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04/11/1932 Frühausgabe
 
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Aeitag, 4. November 1932

182. Jahrgang

nr. 260 -Svühaussabe

GietzenerAnjeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitäls-vuch- und Zteindruckerei K. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7.

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Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein undfürdenAn- zeigenteil i. D.Th.Kümmel sämtlich in Biegen.

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Frankfurt am Main 11686.

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Gin Berliner Straßenbahnho,. in dem jeder Verkehr ruhl. Streikposten bewachen den Eingang.

Verbindlicher Schiedchpruch im Berliner Derkehrsstreik.

Dingeldey aniwortet Schnee.

Reichstagsabgeordneter Dingeldey hat auf den Brief des Gouverneurs a. D. Dr. Schnee u. a. folgendes geantwortet:

Die Tatsache der Veröffentlichung Ihres Schrei­bens muß ich als in einem unlöslichen Gegensatz zu den in Ihrem Schreiben selbst wiederholt be­tonten persönlichen Bindungen zwischen führenden Persönlichkeiten und Mitgliedern der Deutschen Volkspartei und Ihnen stehend bezeichnen. Ich glaube nicht, daß es eine der Haltung der Persön­lichkeit in der Politik dienende Methode ist, der Partei, der man sich viele Jahre verbunden fühlte,

Die Entscheidung über die Kontingente vertagt.

Getreidepreis-Stützung zum Schuhe des deutschen Getreidebaues beschlossen.

in der man arbeiten konnte, und von der man mit­getragen wurde, mitten im W a h l k a m p f und unmittelbar vor einer Wahlentscheidung durch die Veröffentlichung eines solchen Schreibens Schaden zuzufügen.

Diese Empfindungen scheinen mir um so berech­tigter, als ich aus dem fachlichen Inhalt Ihres Schreibens keineswegs den eigentlichen Grund Ihrer Trennung von der Partei zu er­sehen vermag. Sie wissen, das) ich mit Ihnen die Zusammenfassung aller nationalen Kräfte zum Wiederaufbau unseres Vaterlandes und zu seiner Befreiung vom Druck des Versailler Diktates für eine unbedingte Notwendigkeit halte. Sie wissen, daß ich als Führer der Partei zur Erreichung dieses Zieles mit allem Nachdruck und schließlich im Kampf gegen die Neichsregie- rung Brüning für die Heranziehung der nationalsozialistischen Bewegung zur Verantwortung eingetreten bin. Es ist die Schuld des Führers der nationalsozia­listischen Bewegung, da er durch eine Lieber- spannung seiner Forderungen wahrer Verant- wovtungsfreudigkeit auswich, daß es nicht zur Mitwirkung der nationalsozialistischen Bewegung gekommen ist. Ihre Zeilen lassen vermuten, daß Sie die Erfüllung der nationalsozialistischen Be­dingungen für richtig und staatspolitisch segens­reich betrachten. Denn sonst müßten Sie sich mit Ihrer Anklage wegen des Scheiterns der Ver­handlungen an die in Wahrheit schuldigen na­tionalsozialistischen Führer wenden....

Ich bedauere, daß Sie einer wirklich autoritären Regierung, die sich auf den Willen des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg stützen kann, in einem Augenblick Schwierigkeiten machen, in dem Sie nichts an deren Stelle zu setzen vermögen.

Freiburg, 3.Noo. (WTB.) Reichswehrmini­ster von Schleicher, der seit etwa 14 Tagen in Badenweiler zur Kur weilte, hat heute °°rmtttag Badenweiler verlassen und im Laufe des heutigen Tages von Freiburg aus die Ruckreise nach Berlm anqetreten. Er wird am Sonntag in Berlin eln- treffen, da er auf der Fahrt nach der Reichshaup - ftadt noch die Städte Konstanz, Nürnberg und Wei­mar besuchen will.

Burgfrieden vom 6. bis 19. November. Berlin, 3. Nov. (WTB.) Der Herr Reichs­präsident hat durch eine auf Grund des Ar­tikels 48 Abs. 2 der Reichsverfassung erlassene Verordnung ein mit dem Wahltage in Kraft tre­tendes Verbot aller öffentlichen-Po­litischen Versammlungen, also auch sol­cher in geschlossenen Räumen, erlassen, das zu dem in Kraft bleibenden Demonstrationsverbot hinzutritt. Das Verbot aller öffentlichen politi­schen Versammlungen ist auf die Tage vom 6. bis 19. November befristet. Zweck dieses Verbotes ist es, daß nach Abschluß des Wahl­kampfes eine Entspannung der durch ihn hervorgerufenen starken politischen Erre­gung eintritt und daß den Polizeibeamten, an deren Dienst die letzten Wochen erhöhte Ansprüche gestellt haben, eine Ruhe- und Erholungspause ge­gönnt wird.

