tlne« nicht aufgegeben hat: Den ®lauBte an die u n v e r s i e g l i ch e n Kräfte der Nation.
Auch heute müssen wir uns, und zwar alle, die sich verantwortlich fühlen für unser Schicksal, vereint zu dieser Zuversicht bekennen und bür« fenuns nicht lähmendem Fatalismus ergeben.
Aus diesem gemeinsamen Bekenntnis heraus sollte die Kraft erwachsen, über alle Gegensätze hinweg zu vereinten Anstrengungen zu gelangen, um die Widrigkeiten zu überwinden. Hierzu alle Volksgenossen aufzurufen, ist unser Wunsch für das neue Jahr.
Darmstadt, den 31.Dezember 1931.
Hessische- Staat-mtnisterium.
(gez ): Adelung. — Kirnberger. — Leuschner."
Oie Japaner haben Tschingischau beseht
London. 2. Ian. (WTB. Funkspruch.) „Times" meldet aus Tokio: Die Vorhut der japanischen Truppen, die gegen Tschingischau vorrücken, bat gestern nachmittag das Ostufer deS Talingflusses erreicht. Die Hauptmacht blieb in Kaupangtse. Der Fluh wurde erst überschritten, nachdem die letzten chinesischen Soldaten Tschingischau verlassen halten, Flugzeuge berichten, dah der chinesische Rückzug in Richtung auf die groh« Mauer seinen Fortgang nimmt. Die Dorhut des japanischen Heeres ist heute früh um 6 116 r inTschingtschaueingerückt. Das Gros wird vpraussichtlich morgen eintreffen.
Finnland für Aufhebung des Alkoholverbots.
HelsingforS, 31.Dez. (TU.) Obwohl erst die Ziffern für ein Achtel des Landes vorliegen, kann kein Zweifel darüber bestehen, dah daS finnische Volk sich gegen das Alkoholverbot entschieden hat. Die Ergebnisse der Volksabstimmung über die Aufhebung der Prohibition aus 158 Wahlbezirken in 6üd- finnland einschließlich HelsingforS, Wiborg, Lahti und Fredrikshamm zeigen folgendes Bild: Für Aufrechterhaltung wurden 28 003, für die Freigabe von leichten Weinen 1300 und für die vollständige Aufhebung der Trocken- legungsbestimmungen 102 000 Stimmen abgegeben.
Aus der Provinzialhauptstadt.
G i e h e n, den 2. Januar 1932.
Oie Pflicht nach innen.
Don Neinhold Braun.
Wenn wir nach innen das Unsriae getan haben, so wird sich bad Nach-Autzen von selbst geben. Goethe.
Ein prächtiges Gegenstück zu dem Gleichgewicht Goethes bleibt das feiner Mutter. Auch ihr scherz schlug ebenso stark in die Welt hinaus, wie in ihr Inneres hinein". Und die Kunst ihres „die Farbe halten" ergibt sich aus der unermüdlichen Treue gegen ihren Jnnenmenfchen durch all das Auf und Ab ihres Lebens.
Sie und ihr Sohn lind darin unübertreffliche Lehrmeister geworden. Und wir könnten in diesen Zeiten, die den Widerstand und den Einsatz unserer Kräfte unerbittlich bis zum Letzten fordern, mancher« lei aus ihrem Wort und Wesen zu unserm Nutz und Frommen schöpfen.
War Mutter Ajas Frohnatur nach ihren eigenen Worten nicht unablässig bemüht, trotz aller „Sandwüste" nach „frischen Quellen" zu spüren, „sich nicht vor der Zeit zu grämen", für „jeden Lebensbalsam" dankbar wie ein Kind zu sein?
War aber der letzte Grund ihres Gleichgewichtes, ihres „rosenfarbenen Humors" nicht ihr Verhältnis zu Gott? Hat sie nicht, wie ihr großer Sohn von sich sagte, „immer auf das Höchste geblickt"?
