Ausgabe 
7.12.1932 Erstes Blatt
 
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Wirtschaft

Die evana. Landeskirche in Sesien im Zähre 1931

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Berlin freundlich.

Berlin, 7. Dez. (WTB. Funkspruch.) Lwwohl die zu den ersten Kursen festzustellenden Kurs- besserungen nicht immer ganz den oorbörs«

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findet nicht statt

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Heiligen Abendmahl ergeben sich folgende Zah­len: Offenbach 17,91 Prozent (13,43-, Gießen 20,88 (15,66), Darmstadt 21,97 (16,48), Worms 26,94 (20,21), Mainz 37,80 (28,35). Der Kir- chenbesuch im ganzen Land erreicht den Durch­schnitt von 15,19 b'w. 17.77 Prozent, der Abend­mahlsbesuch 55,93» bzw. 41,94 Prozent. Die höchste Zahl erreicht sur den Kirchenbesuch dos De­kanat Hungen mit 35,02 Prozent, für den Abendmahlsbesuch auch das Dekanat G r ü n - berg mit 129,75 Prozent.

Die Gesamtsumme aller freiwilligen Gaben für die evangelisch-christliche Liebeslätigkeit betrug 1447 871 Reichsmark.

Davon entfielen auf die Aeuhere Mission 75 015 Mark, Innere Mission 68 077 Mark, Gustav- Adolf-Derein 71 759 Mark, Evangelischer Bund 27 697 Mark, Elisabethenstift 26 401 Mark, Dia- konie-Derein 5415 Mark, Krankenpflegestationen 204 338 Mark, Anstalten des Dekanats 3681 Mark, besondere Anstalten und Vereine der Pfarreien 140 297 Mark, sonstige christliche Ver­eine und Unternehmungen 19 061 Mark, Ver­schiedenes 35 672 Mark. Für die allgemein er­hobenen Kirchenkollekten gingen 85 770 Mark ein, für die Ortsarmen wurden 169191 Mark auf­gebracht, für sonstige Leistungen, wie Stiftungen, kirchliche Vereine usw. 515 497 Mark.

Der Bericht hebt besonders hervor, daß das Jahr 1931 auch für die Kirche ein Notjahr war. Die Finanzlage der Kirche ist infolge des immer noch ausstehenden Schiedsspruches in der finanziellen Auseinandersetzung zwischen Staat und Kirche sehr schlecht, viele Einzelgemeinden waren kaum in der Lage, ihr Budget auszugleichen, wichtige kirchliche Aufgaben mußten unterbleiben.

84 Pfarrstellen waren nicht beseht,

davon in Starkenburg 14, in Rheinhessen 20, in Oberhessen 50. Dennoch bietet dieses Notjahr reichen Anlaß zum Dank gegen Gott. Die kirchliche Arbeit blieb in vollem Umfang erhalten, ja sie zeigt an vielen Orten einen erfreulichen Fort­schritt. So gibt der Bericht trotz aller Not An­laß auch in Bezug auf das kirchliche Leben mit Zuversicht in die Zukunft zu sehen.

Götz-G. Koch Oelemami-Enders 21:11, 21:12, 21:14; Weber-Schmück F. Koch-K. Schmidt 19:21, 15:21, 21:16, 14:21.

1900 I VfL. Wetzlar I 15:2.

Eine mehr als deutliche Niederlage mußte am Sonntag beim Rückkampf der VfL. Wetzlar hin­nehmen. Die Wetzlarer haben durch den Wegzug der Geschwister A b 6 e einen empfindlichen Verlust erlitten. Die Kämpfe hatten folgende Ergeb­nisse (Wetzlar ist jeweils zuerst genannt):

Damen-Einzel: Frl. E. Schmidt Frau Hauser 10:21, 17:21, 14:21; Frl. H. Schmidt Frl. E. Loichinger 21:18, 21:16, 21:19; Frl. H. Schmidt Frl. T. Geilfus 21:9, 21:9, 21:12.

