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Aus der provinzialhauptKadt.

Gießen, den I. April 1932.

Schulbücher als Eigenbesih.

wenigen Tagen rrsetzt zu se^n, die «Sorge um die der Besuch e. ja sogar der -ooitsiajulc, mit sich bringt. «Lin Punkt, der bc- Aders in« Gewicht fällt, ist die Beschaffung der Schulbücher. Diele Buben und Madels wissen sich zu helfen, indem sie von älteren Jahrgängen die benötigten Bücher billig erwerben: andere mögen das Glück haben, durch die Hilfsbücherei der «Schule versorgt zu werden. DaS ist einfach und billig, aber nicht immer nützlich und klug. Das Buch als Leihstück der Hilfsbücherei oder als Handelsobjekt für geschäftstüchtige Tertianer wird erzieherisch und unterrichtlich seine Auf­gabe nicht recht erfüllen können. «Ls muh ja doch sehr schonend behandelt werden, weil eS am Schluß des Jahres an die Schule zurückzugeben ist bzw. ein wertvolles Berkaufsobjekt darstellen soll. Kann der Schüler ein solches Buch wirklich ausschöpfen, das er in wenigen Wochen schon wieder in anderen Händen sieht? Sn späteren Klassen wird es ihm vielleicht oft genug fehlen, wenn die früheren Kenntnisse dem Gedächtnis entschwunden sind und das Elementarwissen un­sicher geworden ist.

Aber die schlechten Wirtschaftsverhältnisse machen doch vielen Eltern den Kauf neuer «Schul­bücher unmöglich, wird man einwenden! Wenn schon die wirtschaftlichen Verhältnisse in Betracht gezogen werden, dann sei vor allem folgendes nicht vergessen: Die Aot der Zeit hat die Schul­verwaltungen gezwungen, die Klassenstärken dauernd zu erhöhen <bis zu 50 «Schüler und mehr) und die Lehrer mit allen möglichen Neben- aufgaben zu belasten. Darunter muh der indi­viduelle Eharakter des Llnterrichts mehr und mehr leiden. Sn steigendem Mähe ist der Schüler auf sich selbst angewiesen und bedarf eines stän­digen Führers und Beraters in Gestalt des eigenen Buches, aus das er ohnehin in späteren Klassen zurückgreifen muh. Was bedeuten die verhältnismähig geringen Kosten für die Be­schaffung eigener Bücher gegenüber den viel höheren Aufwendungen, die für Nachhilfestunden oder gar für die Wiederholung eines «Schuljahres so und fo oft geleistet werden müssen?

Noch einen anderen wirtschaftlichen Gesichts­punkt hat die preußische ^lnterrichtsverwaltung in dem Erlaß vom 12. Sanuar 1932 (U II 16751 31 UIIID. 1.) geltend gemacht, in dem es heißt: »So unentbehrlich die Hilfsbüchereien find, so dürfen doch keinesfalls solche Schüler die an der Anstalt eingeführten Lehrbücher erhalten, für deren Eltern die Anschaffung dieser Bücher sehr wohl möglich ist. Diese dem eigentlichen Zweck der Hilfsbüchcreicn nicht entsprechende Verwen­dung verringert die Absatzmöglichkeit und wirkt damit der Herabsetzung der Preise entgegen.

Erzieherische und unterrichtliche Gesichtspunkte, aber auch rein praktische und wirtschaftliche Er­wägungen (ganz abgesehen von den hygienischen), sind es also, die sich jeder vor Augen führen sollte, dem an dem Fortkommen seines Kindes gelegen ist.

Bemerkt sei übrigens, daß die Preise für alle «Schulbücher seit I. Sanuar um 10 v. H. ge­senkt sind.

Oie Gießener höheren Schulen im Schuljahr 1931/32.

Die Leitungen unserer höheren Schulen haben am Schlüsse des Schuljahres 1931/32 in der gewöhn- ten Weise ihre Jahresberichte über die wichtigsten Vorgänge im verflossenen Schuljahr herausgegeben. Die Berichte geben in vielfältiger Weise Ausschluß über die Schularbeit in den einzelnen Anstalten. Aus den Darlegungen der Schulleitungen geben wir nachstehend einige besonders bemerkenswerte Ziffern wieder:

Im Landgraf-Ludwigs-Gymnasium betrug die Anzahl der Schüler am 15 Mai 1931 insgesamt 215. Darunter befanden sich 12 Mädchen. Gegenüber dem Vorjahr liegt die Schülerzahl um 18 höher. Die neue Sexta war mit 45 «Schülern außerordentlich stark besucht. Der Reifeprüfung un­terzogen sich 11 Schüler, die sämtlich bestanden. Im vergangenen Schuljahr wurde für die Unterprimaner des Gymnasiums, des Realgymnasiums und der Oberrealschule ein Sanitätskurs des Roten Kreuzes (Leiter: Universitätsprofessor Dr Brüning) ver­anstaltet, dem reges Interesse entgegengebracht wurde.

