Ausgabe 
2.11.1932 Erstes Blatt
 
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Handball im Lahn-Oünsbera-Gau

Die in her Gauklasse vorgesehenen Spiele fielen beide dem schlechten Wetter zum Opfer. In der Dezirksklasse wurden folgende Spiel« ausgetragen:

Wißmar I Ahbach II 5:1 (3:0).

Atzbach trat nur mit 10 Spielern an und hatte keine Chance auf Sieg. Der Platzbesitzer hatte drei Viertel der Spielzeit für sich und gewann verdient. Das Ehrentor erreichten die Gäste erst, nachdem das Spiel schon 5:0 für die Platzbesitzer stand.

Erda l Launsbach I 1:2 (1:0).

Der Platzbesitzer legte sofort mächtig los und konnte bereits in der 7. Minute erfolgreich fein. Launsbach schoß zu ungenau und ging leer aus. Nach der Pause konnte der Gast bald ausgleichen. Erde drängte nun wieder. Der Torwart der Gäste hielt aber" in dieser Zeit die gefährlichsten Bälle. Erst in den letzten Minuten konnte Launsbach aus einem Gedränge heraus durch einen unhaltbaren Schuß den Siegestreffer anbringen.

Ruttershausen I Tv. Lollar II 14:3 (6:3).

Durch die Glätte des Bodens kam ke.in reguläres Spiel zustande. Lollar trat mit nur 10 Mann an und war in der Hintermannschaft sehr unsicher. Nachdem das Spiel bis zur Pause noch einiger­maßen offen gehalten wurde, fielen die Gäste nach dem Wechsel völlig auseinander.

Kesfelbach I Rordeck I 1:2 (0:1).

Auch diases Spiel hatte sehr unter den schlechten Bodenoerhältnvfsen zu leiden. Trotzdem wurde es in schnellem Tempo geführt und brachte für den Gast vor dem Wechsel einen Erfolg. Sofort nach der Pause erreichte der Platzbesitzer den Ausgleich, mußte aber durch ein 2. Tor den Gästen die Punkte lassen.

Burkhardsfelden I Steinbach I 6:2 (2:2).

In der ersten Hälfte waren sich beide Mannschaf­ten durchaus ebenbürtig und errangen je 2 Tore. Nach dem Wechsel spielte der Platzbesitzer leicht überlegen und konnte durch verschiedene Deckungs­fehler der Steinbacher Hintermannschaft den Sieg sichern.

Albach I Beuern I 6:4 (0:2).

In der ersten Hälfte war der Gast überlegen. Durch Strafwürse kam Beuern zu zwei Erfolgen. Die 2. Hälfte brachte bald für die Platzmannschaft den Ausgleich, dem der Gegner aber durch ein weiteres Tor die Führung abermals entgegensetzte. Nachdem Albach abermals ausglich, konnte es durch 2 Tore den Sieg sicherstellen. Der Nest der Spiel­zeit brachte noch jeder Mannschaft ein Tor.

hausen A.-h. Mainzlar I 5:1 (1:1).

In diesem Spiel schlug eine Alte-Hermmannschast eine aktive Mannschaft, die in ihrem Bezirk eine

ganz gute Nolle spielt, ziemlich eindeutig. Nachdem zur Halbzeit mit 1:1 gewechselt worden war, trat nach der Pause eine klare Ueberlegenheit der A.-H. ein. In 4 Toren kam diese zum Ausdruck.

Arbeiter-Turn- und (^porfbunö.

Heuchelheim Rieder-Florstadt 0:3.

