Ausgabe 
31.10.1931
 
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Nachdruck verboten.

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Vornan von I. Schneider-Foerstl.

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2luf Killarnay blühten die Rhododendronhai« weih und fliederblau. Dazwischen mengten siü sattrote Kakteen, die wie slammende FeuerzungN vorn Grün des Rasens zum Himmel loderten.

Rosmarie, seit QUonatcn Calderon- Gast, schoi dessen Fahrstuhl in die ßinbenallce, die ganz o»II schwerer Düfte war.

Er sah sich nach ihr um. gewahrte, wiS sehr« süchtig ihre Augen dem Sonnenball folgten, dtt in lohenden Bränden den westlichen Himael überloderte, und streichelte da- schöne ^rau®* gesicht mit seinen Blicken: ..Heimweh nach kr Stepp«, Kind?"

Sie neigte daS Gesicht herab und legte <1 gegen seine Wange.

-Hast du die Zeitungen gelesen, Mary?"

Ihre Hand bebte auf seiner Schulter.CS |l doch so, wie ich immer aesagt habe. Kaum > rückgekommen, plant er schon wieder neue Reilen. Wie da« geworden wäre, Onkel, wenn ich V- ihm geblieben sein würde? Ich käme mein flW zes Leben aus dem Weinen und Abschiedneho» nicht mehr heraus."

Bielleicht treibt ihn der Schmerz um tU wieder nach dem Horben."

Sin ungläubiges Lächeln stand um ihre LipM* und lieh die schönen starken Zähne darunter aff' leuchten.Er will nur noch berühmter werden, da- ist alles. Schmerz um mich ist es fickt nicht."

Kind, nun bist du wieder ungerecht." (Fortsetzung folgt)

stehen. Mittlere Drohen wurden mit etwa 10 Mk, die besten Tiere mit 12 bis 14 Mark bezahlt Trotz der niedrigen Preise verblieb lleberftanb. Der Krämermarkt war zwar von Händlern sehe besucht, das Publikum sand sich allerbingi in der erhofften Anzahl ein. Das Gelchcht unter diesen Umständen sehr schlecht.

ist Neuwahl erforderlich. Es wurde beschlossen, daß die Wahl des Bürgermeisters am Sonntag. 29. November, stattfinden soll. Die Entlohnung der von der Gemeinde beschäftigten Arbeiter soll nach dem Forstarbeitertarif erfolgen.

Rabertshausen. 30. Oft. In dem hiesigen S ch u l h a u s wurde einnächtlicherEinbruch verübt. Die Schulgeige, zwei Paar Schuhe sowie ein Geldbetrag wurden entwendet. Die polizeilichen Ermittlungen vermochten noch nicht, den Täter aus­findig zu machen, der anscheinend gute Ortskenntnis besaß.

Kreis Schotten.

Laubach, 30. Olt. In der jüngsten Ge- meinderatssitzung wurde eine lOOprozentige Erhöhung der einfachen Bürger-, Bier- und Getränke st euerfähe abgelehnt. Mittwoch nachmittag wurden aus einem un­verschlossenen Auto eines Reisenden, als er sich in einem hiesigen Lebensmittelgeschäft aufhielt, ein Lederkoffer mit Inhalt, ein schwarzer Mantel, eine Geschäftsrnappe, sowie eine Reisedecke entwendet. Der Wert der gestohlenen Gegenstände wird auf 500 Mark ge­schäht. Don dem Täter fehlt jegliche Spur.

Kreis Alsfeld.

WSR. Alsfeld. 30. Olt. In Ermenrod brach nachts in dem Gehöft des Landwirts Her­mann Scharch Feuet aus, das sich so rasch ausbreiten konnte, daß der Oberstock des Wohn­hauses, die Scheune und die Stallungen, sowie der Oberstock eincS Aachbarhauses ein Raub der

Der Geiger kam aber von der anderen Seite und neigte sich schon zwei Minuten später über Calderons verkrümmte Gestalt. Sich auf eine der weißen Bänke niederlassend, nahm er die vergilbten Greisenhände in seine lebensstarken, sah, daß die Sonne, die durch eine Lücke im Ast- toert spähte, die Augen Calderons belästigte und schob den Fahrstuhl eine Strecke weiter nach einer Stelle, die ganz in kühlem Schatten lag.