Zu Beginn des Schuljahres 1931/32 wurden im R.e a l g y m n a s i um 503 Schüler gezählt. 431 Schüler wären evangelisch, 45 katholisch, 24 israeli­tisch, 3 gehörten anderen Religionsgemeinschaften an. 282 «schiller sind in Gießen zu Hause, 122 stam­men aus anderen hessischen Orten und 99 aus nicht- hessischen deutschen Djit-n. Am Laufe des Schul­jahres verließen 2>J Schüler die Anstalt, 8 traten neu ein, so daß am (Silbe des Schuljahres 482 Schüler gezählt wurden. Die Reifeprüfung bestan­den 37 Schüler.

Die Oberrealjchule wurde von 598 Schü­lern besucht.,.534 gehörten der evangelischen, 40 der katholische or Kirche an, 18 waren israelitisch und 6 gehörten sonstigen Religionsgemeinschaften an. 237 Schüler wohnten in Gießen, 161 waren von ande­ren hessischen Orten, 200 Schüler aus den übrigen deutschen Gebieten. Im Laufe des Schuljahres tra­ten 15 Schüler ein und 47 aus. Die Reifeprüfung bestanden insgesamt 55 Schuler.

In der Studienanstalt wurden am 15. Mai v. I. 608 Schülerinnen gezählt. Im Laufe des Schul- jahres traten 18 neu ein, fo daß die Gesanckzahl 626 betrug. 523 Schülerinnen waren eoangeli,ch. 52 katholisch, 29 israelitisch, 4 gehörten anderen Reli­gionsgemeinschaften an. Aus Gießen waren 448 Schülerinnen, 92 stammten aus anderen hessischen Orten und 67 aus übrigen deutschen Gebieten. Im Laufe des Schuljahres traten 42 Schülerinnen aus, so daß am Schlüsse des Schuljahres 584 verblieben. Die Reifeprüfung wurde von 17 Schülerinnen ab­gelegt und von allen bestanden.

Gin neue« Schuljahr bricht in Qn:,7,.bie Freude, ihr Kind v< mischt sich bei zahlreichen Eltern die finanziellen Aufwendungen, der höheren und mittleren Schul

Deutsche Himalaya,Expedition findet eine Riesen-Sphinx am Mount Everest.

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Die neue deutsche Himalaya-Expedition hat am Fuße des Mount Everest, des höchsten Berges der Welt, eine ägyptische Riesen-Sphinx entdeckt. Diese überraschende Kunde stellt die ethnographische Wissen, schäft vor gänzlich neue Tatsachen. Es muß ange­nommen werden, daß die Urbevölkerung Aegyptens

dem Gebirgsland Nord-Indiens entstammt. Die Er­richtung der riesigen Pyramiden in dem berglosen Nilland ist nun völkerpsychologisch daraus zu er- klären, daß die Aegnpter in ihnen die Sehnsucht nach den himmelhohen Bergen ihres einstigen Stamm­landes zum Ausdruck bringen wollten.

Kiebitze bei Gießen.

