Ausgabe 
6.8.1932 Erstes Blatt
 
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Eckstein, ein Attentatsversuch unternommen. Von einem vorbeifahren-en Auto wurde in das Schlaf­zimmer Dr. Ecksteins eine Handgranate ge­worfen. Dr. Eckstein wurde nicht verletzt. Jedoch sind im Zimmer starke Verwustungen an­gerichtet worden. In Braunschweig explodierte in der vorwiegend von Arbeitern be­wohnten Langenstraße in den frühen Morgen­stunden mit scharfem Knall ein Sprengkör­per. An etwa 20 Häusern sollen bis in die oberen Stockwerke hinauf viele Fensterscheiben zertrüm­mert worden sein. In den Parterrewohnungen sol­len auch die Fensterkreuze zerstört und Möbel be­schädigt sein. Mehrere Bewohner der Straße haben durch Glassplitter leichte Verletzungen davongetra- gen. lieber die Täter verlautet noch nichts. Die Polizei hat drei Verhaftungen vorgenommen.

In Mühlheim a. M. ist in der vergangenen Nacht ein Sprengkörper auf ein Fenster der Neben­stelle des Arbeitsamts niedergelegt und zur Explosion gebracht worden. Das Fenster wurde zer­trümmert. Das Gebäude wurde nur unerheblich beschädigt. Die Explosion war so stark, daß Teile des Sprengkörpers noch in einem Umkreis von 150 m aufgefunden wurden. Personen sind bei dem Anschlag nicht zu Schaden gekommen.

Rosenberg zur innerpolitischen Lage.

München, 6.Aug. (CNB. Funkspruch.) Alfred Rosenberg erklärt imVölkischen Beobachter" unter der UeberschriftDie innere Kriegs­schuldlüge": Sozialdemokraten und Zentrum seien augenblicklich mit allen Kräften tätig, eine innere Kriegsschutdlüge ganz nach dem Vorbild der Kriegsentente zu fabrizieren, die 14 000 na­tionalsozialistischen Opfer der letzten 1% Jahre gälten jedoch nichts. Früher sei es ganz in Ordnung er­schienen, wenn die SA. gemordet wurde und nicht zur Notwehr schritt nun aber, da hie und da der Geduldsfaden gerissen sei, beschuldige man die na­tionalsozialistische Bewegung des Massenterrors. Ro- senberg betont zum Schluß, daß jetzt der Zeit­punkt gekommen sei, dader blutrünstige Klumpen Schwarz und Rot nicht mehr als politische Partei angesehen, sondern als Verbrecher­organisation bewertet" werde und bald ganz legal entsprechend behandelt werde. Das erwachte Deutschland muß aber die Dolch- stößler vom Zentrum und der Sozialdemokratie aus ihrer politischen Wirksamkeit ausschalten, soll die deutsche Nation nicht wieder einen 19. November 1918 erleben."

Die Haltung der Bayrischen Volkspartei.

Für Beteiligung der NLDAP. an der Regierung.

Bamberg, 6.Aug. (CAB.) DasBamberger Volksblatt", das Organ des Vorsitzenden der Reichstagsfraktion der Bayerischen Volkspartei, Prälaten Leicht, nimmt zur Regierungsfrage im Reich wie folgt Stellung: Der Wille des Volkes geht eindeutig dahin, daß die NSDAP. als stärk st e Partei nunmehr den auf sie treffenden Anteil an der Derant- wortung zu übernehmen habe. Das deutsche Volk will nicht haben, daß Hitler die Macht in Deutschland ergreift, sondern daß Hitler endlich im Rahmen der Ver­fassung die Verantwortung übernimmt. Die Bayerisch^ Volkspartei hat keinerlei Interesse und Sehnsucht, in eine solche Regierung ciiuu- treten. Sie wird aber gegenüber einer solchen Regierung unter der ausdrücklichen Voraussetzung, daß sie auf dem Boden der Verfassung steht, eine durchaus sachliche Haltung ein­nehmen. Niemand im Lager der Bayerischen Volkspartei hindert Hitler an der Uebernahrne der Verantwortung, im Gegenteil, die konser­vative Mitte fordert dies auf das drin- d e n d st e. Einern Versuche freilich, die verant­wortliche Stellung au Verfassungsexperimenten oder gar zum Verfassungsbruch zu mißbrauchen, würde die Bayerische Volkspartei entschlossensten Widerstand entgegenstellen.