Herren-Einzel: Schellenberger Dietrich 13:21, 7:21, 9:21; Zerndt Ost 16:21, 17:21, 10:21; Weimar Beil 8:21, 21:19 9:21, 21:19, 15:21; Brück Gebhardt 9:21, 15:21, 4:21; Bärwinkel Jung 14:21, 18:21, 21:17, 15:21; Happ Berger 9:21, 15:21, 4:21; Voß Petsch 14:21, 17:21, 6:21; Voß Arzbacher 17:21, 13:21, 14:21.

Gemischte Doppel: Frl. H. Schmidt-Schel- lenberger Frau Hauser-Beil 16:21, 13:21, 17:21; Frl. E. Schmidt-Weimar Frl. Loichinger-Dietrich 12:21, 4:21, 21:18, 12:21.

'Herren-Doppel: Schellenberger-Ze rndt Ost-Bell 9:21, 14:21, 8:21; Weimar-Bärw.nkel Dietrich-Berger 10:21, 13:21, 19:21; Brück-Bärwin- kel Jung-Gebhardt 11:21, 15:21, 7:21; Voß-Happ Arzbächer-Petsch 17:21, 18:21, 14:21.

Der soeben erschienenen amtlichen Statistik der evangelischen Landeskirche in Hessen über das Jahr 1931 entnehmen wir folgendes:

Im Jahre 1931 standen von der evangelischen Landeskirche getrennt 1964 Freiprotestanten, 9089 Deutsch-Katholiken und Freireligiöse, 669 Alt­lutheraner, Freilutheranische und Sepa''^"'-Lu­therische, 2216 Reuapostolische, 1290 Me.hodi en, Baptisten, Darbysten und Adventisten, 11^, Dissi­denten sowie 1258 andere evangelische Christen. Zur evangelischen Landeskirche traten im ganzen 684 Personen über. Davon kamen von der katho­lischen Kirche 422, von sonstigen christlichen Ge­meinschaften 65, von nichtchristlichen Gemeinschaf­ten 187, von Israeliten 10. Es traten aus der evangelischen Landeskirche 3223 Personen aus, davon zur katholischen Kirche 17, zu sonstigen christlichen Gemein'chaften oder ohne Hebertritt 2945, zu den Israeliten 27.

von 6330 standesamtlich getrauten Paaren liehen sich 5811 (91,80 v.h.) kirchlich trauen.

Don 1878 Mischehen zwischen Evangelischen und Katholiken wurden 781 evangelisch getraut, von 257 Mischehen zwischen Evangelischen und an­deren Konfessionen wurden 51 evangelisch getraut, Trauungsverweigerungen kamen in 205 Fällen, Trauungsversagungen in 4 Fällen vor. Von 2480 Kindern aus Mischehen zwischen Evan­gelischen und Katholiken wurden 1412, von 1158 unehelich geborenen Kindern wurden 1016 evan­gelisch getauft. 20 Kinder wurden ungetauft in die Schule ausgenommen. Don 8502 Kon­firmierten stammten 7656 Kinder aus rein evan­gelischen, 846 aus Mischehen. In 4 Fällen wurde die Konfirmation versagt. Es fanden 9312 kirch­liche Beerdigungen ft alt, 222 Kinder wurden nach dem Herkommen ohne Mitwirkung des Geistlichen beerdigt.

Die Zahl der Kirchenbesucher

weist für die 5 größten Städte des Landes je nach der Zahl der Erwachsenen bzw. der Zahl der landeskirchl'.chen Evangelischen folgendes Bild auf: Offenbach 5,25 Prozent (6,80), Gießen 7,79 (8,44), Darmstadt 8,18 (862), Mainz mit Vororten 9,02 (10,03) und Worms mit Vororten 11,07 (13,35). Für die Beteiligung am

es in der heutigen Rotlage erfreulich sei, wenn der nationale Gedanke in unserem Volle immer mehr an Boden gewänne. Es sei aber notwendig, daß neben der Rationalpolitik auch eine gesunde Sozialpolitik betrieben werden müsse. Im An­schluß an den Vortrag, der mit lebhaftem Bei­fall ausgenommen wurde, fand eine rege Aus­sprache statt. _

