Oberheffen.
Gemeinderat in Laubach.
* LaubaH, 4. (Kini. Dem hiesigen ©e< meinderat lag in seiner gestrigen Sitzung ein Antrag vor, den Führer der ÄSDAP. Adolf Hitler zum Ehrenbürger von Laubach zu ernennen. Der Antrag wurde jedoch durch Mehrheitsbeschluß abgelehnt. (Wie dazu aus Kreisen der Anhänger Hitlers zu hören ist, plant die Ortsgruppe Laubach der ÄSDAP., durch eine Volksabstimmung aller Lauback^r Einwohner einen Volksentscheid über die Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Adolf Hitler herbeizuführen, wobei man sich darauf beruft, daß in unserer Stadt bei den jüngsten Wahlen eine Mehrheit für die NSDAP. zu verzeichnen aewesen ist.)
Weiter beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Haushaltsvoranschlag für 1 932, der in Einnahme und Ausgabe mit je 140 650 Mark abschließt. Als besonders wichtige Posten des Voranschlages sind zu erwähnen: Wald: Einnahme 30 000 Mk. (im Vorjahre 50 000 Mark), Ausgabe 26 000 Mark (30 000 Mk.); Gebäude: Einnahme 4000 (4500), Ausgabe 800 (1000 Mk.); Jagd: Einnahme 3000 (4535), Ausgabe nichts; Soziale Fürsorge: Einnahme 7000 (3000), Ausgabe 32 800 (10 000 Mk.). Durch Abstriche in den einzelnen Rubriken konnte eine Steuererhobung vermieden werden. Der Voranschlag wurde einstimmig angenommen.
Mit dem gestohlenen Motorrad schwer verunglückt.
* Schotten, 6. Juni. Gestern gegen 14 Llhr wurde hier bekannt, daß sich zwischen Schotten und R a i n r o d auf der sog. Spieß durch den Zusammenstoß eines Motorrades mit einem Auto ein schweres Unglück ereignet habe. Ein sofort antsandter Gendarmeriebeamter stellte fest, daß ein OlOV-Motorrad gegen ein Automobil gerannt und das Motorrad dabei vollständig in Trümmer gegangen war, während das Auto nur leichten Schaden an der Schutzstange erlitten hatte. Die beiden Motorradler, die aus Büdingen stammen, haben schwere Verletzungen erlitten (der Soziusfahrer ist bei dem Zusammenprall glatt über d-s Auto hinweggeschleudert worden), während der Lenker des Autos, ein Arzt aus Hechtsheim bei Mainz, unverletzt blieb. Die schwer verletzten Motorradler wurden sofort nach Schotten in das Krankenhaus gebracht, da die Verletzungen des einen so erheblich sind, daß ihm ein Dein amputiert werden muß. Im weiteren Verlaufe des Nachmittags stellte sich dann heraus, daß die beiden Motorradler das Kraftfahrzeug aus der Scheune hinter einem hiesigen Caf6 gestohlen hatten und aus leicht erklärlichen Gründen danach strebten, mit möglichster Beschleunigung zwischen sich und Schotten eine große Entfernung zu legen. Bei dieser rasenden Fahrt geschah dann der verhängnisvolle Anprall an das Auto. Der Besitzer des gestohlenen und zertrümmerten Motorrads wohnt in Hungen.
OerältesteLehrerOberheffens gestorben
WSA. Friedberg, 5. Juni. Der älteste LehrerOberhessens, Ferdinand Weih, ist hier im 91. Lebensjahr gestorben. Er war am 14. November 1841 in Höckersdorf (Kreis Schotten) geboren und wurde nach dem Besuch des hiesigen Lehrerseminars Ostern 1867 auf die zweite Lehrerstelle in Dorheim (Kreis Friedberg) berufen. Hier wirkte er, später als erster Lehrer, nahezu 50 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung am 1. April 1915. Seine Ruhestandsjahre verlebte Weih in Friedberg. Er war Mitbegründer des Hessischen Landeslehrervercins, der ihn zu seinem Ehrenmitglied ernannte.
Landkreis Gicben.
