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9Jl.<fport

der

wartet wird. D-ie Mannschaft wird auch nur dann Aussichten auf Sieg haben, wenn sie das Spiel in

eine Kundgebung beS Defamk- vaLkeS sein wird, und daß Neben dem Reichs- Presidenten der österreichische Bundespräsident utfö zahlreiche repräsentative Vertreter deutscher Auhengcbiete stehen. Denn eine Persönlichkeit wie (Soethe ist Angelegenheit der deutschen Gesamt­kultur, nicht eines »Deutschen Reiches", das es -an seinem Todestage gar nicht mehr gab. So wer- "ben wir Deutschen in Zukunft unsere Volksfeste und Freuden gemeinsam begehen, wie wir im Reiche und in allen Auhengebieten unter dem Druck gleicher Rot. gleichen Leidens aber auch gleichen Widerstandswillens und Zukunftsglau-

» hat in Aßlar die dortige zweite Berbandsspielgegner. Die Aßlarer

gegebenen Umständen zu erwartende Niederlage !2 " ' ' ' " 'oll.

nissen einen schweren Kampf zu bestehen haben, der nur dann siegreich beendet werden kann, wenn mit einer gänzlich anderen geschlosseneren und vor allem auch im einzelnen besseren Leistung aufge-

Auch im Westen ist seit einigen Jahren ein Erwachen der Volksfront festzustellen, das auch im vergangenen Jahre anhielt. Von Flandern bis zum Elsaß stärkt sich der Behauptungswille des deutschen Volkstums. Von der S ü d f r o n t. aus dem unter faschistische Herrschaft geratenen Teile Tirols, ist leider wenig Veränderung zu melden, es sei denn eine weitere Wandlung zum Schlechteren. Denn das zeitweilige Verbot kirch­licher Verbände, das Verbot sportlicher Vereine, das sich sogar auf gemeinsame Wanderungen und Skitouren erstreckt, die Verhinderung reichsdeut­scher Konzerte und Theatervorstellungen zur glei­chen Zeit, wo der frühere italienische Minister Ventile in Köln große, aber in diesem Zusam­menhang recht merkwürdig klingende Worte des Lobes für die deutsche Kultur fand, besagt genug.

EinZahr Sport in Gießen

Oer Rückblick auf 1931.

den Jahrgänge der Schüler systematisch aus der Bewerbung um Stellungen ausgefchaltet werden. Auch bereitet die neuerdings wieder recht kriegerische Tätigkeit des Wojewoden Graczynski innerhalb sei­ner auf den Bandenkrieg der Grenze gedrillten Or­ganisationen ernsthafte Unruhe. Die polnische Regie- rung hat gar nicht daran gedacht, dem ihr in Genf erteilten Verweis durch eine Aenderung des Systems Rechnung zu tragen.

Eine Welle des Hasses geht auch durch die baltischen Länder. Lettland steht im Be­griff, sich durch den Domraub und ähnliche bereits angekündigte Hebergriffe um die geachtete Stel­lung zu bringen, die dieses Land sich trotz der »Bodenreform" und der den deutschen Landes­verteidigern gegenüber gebrochenen Versprechun­gen mit der kulturellen Schulautonomie erworben hatte. Diese »Bolschewisierung" von innen her ist nicht ohne Gefahr für das Land selbst, das letzten Enkws immer noch einem Großrußland gegenüber­steht. Hnsagbar grauenhaft ist das Schicksal der deutschen »Kulaken" in Rußland, die zu Tau­senden zur Zwangsarbeit verschleppt und sicherem Tode ausgeliefert werden, ohne daß in dieser Welt einer wortstarken aber tatschwachen Huma- nitätsidevlogie mehr als flüchtige Rotiz von diesen Vorgängen genommen wird.