Eine Fraktionsgemeinschaft oder gar Vereinigung mit dem Zentrum kommt heute weniger denn je in Frage: denn gerade in diesen Tagen hat die Bayerische Volkspartei eine speziell bayerische Mission zu erfüllen und Aufgaben zu lösen, bei denen sie am stärksten allein sein wird. Aber sie wird mit dem Zentrum enger denn je Waffenbrüderschaft halten und sich nach Möglich­keit über alle zu treffenden Maßnahmen mit dem Zentrum einigen.

DerFinanzausschußtagtinGießen

Die Frage der Erweiterung der Beiertnärttimken.

Darmstadt, 5. Aug. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtages trat in diesen Tagen in Gießen zusammen, um über den Ankauf eines Anwesens für die Veterinärinstitute der Landesuniversität zu beraten. Das der Firma Iean Dern & Co. Inhaber Oskar Gutmann in der Frankfurter Straße gehörige Anwesen soll zur Erweiterung der Deterinärkliniken dienen. Für das Gelände werden als Kaufpreis 150 000 Mark genannt, von denen je ein Drittel sofort, nach 7 Iahren und nach 14 Iahren zu zahlen sind gegen Abtretung jeweils ein Drittel des fraglichen Anwesens. Vom Finanzausschuß wurde folgende Entschließung einstimmig ange­nommen:Der Finanzausschuß erkennt die Lebenswichtigkeit der veterinär-medizi­nischen Fakultät in Gießen und die Notwen­digkeit der Erweiterung an und wünscht, daß die dafür erforderlichen Maßnahmen durch­geführt werden, sobald die Finanzlage des Volksstaates Hessen dies ermöglicht." Von nationalsozialistischer Seite wurde gegen die Vorlage eingewandt, daß in der heutigen Not­zeit nicht nachgeholt werden könne, was beim Bau der Kliniken vor 25 Iahren versäumt wor­den sei, zumal es nicht allein bei dem Erwerb des Geländes bleiben werde, sondern auch die Kliniken selbst erweitert werden müßten. Unter den gegenwärtigen Umständen sei eine Inangriff­nahme des Projektes nicht möglich. Im Finanz­ausschuß wurde ferner darüber Klage geführt, daß die Veterinärinstitute der Landesuniversität durch das staatliche Deterinäruntersuchungsamt (Rotlaufimpfanstalt) geschädigt würden.

Amerikasfliegender" Tank.

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Der neueste amerikanische Kriegstank, der eine Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometer erreichen soll. Bei einem solchen Tempo würden natürlich auch die Flugzeuge, die gefahrltchsten Feinde der Tanks, nichts ausrichten können, da es unmöglich ist, bei einer solchen Geschwindigkeit Bombentreffer zu erzielen. Der Tank zeichnet sich außerdem dadurch aus, daß er fast alle Bodenunebenhelten und sogar hohe 0 Hindernisse wie im Sprung überwindet.

Eine Stadt in USA. ? - Nein, Tokio!

Blick auf das Zentrum von T o k i o mit den riesigen modernen Gebäuden, bie nach dem Erdbeben von 1923 hier errichtet wurden, und die dieser Stadt im Fernen Osten das Aussehen einer amerikanischen Wolkenkratzerstadt geben.

Locarno und Genf.

Stresemanns Vermächtnis Band II.

Das große WerkS t r e s e m a n n s V e r m ä ch t- n i s", das im Auftrage der Familie von Konsul Bernhard In Verbindung mit Wolfgang Götz und Paul Wiegler herausgegeben wird, liegt nun in sei­nem zweiten umfangreichen Teile vor (Verlag Ull­stein). Der starke Eindruck, der sich beim Erscheinen des ersten Bandes in der Öffentlichkeit äußerte, wird durch diese Publikation noch vertieft. Daß die Herausgeber es fertig brachten, den Stoff der Strese- rnannschen Tagebücher, seine gelegentlichen Aufzeich­nungen, Briese, Aussätze und Reden so zu grup­pieren, daß ein übersichtliches und fesselndes Bild der Politik der Jahre 1925 bis 1927 entstand, wird als ein bleibendes Verdienst zu werten sein.