)—( Grohen-Linden, 4. Juni. Frl. Marie Schaum feierte heute ihren 82. Geburtstag. Es leben von diesem Jahrgang in Grohen-Linden noch zwei Frauen und ein Mann. Es sind Frau Christine D e p p l e r, geb. Stamm, Frau Elisabeth Schmidt, geb. Weigand, und Samuel Meier.
—/— L i ch, 5. Juni. Der für die Entwickelung unserer Stadt und ihres Fremdenverkehrs sehr tätige Verkehrs - und Verschönerungsverein lieh auf der Hardt ein schönes Blockhaus (Schutz Hütte) errichten. Gelegentlich einer Vorstandssihung wurde die nach einem Entwurf von Architekt Schuhmacher (Giehen) errichtete Hütte am Freitagabend ihrer Bestimmung übergeben. Die Hütte steht am Waldrand in der Nähe des Dirklarer Weges und bietet eine schöne Aussicht bis nach Grünberg und dem Wirberg hin. Der Platz wurde in dankenswerter Weise von der fürstlichen Standesherrschaft überlassen. In nächster Zeit soll noch eine weitere
Ruhebank auf der Hardt aufgestellt werden an einem Platz mit dem Blick auf unseren schönen Stadtturm.
Kreis Alsfeld.
ch Gontershausen, 4. Juni. Mit Beginn dieses Jahres wurden alle in dem Basaltwerk Nieder-Ofleiden der Mitteldeutschen Hartsteinindustrie beschäftigten Arbeiter ent. lassen. Nach fast halbjähriger Arbeitspause nahm das Basaltwerk nun die Arbeit wenn auch in geringem Umfang, wieder auf. Der Betrieb beschäftigt gegen, wärtig etwa 40 Arbeiter. Während der Stillegung des Betriebs find die nötigen Vorarbeiten für größere Sprengungen im Basaltsteinbruch geleistet worden, von denen die erste in den nächsten Tagen ausgeführt werden soll.
Schweres Llnwetier über Oppenheim.
WSN. Oppenheim, 4. Juni, lieber der hiesigen Gemarkung und dem Stadtgebiet ging am Freitagabend ein schweres Gewitter nieder, das von einem Wolkenbruch begleitet war. Besonders in den Weinbergen haben die Regen- masscn ungeheuren Schaden angerichtet, unzählige Weinstöcke wurden zerschlagen und die kostbare Weinbergerde von den Sturzbächen gleichenden Wassermassen in die Stadt getragen, wo noch dem llnwetter der Schutt haufenweise aufgetürmt war. 3n viele Häuser des Stadtgebietes drang das Wasser ein, Möbelstücke und Weinfässer mit sich reihend. An verschiedenen Stellen wurden Mauern eingedrückt und Gebäude beschädigt. Der Schaden ist noch nicht übersehbar.
Wirtschaft.
* Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 1. Juni berechnete Großhandelsindexziffer ist mit 96,3 (minus 0,1 o. H.) gegenüber der Vorwoche kaum verändert. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 91,9 (+ 0,2 v. H ), Kolonialwaren 85,5 (—1,0 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,4 (— 0,3 v. H.) und industrielle Fertigwaren 118,2 (—0,2 v. H.).
* Main-Gaswerke A G., Frankfurt am Main. Die Main-Gaswerke AG., Frankfurt am Main, erzielten im Geschäftsjahr 1931 einschließlich 25 953 RM. Gewinnvortrag aus dem Vorjahre einen Gesamtgewinn von 1,67 (1,29) Millionen RM., aus dem eine Dividende von 5 v. H. (4 v. H.) auf das 30 Millionen RM. betragende Aktienkapital ausgeschüttet, der gesetzlichen Rücklaae 82 059 RM. (64 524) Augeroiefen und 85 082 RM. (25 953) auf neue Recynung vorgetragen werden sollen.
