SJlXfpOTt
Die Kußball-Gaison beginnt...
Spielvereinigung 1900 empfängt Eintracht Siegen.
Die Sommerspielpause ist vorbei. Die Fußball- mannschaften hatten Zeit, sich auszuruhen, sie hatten auch Zeit zu trainieren und ihr technisches Können zu verbessern, hoffentlich ist in dieser Hinsicht auch etwas geschehen. So, daß man hoffen darf, in der neuen Saison guten Fußball zu sehen. Die Sommerspiklpause gab gewissermaßen die moralische Pflicht auf, in friedlicher 'Arbeit, in wohldosiertem Training sich dem Zwang der Wettspiele zu entwöhnen und dabei doch zu gewinnen. Die kommenden Sonntage werden es zeigen.
Die Liga der Spielvereinigung 19 0 0 hat sich für den morgigen Sonntag die Liga des Ballspielclubs „Eintracht" Siegen verpflichtet. Man hat damit sicherlich keinen schlechten Gegner vor der Klinge. Der Mannschaft ist die in dem dortigen Gebiet viel gepflegte halbhohe Spielweise, jenes schnelle, etwas auf die Ueberraschung abgestellte' Spiel zu eigen, das die 1900er sehr leicht in Verlegenheit bringen könnte. Jedenfalls steht durchaus nicht fest, daß die Blauweißen gewinnen. Man sollte jedoch erwarten, daß sie sich als technisch überlegen erweisen, in der Kombination einiges voraus haben, durchdachter spielen und dem Gegner mit einer ideenreichen Spielanlage entgegentreten. Die Ehancen auf Sieg sind gleichverteilt. Für die Blauweißen heißt es, auf der Hut sein. Das Publikum nicht zu enttäuschen, muß sich die Mannschaft bei diesem ersten Wettkampf nach der Pause sehr angelegen sein lassen.
Die Mannschaft tritt in folgender Aufstellung an:
Schlarb II Luft Zeiler Giltsch Langsdorf Schmidt Jäckel Arnold Lippert Göbel Heilmann
Das Spiel beginnt sehr zeitig. Und zwar bereits 14.15 Uhr. Aus Anlaß des 32. Stiftungsfestes fin- des iin Anschluß an das Fußballspiel ein Som- nierfest in der „Liebigshöhe" statt. Für allerlei Unterhaltung ist gesorgt. Auf die gestrige Anzeige sei besonders hingewiesen.
Die übrigen Mannschaften — mit Ausnahme der 1. Jugend, die noch ein rückständiges Freundschaftsspiel auf eigenem Platze gegen die 1. Jugend von Weilburg austrägt — sind spielfrei.
.. undBfS.-Liga fährtnach Zronhausen
Las erste Spiel sieht die Grün-Weißen auf fremdem Platze, auf dem Spielfeld .eines Gegners, gegen den die DfDer bisher stets gewinnen konnten, wenn auch die Ergebnisse meist nur sehr knapp ausfielen. Für die VfBer bedeutet das aber keine Garantie, daß sie auch dies Spiel gewinnen werden. Daß weiß ein jeder Spieler selbst sehr gut. Der Ausgang eines Kampfes hängt von allzuvielen Dingen, ob genug von ganz kleinen boshaften oder liebenswürdigen Zufälligkeiten ab. Die Ueberraschung lauert immer irgendwie im Hintergrund. Wenn die VfBer ober mit einem Sieg nach Hause kommen würden, so würde das zum Beginn der Saison einen sehr guten Eindruck machen. Darüber hinaus ist das Spiel bedeutungsvoll, weil der Gastgeber des morgigen Sonntags voraussichtlich Berbandsspielgegner bei den kommenden Punktkämpfen fein wird. Die VfBer werden auf eine eifrige Mannschaft stoßen, deren technisches Können zwar nicht an das der Grün-Weißen heranreichen wird, die ober dagegen viel Energie und Ausdauer einzusehen hat. Für die DsDer — die Mannschaft, die ehemals in der Dezirksliga spielte — bedeuten die nächsten Spiele gegen die Mannschaften der 1. Dezirks- klasse Prestige-Kämpfe. — Die Ligareserve und die 3. Mannschaft empfangen auf dem Waldsport- plah die erste und zweite Mannschaft der Spielvereinigung Leihgestern. Beide Begegnungen sind noch Privatspiele. Die DfBer treten verstärkt an. Die 1. Jugend trifft auf eigenem Platz die 1. Jugend von Herrmannstein (bei Wetzlar), die erste Schülermannschaft spielt in Daubringen gegen die 1. Schüler des Gastgebers.