Das Lieberseedeutschtum ist durch die wirtschaftliche Weltkrise sehr stark betroffen und hat i n S ü d a m e r i k a die Welle der Revolution mit über sich ergehen lassen müssen. Die Mittel zur kulturellen Volkserhaltung und Sprachpflege sind dadurch sehr geschmälert. Das nordame­rikanische Deutschtum befindet sich im Zusammenhang mit dem allgemeinen Llmschwung der Stimmung Deutschland gegenüber und zum erheblichen Teil auch als Wegbereiter dieses Hrnschwunges trotz schwerer wirtschaftlicher Sor­gen in hoffnungsvollerer Entwicklung als man es sich vor einigen Jahren noch hatte träumen lassen. Dieses Deutschtum, das sich in einem ganz besonderen Sinne als Staatsbürgertum seines neuen Heimatlandes fühlt, kann zahlenmäßig und seinen bisher leider immer noch allzu wenig ausgeschöpften Einflußmöglichkeiten nach ein ge­wichtiger Faktor im deutschen Gesamtschicksal sein. Aufmerksame und taktvolle Pflege aller Bezie­hungen zum Lieberseedeutschtum darf neben der Beobachtung und Förderung der Entwicklungen im europäischen Deutschtum nicht außer acht ge­lassen werden.

Was auch im kommenden Jahre geschehen mag, wir Deutschen drinnen und draußen werden und wollen Rot und Hoffnung gemeinsam auf uns nehmen und die heutigen Einengungen unseres Schicksals in der Gewißheit des Bewußtseins tragen, daß auf weitere Sicht hin für uns Deutsche der Sinn und die Aufgabe der Rot, in der wir stehen, ist: Volk werden!

Tennissporl

wurde in Gießen ebenfalls sehr eifrig betrieben, litt jedoch immer wieder unter den wenig günsti­gen Platzverhältnissen. Der Tennisklub 1922 be­stritt mit wechselndem Erfolg verschiedene Klub­wettkämpfe. Der

Eissport

hat in Gießen viele Anhänger. Leider sind die Witterungsverhältnisse in unserem Gebiete dem Sport nicht sehr günstig. Die Spritzeisbahn, die die Ausübung des Sportes um einiges erleichtern könnte, ist bisher aus Mangel an Mitteln noch nicht fertiggestellt worden. Der Gießener Eis­verein hat durch den Rollschuhlauf den Mannschaften Trainings-Ersatz verschafft. Vor kurzem konnte das Gießener Publikum Zeuge eines spannenden Eishockey-Wettkampfes sein. Das Eis­schießen wurde mit Erfolg betrieben. Am Sonntag vor Weihnachten errang die Mannschaft auf der Drunhildiseisbahn (Feldberg) einen schönen Sieg.

Der

Launsbach 1 gegen Kinzenbach I im Bezirk 2 Lol­lar 11 gegen Allendorf 11 und im Bezirk3 Hausen II gegen Burkhardsfelden 1 an.

geaebenen Umständen zu nicht allzu hoch ausfallen so Die Ligareserve hat in A Mannschaft zum F ' sind nicht schlecht, gegen die dortige 1. mußten die DfBer schon einmal eine Niederlage hinnehmen, gegen die 2. sollten sie allerdings den Sieger stellen. Die 3. Mannschaft hat einen gefährlichen Gegner: Dutenhofens 1. Auf dem Platze des Gegners! Du­tenhofen steht in der Tabelle an zweiter Stelle hin­ter der Lehrmannschaft der Spielvereinigung 1900. Der Ausgang des Kampfes ist offen.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Vottenhorn (Liga) Spielvereinigung 1900 (Liga).

Auch die Liga der Spielvereinigung 1900 hat am morgigen Sonntag ein Spiel auswärts zu be­streiten. Dem Kampf sieht man mit besonderer Aufmerksamkeit entgegen, da die Leute aus Dot- tenhorn etst vor Kurzem in Gießen gastierten und dabei eine Partie lieferten, die ihnen nicht nur alle Hochachtung, sondern auch viele Sympathien verschaffte. Die Gegner der Dlauweißen konnten seinerzeit zur allgemeinen Lleberraschung das Spiel mit 1:0 gewinnen. Sie zeigten eine durch­aus faire Spielweise, gutes technisches Können, einen riesigen Eifer und vor allem ein rationelles Spiel auf das Tor, das man bei den 1900ern so sehr vermißte. Die Gießener werden auf des Gegners Platz unter den augenblicklichen Derhält-