* Harpener Bergbau 21®., Dortmund. Die Generalversammlung der Harpener Bergbau AG. in Dortmund genehmigte den Abschluß für das Geschäftsjahr 1931 und beschloß, das Stammkapital durch Einziehung von 20 Millionen Reichsmark Vorratsaktien auf 90 Millionen Reichsmark herabzu- fetzen. Der durch die Kaoitalherabfetzung entstehende Buchgewinn von 7,5 Millionen Reichsmark wird zur Deckung des ausgewiesenen Verlustes von 3,65 Mil. lionen Reichsmark, zu Sonderabschreibungen, zum Ausgleich von Wertminderuttgen in Höhe von 2,46 Millionen Reichsmark sowie zur Deckung sonstiger Verluste von 1,39 Millionen Reichsmark verwendet. Berlin zurückhaltend und uneinheitlich.
Berlin, 6. Juni. (WTB. Funkspruch.) Die Ungewißheit über das, was die neue Woche politisch bringen werde — bekanntlich steht die Abänderung der Notverordnungen durch das neue Reichskabinett bevor — spiegelte sich an der Börse sehr deutlich wider. Während der Vormittagsstunden glaubte man im Hinblick auf die freundlichere Veranlagung der Auslandbörsen, insbesondere auf die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung in Neuhork, mit höheren Anfangsnotierungen rechnen zu können. Auch an der Dorbörse trat noch keine Aenderung ein. Zu den ersten Kursen fehlten dann aber neue Orders, da sich Publikum und Spekulation gleich ermaßen Zurückhaltung auferlegten. Sv mußte die Eröffnung etwas enttäuschen, obwohl sich gegen den Samstagschluß im allgemeinen keine größeren Veränderungen ergaben. Das Geschäft bewegte sich in außerordentlich ruhigen Dahnen. Besondere Anregungen aus der Wirtschaft lagen nicht vor: lediglich am Montanmarkt fand die Generalversammlung der Harpener AG. ein ziemlich freundliches Echo, und die Tatsache, daß beim Mühlheimer Dergwerks- Dcrein eine wenn auch kleine Dividende zur Ausschüttung gelangt, befriedigte. Eine einheitliche Tendenz war nicht erkennbar. Durch schwächere Haltung fielen Rheinische Braunkohlen, Wintershall und Akkumulatoren auf, die jedoch nicht mehr als 1,5 d. H. einbühten. Im übrigen gingen die Deränderungen bis zu 1 v. H. Einige Nebenwerte wie Kalichemie, Chadeaktien, Elektrische Lieferungen, Rheag und Draubank waren mit Gewinnen bis zu 3 v. H. auffallend fest. Eine beachtliche Steigerung von 43/8 v. H. hatten Feldmühle in Reaktion auf die starken Verluste nach Bekanntwerden der Dividendenlosigkeit aufzuweisen. Die drei Kaliwerte des Salzdetfurth-Konzerns notierten heute exkl. Dividende.
Im Verlause änderte sich an der Grundtendenz nichts. Cs hatte den Anschein, als ob gewisse Kreise aus politischen Befürchtungen heraus zu Abgaben geneigt seien, während anderseits Stillhaltegelder Anlage suchen. Jedenfalls war die Kursentwicklung nicht einheitlich, die Deränderungen betrugen bis zu 1 v. H. nach beiden Seiten.
Deutsche Anleihen' lagen etwas fester, auch an den Rentenmärkten herrschte eher Nachfrage. Ausländer lagen geschäftslos, Reichsschuldbuchforderungen etwas fester.
Am Geldmarkt setzte sich die Erleichterung weiter fort, Tagesgeld war schon mit 53/8 v. H., zum Teil mit 5,25 v. H. erhältlich,
Starke Zurückhaltung in Frankfurt.
