Einzelbild herunterladen

Wirtschaft.

HolzverfleigenrngS»Termine.

Dienstag. 2. Jrbruar.

Bürgermtifteul Loubach: 3ulommen(unft im Schützenhof zu Laubach. 10.15 Uhr

Wochenderichl

vom Frankfurter (5d>(od)h>iebmarft.

Da« Geschäft am 8tan!furlcr Schlachtviehmarkt gestaltete sich auch In der vergangenen Woche auf den meisten Marktgebieten wieder verlust­reich. wenngleich bi« Zufuhren kein übergrofte« Ausmaft annahmen Du Ä4ufe der Meygerichast beschrankten sich auf den notwendigsten Bedarf, so haft mehr ober weniger grofte Heberstände verblieben. Die Aussichten auf eine Besserung der Lage ist auch weiterhin sehr gering, zumal die bekannten DiehbestandSzahlen einen weiteren, über den Bedarf hinau« verstärkten Auftrieb erwarten lallen.

Der Groftvtehmarkt verzeichnete In dieser Woche bet einem Auftrieb von 1607 (gegen 1855) Stück wiederum schleppenden Geschästsgang Die Preise für Dullen und Kühe blieben bc- hauptet. während bei Ochsen und Färsen in den unteren Ballungen (jüngere vollfleischige hzw. sleilchtge) Preisrückgänge von 2 Mark eintraten.

Am Kälbermarkt senkten sich die Preise ebenfalls um 1 bi« 2 Mark, obwohl die Zu­fuhr mit 1607 gegen die Dorwoche nur unwesent­lich höher war. aber die schlechte Dachfrage eine Besserung der Preise nicht zulieh. Aach schleppen­dem Geschäft wurde nahezu geräumt.

Bei Schafen stellten sich bei verringerter Zu­fuhr (263 gegen 546 Stück) und lebhafterem Ge­schäft Preisbefserungen um 1 bl« 2 Mk ein Der Markt konnte au«t>edauft werden. Die Aach frage nach Hammelfleisch im hiesigen Bezirk hat sich etwa« gebessert.

Die Lage am Schweinemarkt hat immer noch keine Erleichterung erfahren, zumal die Be­schickung In dieser Woche wieder merklich grober war Einem Auftrieb von 6404 15802) Stück stand nur eine schwache Nachfrage gegenüber, so dah bei schleppendem Handel uno bi« zu 2 Mk nachgebenden Preisen Uebcrftanb verblieb. Eine starke Belastung deS Markte« bedeutete auch in dieser Woche stärkerer Zutrieb von litaui­schen Schweinen.

3m einzelnen notierten per Zentner Lebend­gewicht in Mark Ochsen al) 29 biS 31, a2) 25 bl« 26. bl) 20 bi« 24; Bullen a) 25 bi« 29, b) 20 bl« 24; Kühe a) 22 bi« 25. b) 18 bi« 21.

c) 14 bi« 17; Färsen a) 29 bi« 31. b) 25 bi« 28.

c) 20 bi« 24; Kälber b) 35 bi« 39. c) 30 bi« 34,

d) 26 bl« 29; Schase a) 25 bl« 23. b) 20 bi« 24:

Schweine b) 37 bi« 39, c) 37 bi« 39, d) 35 bi« 39. e) 32 bi« 35.

Wochenbericht

om Frankfurter Vroduktenmarkt

An der Franksurtcr Getreidebörse was da« Ge­schäft in der vergangenen Woche im allgemeinen ruhig, wenngleich abermals Preiserhöhungen aus saft allen Märkten eingetreten find. Die Zurück- Haltung hat sich besonders gegen Ende der Woche stärker ausgeprägt, da das Mehlgeschäst allent­halben wieder merklich stiller geworden ist. Die Tendenz war jedoch stetig bis sest, wa« besonder« für Brotgetreide der Fall war. well die Tat­sache einer knappen Bersorgungslage den Preisen einen weiteren Auftrieb gibt.

Das Angebot von Inlandbrotgetreide war in dieser Woche wieder sehr gering, so dah nur kleines Geschäft zu verzeichnen war. Weizen lag erneut um 3.50 Mark hoher, dagegen Aoggen nur" um 1 Mark. Die Notierungen stellten sich wie folgt: Weizen 74 Kilogramm Hcktolitergewicht 240. Aoggen 72 Kilogramm Hektolitergewicht 223 50 bis 225 Mark per Tonne.

