung der amerikanischen Präsiden­tenwahlen Hoffnungen auf eine Konsolidierung der zwischen Amerika und Europa bestehenden wirtschaftspolitischen Beziehungen.

Bei verhältnismäßig kleinen Umsätzen stellten sich gegen die Abendbörse Erhöhungen von 0,50 bis 1 Prozent ein. Stark befestigt, aber ohne großen Umsatz, waren töali Salzdetfurth, die 5,25 Prozent anzogen. Am Chemiemarkt blieben IG. nur knapp gehalten, während Deutsche Erd­öl, Rütgerswerke, Goldschmidt, und Metallgesell- schast von 1 bis 1,50 Prozent befestigt waren. Der Elektromarkt wies durchweg Erhöhungen von 0,75 bis 1,25 Prozent auf. Gesfürel gewannen 1,75 Prozent. Am Montanmarkt lagen besonders Klöckner, Gelsenkirchen, Rheinstahl und Mannes­mann mit Besserungen bi (zu 1,25 Prozent fester. Aber auch die übrigen Werte dieses Marktes verzeichneten Erhöhungen von 0,50 bis 1 Proz. Reichsbankanteile und Aku eröffneten je 1,25 Prozent, AG. für Verkehrswesen 2 Proz. höher. Leichte Befestigungen hatten fernzr Norddeutscher Lloyd, Eontigurnmi, Junghans und Aschaffen­burger Zellstoff sowie Deutsche Atlanten Tele­graf.

Am Renten markt hielt die lebhaftere Rach- fvage nach Reichsaltbesitz und späten Reichs­schuldbuchforderungen an. Ferner zeigte sich ver­schiedentlich Interesse für die Schutzgebietsanleihe. Don Jndustriewerten setzten Stahlvereinsbonds 0,75 Prozent, Reichsbahnvorzugsaktien 0,50 Pro­zent freundlicher ein.

Am Markt der festverzinslichen Werte hielt das Interesse besonders für Kommunalobligatio- nen an, die erneut bis zu 1 Prozent höher ten­dierten, während Goldpfandbriefe zwar noch etwas fester, aber merklich ruhiger lagen. Liquidations- Pfandbriefe gewannen von 0,25 bis 0,5 Prozent. Das Interesse am Rentenmarkt §at sich vornehmlich den Reichstiteln zugewandt. Alt­besitz, Reubesih, Schutzgebiete und ReichLschald- buchforderungen zogen im Verlaufe bei lebhaf­tem Geschäft weiter an. Steuergutscheine hatten nur kleine älrnsätze bei kaum veränderten Kursen. Am Auslandrentenmarkt war es sehr ruhig. An denAktienmärkten war im Verlauf nur noch lehr wen.g Geschäft, die Kurse blieben meistens gut behauptet.

karten findet nicht statt. Auch sind keinerlei Du­den auf gestellt, bis auf einen Stand mit Zitro­nenlimonade und eine besonders reichhaltige und verlockende Tombola. Der Hauptgewinn ist eine Schiffsreise 1. Klasse auf einem Dampfer der Woermann-Linie von Hamburg nach Amsterdam und zurück, ferner sind zu gewinnen ein Gym­nastikkurs bei Frau Erna Schumann, die mit ihrer Schule auch im künstlerischen Teil mitwirkt, ein photographischer Apparat, ein Freiflug, und vieles andere mehr. Gesellschaftsanzug oder dunk­ler Anzug sind erwünscht. Im künstlerischen Teil wirken neben der Tanzschule Schumann noch Fräu­lein Sybille Flemming vom Stadttheater mit, die den Prolog spricht, und eine Reihe anderer bestbekannter künstlerischer Kräfte, so daß ein ge­nußreicher Abend bevorsteht. Hoffentlich werden alle kolonialen Freunde und solche, die es werden wollen, recht zahlreich dazu erscheinen. Räheres in der heutigen Anzeige.