Frankfurt a. M., 6. Juni. (WTB. Draht- meldung.) Der Wahlausgang in Mecklenburg hat an der ersten Börse der neuen Woche st a r k e Z u - rückhaltung hervorgerufen, so daß bei Beginn des amtlichen Verkehrs kaum Umsätze zustande kamen. Die Spekulation nahm auch wegen der Weiterentwicklung der innen- und außenpolitischen Situation eine sehr abwartendeHal- tung ein, zumal von der Kundschaft keine Aufträge Vorlagen und es an sonstigen Anregungen mangelte. Die sehr feste Tendenz der Neuyoüer Dörse machte nur wenig Eindruck, bewirkte aber dennoch eine bemerkenswerte Widerstandskraft. Die Hmsahtätigkeit beschränkte sich hauptsächlich auf die Spekulation, die jedvch vereinzelt etwas glattstellte. Die Kursgestaltung war gegen den Wochenfchluß nicht einheitlich, die Deränderungen nach beiden Seiten hielten sich jedoch die Waage. Elektrowerte eröffneten überwiegend von 0,5 bis 1 Proz. niedriger, etwas mehr gedrückt lagen Reichsbank mit minus 1,25 Proz. und am Kunstseidemarkt Atu mit minus 1,75 Proz. Don Chemieaktien eröffneten IG. zu 92 Proz. unverändert. Scheideanstalt gingen um Bruchteile eines Prozentes zurück. Don Montanpapieren lagen Rhrin- stahl mit plus 1,25 Proz. weiter befestigt, die übrigen Werte dieses Marktes blieben unverändert. Kaliaktien lagen unter Berücksichtigung des Divi- dendenabschlages gut gehalten. Zement Heidelberg und Holzmann gewannen je 0,5 Proz.
Der R e n t e n m a r k t lag überwiegend freundlicher, jedoch bei ebenfalls geringen ^Imsähen. Reichsschuldbuchforderungen gewannen 0,5 Proz., Deutsche Anleihen bis zu 0,38 Proz., und von Jndustrieobligationen zogen Stahlvereinbonds weitere 1 Proz. an. Reichsbahnvorzugsaktien neigten dagegen etwas zur Schwäche. In Gold- und Liquidationspfandbriefen kam wider Erwarten einiges Material heraus, so daß die Kurse meist 0,25 bis 0,5 Proz. niedriger gehandelt wurden. An den Aktienmärkten blieb die G e s ch äft s st i l l e auch im Verlaufe bestehen. Die Grundstimmung war aber weiterhin widerstandsfähig. Am G e l dm a r k t wurde Tagesgeld erneut um 0,25 Proz. auf 4 Proz. ermäßigt.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 6. Juni. Die Frankfurter Getreidebörse zeigte auch zum Wochenbeginn weiter sehr ruhige Haltung, doch bei eher etwas freundlicherem Grundton.Die Umsatztätig, keit blieb aber sehr klein. Die anhaltenden Regengüsse beurteilt man für die neue Ernte ungünstig, da sich das Getreide zur Erde neigt, was besonders in der jetzt beginnenden Blütezeit von Nachteil sei. Das Angebot und auch die Nachfrage hielt sich in engen Grenzen, besonders letztere wegen des ungenügenden Mehlkonsums. Futterartikel neigten weiter zur Schwäche. Es wurden notiert: Weizen 277,50 bis 280 Mark, Roggen 225, Sommergerste für Brauzwecke 200 bis 202,50, Hafer (inländischer) 172,50 bis 177,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0, mit Austauschweizen) 39,25 bis 40,75, Weizenmehl (niederrheinisches, mit Austauschweizen) 39,25 bis 40,20, Rog- aenmehl (70 o. H.) 27,75 bis 29 Weizenkleie 9,15, Roggenkleie 9,50, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 26 bis 35, Linsen (je nach Qualität für Speifezwecke) 24 bis 52, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 4,50, Weizen- und Roggenstroh (draht- gepreßt) 5, Weizen- und Roggenstroh (gebündelt) 5, Treber (getrocknet) 10,75 bis 10,50, Jndustriekar- tosfeln hiesiger Gegend per 50 kg 3,50 bis 3,60 Mark bei Waggonbezug. Tendenz: fester.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 6. Juni. Auftrieb! 1119 Rinder, darunter 237 Ochsen, 111 Bullen. 424 Kühe, 280 Färsen, ferner 722 Kälber. 12 Schafe, 4278 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 36 bis 38 Mk.. (ältere) 32 bis 35, sonstige vollflcischige (jüngere) 28 bis 31; Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 31 vis 34, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 27 bis 30; K ühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 28 bis 30, sonstige vollfleischige ober ausgemästete 25 bis 27, fleischige 21 bis 24; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 37 bis 39, vollfleischige 33 bis 36, fleischige 30 bis 32. — K ä l b e r: beste Mast- und Saugkälber 39 bis 43, mittlere Mast- und Saugkälber 34 bis <8, geringe Kälber 28 bis 33. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 38 bis 41, von etwa 200 bis 240 Pfund 38 bis 42, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 40, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 34 bis 36 Mk. — Marktverkauf: Rinder rege> ausverkauft. Schweine mittelmäßig, ausverkauft^ Kälber und Schafe langsam, geräumt. •*-
Frankfurter Eiermarkt.