Für Braugerste hielt die feste Tendenz an. Der Preis zog um 2.50 Mark auf 185 bis 190 Mark per Tonne an. Industriegerste stellte sich auf 180 bis 185 Mark per Tonne, doch lau­teten die Gebote etwa« niedriger.

Die Erörterungen über zu schaffende Export­möglichkeiten haben am Hafermarkt zu Be­ginn bin: Woche eine festere Stimmung auSgelöst. Der Preis konnte um 2.50 Mark anzi^hen, bröckel­ten jedoch später wieder leicht ab. Hafer, inlän- di'cher 150 bis 155 Mark per Tonne.

Vornan von Llolilde von Stegmann «Stein.

Copyright by Martin Feuchtwange r, Halle.

(Schluh.)

Es war am Morgen des vierten Tages nach Han« Egons Zufammenbruch. Die ersten Sonnen­strahlen schauten durch das Fenster und legten einen mitleidig verklärenden Schimmer auf ba# vom Tode gezeichnete Männerangesicht. Birgit sah still neben dem Krankenlager und lauschte angstvoll den schweren Atemzügen, die röchelnd au« der eingefallenen Brust de« Kranken kamen.

.Lab ihn leben, flüsterte fie vor sich hin, und ihre Hände falteten sich wie zum Gebet. .Last ihn leben, Herr; ich will nichts für mich, aber alles für ihn, den ich einst geliebt

Und als ob ihre Gedanken den kranken Wann xurüdgebolt au« der geheimnisvollen Ferne, In der er sich bereits befanb, öffnete plötzlich Hans Egon grob und klar die Augen.

.Birgit", flüsterte er mühsam und mit unend­licher Weichheit im Ton, .gönne mir den Frieden, nach dem ich verlange. 3ch bin so müde, Birgit.

.LieberI" flüsterte Birgit und beugte sich dicht über ihn.

.So lah mich einschlafen, deine Augen auf mich gerichtet, deine Hand in der meinen. Hast du mir verziehen, Birgit?"

.Alles, alles", beteuerte fie und ihre Stimme erstickte in Tränen.

.Birgit", flüsterte Han« Egon wieder, und nun wie ein Hauch: .Schreib e« auf meinen Grabstein, damit alle willen, du hast mir verziehen, auch Aosemarie, auch unser Kind grüft es von mir, Birgit, und werde glücklich ..

Er streckte sich, feine Hand griff nach dem Her- zen. aber sie griff schon ins Leere. Unter helhen Tränen sank Birgit neben dem Toten in die Knie.

Monate waren hingegangen. Birgits heihe und aufrichtige Trauer um HanS Egon war einer stillen, gefaxten Wehmut gewichen. Die Arbeit, in die sie sich bald nach dem Tode des Gatten

Insolge des Steigens der Preise für da« Rohmaterial sahen sich die Mühlen abermals zur Erhöhung der Weizenmchlpreise um eine halbe Mark veranlagt, was aber den Ende der Borwoche besser in Fluh gekommenen Um­satz wieder stark cinschrumpsen lieft. Der Preis für Aoggenmehl blieb mit 30.75 bl« 31,75 Mark je 100 Kilogramm wieder unverändert, da man ein Eingreifen des Prelskommifsars be­fürchtet. zumal sich die Bäcker energisch wehren, die gegenwärtigen Brotprelfe bei einem weiteren Steigen de« Aogaenmehlpreise« zu belassen. Der Absatz gestaltete sich dadurch sehr schwierig und beschränkte sich nur auf die Deckung des not­wendigsten Bedarf« Die Preise für Weizenmehle notierten wie lo gt: Südd. Sp?z. 0 mit Austausch- weizen 36.25 bi« 37.25 ,do Sondermahlung 34.50 bis 35,50. Biederrheln. Spez .0 mit Austaufch- weizen 36.25 bt« 37.00. do Londermahlung 34.50 bis 35,25 Mark je Doppelzentner.

Der Futtermittelmarkt verzeichnete nur mäftige Nachfrage. Die Prelle waren jedoch gut gehalten. Weizenlleie 8 65. Aoggenllele 9.25 Mark je 100 Kilogramm. Für ölhaltig« Futterwaren hörte man etwa folgende Preise per 100 Kilo­gramm in Mark j« nach Qualität: Erdnuhtuchen 13.50. Kokoskuchen 12 40. Leinkuchenmehl 14.00, Malzkeime 11,50 bis 12,00, Soyaschrot 11,00, Biertreber 12.00 Mark

Am Kartoffelmarkt ging der Preis wie­der zurück und stellte sich auf 2,70 Mark per 50 Kilogramm Industriekartofscln.