In Heuchelheim lieferten sich die Kreisklaffen­gegner trotz des niedergehenden Regens ein schönes Spiel. Heuchelheims Sturm ließ aber die sicher­sten Gelegenheiten aus. Florstadt kam dann zum Führungstor. Bei diesem Resultate blieb es bis Halbzeit. Nach Seitenwechsel griff Heuchelheim mehr an, konnte jedoch zu keinem Erfolge kommen. Ein billiges zweites Tor (Eigentor) fiel für Florstadt, dem aber bald auch das dritte Tor folgte. Es blieb bis zum Schluß bei diesem Resullat. Vorher: Heuchelheim II Vetzberg I 5:0. Heuchelheim Ju­gend Launsbach Jugend 6:0.

Dorheim Rieder-Wöllstadt 3:1.

In Dorheim lieferten sich die beiden Kreisklaffen­gegner bei trostlosen Platzverhältnissen ein scharfes Spiel, das Dorheim als Sieger sah.

Londorf I Wieseck II 4:4.

Bei Halbzeit führten die Gäste mit 2:3 Toren. Nach Seitenwechsel wurde das Spiel härter und es gelang den Gästen, ihr viertes Tor zu erzielen. Londorf stellte aber zum Schluß den Ausgleich her. Staufenberg Jugend Wieseck Jugend 0:6.

Launsbach I Gleiberg I 1:2.

In Launsbach lieferten sich beide Mannschaften ein völlig gleichwertiges Spiel. Durch Selbsttor von Launsbach übernahmen die Gäste die Führung. Halbzeit 0:1. Nach dem Wechsel kam Gleiberg zum zweiten Erfolg. Erst kurz vor Schluß holten die Launsbacher ein Tor auf.

vlasbach I Waldgirmes I 1:1.

In Naunheim sah man ein flottes Spiel, das sehr unter den Bodenverhältnissen litt. Das Resultat entsprach dem Spielverlauf.

Leun I Raunheim II 2:4.

Naunheim war in Leun zu Gast und konnte trotz dem harten Spiel der Platzbesitzer Sieg und Punkte mit nach Hause nehmen.

Kinzenbach I wehlar I 7:2.

Wetzlar enttäuschte in Rinzenberg sehr. Die Platz­besitzer nahmen das Spiel ernst und legten von An­fang ein Tempo vor, dem die Gäste zum Opfer fielen.

Grünberg I Lindenstrukh I 3:0.

Bis Halbzeit gelang es keiner Partei, Erfolge zu erzielen. Nach dem Seitenwechsel war Grünberg besser und siegte verdient.

Obecheffen.

Giraf:enbahnbau

durch Wieseck beschlossen.

Eine weitsichtigeEntscheidung des Wicsecker

Gemeinderats.

£ Wieseck, 2. Roo. Der Gemeinderat be­kräftigte sich gestern abend in einer nichtöffentlichen Sitzung mit dem Bau der Straßenbahn Gießen Wieseck. Rach längerer Beratung wurde diesem Bau auf Grund der' Borschläge der Stadt Gießen z u g e st i m m t. Die Straßenbahn soll durch die Grabenstraße. Kornblumenstraße zum Lindenplah geführt werden, hiermit ist einem jahrzehntelangen Wunsche der meisten Einwohner der beiden Gemeinden entsprochen. Wir werden auf diese begrüßenswerte Entscheidung zum Besten der Bürgerschaft beider Orte noch zurück- kommen.

Grünberger Gallusmarkt vom 6.10. November.

£ Grünberg, 2. Nov. Der Gallusmarkt findet nunmehr, wie vorgesehen, vom Sonntag, 6. November, bis einschließlich Donnerstag, 10. No­vember, statt. Die spinale Kinderlähmung, die seinerzeit eine Verschiebung des Marktes not­wendig machte, ist nicht mehr aufgetreten, so daß kein Hindernis mehr besteht, den Markt nun­mehr in feiner bekannten Form durchzuführen.

