Wirtschaft
Nachdruck verboten
Ohne Gewähr
27.Februür 1932
17. Ziehungstag
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Vdlingfot» . Wien
72655 75292 78505 90595 90786 99691
19825 23368 25660 38655 41304 42^38 42634 57 <,3
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Es tut mir nur leid e; dich, daß du so
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188005 231128 267536 282286 303866 343560 377747
223020 263037
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337661
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392074
62751 110296 156713 194657 206392 240801 269221 293635 312887 366592 396753
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244739 285479
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130054 159899
196187
207041 249640
269313 298037 319431
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347822
378296
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231093 252534
315477
346575
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197349 250502
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2 6967 251033 274696 298471
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2235 10 2651.23 2779 29 2954 84 3392 30 3776 25 397t 66
105326 137564 181618
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>a ist heute kein angenehl- te 3na zu Rose.
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1812 9 200830 2425 2 264570 329147 358366 389777
die er einsilbige Antscten gab. Jetzt war . dem Kommerzienrätchj nicht gut Kirschen es|en. Besser, man ging ihr ms dem Wege.
Wie er Andree Co° angesehen! Musternd von oben bis unten. Millnern Blick, der zu sagen
„Eva, lies!"
Eva warf nur einen flüchtigen Blick auf Geschriebene.
2484 2*76 2-198 3 154 ?J33 :J|84
Gewinnauszug
5. Klasse 38. Preußisch-Sübdeufsche (264. Preutz.) Staats-Lotterie
11636)- 117805 15216Q 175659 184912 197497 236414—239448 256270 29*713 317186 324915 349294 357832
377149 383295
139924 140--94 '.78536 186637 205333 206030 239107 239^ 6
255524 259'94
verteilt hiernach eine Dividende von 9 (14) o.H.. während die Siemens-Schuckert-Werke für das am 30 9.1931 abgelaufene Geschäftsjahr ohne Gewinn und Verlust abschließen (i. 23. VA v.H. Dividende aus 9,83 Mill. RM. Gewinn).
• 3. P. Demberg AG., Wuppertal — Oberbarmen. Die GB. der Gesellschaft ge- nehmigte den Abschluß für 1930/31 und beschloß, von dem Berlust von 7,07 Mill. Mk. 4 Mill. Mk. aus der Reserve zu decken und den verbleibenden Berlust von 3,07 Mill. Mk. vorzutragen.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
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Kinderbei 2 Suppent Getnüsesc Suppenteii 1 Satz (5: *°rtenp|ai Puddingtc •'fannkuc Jakaokai "Cringsk; Sand-Seif ^aschgar
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Wäschest 3 Eß-Löfi Butterdos Salatseihi Kochtopf Milchträg Wasserke
Fleischte Kehrsch« %-Liter-l Nachttopf Wasserke Spülschü SalatseiV Fenster- Eimer, । Fleischt Toilettei Eimer, \ Sand-Se, Milchträ; Kochtopl Ovale W; Milchkocl
„Wir wollen ihn fragen, Eva. Gib sie her!" Eva schüttelte den Kopf.
„Wo kann ich sie hinpacken?"
„Dort in den Koffer, bitte." Sie wies auf Les Geheimrats Reisekoffer.
Als Eva sich mit dem Packen im Arm bückte, fiel aus ihm eine Karte heraus. Ottilie hob sie auf. Es war eine Ansichtskarte. Ottilie erkannte sofort, daß diese aus Flinsberg war. Sie laS die Adresse: Lina Knorpe. Wie kam diese Karte hierher?
„Wirf sie doch einfach fort', sagte Eva.
Ottilie wollte es eben tun, als ihr Blick auf die Worte fiel: Morgen ist Fastnacht. Wir freuen uns alle sehr darauf. Herr Kommerzienrat ist mit Frau Geheimrat im Auto nach Breslau gefahren, um Fastnachtskostüme zu kaufen — Frau Geheimrat war glückselig.
Ottilies Hand, die die Karte hielt, zitterte.
Prag .
Budapest .