Weitere Besserung der Wirtschaftslage.

Das Arbeitsbeschafsungsprogramm der Reichsregierung als Antriebskraft.

Berlin 3 Nov. (3. u. H.) Nach der Lieber­ficht der Handelskammern und Wirtschaftsver­bände über die wirtschaftliche Lage rm Oktober setzte sich die Besserung der

Berlin 3.Nov. (TLl.) Am Donnerstagabend wurde in der BVG.-Streiksache folgender Schiedsspruch gefallt: Die Lohne werden für alle Kategorien mit Ausnahme der Fahr- kartcn-Ausgebcrinnen um Swei Pfennige aekürzt. Das Lohnabkommen gilt bis 31. De­zember 1932 mit vierwöchentlicher Kündigung. Der Manteltarif wird bis 31. März 1933 verlängert­er ist sechs Wochen vorher kündbar und gilt un übrigen, falls keine Künvigung eintritt, für ein weiteres Jahr.

Die Gewerkschaften lehnten diesen Schiedsspruch ab. Die BVG. hat ihn ange­nommen Lim 20.30 Llhr begannen die Vorver­handlungen über die V e r bi n d l i ch k e l t s e r - klärung beim Schlichter für den Bezirk Bran­denburg. Der Schlichtungsausschuß Hot den BVG-Schiedsspruch für verbindlich er­klärt. Die BVG. wendet sich nunmehr m einem vlakatierten Aufruf an sämtliche Arbeitnehmer mit der Aufforderung, die Arbeit bis spätestens Frei- faa 4 November, 14 Uhr, wieder aufzunehmen, widrigenfalls die f r i st l0 se Entl a s s u n g er­folgt.

Verhaftung von Streikposten.

Berlin 3. Nov. (TU.) In einer Unterre- I Huna zwischen dem Polizeipräsidenten M e l cher, I Polizeikommandeur Oberst P o ten Regierung - 1 direktor K r e tz s ch m a r und den zuständigen Re-

Verlin, 3.Nov. (D3IB.) Amtlich wird mik- geteilt: Die Reichsregierung befaßte sich in ihrer kabinetlssihung vom 2. und 3. November mit Agrarfragen. Sie ist der Aussaffung, daß ein Abgleiten der Getreidepreife verhin­dert werden muh. Für die Landwirtschaft trag­bare Getreidepreise sind nicht nur im Hinblick auf die gesamte wirtschaftliche Bedeutung und die Not­wendigkeit der Erhaltung des Ge­treidebaues erforderlich, sondern auch um einen Zusammenbruch der O st h i l f e a k t i 0 n , die Gefährdung der bisher für den Osten aufgewendc- len Mittel und die dadurch bedingten unüberseh­baren Folgen für alle Wirtschaftszweige des gan- zen Reichsgebietes zu verhindern. Die Reichsregie­rung hat daher die hierzu erforderlichen Maßnahmen beschlossen.

Die Reichsregicrung hält es für ebenso dringlich, andere ebenso gefährdete Zweige der deutschen Land w i rt s ch asl zu schützen, um das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen landwirtschaftlichen Produktionszweigen zu erhal­len und eine ungesunde Ausweitung einzelner Zweige auf kosten anderer zu vermeiden. Sie hat demgemäß der Kontingentierung der But­te r e i n s u h r aufgrund der mit mehreren Ländern getroffenen Abreden ihre Zustimmung erteilt. Sie hat ferner den Bericht der k 0 m m i s s i 0 n ent­gegengenommen, die in Brüssel, im Haag, in Rom, Paris und Kopenhagen über die Kontingen­tierung weiterer land- und forstwirtschaftlicher und gärtnerischer Erzeugnisse, insbesondere der bäuerlichen Veredelungswirtschaft verhandelt hat. Die Reichsregicrung veranlaßte, daß das besonders reichhaltige Material, das diese Verhand­lungen ergeben haben, unverzüglich gesich­tet und bearbeitet wird. Nach Abschluß die­ser Arbeit wird sie ihre Entscheidung im einzelnen treffen.

ZndleserWvÄeteineEnlscheidung

Berlin, 3. Nov. (CNB.) Wie wir erfahren, steht der Zeitpunkt der Entscheidung über die Kontingentsfrage noch nicht fest In unterrichteten Kreisen rechnet man aber nicht damit, daß sie noch , in dieser Woche er­folget. Diese Auffassung wird gestutzt durch d^e auch in dem Kommunique unterstrichene Reich- Ha 11 ig ke i t de s M a te r i a l s das die Ver­handlungen der Kontingentierungskommission er­geben haben und das erst gesichtet und bea^ Leitet werden muß. Diese Bearbeitung soll.n<^> der amtlichen Mitteilung unverzüglich durch- ae führt werden. Alsdann wird sich das Reichs- kabinett erneut mit dem Problem beschäftigen und seine Entscheidung treffen.