Die Indexziffer der Grohhan- del «preise. Die vom Statistischen Aelchsamt für den 27. Januar berechnete Grohhandelsinder- ziffer ist mit 99,7 gegenüber der Vorwoche um 0,3 v. H. zurückgegangen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 91,8 (plus 0,2 v H.). Kolonialwaren 90,9 (minus 0,1 v. H), in­dustrielle Rohstoffe und Halbwaren 92,3 (minus 0,2 v.H.) und industrielle Fertigwaren 124,2 (mi­nus 1,0 v. H).

Die Reichsindexziffer für die Le­benshaltungskosten im Januar. Die Reichsinderziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung. Wohnung. Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und ..sonstiger 'Bedarf') beläuft sich nach den Feststellungen deS Statistischen ReichS- amis für den Durchschnitt des Monats Januar auf 124,5 gegenüber 130,4 im Dezember, der Rück­gang beträgt somit 4.5 v.H. An dem Rückgang sind sämtliche Dedarfsgruppen beteiligt. Der Rückgang der Reichsinderziffer ist wesentlich grö-' her. als in den Dormonaten und hängt zum groben Teil mit den Auswirkungen der Rot- Verordnung vom 8. Dezember 1931 zusammen.

Die Jahresabschlüsse der Sie- mens-Gesellschasten. Bei der Die- mens-Schuckertwerke-AG. beträgt im Geschäftsjahr 1930 31 der Rohüberschub 22 547 401 Mark (1. B. 32 868 395 Mark). Unter Hinzuziehung des Dcwinnvortrages aus dem Dorjahre von 606 564 Mark (230 350) ergeben sich auf der Habenseite der Gewinn- und Berlust rechnung 23 155 965 Mark (34 098 745). Auf der Sollseite werden ausgewiesen für Anleihezinsen 4 841541 Mark (5 484 912), Abschreibungen auf Gebäude 1012 203 (1 900 005), ge'etzliche soziale Leistungen 7 780 920 (8 792 858), freiwillige soziale Leistungen 9 521 295 (8 024 319), Reingewinn (9 823 649). Die Bilanz schlicht also ohne Gewinn und Der- lüft ab. In der Aufsichtsratssitzung wurde mit- gctcilt, dab der erhebliche Berlust deS Gefchäfts- laftre« durch stille Reserven gedeckt worden ist, so dah er m der Bilanz nicht zum Ausdruck kommt. Bei der Siemens & Halske- AG verbleibt nach Abzug von 13 372 061 (12 311 941 > Mark für Anleihezinsen, von 41160 (809 055) für Abschreibungen auf Gebäude, von 4 931 185 (5 345 239) für gesetzliche soziale Lei­stungen und von 4 195 158 (4 063 027) für frei­willige soziale Leistungen em Reingewinn von 11 073 748 (16 401 620) Mark. Der Aufsichtsrat beschlob, der auf den 29. Februar einjuberufen- den Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividend« von 9 v. H. auf das dividendenberech­tigte Kapital» 8 603 091 Mk. (14 v. H. <= 13 382 586 Mk.), gemäß § 36 der Satzung Au«, zahlung von 255 074 (i. D. 560 148) Mk. an den Aufsichtsrat und Bortrag von 2 215 583 (2 458 886) Mark auf neue Rechnung vorzuschlagen.

neingestürxt, war die beste Hilfe gewesen. Und rledrtch« stille, treue Anteilnahme hatte ihr holfen, sich wieder zurechtzufinden.

Wiederum blühten im Park von Tannenaue die Dosen, als Birgit und Friedrich in einer stillen Abendstunde lyre Hände zusammenlegten zum Bund für« Leben. Aach einem bittenden Blick, der keinen Widerspruch sand, legte Gras Friedrich seinen Arm zart um Birgits Schultern und führte die geliebte Frau, die ihm soeben ihr Jawort gegeoen, tiefer hinein in den schattigen, dunklen Park, zu der «infamen Bank am eschenumstan­denen Weiher, über dem der Abendstem leuchtete. Aus dem Gebüsch am Ufer klang der letzte ver­lorene Abendlaut eines kleinen DogelS: leise rauschte von ferne der Fluh, und daS nie ruhende dunkle Summen der Mühle kündete das arbeits­reiche Leben.