Die beiden Vereine werden während der nächsten Sonntage noch verschiedene Freundschaftsspiele austragcn. Die Derbandsspiele können vorläufig noch nicht beginnen, da man sich noch nicht ganz einig ist über die Einteilung und Zusammenstellung der Vereine zu Gruppen. Cs gibt ver. schiebens Widerstände zu überwinden. Vorläufig ist man am grünen Tisch noch am Verhandeln. Die Vereine streben dringend an, mit solchen Gegnern in Gruppen zusammenzuspielen, die räumlich nicht allzuweit entfernt liegen, damit die Reise-Tlnkosten nicht so sehr hoch werden. Der Bezirksvorstand aber hat das Wort!
Olympia 1932.
Neue Enttäuschungen für Deutschland. — Aber auch Lichtblicke.
Der sechste Tag der Olympischen Spiele in Los Angeles hatte ein umfangreiches Programm. Es gab wieder ausgezeichnete Leistungen und auch einige Ueberraschungen. Leider waren diese, soweit sie sich auf die deutsche Mannschaft bezogen, von wenig erfreulicher Natur. Zu den bisherigen Enttäuschungen gesellten sich zwei neue: auch Helene Mayer und Adolf M e tz n e r hoben versagt. Beide waren indisponiert. Helene M a y e r konnte, nachdem sie vor zwei Tagen die Vorrunde ohne Niederlage überstanden hatte, in der Entscheidung nach drei Niederlagen gegen die Engländerin Adams, die Wienerin Preiß und die Ungarin Bogen (je 4:5) nur Vierte werden. Der Sieg fiel an Frl. Preiß (Oesterreich) vor Erna Bogen (Ungarn) und Miß Guineß (England).
Dagegen hielt sich Erwin E a s m i r in der Vorentscheidung des Florettfechtens der Herren ganz hervorragend.
Mit 9:1 Siegen kam er in die Endrunde, wo er gute 'Aussichten auf einen der vorderen Plätze hat.
Adolf Metzner, der sich in der Vorwoche einen Knochenriß zugezogen hatte und sogar einige Tage im Streckverband liegen mußte, war ebenso wie Helene Mayer vollkommen außer Form. Er gewann zwar seinen Vorlauf, mußte aber schon im Zwischenlauf ausscheiden. Nachdem Nehb-Ra- statt bereits im Vorlauf ausgefallen war, kam nur 'Altmeister Büchner in die 400-Meter-Vorent- scheidung. Sehr tapfer hielt sich der Leipziger -Speerwerfer Weimann, der das Speerwerfen mit einer neuen olympischen Bestleistung von 68,18 Meter eröffnete, später jedoch gegen die finnische Werfergarde ins Hintertreffen geriet. Er rettete jedoch noch einen guten vierten Platz.
Das Ergebnis des Speerwerfens war: 1. Matti I Jaervinen-Finnland 72,71 Meter; 2. Sippilä-Finn- |
land 69,80 Meter; 3. Penttilä-Finnland 68,70 Meter; 4. Weimann-Deutschland 68,15 Meter; 5. Bart- lett-USA. 64,60 Meter; 6. Ehurchill-USA. 63,24 Meter.
Das 8 0 - M e t e r - h ü r d e n l a u f e n der Frauen wurde von Babe D i d r i ck f o n - USA. in der neuen Weltrekordzeit von 11,7 Sekunden vor Hall-USA. und Clark-Kanada gewonnen.
Mit einer neuen Weltrekordleistung endete auch der Dreisprung, hier lautete das Ergebnis wie folgt: 1. N a m b u - Japan 15,78 Meter (Weltrekord!; 2. Svenffon-Schweden 15,32 Meter; 3. Ofhima-Japan 15,12 Meter.
Ein hervorragendes Rennen mif einem hinreißenden Finish brachte die 1500-Meter-Ent- scheidung.