* Frankfurt a. M., 4. Juni. Auch in der Woche nach dem Ultimo konnte sich das Geschäft nicht beleben, und selbst bei Preiskonzessionen wurden nur kleine Polten aus dem Markt genommen. Gegen Ende der Woche zeigte sich für deutsche Eier bessere Kauflust, so daß die Preise hierfür um einen Viertelpfennig anzogen, während im übrigen die vor. wöchigen Preise bestehen blieben. Die Zufuhren in deutscher Ware sind weiter groß, dagegen kommen infolge der Devisenknappheit nur wenig Auslandeier auf den Markt. Es notierten in Pfennig per Stück ab loco Frankfurt a. M.: Bulgaren 5,75 bis 6, Jugo- flamen 5,75 bis 6, Rumänen 5,5 bis 6, Holländer 5,25 bis 7,5, Dänen 5,25 bis 7,75, Flandern 6,25 bis 6,5, deutsche Landeier 6,5 bis 6,75, deutsche Frischeier 5,25 bis 7,75.
Die Lage der Angestellienversicherung
In Frankfurt a. M. hat am 29. Mai eine Tagung der Vertrauensmänner der Ange st eilten Versicherung stattgefunden, die von den Arbeitgebern und Angestellten außerordentlich zahlreich besucht war. Im Mittelpunkt stand ein Referat des Präsidenten del? Reichsanstalt, Grieß- meher, Berlin, über „Die Gesamtlage der An- gestelltenversicherung". Eine Entschließung, die mit den Stimmen der Angestellten und Arbeitgeber angenommen wurde, legt stärkste Verwahrung ein, daß durch Notgesetze ein neuer Eingriff in die Angestelltenversicherung vorgenommen wird. Das Vertrauen der Angestellten und ihrer Arbeitgeber zum Staat würde durch eine solche Maßnahme aufs stärkste erschüttert werden. Ob und inwieweit Aenderungen notwendig sind, kann in Ruhe von den Körperschaften der Angestelltenversicherung geprüft werden und der ordentlichen Gesetzgebung Vorbehalten bleiben.
Die finanzielle Lage der Angestelltenoersicherung gibt zu unmittelbarer Besorgnis keinen Anlaß. Die laufenden Renten sind durch Rücklagen gedeckt, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert werden konnten. Der Bestand an beitragsleistenden Versicherten, der für das Jahr 1930 auf rund 3,5 Millionen geschätzt worden war, darf gegenwärtig nicht höher als mit 3,1 Million angenommen werden. Der Versichertenbestand auf der einen Seite und die Gehaltshöhe auf der anderen Seite bestimmen die Höhe der Beitragseinnahmen. Neben der finkenden Versichertenzahl ist im abgelaufenen Geschäftsjahr, veranlaßt durch Entlassungen, Kurzarbeit und Gehaltssenkung der Gesamtertrag der Gehälter nicht unerheblich gesunken. Die Rückwirkung auf die Beitragseinnahme äußert sich darin, daß das Jahr 1931 nur 343 Millionen Reichsmark ergeben hat gegenüber 385 Millionen des Vorjahres. Es kam zum Ausdruck, daß die Angestelltenschaft bereit ist, ihre Versicherung, die ihnen einen Schutz geben soll im Falle der Berufsunfähigkeit und des Alters, und die beim Tode des Versicherten der Hinterbliebenen Familie Lebensmöglichkeit bieten soll, gegen alle Gefahren der Wirtschaftskrise zu verteidigen.
