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aus bet Wohnung bes Kreisdirektors im Kreis­haus von Angehörigen seiner Familie durch ostentatives Grützen aus den Fenstern den gegen die Maßnahmen der Polizei demonstrierenden Passanten die Sympathie bekundet. Es sei ein ganz unerträglicher Zustand, wenn Demonstra­tionsbestrebungen gegen die Matznahmen der Regierung und ihrer Organe aus dem Regie­rungsgebäude heraus eine Erwiderung erführen, die als Aufmunterung und Sympathiekundgebung gedeutet werden müßte. Bei aller Anerkennung der sonstigen Tätigkeit Les Kreisdirektors könne unmöglich geduldet werden, daß die Aufgaben, die doch letzten Endes seine eigenen seien, auf diese Weise von seinen Familienangehörigen da­durch beeinträchtigt werden. Es sei deshalb seine Verwendung an einem anderen Platz, die nicht als Strafversetzung zu gelten habe, mit Recht tiorgcncnjmen worden. Jeder Beamte müsse sich eine Versetzung im Interesse des D i e n st e s selbstverständlich gefallen lassen. Der Staatspräsident sprach die Meinung aus, daß die Bevölkerung des Kreises Alsfeld das Vor­

gehen der Regierung in diesem Falle sicher ver­stehen und billigen werde, wenn es ihr objektiv und klar vorgetragen würde.

Die Deputation hielt nach wie vor die Maßnahme der Regierung für viel zu hart, ver­sprach aber auch, die Gründe der Regierung in ihren Kreisen bekannt zu geben.

2m Laufe der Unterredung verwies der Staats­präsident noch ganz allgemein auf die Haltung mancher Beamten, die die politische Freiheit, die ihnen die Republik und die Demokratie gewähr­leisten, leider mißbrauchten und teilweise gegen den Staat und seine Einrichtungen Stellung neh­men, die sich mit den Interessen des Staatswesens nicht vereinbaren lassen. Die Regierung werde rücksichtslos gegen derartige Überschreitungen und Ausartungen vorgehen und sei gewiß, damit die Interessen der Beamtenschaft und des Staa­tes am besten zu wahren. Der Beamte habe un­bedingt und an allen Stellen die Rücksicht zu üben, die er seinem Amt und der Allgemeinheit schulde. Diese Auffassung fand auch die Billi­gung der Herren der Deputation.

Wirtschaft.

* Großkraftwerk Franken AG., Nürnberg. Der Aufsichtsrat der Großkraft­werk Franken AG., Nürnberg, hat beschlossen, der am 30. Mai stattfindenden Ge.neralversamm" lung für 1931 eine Dividende von 6 (9) v. H. auf die Stammaktien und 5 (6) v. H. auf di^ V- Aktien vorzuschlagen.

Main-Kraftwerke A G-, Frank­furt a. M. -Höchst. Die Main-Kraftwerke AG., Frankfurt a. M.-Höchst, erzielte im Ge­schäftsjahr 1931 einschl. 11 862 Mk. Vortrag einen Reingewinn von 908 321 (1 405 528) Mk., aus dem 4 (6) Prozent Dividende ausgeschüttet und 12 321 Mk. auf neue Rechnung vorgetragen wer­den sollen. Einem Bruttogewinn von 4,59 (5,03) Millionen Mark stehen 0,76 (0,77) Millionen Mark Handlungsunkosten, 0,86 (0,89) Millionen Mark Steuern und 0,04 (0,07) Millionen Mark Abschreibungen gegenüber.

* Preisabschlag f ü r Thomas» schlackenmehl. Auf den seit Ende vorigen Iahres gültigen Preis für deutsches Thomas­mehl von 22,5 Pf. je kg'0 citri. Phosphorsäure wird beim Bezug im Monat Mai eine Lager­vergütung von 45 Mk. je 15 Tonnen gewährt.

