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Bahnhofstraße: „Die elf Schillfchen Offiziere . Astoria Lichtspiele, Seltersweg: „Der König Steppe" und „Drei Tage auf Leben und Tod".
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Kleine politische Nachrichten.
Wie die „DAZ." meldet, werden im Zuge neuer Ersparnismahnahmen im Auswärtigen Dienst insgesamt 20 Konsulate aufgehoben werden. Der Haushalt sah die Beseitigung von sieben Konsulaten vor.
Unser Gießener Reichswehrbataillon wird sich, wie bereits int vorigen Winter, auch in den bevorstehenden Wintermonaten an der Speisung von hilfsbedürftigen Kindern unserer Stadt im Rahmen der Gießener Winternothilfe 1932/33 beteiligen. Bekanntlich hat unser Bataillon im vorigen Winter täglich etwa 150 Kindern eine kräftige und schmackhafte Mittogsmahlzeit geboten, deren Kosten von den Angehörigen der Garnison durch freiwillige Spenden aufgebracht wurden. Ferner stellt das Bataillon der Gießener Winter- . ^rtreten nothilfe aus dem Ertrag des 1. Hessischen Grenadiertages eine Barspende von 1000 Mark zur Unterstützung von hilfsbedürftigen Familien zur Verfügung. Die großzügige und opferfreudige Mithilfe der Offiziere, Hnteroffi- ziere und Mannschaften unseres Bataillons wird sicherlich in allen Kreisen der Bürgerschaft die verdiente dankbare Anerkennung finden.
inländische 11 bis 12, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 8 bis 10, Salatgurken 10 bis 23, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 8 bis 10, Sellerie 10 bis 35; das Bund: Radieschen 10 Pfennig.
Beamten-Versammlung der NSDAP.
Die Rationalsozialistische Deamten-Arbeitsge- meinschaft und die Arbeitsgemeinschaft nationaler Reichsbahnbeamter hatten zu gestern abend zu einer öffentlichen Beamten-Versammlung im
Der Führer der brasilianischen Aufstän« dischcn, General Berthold Klinger, ist verhaftet worden und in Rio de Janeiro ins Gefängnis gebracht. Er wird voraussichtlich vor ein Kriegsgericht gestellt werden.
an der Haardt wurde die Taufe des neuen Weins vorgenommen. Der Rame wurde durch Stimmzettel gewählt. Der 32er erhielt die Bezeichnung „A n k u r b le t“. Bekanntlich trug der 31er den Rainen „K r i s l i n g".
Tod auf der Stelle eintrat.
Der Pfälzer 32er heißt „Ankurbler".
Auf dem pfälzischen Weinlesefest in Reustadt
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Reichswehrhilfe für das Gießener Winierhilfswerk.
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Aus aller Welt.
Autounglück bei Venedig. — Drei Tote.
In der Nähe von Benedig stürzte ein Kraftwagen mit sieben Insassen in der Dunkelheit bei einer schmalen Kurve in einen 500 Meter tiefen Abgrund. Drei Personen wurden getötet, vier Passagiere wurden auf die Böschung geschleudert und erlitten nur leichte Verwundungen.
Dreijähriger Knabe erschießt feine Schwester.
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Im Budget-Ausschuß der Völkevbundsver- sammlung konnte sich eine von England und Deutsch« land erhobene Forderung einer allgemeinen Herabsetzung der Gehälter im Sekretariat nicht durchsetzen. Man hat beschlossen, die Ansicht eines Juristenkomitees über diese Frage einzuholen.