HeberLocarno und Genf" handelt dieser zweite Teil der Erinnerungen. Es sind also in der Hauptsache außenpolitische Probleme, um die sich die Darstellung gruppiert. Ereignisse, die selbst­redend auch innerpolitische Rückwirkungen brachten. Hier ist es in erster Linie das Verhältnis Strese- manns zu Dr. Luther, dem Reichskanzler von 1925. Er hatte die Locarno-Politik nicht nur mit- aemacht, sondern daran auch seinen persönlichen Anteil. Im Kampfe um die Durchsetzung dieser Poli­tik ist er einmal bereit gewesen, seinen Außenminister dem Drängen der Deutschnationalen zu opfern. An Stresemanns Weigerung, auf seine Mission zu ver­zichten, und an der entschlossenen Haltung der Volks­partei, ist dieser Gedanke gescheitert. Der starke Wille des Ministers führte zum Ziele. Als aber Luther 1926 gestürzt wurde, gab er freimütig zu, daß er mit Strefemann in allen großen Fragen immer einig war und daß gelegentliche Differenzen nicht in der Sache, sondern an den verschiedenen Temperamenten der beiden Männer lagen. Es sei vollkommener Un­sinn, daß Stresemann auf feinen (Luthers) Sturz hingearbeitet hpbe. Ein anderes Zwischenspiel von historischer Bedeutung fällt in denselben Zeitraum: Die R e i ch s p r ä f i d e n t e n w a y l von 1925. Es ist bekannt, daß Stresemann anfänglich Bedenken gegen die Kandidatur Hindenburg hatte. Er war aber auch nicht bereit, Jarres für Geßler zu opfern. Dann aber haben die außenpolitischen Erklärungen Hindenburgs seine Besorgnisse zerstreut, so daß auch der Parteiführer offen für den Feldmarschall ein- treten konnte. Die Schilderung feiner ersten Vor­träge bei dem neuen Reichspräsidenten ist reizvoll, wie so vieles, was in diesem Buche steht.

Es ist ein Zufall, daß gerade beim Erscheinen des zweiten Bandes derselbe Herriot in Frank­reich der maßgebende Mann geworden ist, der um 1925 dort die Geschicke leitete. Mit ihm und Briand hatte das Ringen um dje Räumung der westlichen Provinzen begonnen, waren die Verhandlungen um den Westpakt im Gange, der mit dem Eintritt in den Völkerbund in mehr ober weniger engem Zu­sammenhang stand. Briand und Stresemann waren in mancher Beziehung, in der Kunst der Verhand­lungsführung, in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung usw., verwandte Naturen. Ihr Streben war aber auf verschiedene Ziele gerichtet. Briand trug im Hintergrund sein paneuropäisches Pro­

gramm, das seinem Lande die Hegemonie über Europa sichern sollte. Stresemann ging in alle in­ternationalen Gespräche mit dem realen Ziel, erst einmal das Rheinland von den fremden Truppen zu befreien. Wie einfach und deutsch Stresemann seine Aufgabe betrachtete, zeigt am besten ein Bries an den Kronprinzen vom 7. September 1925, in dem es heißt:

Wir müssen den Würger erst vom Halse haben. Deshalb wird die deutsche Politik, wie Metternich 1808 von Oesterreich sagte,in dieser Beziehung zunächst darin bestehen müssen, zu Finassieren und den großen Entscheidungen auszuweichen"." Bekanntlich haben diese Sätze in den letzten Wochen einen heftigen Sturm in Frankreich entfacht. Be­sonders P o i n c a r e sah sich veranlaßt, aus Grün­den der inneren Parteipolitik (bei den Wahlen) auf das angeblicheDoppelspiel" des früheren deutschen Außenministers hinzuweisen. Er schrieb noch kürz­lich in derIllustration" folgende Sätze, die uns aber fein schlechtes Bild von dem deutschen Poli­tiker Stresemann zu geben scheinen:

Nichts ist interessanter und belehrender als die Lektüre dieser Schriftstücke. Stresemann erscheint darin im wahren Licht. Er war nicht der Staats­mann, der Deutschland mit Frankreich vereinen wollte. Im Geiste Bismarcks erzogen, hat er dessen Gedankengänge niemals außer Acht gelassen. Er fühlte jedoch die Unmöglichkeit, alle gesteckten Ziele auf einmal zu erreichen, und deshalb bereitete er die Zukunft methodisch vor. Wenn wir seine Briefe an den Kronprinzen aufmerksam lesen, so stellen wir fest, daß er sich selbst rühmt, keine europäische, sondern eine deu t s ch e Politik zu machen. Er hat mit großer Geschicklichkeit die Aufgaben erfüllt, die er als seine patriotische Pflicht ansah, und niemand wird ihm hieraus einen Vorwurf machen können. Diejenigen Franzosen aber, die sich ihn als einen Freund vorstellten, haben sich geirrt. Weder über Elsah-Lothringen, noch über Danzig und den Korridor oder in der Rolle, die Deutschland im Völkerbund spielte, hat er Frankreich irgendwelche Zugeständ- n i s s e gemacht. Er hatte nicht das aufbrausende Wesen der deutschen Nationalisten und wandte auch nicht die Methoden und die Sprache eines Hitler an, aber er zeigte doch, daß das gemäßigte und vernünftigste Deutschland die gleichen Ziele hat wie die anderen und daß wir uns über die Absichten unserer Nachbarn keinerlei Illu­sionen hingeben dürfen. Die (Erinnerungen Strese- manns lehren uns, bie Augen offen zu