Sieger blieb der Italiener Beccali in 3:51,2 Min. vor (Kornes - England, Edwards - Kanada, Cunningham-USA., Ny-Schweden und hallowell- USA. Die Finnen Larva, Purje und Luomanen versagten vollkommen. Die Söhne Suomis sind in Los Angeles fast ebenso vom Pech verfolgt wie die Deutschen.
Am Vormittag wurde das olympische Straßenrennen über 100 Kilometer ausgetragen, hier endeten drei Italiener, nämlich Pavesi, Segato und Olmo in Front. Italien gewann auch den Mannschaftskampf. Die für Deutschland startenden Deutschamerikaner zeigten, daß sie keine Rennpraxis haben, sie endeten im Mittelfeld der 36 Teilnehmer. Das erste Spiel des olympischen Hockeyturniers wurde erwartungsgemäß von Indien gegen Japan ganz überlegen mit 11:1 (4:0) gewonnen.
Beim Modernen Fünfkampf haben unsere Teilnehmer nach der dritten Hebung, dem
Pistolenschießen, ihre Position bereits roefenf- lich verbessern können.
Sie nehmen nun folgende Plätze ein: 6. Miersch, 7. Remer, 18. Raubs. —
Das Wetter war am Donnerstag weiterhin sehr schön. Alle Veranstaltungen hatten auch wieder einen sehr starken Besuch.
Gießener Flughafen im Monat Luli.
Im vergangenen Monat wurden aüf dem Flugplatz Gießen ausgeführt: 26 Verkehrsflüge, 40 Ueberland- flüge, 51 Schulflüge, 98 Uedungsflüge, 13 Platzflüge, 18 Rundflüge, 14 Probeflüge, 7 Werbeflüge, 3 Photo
flüge und 20 Prüfungsflüge; insgesamt ergaben sich 290 Flüge.
Die auf dem Flugplatz Gießen ansässige Süd« we st deutsche Sportflieger - Verein i. gung veranstaltete wohlgelungene F l u g t a g e in Freising (Bayern), Hof (Bayern), Arnheim (Holland), Hermeskeil, Bergen (Holland), Freiburg i. Br. und in Mierlo (Holland). — Vier Prüfungen wurden für den Zwischenschein A2 und eine Prüfung für den Flugzeugführerschein A2 abgelegt. — Der nächste Sprechabend findet am Mittwoch, 10. August, 20.30 Uhr, in dem Flughafengebäude statt.
Wirtschaft.
Oie Einreichung von Oevisenanträgen.
Berlin, 5. Aug. Wie von amtlicher Stelle mitgeteilt wird, liegt es bei der Einreichung von Devisenanträgen im Interesse der Antragsteller und einer möglichst beschleunigten Erledigung der Gesuche, alle Anträge lediglich an die zuständige Devisenbewirtschaftungsstelle zu richten. Es hat keinen Zweck, Devisenanträge an das Reichswirt- schaftsministerium selbst zu richten und persönlich vorzutragen oder hier Auskünfte in Devisenfragen einzuholen und Beschwerden vorzubringen. Des weiteren wird darauf hingewiesen, daß die Benutzung fremder Pässe zur Devisenbeschaffung, z. D. die Reisepässe nahestehender Personen, verboten ist.
Wochenbericht
vom frankfurter Effektenmarkt.
Die Schwächemotive, die bereits in der vorhergehenden Woche am Effektenmarkt starke Zurückhaltung ausgelöst hatten, kamen im abgelaufenen Berichtsabschnitt in immer wachsendem Maße zum Durchbruch. Die Unsicherheit des Wahlausganges lähmte die Unternehmungslust der Spekulation vollkommen, um so mehr als auch das Publikum der Börse weiterhin fernblieb, wobei naturgemäß die innerpolitische Situation für das Desinteressement der Bankkundschaft in erster Linie maßgebend war. Gegen Schluß der Vorwoche setzte sich dann eine zuversichtlichere Auffassung gegenüber den Wahlen durch. Die Kulisse schritt zu größeren Deckungen und Meinungskäufen, so daß neben zum Teil erheblichen Kurssteigerungen auch eine bemerkenswerte Belebung des Geschäftsganges zu verzeichnen war. Jedenfalls schloß die Börse vor der Wahl recht zuversichtlich und fest.