Ich danke dir!" Don den sonst so müden, grau­blauen Augen des Lords ging ein Glänzen aus. Du mußt erlauben, daß ich dich duze, weil du doch mein Sohn werden willst. Mit zweiundsiebzig Jahren soll ich noch einen Erben haben!"

Mylord!"

Unterbrich mich jetzt nicht! Ich weiß, was ich sage. Söhne haben übrigens zu schweigen, wenn Däter reden, und zu gehorchen! Das setze ich als erste Bedingung!"

Mylord!"

Dis gegen Abend wird der Aotar hier sein. Ich heiße Charles Edward. Morgen ruft man dich ebenso: Charles Edward Calderon. Es hängt kein Stäubchen Unehre an diesem Damen."

Horvath neigte sich herab und drückte den stammelnden Mund auf die zitternden Greisen­hände.

Ich könnte auch ein Unwürdiger sein, Mylord."

Dein! Was Ley dir gesagt hat, stimmt nicht! Er hat dich belogen. Halte es seiner Treue zugute und schmäh ihn nicht deshalb. Ich bin so oft ent­täuscht und betrogen worden im Leben. Dun hält er die Augen für mich offen, der Gute. Aber bei dir hätte es dieser Vorsicht nicht bedurft. Ich habe zwar nur dieses eine Auge, aber eS sieht mehr als zwei andere. Erzähle mir jetzt wieder von dir. Ich weiß noch so wenig."

Und Horvath beichtete auch das letzte, was es zu sagen gab.

Gegen Abend kam der Dotar Lindworth.

Calderon schenke:Dolljährig sind wir beide. Machen Sie's also rasch und gründlich."

Als Horvath nach der Feder griff, zitterten feine Finger so stark, daß er sie wieder zur Seite legen mußte. Dann nahm er die Feder von neuem auS dem Behälter und unterschrieb das Dokument:

CharleS Edward Calderon.

Guido Horvath war endgültig aus der Reihe der Lebendigen gestrichen.

Laß dich- nicht gereuen, mein Lohn!"

Die Worte seines Adoptivvaters rissen ihn hoch. Sr konnte weder dem Zittern der Lippen, noch dem Flimmern der Augen wehren, als der Lord ihn auf beide Wangen küßte. Calderon trug ein Leuchten im Gesicht. Horvath war fahl bis in die Lippen und zwang sich mit aller Kraft, feinen äußeren und inneren Menschen im Gleich- gewicht zu halten.

Als der Dotar gegangen war. neigte er sich

Flammen wurden. Den eifrigen Bemühungen btt Feuerwehren gelang eS dann, dem wütenden We­rnen! Einhalt zu gebieten. Dem betroffenen Land­wirt find auch die Futtervorräte mit verbrannt, bagegen konnte daS Dieh gerettet werden. Der Schaden ist groß.

!* Ruppertenrod. 30. Oft. Gestern wurde hier der Herbstmarkt abgehalten. Zum Schweinemarkt waren 229 Fackel aufgetr* ben. Die Preise lagen außerordentlich niedrig, Bereits für 7 Mark konnte man ein Ferkel et»

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Der Lord wiegte den Kops auf dem etttal kurzen Hals.Du willst sie zu deiner Fr« machen?"

Ein Zögern. Und dann ein hohles Dein.Wr fühlen uns beide gebunden, sie durch ihren noch lebcnöen Mann, und ich meines Kindes wegen. Aber fie wird mich begleiten."

..Sie wird dich begleiten!" erwog Calder« schleppend.DaS hat Gefahren, mein Sohn!"

..Sie ist schutzlos ohne miet)!"

..Schicke sie mir hierher nach Port-Rush? Dach« dem ich nun einen Sohn habe, kann ich doch auch noch eine Tochter adoptieren."

..Dater!"