Sofia Holland Oslo Sopcndage». Stodholm London Buenos iltre* Neu vor!
Bruftel Italien Pari» Schweiz Spanien Tanztg .lapon Kto de Sian.. 3ugollawte». Ltiiadon
3n der heutigen Vormiitngsziehung rourberu&etümne über 40Ü M. gezogen
2 Gewinn, zu 26000 M. 27681 I
2 Gewinn« iu 10000 M. 26515
4 Dewinn« >u 6000 Di. 1'32415 391683
22 Gewinne ,u 3000 M. 632 36342 61057 89333 93755 138138 190129 283801 359190 386854 3906.1
52 Vewinn» mi 2000 M. 240-16 32500 66’83 72358 85900 100308 109891 150278 162049 183028
184022 180914 188129 193127 205702 212922
221100 230001 26’444 278671 284344 28i ,30
299416 335760 367602 379740
136 Gewinne »u 1000 M. 7444 11346 11371 12559 14804 25828 29929 47265 6603t) 60627 66427 71717
Sprechstunden ,>r Redaktion.
11.30 bis 12-30 Ui)t. l/’Jlis 17 Uhr Sak »lag nachmittag geschlossen
Zur unverlangt eingeichle Manuskr ohne ^eigefügtes Rückpc-^ wird keine Gi
14 Gewinn» in 3000 M. 110058 161873 193552
36 Gewinne iu 2000 ®(. 152426 155295 168974 205427 213685 223454 369601 377055 392566
„Korrespondenz zwischen Dienstmädchen, kann uns doch wirklich nicht interessieren, Mama. ‘
Aber Ottilie starrte aus die Karte.
Es klopfte. Das Mädchen kam. um zu sagen. Last Lina Knorpe da sei, um zu fragen, ob sie
ewinn« IN 600 M. 2137 9236 13234 17084
3n der heutigen Nachmittagsziehung vzrden Gewinne über 400 M. gezogen'
2 Gewinn« n- 25000 M. 19203
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Tassen ml| Frfl?wiebel frühstucks ..«Mer, Kuchentelh
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8 Gewinne |u 6000 W. 23592k 395936
65005 66710 67003 7439b 74818 85617
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verhältnismäßig gut gehalten, ebenso waren private Bankaktien nur wenig verändert. Bon Kunst- seidewerten lagen Aku eher etwas fester, Bem- berg etwa 1 Prozent niedriger. Schiffahrtsaktien nannte man unverändert.
Am Rentenmarkt bestand, wie schon erwähnt, größeres Angebot. Bei ziemlich lebhaften Amsähen gaben Goldpfandbriese 1—2 Prozent, Reichsschuldbuchforderungen 1 Prozent und Liquidationspfandbriefe durchweg 0,5 Prozent nach. Besonders schwach tendierten Kommunalobligationen, die überwiegend 2 Prozent ein- büßten. Bon deutschen Anleihen gingen Altbesitz um fast 1 Prozent zurück. Schutzgebiete blieben dagegen gut behauptet, Auslandrenten geschäftslos. ; , _
2m Verlaufe bröckelten die Kurse infolge der Geschäftslosigkeit weiter um etwa 1 Prozent ab, wobei jetzt auch in ReichLbankantcilen etwas Material herauskam. Während Siemens weitere 1,5 Prozent verloren, lagen Gesfürel etwa 1 Prozent höher. 2.-G.-Farbenbonds büßten gegen gestern mittag 2 Prozent ein, ReichLbahnvorzugs- aktien blieben unverändert. Am Geldmarkt hat die Lage noch keine Entspannung erfahren, Tagesgeld blieb zu 8 Prozent gefragt.
Berlin verhättnismähig gut gehalten.
118 Gewinne »n 500 W. 195958615 29099 362 65 39064 53472 71288 112696 5398 135837 141260 168549 160048 160322 *-Än tnnno»
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Aus jede gezogene Stummer sind zwei gleich hohe Oe’.cinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II
Am Ende gar über z heulen wie ein altes
Richt mehr daran b\ lauschte wieder auf di,_üusik.
