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Elternabend der Oberrealschule.
Zurück zur Hausmusik, lautet die Parole! War sie doch vielfach die Keimzelle, aus der sich die großen klassijck>en Werke unserer Meister entw.ckelt haben. Bon diesem (Gesichtspunkte aus darf das Schülerorchester der Oberrealschul« besondere Beachtung und Pflege beanspruchen. Man muß dem Herrn Studienrat Dr. Hillenbra^nd dankbar sein, daß er den jungen Leuten schon seit einer Reihe von Zähren Lust und Liede zur edle-n musica eil gepflanzt hat.
Wie bildend und zugleich unterhaltend war wiederum das, was am Sonntag bei dem Elternabend der Oberrealschule von dem Schülerorch^ster geboten wurde! Beethoven stand im Mittelpunkte des Abends- Nach herzlichen Worten der Begrüßung durch Herrn Oberstudiendirektor Dr. Roller erklang das Adagio aus dem Sextett, in das sich die jungen Spieler mit Bcge.sterung eingelebt hatten, um'es mit Wärme und Dynamik zum Ausdruck zu bringen. Nach einem frischen, duftigen Menuett folgte eine Ansprache, die sich vorzugsweise über Beethovens Jugendzeit erstreckte. Man wurde daran erinnert, wie der Fünfjährige unter drakonischer L.'itung feines Vaters zum Klavierüben gezwungen, ja des'Nachts aus dem Bett geholt wurde. Schon frühzeitig mußte er dem Geltungs- und Geldbedürfnis des Gestrengen die jugendlichen Freuden opfern. Unter vielen Entsagungen gelangte er zur Selbstan- dig?eit und erzwang sich endlich die Anerkennung imb das Staunen der Mitwelt, bis im vorgerückten Mannesalter die tiefe Tragt der Taubheit sich über den Künstler senkte, nicht um ihn zu erlahmen, sondern um ihn zu den höchsten Offenbarungen einer überirdischen M^sik zu befähigen. Das Violinkonzert, die letzten Qua Jette, die Neunte, die dlisss solemnis bleiben für alle Zeiten Höhepunkte menschlicher Intuition. Nach einem gutsprech.'nden Rondino und gefälligem Gesang folgte das Flötentrio, das naturgemäß selten auf einem Musikprogramm Erwähnung findet. Ein schönes Gedicht leitete zu dem ersten Satz des E-Moll-Quartetts über, das infolge der Diese' der Empfindung und der Technik große Anforderungen an die Spieler stellte. Sie sind ihnen gerecht geworden. Ein Ron^o und der Türkische Marsch bildeten den flotten Abschluß des musikalischen Teiles.
Die Theateraufführung unter der geschickten Regie des Herrn Bruck hat die Besucher dann mit einem allerliebsten kleinen Kasperle bekanntgemacht und zauberte unter Benutzung überraschender Lichtcfsekte Körners Detter aus Bremen als prachtvoll gelungenes Unterhaltungsstückchen vor die Blicke der be- ge-isterten Zuschauer.
Man muß wünschen, daß diese Elternabende, an denen auch frühere Schüler aktiv Anteil nehmen, we terbcstehen als wertvolles Bindeglied zwischen E'ternhaus und Schule, als Ansporn zur sorg'ichen Pflege der edlen Kunst. Den Herrn Oberstudiendirektor Dr. Roller und Studienrat Dr. Hil- e n b r a n b, sowie Herrn Bruck gebührt besonderer Dank. M"ge die Wiederholung am nächsten Sonntag g'eiche Begeisterung wecken, wie die Premiere!
Daten für Dienstag, 6. Dezember.
1834: Adolf Freiherr von Lützow, Führer der Freischar 1812/13, in Berlin geftorb'-n; — 1849: Generalfeldmarschall August von Mackensen in Haulüpnitz geboren; — 1864: der Schriftsteller Rudolf Stratz in Heidelberg geboren.
ivornonzcn.
— Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Die Erstaufführung des Schauspiels: „Der Dieb" von Henry Bernstein findet heute abend 20 Uhr unter Karl Heysers Spielleitung als 10. Vorstellung im Dienstag-Abonnement statt. Gewöhnliche Preise. Ende 22 Uhr. Mitwirtende: Damen: Berger, Flemming; Herren: Eggemann, Hauer, Heck, Heyser, Kühne. Die Vorbereitungen zur Erstaufführung des Jrontstückes: „Die endlose Straße" am 9. Dezember sind im Gange. Es wird nochmals auf die Operettenvolksvorstellung am Montag, 12. Dezember, hirgewiesen. Zu kleinen Operettenpreisen von 50 Pf. bis zu 2,50 Mk. wird die Operette: „Die Toni aus Wien" zur Aufführung gelangen.
— D i e kirch en musikalische Darbie- tu n g des russischen Chors, die auf Mittwoch, 7. Dezember, angesetzt war, muß verlegt werden. Sie findet nunmehr am 10. Dezember, 20 Uhr, in der Stadtkirche statt. Der Chor besteht aus fünf Damen und zehn Herren und wird russische Kirchen- melodien vortragen. Der evangelische Prediger O r • loff hält dabei eine Ansprache. (Siehe heutige Anzeige.)
*
* Die Wärmestube der Freiwilligen Sanitätskolonne wird beim Eintritt kalter Witterung im Kolonnendepot wieder geöffnet sein und täglich von 10 bis 18 Ahr zur Verfügung stehen.
** E i n Ausbildungskursus _ jur ersten Hilfeleistung bei Anglücks- fällen wird von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz vom nächsten Montag ab in dem Depot der Kolonne, Sonnenstrahe 2, veranstaltet werden. Interessenten seien auf die heutige Anzeige besonders hingewiesen.
** Fünfziger - Vereinigung 1883- 1 9 33. Man berichtet uns: Zahlreich hatten sich am Samstag die Alterskameraden des Ickhr- ganges 1883 zur Gründung einer Fünfziger-Vereinigung im Saale des Alterskollegen Lamm — „Ium Rebstock", Westanlage — eingesunden. Fri- seur-Obermeister Götz legte in seiner Eröffnungsansprache Ziel und Zweck einer Fünfziger-Vereinigung dar und begrüßte die Erschienenen. Die Wahl des Vorstandes hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Oberreallehrer Appel, 2. Vorsitzender: Friseur-Obermeister Götz; 1. Schriftführer Bill, 2. Schriftführer Heil; 1. Kassierer Zimmermann, 2. Kassierer Bouffier; Pressewart Stephan; Beisitzer: Studt, Gut- Heins, Roth, Senlenberger, Guchardt, Schlüter, Hugo Henkel, Goß, Otto Faber, Bechtold, Weith. Dergnügungsausschuß: Vorsitzender: Cebauer; Beisitzer: Ludwig Keil, Jäggle, Ludwig Schmidt, Karl Faber, Hoog, Magnus Becker, Luft, Hirschmann, Hexamer, Julius Henkel, Konstantin Kranz, Josef Dapper, Ludwig Drnde. Rach Erledigung des geschäftlichen Teils begrüßte der neugewähste erste Vorsitzende Appel in einer Ansprache unter dem Leitwort: „Reue Kameraden, Gute Freunde" die Alterskameraden, ermahnte zur Einigkeit und wirklicher Freunschast ohne Standes- unterschied. Der nun folgende gesellige Teil nahm unter gemeinschaftlichen Gesang von Liedern und bei Gesapgsvorträgen des Alterskameraden H e x a m e r einen schönen Verlauf.
* Das Geheimnis der U-Deutsch - l a n b. In einer Frühvorstellung wurde am Sonntag im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ein interessanter Film gezeigt, der bie Besucher in Deutsch'ands schwere Zeit während des Krieges zurückführle. Dem Film ging ein Vortrag voraus. Kapttänleutnant Freiherr von R o t s m a n n, der den Film ausgenommen hat, schilderte den Bau des U-Bootes, dcrs in 140 Tagen hergcstellt wurde, um für Deutschland trotz der Blockade bie Verbindung mit dem damals (1916) noch neutralen Amerika aufzunehmen, auf dcm Tauschwege Material (hauptsächlich Nickel und Rohgummi), bas für bie Kriegführung sehr notwendig war, ecnzuhandeln und nach Deutschland zu bringen. Der Vortragende sprach von der ersten Fahrt der U-Deutschland, von der Landung im Hafen von Baltimore, von den verzweifelten Anstrengungen der Feindbundmächte, die des Schiffes habhaft werden wollten, und von der kühnen Fahrt des U-Bootes zurück nach Deutschland. In weiteren
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in Packungen ober Tüten von 1 Pfund erbittet in dieser Woche die
Piunb.penbe der Frauen-AZinierhilfe
Die Zustellung der Psundpakete wird auf Wunsch der Hausfrauen von den Lebensmittelgeschäften aus direkt an die SammelfteUe erfolgen.