Das ist schön von dir, mein Junge, daß -r dich daraus besinnst und mich zu meinem Acchi kommen laßt. Wenn du die Luft über dem gro­ßen Wasser satt hast, kommst du wieder zu uns Komisch, daß ich in meinen alten Tagen noch Lohn und Tochter haben soll. Ist sie ein liebet Geschöpf, diese kleine Frau Rosmarie?"

Statt jeder Antwort nahm Horvath ein Licht­bild aus der Tasche und reichte es ihm.

Sie kann sich sehen lassen", lobte Calderon.

Drei Tage später trug der Lord den Abschied»« kuh HorvathS und den Willkommkuh der bleichen jungen Frau auf den welken Lippen.

Das Hessische Ministerium für Kultus- und Bildungswesen hat einen Entwurf über die D e u- Organisation der Gewerbeschulen vorgelegt, der sich mit der Einrichtung und dem Betrieb der hessilchen Gewerbeschulen befaßt, die künftig die BezeichnungHessische höhere Ge­werbeschulen" führen sollen. Sie sind Fachschulen für Gewerbetreibende, die sich zu Meistem, Ge­werkmeistern oder Unternehmern ausbilden wol-

Don besonderem Interesse sind die vorgesehe­nen neuen Aufnahmebedingungen. Darnach soll künftig Dorbedingung zur Ausnahme in die untere Klasse einer höheren Gewerbeschule fein: Dollendung des 17. Lebensjahres, Errei­chung des LehrzieleS für die Dolks- und Bentts- schule, Dachweis der erfolgreich abgelegten Ge­sellenprüfung, erfolgreicher Besuch der Dorkurse. Diejenigen Schüler, welche die Dorkurse nicht be­sucht haben, müssen sich einer Aufnahmeprüfung unterziehen. Heu ist auch die Absicht, den U n - terricht an den höheren Gewerbeschulen das ganze Jahr durchlaufend zu gestatten. Der Unterricht soll in jedem Semester zwanzig Wochen dauern. Auf Grund der Oleuorganifation sollen diejenigen Prüflinge, welche die Abgangs- Prüfung an einer höheren hessischen Gewerbe­schule bestanden haben, von dem ganzen theo­retischen Teil der Meisterprüfung, schriftlich wie mündlich, befreit werden. Sie haben darnach nur noch den praktischen Teil der Meisterprü- fung abzulegen. Auch ermöglicht die Abschluß­prüfung der höheren Gewerbeschule die Aufnahme in die 3. Klasse der Bauschule ohne Aufnahme­prüfung. , r f

Die in dem Entwurf vorgesehene Neuregelung des Eewerbeschulwesens wird insowett vom Hand­werk und den Trägern der Schulen begrüßt wer­den. als sie die Erfüllung einer schon lange er­hobenen Forderung bringt, daß das Abgangs­zeugnis einer Gewerbeschule von dem theoreti­schen Teil der Me sterprüfung befreit. Dagegen müssen die Träger der hessischen Gewerbeschulen schwere Bedenken haben im Hinblick auf die in

Heuoraanifalion der Gewerbeschulen in Hessen.

Don Bürgermeister Dr. Dölsing, Alsfeld.

Oberheffen.

122 Bewerber

um den BuhbacherBürgermeisterposten pb. Butzbach, 31. Ott. Um den am 15. No- oember in unserer Stadt freiwerdendenBür- germeisterposten haben sich 12 2 Kandi­daten beworben. Dem Bernehmen nach wird der derzeitige Stadtrat die Bürgermeisterwahl nicht mehr vornehmen, sondern sie dem ab 1. Januar 1932 am­tierenden neugewählten Stadtrat überlassen. Ob Butz- bad) weiterhin als Stadt- oder Landgemeinde be­stehen wird, steht dahin, da die Sozialdemokratische Partei einen Antrag eingebracht hat die in Butz­bach vor sechs Jahren eingefubrte Städteordnung wieder aufzuheben. Die Entscheidung hierüber wird ebenfalls der neue Stadtrat zu treffen haben.

Allendorfer Nikelsmarkt.

Am 4. November 1931.