Rose hatte Gäste. ging es lustig zu. Er erinnerte sich ihrer Aforderung, mit dabei zu sein. Sofort erhob er h, tastete sich durch das dunkle Zimmer, klingelidem Diener. Befahl ihm, das Licht einzuschalteNlnd ihm dann eine Tasse starken Kaffee zu brinn.
3n Hast trank er h schwarzen Kaffee, den John ihm zehn Winub später servierte. Rauchte eine Zigarette dazu. >nn ging er zum oberen Stockwerk hinauf. Ltgsam, schwerfällig, mit Deinen, die schwer wiKlöhe waren.
Zum Lustigsein waijhm eigentlich gar nicht zumute.
3n dem Moment, a er Roses Salon betrat, verstummte die MusikRan begrüßte sein Kommen mit Hallo. Destillte ihn mit 'Fragen, auf
* Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die für den 24. Februar berechnete Großhandelsindexziffer ist mit 100,1 gegenüber der Dorwoche fast unveränert. Die Index- zif^Vrn der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 95 7 (plus 0,6 v. H.), Kolonialwaren 90,9 (plus 0,7 v.H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 91,3 (minus 0,1 v. H.) und industrielle Fertigwaren (minus 0,4 v. H.). Die Indexziffer für Produktionsmittel stellte sich auf 120.0 (120,1)—— minus 0,1 v. H. und für Konsumgüter auf 122,5 (123,3) — minus 0,6 v. H.
' Herstellung des Opelwagens in Oesterreich. Wie WTB.-HandelSdienst von der Adam Opel AG., Rüsselsheim, hört, sind die seit einiger Zeit schwebenden Berhandlungen zwi- schon der Adam Opel AG. und den Steyr-Wer- ken AG. zum Abschluß gekommen. Die Stehr- Werke übernehmen aus Grund der Dereinbarun- gen den Bau und Vertrieb des Opel 1,2-Lrter- Bierzylinderwagens in Oesterreich. Solche Teile, deren Herstellung in Oesterreich erhebliche Investierungen in Werkzeugen und Maschinen erfordern würden, werden von der Adam Opel AG., Rüsselsheim/Main, bezogen. Die Steyr-Werke sind dadurch in die Lage verseht, dem österreichischen Markt einen in Anschaffung und Betrieb wirtschaftlichen Kleinwagen zu bieten.
• Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG., Berlin. Die Generalversammlung der Gesellschaft erledigte die Regularien für das am 30. Juni beendete Geschäftsjahr 1930 '31 und setzte die Dividende auf 6 (10) v. H. fest Don der Berwaltung wurde mitgeteilt, daß ber Wert des der Gesellschaft im Kriege geraubten Eigentums rund 60 Mill. Mk. betrage, während der Gegenwartswert der hierfür gewährten Entschädigung sich auf etwa 1 Mill. Mk. belaufen dürfte.
* Die Abschlüsse des Siemens-Konzerns. In den Generalversammlungen der Siemens & Halske AG. und der Siemens- Schuckert AG., Berlin, wurden die Abschlüsse für 1930/31 genehmigt. Die Siemens 6- Halske AG.
„Herrgott, daß man immer so allein ist!" klagte Ottilie Tönnies.
Hans-Achim sah sie kaum mehr. Der vergrub sich förmlich in seine Arbeit. Und bei Rose traf man immer fremde Menschen. Zu Roses Freunden, mit denen man die Wochen in Borkum verlebt, hatten sich neue gefunden, die ihr ebensowenig gefielen.
Und Rose schien es auch gar mcht gern zu sehen, daß sie kam. So ging es ihr auch mit Eva, die sie zuweilen aufsuchte, wenn sie wußte, daß ihr Mann nicht da war. Ihm ging sie aus dem Wege, weil Rose und ihr Vater es von ihr verlangten, daß sie sich von ihm fernhielt. Das kränkte Eva. Und nun hielt diese sich von ihr zurück.