Kirchliche Nachrichten.
Katholische Gemeinden.
Dienstag, den 7. Juni.
Gießen. 18 und 20 Uhr: Beichte.
Mittwoch, den 8.Juni. Großes Gebet.
Gießen. 6 Uhr: Aussetzung des Allerheiligsten; 6.30: Beichte; Bischöfliche Messe; 8: Messe; 9: Messe. Die Betstunden werden von 6 bis 20 Uhr gehalten. Die letzte Stunde ist um 20 Uhr, darauf feierlicher Schluß des Großen Gebets mit Tedeurn.
Donnerstag, den 9., und Freitag, den 10. Juni.
Gießen. 20 Uhr: Herz-Jesu-Andacht.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
;<riant|un u. Dl.
Äcrlni
Schluß- lurd
1-tlhr« Äurrf
Schluß« fur»
Anfang« Kur«
Dalum
4.6.
6.6.
4.6.
6.6.
6% Deutsche Reicheanwiye d.192',
49.5
—
50
—
7% Den Ische Reichsanleihe ti.1029
57,75
—
58,1
__-
6Yi°/o Doung-Anleihe von 1930 .
—
52
_
Deutsche Anl.-Ablos.-Schuld mit
Auslos.-Rechleu.......
38,65
38,9
38,4
39
Tesgl. ohne Au»los.°Rechte . . .
3,13
3,25
3,3
3,3
8% Hess, Bolksstaat von 1929
(riidsablb. 102%)......
45
44,5
Lberhessen Provinz-Anleihe mil
Au-los. Rechten......
__
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Gerte 1..... .
34
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse
16 unkündbar bl« 1935 ....
70,25
—
—
7% Franks. Hvp.-Bank Goldpse
unkündbar bis 1936 Serie 16 .
69,5
—
——
4%% Franks. Hyp.-Bank LIqu.-
Pfandbriefe.........
«&% Rheinische Hhp.-Bank.Ligu.
77
—
—
—
Goldpse...........
76,25
_
8% Pr. Landespfandbriefanstalt,
Pfandbriefe R. 19......
69,5
7% Pr. Landespfandbriesanstalt,
Pfandbriefe R. io .
—
—
—
—
4% Oesterretchlsche Golvrenie . .
—
—
7,3
4,20% Orsleneichische Stlberrente
—
—
0,95
1
4% Ungarische Aolvrente . . . .
5,25
——
5,13
4% Ungarische Staatsrente v. 191(
4,75
—
_
4/i% Oc«al. oon 1913.....
6% abgest. Goldmexikaner von 99
5,25
_
4% Türkische Zoll anleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahw-Anleihe
2,13
—
2,05
2,05
Serie 1...........
—
-
0,2
4% desgl. Serie II.......
2
—
-
0,1
6% Rnmän. vereinh. Mente v. 190f
4,15
4,15
4^,%Ruman.vereinh.Vteniev.l91l
6,5
—
6,7
6,55
4% Rumänische vereinh. Rente
_
3,13
L^% I. Anatolier......
15,65
—
15,75
15,75
Franlfun a. DI. |
Serlm
Schluß« furd
1-Uhr- KurS
Schluß« kurs
Anfang« Kurs
Datum
4.6.
6.6.
4.6.
6.6.
Hamburg-Amenla Pate: . .
. t
13,5
—
13,13
13,25
Hamburg-Südam. Tampfschiss
. 0
--
43
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. 0
—
—
22
—
Norddeutscher Lloyd ....
. 6
14,25
—
14,25
14,5
A.G. für Verkehrswesen Akt.
—
29
Berliner Handelsgesellschaft .
8
—
—
86
—
Commerz- und Privat-Bank .
7
16
—
16
—
Darmstädter und Nationalbank 8
18,5
—
18,5
—
Deutsche Bank und
Disconto-GeseUschast. . .
6
33,25
_
33,25
_
Dresdner Bank......