Es mag zutreffen, baß bie Auszüge, bie in Frank­reich aus bem zweiten Band erschienen sind, unvoll­ständig waren und deshalb kein klares Bild zu geben vermochten. Trotzdem will uns scheinen, baß bie Welt weiß, daß in den Zielen der Außenpolitik, in den Lebensfragen des deutschen Volkes, niemals ein Unterschied zwischen den verantwortlichen Män­nern und zwischen den deutschen Parteien bestand ober besteht. Unterschiebe mögen im taktischen Vor-

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gehen, in ber Auswahl des Augenblicks ober der außenpolitischen Methoben vorhanben fein, aber niemals in ber Sache. Jrn übrigen ist es in­teressant, aus ben Notizen bes beutschen Staats­mannes zu ersehen, baß er bem Ausland klarzu­machen versuchte, daß eine deursche Regierung ein- chließlich ber Rechten (bamals bie Deutsch­nationalen) gerabe für ben Bestaub internationa­ler Abmachungen bie beste Gewähr bieten, müsse.

Meine politische Nachrichten.

Reichskanzler v. Pap en hat auf seinem Ur- laubssitz Wallerfangen ben Präsidenten der Regierungskommission des Saargebiets, den Eng­länder Knox, und den Verkehrskommisfar des Saargebiets, ben Finnländer Dr. von Ehrn- r o t t h, zum Frühstück empfangen. Für die Orts­armen von Wallerfangen hat Herr v. Papen eine größere Summe gestiftet.

Der Reichsverband deutscher Haus­frauenvereine e. 23. protestiert in einem Schreiben gegen den Gedanken einer Verteue­rung der Margarine und betont u. a., baß bie hilfsbedürftige Bevölkerung mit ber Einführung einer Margarinefteuer gezwungen werbe, ihren Fett­verbrauch noch stärker einzuschränken. Dadurch werde aber die schon jetzt gefährdete Gesundheit weitester Volkskreise geradezu untergraben.

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In Berlin haben mit holländischen unb däni- schen Regierungsvertretern Besprechungen über eine Neuregelung ber Butterei.n fuhr nach Deutfchlanb stattgefunden. Die deutschen Vor­schläge sehen für die Einfuhr ein Gesamtkontingent vor, an dem alle buttereinführenden Länder beteiligt sind. Das jeweilige Teilkontingent, das auf die ver- fchiedenen Länder entfällt, soll nach einem Vertei­lungsschlüssel errechnet werden, der von den Ländern selbst aufzustellen wäre. Diese Vorschläge sind von den auslänoischen Unterhändlern zunächst a b g e- lehnt worden, doch liegt die Entscheidung natürlich bei ihren Regierungen.

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In ben nächsten Tagen wirb bie Verordnung über bie Erhöhung ber Spiritusbei- mischungsquote veröffentlicht werben. Die Verorbnung soll zum 1. Oktober b. I- in Krast treten. Für bie Erhöhung bei: Spiritusber- mischungsquote, bie von sechs auf zehn Prozent vorgesehen ist, müssen aber noch verschiebens Dorbebingungen erfüllt werben, bie in ber Ver- orbnung genauer bezeichnet sind.

Aus aller Welt.

Professor Carl Banhers 75. Geburtstag.

Der in Hessen weithin bekannte Maler Profes­sor Carl Noah B a n tz e r vollendit am 6. August sein 75. Lebensjahr. Er ist 1857 in Ziegen­hain in ber Schwalm geboren, studierte in Berlin, Dresden und Paris unb wurde mit seinen Bil­dern die bekanntesten sind dasAbendmahl", derHochzeitsschmaus" und derDauerntanz" ein getreuer Schilderer seiner hessischen Heimat und insbesondere der Schwälmer Bauernschaft: auch eine Anzahl feinsinniger Porträts stammen von seiner Hand. Als Lehrer wirkte Bantzer als Professor an der Dresdener Kunstakademie in Kassel und in der hessischen Malerkolonie Wil­lingshausen. Die Universität Marburg verlieh Bantzer die Würde eines Ehrendoktors.