An der Wende eines Jahres, von dem wir mit bestimmterer Erwartung als je vorher eine Wende unseres Geschickes herbeigeführt sehen möchten, las­sen wir noch einmal die wichtigeren Ereignisse vor» übergleiten. Mit stärkster Erwartung ist der Ge­danke der Zollunion gerade in den volks­deutsch eingestellten Kreisen begrüßt worden. Man glaubte zum ersten Male den Ansatz zu einer neuen positiven europäischen Ordnung zu [eben. Der e u ro päische S üd o st e n birgt die stärksten, reg­samsten, wirtschaftlich und politisch besonders ge­schulten kulturell in ihren Staaten führenden deutschen Außenposten. Im Südosten ist die deutsche Sprache die Handels- und Verkehrssprache. Der Sudosten ist wirtschaftlich in ganz besonderem Maße auf den Austausch mit dem Reiche über Oesterreich eingestellt. Hier schien einmal die Möglichkeit ge­geben,europäisch" in einem Sinne zu han­deln, der das Interesse der einbezogenen Länder aufs engste mit den deutschen Notwendigkeiten ver­band. Mit den wirtschaftlichen Hoffnungen, die in Belgrad wie in Bukarest ganz spontan und stark sich nach Wien und Berlin hinwandten, verbanden sich Maßnahmen, die den deutschen Minderheiten Erleichterung ihrer Lage zu bringen, zum mindesten guten Willen greifbar anzudeuten schienen. In Bu­karest wurde Dr. Rud. Brandsch zum Unterstaats, sekretär für Minderheitenfragen ernannt, in Bel­grad wurde der deutsche Kulturbund erlaubt und das deutsche Schulwesen erhielt eine freiheitliche Regelung, so daß die Hoffnung bestand, nun all­mählich dem Nachwuchs der deutschen Minderheit tatsächlich die Möglichkeit zur Erziehung in der Mutersprache und Väterart zu sichern.

Allzu schnell ist der Reif auf diese Frühtriebe der Entwicklung gefallen, deren vorläufiges Schicksal sich in der Abwürgung der Zollunionsidee zeigt. Die Tätigkeit Dr. Brandschs ist bisher noch nicht zur praktischen Entfaltung gelangt, von Belgrad aus hat man zunächst die deutschen Kandidaten trotz des An- schlusies der deutschen Vertreter an die Regierungs- Partei ausgefchaltet bis auf Dr. Kraft selbst, der als einziger Abgeordneter in das Scheinparlament ge­langt ift. Und die plötzliche Drosselung der deutschen Bürgerschulen zeigt, woher der Wind nunmehr wie­der wehen soll. In ganz besonderem Maße hängt, wie es gerade die Erfahrungen des letzten Jahres wieder zeigen, das südosteuropäische Deutschtum vom Schicksal des Reiches, d.h. augenblid- Uch von der europäischen Auseinandersetzung ab, die sich in dem Gegensatz Deutschland-Frankreich aus- prägt.

Auch in den übrigen Ostgebieten wird der Kampf in gesteigerter Schärfe weitergeführt. In Polen hat man durch Gründung eines pseudodeutschen Kultur- und Wirtschaftsbundes" von Lodz her die deutsche Front aufzurollen versucht, allerdings zu diesem Zwecke sich so zweifelhafter Persönlichkeiten bedient, dah diese grobe Täuschung wohl keinen nachhaltigeren Erfolg haben dürfte. In O st o ber­sch 1 e s i e n macht der Rückgang des Besuches der deutschen Minderheitenschulen Sorge. Eine Folge der Tatsache, daß die nun zur Entlassung gelangen-