6
18,5
_
18,5
—
Reichsbank........
12
121,75
120,5
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A.E.G...........
. 7
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23
22,75
23,4
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Felten & Guilleaume....
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37,65
37,5
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... Rheinische Elektrizität . . .
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—
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66
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ii
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58
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n
122,9
121,5
121,5
Lahmeyer L Co.......
12
—
—
79,5
Buberue.........
. 4
—
26,5
26,25
26,75
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62,25
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. 8
41
—
40,75
40,25
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Hoesch Eisen........
. 0
—
44,9
44,4
. 6
—
—
27,25
27,5
yl(e Bergbau.......
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—
129,5
Klöcknerwerke.......
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25
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24,75
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Köln-Neuessen.......
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38,65
38,65
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—
—
Bereinigte Stahlwerke .... 4
CtaDt Pinen......16'/,
17,25
—
16,9
17
10,5
—
10,65
10,5
Kaliwerke Aschersleben . . . 10
93
—
93
88
Kaliwerke Westeregeln ... 10
103
98
103
97,5
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
158
159
—
I. ®. Farben-Jndustrie ... 12 Verein, chem. Industrie Frank«
92
92
92
91,5
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——
—
—
Scheideanstalt.......10
137,65
17
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—
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Goldschmidt.........0
—-
18,25
——
RlUgerswerke........6
26
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26
26
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—
—
28
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Zementwerk Heidelberg. ... 7
Zementwerk Karlstadt.....7
33,25
33,75
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33,13
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_
_
Wayß & Freytag......0
4,75
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4,5
—
Schultheis Patzenhofer ... 15
Aku (Allgemeine Kunstseide) 0
_
—
54,25
54,25
37
35,25
35,25
35,75
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—
—-
33,75
34,5
Zellstoff Waldhos.....12
25
—
24
23,5
Zellstoff Aschaffenburg ... 6
21
—
Dessauer GaS........9
—
—
82,75
83,5
Daimler Motoren......0
11,75
——
12
Deutsche Linoleum .....6
32,5
—
33,5
33,9
Orenstein S Koppel.....o
—
24
22,9
Leonhard Tietz.......8
53,5
——
54
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Chade............
190
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Frankfurter Maschinen . ... o
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17
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Mainkraftwerke Höchst a. M.. .6
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Süddeutscher Zucker .... 10
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Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
4 3uni
6.3unl
Amtliche Notierung
Geld | Aries
Amtliche Notierung
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Hestlngsor» .
Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo. . . . Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Part» . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de IaN.. Jugoslawien. Lissabon . .
7,163
51,95
12,465
3,057
170,88
77,37
84,82
79,57
15,53
0,948
4.209
58,87
21,63
16,61
82,39
34,77
82,57
1,369
0,324 7,363
14,14
2
7,177
52,05
12,485
3,063
171,22
77,53
84,98
79,63
15,57 0,952
4,217
58,99
21,67
16,65
82,55
34,83
82,73 ■
1,371 0,326
7,377
14,16
Zanknoten
7,163 51,95
12,465
3,057 170,88
77,37 84,82
79,57 15,53 0,948
4,209 58,87 21,63 16,61 82,41
34,77 82,57
1,369 0,324 7,333
14,14
7,177 52,05
12,485
3,063 171,22
77,53 84,98 79,73
15,57 0,952
4,217 58,99 21,67 16,65 82,57 34,83 82,73 1,371 0,326 7,347
14,16
Serlin, 4. Juni
Geld
Brief
Amerikanische Noten .......
Belgische Noten.........
Dänische Noten.........'
Englische Noten.........
Französische Noten........
Holländische Noten........
Italienische Noten........
Norwegische Noten........
Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling
Rumänische Noten........
Schwedische Noten........
Schweizer Noten.........
Spanische Noten. . .......
Ungarische Roten
58,71
84,63
15,49
16,57
170,51
21,61
77,20
2,495
79,39
82,21
34,63
4,22
58,95
84,97
15,55
16,63
171,19
21,69
77,50
2,515
79,71
82,53
34,77