Lider für diese beiden schwer geprüften Men­schenkinder war der Alltag zum höchsten Feier­tage geworden. Hand in Hand sahen sie da, und wahrend sie sprachen, begegneten sich ihre Blicke in stummem Einverständnis.

.Run ich deine Hand in der meinen halten darf, meine Birgit, nun möchte ich fast das Schicksal segnen, das mich in Einsamkeit und Sehnsucht von klein an aufwachsen lieh Alles, was ich leiden muhte, ist mir heute wie eine Borbereitung deS Weges zu dir. Rach allen Dunkelheiten gibst du mir ja das Licht deiner Liebe."

Birgit lehnte mit einer scheuen Gebärde ihren Kopf an Friedrich- Schulter.

.Sv sehr liebst du mich?" fragte sie erschüttert.

.So liebte ich dich vom ersten Augenblick an, al« ich das unbekannte Mädchen in Der dunklen Seilergasse vor einem Rohling schützen durfte. Mit bebendem Herzen bin ich dir damals nach- aegangen, biS ich dich in der Helligkeit der be­lebten Strafte in Sicherheit toufttc.

Sie sah sinnend vor sich hin.

.Das war jener verhängnisvolle Abend, an dem Hans Egon bei meinem Baier um meine Hand anhielt.

Der Druck seiner Hand wurde fester.

.Wäre ich damals mutiger gewesen, meine Birgit, vielleicht wäre ich es gewesen, der dich heimgeholt hätte als seine Braut. Dann wäre uns allen viel Wirrnis erspart geblieben. Aber es

Berlin leicht abgeschwächt.

Berlin, 1. Febr. (WTB Funkspruch) Zu der auftenpoliufcben Unsicherheit, bu am Sams­tag durch bi« von Reuter gemeldete, aber inzwi­schen sich alS verfrüht erwiesene Kriegserklärung Chinas an Japan, tugenomrnen hatte, kam heute erneut die Ungewißheit hinsichtlich der Rcichs- präfidentenwahl. Während man am Samstag noch cingctrctcnc Abschwächungen auf Glattstel­lungen der Äuhlfc zum Wochenende zurückführen wollte, zeigte sich doch zu Beginn de« heutigen Bertehre, haft die Abgabeneigung weiter über« woa Da« Geschäft war jedoch äufterft fchleppend. so Daft man selbst für eine Rote sehr spät und relativ wenig Kurie hören konnte. Rein technisch stört« auch, haft zum Monatsbeginn dir Limiten noch immer nicht erneuert waren. Das Umsich- greisen der verichiedenen Berfehlungen und di« inzw.schen erfolgten weiteren Berhaftungen tru­gen. ebenso wie die adbröckeinde Tendenz an der Reuyorker SamStagSbörfe zur Zurückhaltung bei, zumal es auch völlig an Anregungen fehlte.

So betrugen die Kursverluste im Durchschnitt bi« ju 1 Prozent Die Märkte lagen äufterfi ruhig und nur einige Spezialwerte litten unter etwas stärkerem Angebot 6o waren ZG -Farben und Dessauer GaS um etwa 2 Prozent gedrückt, Chad« verloren 4 Mk und Siemens bähten etwa 3 Prozent ein. Auch die Okabi-Shares, die am Samstag auf einem evtl. Kupferbedarf für Krieg-rustungen 1 Mk gewonnen hatten, gaben ebenso ihren Gewinn heute wieder der Arn Anlagemarkt war die Tendenz dagegen nicht ganz einheitlich. Arbedbonds konnten ihren Samstagstand behaupten, auch Reichsbabnvorzüge waren wieder gefragt und Farbenbonds waren ebenfalls gehalten. Pfandbriefe waren dagegen me st etwa» abgfchwacht, Deutsche Anleihen lagen vernachlässigt. Kommunalobligationen behaupte­ten sich jedoch gut. Rachsrage machte sich wieder nach Poslschätzen und später nach Rcichsschuid- buchsorderungen geltend die erneut 1 bis 1.5 Pro­zent anzogen. Am Geldmarkt scheint der Ultimo überwunden zu sein. Kouponzahlungen pflegen zum Februar-Termin im allgemeinen nicht grob zu sein, so daft man mit Anlagegeldern nut wenig zu rechnen hat. Zu berücksichtigen ist. daft bei solchen Zahlungen heute erstmalig die durch Rot­verordnung bestimmte Zinskonversion In Erschei­nung tritt, so das; also nicht der auf dem Koupon vermerkte Zinsbetrag zur Auszahlung gelangt