Don der tierpsychologischen Beobachtungsstelle erhalten wir folgende Mitteilung: Am Freitag, 18. März, wurden von Herrn R. aus G. bei der Fahrt nach und von Grünberg nördlich von L i n - denftruth große Scharen von Vögeln beobachtet, die beim Flug an der Bauchseite und an der Spitze der Flügel weiß, im übrigen schwarz erscheinen. Sie waren kleiner als Krähen, erinnerten im Flug an Möoen. Am Sonntag, 20. März, 10.30 Uhr waren sie dort nicht mehr zu finden. Donnerstag, 24. März, wurde die gleiche Art in großen Scharen zwischen Gießen und Heuchelheim gesichtet. Am Frei­tag, 25.März, gelang es, sie zwischen Daten- Hofen und Heuchelheim zu finden und mit­tels Auto nahe heranzukommen, während sie sonst sehr scheu sind. Die von weitem nicht sichtbare Federholle auf dem Kopf, die rostbraune Farbe an der Unterseite des Schwanzes, der bunte Schimmer an den Flügeln, die weiße Farbe am Bauch, Flügel­spitzen und Nacken, der trippelnde Gang, der möuen- ähnliche Flug, der RusKiit" machen es sicher, daß es sich um Kiebitze handelt (vgl. Brehms Tier­leben, kleine Ausgabe, Band 3, Seite). Nach Mit­teilung eines Einwohners von Dutenhofen sollen olche Scharen schon seit Jahren im Frühjahr ba- gewesen sein, einige sollen auch genistet haben. Anf­allend ist die frühere Beobachtung bei Lindenstruth und das Verschwinden der Tiere von dort. Mittei­lungen über die Zugrichtung, sowie die Zeit des Eintreffens und Wegziehens der Vögel werden an die Beobachtungsstelle Gießen, Am Steg 12, er­beten.

Bornotizcn.

Tageskalender für Freitag. Stadttheater:Candida, 20 bis 22.15 älhr. Oberhessifcher Kunstverein: Turmhaus am Brand- Platz, 15 bis 17 AUjr, Tischbein-Ausstellung. VHC.: Hotel Hopfeld. Monatsversammlung. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Friederike von Sesenheim". Astoria-Lichtspiele:Die Todes­klippe undDie Piraten vom Gelben Fluß".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, als 24. Vorstellung im Freitag-Abonnement zu gewöhnlichen Preisen, Candida, ein Mysterium von Vernarb Shaw. «Spielleitung: Peter Fassott. Ein dezentes Kammcrspiel, dessen Thema die Problematik einer glücklichen Ehe bildet. Die Hauptrollen tragen: Frau Maria K o ch, Peter Fassott und Karl Bruck. Beginn: 20 Ahr, Ende: 22.30 Ufjr. Morgen, 15 Uhr, geschlossene Vorstellung für die ErwerbslosenDie drei Zwillinge". Sonntag, 3. April, 19 Llhr, als Fremdenvorstellung zu er­mäßigten Preisen ..... Vater sein dagegen sehr, der große Lustspielerfolg. Besonders hin- gcwiesen sei noch auf das am Montag, 4. April, stattfindcnde Gastspiel des Theaterkindes der Ber­liner Reinhardt-Bühnen. Erika Graf, mit ihrem Märchencnsemble. Sie spieltHänsel und Gretel". Ein Stück, das bei ihrer großen Deutschland- Tournee, zuletzt in «Stuttgart und Frankfurt das Entzücken der kleinen Zuhörer hervorricf. Be­ginn: 15.45 Ähr, Ende: 17.45 älhr.

ßin Militärkonzert de s Musik- korps unseres Bataillons findet am kom­menden Sonntagabend unter Leitung von Ober- musikmeifter Krauß e im Cafe Leib statt. Die Veranstaltung sei zum Besuche empfohlen. (Siehe gestrige Anzeige.)

-»DieKirchstraßewährendderFrüh. jahrs messe für den Durchgangsver­kehr gesperrt. Das Polizeiamt teilt uns mit: Während der Dauer der Frühjahrsmesse vom 3. April bis einschließlich 10. April wird die Kirchstraße zwi­schen Neustadt und Wetzsteingasse täglich von 11 Uhr ab für den gesamten Durchgangsverkehr polizeilich gesperrt.

♦♦ Probealarm der Feucrsirenen. Von der Feuerwache wird uns mitgetcilt, daß am morgigen Samstag 15 ilfjr die Feueralarm- Sirenen zum Zwecke der Prüfung ihrer Vetricbs- fertigteit ertönen werden. Zu Beunruhigung ist also kein Anlaß.

" Eine Versammlung der NSDAP, aufgelöst. Gestern abend sollte im Saale des Cafe Leib eine Mitglieder - Versammlung der NSDAP, stottsinden, zu der auch, nach Maß­gabe der gesetzlichen Bestimmungen, eine An­zahl besonders eingeladener Gäste Zutritt haben sollte. Da die bestehenden Vorschriften, wie wir vom Polizeiamt hören, nicht in der erforderlichen Weise beachtet wurden und die Versammlung infolgedessen den Charakter einer öffentlichen Ver­sammlung angenommen hatte, wurde sie als den Bestimmungen über den politischen Osterfrieden zuwidertaufend, noch vor Beginn von der Polizei aufgelöst. Der Saal wurde von den Besuchern ohne Zwischenfall geräumt.