Skisport

hat viele Anhänger gefunden und auf dem unserer Stadt zunächst gelegenen Skigebiet des Vogelsberges entwickelte sich bei den günstigen Schneeverhättnissen im Winter 1930,31 ein lebhafter Betrieb. Der Ski- klub Gießen ist stets bemüht gewesen, den Sport nach Kräften zu fördern und konnte seinen Mitglie­dern manchen wertvollen Dienst und manche Ver­günstigung verschaffen. Die Skisaison 1931/32 hat bereits eingesetzt. Der

Radsport

wird in unserer Stadt ebenfalls gepflegt und die beiden hiesigen Vereine sind außerordentlich rührig. Die Gießener waren auf verschiedenen Gaumeister­schaften, bei Radballspielen, beim Kunstradfahren und bei Straßenrennen vertreten und erwiesen sich gegenüber den Großstädten Frankfurt, Offenbach usw. als beachtenswerte Gegner.

Neben all diesen Sportzweigen bedarf noch das

Reiten

der Erwähnung. Das vorzüglich geeignete Gelände unserer engeren Heimat bietet die besten Möglich­keiten zur Ausübung des schönen Sportes. Der Gie- [jener Reit- und Fahrklub veranstaltete verschiedene Reitjagden, die starken Anklang fanden. Außerdem beteiligte man sich an einigen oberhessischen Reiter« treffen.

Außer dem lebhaften Sportbetrieb, der in den hie- figen Sport- und Turnvereinen gepflegt wird, wird auch am Institut für Leibesübungen der Universi­tät sportliche Betätigung in vielen Formen betrie­ben. In bewußter Absicht wird der geistigen Tätig­keit des Studenten die körperliche Beschäftigung im Sport gegenübergeft. 11t. Die Leistungen der Stu­denten waren hauptsächlich auf dem Gebiete der Leichtathletik hervorragend.

VfB.'Gießen.

Sportclub 03 Kassel (Liga) DfB. (Liga).

In der Fortsetzung der Verbandsspielrunde tritt die Liga des VfB. am Sonntag als Gast beim Sportclub 03 Kassel an. Die Tatsache allein, dem Be­zirksmeister der vorjährigen Runde gegenüberzu- stehen, will aber in diesem Falle bestimmt nicht Nie­derlage von vornherein bedeuten, sondern lediglich einen harten anstrengenden Kampf für die Hiesigen, besten Ausgang von der Widerstandsfähigkeit, von der Energie und von dem Siegeswillen der Grün- Weißen maßgeblich mitbestimmt werden tarnt. Wenn man sich des Vorspiels erinnert, das auf dem Platz des VfB. vor vielen stark interessierten Zuschauern ausgetragen wurde, dann weiß man, daß die 03er damals lediglich mit 3:1 siegen konnten und dabei eigentlich eine wenig imponierende Form an den Tag legten. Die DfBer treten gehandicapt an. Zwei Mann Ersatz müssen eingestellt werden. Es wird also aller Anstrengungen bedürfen, wenn eine unter den

Stadt Mannschaft zusammengestellt, in der die Spieler der Turnvereine und auch einige Sportler vertreten sind. Die Handballmannschaft der Univer- ität war ebenfalls fehr aktiv und errang kürzlich egen den Südwestdeutschen Hochschulmeister, die.

Mannschaft der Technischen Hochschule in Darmstadt mit 7:5 einen schönen Sieg. Seit einigen Wochen hat auch der VfB. das Handballspiel wieder aus­genommen. Nicht zu vergessen ist ferner, daß sich die Iugendmannschaft des Mtv. ebenfalls für die Spiele ihrer Gauklasse qualifizieren konnte. Im

Faustball

wurde die Stadt und die Turnerschaft in Gießen durch die Mannschaft des Turnvereins 1846 würdig vertreten. Die 46er errangen die Gaumeisterschaft der 1. Gauklasse und damit die Berechtigung zur Teilnahme an den Kreisklassenspielen. Besondere Be­deutung hat der