— Tageskalender für Donnerstag: Schützenoerein Gießen, 20.30 Uhr, Schlltzenhaus, Herbst - Generalversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die elf Schillfchen Offiziere". — Astoria-Liä,tiviele. Seltersweg: „Der König der
Sie Teilnahme des Königs Gustaf Adolf von Schweden an der Vermählungsfeier der Prinzessin Sybille von Sachsen-Coburg-Gotha mit dem Prinzen Gustaf Adolf von Schweden in Coburg wurde abgesagt. Als Grund der Absage werden besonders gelagerte Verhältnisse angegeben.
beiden Redner. Herr Bartholomaus von der RSDAP. nahm Stellung gegen die beiden Diskussionsredner Studienrat Dr. Blank und Reichsbahnobersekretär G a u b befaßten sich ebenfalls abschließend mit den Ausführungen der Diskussionsredner.
Ein weiblicher Zahrradmarder vor Gericht.
Der nicht alltägliche Fall eines weiblichen | Fahrrad Marders, der Herrenräder stiehlt, stand am Dienstag zur Aburteilung vor dem Einzelrichter in Gießen. Die mehrfach vorbestrafte E.P. aus Gießen brachte es fertig, in ganz kurzer Zeit auf der Straße und aus ihr bekannten Häusern eine erhebliche Anzahl von Herrenrä«! dern zu stehlen. Diese ließ sie dann durch Aus- | wechseln der Teile unkenntlich machen und verkaufte sie, bis ein besonderer Streich mißlang und zu ihrer Verhaftung führte.
Einem Studenten, der durch Zeitungsanzeige ein Fahrrad zu kaufen suchte, schickte sie ein schriftliches Angebot. Da sie aber gerade kein Rad „auf Lager" hatte, entwendete sie ein solches bei einer Familie, bei der sie vorübergehend tätig war, ließ es durch Aufmontieren eines ebenfalls gestohlenen Sattels umarbeiten und verkaufte es dem Studenten. Inzwischen war bei der bestohlenen Familie der Verdacht auf sie gefallen. Man sagte ihr den Diebstahl auf den Kopf zu und drohte mit Anzeige, worauf sie versprach, das Rad wieder zur Stelle zu schaffen. Prompt stahl sie nun dem Studenten das verkaufte Fahrrad wieder, ließ es einigermaßen in den ursprünglichen Zustand versetzen und der zuerst bestohlenen Familie zurückzubringen. Zornig über den Verlust des erst vor einigen Tagen gekauften Rades ging der Student durch die Stadt, hielt Ausschau und sah auch in einem Hof einen jungen Mann mit „seinem" Fahrrad. Nun gab's zunächst eine erregte Szene, da er diesen für den Dieb hielt, während es tatsächlich der richtige Eigentümer war. Dann wurde die Polizei benachrichtigt und alles klärte sich auf.
In der Untersuchungshaft und vor bem Richter leugnete die Angeklagte alles und wollte die vielen Räder vom .großen Unbekannten" erhalten haben. Auch bezichtigte sie fünf andere Personen zu Unrecht des Diebstahls. Durch umfangreiche Ermittlungen, die auch die Entwendung eines Photo- apparates ergaben, konnte sie überführt werden. Unter der Last der Beweise legte sie auch kurz vor der Urteilsverkündung ein teilweises Geständnis ab.
Das Urteil lautete wegen Rückfalldiebstahls unter Annahme mildernder Umstände, die sie vor dem Zuchthaus bewahrten, auf eine G e - amtgefängnisstrafe von zwei Jahren und drei Monaten und drei Jahre Ehrverlust unter Anrechnung von zwei Monaten der erlittenen Untersuchungshaft. Ferner wurde wegen falscher Anzeige auf 1 4 T a g e H a f t erkannt. Die mildern- den Umstände konnten, wie das Gericht ausführte, nur darin gefunden werden, daß die letzte Strafe der Angeklagten mehrere Jahre zurückliegt. Die Angeklagte erkannte die Rechtskraft des Urteils an.
