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Oie Detterlaae.
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10,
6, 25, 60. 60, 50,
Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis
Schwarzwurzeln 25 bi- 35, Honig 40 bis
bis bis bis bis
8 Mk.),
5 Ml.),
8 am.).
io, Pf.
lb Ju.
k.
weinbe stände der Reichsmonopolverwaltung auch In diesem 3ahre nicht annähernd auf das noch ertragbare Mast herabgesetzt werden könnten. Es müsse deshalb eine Senkung der Verkaufs preise erwogen werden, wodurch auch der Schmuggel und die Schwarzbrennerei eingedämmt werden könnten. Der ausfallende Rbsahrückgang könne nicht allein durch die ungünstige wirtschaftliche Lage und die Mästigkeitsbewegung erklärt werden, sondern zweifellos hätten auch die hohen Preise dazu beigetragen, die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Trinkbranntweines mit den billigen ausländischen Südweinen zu schwächen.
Oer Rechnungshof empfiehlt Branntwempreissenkung.
Berlin, 6. 3an. (VDZ.) Der jetzt dem Reichstag zugegangene Bericht des Rechnungshofes über die Prüfung der Bilanz ixr Spiritusmonopolverwaltung für das Gc- Ichäftsjahr 1929 30 kommt zu dem Ergebnis, bäh infolge des sehr erheblichen QI b - 1 ahrückganges die hohen Drannt-
Blumenkohl 20 bis 40, Endivien 8 bis Oberkohlrabi 8 bis 10, Sellerie 10 bis 40 per Stück.
Oie neuen Postgebühren.
Ermäßigungen ab 15. Januar.
3m Amtsblatt des Reichspostministeriums
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d. 6 efdnuar WZ Uh
E neBiersteuer»undBierpreissenlung?
Berlin, 6.3an. (TU.) Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, prüft man augenblicklich im Reichsfinanzministerium, wieweit die Erleichterung in der Bier steuer bemessen werden kann, um eine spürbare Senkung der Bierpreise zu erreichen. Die Entscheidung darüber soll noch im Laufe des 3anuar bekanntgegeben werden. Der Reichskommisfar für die Preisüberwachung wird von dieser Entscheidung des Reichsfinanzministeriums seine Stellungnahme zu den Bierpreisen abhängig machen. Wie wir weiter hören, steht man im Reichsfinanzministerium einer Diersteuer- senkung durchaus wohlwollend gegenüber, zumal man sich von einer Bierpreissenkung eine Zunahme des Dierumsahes verspricht. Man rechnet also damit, dast sich eine Steuerermäßigung nicht nachteilig auf die Steuereinnahmen auswirken würde.
Oer Statsausgleich in Preußen.
Berlin, 6.3au. (ERD.) Der preußische Fi- nonzminister Dr. Klepper hatte mit Reichskanzler Brüning eine Hnterredung, um über die Absichten Preußens für den Ausgleich des Etats 1 9 3 2 mit dem Reiche eine Heber- einstimmung herbeizuführen. Da Preußen das De- - fizit von 167 Millionen nicht nur durch Einsparungen, sondern auch durch Einnahmeerhöhungen beseitigen wlll, ist bei dem Ausgleich die Mitwirkung des Reiches notwendig. Wie übereinstimmend berichtet wird, haben die Besprechungen noch nicht zu einem endgültigen E r g e b n i s geführt. Da gegen die ursprüngliche Qlbsicht Preußens, auf Einführung einer Schlacht st euer, von der Reichsregicrung Bedenken erhoben worden sind, ist jetzt die Erhebung einerSalzsteuerin Erwägung gezogen, dievomReich eingeführt und deren Aufkommen nach einem Schlüssel auf die einzelnen Lander verteilt werden soll. Auch diese neue öl euer soll indessen bei der Reichsregierung keine Gegenliebe finden.
jetzt die Verordnung zur Aenderung der Postordnung veröffenllicht worden, mit der die kürzlich beschlossenen Gebührensenkungen für Fernbriefe, Fernpo st karten und Pakete bekanntgegeben werden. Die Ermäßigungen treten am 15. 3anuar in Kraft.