ö" Allendors a. d. Lda., 30. Okt. Wiederum steht Allendors vor einem bedeutenden wirtschaft- lichen Ereignis: vor der Abhaltung des Nikels- Marktes. Nikelsmarkt in Allendors, das heißt, das wirtschaftliche Leben der beschaulichen Kleinstadt für einen Tag zur Hochkonjunktur anschwellcn lassen, be­deutet für die Bewohner der näheren und weiteren Umgebung Allendorss, der Rabenau, des Ebsdorfer Grundes und des Busecker Tales, e i n Ziel haben: den Allendorfer Nikelsmarkt.

Wochenlang vorher ist von nichts anderem die Rede. Weit über die Grenzen Hessens und Hessen- Nassaus ist derAndorser Nikelsmarkt", wie er im Ebsdorfer Grund heißt, bekannt, kommen doch selbst wie in früheren Jahren auch wieder eine ganze Anzahl Geschäftsleute aus verschiedenen Teilen un­seres Vaterlandes, wie aus der Provinz Westfalen und der Rheinprooinz hierher, um ihre Waren feil- zubieten. m .

Als im Jahre 1378 dem seitherigen Marktflecken Allendors durch den Landgrafen Heinrich II. Stadt- rechte und erweiterte Maritrcchte verliehen wurden, sind von da an außer Wochenmärkten noch besondere und größere Krämermärkle in gewissen Zeiträumen durchschnittlich jeden zweiten Monat abgehal- ten worden. Je mehr diese Märkte im Verein mit den später hinzugekommenen Biehmärkten an Be- deutung und Ausdehnung Zunahmen, gingen die Wochenmärkte zurück, um nach und nach ganz zu verschwinden.

Einer der wirtschaftlich bedeutendsten und größten Märkte Allendorss war von jeher und ist bis heute noch der auf den Spätherbst fallende Nikelsmarkt. Zu seinem NamenNikelsmarkt" dürste er wohl dadurch gekommen sein, daß er in früheren Zeiten, alljährlich kurz vor dem 6. Dezember, im Volks- mund derNikelstaa" geheißen, abgehalten wurde.

Dem Umstand, daß der Nikelsmarkt in den Spät- Herbst fällt, ist zum größten Teil der überaus starke Besuch des Marktes zuzuschreiben. Nicht allein der rührige Handwerksmann und Gewerbetreibende nimmt gern die Gelegenheit wahr, den, Nikelsmarkt zu besuchen, auch der fleißige Landwirt, der nun­mehr seine Feldsrüchte eingescheuert und seine Win­teraussaat beendet hat,spannt gerne einmal aus", um sich mit seiner Frau am frühen Morgen des Markttages auf den Weg nach demAllendörfer Nikelsmäät" zu machen. Verabredungsgemäß trifft er sich da mit seinen alten Freunden und Be­kannten.

Schon am frühen Morgen des Markttages herrscht in den Straßen Allendorss äußerst reges Leben, be­sonders macht sich dies in der Marklstraße und in den angrenzenden Straßen bemerkbar, wo man überall mit dem Aufschlagen der Marktbuden und

Stände beschäftigt ist. Gegen 11 Uhr nimmt dann der Marktrummel lebhafte Formen an.

Wie in früheren Jahren, wird auch diesmal die Allendorfer Geschäftswelt den Marktbesuchern mit vielem Neuem und Praktischem aufwarten. Tagelang vor dem Markt sind Bäcker und Metzger mit dem Backen und Schlachten beschäftigt die Gasthauser haben für die Getränke gesorgt, feder ist bestrebt, fein möglichstes zu tun, um alle Besucher zufrieden- stellen zu können. Für die Jugend findet Tanzmusik statt. So ist im großen und ganzen auch diesmal für die Besucher des Marktes vorbildlich gesorgt und angenehmer Aufenthalt gewährleistet.

Oer Hornberger»Kalte Markt."