Ohne diesen Blick, ohne das Leben zum Gött« lichen hin ist keine rechte, von Segen begleitete Tat nach innen möglich. —
Es liegt wie eine dunkle Decke von ungeheuerem Ausmaße über dem deutschen Leben, und es will scheinen, als ob viele, sehr viele mit einer verhängnisvollen Inbrunst bemüht sind, aus ihrer Seele immer noch mehr Dunkel — um im Bilde zu bleiben — in die Decke emporsteigen zu lassen, damit sie noch schwerer, undurchdringlicher werde. Für- wahr, viele haben nichts mehr zu geben als nur Dunkelheit. Jetzt rächt sich das an ihnen, daß sie zeit ihres Lebens die erste aller Pflichten, eben die nach innen, versäumten! Jetzt vermehren sie noch den furchtbaren Ballast der Not.
Aber noch ist nichts verloren, wenn wir in der Mehrzahl eifrig ehrlich bestrebt sind, inmitten aller Brandung an die größtmöglichste Erfüllung der Pflicht nach innen zu gehen. Das bedeutet Lebens- Hilfe an uns selbst, an unseren Nächsten und am Ganzen!
Die Weltnot, die Gefahr des Unterganges im Sumpfe des Untermenschlichen, die Zertrümmerung aller kulturellen Idealität ist im Grunde der Versäumnis dieser Pflicht entsprungen. Die ganze Welt ist darin abwegig. Und wir Deutsche haben die furchtbarsten Stötze dieser ungeheuren Bewegung zu ertragen. Aber ist das nicht immer ein Teil unseres Schicksals gewesen, sichtbar in unserer Geschichte? Stand der deutsche Mensch aber auch nicht immer wieder zu neuem Dasein auf!
Die Pflicht nach innen! Jeder sehe zu, daß er aufrecht und licht bleibe, gut und voll Glaubens!' Es sind der Quellen heilige und viele immer noch
ba, tinb der Trostellanbe gibt es noch genug hn wogenden Meere! Wo Menschen einander in Liede ober Freundschaft gut sind, wo wir als Wanderer auf den harten Straßen des Lebens uns treffen, wollen wir eingedenk jener Pflicht fein! Und wollen ihrer eingedenk fein in unfern einsamen Stunden...
Das Werk in unferm Innern wird sich dann von selbst wandeln in lebendige Taten, und wir werden verstehen, Brücke ins Neue zu fein!
Ennähigungsmöglichkeiten für die Biersteuer in Hessen.
Der Hessische Industrie- und Han - delskammertag schreibt uns: Da die hessischen Gemeinden vielfach durch bestehende gesetzliche Bestimmungen gezwungen wurden, ihre Bier st euer z u verdoppeln, wenn sie nicht der durch das Reich an notleidende Gemeinden gegebenen Zuschüsse verlustig gehen wollten, hat sich die Notlage der hessischen Brauereien weiterhin verschlechtert. Auf dringende Dorstellungen hin hat der Reiches inanzminister nunmehr eine Verfügung erlassen, wonach er davon absieht, daß die hessischen Gemeinden verpflichtet werden, ihre Diersteuer in doppelter Höhe der Reichsbiersteuer zu erheben. Der Hessische Minister des Innern hat den Kreisämtern und Bürgermeistereien der Städte von diesem Erlaß Kenntnis gegeben. Es liegt nun im eigensten Interesse der hessischen Gemeinden, dah sie chre Biersteuer nur in Höhe des Reichsbiersteuersahes von 5 Mark pro Hektoliter erheben, um so den Bierderbrauch in Hessen weiter zu erhöhen, eine Stillegung hessischer Brauereien zu vermeiden und die Steuer selbst für die Gemeinden ertragsreicher zu gestalten.
Pornotizen.
— Tageskalender für Samstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Kadetten". — Astoria- Lichtspiele, Sellersweg: „Der Kriminal-Reporter von Chikago" und „Atlantik City".
— Tageskalender für Sonntag. Stadt- theater Gießen: „Die Puppenfee", vorher „Die Wun. derlampe", 15.45 bis 18.15 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Spanien" (8. Kulturfilm), 11.15 Uhr; ab 15 Uhr .Kadetten". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Der Kriminal-Reporter von Chikago" und „Atlantic City".