Allerheiligenmarkt in Hungen.

f. Hungen, 1. Nov. Der alljährlich in Hun­gen stattfindende und von der Umgebung gern be­suchte 2lllerheiligenmarkt (Schweine-, Schaf- und Krämermarkt) hatte in diesem Jahre durch die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse und be­sonders durch den Umstand, daß er mit demKal­ten Markt" in Ortenberg zusammenfiel, etwas ZU leiden. Der Auftrieb auf dem Schweine­markt betrug 380 Stück. Ferkel bis 6 Wochen alt kosteten 78 Mk., 7 Wochen alt 910, acht Wochen alt 1113, 9-12 Wochen alt 1520 Mk. Für Läufer wurden bis zu 28 Mk. verlangt. Der Handel war schleppend und es verblieb Ueber» stand. Der Schafmarkt war mit 64 Stuck be­schickt. Es kosteten: Hammellämmer 1214 Mk., Mutterlämmer 1316, alte Hämmel 1823, alte Mutterschafe 1622 Mk. je nach Ware. Der Handel vollzog sich erst etwas langsam, es wurde zum Schluß aber doch fast ausverkauft. Infolge Der trockenen Witterung erfreute sich der Krä - mermarkt eines sehr guten Besuches.

Landkreis Gietzen.

z 21 ö & g en , 31. Oft Im Leseverein hielt Dr. Wichel (Gießen), einen Vortrag über Wet­terkunde. Er sprach zunächst über die Bedeutung der Wettervorhersage für den einzelnen Menschen und für die Volkswirtschaft. Dann verbreitete er sich über die Vorgänge in der Troposphäre, die die Wetterlage gestalten. In einem zweiten Vor­trag am nächsten Samstag wird der Redner vor allem die technische Seite her Wettervorhersage behandeln. Im Anschluß an den Vortrag legte Cisenbahnbetriebsassistent Rocker die Rech­nung des Vereins vor: der Schriftführer, Adolf Klos, verlas den Jahresbericht. Danach wurden im letzten Winter vier Vorträge gehalten und den ganzen Winter über wöchentlich einmal Bücher ausgegeben. Die Vorträge waren immer gut be­sucht, die Bücherei wurde eifrig benutzt. 31 neue Dände konnten im laufenden Jahr eingestellt wer­den, obwohl auch ein neuer Schrank notwendig geworden war. Lehrer L e i se n h e i m e r dankte allen, die die Arbeit des Vereins fördern, und gab die Pläne für diesen Winter bekannt. Rach- dem Pfarrer Bönning zum Ausdruck gebracht hatte, daß die Tätigkeit des Vereins allseitige Anerkennung finde, schloß der Vorsitzende die Ver­sammlung. Am Sonntagabend versammelten sich viele Gemeindeglieder zu einer Abend­andacht in der Kirche. Pfarrer Bönning zeigte eine ganze Reihe prachtvoller, farbiger Lichtbilder aus der Reformationsgeschichte und sprach verbindende und erläuternde Worte dazu.

z. Großen-Linden, 1. Rov. Im Saale der Wirtschaft »Zum Rebstock" wurde durch die Licht­bildstelle des Kreisschulamtes Gießen der erste Teil des FilmsR i b e I u n g e n" (Siegfried) unter Leitung des Lehrers Reinheimer, Gro- Hen-Linden, vorgeführt. Für die Teilnehmer am Freiwilligen Arbeitsdienst war der Eintrtit frei. Die Dildfolge wurde mit großem Interesse auf­genommen.

Kreis Büdingen.

* Nidda 1. Nov. Die andauernden Regenfälle der letzten Wochen haben der Nidda und ihren Nebenflüssen sowie aus dem Vogelsberg so erheb­liche Wassermengen zugeführt, daß das Niddatal oberhalb und unterhalb unserer Stadt weithin überschwemmt ist. Eine so große Fläche Acker­land und Wiesengelände ist von den Fluten über­spült daß in weitem Umkreise unserer Stadt das Wasser einen richtigen See darstellt. Dabei ist noch weiterer Wasserzufluß aus dem Gebirgsbächen des Vogelsbergs zu erwarten. Welchen Schaden die Ueberfchwemmung angerichtet hat, kann erst nach dem Abläufen des Wassers beurteilt werden.