* Parade der Zinnsoldaten. Im Saale desEinhorn" wird in diesen Tagen eine Ausstel­lung von etwa 8000 Zinnsoldaten gezeigt. Em ehe­maliger Frontsoldat, Herr Han n ewacker, hat sich der Mühe unterzogen und in einjähriger Arbeit viele Zinsoldaten gegässen und bemalt, um damit einen Ueberblick zu geben über die verschiedenen Formationen und Regimenter, die es in Deutsch- land vor dem Kriege gab. So sieht man Zinnsoldaten aufmarschieren (so wie sie es eben tun) in den Uniformen der Ulanen, der Husaren, des Garde du Corps der Infanterie, der Artillerie, der Kavallerie, der Chevauxleger usw. Auch das Regiment Nr. 116 erscheint in Friedensuniform. Die Ausstellung zeigt ferner einen Ausschnitt aus den Kämpfen des Well- frieges, und zwar die Darstellung des Kampfgelän­des bei Fleury und Monocourt, das selbst in klein­sten Einzelheiten wiedergegeben ist. Eine Flotten­parade, ein Sammelplatz der Sanitäter, eine An­lage von Schützen- und Laufgräben und noch viele andere Dinge mehr wurden in dieser Schau, die das Zeugnis eines großen Fleißes darstellt, zusam­mengetragen.

DerVerband Hessischer Geflügel­züchter" steht in der Beschickung der über 7000 Nummern starken 3 0. Deutschen Nationa­len Geflügel-Ausstellung in Frank­furt a. M. unter allen Gauen Deutschlands wohl an erster Stelle. Daß er hervorragende Leistungen in der Geflügelzucht vollbrachte, zeigt der 130 Seiten starke Führer durch die Schau.

Nachstehend seien die Erfolge der Züchter aus Oberhesjen veröffentlicht. (Es bedeuten: sg = sehr gut: g - gul, b = befriedigend; E - Ehrenpreis; BE = Bundes-Ehrenpreis):

Lang schon: M. Lorenz, Bad-Nauheim, sg, g, b; Orpington gelb: H. Reinhardt II., Schlitz, 2 g, 2 b:Wyandotten goto: H. Mogk, Echzell, sg, 4g; Wyandotten hell: H. Roos, Echzell, 3g; Wyandotten weiß: O. Soedler, Nieder-Gemlln- den, 4g; W. PiPP, Echzell, 5g, b; F. Muth,

Drechsler, Lich, sg.

Zucht st ämme: Plymouth-Rocks: H. Pfeif­fer, Großen-Buseck, b; Jubilee-Kämpfer: Dr. Erb, Lich, b; Bantam: A. Fuchs, Lollar, g.

Tauben: Florentiner, blau: F. Wolf, Lau­bach, g; Malteser: derselbe; Französische Dagdetten: I. Kolter, Bad-Nauheim, 3 sg, g; Straßer: Ja­cobi, Vilbel, 6 sg, E; Schönheitsbrieftauben: I. Mobs, Echzell, 2g; A. Rathschlag, Nidda, 2 jg, g; Koburger Lerchen: I. Kranz, Schotten, 3 sg, g; W. B ie d e n k o p f, Münster, 2g; Nürn- berger Lerchen: W. Mobs, Echzell, 3 sg, g.

Tagung des katholischen Deutschen Frauenbundes.

Dieser Tage fand im St. Elisabechheim in Frankfurt a. M. die P r o v i n z i a l a u-s f ch u ß- sihung des katholischen Deutschen Frauenbundes für Hessen und Hes- sen-Aafsau statt. Die Verhandlungen, die unter der Leitung von Frau Professor Hatte- mer (Darmstadt) standen, befaßten sich ein­gehend mit den Fragen des weiblichen frei­willigen Arbeitsdienstes. Der katho­lische Deutsche Frauenbund versucht durch inten­sive Aufklärung und lebendige Mitarbeit die Durchführung des freiwilligen Arbeitsdienstes entscheidend zu beeinflussen.