Die neue Woche eröffnete die Börse zunächst bei sehr geringem Geschäft etwas schwächer. Das Ergebnis der Reichstagswahl wurde ruhig ausgenommen. Indessen machte sich aber im Hinblick auf die weitere Entwicklung der innerpolitischen Situation eine gewisse Unsicherheit geltend, was sich besonders im Ausbleiben von Kauforders des Publikums bemerkbar machte. Die Spekulation zog es daher vor, die im Laufe der letzten Woche getätigten Vorkäufe wieder glattzustellen, so daß die erzielten Gewinne der Vorwoche meist verloren gingen. Vorübergehend trat eine leichte Erholung ein. Der weitere Verlauf stand dann wieder im Zeichen stärkster Geschäftslosigkeit. Eine starke Verstimmung ging von den Terrorakten aus. Man übte daher wieder allgemein Zurückhallung. Am letzten Tage des Berichtsabschnitts kam bann wieder eine starke Befestigung zum Durchbruch, wobei die feste Haltung Wallstreets und der bevorstehende Abschluß der internationalen Stickstoffoerhandlungen etwas anregten, so daß gegenüber der Vorwoche Kursbesserungen von 1 bis 2 d. h. überwogen. Die Frankfurter Werte, wie Holzmann, Lahmeyer und Metallgesellschaft, gewannen je 6 bzw. 4 v. h.
Am Rentenmarlt stand die Aufwärtsbewegung der Altbesihanleihe, die 3 Prozent anzog, im Vordergrund des Interesses, ebenso Kom- munal-Obligationen, die Gewinne bis zu 4 Prozent aufwiesen. Die Reubesitzanleihe war unter Schwankungen gut behauptet, desgleichen Liquidationspfandbriefe und die Mehrzahl der Staatsund Länder-Anleihen. Goldpfandbriefe zeigten Erhöhungen von etwa 1 Prozent, auch Reichsschuldbuchforderungen setzten ihre Aufwärtsbewegung mit plus 2 bis 3 Prozent fort. Industrie- Obligationen und Stadt-Anleihen lagen nur wenig verändert, jedoch nicht schwächer. Der Auslandsrentenmarkt lag recht still. Türkenanleihen konnten sich weiter erhöhen, dagegen gingen Schweizerische Bundesbahn-Obligationen und einige schweizerische Stadtanleihen erheblich im Kurse zurück.
Wochenbericht vom frankfurter Schlachtviehmarkt. Unter dem Zeichen weiter verringerter Auftriebe war die Preisentwicklung weiterhin nach oben gerichtet, die auch während der ganzen Woche anhielt.
Vor allem die fortschreitende Besserung am Schweinemarkt, war hierbei das Hauptmoment. Das Geschäft war auf allen Märkten etwas lebhafter, so daß keine Ueberftänbe verblieben.
Am Rinbermarkt blieben bie Preise nach ruhigem bis mittelmäßigem hanbel gut behauptet, nur Färsen waren besser beachtet unb 1 bis 2 Mark höher. Ochsen al) 31 bis 35, a2) 27 bis 30, bl) 24 bis 26. Bullen a) 27 bis 30, b) 22 bis 26. Kühe a) 25 bis 28, b) 20 bis 24, c) 14 bis 19. Der Auftrieb von 1373 (minus 257) Stück wurde ausoerkauft.
Am Kälbermarkt waren 1466 (minus 133) Tiere aufgetrieben' bie bei mittelmäßigem Geschäft ausoerkauft würben. Die Preise zogen um 1 bis 2 Mark. Kälber b) 38 bis 41, c) 32 bis 37, d) 26 bis 31.
Schafe würben bei einem Auftrieb von 168 (minus 11) Stück zu unoeränberten Preijen zwar nur ruhig bis mittelmäßig umgesetzt, jeboch ausverkauft. Schafe al) 26 bis 30, b) 20 bis 25.
Am Schweinemarkt setzte sich bei lebhaftem Geschäftsgang eine erhebliche Besserung ber Preise burch, die bei Gattungen von 160 bis zu 300 Pfund zirka 7 Mark und für fleischige Schweine von 120 bis 160 Pfund sogar 10 Mark betrug. Neben der schon lange erwarteten saisonmäßigen Befestigung war vor allem die weitere Verringerung der Beschickung maßgebend, der eine allgemeine bessere Nachfrage gegenüberstand. Der Austrieb von 4612 (gegen 4875) Stück wurde glatt geräumt. Schweine b) 53 bis 55, c) 52 bis 55, d) 50 bis 54, ») 48 bis 52, f) unb g) gestrichen.