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geprüft und so in diesem Zusammenhänge auch eine Nachprüfung der Spitzengehälter im Gelsenkirchener Konzern auf Grund der letzten Notverordnung erfolgte. In unterrichteten Kreisen wird darauf hingewiesen, daß diese Nachprüfung Ser Spitzengehälter zum erstenmal bei Gelsenkirchen durchgeführt wird, und daß daran auch entsprechend den Bestimmungen der Notverordnung die Nachprüfung der SpitzengehäUer in anberen Großkonzernen anschließen würden. Wie wir in diesem Zusammenhänge erfahren, steht die Ernennung des Reichskommlssars für die subventionierten Betriebe unmittelbar bevor.
** Rückständige Elektrizitätsgelder aus dem August können nach einer Bekanntmachung des Elektrizitätswerks in unserem gestrigen Blatte noch bis zum 15. Oktober ohne Kosten bezahlt werden. Säumige Zahler seien auf die gestrige Bekanntmachung besonders hingewiefen.
** Goldenes Arbeitsiubiläum. Am 4. Oktober konnte der Fabrikarbeiter Daniel Erb aus Wieseck auf eine 50jährige Tätigkeit bei der Firma A. Mueller, Zigarrenfabrik in der Marburger Straße, zurückblicken. Der 3u6ilac erfreut sich bei seinen Vorgesetzten und bei seinen Arbeitskollegen allgemeiner Beliebtheit. Des 3u- biläums wurde in einer schlichten Feier im Familienkreise gedacht.
*• Ein Siebzigjähriger. Am 6. Oktober kann Herr Karl D e ch e r t, Reuen-BLue 2 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag begehen.
** Einbrecher am Werk. Der Polizeibericht meldet: In einem Zigarrenladen in der Kaiserallee wurde in der letzten Nacht nach Eindrücken einer Fensterscheibe ein Einbruch verübt, bei dem größere Mengen Rauchwaren (Tabak, Zigarren und Ziga- retten), Pfeifen und Wechselgeld gestohlen wurden. Ebenfalls in der Kaiserallee wurde in der verflossenen Nacht in einer Drogerie ein Einbruch versucht. Hier wurden die Täter aber gestört und mußten flüchten, wobei sie zwei im Hofe aufgestellte Fahr- rüber mit sich nahmen. Die polizeilichen Ermittelungen sind im Gange. Etwaige Wahrnehmungen, die zur Aufklärung der Vorfälle bienen können, wolle man der Kriminalpolizei mitteilen.
Gießen, den 6. Oktober 1932.
Herbst.
Der Wald beginnt sich zu schmücken. Lange Zeit glänzte sein stolzes Grün, zuerst in hellen Tönen, dann immer mehr sich dunkler färbend. Run legt er sein goldenes Kleid an.
Lieber Flur und Wald liegt ein zarter Duft, und wenn die Sonne durch den Rebel dringt, glaubt man sich in den Sommer zurückversetzt. Aber der Sommer ist längst dahin. Eine leise Melodie vom Abschiednehmen geht durch die Ra- tur. DeS Sommers sengende Glut, die Leidenschaftlichkeit, fehlt. Es ist Herbst. Bunte Blätter regnen herab, die Aeste werden kahl und die Felder leer.
Doch es gibt noch Tage, die sind uns wie ein Fest. Sie kommen nicht lärmend mit voranschrei- tender Musik, mit Trompeten und Pauken, sondern still und weich. Eine Andacht ist plötzlich in unserem Herzen, fast feierlich ist uns zu Mut. Der Wald auf dem Berge, die Bäume an der hohen Straßes sie sind uns auf einmal so nahe gerückt. Die Feme verschwindet. Der Himmel ist nicht so tiefblau wie im Hochsommer, aber die Farbe wirkt beruhigend auf unser Auge. Es ist, als ob der Himmel die ganze Erde umarmen wollte.
Die lustigen Vöglein haben ihre Lieder vergessen, viele sind weggezogen. Einzelne Schmetterlinge gaukeln noch um die letzten Blumen.