Im Mittelpunkt der Beratungen stand das Referat von Fraulein Bezirksjugendpflegerin

Laubach, sg, g; Zw.-Wyandotten weiß: Echzell, 4fg, 5 g; Zw.-Wyandotten schm geflügelhof Funk, Gießen, 2 g; I. Sim o n, Ech­zell, b; Zw.-Jtaliener: K. Daubertshäuser, Friedberg, sg, g; Holländer Weißhauben: Gg. Jam­mer, Garbenteich, 2g; Zw.-Paduaner: W. Ja­cobi, Vilbel, 2 sg, g, E; Zwergkämpfer, neumodisch: H. Kraft, Wallenrod, sg, g; K. Philipp, Stein­berg, 7 sg, 11 g, 2 E; H. Pfeiffer, Steinberg, sg; Hamburger Äilberlackzwerge: Ehr. Melchior, Butzbach, 7 sg, g, BE; Antwerpener Dartzw.: I. K. Fey, Lich, sg, g, E; Federsüßige Zwerge: Otto Soedler, Nieder-Gemünden, 4 sg, g; Bantam schwarz: G. Radetzky, b; Sebrights, silber: F.

lichen Erwartungen entsprochen, konnte bereits die Anfangstendenz der heutigen Börse als fester be- zeichnet werden. Die Publikumsbeteil-igung schien wieder zugenommen zu haben, doch beschränkt sich das Interesse von dieser Seite immer wieder auf Spezialpapiere. Aber auch die Spekulation war zu Rückkäufen geneigt, zumal hinsichtlich der innerpoli­tischen Lage nach dem gestrigen Verlauf der Reichs- tagssitzung eine beruhigtere Auffassung vorherrscht, günstigere Wirtschaftsberichte aus den verschiedensten Industriezweigen des Reviers (Eisen, Kohle, Schrott) vorlicgen und der festere Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse und ein weiterer ge­besserter Pfundkurs anregten.

Etwas leb Hafteoes Geschäft hatten wieder Schiff- fahrtsaktten und die Montanpapiere. Während Kursbesserungen bis zu 1 Prozent keine Seltenheit waren, zogen Spezialpapiere wie Reichsbankanteile, Harpener, Mannesmann, Rheinstahl, Leopoldgrube, die Kaliwerte, Farben, (Eontigummi, Gestüte!, RWE., Deutsche Atlanten und die Kunstfeideaklien bis zu 2 Prozent an. Bei letzteren kam wohl in der Kursbewegung zum Ausdruck, daß die internatio­nalen Verhandlungen dicht vor dem Abschluß stehen. Auch bei Contigummi hielt das Kaufinteresse angeb­lich für süddeutsche Rechnung an, das Papier über­schritt im Verlaufe die 120-Grenze. Ueberhaupt war es nach den ersten Kursen weiter freundlich. Nur schrumpfte die Umsatztätigkeit wieder etwas zu­sammen, und die neueintretenben Kursbesserungen hielten sich in bescheidenen Grenzen.

Für Rentenwerte war das Interesse heute wieder nicht allzu groß. Deutsche Anleihen eröffne­ten unverändert, die Altbesitzanleihe zog im Ver­laufe etwas an, während Schutzgebiete zur Schwäche neigten. Jndustrieobligottonen waren bis zu 1 Pro­zent gebessert. Reichsschuldbuchforderungen gewan­nen bis zu Yi Prozent. Die übrigen Gebiete des Anlagemarktes waren vernachlässigt. Von Auslän- bern konnten sich Anatolier leicht befestigen, wäh­rend Bosnier ihre Abwärtsbewegung um bis zu % Prozent fortfetzten.