— AuS dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen 15.45 Uhr erste Fremdenvorstellung im neuen Jahre. Außer Abonnement und zu ermäßigten Preisen Wiederholungen der beiden Weihnachtsausführungen .Die Wunderlampe", Märchen von Werner Schmidt, und des Balletts ,Die Puppenfee" von Gaul und Haßreiter, Musik von Daher. Ende gegen 18.15 Ahr. — Dienstag. 5. Januar, als 13. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. 20 Ahr Wiederholung der Zauberposse „Lumpacivaga- bundus" von Nestroh. Ende 22.30 Ahr. — Mittwoch, 6. Januar, 19.30 Ahr 13. Vorstellung im Mittw och abonnement die beiden Weihnachtsmärchen »Die Wunderlampe" und .Die Puppenfee". Ende gegen 22 Ahr. — Freitag, 8. Januar, 13. Vorstellung int Freitag-Abonnement mit Gerhart Hauptmanns Traumdichtung .Hanneles Himmelfahrt". Beginn 20 Ahr; Ende 22 Ahr. — Samstag, 9. Januar, 15.45 Ahr Schülervorstellung mit Schillers Schauspiel: .Wilhelm Tell". Ende 18 Ahr. Außer Abonnement.
— Deamten-Dersammlung. Am4.Januar, 20.15 Ahr, findet im „Aquarium" eine Sitzung des Ortsausschusses Gießen des Deutschen Deamtenwirtschaftsbundes statt. Neben einem Vortrage über „Wirtschaftskrise und Beamtenschaft" wird die örtliche Wirtschaftspolitik Gegenstand eingehender Besprechung sein. Alle Beamten sind hierzu ein geladen. (Siehe heutige Anzeige.)
Gießener Wochenmarktpreise.
' D i e ß e n, 2 Ian. Heutige Wochenmarltpreise: Butter 90 bis 110 Pf. (Kochbutter von 80 Pf. an), Matte 25 bis 30, Käse (10 Stück) 50 bis 120, Wirsing 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis 5 Mk.), Weißkraut 5 bis 6 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk.), Rotkrauts 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis 5 Mk ), gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Anterkohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 15 bis 20,
Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 50 bis 60,
Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis 70,
Schwarzwurzeln 25 bis 35, Dörrobst 30 bis 35, ,Kartoffeln 4 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk.),
Aepfel 8 bis 10, Birnen 8 bis 10, Nüsse 35 bis 40, junge Hähne 80 bis 90, Gänse 80 bis 90.
Suppenhühner 70 bis 80, Enten 80 bis 100
Pfennig pro Pfd.; Tauben 50 bis 60, Eier 11 bis 13, Blumenkohl 20 bis 60, Endivien 8 bis 10,
Oberkohlrabi 8 bis 10, Sellerie 10 bis 40,
Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15 Pf. pro Stück.
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** Der Jahreswechsel brachte in unserer Stadt am Silvesterabend zunächst Gottesdienste, bei denen die Kirchen überfüllt waren. Die Silvestervorstellung des Stadttheaters ging vor ausverkauftem Haufe vor sich und bereitete den Besuchern viel Vergnügen, obwohl die Vorstellung ganz unpro- grammößig sich dreiviertel Stunden länger hinzog, als angekündigt war. Der Betrieb in den Straßen an der Jahreswende vollzog sich wesentlich ruhiger, als im Jahre vorher, wobei die ziemliche Kälte wohl einen sehr wefentlichcn Einfluß ausübte, während die verringerte Knallerei in der Hauptsache auf die Geldknappheit zurückzuführen sein dürfte. Erfreulicherweise ging der ganze Rummel in geord
neten Bahnen vor sich, so baß die Polizei unb die Sanitätskolonne den Jahreswechsel ebenfalls unge- stört verleben konnten.
" Reichsbahn-Haltepunkt Erd» kau terweg. Dom nächsten Montag ab hält der Personenzug Hungen ab 5.46 Ahr (Srdkauter- weg bisher ab 6.21 Ahr) in Richtung Gießen nicht mehr am Haltepunkt Erdkauterweg. Ebenso fällt der Halt deS Personenzuges Gießen ab 16.32 Ahr (Crdkautcrweg bisher ob 16.38 Ahr) künftig am Erdkauterwea fort. Die übrigen Zughalte am Erdkauterweg bleiben in der bisherigen Weise bestehen. Mit dieser Regelung, die einem Vorschläge des Vorstandes des Verkehrs- und Ver- schöncrungsvereinS entspricht, während dieReichs- bahn anfänglich sämtliche Halte am Erdkauterweg aufh<^»en wollte, dürfte den berechtigten Interessen des Publikums, wie auch den Erfordernissen der Reichsbahn gedient sein.