Es werden künftig erhoben: für Briefe im Fernverkehr bis 20 Gramm 12 Pf., über 20 bis 250 Gramm 25 Pf., über 250 bis 500 Gramm 40 Pf.; für Postkarten im Fernverkehr 6 Pf.; für Pakete die in der nachfolgenden Hebersicht zusamm<»ngestellten Gebührensätze, zu denen bei Richtabhvlung eine Zustellgebühr von 15 Pf. für jedes Paket hinzutritt, die auch vom Absender vorausgezahll werden kann. Der Freimachungszwang für Postpakete wird gleichzeitig aufgehoben, für nichtfreigemachte Pakete bis 5 Kilogramm einschließlich wird neben dem Fehlbetrag ein Gebührenzuschlag von 10 Pf. nacherhoben.
Die neuen Pakeigebühren betragen im einzelnen:
Weißkraut 7 bis 8 (per Zentner 4 bis Rotkraut 8 bis 12 (per Zentner 7 bis gelbe Rüben 8 bis 10, tote Rüben 8 Spinat 20 bis 25, Hnterkohlradi 5
Grünkohl 8 bis 10, Rosenkohl 20 Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 50
Matte 25 bis 30. Käse (10 Stück) 50 bis 120, Wirsing 8 bis 12 (per Zentner 7 bis
Kartoffeln 4 (per Zentner 3 bis 3,50 Mk ), Aepfcl 8 bis 10, Birnen 8 bis 10, Rüsse 35 bis 40, Dörrobst 30 bis 35, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 80 bis 90, Enten 80 bis 100, Gänse 90 bis 100 Pf. per Pfd.; Tauben 50 bis 60, Eier 11 bis 13, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15.
Notverordnung und Außenpolitik
^eichsfina«zminister Dietrich zur Lage.
mache wie bei den Ausgaben einen Strich darunter, aber sorge dafür, daß man die Freuden vergangener Jahre in einem Teil des Gehirnes oerwabrt, aus dem man sie immer wieder leicht heroorholen kann. Man wird sie manchmal nötig haben. Dafür aber vergesse'man gründlich alle Mißstimmungen, Zerwürfnisse usw. Damit soll man sich nicht beschweren.
Und hat man sich mit irgend jemand überworfen, glaubt man gar, er wäre Feind, hat man sich geärgert ... Strich drunter! Das neue Jahr verträgt nicht, daß man mit solchen Lasten weiterwandert. Alle brauchen für die nächsten Monate gana freie Schultern. Wn.
Ein Gchulhaus-Zubiläum.
Die Stadtknabenschule (Pestalozzi- schule) wird heute 40 Jahre alt. Am 7.Januar 1892 zogen die 15 Knabenklassen der Gießener Volksschule in ihren Neubau ein. Die Einwcihungs- feierlichieiten waren am 19. Dezember 1891 vorausgegangen. Der Modestein jener Jahre, der rote Blendstein, gab dem Schulhaus das Kleid. Seine inneren Einrichtungen waren den pädagogischen und schulhygienischen Forderungen der Zeit angepaßt. Gut belichtete Klassensale, Spezialsäle, Zentralheizung, Brausebad usw. machten das -aus zum best- eingerichteten Schulhaus unserer Stadt. Die Fünfziger der „verflossenen" Jahrgänge 1878—1881 und der „kommenden" von 1882—1885, soweit sie einst- mals Schüler der Gießener Volksschule waren, werden sich des Einzugs wohl noch gut erinnern.
Fünfzehn Klassen mit über 700 Knaben empfingen von da ab hier ihren Unterricht. Sie waren vorher in verschiedenen Häusern untergebracht gewesen: im Schulhaus in der Schulstraße (an seiner Stelle steht heute der rote Blendsteinbau, der bis vor kurzem die Stadtpost in sich barg), im Schulhaus in der Neustadt (heute Wohnhaus) auf dem Oswaldsberg (heute unter dem Namen „Alte Aliceschule" wieder Schulhaus für Dolksschulkinder), in einem alten Hause auf dem Kanzleiberg (1 Klasse) und 1 Klasse im Hause der Stadtmädchenschule (heute Goethe- schule). Mit dem Einzug in das neue Haus waren alle Volksschulkinder Gießens in — für damalige Zeit — einwandfreier Weise eingeschult.