Annahme: Alte Klinik, parterre, rechts, Montags, Mittwochs und Freitags, von 9 bis 12 Uhr.
Worten und in Bildern erfuhr man dann vom Umbau der U-Deutschland zum U-Kreuzer, von den Fahrten des Schiffes auf einer 105 Tage langen Fcrnunternehmung, von den weiteren Fahrten und den Gefechten, bie das Schiff mit bewaffneten Handelsschiffen und Seglern zu bestehen hatte, n cht zuletzt aber hörte man auch von i>en Heldentaten und den Strapazen der Mannschaften beim harten Dienst in der heißen Luft des Unterseebootes. Die Bilder, es handelte sich um Originalaufnahmen, die unter den schwierigsten Umständen gemacht wurden — gaben interessante Szenen von der ersten Ausfahrt und" von den Gefechten wieder, ferner Einzelheiten vom Leben an Bord und vieles andere mehr. Vortrag und Film wurden m t großer Aufmerksamkeit verfolgt. Der Redner fand dankbaren Beifall.
** Aus der Gießener Bücyerhalte. Aus dem Zugang neu erworbener, z. T. gestifteter Werke sind folgende a s Auswahl zu nennen: Romane: W. TeePing: Hauptmann Sorrell und sein Sohn; Hans Franck: Die richtige Mutter; Herbert Blank Karsthar's: Die Bauern marschieren; Erwin Guido Kolbenheyer: Weihnachts- geschichterr; Reps, Die Persönlichkeit; Sinclair Lewis: Sam Dodsworth; Gustav Renker: Die Lawine von Foldum; Toni Rorhmund: Geld? Ein Ctottgerroman; Rudolf Stratz: Die um Bismarck; Ernst Zahn: Der Fährmann Adrian Risch. Poesie und Poetik: Hans Carossa: Gedichte; Albert Daur: Der Weg zur Dichtung (Lesen als schöpferisches Empfangen). Lebensbeschreibungen: Julie Braun-Vo- gclstein: Heinrich Braun und sein Schicksal; Ernst von Eisenhart-Rothe und Erich Marc.s: Paul von Hindenburg als Mensch, Staatsmann und Feldherr; Gertrud Freudinger: Stiefkinder des Schicksals (Helfer der Menschheit); Bruno und Kläre Röthig: Aus einer sächsischen Kantorei. Reisen: Paul Bauer: Im Kampf um den Himalaja; Ernst Klippel: Als Beduine zu den Teu- felsanbetern; Ernst Löhndorff: Afrika weint (Tagebuch eines Legionärs); Paul Rohrbach: Erwachendes Asien; Gustav Stratil-Sauer: Fahrt und Fessel (Mit dem Motorrad von Leipzig nach Afghanistan). Geschichte: Herbert Blank: Soldaten; E. Dwinger: Wir rufen Deutschland (Armee hinter Stacheldraht, Bd. 3); Jenseits der Großmächte (Herausg. v. K. Haushofer: Ergänzung zu Kjellen: Die Großmächte). Staat, Volk und Wirtschaft: R. Lohe: Volkstod (Abnahme der Bevölkerung); Adolf Pohlmann: Die Grundbegriffe der Volkswirtschaft; Georg Sinner: Gefährdetes Europa (Schlote rauchen im LIrwald). Naturwissenschaft und Technik: Bernhard Bavink: Ergebnisse und Probleme der Raturwissenschaften (4. Ausl. 1930); Wulf Bley: Deutsche Lufthansa; Friedrich Danne- mann: Aus der Werkstatt großer Forscher; Hermann Diels: Antike Technik; Ludwig Heck: Lebende Bilder aus dem Reiche der Tiere; Ludwig Klein: Untere Unträuter; Waldblumen und Farngewächse. Welt- und Lebenskunde: Otto Eberhard: Das Buch der Eltern (Evangelische Erziehung); Peter Lippert, S. I.: Dom Gesetz und von der Liebe (Rundfunkvorträge über die zehn Gebote); Ludwig Reeg: Vom Raum des Lebens; Alois Riehl: Führende Denker und Forscher; Julie Schlosser: Die unbekannten Brüder (Tierschutz). Kunstgeschichte; Ein Jahrtausend künstlerischer Kultur am Mittelrhein.