* Rekonstruktion der schwedischen Zündholzgesellschaft. Auf Veranlassung der Leitung der schwedischen Zündholzgesellschaft werden, einer Blättermeldungg zufolge, eine Anzahl an ber Zünbholzgesellschaft unb der International Match Corp. interessierte Fachleute aus England, Amerika unb wahrscheinlich auch aus Frankreich Mitte August in Stockholm eintreffen, um mit ber Leitung her schwcbischen Zünbholzgesellschaften unb bem sog. Kreugerkomitee über eine etwaige Rekonstruktion ber Gesellschaft zu verhanbeln. Der genaue Zeitpunkt ber Konferenz steht noch nicht fest.
* Reue Wechfelsteuermarken. Von der Industrie- und Handelskammer Gießen wird uns folgendes geschrieben: Rach der Verordnung über die Zurückziehung von Wechselsteuermarken vom 21. Juli 1932 dürfen die im § 6 der Ausführungs-Bestimmungen zum Wechselsteuergesetz vom 20. 11. 1930 bezeichneten Wechselsteuermarken vom 1. September 1932 ab nicht mehr zur Entrichtung der Wechse^lsteuer verwendet werden. Soweit diese Marken ungebraucht und am 1. September 1932 noch in den Händen von Steuerpflichtigen oder sonst im Verkehr sind, wird Ersah geleistet, wenn dies spätestens bis zum 28. Februar 1933 bei dem Finanzamt Gießen unter Einreichung der Steuermarken beantragt wird. Rach dem 28. Februar 1933 eingehende Anträge sind von der Berücksichtigung ausgeschlossen.
frankfurter Abendbörse.
Frankfurt a. M., 5. August. Die Haussebewegung zu Beginn ber heutigen Neuyorker Börse blieb auf den Abenbbörsenverkehr fast ohne Einfluß. Die befestigten Mittagskurse blieben zwar gut behauptet, teilweise traten auch Erhöhungen um Bruchteile eines Prozentes ein, boch hielt sich bie Umsatztätigkeit in benfbar engsten Grenzen. Nach wie vor verwies man auf bie mangelhafte Publikumsbeteiligung sowie auf bie unsichere innenpolitische Lage. Im Verlaufe blieb bas Geschäft außerordentlich still unb bie Kurse bröckelten vereinzelt mieber etwas ab. IG. Farben gingen von 89,25 auf 88,90 v. H. zurück.
Ain Rentenmarkt war es sehr still. Einzelne ©ol'bpfanbbriefe waren leicht erhöht, während anbererseits Liquibationspfanbbriefe noch etwas zurückgingen. Von deutschen Anleihen zogen Reichsaltbesitz um Bruchteile eines Prozentes an. Altbesitz 49,40. Neubesitz 5,90, Schutzgebietsanleihe 3,25, 6proz. Franks. Hyp. Bank Gold Reihe XIII bis XV 70, Reichsbank 126,40, Phönix 16,65.
Kurszettel der Berliner und Frankfutter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt beschlossenen Divibende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
Frankfurt o. 2)7.
Berlin
Schluß« lurs
Schluß!. Abend« börse
Schluß« lurs
Schluß». Mittagbörse
Dalum
4.8.
5.8
4.8.
5.8
6% Scundie Retchsanleihe D. 192.
62
63,65
62,5
63,25
6% ehem.7%Dt.Reichsanl.v.l9L9
68,9
67,25
69.5
68
6>/L% Doung-Anleihe von 1930 .
60
60
60.75
60,75
Deutsche Anl.-Ablöj^Schuld mH Auslos.-Rechten......
48,9
49,4
48,4
49,4
Desgl. ohne Auslof.-Rechte . .
5,9
5,9
5.85
5,85
6% chem 8%.t>efi. Bolksstaat 1929 lruckzahtb. 102%)......
—
.—
51
52
Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten......
45,5
45,5
—-
_
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1......