Möge es der Stadtverwaltung gelingen, in absehbarer Zeit die neue Pestalozzischule in den Gidjgärten fertigzustellen. Der Dank aus frohen Kinderherzen wird der Verwaltung die in den letzten Jahren für den Ausbau von Schul- Häusern gebrachten und in Bälde noch zu bringenden Opfer reichlich lohnen. K.
Gictzener Wochenmarktpreisc.
' G i e ß e n, 7. 3an. Heutige Wochenmarktpreise: Butter 100 bis 110 Pf. (Kochbutter von 80 Pf. an).
Aus Oer provmztoldauptstotn
Gießen, den 7. 3anuar 1932.
Strich drunter!
Der Kaufmann hat in diesen Tagen die Bilanz gezogen. Er hat die Seiten der Einnahmen und die der Ausgaben zusammengestellt, Inventur gemacht und dann — oft mit Herzklopfen — errechnet, was ihm an Gewinn geblieben ist. Da wird oft nicht viel übrig bleiben, manchmal gar nichts. Aber der Ordnung halber macht er Bilanz. Das ist fo. Er will klare Ueberficht haben, er will sehen, wo er steht. Zum Schluß macht er einen dicken Strich unter alles.
Könnten wir andern, die nichts mit Warenverkauf zu tun haben, nicht auch einmal eine Bilanz ziehen? Könnten wir nicht einmal sehen, wie es mit unfern Soll- und Habenseiten steht?
Wenn man einen Bekannten trifft und ihn fragt: „Wie geht's?", erhält man in den meisten Fällen die Antwort: „Schlecht!" „Den Verhältnissen entsprechend?" Und dabei ist es oft gar nicht so schlimm. ‘Siele glauben eben, sie müßten in diesen Zeiten unter allen Umständen -und womöglich recht laut jammern, damit die andern nicht daraus ausmerksam würden, daß es ihnen im Grunde genommen gar nicht so schlecht geht. Wir hatten einmal eine Zeit, da sprach man von „Neureichen". Könnte man jetzt nicht auch von „Neuarmen" sprechen, von ihnen, die den andern noch das Leben sauer machen und mithelfen, daß wir die bitteren Tage erst recht fühlen, an Stelle daß sie trösten und Hoffnungen er- "wecken?
Wenn jemand den Schnupfen hat, ist er meist bestrebt, seine Mitmenschen zu meiden, um sie nicht anzustecken. Diese Neuarmen machen aber gerade das Gegenteil. Sie stecken viele mit ihrem Gejammer an. Wohl heißt es: „Geteilter Schmerz ist halber Schmerz", und es bringt immer Erleichterung und etwas Trost, wenn man sich mit einem treuen Freunde ausgesprochen hat. Aber jene neuarmen Menschen haben eigentlich gar keinen Schmerz, sondern nur das Bestreben, mit ihrem schalen Pessi- mismus auch andern, denen noch etwas Fröhlichkeit blieb, das Leben zu verbittern. Sie vergiften sich selbst das Dasein, erfüllen die Gegenwart mit noch mehr Aerger, als ohnehin schon vorhanden ist.
Man ziehe einmal in dieser Hinsicht in seinem Innern die Bilanz!
Wenn man ehrlich ist, muß man zugeben, daß man auch im vergangenen Jahre manche schöne Stunde gehabt hat, sei es mit Freunden zusammen, int Familienkreise ober sonstwo gewesen. Freude findet man immer, wenn man nicht gar zu verbohrt ! ist und nur Häßliches sehen will. Man nehme alle diese schönen Stunden auf die Seite der Einnahmen,
** Der Ortsmittelpunkt von Gießen. Wie das Polizeiamt mitteilt, ist gemäß den Durch- führungsbestimmungen über den Ucberlandverkehr mit Kraftfahrzeugen vom 19. November 1931 als Ortsmittelpunkt der Stadt Gießen die Straßen- kreuzung Frankfurter Straße — Seltersweg — Süd- anlage — Westanlage bestimmt worden.