=:er. Homberg. 30. Oft. Schon in den frühen Morgenstunden rollten gest"rn mit Ferkeln bela. dene Fuhrwerke aus den Orten der Umgebung Hombergs zum Schweinemarkt heran. Gegen Mittag strömten Männer und Frauen, Burschen und Mädchen aus allen Windrichtungenuf de kahle Märt". Zahlreiche Stände waren aufgeschla­gen und harrten der Käufer. Es ttxxren wohl viele Besucher da, aber das Geschäft war nicht sehr gut. Der Schweinemarkt war mit 428 Ferkeln befahren. Es wurden pro Stück zwischen 6 bis 19 Mark gezahlt. Der Derlauf des Marktes war schleppend, so daß Lieberstand verblieb.

Landkreis Gießen.

4 Rödgen, 30.Okt. Aus der jüngsten Ge­rn e i n d e r a t s s i tz u n g ist zu berichten: Durch den Ablauf der Amtsperiode des Bürgermeisters

Preußen.

Kreis rSctzlar.

L Krofdorf, 30. Olt Aus der jüngste, Sitzung der Gemeindevertretung ist u. a. zu berichten: Die Amtszeit des Schiedvmanms für Krofdorf und der Schiedsmann Nettvertreter der hiesigen Gemeind« ist abgelaufen. Einstimmig wurden für Krofdorf Lehrer Adolf Rinn, der bisherige Stellvertreter, als jetziger Stellvertre- ter der Konfumverwalter Hermann Schiefer­stein zu Krofdorf und der Schlosser Gustav Valentin zu Gleiberg gewählt Außerdem wurde beschlossen, von jetzt ab keinerlei Ehrengeschenk für De r e i n « j u b i I ä e » mehr zu geben. Di« Dertretung nahm Kenntnis von der Mttteilung, daß die Aufsichtsbehörde zur Sanierung der Landesbank der Rheinprovinz die Bürger st euer für 1931 um 30 Pro- zent erhöht hat. In der Zeit vom 1. bn zum 8. Dovember soll als Winterhilfe für notleidende Familien eine Hau-sammlung durchgeführt werden. Beantragt wurde, am Orts- ausgang von Krofdorf in der Richtung nach Rod­heim di« Ortseinfahrt polizeilich z» sperren und durch die Kreisstraßenverwattunz am Eingang der Rodheimer Straß« wegen der Enge und Llnübersichllichkelt Warnung«-

über die Greisenhände:Ich danke Ihnen, My­lord!"

Ein bittendes Lächeln:Ich erhebe Anspruch auf den Dctternarnen"

Ich werde meine Sohnespslicht bis zum letzten Atemzug erfüllen.

Die Dacht über lag Horvath schlaflos. Erst gegen Morgen warf der Traum Fetzen von Er­innerung und Wirklichkeit über ihn hin. Er hielt Rosmarie im Arm, wollte fie küssen und fühlte Rajas blauschwarzes Haar zwischen den Fingern. Ianos stand am Rain und neben ihm der Knabe. Plötzlich fing dieser zu wachsen an und reichte bald bis an das Zelt des Himmels. Dann schrumpfte er unversehens in ein Dichts zusam­men. Bela Ezengeryi lehnte an einer Weihdorn­hecke und bettelte:Dergih nicht, daß ich dir gesagt habe, wie sehr ich sie liebe." In der näch­sten Minute s. h er ihn an einer der h h n Palmen des Wintergartens hängen und dort verröcheln, eh« er ihm noch zu Hilfe kommen konnte.

Du hast fchlecht geschlafen, mein Junge." Cal­deron hielt die beiden Hände fest, die ihn beim ersten Frühstück mit aller Fürsorge bedienten. Spiel mir hernach auf deiner Geige dein Leben vor. Du hast mir noch lange nicht alles ge­beichtet."

Horvath schöpfte Atem. Was er eine halbe Stund« später dem GreiS vorspielt«, war ein Schrei der Qual, der in stummem Entsagen er­losch. Als er geendet hatte, legte er das Instru­ment auf den Flügel.Morgen werd« ich reifen, Dater!"

Schon?"

All« Jahr einmal werd« ich zurückkommen, um zu sehen, wie es dir geht!"

Lind das nennst du Dank und SohneSpflicht?" Europa hat keinen Platz für mich! Wo ich mich zeige, kennt man mein Gesicht. Guido Hor­vath muß tot sein!"

Muß?"