Aber in den Gärten feiert der Herbst sein großes Fest. Sonnenblumen und Dahlien stehen in altem Glanz, Astern, Georginen, Balsaminen und Löwenmäuler grüßen mit den letzten Blüten. Am Wegrand draußen blühen noch harte Schafgarben, Rainfarn und die blauen Augen der Wegwarte. Die roten Früchte der Hagebutten leuchten aus dem Laube der Hecken, und überall glüht es in Gelb und Grün, in Rot und Braun.
Der Abend zieht wie ein blauer Schallen über die Landschaft. Im Walde träumt die Stille. Und nun durchdringt die Sonne noch einmal die Abend- TOolfen und vergoldet alles mit ihrem sanften Licht. Die Täler liegen schon voll Nebel, und durch die Luft zieht der beißende Rauch verglimmender Kar- toffelfeuerchen. Darüber aber strahlt das weiche Sonnenlächeln. Sieh die Fensterscheiben der Häuser auf der Bergeshöhei Wie sie blitzen und glänzen! Und erst der alte, vergoldete Hahn auf dem Kirchlein! Dreht er sich nicht stolz beim leichten Wind? Wie das glitzert und blinkt! Die Wolkenränber sind rot überhaucht von den letzten Sonnenstrahlen. So schön, so wundervoll ist die Beleuchtung zu keiner Jahreszeit.
Solche goldenen Herbstabende lassen uns aber nicht vergessen, daß das nur Abschied sgrüße eines Scheibenden sind. Herbstwehmut erfüllt unser Herz. Und wenn die Nebel in schweren Tropfen wie Tränen von den Bäumen fallen, will keine frohe Stimmung mehr aufkommen. —
Dann wieder ziehen regenreiche Herbsttage in bas Land, und Sturmwinde wehen, reißen die letzten Blätter von den Bäumen und alles, was morsch und bürr ist, wird abgebrochen. Wie wild ist solch ein Herbststurm zur Nachtzeit! Wie treibt er sein Spiel mit ben Wolken! Zuweilen nur schaut der Mond verstohlen hinter den beleuchteten Wo kenwän en hervor. Aber er verschwindet bald wieder. Der Sturm zerreißt den Frieden der Nacht. Aus dem Walde tönt sein Brausen. Der Fluß ist wild geworden, die Wel'-; branden, weißer Schaum schmückt ihre Kämme.
Still und fest stehen nur die Berge, die leeren Sieder. Sie wissen: der Sturm kommt und vergeht, ?ie aber bleiben. Die wartende Erde für die Saat, ie bleibt! In ihr offenbaren sich die geheimsten Kräfte des Lebens. Goldne Körner werden in das dunkle Erdreich gelegt. Sie werden sich regen, und neues, zartes Grün wird den Acker zieren. Kleine Hälmchen wachsen der Sonne zu. Sturmwinde werden darüber brausen. Müdes Laub wird zur Erde rieseln, aber unverwüstlich ist das junge Leben. Es l^lt still bei Schnee und Eis. Und es kommt der Tag, an dem Sturm und klirrender Frost vergessen sein werden. Das ist, wenn die Frühlingsfonne wieder sieghaft o t Himmel steht! r.
Daten für onnertzta , (» Oktober
1803: der Physiker Heinrich Wilhelm Dove in Liegnitz geboren; — 1870: der Kirchenstaat wird dem Königreich Italien einverleibt.
'■Hornoti.ien.
Nachdenkliches über BLAU PUNKT Mein Herr redet heute so viel von dem „dicken Format”ob er mich damit meint?
Nein, das nicht; aber der Herr hat wahrscheinlich die neue Zigarette Blaupunkt entdeckt und überlegt, daß er endlich auch für 4 Pfennig eine Zigarette bekommen kann, die lang und dick ist und ein fabelhaftes Aroma hat. Außerdem hat er dann in jeder Zehner-Packung noch eine Wertmarke — einen ,,Blaupunkt". Für 50 Punkte gibt es entweder 10 Zigaretten oder 16 Stickereien gratis, ganz wie man will.