** Der Hamburger Walfisch i m GießenerEinhorn". Am vorigen Sams­tag berichteten wir von dem in deutschen Ge­wässern außerordentlich seltenen Fang eines Walfisches, der in der Elbmündung auf Strand geraten war, von der Besatzung eines Hamburger Schiffes gefangengenommen und schließlich, wenn auch erstickt, im Schlepptau nach Hamburg ein­gebracht werden konnte. Um unserer Bürgerschaft die Gelegenheit zur Besichtigung dieses seltenen /Ungetüms zu bieten, haben hiesige Sntercffenteix der Fischerei den Hamburger Eigentümern des Walfisches den Vorschlag gemacht, ihre einzig­artige Deute für kurze Zeit in Gießen zur «Schau zu stellen. Dieses Anerbieten ist von den Ham­burgern angenommen worden. Der Wal wurde in einem besonders hergerichteten Eisenbahn­waggon heute früh auf den Transport gebracht und wird mit dem »Zug aus Richtung Kassel, dem sog. Däderzug, um 15.13 Uhr hier eintreffen. Nach dem Umsetzen des Güterwagens vom Fern­gleis an die Güterrampe wird das Meeresunge­heuer ausgeladen und auf zwei aneinanderge­koppelten Lastautos durch die Hammstraße, Os- waldsgarten und Kirchstraße zumEinhorn" gebracht werden, wo es von 19 älhr ab bei freiem Eintritt besichtigt werden kann. Da das Llngeheuer schon wenige Stunden später von hier wieder verschwinden mutz, dürfte ein früh­zeitiger Besuch desEinhorns" anzuraten sein. Die Veranstalter der Schau geben sich der Er­wartung hin, durch dieses seltene Ausstellungs­ereignis das Interesse für die Fischerei in unserer gewässerreichen Gegend beleben zu können. Daran sind auch die Gemeinden insofern interessiert, als die Fischereipachten in den letzten Monaten stark gesunken sind und eine Belebung des Inter­esses an der Fischerei mit Hilfe dieses Wals einen besseren Ertrag aus der Verpachtung der Fische­reireviere verspricht, den die kommunalen Haus­halte gut gebrauchen können.

Zur Berufswahl der Abiturien- t e n. Von der Industrie- und Handelskammer Gießen wird uns geschrieben: Die durch die Wirtschaftskrise bedingte allgemeine Llnsicherhcit der Aussichten im Berufsleben und nicht zuletzt die starke ilebcrfüHung der akademischen Berufe wird gewiß manchen der diesjährigen Abiturien­ten vom Besuch der Hochschule zurückhalten und ihn veranlassen, einen praktischen Beruf zu er­greifen. Denjenigen unter ihnen, die sich eine gediegene kaufmännische Ausbildung aneignen und sich damit zugleich eine gute Grundlage für einen anderen, nicht ausgesprochen kaufmännischen (Be­ruf verschaffen wollen, sei der Besuch der höheren Handelsschule, deren Trägerin die Kammer ist, angeraten. Der Weg zum kaufmännischen (Beruf hat sich gegen früher wesentlich verändert: die neue Zeit stellt neue und höchste Anforderungen. Ein gutes Rüstzeug in diesem Kampf ist eine gute Vorbildung, welche sich der Abiturient in der höheren Handelsschule mit einjährigem Lehr­gang ertoerben kann. Der Lehrplan umfaßt alle Wissensgebiete, welche den jungen künftigen Kauf­mann befähigen sollen, alle betrieb«- und volks­wirtschaftlichen Vorgänge in ihren tiefsten Ur- sachen und letzten Zusammenhängen zu erkennen und in seinem Beruf nutzbringend zu verwerten.

" Freiwillige Pensionierung von 114 hessischen Lehrern. Der hessische Mi­nister für Kultus und Bildungswesen hatte an die über 62 Jahre alten aktiven Lehrer und

Lehrerinnen an den Volksschulen da« Ersuchen gerichtet, freiwillig in den Ruhestand zu treten, um den Abbau von Sunglebrcrn und Jung» lehrerinnen zu vermeiden. Wie man hört, haben sich 114 Lehrer und Lehrerinnen zu der freiwil­ligen Pensionierung bereit erklärt. Eine weitere Entlassung von Junglehrern und -Lehrerinnen in Hessen findet infolgedessen nicht statt, ebenso braucht die Altersgrenze zur Pensionierung nicht zwangsweise herabgesetzt zu werden.