Ja!"

Die Hände auf den kunstvoll eingelegten Maha- fionitisch gestemmt, sprach «r den letzten Rest einer Lebensbeichte, stieß ihn hervor, unterbrach sich, hastete weiter, schwieg für Minutenlange, um dann mit schweihüberronnener Stirn mit dem Bekenntnis zu schließen:Ein verfehltes Leben! Derfehtt in all feinem Tun!"

Lind die blond« Frau, mein Jung«? Die Gat­tin dieses Bela Ezengeryi?"

HorvathS Gesicht wandte' sich zur Seite.

Ich bin alt, mein Sohn", erklang Calderons Stimm«.Alte Leute verstehen eS besser als die Jugend, ein Geheimnis mit ins Grab zu neh­men. Aber es soll dir nicht abgezwungen sein", fetzt« er rafch hinzu, als da- Geficht de« Künstler- erblaßt«.

Sie wartet in London auf mich!"

d" Launsdach, 30. Okt. Zn unserer Gemeind» sollen entsprechend dem Beschluß der Oemeinbeoet- tretung verschiedene Hausneubauten an di» Gemeinde Wasserleitung angesch 1 os. s e n werden. Die Arbeiten kommen zur öffentliche» Ausschreibung. Die. Geldmittel will die Gemeind» dem aufgewerteten Kapitalienfonds bei der Kreis- fparkasse entnehmen.

* Ahbach , 26. Okt. Der Bau der hiesige» Kleinkinderfchul« ist durch dieGemeinde» Vertretung auf Grund der eingegangenen Ange­bote an einheimische Handwerk-mei­ster vergeben worden. Die Maurerarbeitc, sind an Ludwig Geier übertragen unter der Bt- dingung, daß mindestens zehn erwerbslose Maur« der eigenen Gemeinde (Krisen- oder Wohlsahrts- empfänger) beschäftigt werden. Die Zimmer­arbeiten wurden an Ludwig Weller über­tragen unter der Doraussetzusg der gemeinsame, Ausführung mit L. 5a b e l. Der Rohbau der Kleinkinderschule soll noch in diesem Herbst unta Dach.

O Lützellinden, 31. Oft. In der .Ho'». bürg" zwischen hier und Klein-Linden batte Ir­in einer der Gemeind« gehörigen Bretterbude e-.n Wanderbursche .yäu-ich" eingerichtet Während er sich tog-über in di« umliegenden Dörfer begab und dort bettelte, verbrachte er die Dächte in der Bude, angeblich weil er die Ein­samkeit liebe. Da der Sonderling ein seststehendes Messer (Dolch) bei sich führte, wurde er durch Beamte der Polizeiverwaltung zu Groß-Rechten­bach fest genommen und in da- Amtsgericht in Wetzlar eingeliefert

dem Entwurf vorgesehenen tiefeinschneidenden Aenderungen über den beabsichtigten Ausbau der höheren Gewerbeschulen. Es sollen sich künf­tig die Gewerbeschulen auf den Be­rufsschulen auf bauen. Eine derartig« Um- ftcllung, di« ferner noch alS Aufnahmebedingung die Ablegung der Gesellenprüfung verlangt, würde bei dem bereits in letzter Zeit infolge der allgemeinen schlechten Wirtschaftslage eingetre­tenen Rückgang der Schülerzahl einen weiteren erheblichen Rückgang der Schülerzahl zur Folge haben und den Weiterbestand der Gewerbe­schulen je nach der Größe der Anstatt über­haupt in Frage stellen. Eine so schwer­wiegende Neuerung sollte man in einer Zeit mit so ungeklärten Verhältnissen, wie sie gegenwärtig herrschen, auf keinen Fall einfüh­ren. Auch die Derteilung des LlnterrichtS auf das ganze Jahr, wie fie der geplante Auf­bau der Gewerbeschulen zur Grundlage hat, muß starken Bedenken begegnen. Abgesehen von der dadurch bedingten Zersplitterung und AuSein- anderreihung des Lehrstolss würde nach den Er­fahrungen der Praxis das Sommerhalbjahr einen ausreichenden Schulbesuch niemals aufweisen, da erfahrungsgemäß die jungen Gewerbetreibenden das Sommerhaäjahr vielfach dazu benutzen, um die im Winter in der Gewerbeschule erworbenen Kenntnisse durch praktisch« Betätigung im Hand­werk zu festigen und zu erweitern. Die heutigen Derhältnisse zwingen auch viele junge Gewerbe­treibende, sich wenigstens ~ im Sommerhalbjahr nach einer Derdienstmöglichkeit umzusehen, und sie werden dadurch dem Schulbesuch entzogen.