* Gießen, 6. Oft. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Kochbutter 90, Süßrahmbutter 130, Landbutter 120 bis 133, Matte 25 bis 30, Wirsing 6 bis 8, Weißkraut 4 bis 6 Rottraut 7 bis 8, g-lbe Rüben 8, rote Rüben 7 bis 8, Spinat 15, Dömischkohl 8, Untcr- koblrabi 5 bis 6, Tomaten 10 bis 15, Zwiebeln 8 big 10, Meerrettich 30 bis 70, Kürbis 5 bis 6, D-lzL 25 bis 30, Kartoffeln 3 ^Zentner 2,50 bis 2 80 Mk) Aepfel 10 bis 20, Dirnen 10 bis 20, Dörrobst 30 bis 35, Pfirsiche 30 bis 40, Brombeeren 20 bis 25, Preihelbeeren 35, Honig 40 bis 45 junge Hähne 70 bis 80, Suppenhühner 60 bis' 80, Rüsse 35; das Stück: Tauben 50 bis 60 Käse 5 bis 10, Eier, ausländische 10 bis 11,
Das dreijährige Söhnchen des Kaufmanns Mahnke in Mirow (Mecklenburg) spielte in der elterlichen Wohnung mit einem Tesching. (!) Plötzlich löste fick ein Schuh, durch den die fünfjährige Schwester so unglücklich getroffen wurde, daß der
Cafe Leib eingeladen.
Als erster Redner sprach in Verhinderung des Landtagsabgeordneten, Obersteuer-Inspektor C l a ß (Darmstadt), Studienrat Dr. Blank (Gießen) über das Thema „Der Beamte und der Staat". Er wisse, daß es in Gießen viele Beamte gebe, die nationalsozialistisch wählen, die aber nicht in den Versammlungen zu sehen seien, weil sie befürchten muhten, beobachtet und eventuell gemaßregelt zu werden, wenn sie in Der- sammlungen der ÄSDAP. gehen würden. Der darin dokumentierte Terror sei das Rückzugs- g:fecht eines sterbenden Systems. Es sei nicht die Huld der RSDAP., wenn am 6.Rovember wieder gewählt werden müsse. Hitler habe gesagt, daß die Regierung von Papen nach ihren Taten gewogen werde. Die RSDAP. werde sich zu behaupten wissen. Herr von Papen habe nicht genügend Kontakt mit dem Volke. Von ihm -feien soziale Taten kaum zu erwarten. Es sei Ackt H prlonen ertrunken I aber in Zukunft nicht anders möglich, als daß
e, J> u T r x rA.f(s jedem Volksgenossen der Luftraum gegönnt werde.
Im Finnischen Meerbusen sind einem Schiffs- Glicht allein der nationale Gedanke dürfe im Unglück acht Menschenleben zum Opfer ge allen. Vordergrund stehen, vielmehr gelte es, sozial Ein ausländisches Schiff erbat von dem russischen ^in Die Regierung von Papen könne mit Dampfer „Prijemny" einen Lotsen. Ein Mit acht ^ren Maßnahmen das Volk nicht retten, denn Personen besetztes Boot sollte ben Lotsen hinüber- fermsten werde immer noch mehr genommen, bringen. Das Boot stieß jedoch mit dem Dampfer Industrie aber Geld zugeworfen. Wer von zusammen und s a n k. Alle acht Insassen ertranken. i>en Industriellen rigoros gewesen sei und rück- ------ sichtslvs Arbeiter auf die Straße gesetzt habe, ..............erhalte jetzt in Form der Prämie für Arbeiter- --------------------------------—-------- einstellung eine Belohnung. Herr von Papen hätte besser getan, in seinem Programm die Rot des Volkes mehr zu berücksichtigen. Die Entwicklung der Verhältnisse in der jüngsten Vergangenheit werde nur dazu geeignet sein, der RSDAP. neue Kräfte zuzuführen. Der Reichstag, der am 6. Rovember gewählt werde, sei für die Regierung ein entscheidendes Faktum.