** We rbeschau Gießener Aquarien- freunde. Man schreibt uns: Am morgigen Mitt­woch findet in der Gastwirtschaft ,^um Lämm­chen", Westanlage, eine Gründungsversammlung Gießener Aquarienfreunde statt. Dieser Gründungs­abend mit seiner Werbeschau soll den Zweck haben, die Freude am Leben der Zierfische in weite Kreise der Bevölkerung und insbesondere der Naturfreunde hineinzutragen. Das Aquarium dient ebenso der Belehrung, wie der Unterhaltung. Ein Stück leben­dige Natur ist in ihm festgehalten. Dem betrach­tenden Auge bietet sich ein stets wechselndes Bild. Erfahrene Züchter stehen jedem Anfänger mit prak­tischer Anleitung und Belehrung zur Verfügung. Gute Vorträge, gegenseitiger Meinungsaustausch, Belehrungen, sollen Aufgabe des Vereins fein. Besondere Aufmerksamkeit dürfte die Werbeschau der Zierfischzüchterei Köhler (Marburg) für sich in Anspruch nehmen.

"Von der Schulbank zur Werk­stat t. Unter diesem Titel wurde vermittelt durch d e Berufsberatungsstelle des Arbeits­amtes Gießen gestern nachmittag den Schü­lern h'.e, g.r Volksschulen im Lichtspielhaus Bahn­hofstraße ein Film gezeigt, der den Jugendlichen eine Anregung geben sollte für einen eventuell zu ergreifenden Beruf. So sah man im Film in einfacher Aneinanderreihung (unterstützt durch einige erklärende Worte über die Voraussetzun­gen, d'.e für den oder jenen Beruf erfüllt sein müssen) wesentliche Arbeitsvorgänge aus den verschiedensten Zweigen des Handwerks. Man sah den Schreiner an seiner Hobelbank, den Schlosser in seiner Werkstatt ein schönes Gitter verfertigen, den Schmied, den Kernmacher, der die Modelle für die Formen der Gießerei liefert, den Eisengießer, man beobachtete den Maler und Lackierer bei der Arbeit und sah dem Schneider über die Schulter auf die Radel. Roch viele andere Berufe waren im Filmbild und in charakteristischen Arbeitsszenen festgehalten. Auch für die Berufswahl der Mädchen waren An­regungen gegeben. So sah man die Putz­macherin, die Schneiderin, die Hausangestellte, Köchin, Kinderpflegerin, Säuglings- und Kran- kenvslegerin bei ihrer Tätigkeit, beobachtete die Telephonistin an ihrem Schrank und das Fräu- lein an der Schreibmaschine. Die vielen jungen

Zuschauer, die das Lichtspielhaus fast bis auf den letzten Platz füllten, folgten den schnell wechselnden Bildern mit großer Aufmerksamkeit. Ein weiterer Film, der mancherlei Tiere inmitten der Großstadt zeigte, und die älfa-Wochenschau gefielen den jugendlichen Gästen sehr gut.

Weitere Reform der Reichsfinanzverwaltung?

Das Hauptzollamt Gietzeu gefährdet.

Kassel, 7. Nov. (WSN.) Wie dieKasseler Post" erfahren haben will, soll die kürzlich ange­kündigte Reform der Reichsfinanzver­waltung demnächst durchgeführt werden, und zwar wolle man von den bestehenden 26 Landes­finanzämtern die Aemter in Oldenburg, Schwerin und in Kassel auflösen. Das Landesfinanzamt Kas­sel soll nach F r a n k u r t verlegt und dort mit dem Landesfinanzamt Darmstadt zu einem großen für ine Provinz Hessen-Nassau und den Freistaat Hessen zuständigen Amte vereinigt wer­den. Als Folge dieser Maßnahme soll dann die 6rage geprüft werden, ob die jetzt in Ma rb urg und in Gießen bestehenden HauptzoNä m° t e r künftig nicht von einer Hand geleitet wer­den können, d. h., ob entweder das Amt in Gießen, oder das in Marburg aufgelöst werden kann.