Einweihung
der Friedberger Feuerwehrschule.
WSR. Friedberg, 5.Dez. Gestern nachmittag fand unter Teilnahme der Feuerwehrverbände und Behörden die Einweihung der Feuerwehrschule statt. Der Landesver- bandsvorsihende der freiwilligen Feuerwehren Hessens, K n a u p p, betonte, daß mit der Einrichtung einer Feuerwehrsachschule in Friedberg endlich ein langgehegter Wunsch seine Erfüllung gesunden habe. Dor allem gebühre den Förderern dieses Planes Dank für ihre Vorarbeit. Weiter sprach Oberregierungsrat R e u l i n g von der Brandversicherungskammer. Er hob hervor, daß diese Schule die Aufgabe habe, die Schüler unter möglichster Beschränkung der Theorie besonders mit der Praxis moderner Feuerwehrtechnik und Brandbekämpfung vertraut zu machen. Regierungsrat Dr. Meyer überbrachte die Glückwünsche der Kreisbehörde und gab seiner Freude über die Wahl Friedbergs als Schulort Ausdruck. Bürgermeister Dr. S e h d dankte in seiner Rede den Förderern des Planes für die Wahl Friedbergs als Schulort. Ramens der Stadtverwaltung hieß er die Kursusteilnehmer herzlich willkommen. Zum Schluß ergriff nochmals Landesverbandsvorsihender Knaupp dos Wort zu längeren Darlegungen über die Ziele und Ausgaben der neugegrü.iuciei Feuerwehrfachschule in Friedberg. Es gelte, Führer her-
anzu bilden, die in Theorie und Praxis mit den neuesten Errungenschaften der modernen Brandbekämpfung und Feuerwehrtechnik, mit der Handhabung aller Kampfgeräte bis in alle Einzelheiten vertraut seien.
600 Prozent Bürgersteuer inOffenbach
WSR. Offenbach a. M., 5. Dez. Rachdem der Stadtrat in seiner Sitzung vom 22. September den Antrag des Oberbürgermeisters auf Erhebung der Bürgersteuer 1933 in Höhe von 300 Prozent ablehnte, der Reichsfinanzminister die Inanspruchnahme lder Reichshilse für die Wohlfahrtserwerbslosen von der Erhebung der Bürgersteuer nzindestens in Höhe von 500 Prozent abhängig gemacht hat, hat der Oberbürgermeister durch Derwaltungsbeschluß vom 28. Rovember die Erhebung der Bürger steuer 1 9 33 in Offenbach a. M. in Uebcreinftlmmung mit den für die benachbarten Städte gefundenen Sähen auf insgesamt 6 0 0 Prozent an geordnet. Diese Anordnung ist vom hessischen Minister des Innern unterm 3. Dezember gebilligt und zugleich festgesetzt worden, daß die Erhebung i n 1 2 Fälligkeitsterminen, jeweils am 10. der Monate Januar bis Dezember 1933, zu erfolgen hat.
Zwei glückliche Gemeinden.
WSR. Biedenkopf, 5. Dez. Zwei Gemeinden des Kreises Dillenburg, und zwar Driedorf und Mademühlen, erheben beide keine Steuern außer der einfachen Bicrsteuer bzw. der einfachen
Bürgersteüer. Die Gemeinden haben durch den reichen Waldbesitz immer noch eine gute Einnahme- quelle, so daß es ihnen erspart bleibt, die Einwohner mit Steuern zu belasten.