* Betriebsgesellschaft zur Weiter­führung der Iunkers-Werke. Zum Zwecke der Weiterführung der Iunkers-Werke ist in Berlin unter Beteiligung der Stadt Dessau eine Tetriebsgesellschaft in Form einer GmbH, gegründet worden, deren Anteilhaber Gläubiger der Werke sind. Man hofft, durch die Gesellschaft den 2903 Angestellten und Arbeitern Gehalt und Lohn zahlen und Rohstoffe beschaffen zu können. Voraussetzung dafür ist aber, daß auch das Reich seine Unterstützung leiht. Die handelsgerichtliche Eintragung der Gesellschaft ist beantragt, aber noch nicht erfolgt.

Berlin schwankend.

Berlin, 2. Mai. (WTB. Funkspruch.) In den heutigen Vormittagsstunden diskutierte man lebhaft den Ausgang der gestrigen französischen Kammerwahlen, die Arbeitsbeschaffungspläne der Reichsregierung und eine bisher unbestätigte Meldung, daß Polen am Samstag die Absicht gehabt hätte, einen Handstreich auf Danzig durch­zuführen und erst im letzten Augenblick auf Inter­vention Frankreichs diesen Plan fallen gelassen hätte. Auf die Tendenz übten diese Momente aber keinen Einfluß aus, denn die erste Börse der neuen Woche eröffnete in sehr freundlicher Haltung mit Kursbesserungen, die bei den führenden Werten bis zu 1,5 Prozent betrugen. Einmal waren vom Publikum kleine Kaufaufträge eingetroffen, zum anderen bekundete aber auch die Börse selbst eher Deckungsneigung, da der Verlauf der Neuyorker Samstagbörse und das Dementi der AEG., insbesondere die Er­klärung, daß keine Kapitalzusammenlegung ge­plant sei, anregten. Hinzu kam der ruhige Ver­lauf der gestrigen Maifeiern in Berlin und im Reiche, vor allem schien aber die von der Re­gierung geplante Krisenanleihe am Pfand­briefmarkt nicht den befürchteten Einfluß zu ha­ben, denn man hörte zunächst wenigstens unver­änderte Kurse. Durch ein Zufallsangebot waren Westeregeln auf 93 nach 97 gedrückt, auch Dem- berg lagen etwas über 1 Prozent schwächer, und von Braunkohlenwerten büßten Rheinische Braun­kohlen 1 Prozent ein. Dagegen konnten Schlesisch- Bergbau, bei denen morgen die Bilanzsihung stattfindet, 2,75 Prozent, anscheinend auf Divi­dendenhoffnungen, gewinnen.

Am Anleihemarkt war die Tendenz we­nig verändert. Die Kurse lagen bei kleinstem Ge­schäft gehalten. Deutsche Anleihen tendierten et­

was freundlicher, auch Reichsschuldbuchforderun- gen waren leicht gebelfert, Reichsbahnvorzugs­aktien dagegen nur behaupetet. H)on Industrie­obligationen bestand für Vereinigte Stahl In­teresse. Von Ausländern neigten Rumänen zur Schwäche.

Im Verlaufe wurde die Tcndciiz allgemein schwächer und die Kurse bröckelten bei ge­ringen Umsätzen bis zu 1,5 Prozent ab, Siemens z. B. büßten ihren Anfangsgewinn bald wieder ein. Mit Ausnahme der eingangs erwähnten Mo­mente waren Gründe für diesen Stimmungs­umschwung nicht zu hören.

Am Geldmarkt machte sich nach dem Ultimo bereits schon wieder eine Erleichterung bemerk­bar, die aber in den Goldsähen noch nicht zum Ausdruck kam. Tagesgeld blieb unverändert 5,75 Prozent und darüber.

Frankfurt unsicher.