45,4
—
45,13
45
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Golopse. 15 unkündbar bis 1935
69,5
70
—
—
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldvfe 16 unkündbar bis 1936
_
69
—
_
6’,;% ehem. 4!4% Frankf.Hyp^ Boni ütqu. Psandbriese . . .
79
78,5
—
—
b'/.% ehem. 4H% Rheinische Hvv.-Bank-Liqu.-Goldpse. . .
80,65
80
—
—
6% ehern. 8% Pr. LandeSpsand.
briefanftai1 Psandbriese R. 19
68,5
68,5
68
68
6% ehem. 7% Pr. Landespsand-
briesanstali. Pfandbriefe R. 10
68,5
68,5
—
—
4% Oesterretchische Goldrente .
10,4
10
10
10
4,20% Oesterretchische Silberrentc
1.05
1,05
1,05
1,2
4% Ungarische Goldrente ....
5,9
5,85
5,8
5,8
4% Ungarische StaatSrente v. 1910
6,5
6,25
6,13
6,4
4''r% deSgl. von 1913 . . . .
5% abzest. Goldmexilaner von 99
5,25
5,25
5,4
5,05
4% Türkische Zollanleihe von 1911
3,4
3,4
3,6
3,6
4% türkische Äagdadbahn-Anleihe Serie I . . .
3,35
3,7
3,65
4% deSgl. Serie 11......
3,45
3,35
3,6
3,45
b%Rumän.vereinh. Rente b.1902
4,3
4,4
4'/2%RumSn.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente
3,9
8,05 4
8,05
3,9
8 3,95
2'/.% Anatolier......
17
17,25
17,25
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß« lurs
Schlußl. Abendbörse
Schluß« lurs
Schlußl. Mittag« börse
Datum
4.8.
5 8
4.8.
5.8.
yamvurg-Amerna Pare. . .
u
13
13,4
13
12.4
Hamburg-Südam. Dampsschiss
. 1)
27.5
Hansa Dampsschiss . .
. (
—
—
—
17,75
Norddeutscher Lloyd ....
. (
14,4
13,4
14,25
14,4
A.G. sür Verkehrswesen Akt.
. 0
31
30
31
33
Berliner Handelsgesellschaft .
4
89,5
89,5
89,5
89,5
Commerz- unb Privat-Banl .
0
16
16
53,5
53,5
Darmstädter und Nationalban
0
18.5
18,5
Deutsche Bank und
__
Disronto-Gejellschast. . .
0
75
75
75
75
Dresdner Bank......
0
18,25
18,5
61,75
61,75
ReichSbank........
1!
126
126,4
126
127
A.E.G.. .........
. 0
28,5
28,5
28,75
28,5
Bergmann........
. c
—
—
20,75
21
Eleltr. LieserungLgesellschaft.
5
59
60
60
60.5
Licht und Straft......
6
72
71,5
71
72.25
Felten & Guilleaume.... Gesellschasl für Elektrische
0
41,75
41,5
41,5
41,5
Ünlernehmungen ....
Rheinische Elektrizität . . .
4
61
61
60,75
60,75
bB
—
65,75
65
66
Schlickert & (So.......
0
64,5
65
64,25
65
Siemens & Halske.....
9
122,5
123,5
122,5
123,75
Lahmeyer & (So.......
10
88
88,5
88
88
Buderus.........
4
29
_
28,65
28,25
72
Deutsche Erdöl......
. 5
71
71,75
71,13
Gelsenkirchener......
. 8
34,25
36,5
34
36,75
Harpener.........
0
50,5
52,25
50,65
52
Hoejch Eisen........
6
25,4
26,65
Ilse Bergbau.......
10
—
—
130
Ilse Bergbau Genüsse . . .
96,5
—
95
95
lUOdnetiDerte.......
. 6
22
23
24,25
235
Wannesmann-Rohren . . .
. 6
39.5
38.9
40
WanSselder Bergbau ....
. 0
_
12
13
12
Oberschlei. Kokswerke . . .
. S
_
31.5
31,5
Phönix Bergbau......
l'A
15
16,65
14,9
16,65
Rheinische Braunkohlen. . .
Rheinstahl ........
10
. 6
168
50
168
50
167.5
50
167,5
50,25
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußl. Abend« börse
Schluß« kurs
Schlußl. Mittagbörse
Datum
4 8.