Am Geldmarkt war die Situation weiter un­verändert leicht. Tagesgeld war mit 4%, für erste Adressen auch schon mit 4% Prozent erhältlich. Pri- oatdiskonten waren eher etwas angeboten. Reichs- wechsel per 4. März und Reichsschatzanweisungen per 18. April waren infolge des leichten Geldmarkt­standes gefragt.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 7. Dez. (WTB. Draht­meldung.) Die Getreidebörse verkehrte auch heute in sehr ruhiger Haltung. Die Preise blieben kaum behauptet. Das Angebot von Brot­getreide war zwar klein, doch war die Rachfrage auch gleich Aull. Mühlennachprodukle und Kraft­futtermittel waren angeboten und die Preise etwas schwächer. Am Mehlmarkt war das Geschäft trotz ermäßigter Forderungen sehr schleppend. Es wur­den notiert: Weizen 202,50 bis 204, Roggen 162,50, Sommergerste für Brauzwecke 180 bis 185, Hafer, inländischer 132,50 bis 137,50, Weizenmehl, südd., Spez. 0 23,75 bis 29,50, Weizenmehl, Niederrhein.. 28,75 bis 29,25, Roggenmehl 23 bis 24,25, Wei- zenkleie 7,90, Roggenkleie 8,35 Mark. Tendenz: ruhig.

Schweinemarkt in Gießen.

Auf dem heutigen Schweinemarkt in Gießen .standen 239 Ferkel und 2 Läufer zum Verkauf. Es kosteten Ferkel bis zu 6 Wochen 9 bis 10 Mark; 6 bis 8 Wollen 12 bis 14 Mark; 8 bis 13 Wochen 14 bis 18 Mark. Läufer 26 bis 28 Mark. Ten­denz: mäßig, Ueberstand.

Frankfurt fester.

Frankfurt, 7. Dez. (WTB. Drahtmeldung.) Die wahrscheinliche Vertagung des Reichs­tages auf unbestimmte Zeit und der bis­her ruhige Verlauf ließ an der heutigen Börse die Hoffnung zu, daß sich die deutsche Wirtschaft, nach­dem die innerpolitischen Unsicherheilsfaktoren aus- gefchaltet feien, besser entfalten könne. Die Stim­mung war fester, und gegen die Abendbörse er­gaben sich Erhöhungen um bis zu 1 v. H. Eine Anregung waren auch weiter günstige Be- ricbte aus der deutschen Kohlen-, Eisen- und Stahlindustrie, sowie der feste Schluß der gestrigen Nouyorker Börse. Da aber von der Kundschaft kaum Orders eingetroffen waren, beschränkte sich die Umsatztätigkeit auf einige Deckungen der Kulisse, so daß das Geschäft allge­mein klein blieb.

Im Mittelpunkt des Interesses standen Montan- werte. Stahverein, Klöcknerwerke, Phönix, Man­nesmann und einige Kohlenwerte verzeichneten Er­höhungen von 0,65 bis 1 v. H. Nur Gelsenkirchen gingen , um 0,50 v. H. zurück. Kunstseideaktien, die an den letzten Tagen eher unter Druck standen, waren heute besser beacytet, 21 tu gewannen 1,25 und Bemberg 1,90. Am Chemiemarkt eröffneten JG. mit 97,90 v. H. um 1 v. H. fester, Scheide­anstalt blieben behauptet. Don Elektroaktien setzten AEG., Siemens, Lechwerke Augsburg je 0,75 v. H. und Licht und Kraft 1.50 höher ein. Fester lagen außerdem Reichsbank mit plus 1,25 v. H. Deutsche ErdA mit plus 1,50 v. H. und Zement Heidelberg mit plus 0,50 v. H. Schiffahrtswerte waren nicht mehr so lebhaft wie gestern, aber immerhin um weitere 0,39 v. H. höher. Don Nebenwerten waren Gebr. Junghans unverändert.