Frankfurt a. HL. 2. Mai. (WTB. Draht- Meldung.) Die erste Börse der neuen Woche stand im Zeichen erhöhter Unsicherheit. Nachdem die Vorbörse auf kleine Käufe der Kulisse etwas freundlicher gewesen war, wobei die Verwaltungserklärung der AEG, daß sie keine Kapitalzusammenlegung beabsichtige, etwas beruhigte, lag der offizielle Börsenbeginn etwas unsicher. Von der Kundschaft lagen keine Orders vor, so daß das Geschäft im allgemeinen ziemlich klein war. Das bisherige Wahl­ergebnis aus Frankreich blieb fast ohne Einfluß. Man will den zweiten Wahlgong abwarten, doch glaubt man schon jetzt, daß keine wesentliche Qlenderung in der französischen Politik Deutsch­land gegenüber eintreten wird. Dagegen fand die vomDaily Herald" veröffentlichte Meldung von einem beabsichtigten Einbruch Po­lens in das Danziger Gebiet starke Be­achtung und rief Verstimmung hervor, weil man dadurch internationale Verwicklungen befürchtet. Die Spekulation schritt daraufhin zu Abgaben, so daß die Tendenz später eine merkliche Verstimmung erfuhr. Die ersten Kurse lagen zwar nicht einheitlich, jedoch schon überwiegend schwächer. Nur AEG. und IG.»Farben und am Montanmarkt Stahlverein lagen bis zu 1,25 Prozent freundlicher. Dagegen verloren Sie­mens 2.5 Prozent, Reichsbank 1,25 Prozent, Aku 1 Prozent und Zement Heidelberg 1,5 Prozent. Behauptet waren Reichsbahn, Scheideanstalt und Harpener Bergbau. Deutsche Anleihen blieben gut behauptet.

Am Anlagemarkt war die Haltung weiter schwächer, wobei die von der Regierung beab­sichtigte Prämienanleihe weiterhin verstimmte und auch der Ausweis der Preußischen Zentralboden. treditanftalt mit seinem 11 prozentigen Zinsrück­stand nicht ohne Einfluß blieb. Gold- und Liqui­dationspfandbriefe gaben meist 0,5 bis 1 Pro­zent nach. Industrieobligationen und Reichs­schuldbuchforderungen blieben gut gehalten. Von Auslandsenten verloren Rumänen 0,25 bis 0,5 Prozent.

Am Geldmarkt war die Lage ausgeglichen. Der Ultimo ist gut überwunden, Tagegeld wurde auf 5,25 Prozent ermäßigt.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 2.Mai. Auftrieb: Rin­der 1374 Stück, darunter 345 Ochsen, 153 Dullen, 459 Kühe, 366 Färsen; Kälber 746; Schafe 35; Schweine 4893 Stück. Rinder. Ochsen: vollflei- schige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jün­gere 31 bis 34, ältere 27 bis 30, sonstige vollflei­schige jüngere 23 bis 26; Dullen: jüngere, voll-

Derbandslag der hessischen Jrauenvereine.

WSN. Bad-Nauheim, 1. Mai. Am Sams­tag und Sonntag tagte im hiesigen Kurhaus bei starker Beteiligung aus den drei hessischen Pro­vinzen auch Frankfurt a. M. und Wetzlar waren vertreten der dem Bund deutscher Frauenvereine angeschlossene Verband hes­sischer Frauenvereine. Dieser im Iahre 1912 in Mainz gegründeten Spihenorganisation gehören 38 Frauenvereine aus gairz Hessen an. Zweck der Organisation ist die Förderung des weiblichen Geschlechts in körperlicher, geistiger, rechtlicher, wirtschaftlicher und sozialer Beziehung, ohne die Sonderarbeit der einzelnen Vereine in irgendeiner Weise zu berühren. Verbandsvor- sihende ist zur Zeit Frau Paula S e i b in Gießen.

Das erste Referat in der Hauptversammlung am Samstag hielt die Privatdozentin der Wirt­schaftswissenschaft an der Landesuniversität Gie­ßen Frau Dr. von Reichenau über das Thema:

Die Bedeutung und Aufgabe der Frau im Wirtschaftsleben.