Als zweiter Redner sprach Reichsbahnobersekretär G a u b, Frankfurt, über „Reichsbahn und Beamtenratswahlen". Am 9. und 10. Oktober sollen die Beamtenratswahlen bei der Re.chsbahn stattfinden. Viele Reichsbahnbeamte wünschten, daß Schluß gemacht werde mit einer Politik, die die Verschacheruny der Reichsbahn an das internationale Finanzkapital verschuldet habe. Unfähigkeit und zum Teil auch Tlnehrlichkeit habe das bisherige System charakterisiert. Bei der Reichsbahn gebe es drei Gruppen, die sich berufen fühlten, die Interessen der Eisenbahner u_ Das geschehe aber mehr oder
weniger in einer Form, die durchaus nicht immer im Interesse der Mitglieder liege. Man sympathisiere in diesen Organisationen mit marxisti- schen Gedankengängen. In seinen weiteren Ausführungen kennzeichnete der Redner die Berufsorganisationen der Eisenbahnbeamten im einzelnen, charakterisierte in Verbindung damit die Auswirkungen des Voungplans und die gegenwärtige Lage der Reichsbahnbeamten. Die Arbeitsgemeinschaft nationaler Reichsbahnbeamten folge der Lehre Adolf Hitlers, als einer Bewegung, die das Wohl des gesamten deutschen Volles im Auge behalte. Diese Arbeitsgemern- schast erstrebe als Wesentliches die Verwirklichung des Gedankens: „Die Reichsbahn wieder dem deutschen Volle!" Man wolle den deutschen Eisenbahner zum Rationalsozialisten erziehen. Das bedeute nicht, daß man mit der 'Beamten- pflicht in Konflikt komme, denn man kämpfe für die ganze Ration. Die Beamtenratswahlen des kommenden Wochenendes seien von entscheidender Bedeutung für die Position des ReichHbahn- beamlen und für den Kurs in marxistischem oder nationalsozialistischem Sinne. „Rational und Sozial" müsse die Parole lauten.
Die beiden Referate lösten eine Aussprache aus. Je ein Vertreter der Gewerkschaft der Lokomotivführer und des Deutschen Deamten- bundes sprachen gegen die Ausführungen der
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mit und ohne (yltundstück,
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Oer Mord an dem Offenbacher Broiknischer.
Frankfurt a. M., 5. Okt. (WSN.) Die Polizei hat bis jetzt den Raubmord an dem Brot- Rutscher Wagner noch nicht klären können. Einwandfrei festgestellt ist, daß die beiden jungen Leute, die verschiedentlich zur Zeit der Tat^ Kraftwagen anzuhalten versuchten, nicht als Täter jjt Frage kommen. Sie sind ermittelt worden und wollten lediglich, da sie in Bieber wohnen, einen gutmütigen Chauffeur suchen, der sie ein Stück Wegs mitnahm. Das gelang ihnen auch später. Als Täter kommt ein 1,70 Meter großer, mit Sportanzug und Sportmütze bekleideter Mann in Frage. Um die Mithilfe 'des Publikums wird dringender als je gebeten.
Ein Gießener unter demBerdacht des Mordes feste enomrnen.
Frankfurt a. TI., 6. Okt. (WTB- Drahtmel- düng.) Der Kriminalpolizei gelang es, heute morgen den am 24. Juli 1897 in G i e ß e n geborenen Schuh- wacher Joseph Förster in seiner Unterkunft in der Großen Fischergasse, wo er unangemeldet wohnte, sestzunehmen. Auf Förster ist durch verschiedene Zeugen der Verdacht gelenkt worden, daß er als Täter inderMordsachedesBrotkutschers Wagner in Frage kommen könne. Inwieweit dieser Verdacht gerechtfertigt ist, müssen die heute einsetzenden Vernehmungen erst ergeben. Der Eingelieferte wird im Laufe des Tages verschiedenen Zeugen, die den Täter an der Uferstraße gesehen haben, gegenübergestellt merben
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