$ünf Jahre Zuchthaus für einen Fahrraddieb.
Darmstadt, 5. Dez. (WSN.) Die Große Strafkammer Darmstadt verurteilte den Metzger Hugo K o h l m a n n , der wegen Fahrraddieb- stähle vorbestraft ist, wegen Rückfalldieb» stahls in 17 Fällen — Fahrraddiebstählen — zu5Jahren Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und Stellung unter dauernde Polizeiaufsicht.
20000 Zigaretten aus einem FerwLastzug gestohlen. WSN. Mainz, 5. Dez. Am Freitagabend wurde in der Dagobertstraße ein Lastfernzug abgcftcUt. Während der Führer und sein Begleiter in einer in der Nähe befindlichen Wirtschaft ihr Abendbrot einnahmen, wurde an dem Anhängerwagen dn^ Vorhängeschloß aufgebrochen und 20 000 Zigaretten, Marke Ova, in ^-Mille-Packung entwendet.
Verheerendes Großfeuer in einer Odenwald-Gemeinde.
TU. Mannheim, 6. Dez. Die Gemeinde Ger - l a ch s h e i m (Odenwald! wurde in der Nacht zum Montag von einem verheerenden Großfeuer heim- gesucht, dem zehn Scheunen und ein Wohn- Haus zum Opfer fielen.
Was sollen wir essen?
Ausreichende und zweckmäßige Ernährung — trotz geringem Einkommen.
Von Geh Medizinalrat Professor Dr. Em;l Abderhalden, Direktor des physiologi.chen Instituts der Universität Halle.
Millionen unserer Volksgenossen müssen heute mit so geringen Mitteln haushalten, daß eine ausreichende Ernährung nur möglich ist, wenn die Auswahl der in Betracht kommenden Nahrungsmittel mit größter Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit erfolgt. Wie muß eine Ernährungsweise beschaffen fein, die auch bei sehr geringem Einkommen eine wirklich vollwertige (Ernährung gewährleistet? Wir haben uns mit dieser Frage an einen in Deutschland auf dem Gebiet der Ernährungslehre führenden Gelehrten, Geheimrat Abderhalden, gewandt und ihn um eine Stellungnahme zu diesem für weite Volks- i reise entscheidend wicht.gen Problem gebeten. In Deutschland ist der Ernährungszustand weiter Kreise zweifellos gefährdet — schon machen sich mancherlei bedroh.iche Symptome (z. B. Zunahme iber Tuberkulose!) bemerkbar. Die Fortschritte in der Erkenntnis der für eine vollwertige Ernährung er» . orderlichen Nahrungsstofse haben unseren Blick ge- 1 cfyärft. So wissen wir, daß bei unzureichenber Zu- - uhr von Vitaminen Sdjäbigungen des Körpers entstehen, die zunächst nicht ohne weiteres erkennbar sind. Verminberte Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen und ihre Auswirkungen machen uns z. B. häufig auf solche Schädigungen aufmerksam. Es gilt also Vorsorge zu treffen, daß ein Absiwken des Gesundheitszchtandes des deutschen Volkes unterbleibt. Unsere Hauptfürsorge gilt der Heranwachsenden Jugend. Erfreulicyerweise hat die vollständige Umstellung weitester Volksk/eise in Bezug auf Kleidung und turnerische und sportliche Betätigung an und für sich den Gesundheitszustand ganz erheblich gehoben. Der Mensch kann sich, wie die Erfahrung bei den verschiedenartigsten Völkern der Welt zeigen, mit ganz verschiedenen Nah- rungsm.tteln vollwertig ernähren. Bei vielen Völ- ’tern überwiegt die Pslanzennahrung, bei anderen fleht die Fleischnahruna im Vordergrund. Wesentlich ist, daß ausreichende Eiweiß zufuhr iftattfinbet, denn kein anderer Nahrungsstoff kann Eiweiß ersetzen. Wir benötigen es als Baustoff. Es gilt z. B. Gewebseiweiß auszubauen und unentbehrliche Produkte (Hormone usw.) zu bilden, die von (bestimmten Zellen bereitet und ausgssandt werden, um den Stoffwechsel zu regeln und andere Funktio- nen des Körpers zu gewährfeisten. Daß sie beim wachsenden Menschen für den Ausbau neuer Ge- websanteile unentbehrlich sind, verficht fich von selbst, aber auch der Erwachsene bildet neue Zellen. Die Größe des Eiweißbedarfs ist noch sehr umstritten. In Unkenntnis der hohen Bedeutung von Eiweiß für den normalen Ablauf des mannigfachen Geschehens in unserem Organismus wird in z. T. fanatischer Weise eine möglichst geringe Eiweiß- zufuhr Propaganda gemacht. Sie darf jedoch unter gewöhnlichen Ernährungsverhältniifsen nicht unter eine bestimmte Größe absinken, soll nicht Schaden entstehen. Wir können wohl unter scharf tontroH'.erlen Ernährungsbedingungen diesen oder jenen Nahrungsstoss auf eine Menge herabdrücken, die bei einer bestimmt zusammengesetzten Nahrung gerade eben ausreicht, niemals dürfen wir jedoch derartig ermittelte Minimalwerte in die Praxis übertragen!