Wie das Blatt weiter berichtet, haben sich be­reits die Stadt Kassel, die Landesverwaltung, das Oberpräsidium und wirtschaftliche Organisationen in Kassel mit der geplanten Verlegung befaßt, die als für Kassel und Kurhessen überaus schädlich an­gesehen werde. Oberbürgermeister Dr. Stadler werde in den nächsten Tagen nach Berlin fahren, um sich bei dem zuständigen Ministerium persönlich für die Erhaltung des Landesfinanzamtes in Kas­sel einzufetzen.

Ein Mann vermißt.

* E r d a, 8. Rov. Von her Polizeiverwaltung Hohensolms wird uns mitgeteilt, daß der Schrei­ner Christian H a n k e l aus Erde vermißt wird. Hantel habe am Sonntag, 30. Oktober, bei seinen Verwandten in dem benachbarten Wils­bach einen Besuch abgestattet, habe am Abend auch den Rückweg angetreten, fei aber nicht wie­der nach Erda zurückgekehrt. Die Absuchung der näheren Gemarkungen sei bisher erfolglos ge­wesen. Bei dem schweren Rervenleiden des Ver­mißten wird vermutet, daß er sich auf dem Rach­hauseweg verirrt hat. Beschreibung: 29 Jahre alt; 1,65 bis 1,70 Meter groß; schmächtige Ge­stalt; Haare denkelblond; blaue Augen; gebeugte Haltung. Kleidung: Dunkelblauer Anzug mit dün­nen weißen Streifen; dunkelgrauer Hut; weißes blaugestreiftes Oberhemd; weißer steifer Kragen; hohe schwarze Schnürschuhe; schwarzer Regen­schirm.

Ausländische Wechselfallenschwindler festgenommen.

WSR. Frankfurt a. M., 7. Rov. Die Frank­furter Kriminalpolizei hat einen Belgier

unb einen Franzos en fest genommen, die sich m Frankfurter Geschäften als Wechsel- fallenschw'.ndler betätigten. In einem Falle ist eine Geschäftsfrau um 50 Mk. betrogen worden. In einem anderen Falle verstanden sie es, beim Einkauf von ein Paar Schuhen, die sie mit einem 50-Mark-Echein bezahlen wollten, den Schein mit bem Wechselgeld einzustreichen. Durch einen Zu- fall begegnete die geschädigte Kassiererin den Betrügern abends auf der Kaiserstraße und ließ sie von einem Polizeibeamten festnehmen.

Die gesunde Lust im Vogelsberg.

§ Ulrichstein, 7. Rov. Seit dem 3. Mai, also feit Über einem halben Jahr, war hier kein Todesfall mehr zu verzeichnen. Für unser etwas mehr als 800 Einwohner zäh­lendes Städtchen ist das eine große Seltenheit.

Meine Strafkammer Gießen.

Gießen, 4. Rov. Eine Hausangestellte in Bad-Rauheim war vom Amtsgericht wegen Ein­bruchsdieb st aH<s zu fünf Monaten Gefängnis ver­urteilt worden. Eine ArbeitskoUegin von ihr, die mit ihr das Zimmer teilte, hatte in, ihrem Schrank ein Kästchen stehen, in dem sie ihre ge­samten Ersparnisse aufbewahrte. Eines Tages war das u-ndurchsichtige Drahtgitter vor dem Schrank genau an der richtigen Stelle ausgeschnit­ten und daS Geld gestohlen. Reben der Schnitt­fläche fand sich ein Fingerabdruck der Angeklag- teu, die nach der Bekundung der 'Bestohlenen als einzige den Aufbewahrungsort des Geldes kannte. Aus Grund dieser und anderer Indizien war die Verurteilung der wegen Diebstahls be­reits bestraften Angeklagten erfolgt. Auf ihre Berufung wurde das Urteil heute aufgehoben, und zwar mangels ausreichender Beweise ttotz fortbestehendem hohen Verdacht. Die Angabe der Angeklagten, sie müsse den Fingerabdruck nach der Tat verursacht haben, als sie den auf die Kunde von dem Diebstahl zusammenströmenden Hausbewohnern die Stelle des Diebstahls zeigte, wcvr nicht zu widerlegen; weiter besteht die Mi^lichkeit, daß ein anderer, ebenfalls wegen Diebstahls bestrafter Mitbewohner des Hauses vom Aufbewahrungsort des Geldes Kenntnis erhallen und die Tat ausgeführt hat. Aus diesen Gründen mußte Freisprechung erfolgen.