** Sehr gute Wintersportverhält- nisse bestehen weiterhin im Vogelsberg. In der letzten Nacht sind, nach einer Meldung vom Hohe» rodskopf, etwa 10 cm Neuschnee gefallen, allerdings sind starke Schneeverwehungen vorhanden. Bei west- lichem Wind wurden heute früh —15 Grad gemeßen. Die Sportmöglichkeiten werden als sehr gut bc- bezeichnet.
"Ein Fünfundachtzig jähriger. Am 4. Januar begeht unser Mitbürger Jeremias Wolf, Dleichstraße 28. in geistiger Frische und verhältnismäßig gutem körperlichen Befind^ seinen 85. Geburtstag. Er machte den Krieg 1870/71 mit, war viele Jahre als Beamter im inneren Dienst der Eisenbahn-Verwaltung tätig und gehörte lange der LukaS-Kirchengemeindevertretung an.
** Ein Fünfundfiebzigjähriger. Herr Jean Arnold, der langjährige Inhaber der Wirt- Beöentt öerOnngernöen Bogel!
schäft ,Lum Schipkapaß", beging am 1. Januar den 75. Geburtstag.
" Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Ahr bei kleinen Preisen geöffnet.
** Gefchästsjubtlaum Herr Kaufmann Karl H e r b e r t, in Firma Schuhhaus Herbert, kann heute auf das 25jährige Bestehen feines Unterneh- mens zurückblicken. Die Firma erfreut sich in weiten ©ürgerfreifen bester Wertschätzung.
** Steuer, und Gebührenrück stänke werden von der Stadtkasse in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil zur Zahlung bis 11. Ja- nuar angemahnt. Zahlungssäumige seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen.
** Der nächste Rindermarkt abgesagt. Die Stadtverwaltung gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß der für Dienstag, 5. Januar, vorgesehene Rinder-Nuhviehmarkt nicht stattfindet. Dagegen wird der für Mittwoch, 6. Januar, vorgesehene Schweinemarkt abgehalten.
"Fleischverbilligungs-Abschnitte 1 und 2 sofort abliefern! Das Wohlfahrtsamt fordert durch eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil sämtliche Fleischverkäufer in Gießen auf, die von ihnen für abgegebenes Frischfleisch in Zahlung genommenen Abschnitte 1 und 2 der Reichs bezugsscheine bis spätestens 5. Januar mit Rechnung einzureichen, da bei späterer Vorlage eine Vergütung nicht mehr erfolgen kann.
** DieFreiwilligeSanitätskolonne im Dienste der Nächstenliebe. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen hat in der Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1931 insgesamt 930 Krankentransporte durchgeführt. — Die Wärmestube, die von der Sanitätskolonne vom Roten Kreuz eingerichtet wurde, ist in der Zeit vom 11. Dezember bis 31. Dezember des vergangenen Jahres von 756 Männern und 57 Frauen, insgesamt also von 813 Personen besucht worden.
** Preußisch-Süddeutsche Klassen- lotterte. Die Erneuerung der Lose zur 4. Klosse muß planmäßig bis zum 6. Januar, 18 Uhr, bei Verlust des Anrechts in der zuständigen Lotterie- Einnahme geschehen.
** Hinter Schloß und Riegel gebr ach t Gestern erschien in einem Hause am Wiesecker Weg ein Bettler, den die Hausbewohner auf Grund seines unverschämten Auftretens sofort als den üblen Zeitgenossen erkannten, der vor einigen Tagen in der ßiebigftrafje unverschämt und frech aufgetreten war, und vor dem in unserer Ausgabe vom Donnerstag gewarnt wurde. Die Mitbürger am Wiesecker Weg benachrichtigten schleunigst die Polizei, die durch rasch entsandte Beamte den üblen Neujahrsgast festnahm. Es handelt sich um den 29 Jahre alten angeblichen Kaufmann Emil Schick aus München. Er wird heute vormittag dem Amtsgericht zugeführt.