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 1. Febr. Auftrieb: Rinder 1367 Stück, darunter 356 Ochsen, 118 Bullen, 449 Kühe, 403 Färsen; Kälber 546; Schale 105, Schweine 5039 (darunter 371 Litauer). Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausgemästetc, höchsten Schlachtwerts: 29 bis 32, ältere 25 bis 28, sonstige vollfleischige jüngere 20 bis 24; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten SchlachtwertS 26 bis 30, sonstige volllleischige oder auSgemästete 20 biS 25; Kühe: jüngere, vollsleischige, höchsten Schlacht­wertS 22 biS 25, sonstige vollsleischige oder auS- gemästete 18 biS 21, sleischige 14 biS 17; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollsleischige, auSge­mästete, höchsten Schlachtwerts 28 bis 32, voll- sleischige 25 bi« 28. sleischige 20 bl« 24. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 35 bis 38, mittlere Mast- und Saugkälber 30 bis 34, geringe Kälber 25 bi« 29. Schase. Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 26 bis 29, mittlere Mast- lämmer, ältere Masthärnrncl und gut genährte Schase 18 bis 25. Schweine. Fettschweine über 300 Pfund 37 bis 40, vollsleischige Schwein« von etwa 240 bis 300 Pfund 39 bis 41, von etwa 200 bis 240 Pfund 38 bis 41, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 40, fleischige Schweine von 120 bis 160 Psund 32 bis 37. Sauen 28 bi» 33 Mark. Die Preise beziehen sich auf 100 Pfund Lebend­gewicht. Marktverlauf: Rinder ruhig, nahezu aus- vcrkauft. Schweine ruhig, ausverkauft. Kälber schleppend, Schase ruhig, geräumt.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 1. Febr. Die Frankfurter Getreidebörse zeigte zum Wochenbeginn weiter­hin eher etwas festere Tendenz. Das Geschäft war jedoch auf allen Marktgebieten sehr gering. Die hohen Preismeldungen am Samstag von der Berliner Produktenbörse bewirkten am hiesigen Platze ein leichtes Anziehen der Preise. DaS Angebot war weiterhin sehr gering. Die hohen Forderungen am Brotgetreidemarkt ver­anlagten die Mühlen, ihre Preise er­

Banknoten.

Combardpnsfuft 8 v h.

Relchsbankdlskont 7 o. f).

Die Devisenmärkte am Wochenschluß.

n«ut zu erhöhen, das aus den Geschäfts­gang nalurgctnäft nicht ohne Einfluft blieb. Mehr Jnteresf« zeigte sich weiterhin für Weizen, der erneut um 3,50 Mark an » og Auch am Futternuttelmarkt waren Rachmehle sehr ge­sucht. weiter konnte Klei« im Prelle anztehen. Die allgemeine Tendenz war jedoch ruhig.

ES wurden notiert Weizen 242,50 bi« 243.50 Mark. Roggen 223.50 bis 225. Sommergerste (für Brauiwecke» 185. Hafer (inländischer) 150 bi« 155 Mark pro Tonne: Weizenmehl (süddeutsche« Spe­zial 0 mit Austaufchwcizen) 36,75 dis 37.75 Mk, iSonbermahlung) 35 bis 36. (niederrheinllche« mit Austauschweizen) 36,75 bis 37,50. (Sonderrnah- lung) 35 bi- 35,75. Roggenmchl 31 bi« 32, Weizenkleie 8.65 bis 8,75. Roggenklcie 9.25, Erbsen (je nach Qualität für Speifezwecke) 30 bi« 38. Linien (je nach Qualität für Spellezweckc) 27 bi« 5k. Heu isüddeutsche«, gut. gesund, trocken) 5 bi« 5,25. Weizen» und Roggenstroh (draht* * gepreftt» 4 bi» 4,25. (gebündelt) 4 bi« 4.25, Tre­ber (getrocknet) 12 bi« 12,25 Mk pro Doppel- Rentner: Zndustriekartosseln hiesiger Gegend 2.70 Mark pro Zentner, Frach'.parität Frankfurt«. M.» bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig.