Wir nehmen mit unserer Nahrung je nach ihrer Zusammensetzung die einzelnen Nahrungsstoffe in stark wechselnden Mengenverhältnissen auf. Manche Eiweißarten, namentlich der Pflanzenwelt, find minderwertig und nur im Gemisch mit anderen Eiweihstoffen imstande, Wachstum und Erhaltung des Körpergewichts zu gewährleisten. Eine reiche Erfahrung hat ergeben, daß ein erwachsener Mensch mindestens täglich 60—80 Gramm Eiweiß aufnehmen muß, soll er in gutem Ernährungszustände bleiben. Eiweißreiche Nahrungsmittel sind z. B. Fleisch, Eier, Käse. Nahrungsmittel des Pflanzenreiches find zumeist eiweißarm, d. h. wir müssen von ihnen, um eine genügende Eiweißzufuhr zu sichern, entiprethenb große Mengen aufnehmen. Bei richtiger Auswahl der verfügbaren Nahrungsmittel besteht keine Gefahr der Eiweißunterernährung. Ebensowenig ist Vitaminmangel zu befürchten, wenn ihre Hauptträger in ausreichender Menge ausgenommen werden. (Gemüse, Obst, Milch, Butter.) Mineralstoffe führen wir uns mit allen gewöhnlichen Nahrungsmitteln des Tier- und Pflanzenreiches in genügender Menge zu. Bleibt noch die Sicherung einer aus- reichenden Zufuhr an Energie (umgewandelte Sonnenenergie in Kohlehydraten, Fetten, Eiweiß- stoffenl). Am energiereichsten sind die Fette. Ist durch Nahrungsmittel der Pfta-nzen- und der Tierwelt der stoffliche Bedarf des Organismus an Bau- und Betriebsstoffen gedeckt, dann kann der eigentliche Energiebedarf in größerem Umfange mit Vorteil durch Fett gedeckt werden. Es war eine wirkliche Großtat, als es gelang, in Gestalt der Margarine ein billiges Fett zur Verfügung
zu stellen. Wenn sie auch nicht der Butter gleich au werten ist, so stellt sie doch ein wertvolles Energiematerial dar.
Betrachten wir nunmehr jene Nahrungsmittel, die Deutschland selbst hervorbringen kann, und die unter normalen Verhältnissen in der Preisgestaltung so gehalten werden können, daß auch der Minderbemittelte sich ausreichend ernähren kann. Es sind dies: Brot (Mehlspeisen), Kartoffeln, Gemüse- und Obstarten, ferner Milch (Molkereipro butte), Eier und Fleisch. Ferner ist mit Nachdruck auf Meer- und Süßwasserfische hinzuweisen.