" Heftiger Sturm und starke Regenfälle gingen im Laufe der letzten Rächt und b s heute früh über unsere Stadt hinweg. Von Sturmschäden ist uns bisher nichts bekannt geworden, dagegen haben die ausgedehnten Regenfälle ein weiteres Ansteigen der Flußläufe zur Folge gehabt. An flachen Stellen trat die Lahn über ihre Hfer. Die Wieseck hat verschiedentlich ebenfalls ihr Flußbett verlassen. Zu Bedenken besteht jedoch bis jetzt kein Anlaß.
” Senkung der R ol l g ebühren. 3n Würdigung der allgemeinen Preissenkungsbestrebungen der Reichsregierung hat die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. mit Wirkung vom 11. 3anuar ab die Rollgebühren der bahnamtlichen Güter- und Cxprcßgutbestatter in Eron- berg, Diez. Frankfurt a. Qit, Fulda, Gießen,
Offenbach und Wetzlar herabgesetzt. Die Senkung beträgt abgesehen von den beiden untersten Gewichtsstaffeln, für Expreßgut an den Orten ohne Zoneneinteilung bis zu 10 Prozent, an den übrigen Orten in der ersten Zone bis zu 10 Prozent in der zweiten Zone biS zu 15 Prozent und in der dritten Zone bis zu 20 Prozent. Der neue Qluf- bau des Rollfuhrwesens wird bei allen 'Bahnhöfen mit Güterbestätterei ab 1. März 1932 durchgeführt
" 25jähriges AmtSjubiläum. 3n diesem Monat sind es 25 3ahre, daß Herr 'Alfred Fröhlich hier in den Vorstand der Israelitischen Religionsgesellfchaft gewählt wurde, dem damals noch die Herren Hofrat 3. Grünewald und L. Bär angebörten. Rach Wegzug des Herrn L. Bär nach Frankfurt a. M. übernahm — so schreibt man uns — Herr Fröhlich den Vorsitz im Vorstände, dessen Schriftführer er lange 3ahre vorher gewesen war. Herr F r ö h - l ich hat seit dieser Zeit in aufopfernder Hingabe und feinem Verständnis sein Amt voünldlich verwaUet, und seinen rastlosen 'Bemühungen ist es zu verdanken, daß die Israelitische Religionsgesellschaft am 23. Dezember 1923 die ersehnten Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechtes erhieft. 3m 3ahre 1930 gab sich die neue Gemeinde Israelitische Religionsgesellschaft" ein neues Statut, wonach ein Vorstand und Beirat von je fünf Personen die Gemeindevertretung und den nach dem Gesetze notwendigen Lteuerausschuß repräsentieren. Herr Fröhlich, ein guter Kenner der jüdischen Gesetzesvorschriften im Sinne des überlieferten 3udentuins, war stet- ein eifriger Förderer aller 3nstitutionen seiner Gemeinde und hat es bis auf den heutigen Tag verstanden, die 3nteressen der Gemeinde nach jeder Seite hin zu wahren. Aus Anlaß dieses Jubiläums wird die 3sraelitische Religionsgesellschaft am Samstag, 9. 3anuar, vormittags 8.30 Hhr in ihrer Synagoge, Steinstraße 8. einen Fest- gottesdienst abhalten. Mögen dem 3ubilar noch viele glückliche 3ahre zum Wohle und Gedeihen seiner Gemeinde beschieden sein.
•• Dienstjubiläen bei der Reichsbahn. Reichsbahnsekretär Heinrich Hamel konnte, wie wir gestern schon kurz berichteten, am 2.3anuar auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Reichsbahn zurückblicken. Der Jubilar ist geborener Gießener und seit 3ahren im Aufsichtsdienst des Personenbahnhofes beschäftigt. Dahnhofsschaffner Heinrich Walther, wohnhaft in Daubringen, konnte in diesen Tagen ebenfalls auf eine 25jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn zurückblicken. Er ist seit vielen 3ahren an der Bahnsteigsperre des Bahnhofs Gießen tätig. Den beiden Jubilaren wurden durch Amtmann Dörr Glückwunschschreiben der Reichsbahnver- toaltung überreicht, außerdem wurden ihnen zahlreiche Ehrungen von Seiten der Kollegen zuteil.