Vcvfsenmarkt Vertin Frankfurt a IN

30 3««

1 fri-nier

Cmthflw Xeiimiru

emibd'r Nentn>n,i

Zkitl

(*#16

Bdr

«.376

<1.15

6.384

50.05

6.374

49.95

6.38h

50.05

frag . .

12.465

12.485

12.465

12.485

BuMpefl

56.94

57.06

56 94

57.06

£cM»

3.057

3.063

3.057

3.063

Otlo .

169.49

78.72

80.12

169.82

78.88

80.28

169.43

78.62

79.77

161.77

71.78

79.93

tei ntxieee.

CtrdhelB

81.27

81.43

81.22

81 38

London . .

14.52

14.56

14.46

14 50

Wurno« flirr*

1.043

1.047

1 043

1.047

Rtuvotf

4.209

4.217

4.209

4.217

©rtflel

58.71

58.«3

58.71

58 83

ntallm . . .

Tart« . .

21.05

16,56

21.09 16.60

21.02

16.56

21.06

16.60

Lidwrlz

82.11

12.27

82.11

82.27

Epantrn

.'4.96

35.04

34.62

34 68

61.97

8213

81.97

82 13

3«x»

Wtn w 3 an.

1.469 0,257

1.471

0.259

1.469 0.257

1.471

0.259

gupofUnutro

7.463

7.477

7 463

7.477

13.24

13 26

13.19

13.21

Berlin, 30 Januar

<*7ih

Brief

flmrritaniid'c Hotte......

4.20

4.22

'b'clgildie Fiele! ...... . .

5b. 55

58.79

TtnildwRoien ........

79 94

80.26

itngHldw Roi.-n.........

14.43

14.54 '

16.52

16.58

Vollentiidie Rotte.......

169.11

169.79

3taltenM<Se Roten ......

21.00

2108

Rorroegildir Roten ......

78.54

78.86

Teutfd>CeftenriA, » 1OO «djtütaf

9iumänif»r Roten ......

2.49

2.51

Schwedilche Roten........

81 .09

81.41

Pduvrtirt Roten. ........

81 ,93

62.25

koantlche Roten .......

34,83

34,97

Ünganldie Roten ......

B e r l i n, 30. Jan. (WTB.) An den internatio­nalen Devisenmärkten war die Bewegung zweier Devisen heute von besonderem Interesse, nämlich die der Peseta und de« Ben. Während Der Pen, infolge der Borgänge im Fernen Osten, wei­ter an Boden verlor, war eine Urfache für dis Schwäche der Peseta nicht sestzustellen. Der Kurs lag ganz erheblich unter gestern, in Zürich be­trug der Berlust 50 Centime, in Amsterdam säst 20 Cents. Ziemlich sest tendierte dagegen Bueno«, während Rio knapp behauptet blieb. Da« Psund lag unverändert mit 3,4568 gegen den Dollar, 8,59 gegen den Dulden. 17,7150 gegen Zürich, 87,84 gegen Pari« und 14,60 gegen die Reichs­mark. Der Dollar war unverändert. Die Reichsmark baggen etwas sester , m m'.ch in Amsterdam mit 58.7750 und in Zürich mit 121,25. Die übrigen Devisen waren kaum verän­dert. Am Rachnuttag blieben die Kurse des Bor­mittags im allgemeinen unverändert, die Schwan­kungen der einzelnen Baluten betrugen nur Bruch­teile eines Punktes.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bl» 12.30 Uijr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen

Zur unverlangt eingefanbte Manuskripte ohne jeigcfügles Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Knicljcna f (t ä g e sind lediglich an die Geschäfts sk eile zu richten.

ziemt uns nicht, zu forschen, warum das Geschick uns alle so und nicht anders geführt. Es hat wohl alle« so sein müssen. Wenn ich nur glauben darf, daft du mir wenigstens einen Bruchteil jener Liebe zu geben imstande bist, die du...

Sie legte die Hand auf feine Lippen.