Tags zuvor hatte sie Eva telephonisch gebeten, zu ihr zu kommen, um ihr beim Umräumen ihres Schlafzimmers zu helfen, das sie vermietet hatte. Da hatte Eva geantwortet, sie wisse noch nicht, ob sie abkömmlich sei. Aber dann war sie um acht Uhr früh doch bei ihr erschienen.
„Bis Mittag habe ich nur Zeit, Mama. Werden wir bis dahin fertig sein?"
„Ich weiß nicht, Eva. Es ist ziemlich viel zu tun. Die Schränke und Kommoden müssen aus- gekramt, mein Bett auf den Boden geschafft werden. Aber das Hinauftragen macht der Portier. Der kommt um elf Ayr."
„Wieso? Dein Bett brauchst du doch?"
„Rein, ich werde im Wohnzimmer auf der Chaiselongue schlafen", sagte sie und seufzte schwer auf. „Aus was ich noch werde verzichten müssen! Ach Gott, es ist bald unerträglich, dies Leben! Es besteht nur noch aus Sorgen und Entbehrungen."
Eva, die wenig für dieses Klagelied übrig hatte, mahnte:
„Ich denke, Mama, jetzt gehen wir an die Arbeit. Sag mir, bitte, was ich zuerst machen soll."
„Papas Wäschekommode auskramen. Die steht noch unberührt so da, wie Papa sie hinterlassen hat. Ich habe mich davor gescheut, an Papas Sachen zu rühren, um nicht schmerzliche Erinnerungen wachzurufen."
Eva begriff das nicht. Mit einem kaum merklichen Kopfschütteln sah sie die Mutter an. Dann ging sie an ihre Arbeit.
„Was macht man mit Papas Wäsche? Friedrich paßt sie nicht. Und Achim — ob er sie tragen wird?"
Eva sah auf den Packen Oberhemden, die sie auf dem Arm hielt.
Frankfurt abgeschwächt.
Frankfurt a.M., 1. März. (WTD. Draht- Meldung.) Nachdem es bereits vorbörslich sehr unsicher und eher leichter war, eröffnete der offizielle Freiveriehr1 in abgeschwächter Haltung, wobei in erster Linie das große Rentenangebot aus Berlin einen starken Druck auf die Stimmung ausübte. Die Spekulation bekundete stärkste Zurückhaltung, zumal auch aus Reuyork wieder schwächere Kurse gemeldet worden waren. Richt zuletzt blieb auch der geringe Geschäftsumfang nicht ohne Einfluß auf die Haltung, ebenso mahnte der Wahlkampf etwas zur Vorsicht. Anderseits blieben die feste Haltung der deutschen Werte in Reuyork und das Anziehen des Markkurses im Auslande, sowie die europäische Farben-Verständigung ohne Eindruck. Aus relativ kleines Angebot senkten sich die Kurse gegenüber der gestrigen Abendbörse um etwa 1—2 Prozent. Elektroaktien standen im Vordergründe, AEG., Siemens & Schuckert verloren bis zu 2 Prozent, Gesfürel sogar 3 Prozent. Unter Berücksichtigung des Dividenden- abzuges von 5,4 Prozent blieben Licht & Kraft gut gehalten. Am Chemiemarkt setzten I.-G.- Farben. Scheideanstalt und Rütgerswerke etwa 1—1,5 Prozent niedriger ein. Montanwerte gaben um Bruchteile eines Prozentes nach, dagegen schwächten sich am Daumarkt Philipp Holzmann um 1,5 Prozent ab. ReichLbankanteile blieben
Ein Gefühl von Wc t wollte ihn überkommen — er kämpfte e »sder. Das fehlte noch!
Von Geld Md Me
Vornan von Grete von Saß.
Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle
Rose lachte.
„Er hat ’nen Dnmschädel. So was schafft ungemülliche Stimmig. Und Aerger hat er auch gehabt. Laßt U mal."
„Hätte er unten >leihen sollen", bemerkte
Andree. ' I
„Lassen wir uns hs nicht unsere Stimmung verderben — tarier? fj“ schlug Frank Hasse vor.