Senkung der Hu s he schl ag kv fte n. Mit Wirkung vom 29. März ist in Hessen auf Anordnung des Preisüberwachungskommissars eine Senkung der Bezüge der «Schmiede für den Hufbefchlag eingetreten. Die (Bezüge betragen zu­künftig bei Sommereisen Nr. 1 je 1.60 Mk.. Nr 2 je 1.85 Mk.. Nr. 3 je 2 Mk.. Nr. 4 je 2.30 Mk.. Nr. 5 je 2,70 Mk. «Soweit der Hufbefchlag bisher zu einem niedrigeren Preis vorgenommen wurde, verbleibt eS bei dem seitherigen Preis. Die Air- orbnung findet keine Anwendung auf die Städte Darmstadt, Mainz, WormS, Offenbach und Gießen.

* Fahrpreissenkung der Hapag und des Norddeutschen Lloyd t n der Nordamerika-Fahrt. Der Norddeutsche Lloyd und die Hamburg-Amerika-Linie haben mit sofortiger Wirkung beträchtliche Ermäßigun­gen der Fahrpreise der Klassen der im Verkehr zwischen Europa und Nordamerika beschäftigten Passagierschiffe vorgenommen. Diese Ermäßigun­gen betragen in der 1. Klasse. Kajütklasse und Touristenklasse 20 Prozent auf die Mindestfahr- preise. in der 3. Klaffe 10 Prozent.

* Oeffentliche Dücherhalle. Sm März wurden 1911 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1247, Literaturge­schichte 4. Zeitschristen 80. Gedichte und 'Dramen 3, Iugendschriften 184. Länder- und Völkerkunde 132. Kulturgeschichte 8. Geschichte undBiographien 145, Kunstgeschichte 13, Naturwissenschaft und Technologie 48. Haus» und Landwirtschaft 6. Religion und Philosophie 16, Staatswissenschaft 17, Sprachwissenschaft 1. Fremdsprachliches 7 Bände. Nach auswärts kamen 2 Bände.

** Die Maul- und Klauenseuche ist in D o r f - G i l l und in Leihgestern erloschen. Die Sperrmaßnahmen sind aufgehoben.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Von der nach Skandinavien abziehenden Stö­rung dürste die Rückseite keinen wesentlichen Ein­fluß auf unsere Wetterlage ausüben, denn vom Atlantik her seht neuer Druckfall ein. Heber Ir­land und «Schottland drehen die Winde nach Sü­den zu, Temperaturanstieg und Niederschläge tre­ten außerdem von neuem auf. Es ist hiernach mit weiterer Zufuhr milder, ozeanischer Lust auch nach Deutschland zu rechnen, in deren Begleitung Niederschläge folgen.

Aussichten für Samstag: Anfänglich wechselnd wolkig mit Aufheiterung, einzelne leichte Schauer, dann wieder mehr wolkig, milder und Niederschläge.

Aussichten für Sonntag: Milder, be­deckt mit Niederschlägen, dann wechselnd wolkig mit Aufheiterung und Regenschauer.

Lufttemperaturen am 31. März: mittags 11,3 Grad Celsius, abends 7,1 Grad: am 1. April: morgens 8,8 Grad. Maximum 11,7 Grad, Minimum 4,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 31. März: abends 7,8 Grad: am 1. April: morgens 5,2 Grad Celsius . Sonnenscheindauer 8% Stunden.

Äriefkasten der Redaktion.

5. Die Reichsablösungsanleihe mit Auslosungs- rcchtcn ist innerhalb 30 Jahren zu tilgen. Da die Tilgung 1926 begann, findet die letzte Auslosung im Jahre 1956 statt.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Samstag, den 2. April.

Stadtkirche. 14 Uhr. Pfr. Mahr: Beichte für die Konfirmanden der Malthäusgemcindc und deren An- gehörigen. Iohanneskirche. 14: Pfr. Ausfcld: Beichte für die Konfirmanden der Iohannesgemeinde und deren Angehörigen. Kapelle des Alten Fried­hofs. 14: Pfr. Lenz: Beichte für die Konfirmanden der Luthergemeinde und beten Angehörigen. Lich. 14: Beichtgottesdienst.

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