Heute Rundfunkrede des Kanzlers.

Berlin, 3. Nov. (WTB.) Reichskanzler von Papen spricht am F r e i t a g, 4. November von 20 bis 20.15 Uhr im Deutschen Rundfunk über alle Sender zur Lage.

ReichSwehrmmisler 0. Schleicher au der Rückreise.

gierungsstellen wurde von Regierungsseite die Ansicht vertreten, daß es sich bei dem Berliner Verkehrs streik um einen ungesetzlichen Streik handele, gegen den ein energisches Vor­gehen gerechtfertigt sei. In Auswirkung dieser Llnterredung wurden im Laufe des Tages bereits vor mehreren DDG.-Bahnhöfen Streikposten verhaftet und der Politischen Polizei zuge­führt. 52 Funktionäre der RGO. wurden fe st gen0m men.

DieRote Fahne" und dieWelt am Abend sind bis zum 12. November verboten worden.

Aufrufe der NSOAp.

Bolle Unterstützung des Streite.

Berlin, 3. Nov. (TU.) Die Gauleitung Berlin der NSDAP, veröffentlicht im Prew ßischen Pressedienst der NSDAP, folgende Erklärung zum Streik bei der Berliner Verkehrsgesellschafft:

Wir Nationalsozialisten erkennen die Forderun- aen der BVG.-Arbeünehmer an. Wir werden es nicht zulass en, daß unter dem Papen-Regime die Lebenshaltung deutscher Arbeiter unter dos Niveau von ch i n e s i s ch e n Kulis herunter- qedrückl wird. Wir machen deshalb den berech­tigten Streik nicht nur mit, sondern

wir stellen uns kämpfend und führend an seine zpjhci Achtung! kein Nationalsozialist leistet

Streikbrecherarbeil!"

Die Nationalsozialistische Betriebs- zellenleitung, Gau Groß-Berlin, hat folgen­den Aufruf erlassen:

Arbeitnehmer der BVG.! Die am 2.11. stattge- . undene Ur-Abstimmung des Personals der Ber­liner Verkehrs-Gesellschaft hat in einer überwältigen- den Mehrheit den Streik gegen den neuen Lohn­abbau beschlossen. Die Direktion der BVG. ver­sucht, durch diesen Lohnraub für wenige Wochen ihre Geldsorgen loszuwerden. Sie will, wie schon so ost, die früheren Schulden und die Mißwirt- chaft des ehemaligen sozialdemokratischen Aufsichls- rats-Vorsitzenden Reuter und seines Parteifreun­des Bro'lat auf Kosten der Arbeitnehmer zu einem Teil wieder gulmachen. Darüber hinaus wird der Streik der BVG. von nationalsozialistischen Betriebszellenorganisationen als wirtschaftlich berechtigt anerkannt. Es muß endlich einmal Schluß gemacht werden mit der ewigen Lohnkür- zerei. Auch die öffentliche Meinung der Berliner Bevölkerung ist für die im Streik stehenden BVGer.

Dieser Verkehrsstreik in Berlin dürfte nicht der Schluß, sondern wahrscheinlich der Anfang zu größeren Streikaktionen für die nächste Zeit fein.

Der Streik der Arbeitnehmer der BVG. hat seine sittliche und moralische Berechtigung. BVGer, eine einheitlich geschlossene, wirtschaftliche Front aller bei der BVG. Schaffenden muß gebildet werden. Hoch die Fahne des deutschen Sozialismus für den freien Staat der deutschen Arbeit.

Die Reichspresse st eile der NSDAP, teilt zu dem Streik der Berliner Verkehrsgesell­schaft mit:Die Nationalsozialisten las­sen es nicht zu, daß unter der Regierung v. Pa­pen die Lebenshaltung deutscher Arbeiter auf ein noch tieferes Niveau heruntergedrückt wird als auf Grund einer Notverordnung, öie sich anerkanntermaßen lediglich zugunsten der Großbanken auswirkt, ohne daß im übrigen die geringste Aussicht für eine wirkliche Ankur­belung der Wirtschaft besteht. Die Nattonal- soziali'sten vertreten im Gegenteil den Stand­punkt, daß alle weiteren Lohnkürzungen infolge der dadurch bedingten Minderung der Kauf­kraft vor allem neue Schädigungen der gesamten Wirtschaft im Gefolge haben müssen. Demgemäß nahmen die Nationalsozialisten das I n t e r e s s e der Gesamtheit wahr, indem sie sich di­rekt an dem Streik der BVG. zur Ver- hinderung dieser wirtschaftsschädigenden Lohn­kürzungen beteiligen."