(Föritz hg folgt.)
EinschrSnlimg der Kohleneinfuhr.
Der Schrumpfungsprozeß im deutschen Kohlenbergbau hat sich in den letzten Monaten in erschreckendem Maße fortgesetzt. Während z. B. die arbeitstägliche Förderung an der Ruhr im Durchschnitt des Jahres 1929 rund 407 000 Tonnen betrug, ist sie im Februar d. I. bis auf etwa 240 000 Tonnen gesunken. Die deutsche Dergarbeiterschaft wird von dieser katastrophalen Entwicklung in unerträglicher Weise betroffen. Die Belegschaft an der Ruhr, die im Jahre 1929 noch 361 000 Köpfe betrug, ist bis auf etwa 200 000 Mann zurück- gegangen und muß trotzdem häufige Feierschichten mit ihrem bei den gesenkten Löhnen um so empfindlicheren Verdienstausfall in Kauf nehmen. Diese Lage hat den Reichskohlenkommissar veranlaßt, die Kohteneinfuhr für den Monat Mär; um 50 000 Tonnen und für Monat April um weitere 50 000 Tonnen zu kürzen.
Kinhermorft in Gießen.
Auf dem heutigen Rinder-(Rutzvieh)Markt in Gießen standen 468 Stuck Großvieh, 45 Fre ser und 84 Kälber zum Berkaus. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe: 1. Qualität 300 bis 400 2 Qualität 200 bis 280, 3. Qualität 100 bis 180’ Schlachtkühe 60 bis 250 Mark; Rinder Vr" bis »/.jährig 60 bis 120, 3/<- bis 2jährig 80 bis 180 tragend 150 bis 300 Mark. Kälber, das Pfund Lebendgewicht 20 bis 30 Pfennig: ausgesuchte Tiere über Rotiz. Marktverlauf: am Anfang lebhaft zum Schluß abslauend, kleiner Heberftanb.
schien: Deinen neucüelcganten Smokinganzug hast du dir für mein ssd bauen lassen. And Ina Stevenson, die ein s.j elegantes Teekleid aus rosa Crepe de China^g und eine Perlenschnur um ihren langen n eren Hals, hatte er mit gleichem Blick gemu,t
„Dein verehrter 9
helfen sollte.
„Lassen Sie sie herein", befahl Ottilie.
„Wozu?" fragte Eva. „Hier gibt es nichts für fie zu tun."
Aber da stand Lina schon in der Tür.
„Lina, wie kommt diese Karte hierher?" fragte die Geheimrätin.
Linas Augen leuchteten auf.
„Ach die — die hab' ich schon lange gesucht. Kommerzienrats Mädchen hat se mir geschickt vorigten Winter. Ich hab se Herrn Geheimrat — wissen Se, Frau Geheimrat, es war an dem schrecklichen Tage — vormittags gab ich se dem Herrn Geheimrat — n’ paar Stunden später war er tot und..."
„Gehen Sie!" sagte Eva. „Rehmen Sie Ihre Karte gleich mit!"
Lina sah sie mit einem bösen Blick an und verschwand. Ottilie war totenblaß. Ihre Lippen zitterten.
„Mama, was ist dir?"
„Herrgott, Eva, begreifst du nicht? Papa hat diese Karte gelesen — hat aus ihr etwas her- ausgelesen, das ihn in begreifliche Erregung versetzt hat."
Ihre Augen füllten sich mit Tränen. And dann brach es unter fassungslosem Schluchzen, aus ihr heraus:
„Hätte ich damals diese unglückselige Einladung Münchmehers nicht angenommen — ich tat es aus Trotz gegen Papa — Papa hat darunter gelitten — ich fühlte es ganz deutlich, wartete darauf, daß et mir ein gutes Wort
geben, mich bitten sollte, nicht zu reifen, und während ich auf diese Ditte vergebens wartete, vergrub ich mich mehr und mehr in meinen Trotz. O Gott, hätte ich das doch nicht getan!"