Angesichts solcher Bedenken dürsten sich die Träger der hessischen Gewerbeschulen wohl kaum bereü finden, einer Deuorganisation der hessi­schen Gewerbeschulen in dem mitgeteilten Sinne zuzustimmen. Sie müssen erwarten, daß man den Kuratorien der Schulen rechtzeitig Gelegenheit geben wird, zu einer Aenderung von so tief­einschneidender Wirkung vorher und rechtzeitig Stellung zu nehmen.

6 Vt Ägarnam )t cm motgif liicrm lulgc n Aazbach zum ' bort-.gm 2 del 2fX Tut)' rtrliift, al Itn ftrht, Dai

(Geiß-Diddal vorgetragen und fand die Genehmi­gung der Dersammlung. Sodann wurde noch über interne Derbandsangelegenheiten verhandelt. Bei den Wahlen wurden die satzungsgemüh ausscher, denden Mitglieder des Dorstandes bzw. AufsichtS» rats wiedergewählt.

In Horvath schrie das Mitleid, als er den hilflosen Mann nun beide Hände nach sich aus- strecken sah.Sind Sie nun wieder Wohl, Mylord? Dr. Ley sagte mir, Sie hätten fchlecht geschlafen. Hoffentlich bin ich nicht schuld daran."

Calderon verneinte gut gelaunt. .Ich sah mich schon im Besitz Ihrer Geige. Gott!" Er erschrak. Ich habe vergessen, sie aus dem Wintergarten nach dem Musikzimmer bringen zu lassen. Sie ist dort sicherer. Wollen Sie s besorgen. Mister Horvath?"

Der Künstler rückte erst noch die Decke höher, die etwas über Calderons Knie geglitten war und ging dann schnellen Schrittes dein Schlosse zu.

Der Doktor sah ihm nach und hatte ein Lächeln um den Mund.Er wird dir ein guter Sohn werden."

Calderons Augen standen weit aufgerissen. .Du hast

.3a, ich habe ihn auf die Probe gestellt, hab dich als halb entmündigt gelten und Port-Rush bis über den Dachgiebel in Schulden stecken lassen. Er ist gar nicht einmal erschrocken und hat gleich zu rechnen angefangen, bis wann er deine Gläu­biger befriedigen könnte, damit dein Lebensabend ohne jede Sorge ausklingt. In drei Jahren hofft er es mit seiner Geige zu schaffen. Ich bitte dich, Charly, du wirst doch nicht."

Er neigte sich abbittend über den alten Mann, unter dessen halbgeschlossenen Lidern Tränen aus die Wangen sickerten.

Lev, lieber treuer Ley!" Calderon tastete nach den Händen des Freundes.Ich werde die Lüge schon wieder gutmachen, ohne daß der Junge sich gekränkt fühlt. Lind am Dachmittag läßt du den Dotar kommen. Ich will es gern ins Reine gebracht wissen. Geh jetzt und gib dem Küchenchef Bescheid, daß wir heute einen Festtag haben, wie ihn Port-Rush noch nie gesehen hat. Die Speise­karte, den Wein alle» überlasse ich dir. Mach deine Sache gut, du Treuer."

.Soll ich nicht bei dir bleiben?" fragte Dr. Leh. .Wenigsten- bi- der Diener wieder berbciac- rufen ist?"

.Dein, nein! Geh nur! Lind schick mir Horvath. Wo bleibt er denn so lange?'

Der Arzt wurde von der Aulregung des Freun- deS angesteckt und verichwand eiligen Schrittes zwischen den ßaubengängen.

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