" Wirtschastsbetrieb auch in <3 il» zügen. Seit gestern wird in den zwischen Frankfurt a.M. und QHtona verkehrenden Eilzügen E 71/72 (E 71 in Richtung Altona Gießen an 10.18 Hhr, Gießen ab 10.24 Hhr; E 72 in Richtung Frankfurt Gießen an 20.16 Hhr, Gießen ab 20.20 Hhr) von der Mitropa versuchsweise Wirtschaftsbetrieb eingerichtet. Zum Verkauf an die Fahrgäste gelangen kalte Getränke, Rauchwaren, Kaffee, Fleischbrühe, Eierspeisen, warme Würstchen u. dgl. Die Verabreichung an die Fahrgäste erfolgt in den Abteilen während der Fahrt durch das Personal der Mitropa. Der Versuch wird voraussichtlich Ende 3anuar auch aus daS EilzugSpaar E 161/162, dos zwischen Frankfurt a.M. und Berlin verkehrt, ausgedehnt.
©womtnios Oneuer, dnato oedttKl» wolkig, e •Ktgew * Schnee cxtrauoein «"edel X Gew.fer ©Windstille *O» K* (eichte» Osi mssige» Südsüdwest q stürmische -orawesi Oie etene fliegen mit dem wmdc Pie Baden Stationen stenenoen Z* len geDtn die Temperatui an. Pie Linien verDmden Orte gletcLCM tut «reresniveau umgerectuieten Luttdruo
Wettervoraussage.
Heber Skandinavien lagert das Störungssh st em, welches uns das unbeständige, stürmische und regnerische Wetter gebracht hat. Während der verflossenen Rocht sind recht erhebliche Rieder schlaaS- mengen gemessen worden, die auf den Bergen bis zu 25 Millimeter betrugen. Mehr und mehr seht jetzt die Rückseitenwirkung des Fallgebietes ein, d. h. ozeanische Luft aus nördlicheren Breiten kommt zum Vordringen. Somit beginnt wieder Temperaturrückgang, der Witterungscharakter bleibt aber vorerst noch etwas wechselhaft. 3edvch reißt die Wolkendecke des öfteren auf, was zu Aufklaren führt. Riederschläge in Form von Schauern treten auf, die auf den Bergen in Schnee übergehen. Der gleichzeitig von Westen einsetzende Luftdruckanstieg dürste wahrscheinlich später beruhigend auf die Wetterlage einwirken und weiteren Temperaturrückgang bis zu Frost Hervorrufen.
Aussichten für Freitag: Wechselnd wolkig mit Aufklaren, kälter, noch Schauer, auf den Bergen teils als Schnee.
Aussichten für Samstag: llebergang zu beständigerem Wetter, teils wolkig, teils aufklarend, Nachlaßen der Schauertätigkeit, weiterer Temperaturrückgang mit Nachtfrostgefahr.
fein, der sich in einigen Monaten in der Wahl des Reichspräsidenten entspinnen wird. Hier wird sich zeigen, ob das deutsche Volk gesonnen ist, einzusehen, daß man nur mit Einsicht, Beharrlichkeit und rücksichtsloser Anspannung aller Kräfte die Rot meistern kann, aber nicht dadurch, daß man irgendeinem Phantom nachläuft, das dem deutschen Volke Wunder verspricht.