Die Vortragende legte zunächst die enge Ver­flechtung der Frau mit der Volkswirtschaft als Konsumentin und Produzentin dar. Sie erklärte dabei u. a., leider sei die Konsumentin, ohne die auf die Dauer nichts hergestellt werden könne, wenn sie es nicht dem Markte entnehme, noch völlig passiv und sich ihrer Verantwortung nicht genügend bewußt. Bei der Frau als Produ­zentin in der Volkswirtschaft ging die Rednerin auf die wichtige Frage ein, ob angesichts des in der heutigen Zeit zu engen Nahrungsspiel­raums die Arbeit der Frau, die eine Verkür­zung der Arbeitsgelegenheit des Mannes be­deute, noch verantwortet werden könne. Die Red­nerin glaubt diese Frage bejahen zu können, da gerade in der Gegenwart, in der die Lebens­gestaltung die Menschen nicht mehr befriedige, die Frau noch Trägerin unrealisierter Werte, also zur neuen Lebensgestaltung noch fähig sei, so daß ihre Mitarbeit auch in unserer Zeit knapper Arbeitsgelegenheit gefordert werden müsse. Die gegensätzliche Eigennatur des Mannes und der Frau verpflichteten beide gleichzeitig zur Gestaltung der Wirtschaft, denn die Eigennatur der Frau bedeute nicht, daß die Frau nur die Familie als Arbeitsgebiet haben dürfe, da die einzelnen Lebensgebiete sich nicht voneinander trennen ließen. Wolle die Frau z. B. in der Fa­milie wirken, müsse dies auch in der Volkswirt­schaft geschehen.

Es folgte bann ein Referat der früheren hessi­schen ßanbtagsabgeorbneten Frl. Maria Birn­baum (Gießen) über

Die Bedeutung und Aufgabe der Stau in Familie und Staat.

Die Rednerin stellte ihre Ausführungen unter das Motto:Für den Augenblick siegen die Interessen, für die Dauer die Ideen". Zn diesem Zeichen müsse der Kampf der Frau in Familie und Staat geför­dert werden, ein Kampf, der einerseits im Aeußeren der Gewalt gelte und für Deutschlands Freiheit get kämpft werde, und der anderseits im Innern gegen den Materialismus und Kulturbolschewismus geführt werden müsse. Im Kampf um die äußere Freiheit sei die Idee der inneren Verbundenheit aller Deut­schen von entscheidender Bedeutung, während im Inneren die Frau in der jetzigen Zeit der Gegen­sätze, Not und Bedrängnis das ausgleichende (Ele­ment zu sein und zu versuchen habe, nach allen Seiten hin die Liebe der"-Mütterlichkeit ausströmen zu lassen. Die Frau stelle sich, positiv zum Staate als dem Schutz und Schirm der Familie ein. Sie stelle aber auch die Forderung nach Umgestaltung des Staates, um neben dem noch" vorherrschenden männlichen Element einen Staat zu schaffen, der gleichberechtigt das Gepräge beider Geschlechter trage. Deshalb dürfe sich die Frau nicht ins Haus verschließen, sondern müsse hinaus, um ihre geisti­gen, seelischen und sittlichen Kräfte einzusetzen für eine ruhige Entwicklung des Staates, der ein Hort der Ruhe und des Friedens sein müsse. In diesem Zusammenhang bedauerte die Rednerin die wach­sende Zurückdrängung des weiblichen Elements bei d.er gesetzgeberischen Gestaltung des Staates. Ge­meinsames Zusammenwirken van Mann und Frau, so lautete ihre Forderung, müsse Platz greifen, um aus der gegenwärtigen Krise herauszukammen, die ohne die Mithilfe der Frau nicht zu beheben sei.