5.8
4.8.
5.8.
Rtebecl Montan......
7,1
—
—
—
—
Bereinigte Stahlwerke . . .
. 0
12
13,65
12,4
13,4
Otavi Minen.......
0
13,75
14
13.25
14
Kaliwerke Aschersleben . , .
6
93,25
95
94,25
94,75
Kaliwerke Westeregeln . . .
6
104
104
103
104,5
Kaliwerke Salzdetfurth . . .
9
162
162
162,25
162,5
I. G. Farben-Jndustrie . . .
7
89
89,13
88,65
88,75
Scheideanstalt..... . .
10
138,5
139
—
—
Goldschmidt........
. 0
17
17
16,65
17
Rütgerswerke.......
. 0
33,25
33,5
33,5
33,5
Metallgesellschast......
. u
27,75
28,75
28
28,75
Philipp Holzmann.....
Zementwerk Heidelberg. . .
. 0
39
38,5
39
38,75
. 4
37
38,75
—
—
Zementwerk Karlstadt. . . .
. 0
31
31,75
——
—
Wayß & Freytag.....
. 0
4
4
—
4,25
Schultheis Potzenhofer . . . Aku (Allgemeine Kunstseide)
0
0
39.5
39,25
56,5
39
56,75
39
Bemberg.........
0
32
33,35
33
33
Zellstoff Waldhos.....
0
27,5
29
27,75
27
Zellstoff Aschaffenburg . . .
c
17
18
16,75
17,5
Desfauer GaS.......
. 7
—
—»
85,75
85,5
Daimler Motoren.....
. 0
13,5
15
13,13.
14,75
Deutsche Linoleum ....
. 0
33
32,5
32
32,25
Orenstetn & Koppel ....
. 0
—
25,5
24,9
Leonhard Tietz......
. 6
44,4
44,5
44,75
44,25
Svenska.......
. 0
—
——
—
Ehade..........
12
—
167
167,5
166,5
Frankfurter Maschinen . . .
. 0
-__
_
Gritzner.......
. 0
17,5
17,5
17,25
Mainkrastwerke Höchst a. M..
. 4
47,5
47,5
Süddeutscher Zucker . . . .
► 8
106
106
105,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
4. August
5 August
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
(»elh
Brief
Geld
Brief
Helsingfor»
6,344
6.356
6.324
6,336
Men. . . .
51,95
52.05
51,95
52,05
Prag . . .
12.465
12,485
12.465
12,485
Budapest.
—
—
Sofia . .
3,057
3.063
3,057
3.063
Holland .
169.63
169.97
169,58
169,92
Oslo. . . Kopenhagen
73,78
73.93
73,33
73.47
79,22
79.38
78,77
78,93
Stockholm
75,62
75,78
75,22
75,38
London. .
Buenos Aire
14.75
14,79
14,65
14.69
0,908
0,912
0,898
0,902
Neuyvrl . .
4,209
4,217
4.209
4,217
Brüssel. . .
58,35
58,47
58,32
58.44
Italien. .
21,46
21,50
21,48
21,52
Paris . .
16,48
16,52
16,48
16.52
Schweiz .
81.89
82,05
81,85
82.01
Spanien .
33,97
34,03
34,08
34,13
Danzig. .
81.97
82,13
81,92
82.08
Japan . .
1,149
1,151
1.119
1,121
Rio de Jan.
0,325
0,327
0,325
9,327
Jugoslawien Lissabon .
6,693
6,707
6,693
6,707
13,49
13,51
13,39
13,41
Banknoten.
Berlin, 5. August
Geld
BdT?
Amerikanische Noten .......
4,20
4,22
Belgische Noten.........
58,16
58,40
78,91
Dänische Noten.........
78,59
Englische Noten.........
14,61
14,67
Französische Noten........
16,44
16,50
Holländische Noten........
169,21
169,89
Italienische Noten.......
21,44
21,52
Norwegische Noten........
73,15
73,45
Deutsch-Oesterretch, 4 1OO Schilling
Rumänische Noten........
2,49
2,51
Schwedische Noten........
Schweizer Noten.........
75,05
81,67
75,35
81,99
Spanische Noten.........
33,93
34,07
Ungarische Noten ........