Rudersport

in unserer Stadt. Auf diesem Gebiete wurden außerordentliche Erfolge erzielt. Erfolg­reichster Verein war die G i e fj e n et 4Hu ver­gesellschaft 18 7 7. Der Verein steht mit ins­gesamt 23 Siegen in diesem Jahre an dritter Stelle der Erfolgsliste der deutschen Ruderver­eine. Die Jubiläumsregatta des Lahnregatta- Derbandes. ausgerichtet von der GRG.. war ein großer Erfolg: eine schöne sportliche Veranstaltung war auch die Herbstregatta des Vereins Ruder­sport. Bei beiden großen Veranstaltungen waren namhafte Vereine und sehr leistungsfähige Mann­schaften am Start. Im vergangenen Jahre trat der Ruderclub Hassia, der auch das 25jährige Bestehen feiern konnte, dem Deutschen Ruoerver- band bei. Den Städteachter, für den in diesem Jahre vier Boote gemeldet waren, errang die Gießener Rudergesellschast. Der Ruderer Joedt (GRG.) steht im Einer an 7. Stelle der deutschen Skuller. Eine Bereicherung fand der Ruder- spe"t in Gießen durch die Akademische Ruder­abteilung, die im verflossenen Jahre einschwim- rnendes Bootshaus und vier Boote einweihen und in Benützung nehmen konnte. Die beiden hiesigen Vereine (GRG. und Ruder­sport), wie auch die Akademiker brachten Damen- Vierer auf das Wasser.

Die Schwimmer

traten nach außen hin weniger in Erscheinung. Der Gießener Schwimmverein pflegte im Freien wie in der Halle ein eifriges Training. Man konnte die Feststellung machen, daß in den Reihen der Gießener Schwimmer einige ganz vorzügliche Brust- und Freistilschwimmer zu finden sind. Ihren bedeutsamsten Erfolg errangen die Gießener Schwimmer am letzten Junisonntag des vergan­genen Jahres im Stadion zu Frankfurt. Die Hie­sigen konnten bei schwerer Konlurrenz die Gau- meisterschaft der B-Klasse an sich bringen.

Viel Aktivität entfalteten auch im Rahmen des Luftfahrtvereins Gießen die hiesigen

Segelflieger.

Das Jahr 1931 brachte den Zusammenschluß der Gießener Jungfliegergruppe mit der Akademischen Fliegergruppe. Beide Gruppen verfügen über zwei Segelflugzeuge vom Typ »Zögling" und über ein Flugzeug »Prüfling": ein weiteres Hochleistungs­flugzeug »Falke" ist zur Zeit in Arbeit. 14 ^-Prü­fungen, 3 B- und 2 L-Prüfungen wurden abgelegt und bestanden. Der bekannte Gießener Segelflieger stud. med. Schmidt nahm u. a. auch am Segel­flugwettbewerb in der Rhön (Wasserkuppe) teil.

Der

Auf allen Gebieten des öffentlichen und pri­vaten Lebens haben die schweren wirtschaftlichen Verhältnisse Einschränkungen und Opfer erzwun­gen. Der Sport blieb davon nicht un­berührt. Mancher geplante Wettkampf konnte nicht durchgeführt werden. Sparsamkeit bei gröhtmögglicher Aktivität muhten angestrebt werden. Von den Sportlern wurden Opfer ver­langt und gebracht. Die Vereine befleißigten sich sparsamer Wirtschaft. Schwierigkeiten da und dort blieben aber doch nicht erspart. Aber gerade wegen der Schwierigkeiten, die sich der sportlichen Betätigung entgegenstellten, ist es er­freulich, daß der Sport in Gießen im allgemeinen nicht etwa einen Rückschritt, sondern bedeutsame Fortschritte zu verzeichnen hat. Der Rame der Stadt Gießen wurde auch im vergangenen Jahre auf den verschiedensten Sportplätzen und bei vielen Gelegenheiten mit Hochachtung genannt. Die Vereine können auf ihre Erfolge stolz fein. Das Jahr 1931 stellt den Sportlern und den Turnern unserer Stadt ein gutes Zeugnis aus.