gesehen, deren Genehmigung beantragt ist. Es handelt sich um die Derschleifung eines Hohlwe­ges im Rahmen der Feldbereinigung. Ursprüng­lich war diese Arbeit für die landwirtschaftliche Selbsthilfe vorgesehen, aber die Rotlage erfor- dert es, daß die Arbeit auf diesem Wege ausge­führt wird. Verursacht durch die Regenfälle der letzten Tage führen Seenbach und 0hm Hoch­wasser, so daß die Arbeit beim Freiwilligen Arbeitsdienst eingestellt werden mußte. Große Teile des Seentales sind überschwemmt.

Wirtschaft.

Oer Okiober-Mimo der Reichsbank.

Berlin. 2. Rov. (WTB. Funkspruch.) Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 31. Oktober hat sich die gesamte Kapitalan­lage der Bank in Wechseln, Schecks und Effek­ten um 369,7 Millionen auf 3456,6 erhöht. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 240,2 Millionen auf 2857,1 Mil­lionen Reichsmark, die Bestände an Reichsschatz- wechseln umfc16,7 Millionen auf 39,5 Millionen Reichsmark und die Lombardbestände um 112,8 Millionen auf 197,8 Millionen Reichsmark zu- genommen.

An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zu­sammen sind 221,3 Millionen in den Verkehr ab» geflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichs­banknoten um 206,1 Millionen auf 3620 Millio­nen Reichsmark, derjenige an Rentenbankscheinen um 15,2 Millionen auf 407,4 Millionen Reichs­mark erhöht. Dementsprechend haben sich die Be­stände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 19,6 Millionen Reichsmark ermäßigt. Die frem­den Gelder zeigen mit 389,5 Millionen Reichsmark eine Zunahme von 12,6 Millionen Reichsmark.

Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen De v isen haben sich um 6,3 Millio­nen auf 940,3 Millionen Reichsmark erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 20,5 Millio­nen auf 817,3 Millionen Reichsmark zugenommen und die Bestände an deckungsmähigen Devisen um 14,2 Millionen auf 123,0 Millionen Reichs­mark abgenommen.

Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am Ultimo 26,0 Prozent gegen 27,4 Prozent am 23. Oktober.

Er leich terungen des Postpaket­verkehrs mit Itali en. Die Einfuhr von Postpaketen aus den Ländern, mit denen Italien Devisenabtommen abgeschlossen hat, und zwar mit Deutschland, Oesterreich, Ungarn und Jugo­slawien, hat in Italien eine Reuregelung er­fahren. Rach den bisherigen Bestimmungen des Rationalen Instituts für den Verkehr mit dem Auslande sind bekanntlich Bezahlungen für Post­pakete nur auf Grund von Bescheinigungen durch die Zollbehörde gestattet. Postpakete werden nun­mehr von dieser Bestimmung befreit, dafür müssen sie aber die Rechnung, die der Bank vorgelegt wird, mit einer besonderen Einfuhrbescheinigung begleiten.

Berlin etwa behauptet.

Berlin, 2.Rov. (WTB. Funkspruch.) Ent­gegen den Desürchtungen des Vormittag; lagen die offiziellen Börsenkurse heute im allgemeinen nicht wesentlich schwächer. Das Geschäft beschränkt sich allerdings nach wie vor auf ein Minimum. Das Scheitern der Kontingentsver­handlungen mit Dänemark, die Zuspitzung der Spannung zwischen Bayern und dem Reich, das schwächere Reuyork und die abgeblasene Diskont­senkung muhten etwas verstimmen, um so mehr, als der ziemlich günstige Ultimoausweis der Reichsbank mit seiner verhältnismäßig geringen Gesamtanspannung um etwa 370 Millionen Mark eine Ermäßigung des Reichsbanksahes nach Mei­nung der Börse durchaus zulassen würde. Auch die Besserung des Pfundkurses vermochte keine Geschäftsbelebung herbeizuführen. Uebertoiegenö waren kleine Abschwächungen festzustellen, die nur ganz selten über 1 Prozent hinausgingen und bis zu 3,25 Prozent betrugen. Hier und da waren auch Steigerungen bis zu 1 Prozent ein­getreten. Im Verlaufe trat bann eine gering­fügige Umsatz st eigerung ein, und eine größere Anzahl von Werten zog bis zu 0,75 Prozent an. Montanaktien waren etwas leb­hafter gefragt.