Der Tagung wohnte u. a. auch die hessische Lonb- tagsabgeorbnete Frau Ha11emer bei, bie ben Teilnehmerinnen als Borsitzenbe bes Lanbesrats ber katholischen Frauenverbänbe Hessens Grüße über­mittelte. In einer längeren Aussprache, bei ber u. a. Frau Dr. Rosa Kempf (Frankfurt a. TL) be­achtenswerte Ausführungen machte, würben bie Einbrücke ber beiden Referate noch vertieft.

Der Sonntag brachte u. a. eine Vorstanbsfitzung mit internen Beratungen, sowie eine Besichtigung der sehenswerten örtlichen Badeanlagen und wissen­schaftlichen Institute. *

fleischige, höchsten Schlachtwerts 27 bis 31, son­stige vollfleischige oder ausgemästete 22 bis 26; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht­werts 26 bis 28, sonstige vollfleischige oder aus­gemästete 23 bis 25, fleischige 15 bis 22; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausgemä­stete, höchsten Schlachtwerts 31 bis 34, vollfleischige 27 bis 30, fleischige 23 bis 26. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 42 bis 45, mittlere Mast- und Saugkälber 37 bis 41, geringe Kälber 30 bis 36. Schweine. Vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 35 bis 39, von etwa 200 bis 240 Pfund 36 bis 39, von etwa 160 bis 200 Pfund 34 bis 38, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 31 bis 36 Mark pro ICO Pfund Lebend­gewicht. Marktverlauf: Rinder ruhig, nahezu aus­verkauft; Kälber, rege; Schafe langsam, geräumt; Schweine mittelmäßig, ausverkauft.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 2. Mai. Die Frankfurter Getreidebörse blieb zu Beginn der neuen Woche für Weizen weiter fest. Obschon man das Einfuhr- kontingent im Rahmen der Neuregelung des Der- mahlungszwanges für Weizen ungefähr in der Höhe geschäht hatte, wie es jetzt inkraftgeseht wird, wirkte die vollendete Tatsache der nur sehr knappen Einfuhrmöglichkeit befestigend. Weizen gewann 2,50 bis 5 Mark. Roggen und Futter­getreide, sowie Braugerste blieben unverändert. Am Mehlmarkt war kein nennenswertes Geschäft zu verzeichnen, doch wurden die Preise für Son­de rmahlung von den Konventionsmühlen etwas erhöht, Roggenmehl lag dagegen weiter etwas niedriger. Am Kraftfuttermitlelmarkt blieben die. Preise für prompte Ware unverändert.

Cs wurden notiert: Weizen 280; Roggen 225; Sommergerste (für Brauzwecke) 190 bis 200; Hafer (inländischer) 165 bis 172,50 Mark pro 1000 Kilo. Weizenmehl, südd., Spez. 0 mit Austausch- weizen 39,75 bis 40,50, Sondermahlung 39,25 bis 40,25; Weizenmehl, Niederrhein., mit Austausch- weizen 39,50 bis 40,25, Sondermahlung 39,25 bis 40; Roggenmehl (70proz.) 28,25 bis 30; Weizen- und Roggenkleie 11; Erbsen, je nach Qualität, für Speisezwecke 26 bis 35; Linsen, je nach Qualität, für Speisezwecke 24 bis 52; Heu, Weizen- und

Roggenstroh (drahtgepreßt und gebündelt) je 5, Treber (getrocknet) 12 bis 12,50, Industriekartof­feln, hiesiger Gegend, 3 Mark bei Waggonbezug per 50 Kilo. Tendenz stetig und ruhig.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 30. April. Da das An­gebot im Verhältnis zur jetzigen Jahreszeit ziem­lich klein ist, zumal auch vom Auslande wegen der schwierigen Devisenbeschaffung nur wenig Ware hereinkommt, konnten die vorhandenen Be­stände glatt ausverkauft werden. Die Preise blieben im großen und ganzen ziemlich unver- änert. Es notierten in Pfennig per Stück ab loco Frankfurt: Bulgaren 5,5 bis 5,75, Jugo­slawen 5,25 bis 5,5, Rumänen 5,25 bis 5,5, Holländer 5,25 bis 7.5, Flandern 6 bis 6,5, deutsche Landeier 5,75 bis 6,5, deutsche Frischeier 5,25 bis 7,5, Dänen 5 bis 7.