Wenn man nun die einzelnen Zweige sportlicher oder turnerischer Betätigung Revue passieren läßt, dann gelangt man zu einem interessanten Lieberblick.

Die Leichtathletik

hatte in Gießen stets eine lebendige Pflegestätte. Die Träger des leichtathletischen Sportes in Gießen waren neben der Llniversität bisher immer die Vereine Spielvereinigung 1900 und VfB. In neuester Zeit und besonders im vergangenen Jahre hat aber auch der Männerturnverein die Leichtathletik mehr in den Vordergrund gestellt und überraschende Erfolge erzielt. Wenn man einige Ziffern zum Vergleiche heranzieht, dann ergibt sich folgendes: Mtv. errang insgesamt 261 ©iegek unter denen sich 86 erste Siege be­fanden. Die Spielvereinigung 1900 errang 84 erste, 87 zweite und 69 dritte Siege, während der VfB. etwas abfiel und mit 34 ersten, 47 zwei­ten und 46 dritten Siegen weniger gut abschnitt. Im vergangenen Jahre fanden einige große sportliche Veranstaltungen auf hiesigen Plätzen statt. Der Mtv. organisierte erstmalig voltstüm- liche Wettkämpfe, bei denen über 350 Wett­kämpfer am Start waren. Die Spielvereinigung 1900 führte mit großem Erfolg ihre Rationalen leichtathletischen Wettkämpfe und einen inter­essanten Zweikampf Bataillon 1900 durch, der VfB. wartete mit dem Sportfest der Frauen, dem Jugend-Rationalen und einigen amtlichen Wettbewerben auf. Aus den Bezirksmeisterschaften in Hessen-Hannover der Frauen schnitten die 1900erinnen vorzüglich ab, bei den Gaumeister­schaften in Gieheu-Wetzlar errangen 1900 und VfB. schöne Siege; die Turner und Turnerinnen qualifizierten sich beim Feldbergfest, bet Gau- und Kreismeisterschaften und sind als gefährliche Gegner über den Gau Hessen hinaus im Mittel­rheinkreis bekannt. 3m

Turnen

haben sich die Gießener ebenfalls einen guten Rainen verschafft. 2m Turnverein 1846 wie auch im Männerturnverein hat man der Jugend­arbeit breiten Raum gegeben und die beiden Vereine verfügen über Jugendabteilungen, die weit über 100 Mitglieder zählen. Das Frauen­turnen hat in den hiesigen Vereinen ebenfalls eine sorgfältige Pflege erfahren und die Gieße­ner Turnerinnen leisten nicht nur an den Geräten, sondern auch in den Frei- und in den rhythmi- fchen Hebungen durchaus Beachtliches. Mit viel Sorgfalt wurde und wird das Geräteturnen ge­pflegt. Die bedeutsamste turnerische Veranstal-

I hing war aber im vergangenen Jahre der Hessenkampf im Kunstturnen, der einen prächtigen Verlauf nahm. In der Riege der Oberhessen wirkten die Turner Schick und Reu­ter vom Turnverein 1846 mit. Der Turnverein 1846 konnte im vergangenen Jahre das Jubi­läum des 85jährigen Bestehens feiern. Die Gießener Tümer in ihrer Gesamtheit haben in jeder Hinsicht ihre Traditionen gewahrt.

. Von einer Verbesserung der Leistungen vollständiger Aufstellung und möglichst ohne ©r-' Gießener satz bestreitet. Fußballmannschaften

$. Sp. V. 1926 Steinbach. konnte man im vergangenen Jahre nicht sprechen. I

Am Sonntag empfängt die 1. Mannschaft Stein- Zwar kann auch hier ein Fortschritt verzeichnet wer-

bachs die gleiche des Sportklubs Daubringen zum den der aber in diesem Falle wehr quantitativer als

fülligen Verbandsrückspiel. Die Einheimischen müssen putativer lyorm 'st- Die Mannschaft des BfB.

für zwei Spieler Ersatz einstellen und werden trotz- (Bezirksliga) steht in der Tabelle an drittletzter Stelle

dem bemüht sein, das Voripielrefultat 2:0 für und ,st dem Abstieg verfallender allerdings nich Daubringen zu korrigieren. Die 2. empfängt die ^glschzu nehmen ift ba in biefem 3at)reauf 4 Mannschaft der Spielvereinigung 1900 Gießen, die ^.riinL?er -lleuregelung des Spielfpftems im WsV. alles hergeben wird, sich die zwei wichtigen Punkte fünf Mannschaften der Liga absteigen müssen. Ge- für die Meisterschaft der 2. Gauklasse zu sichern. Das teittes Leid ...