Ihr Weinen wurde heftiger, es schüttelte sie örmlich. Eva führte sie zu der Chaiselongue.
„Leg dich nieder, Mama. Versuch ruhig zu werden!“
Sie redete ihr gut zu.
„Versuch es nicht, mich zu trösten, Eva. ur mich gibt es keinen Trost — ich verdiene auch keinen — denn glaub mir: ich bin schuld an all dem Anglück, das uns betroffen."
Bald, nachdem sich Eva verabschiedet hatte, erschien Münchmeher...
Das war nun der Dank für alles, was er ür die Familie Tönnies getan!
Der Kommerzienrat war außer sich. Aus jedem Wort, das die Geheimrätin zu ihm gesprochen, hatten die bittersten Vorwürfe geklungen. Danach war er schuld an all ihrem Anglück. War schuld an der Entfremdung zwischen ihr und ihrer Tochter. And zuletzt hatte sie ihn fortgeschickt wie einen Bettler!
Rachdem er Wut und Enttäuschung in zwei Flaschen Rotwein ertränkt hatte, fuhr er nach Hause. Es war bereits vier Ahr nachmittags. Er schickte den Diener zu Rose, um sie zu sich bitten zu lassen. Sie war auch eben erst heim- gekehrt und erschien sofort.
„Ra, was war?" fragte sie. „Kann man dir gratulieren?“ ■ (<
„3a, zu dem Rausschmiß, den ich erlebt.
Rose sah in sein Gesicht.
„Du hast getrunken, Papa?"
„Ja! Einen Spaß muß der Mensch doch haben! Also hör zu — kannst du das verstehen: sie hat mich mit Vorwürfen überhäuft — mit ganz sinnlosen. Ich kann dir die natürlich nicht wiederholen. Daß wir beide — du und ich — eine völlig falsche Auffassung vom Leben und unseren Pflichten gegen andere hätten, das war noch das Mildeste. Ra ja, und danach hat sie mich abgefertigt, in einer Weise — na, ich kann dir sagen, so was hast du noch nicht erlebt. Als wäre meine Dank bereits verkracht und ich hätte um ein Almosen bei ihr gebeten. Im Treppenhause stieß ich dann noch auf deine verehrte Schwägerin, die Chauffeursgattin. Ich war über diese Begegnung so sehr perplex, Laß ich den Gruß vergaß — das wird man mir natürlich nie verzeihen."
Rose sah ihn kopfschüttelnd an.
„Ich begreife das nicht, Papa, aber Las ist ja auch nicht nötig. Für mich ist eS so, wie es gekommen ist, gut! Ich freue mich, Papa."
Sie legte ihre Arme um seinen Hals, sah ihm mit hinterlistigem Lächeln ins Gesicht.
Berlin, 1. März .(WTB. Funkspruch.) Rach einem sehr rußigen Vormittagsverkehr lag auch noch die heutige B'örseneröffnung verhältnismäßiggutgehalten. Die Spekulation beteiligte sich wenig am Geschäft, zumal für heute eine Reihe von Geschäften vorlag, die zumindest retardierend wirken dürsten. Einmal sprach man von Schwierigkeiten bei der Verlängerung des Re- diskontkredites durch Frankreich, weiter wollte man von einem erneuten Ansteigen der Arbeitslosenziffern wissen und drittens glaubte man an eine Radikalisierung im Bier- und Lichtstreik. Auch die neue europäische Farben-Einigung wurde mit gemischten Gefühlen ausgenommen, da die Quote für Deutschland eine Verringerung erfaßten hat. Ausschlaggebend für die Tendenz war jedoch wohl wieder die geringe Anternehmungs- luft der Kundschaft, an dec sich vor einer Reform des augenblicklichen Börsenverkehrs, besonders was die Frage der Kursverössentlichung betrifft, kaum etwas ändern dürfte. So genügte schon relativ kleines Angebot am Elektromarkt zu Kursverlusten, die bei Gesfürel, Licht & Kraft (abgesehen von Dividendenabschlag von 5.4 Prozent) und Siemens bis zu 3 Prozent und mehr betrugen. Die übrigen Marktgebiete wurden hiervon im Verlaufe ebenfalls