Dei einer nächtlichen Fahrt durch eine Ort­schaft war ein Radfahrer mit einem Invaliden zusarnrnengestoßen, der mit einigen Genossen sei­nes Weges ging. Als einer von diesen ihn zur Rede stellte und ihm dabei seiner Behauptung nach den Mantel zerriß, schlug er ihm mit dem geschlosssenen Taschenmesser auf den Kopf, so daß eine blutende Verletzung entstand. Als er danach von einem anderen der Kameraden des Invaliden auf Waffen durchsucht werden sollte, und dabei seiner Bch'upiung nach mißhandelt weiche, wehrte er sich und versetzte zweien seiner Gegner Stiche mit dem Taschenmesser, die glücklicherweise ohne ernste Folgen waren. Vom Amtsgericht Grünberg wegen gefährlicher Körperverletzung zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt, verfolgte er gegen das Urteil Berufung. Auch heute wollte er in Rotwehr gewesen sein. Die Sttafkammer nahm auf Grund der eingehenden Beweisauf­nahme, die sich bis in die späten Abendstunden erstreckte, zu seinen Gunsten an, daß er sich zum mindesten in vermeintlicher (Putattv-) Rotwehr befunden habe, die er aber, ohne in Furcht, Be­stürzung oder Schrecken gewesen zu sein, über­schritten habe. Die Gefängnisstrafe wurde in eine Geldstrafe von hundert Mark umgewandelt.

Keinen Erfolg mit seiner Berufung hatte ein An­gehöriger einer politischen Partei, der zu einer po­litischen Versammlung mit einem Schlagring be­waffnet erschienen war. Seine Einwendungen wur­den durch die Beweisaufnahme widerlegt. Es ver­blieb bei der gesetzlichen Mindest strafe von drei Monaten Gefängnis.

Wettervoraussage.

Heber Norddeutschland hat sich eine flache Stö­rung entwickelt, so daß die kontinentale Luftzufuhr bei uns nicht mehr durchgreifend zur Auswirkung kommt. Der hohe Druck wird abaebaut, denn über Island ist ein neues kräftiges Tiefdruckgebiet er­schienen und führt wanne Luft mit sich. Sie wird sich auch bis Über das Festland ausbreiten und spä­ter wieder milderes und regnerisches Wetter herbei- führen.

Au ssichten für Mittwoch: Neblig und bewölkt mit einzelnen Niederschlägen, im ganzen milder.

A u s s ichten für Donnerstag : Verhält­nismäßig mildes und teils regnerisches Wetter.

Sag mal Lissy,

Du hast in diesem Herbst die Meisterschaft im Tennisklub gewonnen? Stimmt denn das?

Ja, gewiß, Hilde.

Wie ist denn das bloß möglich? Du konntest doch wegen Deines hartnäckigen Leidens den ganzen Sommer über kaum aus dem Hause, ge­schweige denn überhaupt ernsthaft trainieren?

Aber, liebes Kind, diese lästige Geschichte mit den Hämorrhoiden ist doch schon längst vergessen Die Aerztin verschrieb mir em fabel­haftes Mittel: Posterisan Schon nach 2 Wochen konnte ich wieder laufen und springen und wurde ein ganz anderer Mensch.

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