Vorspiel endete mit 2:1 für Gießen. 1900er haben sicy auch in letzter Zeit unbe-

, ständiger gezeigt und ließen die spielerische Einheit

JOOnOPOll ttU vermissen. Immerhin halten sie zur Zeit in der Ta-

Die Handballmannschaft des VfB., die sich bisher belle.ber 1- Bezirksklasse den 4. Platz und haben gute sehr tapfer gehalten hat, tritt am Sonntag gegen I um eme oder zwei Stellen aufzurucken,

eine spielstarke Turnermannschaft, und zwar gegen DfB. unterhalt zur Zeit die Liga die Ligareserve die 1. Mannschaft des Turnvereins Hausen (Lahn- I und eine 3. Mannschaft. Außerdem ftefjen bret Ju- Dünsberg-Gau) an. Sie wird in diesem Spiel um {^nbmannfebaften unb amel Schulermannschasten im eine Niederlage wohl kaum herumkommen. I Fe^. Die Spielvereinigung 1900 konnte ihren Mannschaftsbestand erweitern. Die Liga, die Liga- Handball im Gan Hessen (O. T.) referoe, die 3. (Lehrmannschaft), die 4. und die ~ u <- rr 5. Mannschaft vertreten den Verein, drei Jugend-

Am morgigen Sonntag tragt die erste Handball-- un& forej Schülermannschaften sind ebenfalls vor- mannschaft des Männerturnvereins auf eigenem hanben Mt diesem Mannschaftsbestand steht die zweites Aufstiegspiel gegen den Tumv. Spielvereinigung 1900 an der Spitze aller Vereine Kirchhain aus. Der Rordgruppenmeister des in chessen-Hannooer. Mit Berechtigung kann man 9 Mw., fein bicr "DOn wertvoller B r e i t e n a r b e i t

erstes Aufstiegspiel gewinnen. Die Physisch starke fDre£Len

Mannschaft des Tv. Kirchhain verfügt über ein I«hre 1931 traten sich, nachdem die Eins- ^^.^^mmenspiel ist auß^st schnell und hat I qUnfl5Detträge zwischen der DT. und der DSB. zu- auch die notige Harte. Der Rordgruppenmeister s. £ . » A

wird im Spiel gegen die Gießener einen achtbaren * ' . ,

Gegner abgeben. Der MW. tritt mit einer Aus- I hcmdbaUmannschaften

nähme mit der gleichen Mannschaft an, die in der Turn- und Sporwereine gegenüber. Die Spiel« Friedberg die ersten Punkte sicherte. Der Aus- Vereinigung, die über drei Handballmannschaften gang des Spieles ist offen. verfügt, konnte sich allerdings in diesen Spielen nicht

S-ndba« im Lahn-Dünsberg-Gau.

Arn kommenden Sonntag finden im Lahn-Düns- des Mtv- konnte sich für die Spiele um die Gau­berg-Gau nur drei Spiele statt. Im Bezirk 1 tritt Meisterschaft der Turner qualifizieren. Im Turn- Launsbach 1 Legen Kinzenbach I _im Bezirk 2 Lol- | verein 1846 war man weniger erfolgreich. Die Spiel- ........ kultur steht auf einer hohen Stufe. Mit gutem Erfolg hat man in diesem Jahre eine Handball-

^Sodbrennen _ _ff_ LÄT, L Mf.

Magenbeschwerden Otfflif!CUClSIO DI6W16H