Die Rentenmärkte lagen heute etwas ruhiger. Altbesih war gegenüber dem nied­rigeren Schluhkurs von gestern 0,75 Prozent er­holt. Reubesitz blieb behauptet, Schuhgebietsan­leihe zog etwas an. Reichsschuldbuchforderungen waren bei ziemlich lebhaftem Geschäft nur knapp gehalten, Reichsbahnvorzugsaktien 0,25 Prozent schwächer. Industrieobligationen und Pfandbriefe schienen teilweise etwas angeboten zu fein. Steuer» gutscheine waren bei behaupteten Kursen sehr ruh.g veranlagt. Auslandrenten tendierten bei kleinen Veränderungen unregelmäßig. Gegen 13 Uhr bröckelten die Aktienkurse unter dem Eindruck

Kreis Alsfeld.

ll. Merlau, 1. Rov. Für unsere Gemeinde ist eine g rohere Aotstandsarbeit vor­

der wieder sehr stark in Erscheinung tretenden Ge­schäftsstille etwas ab.

Am Geldmarkt machte die Erleichte­rung weiter erhebliche Fortschritte. Diese Erleichterung kann um so schnellere Fort­schritte machen, als die Beanspruchung zum Ul­timo geringer war, wie aus dem Ultimoausweis der Reichsbank ersichtlich ist. Abgesehen von der niedrigeren Lombardbeanspruchung haben die Giroguthaben eine Zunahme um über 12 Millio­nen Mk. gezeigt. Tagesgeld war an der unteren Grenze schon mit 4,75 Proz. bzw. 4,64 Prozent er­hältlich. Rach Privatdiskonten. Reichswechseln und Reichsschatzanweisungen besteht weiter Rach- frage.

Frankfurt still und uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 2.Rov. (WTB. Draht­meldung.) Die heutige Börse zeigte keinen Ein­fluß der gestrigen Abschwächung in Reuyork, da Berliner Käufer einen großen Teil des heraus- kommenden Materials aufnahmen und die Kurs­entwicklung so eine Stühe erhielt. Ein gewisses Delebungsmoment enthielt auch die ein­getretene Befestigung des englischen Pfundes. Die Geschäststätigleit war trotz alle­dem verhältnismäßig klein, sofern Abschwächun­gen austauchten, waren sie zum größten Teil auf Zusallsverkäufe zurückzuführen.

Das Kursbild war im großen und ganzen ein­heitlich, am Chemiemarkt standen den behaupteten Kursen von Metallgesellschast und Goldschmidt Abschwächungen von IG., 5>t Erdöl und Rütgers- werke gegenüber, die bis zu 0,75 Proz. gingen. Don Elektrowerten lagen AEG. und Licht <L Kraft bis zu 0,25 Proz. höher, Schuckert büßten Da­gegen 1,25 Proz. ein. Etwas nichtiger lagen von Montanwerten Buderus, Mannesmann, hingegen gewannen Phönix und Stahlverein je 1,5 Proz., Rheinstahl 1,75 Prozent. Von sonstigen Werten lagen Reichsbankanteile 0,5 und Zellstoff Waldhof 1,25 Proz. niedriger.