Kleine Strafkammer Gießen.

4 Gießen, 21. April. Ein Metzger hatte in Rockenberg bei einer Berufsfahrt mit seinem Last­kraftwagen ein# enge Kurve geschnitten und war dadurch mit einem entgegenkommenden Motorrad- fahrer zusammengestoßen, der verletzt würbe. Gegen bas Urteil bes Amtsgerichts, burch bas er zu breifeig Mark Geldstrafe verurteilt worden war, verfolgte ir Berufung, bie er auf bas Strafmaß beschränkte. Er erreichte, baß bie Strafe auf die Hälfte herabgesetzt wurde. Die Beweisaufnahme ergab, baß es sich um eine äußerst schwer zu passierenbe Kurve hanbelt, unb baß ber Angeklagte burch sein im übrigen be­sonnenes Verhalten, bas er namentlich burch rasches Anhalten bekunbete, größeres Unheil vermieben hatte. Der Verletzte hatte beshalb auch bavon ab« gesehen Strafantrag zu stellen. Da es sich um eine Berufsfahrt handelte, mußte von Amts wegen ein­geschritten werben.

Zurückgewiesen würbe die Berufung eines Ange- klagten, ber von seiner Frau unb seinen Kinbern getrennt lebt unb sich ber Verletzung feiner Unter­haltspflicht schulbig gemacht hat. Er war beshalb zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt morden. Die Strafe erschien auch heute angemessen.

Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.

Dle hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe ber zuletzt beschlossenen Divibenbe an. Reichsbankdiskont 5 v.H, Lombarbzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. 2)1. |

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Echluß- lurt

1-Uhr- Sturt

Schluß-! kurt |

Anfang- Kurt

Echluß-l 1-llhr- hirt Kurs

Schluß-1 Anfang« lurt Kurt

Datum

30.4.

2.5.

30.4.

2.5.

Datum

30.4

2.5.

30.4.

2.5.

6% Deutsche Reichsanleihe 6.192'.

7% Deutsche RelchSanleihe V.192S t>Vi% Doung.AnIethe von 1930 . Deutsche Ant.-Ablvl.-Schuld mit Au?los.-Rech«en.....

DeSgl. ohne Auslos.-Rechte . . .

8% Heil. Bolleslaat von 1929

srückzahlb. 102%)......

59

52,5

39,5

3,35

32

37,75

75

74.25

77,5

76,75

73,25

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Hamvurg-Amerila Palei . . . 6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa Dampsschiss . . . . 0 Norddeutscher Lloyd.....6

A.G. für Verkehrswesen Akt. . . Berliner Handelsgesellschast . 8 Commerz- und Privat-Bank. 7 Darmstadter und NationalLank 8 Deutsche Bank und

DiSconto-Gesellschast... 6

Dresdner Bank...... 6

Reichsbank........12

A.E.G............?

Bergmann.........9

Elekrr. Lleserungsgesellschast. 10 Licht und Kraft......10

fielten & Guilleaume. ... ßy2 Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 9

Rheinische Elektrizität .... 9 Schurken & Co...... . 11

Siemens & Halske ..... 14 Lahmeyer «Co.......12

Buderus..........4

Deutsche Erdöl.......5

Gelsenkirchener.......8

Harpener..........0

Hoesch Eisen. . .'......6

ylse Bergbau ....... 10 Klöcknerwerke ........ 6 Küln-Neuessen.......6%

ManneSmann-Röhren .... 6 Mansselder Bergbau.....0

-Iberschles. Kokswerke .... 8 Phönix Bergbau......4y,

Rheinische Braunkohlen... 10

Rheinstahl........ , e

14,14

13,9

32

82,5

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21,75

38,25

21,75

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36

54

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57,9

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35,75

27

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36

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34,75

27,75

23,25

36,75

34,5 18,75 150,5

Oberhessen Provtnz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten.......