Am Rentenmarkt war die Stimmung freundlich. Deutsche Anleihen und Reichsschuto- buchforderungen konnten sich um 0,39 o. H. bessern. Don fremden Werten lagen Zolltürken eine Kleinig­keit höher. Der Pfandbriefmarkt zeigte ebenfalls Kursbesserungen von 0,25 bis 0,75 v. H., mit Aus- nähme der Frankfurter Institute, bei denen die Kurse nur wenig verändert waren.

Nachdem vorübergehend nur leichte Rückgänge von etwa 0,25 bis 0,50 v. H. eingetreten waren, setzte sich im Verlaufe eine recht feste Hal­tung durch, wobei Montanwerte bevorzugt waren und bei lebhafteren Umsätzen neue Besserungen bis zu 1 v. H. aufwiesen. Auch an den übrigen Markt­gebieten stellten sich Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H. ein. Tagesgeld war zu 3,50 o.H. unverändert leicht.

Eine verzwickte Angelegenheit.

* Nidda, 6. Dez. Eine komplizierte R e ch t s f r a g e ist hier bei einer Zwangsver­steigerung von zwei Grundstücken dadurch ent- standen, daß die Parzellen im Grundbuch falsch eingetragen waren. Das eine Grund­stück wurde alsWie s e ausgeboten und der StHgerer war angenehm überrascht, als er bei der Besichti­gung seines neuerworbenen Grundstücks statt einer Wiese ein schönes Baumstück für sehr mäßigen Preis erworben hatte. Der andere Steigerer aber fand statt eines vermeintlich gesteigerten Saum« st ü ck s nur eine Wiese vor, für die er aber keine Verwendung hat. Natürlich erhebt er nun Wider­spruch und verlangt das Baumstück, während der erste Steigerer sich darauf beruft, daß er das Grundstück, das nach dem Eintrag eine Wiese fein soll, rechtmäßig gesteigert habe. Die Streitfrage erregt bei vielen Grundstücksbesitzern großes Interesse. Es muß nun gerichtlich entschieden werden, wer in diesem Falle für den Fehler verant­wortlich gemacht werden kann.

Echzell, sg, g; Wyandotten schwarz: Lehrer Lotz, Nieoer-Gemünden, sg, g; K. Philipp IV, Stein­berg, 3 sg, g; A. Gutmann, Vilbel, 6 sg, g, 3 E; L. Klinke!, Lollar, 5 sg, 4 g, E; L. Schwalb, 2llten-Buseck, 2 g; Wyandotten rebhuhnfarbig; Ph. Ost he im, Echzell, 3 g; Lachshühner: H Kunz- mann, Vilbel, 2 g; Rhodeländer: Fr. Bauer, Gießen, 3fg, g, E; O. Muhl, Reichelsheim, 11 sg, 5 g, 2 b, 2 E; W. Schuch, Vilbel, g; W. Hof­mann, Lollar, 7 jg, E; C. Rübsamen, Gießen, sg, b; Indische Kämpfer: Dr. H. Erb, Lich, 2 sg, g, BE; Barnevelder, doppelt gesäumt: L. Emrich, Röthges, 2 sg, 2 g, b; Italiener silbers.- G. Ra­de tz k y , Lich, 3 sg; Italiener gelb: W. Bechtold, Butzbach, 2sg, d; Lehrer Stoll, Altenburg, 2sg; E. B e n d e r, Griedel, 2 sg, g, b; Italiener schwarz: R. Radetzky, Lich, 2 g; Italiener gestreift: L. Heß, Watzenborn, fg, E; Rheinländer: H. Kraft III.,