Solange ein gesunder Instinkt bei freier Wahl der Nahrungsmittel die Ernährung des Menschen leitet, besteht keine Gefahr der Unterernährung und zwar weder der Menge noch ihrer Art nach. Sobald jedoch Notlagen die Wahl der Nahrungsmittel in bestimmter Richtung lenkt, tritt die Ge» iahr einer unzureichenden Ernährung ein. Hier ei darauf hingewiesen, daß viele Nahrungsmittel, ür sich allein ausgenommen, außerstande sind, den Organismus vollwertig zu ernähren. M ich allein erzeugt mit der Zeit Störung in der Blutbildung. Schwere Störungen ergeben sich ferner, wenn Brot allein den Organismus erhalten soll. Milch und Brot sind wertvollste Nahrungsmittel, wenn sie mit anderen zusammen ausgenommen werden. Nur dann, wenn sie allein dcn Nahrungsbedarf bestreiten ^sollen, versagen sie. Abwechslung in der Wahl der Nahrungsmittel sichert vor dauernder Minderzufuhr des einen ober anderen Nahrungsstoffes.
Es gab eine Zeit, in der die tierischen Nahrungsmittel — und unter diesen besonders das Fleisch — überwertet wurden. Die Not der Zeit hat mitgeholsen, hier schwere Sünden der Ernährung ausgumerjen. Früher war ein großer Teil der Bevölkerung über- und einseitig ernährt. Die wichttgsten Nahrungsmittel der Pflanzenwelt wurden vernachlässigt, jetzt sind sie zu ihrem Rechte gekommen. In dieser Hinsicht ist es außerordentlich zu begrüßen, daß die Kleingartenbewegung sich mehr und mehr durchsetzt und immer mehr Familien aus eigener Kraft wert- uolle Zuschüsse zur täglichen Ernährung erhalten. Es ist kein Ruhmesblatt für die führenden Männer in nicht wenigen Städten und Gemeinden, daß die Kleingärtner vielfach in scharfem Kampfe das erobern mußten, was größte Förderung verdient. Auch hier ist aber die Notzeit Lehrmeisterin geworden.
Betrachten wir die oben angeführten Nahrungsmittel, bann sehen wir, daß es sich bei ausreichender Vorsorge ermöglichen lassen muß, eine ausreichende Ernährung aller Volksschichten sicherzustellen. Brot, Kartoffeln, Milch, Gemüse und Obstarten stehen reichlich zur Verfügung. Eier, Fleisch und Fische müssen auch verfügbar gemacht werden, wenn es auch nicht notwendig ist, daß Tag für Tag Fleisch ausgenommen wird. Je weniger die Ernährung von theoretischen Erwägungen geleitet wird, und je mehr sie natürlichen Verhältnissen Rechnung trägt, umso gewisser wird sie in normalen Bahnen verlaufen. „Rezepte" Laugen im Gebiete einer normalen Ernährung nichts! Machen wir uns frei von künstlich gezüchteter Furcht vor Vitaminmangel und Jollen wir uns nicht von „Ernährungsresormern" ins Boxhorn jagen! Gewiß hat z. B. eine ab und zu eingelegte 9t o b t oft ihr Gutes, sie kann aber nie und nimmer für die alleinige Ernährung maßgebend sein.
In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Problem der Ernährung steht die Frage der Kleidung, der W o y n u n g und des Heizmate - r i a l s. Unser Organismus muß zur Aufrechterhaltung der dem Menschen eigenen Körpertemperatur diese ununterbrochen regulieren. Der Guternährte besitzt nun einen Wärme schütz in Gestalt des in seine Haut eingelagerten Fettes, dazu kommen noch warme Unterwäsche, warme Kleidung und im Winter ein gut geheiztes Zimmer. Der Unterernährte dagegen entbehrt des Wärmeschutzes eines Fettpolsters, er verliert infolgedessen mehr Wärme als der Guternährte. Da.zu kommt dann noch mangelhafter Schutz gegen Kälte durch unzureichende Bekleidung, und endlich fehlt dann noch vielfach das warme Zimmer. Die durch die erwähnten Umstande be- dingte vermehrte Wärmeabgabe verlangt aber gesteigerte Nahrungszufuhr! Da diese bei Mangel an Mitteln nicht möglich ist, leidet der Unbemittelte doppelt und dreifach Not. Es gilt also im Interesse der Erhaltung eines aesunden Ernährungszustandes für Wärmeschutz zu sorgen durch Vermittlung billiger Kleidung, Abgabe von ausreichend zur Der- fügung stehendem Heizmaterial — mit diesen Maßnahmen helfen wir dem Organismus Nahrung einsparen.
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