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse 15 unkündbar bis 1935 ....

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar 613 1936 Serie 16 .

4%% Franks. Hyp.-Bank Llqu.- Psandbriese.........

i¥i% Rbd'ntiche Hyp.-Bank.Liqu

Goldpse...........

8%Pr. LandeSpsandbriesanstalt, Pfandbriefe R-19......

1% Pr. LandeSpsandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 10

4% Oesterretchtsche Goldrente . . 4,20% Oeslerreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente . . . . 4% Ungarische Staatsrente V. 1910 4/.% desgt. von 1913.....

5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie I..........

4% dcSgl. Serie II.......

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 <4i^Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .

l. Anatolier.......

tfranrun a. 2)1.

Berlin

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enmarki Berlin Frankfuri a. 211.

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30-April

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Datum

30.4.

2.5

30.4.

2.5.

Amtliche Notierung

Geld | Dries

Amtliche Notierung

Geld > Srlef

Rieveck Montan......7,2

vereinigte Stahlwerke .... 4

Ltavi Minen......16*/,

Kaliwerke Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

I. G. Farben-Inbuslrte... 12

Verein, chem. Industrie Frank­furt a. SDl...........

146

95

125

18

29.5

32

36,75

42,5

43

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37

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57

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15,75

96

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37

41 -

35,75

27,5

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15,9

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97

143,5

94,65

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37,5

59,5

35,5

37,75

30,25

27,75

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10

29

23

55

10,5

198

15

16,13 10,25

84,5 93

144

96,25

ü

38

59,5 35,75

36,65 30,25

27.5

84,75

28,75

23 56,75 11,25

200

85

Welsings or» . 3 rag . . *. Budapest . . Sofia . . . Holland . . Oslo. . . . stopenhage». Stockholm . ,'ondon. . . Buenos Aires lleuyork . . Srüsjel. . . Italien. . . Bartä . . . Schwel- . . Spanien . . Danzig. . . Zapan . . . iw de Fan.. Zugostowie». Mfabon . .

7,113 51,95

12,465

3,057 170,63

77,82 84,37

77,OZ 15,37 1,003 4,209 58,89 21,63

16,575 81,67 33,22 82,67 1,359 0,284 7,423 13,99

7,127 52,05

12,485

3,063

170,97

77,98

84,53

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12,465

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1,003 4,209

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0,284 7.423 13,99

7,127

52,05

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13,42

1,007

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81,84

33,33

82,58 1,361

0,286

7,437

14,01

Scheideanstalt.......10

Goldschmidt.........0

Rütgertwerke........5

Metallgelelllchast...... . 6

Philipp Holzmann......fe

Zementwerk Heidelberg. ... 7

Eementwerk Karlstadt.....7

Wayß & Freytag......0

Schultheis Patzenhoscr ... 15

Aku (Allgemeine Kunstseide) 0

Bemberg......... 0

Rellftoll Waldlws.....12

Zellstojs Aschaffenburg ... 6

Testauer GaS........9

Daimler Motoren......0

Deutsche Linoleum .....6

Crcn(tetn & Koppel.....0

Leonhard Tieh.......8

SvenSka.........16

Thade............

Frankfurter Maschinen . . . . 0

Grihner..........0

Mainkrastwerke Höchst a. M.. . 6

Süddeutscher Zucker .... 10

«Berlin, 30 April

Geld

Srkf

Amerikanische Note».......

Lelgische Noten.........

Damsche Noten ......... Englische Noten.........

Französische Noten........

holländische Noten........

jiallenliche Noten........

Norwegische Noten........

Deutsch-Oesterreich, i 100 Schwing iumänische Noten........

Schwedische Noten........ Schweizer Noten. ........ Spanische Noten. ........ Logarische Noten ........

4,20 58,73 84,18 15,33 16,53

170,26 21,81 77,64

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