Schmidt (Wiesbaden). Ausgehend von den Grundlagen der ersten Verordnung über die Forderung des freiwilligen Arbeitsdienstes vom 23. Iuli 1931 stellte die Referentin die wesent­lichen Aenderungen bzw. Erweiterungen des frei­willigen Arbeitsdienstes durch die Verordnung vom 16. Iuli 1932 heraus, die den freiwilligen Arbeitsdienst auf vollständig neuen Grundlagen ausbaut. Er ist nicht mehr beschränkt auf Arbeits­lose und Krisenunterftühte, sondern nach Ar- ttkel 1 der Verordnung gibt erdem jungen Deutschen die Gelegenheit zum Nutzen der Ge­samtheit in gemeinsamem Dienst freiwillig ernste Arbeit zu leisten und zugleich sich körperlich, geistig und sittlich, zu ertüchtigen". Personen un­ter 25 Iahren, ohne Untershied der Berufsaus­bildung, der sozialen Stellung und Weltanschau­ung, können zugelassen werden. Der bisherige Grundsatz der Gemeinnützig'eit und Zusätzlichkeit wurde beibehalten und muh erfüllt werden. Die meisten bisher durchgeführten weiblichen frei­willigen Arbeitsdienste stehen in Verbindung mit der Winterhilfe. Reinigen und Instandsetzen von Kleidungs- und Wäschestücken, Hilfe bei Er­werbslosenspeisungen, Küchendienst und Wirt­schaftsführung für männlche Arbeitslager sind Arbeiten, die den Charakter der Gemeinnützigkeit und Zusätzlichkeit tragen. Darüber hinaus wird bereits im laufenden Winter xa überlegen fein, wie im kommenden Frühjahr durch die Bewirt­schaftung ungenutzten Gartenlandes und die Schaffung von Kleingartenland, gelegentlich in Verbindung mit der Siedlupg, weitere Arbeits­mog i'fteilen für den weiblichen freiwilligen Ar­beitsdienst geschaffen werden können. Der Vergleich zwischen der offenen und geschlossenen Form der Durchführung fiel im Hinblick auf die immer noch bestehende Gebundenheit der Mädchen an die Familie und die wachsende Erwerbslosigkeit und Verarmung, die jeden Pfennig notwendig macht, ?ugunsten der ersteren aus, wenn auch nicht ver­armt wird, daß die pädagogische Beeinflussung im geschlossenen freiwilligen Arbeitsdienst ge­sicherter erscheint. Erfreulich ist die Tatsache, daß der Zweigverein Heppenheim bereits eine größere Maßnahme im freiwilligen Arbeitsdienst durchführt, während andere weibliche Arbeits­dienste in der Einrichtung begriffen sind. Hervor­gehoben zu werden verdient der freiwillige Ar­beitsdienst des Mainzer Zweigvereins auf Schloß Braunshardt bei Darmstadt.

G.A -Sport.

Tischtennis der Sp.-Vg. 1900.

1900 n Dhv. Gießen 11:3.

Beide Mannschaften standen sich erstmals im Tur­nier gegenüber. Es wurde annehmbarer Sport ge­boten. Die Gäste vom DHD. zeigten schöne Ansätze, waren den 1900ern jedoch noch nicht gewachsen. Nachstehend die Ergebnisse (DHV. jeweils zuerst ge­nannt):

Einzel: ReichelArMcher 10:21, 21:14, 18:21, 21:19, 17:21, FaberTreser 5:21, 11:21, 6:21; Gust. KochGros 15.21, 12:21, 19:21; GötzOele- mann 23:21, 21:17, 20:22, 14:21, 21:18; Hopfner Meyerhofs 21:15, 21:13, 14:21, 17:21, 14:21; Fi­scherFrau Hauser 19:21, 8:21, 15:21; Bepler Kurt Schmidt 21:14, 21:19, 23:21; SckpnückFrz. Koch 9:21, 16:21, 16:21; WeberE. Enders 21:17, 13:21, 21:14, 12:21, 15:21.

Doppel: Reichel-Höpfner Arzbächer-Treser 14:21, 19:21, 21:18, 19:21; Faber-HöpfnerMeyer- hoff-Gros 14:21, 21:17, 18:21, 12:21; Bepler-Fi- scher Frau Hauser-Arzbücher 13:21, 8:21, 8:21;

Wallenrod, 2 b, g; Zwerglangschan: R. Fegbeu­tel, Ockstadt, sg, E; Zwerg--Brahma: H Ruhl, Garbenteich, 2 g; Zwerg-Orpington: Fr. Wolf, " : L. Mogk,