OasEcho in derBerlinerpresse

Berlin, 3. Nov. (TLl.) Der Berliner Ver­kehrsstreik findet in der Berliner Presse größte Beachtung. Alle Blätter, mit Ausnahme der kommunistischen, heben hervor, daß National­sozialisten und Kommunisten Arm in Arm den Streik durchführen, und knüpfen an diesen Streik politische Betrachtungen.

So schreibt derL 0 k a l a n z e i g e r": Das also ist das wirtschaftspolitische Programm der Berliner Nationalsozialisten, der politische Streik Arm in Arm mit den Kommunisten, nicht etwa der Streik ordnungsgemäß vertretener Lohn­forderungen. Er ist die brutale Ausnutzung des Streiks zu politischen Machtzwecken. Das ist die reinste Form des politischen Klaßenkampfes, die es überhaupt geben kann.

DieNachtausgabe": Die wirkliche Grup­pierung der politischen Kräfte in Deutschland ist enthüllt. Gemeinsam haben den wilden Streik des Personals der Berliner Verkehrsgesellschaft Nationalsozialisten und Kommunisten vorbereitet und durchgeführt.

DieDAZ.": Ein solcher Streik bei einer Arbeitslosenziffer von 6 Millionen ist eine Gro­teske, die am allerwenigsten von einer autoritären Staatssührung geduldet werden kann. Besonders bedauerlich ist, daß die Nationalsozialisten in völliger Liebereinstirnmung mit derproletari­schen" Losung, unter der sie den gegenwärtigen Wahlkampf führen, sich dem kommunistishen S.reik zur Verfügung gestellt haben.

DerVorwärts": Die BVD.-Arbeiter müs­sen einsehen, daß die Berufsinteressen in den Ge­werkschaften zu suchen sind und nicht dort, wo man am Feuer eines Lohnstreits kommunistische oder nationalsozialistische Parteisuppen kochen

" D^e^B 0 s s i s ch e Z e i t u n g": Dieses brüder­liche Zusammenwirken von Nationalsozialisten und Kommunisten bei der Inszenierung von etreus ist keine Neuerscheinung, aber zum ersten JKalc tritt es in solchem Umfange und so augenfällig in der Reichshauptstadt in Erscheinung. Tae Gren­zen zwischen Nationalsozialismus und Bolsche­wismus sind in der letzten Zeit noch enger ge­worden, als vorher. In der jüngsten Zeit ist nicht nur eine Gleichartigkeit der Kampfesweife, sondern auch der Kampfesziele wahrzunehmen.

Die Deutsche Tagesztg.": Die Vorkämp­fer für die breiten Massen, für die Werktätigen, haben hier einen Erfolg ihrer Agitation erzielt, der einzig und allein eben diese Zehntausende von Werktätigen empfindlich trifft. Besonders bezeich­nend ist die Tatsache, daß zu diesem Schlag gegen das werktätige nichtkapitalistische Berlin die Kom­munisten gemeinsam mit den Nationalsozialisten ausgeholt haben.

DieBerliner Börsenztg": Die Betei­ligung der Nationalsozialisten an dem Derkehrs- streik, der auf dem Rücken der Berliner Bevölke­rung durchgekämpft wird, ist ein mit schlechten Sachen geführtes Konkurrenzmanöver gegen die Kommunisten. Man kann nur hoffen, daß die ver­nünftige Mehrheit in der nationalsozialistischen Partei durch Druck auf die Verantwortlichen da­für sorgt, daß dem Treiben einiger instinktloser Unterführer bald ein Ende bereitet wird

Wirtschaftslage, wenn auch langsam, fort. Neben der Eisenindustrie machte sich die Besserung vor allem im Bergbau bemerkbar. Die H i n d e r u n g s g r ü n d e für ein schnelleres Tempo in der Besserung, das bei der bestehenden Krise schon erfahrungsgemäß kaum zu erwarten ist, liegen vor allem in der Unsicherheit der innerpolitischen Lage, den erneuten Erschwerungen des Außenhandels, dem Kauf­kraftschwund und dem Zurücktreten saisonmäßiger Belebungsmomente. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Belebung einzelner Teile der Wirtschaft unmittelbar auf das Arbeitsbeschaf­fungsprogramm der Reichsregie­rung zurückgeht, also noch nicht in einer selb­ständigen Entwicklung der Wirtschaft eine Stütze findet. Immerhin war insbesondere in der ersten Hälfte des Monats eine Zunahme der Be­schäftigung festzustellen, die umso bemerkens­werter ist, als die gleiche Zeit der Vorjahre einen sprunghaften Rückgang in der Beschäftigung erkennen ließ.