" Lernt Cinheitskurzfchrif! Man schreibt uns; Wer heute weiter teilt, muß Kurz- schrist beherrschen. Der Kurzschriftverein von 1851 eröffnet am Donnerstag, 7. Ian., in der Goethe- schule, Westanlage, wieder einen Anfänger- lehrgang in der amtlichen deutschen Cinheiiskurz- schrift. Das auf nur 7 Mark herabgesetzte Anter- richtsgeld dürfte jedem auch in der heutigen Notzeit die Teilnahme ermöglichen. Die weiteren Ausbildungskurse gewährleisten durch sachgemäßen Aufbau schnelle Fortbildung und Vervollkommnung. Interessenten mögen die heutige Anzeige beachten.
" Preissenkung für Motorräder. Nach einer Mitteilung der Vereinigung der Motorradfabriken werden in lückenloser Durchführung
Gießener Mntenwthjlse 1931/32
Helft den Notleidenden! Zede Gabe ist willkommen!
Sachspenden an das Städt. Wohlfahrtsamt Gartenstraße 2, Zimmer 9, erbeten,-auf Wunsch erfolgt Abholung. Telephon 2656.
Geldspenden nehmen auch die Sanken und Sparkassen entgegen,- ferner sind Sinzahlungm auf das Winternothilfe-Konto Nr. 3372 bei der Äezirkssparlasse Gießen möglich.
der Bestimmungen der 4. Notverordnung die Mv- torradpreise mit Wirkung vom 1. Januar gegenüber dem Stande vom 30. Juni 1931 um 10Prv- zent gesenkt.
" Sdel-Pelztier-Ausstellung in Gießen. Man schreibt uns: Eine feltene Gelegenheit, die bekanntesten Edel-Pelztiere lebend zu sehen, bietet sich von Samstag. 9., bi- Montag, 11. Januar, im „Einhorn" in Gießen. Der Reichsbund deutscher Pelztierzüchter, Landesabteilung Hessen, der diese Schau veranstaltet, wird keine Kosten scheuen, um die Ausstellung zu einer Sehenswürdigkeit besonderer Art am hiesigen Platze au gestalten, weshalb allen Tierfreunden der Besuch schon heute empfohlen werden kann. Auch für das pelztragende Publikum ist es sehr interessant, sich einmal die Tiere, die eigentlichen Lieferanten der so sehr begehrten und modernen Edelpelze, lebend zu betrachten, die man in der freien Wildbahn doch kaum zu Gesicht bekommt und die auch zum größten Teile nicht in Deutschland beheimatet sind. Die Pelztierzucht ist ein sich immer mehr entwickelnder Erwerb bzweig, der sehr Wohl geeignet ist, manchem au« dem Wirt- schaftsprozeh ausgeschiedenen Volksgenossen wieder zu einer Erwerbsquelle zu verhelfen, unb er besitzt daher weitgehende volkswirtschaftliche Bedeutung. Die Eintrittspreise sind, der Zeit entsprechend, sehr niedrig gehalten, so daß jedermann der Besuch der Ausstellung möglich ist. Man beachte die heutige Anzeige.
Die Wetterlage.
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Wettervoraussage.
Im Norden ziehen Störungen vorüber, die auch für uns wetterwirtsam werden und den hohen Druck mit seinem Frost abbauen. Wir gelangen in den Bereich ozeanischer Lust, so daß die Temperaturen wieder über Null zu liegen kommen. Dabei gehen auch die Niederschläge in Regen über.
Aussichten für Sonntag. Uebergang zu mildem Wetter mit Temperaturen über Null, wolkig und bedeckt mit Regen.
Aussichten für Montag: Weiterhin milderes, wechselnd wolkiges Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.
Lufttemperaturen am 1. Januar: mittags —7,1 Grad Celsius, abends —8,3 Grad; am 2. Januar: morgens —6,2 Grad. Maximum —5,5 Grad, Minimum — 9,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 1. Januar: abends —0,4 Grad; am 2. Januar: morgens —0,8 Grad Celsius. — Niederschläge 1,1 mm.
Jetzt braucht Deine Familie den Schutz D einer Leb ensb erüch erung!
üchert Deiner Frau unb Deinen Lindern Brot und Keim, Kleidung und das So No end ig- Üe zum Leden. LannÜ Du es dor Deinem Gewissen verantworten. Deiner Familie dielen
Achutz wieder fortzunehmen? Lrhalte Deine Ledensverücherung in Straft! B