Der Minister beschäftigte sich weiter mit der Frage der Arbeitsbeschaffung, die leider im vergangenen 3ahre nicht mit der wünschenswerten Energie betrieben worden sei. Durch die Auftragövergebung der Reichsbahn und die Hmaestaltung der Siedlung sei wohl etwas, aber nicht genug erreicht. Schon sind wir, fuhr der Minister fort, in einem Zustand, bei dem die Gefahr besteht, daß der Staat in einem Maße in die Privatwirtschaft hinein- gedrückt wird, die kaum zu ertragen ist. Die ganz großen Gebilde, die seit Kriegs- schluh in Deutschland entstanden, sind eine Gefahr für Volk und Wirtschaft. Man wirst der Reichsregierung vor (namentlich von nationalsozialistischer Seite), daß sie die schweren Mißgriffe, die manche große Wirtschaftskapitäne, gemacht haben, toleriert; davon ist gar keine ’ Rede. Die Reichsregierung hat überall sich eingesetzt dafür, daß jeder verhaftet und eingesperrt wird, der in unverantwortlicher Weise auf dem Rücken anderer gewirtschaftet hat. Aber die Reichsregierung kann nicht in die 3 ustiz eingreifen und gegen Personen vorgehen, die nicht gegen die Gesetze verstoßen haben, wenn sie vielleicht auch wirtschaftlich Fehlgriffe machten.
Die Reichsregierung kann und wird ihre Pläne durchsetzen, und das Volk wird durch die Schwierigkeiten der Zeit hindurchkommen, wenn es entschlossen ist, an seinem Teil den Kampf um seine Zukunft cruszunehmen.
Stuttgart, 6. 3an. (WTB.) Reichsfinanzminister Dietrich hielt hier eine Rede, in der er besonders auf die Feststellungen des Baseler Eon- oerauSschusses hinwies, daß von einer Zahlung der geschützten Annuitäten auch im nächsten Jahre keine Rede sein könne und daß alle Voraussetzungen des Voungplanes entfallen sind. Ganz besonders wichtig sei aber die, wenn auch in verklausulierter Form ausgesprochene Feststellung, daß ohne eine gründliche Reuordnung des Reparativ n s p r o b l e m s eine Genesung nicht eintreten wird.
Es steht also heute, erklärte der Minister, nach Meinung aller Sachverständigen fest, daß die gegenwärtige Krise in erster Linie auf die I Zahlungen Deutschlands und die Verrechnung der Kriegsschulden unter den Alliierten zurückzuführen ist, aber ebenso sehr sind schuld die unm ög lich en Friedensverträge, die den Kriegszustand in latenter Form fortgesetzt haben, und die wirffchaftlichen Fehlgriffe der vergangenen 3ahre mit ihrer Heberspekulation in Wertpapieren und in Waren.
Die Rotverordnung vom 8. Dezember steht in engem Zusammenhang mit den Zuständen, die I durch die Reparationen und die Fehler der Welt- ^wirtschaft heraufbeschworen sind. Sie verfolgt fünf große Ziele: 1. die Senkung der Preise und Gestehungskosten, um auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu bleiben; 2. den Ausgleich des Reichsetats, von dem 3. ab- hängt die Erhaltung und Behauptung der deutschen Währung; 4. die Sicherung der deutschen Stellung in den Verhandlungen über Reparationen und Schulden und 5. den Schutz des inneren Friedens.
Aber so wichtig der Inhalt dieser Rotverord- nung ist: entscheidend für die Zukunft des deutschen Volkes wird der Ausgang des Kampfes
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Kriegen mür« Beamten fonnli ^^lel bes falli« ^gezahlt werden.
w Auszahlung gelangt >fQngte Finanzlage der larkeSteigeruila nstuhten zurückzu- en sind der Stadt von Mark überwiesen einmal zur Deckung der 'n ausreichen. Der ®e. t Qanuar beträgt rund über einem Voraussicht' Uionen Mark.
sleberlänbifchJnbien.
)itb von einem schweren Telephon- und Zele# den Inseln 2 ali und hen. Hebet die Orkan- ’ et noch keine näheren .irdischen Glättet nutzem erichteten Verheerungen heil seine gröhte Stärke sunzuiüctzuführenlein Äegenwasset stark an- kt die Ufer getrieben rr/erfeekuLe/ un- gleichzeitig damit e i r. sein. Obwohl sich aus e befinden, wird ein jrfcheinsich gehalten, binbung für Zeltschrlsten. Notverordnung hat bet iutd) einen Zwischenbe- um 31. Januar 1932 die der Preisbindung lur rundelegungihrer bewilligt.
ojran-Jlugboot geplant, igerbauer Koolhoven den Transozeanverkehr ) grob, fein soll -us 3fbn Motoren van KW .Nutzlast soll 42 Tonnen ’on 100 Tonnen und ' Stundenkilometer betra-
)lid) verunglückt.