.Sprich nicht weiter, du Lieber! Rur einen Bruchteil jener Liebe? Ach, mein Friedrich, es ist kein Unrecht gegen unfern teuren Toten, wenn ich sage, daft ich erst jetzt zur wirklichen Liebe reif geworden bin. Was ich damals empfand, war die törichte Leidenschaft und Schwärmerei eine« unerfahrenen Mädchens, das sich von den Licbesworten eines sieggewohnten Mannes be­tören lieft. WaS ich heut« für dich empfinde, ist die Liebe einer reifen Frau, die Schein und Wahrheit zu unterscheiden "-rmag. Das Gefühl für dich, e« ist ja nicht plö 11 ft, meteorgleich ge­kommen, es ist entstanden u.iD gewachsen in den schweren Zeiten der Prüfung."

Sin tiefes Atmen löste sich aus Friedrichs Brust.

.Birgit", sagte er helft, .zwei Jahre ist eS her, daft du meines Lebens einziger Inhalt bist. Laft uns den Bund, den das Schicksal bestimmt hat, bald auch vor den Menschen besiegeln. Ich glaube, auch Han« Egon würde zusrieden fein, daft du bei mir Schutz und Heimat findest. Und noch beute möchte ich deinem Dater gestehen, daft du dein und deines Kindes Geschick mir anvertrauen willst."

.Und das Kind?" Ein banger Zweifel war in Birgits Stimme. .Wird Rosemarie auch immer für dich dein Kind sein?"

.Dein Kind, v Birgit, wie könnte ich es an­ders alS von ganzem Herzen lieben? Ist es nicht überdies auch Blut von unserm Blut? DaS gleiche Blut, das ich auch in meinem Bruder geliebt hab«? Rosemarie ist ein unverdientes Geschenk vom Himmel für mich, für das ich dir doppelte Lieb« und Dankbarkeit schuldig bin."

Sie schwiegen ergriffen. Unwillkürlich dachten sie beide an den, dem Rosemarie ihr Leben dankte und der nun in Frieden ausruhte von allen Irrungen.

Friedrich sühlte. waS in der geliebten Frau vvrging. Er zog sie sanft. aber entschieden empor.

.Birgit, seien wir der Gegenwart dankbar und gedenken wir in Treue der Vergangenheit, denn nur so vermögen wir uns die Zukunft zu ge­stalten. Laft uni zum Dateb^ehen, er soll unfern Bund segnen!"

*

Die vierzehn Tage des Aufgebotes waren vor­über. Au« Birgit war die Frau deS Grafen Friedrich geworden. Obwohl sie ihre E^rauung geheimgehalten und nur die Dorfbewohner davon Kunde hatten, verbreitete sich daS Gerücht doch sehr bald In der Stadt. Bon allen Seiten trafen Glückwünsche und Gaben für das junge Paar ein. Birgit war in dem groften Kreise Ihrer früheren Bekannten und Freunde umxrgeffen, obwohl fie sich ganz zurückgezogen hatte.

Auch die Vereine, die die milde Hand de« Konsuls und Birgits warmes Herz solange ge­spürt hatten, waren mit Glückwünschen vertreten. Einmütig gönnte man dem schwergeprüften Konsul wie der leibgcrciften jungen Frau ein neues und sichereres Gllick.

Birgit und Friedrich hatten ihr junges Glück wenig« Tage an den Gestaden der nahen Ostsee in einem verschwiegenen kleinen Fischerdvrfe ge­borgen. Rur kurze Zeit hatten sie sich selbst leben dürfen und dem Glück, allein zu sein in der sonnenflimmernden Einfamkeit der kleinen Intel. Köstliche Tage waren es gewesen, mit Wande­rungen über hustende $bt)miantotefen, an weiften Dünen, durch dunklen Wald. Tage der Ruhe am warm durchglühten Strande, mit köstlichen Bade­stunden in der blau ausschäumenden Meeresskut; mit stillen Abenden unter einem groften Stern­himmel, unter dem sie in ernstem Glück Hand in Hand wanderten.

Wenige Tage, dann kehrten sie heim zu ihrem Kinde un2> der Arbeit, die auf sie wartete. Aber in der ersten ftUlen Abendstunde, die die Heimat ihnen schenkte, gingen sie gemeinsam zu dem Deinen Friedhof, der jenseits des Dorfes auf einer waldumrauschten Höhe träumte. Still legte Birgit einen Kranz von Sommerlilien auf dal Grab HanS Egons. Die Abendsonne vergoldete die Schrift auf dem schlichten Sandsteinkreuz, die in goldenen Lettern die Worte trug: .Und vergib uns unsere Schuld."