Zwei Arbeiter vom Zug überfahren.

Auf bem Bahnhof Wuppertal-Steinbeck wurden zwei Maurer, die die Außenkante des Bahnsteigs ausbefferten, von der Lokomotive des Eilzugs Köln Wuppertal erfaßt und bis zur Unkenntlich­keit zermalmt.

Feuerkampf mit entflohenen Sträflingen in USA.

Aus dem Gefangenenlager in Finebluff (Arkansas) entflohen sieben Sträflinge, nachdem sie einen Wärter niedergeschlagen unb sich mit Waffen versehen hatten. Polizeikräfte suchten bie umliegenden Wälder ab. Beim Zusammentreffen mit den Flücht­lingen kam es zu einem Feuerkampf, bei dem drei Gefangene getötet und zwei verwundet wurden.

Explosion in einer Ölraffinerie. 10 verletzte.

Im Kompresforgedäude der Deutschen Erdölraffi­nerie in Misburg (Hannover) explodierte beim Reinigen ein Benzin-Gaskompressor. Durch Stich­flammen erlitten 10 Werkangehörige Verlegun­gen ; zwei mußten ins Krankenhaus gebracht wer­den. Lebensgefahr besteht jedoch nicht.

Der Berliner Schulbrandstifter endlich gefaßt.

Die unheimliche Reihe von Bränden in Berliner Schulen, Kirchen unb Kinder­horten, die Wochen hindurch die Berliner Be­völkerung beunruhigte, hat jetzt ihre Aufklärung gesunden. Als Täter wurde ein 21 Iahre alter früherer Kraftwagenführer aus dem Osten Ber­lins verhaftet. Er wurde überrascht, als er in einen Kinderhort einbrechen wollte. Nach stundenlangem Kreuzverhöre hat er ein umfang­reiches Geständnis über seine Brandstiftun­gen abgelegt. Er war arbeitslos unb durch seine Notlage und infolge zerrütteter Familienverhält­nisse schwer nervenkrank geworden. Um sich zu entspannen (!), wurde er, wie er erklärte, Drand-- stifter. Zum erstenmal sei er auf diese Idee ge­kommen, als er in einer Schule habe stehlen wollen. Seine Absicht sei nicht gewesen, große Baulichkeiten in Brand zu setzen: es habe ihn schon befriedigt, wenn er kleinere Brände ent­facht habe: In seinem Besitz fand man zahlreiche Schlüssel, die aus verschiedenen Schulen stammen. Die Zahl der von ihm angelegten Vrände beträgt2 6. In allen Fällen würbe nur wenig Sachschaden angerichtet.

Schweres Autounglück. 2 Tote, 5 verletzte.

Auf der Straße zwischen Münster am Stein und Bad Kreuznach ereignete sich ein schweres A u t o u n g I üd. Der Lieferwagen des Viktoria- Stiftes in Finkenbach (Nordpfalz) wollte Markt­besucher aus der Umgebung, besonders aus Finkenbach unb Hallgarten in ber Nordpfalz, auf ben Markt nach Dab Kreuznach bringen. Hinter Münster am Stein, auf Kreuznacher Ge­markung, ist ber Wagen vermutlich gegen einen Baum gerannt. Dabei würben ein Mann unb eine Frau auf ber Stelle getötet unb fünf weitere Personen mehr ober weniger schwer verletzt. Schwer verletzt wurden eine Frau Stellwagen aus Hallgarten. Leichtere Verletzungen erlitten eine Frau Klein unb eine Frau I o st aus Hallgarten, eine Frau Mecks aus Finkenbach und ein Iunge namens Heinrich D o h a u e r aus Kreuznach. Die Verletzten wur­den ins Diakoyissenhaus in Kreuznach über­geführt. Die Kreuznacher Polizei ist noch an der 1 Unfallstelle mit ben Ermittlungen beschäftigt, iok

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Wie ein Urtoo ber geschriebenen uns an. Es trägt i I ^omantif an fid), von alter öeitfäabi Gekünsteltheit, wie \ [ wesen breit macht. ( Aehutsamleit schwin | tiefen Erleben, die Herzens.

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F finden wir das a Selbständige unsei nehmung. das p> in dem Worte er 'chast einer schön- Haven wir uns se Gestrüpp und bi lange nicht schritt vber heiligen Gru stodtstrahen,...

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