beeinflußt, und abgesehen von wenigen Ausnahmen bröckelten die Kurse langsam ab. Verhältnismäßig widerstandsfähig lagen Bankaktien und Kunstseidenwerte, auch einige Spezialitäten wie Contigummi, Julius Berger, Kaliaktien, Thüringer Gas usw. blieben beachtet, während anderseits Schubert & Salzer, Daimler, Rheinische Braunkohlen, Schultheis, Dessauer Gas, Charlottenburger Wasser usw. ziemlich empfindlich gedrückt waren. Auch am Farben- und Reichsbankmarkt war das Geschäft wesentlich ruhiger als gestern, kursmäßig waren diese Papiere aber ziemlich gehalten. Obwohl sich die Gerüchte über neue Zinskonvertierungsabsichten des Zentrums inzwischen aufgeklärt haben — cs handelte sich um einige am Freitag^ cinge- brachte und auch angenommene Zinsanträge, die sich aber nur auf eine Senkung der Zinsen im reinen Kreditgeschäft bezogen —, hielt das Angebot in festverzinslichen Werten an. Wiederum verloren diese Papiere etwa 1 Prozent im Durchschnitt, und auch Reichsschuldbuchforderungen und Deutsche Anleihen waren schwach veranlagt. Färben-Bonds konnten sich dagegen auf gestrigem Riveau behaupten, auch Reichsbahnvorzugsaktien neigten nur unwesentlich zur Schwäche. Am Gel^ markt änderte sich nach dem Altimo bisher noch nichts, Tagesgeld war auch heute nicht unter 8 Prozent zu haben.
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399001
übernommen. $
Auzei-ena fträizzsind lediglich at die Geschäftsstelle iu »ciften.
vergessen. Leg dich nun ] eine Stunde hin. . fünf Ahr erwarte ich 5»^? zum Tee. Wirs du ßerauftommen?“ 'al
Er ließ sich in etney'tffel fallen, zuckte mit den breiten «Schultern ..'ufaß stier vor sich hin.
Rose eilte, daß sie at: sm Zimmer kam.---
Münchmeyer rieb fidS^ Augen. Starrte verbiestert in die Finster üj die ihn umgab. Eine leise, einschmeichelnde ejiE war über ihm. Er lauschte darauf. Es b-)de eine geraume Zeit, bis er sich darauf des ec wo er sich befand — was gewesen. Er lehnt- h wieder in den «Sessel zurück, schloß die Aug^e.irnn über das, was er bei Ottilie erlebt, nad
I.März_______
AmlUSrc .Notierung
6.663
6,677
6,643
49,95
50,05
49.95
12.465
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56,94
57,06
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169,73
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80.84
81,00
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8- ,13
80.92
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14.71
14.65
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4,217
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16,56
16.60
16,56
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81,56
81,49
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32,73
32,65
82,02
82.18
82.02
1.309
1,311
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0.249
0,247
7,463
7,477
7.463
13,34
13 36
13.34
Vanknoten.
Berlin, 29.Februar
(Selb
»rief
Ameritaniicde Nolev
4,20
4,22
xJ?oten . , ■ • ■
58,43
58,67
Sänildif Sloten .....
80,66
80,98
CFnnlifdiP Wirt >11 ...
14,63
14,69
.^ranzösilciie Nolev ....
16,52
16,58
£>ollänDiidie Noten . . .
169.36
170,04
3tQltenilche Noten . . .
22,11
22,19
Norwegische Sloten . .
79.39
79,71
Deutich-cesterreim, < 100 Schwing
—
—
fRumänifdir Noten
».49
2,51
Offlinebifcfip 9?oten , . . . .
80,79
81.11
Schweizer
81,22
81.54
Svanttche Noten ......
32,53
32,67
Ungnriiche Noten
—
—
Beichsbankdiskont 7 o. k>
Lomdardzinsfutz S o h.