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ter5m£t lieget )e geborgen.
n in Holland-
cholt zu ZU'°i und der festen sich luss^Milige. un-
e auf ^fLfltbet' ndc deutsche »
SffSgäi: e Beamten Erkungen
IcrtaW«1*,« einig« ■n
-M Z-S ' $1Ud net fie* -N Ät?^2eid!
Erwähnenswert ist, daß im Paketverkehr zwischen Ostpreußen und dem übrigen Reich die Gebühr der jeweilig nächstniedrigeren Zone in Ansatz gebracht wird.
Bis neue Fernpo st karten zu 6 Rpf. her- gestellt sind, verkauft die Post vom 15. Januar ab die bisherigen Karten mit dem 8-Rpf.-Stempel zu 6 Rpf. Wer feinen Vorrat von Karten zu 8 Rpf. bis zum 14. nicht aufbrauchen kann, erhält vor dem 15. Januar auf Wunsch für jede unverdorbene Karte Wertzeichen zum Betrage von 8 Rpf. Vom 15. Januar ab werden nur noch verdorbene Karten gegen Wertzeichen im Betrage von 6 Rpf. und gegen Zahlung einer Gebühr von 1 Rpf. für das Stück umgetauscht.
Bornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag: DHV., 20.30 Hhr, Heim, Lonystraße 18, Vortrag über „Die Macht der Presse". — Bund der Lahnfreunde, Monatsversammlung bei Hopfeld. — Kurzschrift-Verein von 1861, 19 Hhr, Doethe- schule, Eröffnung des Anfänger-Lehrgangs. — Damen-Dereinigung 1877/78, 20 Hhr, Stadt Mainz, Weihnachtsfeier. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Reserve hat Ruh". — Astoria-Licht- spiele, Scltersweg: „Die Himmelhunde", „Der Detektiv aus Liebe" und ,.3n die Falle gelockt".
— Aus dem S t a d 11 he a te r b u re au wird uns geschrieben: Morgen, Freitag, 20 Hhr als dreizehnte Vorstellung im Freitag-Abonnement Gerhart Hauptmanns Traumdichtung: „Han- ncles Himmelfahrt". Spieldauer von 20 bis 22 Hhr. — Samstag als Schülervorstellung 15.45 Hhr Ausführung des Schauspiels „Wilhelm Teil" von Schiller. Schulen und Schüler erhalten Schülerpreise. Ende 18 Hhr. — Am Dienstag, 12. 3anuar, Hraufführung deS Schauspiels „Verstehen wir uns" von Peter Preradovic. Die Rolle der Großmutter spielt bei der Hraufführung Frau Prasch-Grevenberg als Gast.
— Der Goethe-Bund hat, wie man uns mitteilt, für den 3. Dichterabend dieses Winters den Dichter Werner Deumelburg eingeladen. Dcumelburg ist der Verfasser der großen Werke . Sperrfeuer um Deutschland", „Deut'chland in Ketten" und „Gruppe Vosemüller". Das Interesse an Kriegslitcratur ist sehr gewachsen. Doch leider droht das Kricgserleben, dem unsere Generation unterworfen war, in die Zerrissenheit verschiedener Weltanschauungen hineingezogen zu werden. 3n Beumelburgs Schaffen finden wir die Darstellung des Krieges, die mit unbedingter ge- fchichtlicher Zuverlässigkeit das persönliche Erleben jener Millionen verbindet, die im Felde gestanden haben. So dürfte der Vortragsabend dieses Dichters wieder ein literarisches Ereignis werden. (Siehe gestrige Anzeige.)
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Pakete
3 1. Zone 8 bis 75 km
Gebühr
3 5. Zone
s über 750 km
3 2. Zone über 75 8 bis 150 km
3 3. Zone über 150 g bis 375 km
3 4. Zone über 375 8 bis 750 km
bis 5 kg
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