Am Rentenmarkt war größeres Interesse festzustellen, wenigstens was Ältbesitzanleihe und Reichsschuldbuchforderungen betrifft. Beide Pa­piere waren gut gehalten, etwa 0,5 Proz. höher genannt wurden Schutzgebiete. Von Auslandren­ten lagen 4proz. Rumänen gehalten, Stohlverein- bonds tendierten unverändert. Reichsbahnvor­zugsaktien lagen 0,25 Prozent nichtiger. Für Steuer gutscheine beftanb heute kein besonderes In­teresse. Die Kurse blieben unveränhert. Der Pfandbriefmarkt wies bei ruhigem Geschäft eben­falls feine bemerkenswerte Veränderung auf. Rheinische Hypothekenbank-Goldpfandbtiefe waren eher gesucht.

Im Verlaufe gewannen Mannesmann 1 und IG. 0,25 Prozent zurück. Am Rentenmarkt zogen Altbesih 0,75 Proz. an. Tagesgeld war zu 4,25 Proz. schon wieder etwas leichter.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 2. Rov. (WTB. Draht­meldung.) Der Produktenmarkt war in Erwar­tung neuer Regierungsmaßnahmen wieder f e - st e r. Das Angebot ist wegen dieser Hoffnungen gering, Weizen liegt etwa 2 Mark, Doggen etwa 1 Mark höher. Das Mehlgeschäft war etwas be­lebter geworden, jedoch setzt durch Die Freigabe Der Preise Der Mühlenkonvention ein stärkerer Konkurrenzkampf ein. Die gebesserte Preislage Des Marktes wirb von den Mühlen beträchtlich unterschritten. Hafer unh Gerste sinh von Der Befestigung des Drotgetreidemarktes unbeein­flußt. Für den übrigen Futtermittelmarkt sind Die Forderungen etwas erhöht. Es wurden no­tiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 211 bis 212,50; Roggen 165; Sommergerste für Brauzwecke 185 bis 187,50; Hafer, inländischer, 140 bis 145; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 29.50 bis 30,50; Weizen­mehl, niederrheinisches, 29,75 bis 30,25; Rog­genmehl, 60proz. Ausmahlung, 23,75 bis 25; Wcizenkleie 7,50 bis 7,60; Roggenkleie 7,60 bis 7,75. Tendenz: fsst.

Wettervoraussage.

In der letzten Nacht gingen die Temperaturen besonders im östlichen Deutschland vielfach unter den Gefrierpunkt zurück. Obwohl durch den Kaltluftherd der Luftdruck weiter angestiegen ist, kommt eine wesentliche Wetterbesserung nicht zustande. Das neue ozeanische Tief hat sich weiter verstärkt und dringt immer mehr östlich vor. An feiner Vorder­seite führt es verhältnismäßig sehr warme Luft mit sich, die bereits die britischen Inseln und auch Frankreich überflutet. Die Warmluft wird auf das Festland oorgetragen und läßt die Temperaturen allgemein ansteigen. Dabei kommt es zu stärkerer Wolkenbildung, sowie zu erneuten Niederschlägen.

Aussichten für Donnerstag: Milde­rung, vielfach neblig, bewölkt und einzelne Rieder'chläge.

Lufttemperaturen. Am. 1. Rovember mittags 7,8 Grad Celsius, abends 2,7 Grad. Am 2. Rovember morgens 3,5 Grad. Maximum 8.0 Grad, Minimum 1,5 Grad. Riederschläge 0,3 Millimeter. Eonnenscheindauer l3/4 Stunden.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

D. 101. Die fragliche Notverordnung trifffiauf ihren Fall nicht zu. Eine Aenderung des Zins- fußes wäre nur bei gegenseitiger Ue*bereinftim» mung möglich.

In Der Olympia-Schau in London sind viele Wagen mit Eontinental-Reisen ausgestellt. Ein Beweis, daß Diese Reifen überall Freunde haben. 7740 v

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